Gott gibt innere Sicherheit

Der Platz für freiere Stränge, die zumindest ansatzweise mit dem Glauben zu tun haben sollten.

Warnung: HIC SVNT LEONES! Betreten auf eigene Gefahr!

Moderator: holzi

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 09:30

Freude und Hoffnung sind eigentlich die großen Themen der Festivals und der Ferien. Doch dann geschehen in diesen Tagen schreckliche Ereignisse. Menschen sind voller Trauer und Angst.

Wir werden still. Wir denken mit Mitgefühl an die Familien, die einen lieben Angehörigen verloren haben. Wir denken an unsere Kinder und Jugendlichen auf Großveranstaltungen. Wir beten für die vielen Menschen in den Urlaubsorten. Möge der Herr mit ihnen sein.

Aber kommen da nicht auch Fragen und Zweifel? Hand aufs Herz: Wo bleibt Gott in diesen Tagen? Warum lässt Gott so etwas Schreckliches zu?

Die Antwort darauf fällt uns nicht leicht. Die Theodizeefrage ist so alt wie das Leid der Menschheit. Schauen wir in die Bibel. Dort stehen nicht nur Jubellieder. Auch an Klage fehlt es nicht im Volk Gottes. Die Psalmen bringen Bangen und neue Hoffnung zum Ausdruck. Der Herr selbst ruft verzweifelt am Kreuz: Mein Gott, mein Gott. In deine Hände empfehle ich meinen Geist.

Und dann geschieht das Unglaubliche. Mit seiner Auferstehung stellt uns Christus vor Augen: Gott lässt uns letztlich nicht allein. Gott steht uns auch in tiefster Not immer zur Seite. Gott gibt uns immer wieder von Neuem Gewissheit und Kraft. Gott möchte, dass wir zum Leben kommen und mit Christus am ewigen Leben teilhaben.

Leben wir aus dieser inneren Sicherheit schon jetzt in unserem Alltag.

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 18088
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07
Wohnort: in Superiori Palatinatu

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von taddeo » Mittwoch 27. Juli 2016, 09:44

Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 10:02

Gott zu Wort kommen zu lassen, ist tausendmal besser als dieser konservativ-ideologische Modernismus, der da amtlich auf ungelesenen Seiten ins Internet gepumpt wird.

Gott liebt die Gläubigen einfach und die einfachen Gläubigen lieben Gott. Er ist auch gar nicht schwer zu verstehen, sein Gebot ist einfach und seine Last ist leicht. Gott ist so simpel, dass er bereits Kindern hilft und sie auch im Alter nicht allein lässt.

Klar, im Berufsleben können wir nicht ständig von Gott reden. Aber wir können Gutes tun. Und das ist ja auch schon in Gottes Sinne.

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 10:06

Wo Gott im Zentrum ist, da spendet er auch reichlich Sakramente.

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 14:48

Mein Brüder Jurgen aus Paderborn mag dieses Thema vielleicht nicht so gut finden, weil es sein Formempfinden stört oder weil er Overkott einfach nicht mag.

Nun liegen mir selbst bei aller Kirmesbegeisterung allerdings weniger lokalpatriotische Anliegen von Ostwestfalen am Herzen. Gottes Wort ist der Anfang der Kirche. Wer Syrien beruhigen will, muss die Herzen beruhigen. Das erspart manchen Euro und manchen Tropfen Blut.

Benutzeravatar
offertorium
Beiträge: 658
Registriert: Freitag 7. August 2015, 10:48

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von offertorium » Mittwoch 27. Juli 2016, 15:53

taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
Mittlerweile habe ich aufgegeben, den Konsalik-und-Konsorten-Katholizismus irgendwie wahrzunehmen..............
Dabei geht es nicht nur um die Prosa, sondern oft wirkt die dazugehörige Theologie weichgespült, schwach und wenig anspruchsvoll. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen diskutiert die Kirche nur auf der Ebene des Mitgefühls. Mir wäre eine knallhart theologische Debatte über den "Willen Gottes" und den Spielraum des Einzelnen sehr viel angenehmer. Die entsetzlichen Begegebenheiten, das Aufkommen einer politischen Religion, könnte uns zu einer Diskussion herausfordern, die das katholische Profil besser beleuchtet.
Für die Muslime ist klar, dass Gott die Anschläge gewollt hat, denn alles, was geschieht, könne nur dann geschehen, wenn Gott das will. Wo positionieren wir uns aber? Welche theologischen Antworten können wir zu der Frage geben, wie ein allmächtiger und allwissender Gott zu diesem menschlichen Fehlverhalten steht?

Pirmin
Beiträge: 142
Registriert: Montag 14. Dezember 2015, 08:41

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Pirmin » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:07

offertorium hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
Mittlerweile habe ich aufgegeben, den Konsalik-und-Konsorten-Katholizismus irgendwie wahrzunehmen..............
Dabei geht es nicht nur um die Prosa, sondern oft wirkt die dazugehörige Theologie weichgespült, schwach und wenig anspruchsvoll. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen diskutiert die Kirche nur auf der Ebene des Mitgefühls. Mir wäre eine knallhart theologische Debatte über den "Willen Gottes" und den Spielraum des Einzelnen sehr viel angenehmer. Die entsetzlichen Begegebenheiten, das Aufkommen einer politischen Religion, könnte uns zu einer Diskussion herausfordern, die das katholische Profil besser beleuchtet.
Für die Muslime ist klar, dass Gott die Anschläge gewollt hat, denn alles, was geschieht, könne nur dann geschehen, wenn Gott das will. Wo positionieren wir uns aber? Welche theologischen Antworten können wir zu der Frage geben, wie ein allmächtiger und allwissender Gott zu diesem menschlichen Fehlverhalten steht?
Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind. Um mit Muslimen auf derselben Augenhöhe zu diskutieren, müssten Christen einen Purzelbaum rückwärts schlagen. Das Stichwort ist Ungleichzeitigkeiten der Moderne, in dem Sinn, dass manche Kulturen grundsätzlich einem anderen Jahrhundert angehören zu scheinen, obwohl auch diese faktisch im 21. Jahrhundert angekommen sind. (Das beziehe ich lediglich auf die hier skizzierte Situation, denn auf der Mikroebene gibt es die Muslime nicht.)

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:26

Pirmin hat geschrieben:
offertorium hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
Mittlerweile habe ich aufgegeben, den Konsalik-und-Konsorten-Katholizismus irgendwie wahrzunehmen..............
Dabei geht es nicht nur um die Prosa, sondern oft wirkt die dazugehörige Theologie weichgespült, schwach und wenig anspruchsvoll. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen diskutiert die Kirche nur auf der Ebene des Mitgefühls. Mir wäre eine knallhart theologische Debatte über den "Willen Gottes" und den Spielraum des Einzelnen sehr viel angenehmer. Die entsetzlichen Begegebenheiten, das Aufkommen einer politischen Religion, könnte uns zu einer Diskussion herausfordern, die das katholische Profil besser beleuchtet.
Für die Muslime ist klar, dass Gott die Anschläge gewollt hat, denn alles, was geschieht, könne nur dann geschehen, wenn Gott das will. Wo positionieren wir uns aber? Welche theologischen Antworten können wir zu der Frage geben, wie ein allmächtiger und allwissender Gott zu diesem menschlichen Fehlverhalten steht?
Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind. Um mit Muslimen auf derselben Augenhöhe zu diskutieren, müssten Christen einen Purzelbaum rückwärts schlagen. Das Stichwort ist Ungleichzeitigkeiten der Moderne, in dem Sinn, dass manche Kulturen grundsätzlich einem anderen Jahrhundert angehören zu scheinen, obwohl auch diese faktisch im 21. Jahrhundert angekommen sind. (Das beziehe ich lediglich auf die hier skizzierte Situation, denn auf der Mikroebene gibt es die Muslime nicht.)
Gott tut den Christen und den Muslimen gut. Die Christen müssten sich nur an Jesus und die Muslime mehr an Mohammed ein Vorbild nehmen. Immerhin zeugt der Koran von theologischen Debatten. Also wird das heute auch möglich sein.

Benutzeravatar
offertorium
Beiträge: 658
Registriert: Freitag 7. August 2015, 10:48

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von offertorium » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:39

Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Es geht nicht um Diskussionen mit Muslimen. DIe sind oft schon deshalb nicht möglich, weil auf muslimischer Seite das Grundverständnis des Christentums fehlt. Aber Muslime haben überhaupt keine Problem damit, ihren Gott als "kernigen" zu sehen, der auch mal auf den Tisch haut, wenn was nicht passt. Das geht der Kirche völlig ab. Das oft gepredigte kirchliche Gottesbild ist ein weichgespültes. Man kommt sich vor, wie in einem Konsalik-Roman und fragt sich manchmal wirklich "Reden wir so angemessen über den Schöpfer dieses Universums?"

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:48

offertorium hat geschrieben:
Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Es geht nicht um Diskussionen mit Muslimen. DIe sind oft schon deshalb nicht möglich, weil auf muslimischer Seite das Grundverständnis des Christentums fehlt. Aber Muslime haben überhaupt keine Problem damit, ihren Gott als "kernigen" zu sehen, der auch mal auf den Tisch haut, wenn was nicht passt. Das geht der Kirche völlig ab. Das oft gepredigte kirchliche Gottesbild ist ein weichgespültes. Man kommt sich vor, wie in einem Konsalik-Roman und fragt sich manchmal wirklich "Reden wir so angemessen über den Schöpfer dieses Universums?"
Gott ist nach Meinung des heiligen Bonaventuras nicht nur für die weichspülenden Modernisten da, sondern auch für die mit dem Schwert der Liebe und dem Helm der Caritas kämpfenden Kirche.

Benutzeravatar
martin v. tours
Beiträge: 2651
Registriert: Sonntag 2. November 2008, 21:30

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:55

taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
:daumen-rauf:
Akif Pirinci würde es wohl "veganverschwulten Feministenkatholizismus" nennen ? :hmm:
Immer wenn ich so ein psychosoziales Eiapopeia lese, fällt mir auf ,das das Wort "Gottesfurcht" leider irgendwie aus der Mode gekommen ist (nicht im Sinne von "Angst vor Gott" zu verstehen).
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 27. Juli 2016, 17:01

martin v. tours hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
:daumen-rauf:
Akif Pirinci würde es wohl "veganverschwulten Feministenkatholizismus" nennen ? :hmm:
Immer wenn ich so ein psychosoziales Eiapopeia lese, fällt mir auf ,das das Wort "Gottesfurcht" leider irgendwie aus der Mode gekommen ist (nicht im Sinne von "Angst vor Gott" zu verstehen).
Was anderes lernt "man" im Bordell auch nicht.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 28. Juli 2016, 07:39

overkott hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dieses Posting scheint mir ein Musterbeispiel für die heutigen Probleme des Katholizismus.
Es sind genau diese "verschrobenen, gefühlsduselnden Wortbilder", die zB in diesem Beitrag kritisiert werden: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ign=buffer
:daumen-rauf:
Akif Pirinci würde es wohl "veganverschwulten Feministenkatholizismus" nennen ? :hmm:
Immer wenn ich so ein psychosoziales Eiapopeia lese, fällt mir auf ,das das Wort "Gottesfurcht" leider irgendwie aus der Mode gekommen ist (nicht im Sinne von "Angst vor Gott" zu verstehen).
Was anderes lernt "man" im Bordell auch nicht.
Daß Sie einen so guten Überblick darüber haben, was man ein einem solchen Ort so alles lernen kann, verwundert mich jetzt doch ein stückweit! :emil:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Pirmin
Beiträge: 142
Registriert: Montag 14. Dezember 2015, 08:41

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Pirmin » Donnerstag 28. Juli 2016, 08:31

offertorium hat geschrieben:
Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Es geht nicht um Diskussionen mit Muslimen. DIe sind oft schon deshalb nicht möglich, weil auf muslimischer Seite das Grundverständnis des Christentums fehlt. Aber Muslime haben überhaupt keine Problem damit, ihren Gott als "kernigen" zu sehen, der auch mal auf den Tisch haut, wenn was nicht passt. Das geht der Kirche völlig ab. Das oft gepredigte kirchliche Gottesbild ist ein weichgespültes. Man kommt sich vor, wie in einem Konsalik-Roman und fragt sich manchmal wirklich "Reden wir so angemessen über den Schöpfer dieses Universums?"
Ich kenne Konsalik nicht. Was genau daran ist verkehrt, erregt dich?

Das ist die Rolle rückwärts, wenn ein Gott, dem martialische Eigenschaften zugeschrieben werden, für menschliches Versagen und Handeln herhalten muss. Ein Gott, der egoistisch, herrschsüchtig und materialistisch ist und das entsprechende Verhalten von Muslimen rechtfertigt. Das ist reine Projektion. Was ist das für ein krudes Gottes- und Menschenbild?

Auch wenn viele Christen der Materie auf dem Leim gehen, das Christentum ist weiter:

„Wo Gottes neue Welt beginnt, geht es nicht mehr um Essen und Trinken [= Materie]. Es geht darum, dass wir gut und richtig miteinander umgehen und dass Gott uns durch seinen Heiligen Geist mit Frieden und Freude erfüllt. Wer Christus in dieser Weise dient, über den freut sich Gott und den achten die Menschen“ (Römer 14, 17–18).

Ohne Konsalik zu kennen, ich kann daran nichts Weichgespültes erkennen!

Eher ist es schwierig, selbst dahin zu kommen, die jesuanische Lehre, wenn auch nur ansatzweise, zu verkörpern. Vorausgehen muss freilich ein wie auch immer gearteter Reinigungs- bzw. Heilungsprozess. Die einen müssen ihre aufgestauten Aggressionen loswerden, die anderen müssen lernen, ihren Ängsten zu begegnen. Oder sie müssen sich von der Vorstellung lösen, dass Gott auf einer Wolke sitzt und einem die Verantwortung abnimmt. Unterdrückte Wut verbaut die Sicht darauf, dass Liebe und Barmherzigkeit realiter heiligend sind. So groß ist unser Gott!

(Der Weg ins Parlatorium ist mir unverständlich.)

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 28. Juli 2016, 11:01

Pirmin hat geschrieben:(Der Weg ins Parlatorium ist mir unverständlich.)
Das liegt vermutlich an einer der üblichen Wortspielereien des Foranten overkott! :roll:

Oder ist Dir aus dem Eingangsstatement klar geworden, von welcher Art der "inneren Sicherheit" da die Rede ist? :achselzuck:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Dienstag 21. März 2017, 14:51

Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Das ist ja schon mit Raphael schwierig genug. Man muss aber auch sehen, dass das 20. Jahrhundert von zwei Weltkriegen geplagt war. Nach der Aufklärung!

Vor Ideologien schützt uns kein Populismus.

Wir brauchen Umkehr, Selbstbekehrung und Buße. Wir können die Falschparker nicht mit Falschparken überzeugen. Aber die StVO gilt nicht nur für Christen.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Dienstag 21. März 2017, 15:11

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 14:51
Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Das ist ja schon mit Raphael schwierig genug.
Sie, werter Herr Overkott, haben halt keine Überzeugungskraft, schlechte oder gar keine Argumente; und wenn's eng wird, werden Sie beleidigend.

So etwas dann dem Anderen "in die Schuhe schieben zu wollen", erscheint reichlich schäbig! :daumen-runter:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Dienstag 21. März 2017, 17:01

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:11
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 14:51
Pirmin hat geschrieben: Ich bezweifle, dass mit Muslime theologische Diskussionen möglich sind.
Das ist ja schon mit Raphael schwierig genug.
Sie, werter Herr Overkott, haben halt keine Überzeugungskraft, schlechte oder gar keine Argumente; und wenn's eng wird, werden Sie beleidigend.

So etwas dann dem Anderen "in die Schuhe schieben zu wollen", erscheint reichlich schäbig! :daumen-runter:
Die Schwierigkeiten mit Ihnen sind bedauerlich, nicht beleidigend für mich. Bei den Kardinaltugenden geht es um Weisheit und Mäßigung. Ich will sie nicht zuerst von anderen verlangen.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Dienstag 21. März 2017, 19:00

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 17:01
Die Schwierigkeiten mit Ihnen sind bedauerlich, nicht beleidigend für mich. Bei den Kardinaltugenden geht es um Weisheit und Mäßigung. Ich will sie nicht zuerst von anderen verlangen.
Das, was Sie euphemisierend als Schwierigkeiten bezeichnen, weist nach, daß Sie das, was Sie von Anderen erwarten und verlangen selber nicht zu erbringen bereit sind.
Ihr mehr oder weniger ständiger Verweis auf das Doppelgebot erweist sich dadurch als pure Heuchelei. :daumen-runter:

Aber trösten Sie sich:
Sie sind nicht der erste und werden vermutlich auch nicht der letzte Modernist sein, der auf diese Weise den traditionellen katholischen Glauben unmöglich machen will.
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Dienstag 21. März 2017, 19:16

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:00
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 17:01
Die Schwierigkeiten mit Ihnen sind bedauerlich, nicht beleidigend für mich. Bei den Kardinaltugenden geht es um Weisheit und Mäßigung. Ich will sie nicht zuerst von anderen verlangen.
Das, was Sie euphemisierend als Schwierigkeiten bezeichnen, weist nach, daß Sie das, was Sie von Anderen erwarten und verlangen selber nicht zu erbringen bereit sind.
Ihr mehr oder weniger ständiger Verweis auf das Doppelgebot erweist sich dadurch als pure Heuchelei. :daumen-runter:

Aber trösten Sie sich:
Sie sind nicht der erste und werden vermutlich auch nicht der letzte Modernist sein, der auf diese Weise den traditionellen katholischen Glauben unmöglich machen will.
Wissen Sie, ich bin ein Romantiker mit einem weiten Herz für Kreuzgänge, Grillenzirpen, den Duft nach Fußbodenreiniger in Klostergängen und Fundamentalisten, wie ihnen, die so entsetzlich intolerant, immer wieder angeklefft kommen, sich den Kopf streicheln lassen und nach dem Stöckchen laufen.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Dienstag 21. März 2017, 19:33

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:16
Wissen Sie, ich bin ein Romantiker mit einem weiten Herz für Kreuzgänge, Grillenzirpen, den Duft nach Fußbodenreiniger in Klostergängen und Fundamentalisten, wie ihnen, die so entsetzlich intolerant, immer wieder angeklefft kommen, sich den Kopf streicheln lassen und nach dem Stöckchen laufen.
Nö, Herr Overkott, Sie sind ein verhinderter Franziskanerbruder, den das schlechte Gewissen plagt, daß er nich' im Kloster geblieben ist! :pfeif:

Und jetzt haben Sie sich das Ärgern von traditionellen Katholiken zur Lebensaufgabe gemacht. Ärgerlich ist dann nur, daß diese sich nicht ärgern lassen .......................
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Dienstag 21. März 2017, 21:18

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:33
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:16
Wissen Sie, ich bin ein Romantiker mit einem weiten Herz für Kreuzgänge, Grillenzirpen, den Duft nach Fußbodenreiniger in Klostergängen und Fundamentalisten, wie ihnen, die so entsetzlich intolerant, immer wieder angeklefft kommen, sich den Kopf streicheln lassen und nach dem Stöckchen laufen.
Nö, Herr Overkott, Sie sind ein verhinderter Franziskanerbruder, den das schlechte Gewissen plagt, daß er nich' im Kloster geblieben ist! :pfeif:

Und jetzt haben Sie sich das Ärgern von traditionellen Katholiken zur Lebensaufgabe gemacht. Ärgerlich ist dann nur, daß diese sich nicht ärgern lassen .......................
Ich hab ein Herz für Franziskaner. Den Weg sind jedoch andere gegangen. Wer nie eingetreten ist, kann auch nicht austreten.

Lassen Sie sich nicht ärgern. Ein griesgrämiger Tradi kann die frohe Botschaft nicht überzeugend verkünden.

Danken wir Gott für die Religionsfreiheit.

Benutzeravatar
Torsten
Beiträge: 5497
Registriert: Dienstag 17. Februar 2004, 02:23

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Torsten » Dienstag 21. März 2017, 21:41

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 21:18
Danken wir Gott für die Religionsfreiheit.
Aber bitte sehr. Sehr dafür danken. Dem Gott der freien Religionsausübung.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Dienstag 21. März 2017, 21:45

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 21:18
Ich hab ein Herz für Franziskaner. Den Weg sind jedoch andere gegangen. Wer nie eingetreten ist, kann auch nicht austreten.
Man muß nicht eingetreten sein, um verhindert zu bleiben! :doktor:
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 21:18
Lassen Sie sich nicht ärgern. Ein griesgrämiger Tradi kann die frohe Botschaft nicht überzeugend verkünden.
Ein labernder Bonavent(o)urist erst recht nicht! :pfeif:
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 21:18
Danken wir Gott für die Religionsfreiheit.
Die Religionsfreiheit schließt Ihre kürzlich vorgenommene Verunglimpfung der Trinität keineswegs ein! :dudu:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 18088
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07
Wohnort: in Superiori Palatinatu

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von taddeo » Dienstag 21. März 2017, 23:09

overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:16
Wissen Sie, ich bin ein Romantiker mit einem weiten Herz für Kreuzgänge, Grillenzirpen, den Duft nach Fußbodenreiniger in Klostergängen und Fundamentalisten, wie ihnen, die so entsetzlich intolerant, immer wieder angeklefft kommen, sich den Kopf streicheln lassen und nach dem Stöckchen laufen.
Allerliebst formuliert, Chapeau! :daumen-rauf: :klatsch:
(Ich kann deinen Ergüssen ja nicht wirklich oft was abgewinnen, Ovi, aber mit solchen poetischen Meisterstücken schaffst du es gelegentlich doch. :ikb_shy: )
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. März 2017, 05:36

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 23:09
overkott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 19:16
Wissen Sie, ich bin ein Romantiker mit einem weiten Herz für Kreuzgänge, Grillenzirpen, den Duft nach Fußbodenreiniger in Klostergängen und Fundamentalisten, wie ihnen, die so entsetzlich intolerant, immer wieder angeklefft kommen, sich den Kopf streicheln lassen und nach dem Stöckchen laufen.
Allerliebst formuliert, Chapeau! :daumen-rauf: :klatsch:
(Ich kann deinen Ergüssen ja nicht wirklich oft was abgewinnen, Ovi, aber mit solchen poetischen Meisterstücken schaffst du es gelegentlich doch. :ikb_shy: )
Daß ein Herr Overkott in der real existierenden Kirche den einen oder anderen Claquer hinter dem Ofen hervorlocken kann, ist nicht weiter verwunderlich! :pfeif:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 22. März 2017, 12:49

Sonnen wir uns nicht in jedem Hosianna.

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von overkott » Mittwoch 22. März 2017, 22:26

Gott gibt innere Sicherheit, wenn wir all unsere Sorgen auf ihn werfen.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21178
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: Gott gibt innere Sicherheit

Beitrag von Niels » Donnerstag 13. April 2017, 21:37

"Christus - unser Haupt und Vorbild unserer Auferstehung - ist auferstanden, um uns, seinen Gliedern, die Gewißheit unserer Auferstehung zu geben. Es wäre gegen die Natur, wenn das Haupt auferstünde ohne die Glieder." (Hl. Bonaventura)
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast