Theologie der Religionsfreiheit

Der Platz für freiere Stränge, die zumindest ansatzweise mit dem Glauben zu tun haben sollten.

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Lycobates
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 5. April 2017, 14:20

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 13:47
Das Christkönigsfest wurde erstmals in der römisch-katholischen Kirche anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa 325 von Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika Quas primas vom 11. Dezember 1925 eingesetzt, wenige Jahre nach dem Untergang von König- und Kaiserreichen mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, etwa in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland. Das Fest wurde am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Mit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde das Fest auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres Ende November verlegt. Zugleich wurde in den liturgischen Texten die Königsherrschaft Christi stärker unter dem eschatologischer Aspekt betont.
https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest

Gibt es irgendwo eine Gegenüberstellung der liturgischen Texte vor und nach "dem Konzil"?
Namentlich der Vesperhymnus Te saeculorum principem wurde in der NOM-Form verunstaltet.

Die Strophe 2:

Scelésta turba clámitat:
Regnáre Christum nólumus:
Te nos ovántes ómnium
Regem suprémum dícimus.

wurde zu:

Quem prona adórant ágmina
Hymnísque laudant cælitum,
Te nos ovántes ómnium
Regem suprémum dícimus.

Ersatzlos gestrichen wurden die Strophen 6 und 7:

Te natiónum Praesides
Honóre tollant público,
Colant magístri, júdices,
Leges et artes éxprimant.

Submíssa regum fúlgeant
Tibi dicáta insígnia:
Mitíque sceptro pátriam
Domósque subde cívium.


Und in der letzten Strophe:

Jesu, tibi sit glória,
Qui sceptra mundi témperas,
Cum Patre, et almo Spíritu,
In sempitérna saecula.
Amen.


wurden die sceptra mundi zu amore amore 8)

Jesu, tibi sit glória,
Qui cuncta amóre témperas,
Cum Patre et almo Spíritu
In sempitérna sæcula. Amen.

Deutsche Übersetzungen wären zu finden, habe ich auf Anhieb nicht hier.
Die Änderungen sind frappant.
Zuletzt geändert von Lycobates am Mittwoch 5. April 2017, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 5. April 2017, 14:50

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 14:20
Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 13:47
Das Christkönigsfest wurde erstmals in der römisch-katholischen Kirche anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa 325 von Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika Quas primas vom 11. Dezember 1925 eingesetzt, wenige Jahre nach dem Untergang von König- und Kaiserreichen mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, etwa in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland. Das Fest wurde am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Mit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde das Fest auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres Ende November verlegt. Zugleich wurde in den liturgischen Texten die Königsherrschaft Christi stärker unter dem eschatologischer Aspekt betont.
https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest

Gibt es irgendwo eine Gegenüberstellung der liturgischen Texte vor und nach "dem Konzil"?
Namentlich der Vesperhymnus Te saeculorum principem wurde in der NOM-Form verunstaltet.

Die Strophe 2:

Scelésta turba clámitat:
Regnáre Christum nólumus:
Te nos ovántes ómnium
Regem suprémum dícimus.

wurde zu:

Quem prona adórant ágmina
Hymnísque laudant cælitum,
Te nos ovántes ómnium
Regem suprémum dícimus.

Ersatzlos gestrichen wurden die Strophen 6 und 7:

Te natiónum Praesides
Honóre tollant público,
Colant magístri, júdices,
Leges et artes éxprimant.

Submíssa regum fúlgeant
Tibi dicáta insígnia:
Mitíque sceptro pátriam
Domósque subde cívium.


Und in der letzten Strophe:

Jesu, tibi sit glória,
Qui sceptra mundi témperas,
Cum Patre, et almo Spíritu,
In sempitérna saecula.
Amen.


wurden die sceptra mundi zu amore amore 8)

Jesu, tibi sit glória,
Qui cuncta amóre témperas,
Cum Patre et almo Spíritu
In sempitérna sæcula. Amen.

Deutsche Übersetzungen wären zu finden, habe ich auf Anhieb nicht hier.
Die Änderungen sind frappant.
Ich bin fündig geworden.

2. Strophe der katholischen Vesperhymne:

Es ruft der Gegner wilde Schar:
„Wir wollen nicht,
daß Christus herrscht!“

Doch wir erklären freudig, gern,
als allerhöchsten Herren ihn.

6. und 7.:

Dir schuldet jede Staatsgewalt
Verehrung, öffentlichen Ruhm;
Dich ehre Recht und Wissenschaft,
Gesetze, Künste achten Dein!

Es neige jede Königskron
und jedes Zepter sich vor Dir!
Mach jedes Haus und jedes Land
mit milder Hand Dir untertan!


In der Schlußstrophe:

Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
der Du das Weltenzepter führst,
mit Gott, dem Vater, und dem Geist
von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Mittwoch 5. April 2017, 15:27

Dankeschön! :daumen-rauf:

Das ist schon irre, was da alles abgeht. Mich wundert es immer wieder, daß nicht jeder riecht wie fürchterlich es da stinkt. Da kann man ja hinschauen wo man will.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 5. April 2017, 15:39

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:27
Dankeschön! :daumen-rauf:

Das ist schon irre, was da alles abgeht. Mich wundert es immer wieder, daß nicht jeder riecht wie fürchterlich es da stinkt. Da kann man ja hinschauen wo man will.
Wer nicht riechen will, dem bleibt nur diese eine Lösung:

Bild

Man nennt dies Hermeneutik der Kontinuität :achselzuck:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. April 2017, 16:55

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:39
...............
Man nennt dies Hermeneutik der Kontinuität :achselzuck:
So nennt nicht »man« das, sondern so nennst »Du« das, werter Lycobates! :roll:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. April 2017, 17:00

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:27
Dankeschön! :daumen-rauf:

Das ist schon irre, was da alles abgeht. Mich wundert es immer wieder, daß nicht jeder riecht wie fürchterlich es da stinkt. Da kann man ja hinschauen wo man will.
Tja, werte Marion, jetzt hast du den Trick aller Tricks in der Sedi-Szene verraten: :roll:
Wohlgerüche werden als Stinkbomben diffamiert, Gutes wird zu Schlechtem herabgeredet und Ewiges wird zu Vergänglichem erklärt!

Bei soviel Pejoration ist - und das ist für wirklich jeden Vernünftigen ersichtlich - der diabolos am Werke! :daumen-runter:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 5. April 2017, 17:03

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 16:55
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:39
...............
Man nennt dies Hermeneutik der Kontinuität :achselzuck:
So nennt nicht »man« das, sondern so nennst »Du« das, werter Lycobates! :roll:
Nein, der Terminus geht zurück auf das Jahr 2005, und wird, in der Nachfolge ihres ehemaligen Chefs, vornehmlich von denen gebraucht, die kapiert haben, daß man keine Fliegen mit Essig fängt, sich aber doch gerne als Fliegenfänger betätigen.
http://blog.radiovatikan.de/das-konzil- ... tinuitaet/
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. April 2017, 17:15

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 17:03
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 16:55
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:39
...............
Man nennt dies Hermeneutik der Kontinuität :achselzuck:
So nennt nicht »man« das, sondern so nennst »Du« das, werter Lycobates! :roll:
Nein, der Terminus geht zurück auf das Jahr 2005, und wird, in der Nachfolge ihres ehemaligen Chefs, vornehmlich von denen gebraucht, die kapiert haben, daß man keine Fliegen mit Essig fängt, sich aber doch gerne als Fliegenfänger betätigen.
http://blog.radiovatikan.de/das-konzil- ... tinuitaet/
Es ist mir - und vielen Anderen auch - schon bekannt gewesen, daß Dein Ausspruch auf eine Rede des emeritierten Papstes zurückgeht. Belehrungen sind also mehr als flüssig, nämlich überflüssig! 8)

Im Übrigen ist der emeritierte Papst - wie auch der aktuelle - kein Fliegenfänger, weder mit Essig noch mit sonstigen Materialien, sondern Arbeiter im Weinberg des Herrn. Für den "Job" solltest Du Dich auch 'mal bewerben ..............
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 5. April 2017, 19:47

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:27
Dankeschön! :daumen-rauf:
Ergänzend sei noch die amtliche deutsche Fassung (AAS 17/1925, 544-545) der von Papst Pius XI. alljährlich für den Christkönigssonntag bis heute vorgeschriebenen, öffentlich zu verrichtenden Weihe des Menschengeschlechtes an das Heiligste Herz Jesu zitiert (Großschreibung und ß-Schreibung teils von mir angepaßt):
O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke auf uns herab, die wir uns in Demut vor Deinem Altare niedergeworfen haben: Dein sind wir und Dein wollen wir sein. Damit wir aber immer inniger mit Dir verbunden sein mögen, siehe darum weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. -
Viele haben Dich leider niemals erkannt, viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen. Erbarme Dich ihrer aller, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz. Sei Du, o Herr, König nicht bloß über die Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sondern auch über die verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben. Gib, daß diese bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen. Sei Du König auch über die, welche durch Irrlehre getäuscht oder durch Spaltung von Dir getrennt sind; rufe sie zur sicheren Stätte der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald nur eine Herde und ein Hirt werde. Sei Du König über alle diejenigen, welche immer noch vom alten Wahn des Heidentums oder des Islams umfangen sind; entreiße sie der Finsternis und führe sie alle zum Lichte und Reiche Gottes. Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das ehedem das auserwählte war. Möge das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, als Bad der Erlösung und des Lebens auch über sie fließen.
Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit; verleihe allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum andern der gleiche Ruf erschalle: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch welches uns das Heil gekommen ist; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.
Bei uns ist üblich, das Gebet nach dem Hochamt zu sprechen.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Mittwoch 5. April 2017, 21:28

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 19:47
Marion hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 15:27
Dankeschön! :daumen-rauf:
Ergänzend sei noch die amtliche deutsche Fassung (AAS 17/1925, 544-545) der von Papst Pius XI. alljährlich für den Christkönigssonntag bis heute vorgeschriebenen, öffentlich zu verrichtenden Weihe des Menschengeschlechtes an das Heiligste Herz Jesu zitiert (Großschreibung und ß-Schreibung teils von mir angepaßt):
O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke auf uns herab, die wir uns in Demut vor Deinem Altare niedergeworfen haben: Dein sind wir und Dein wollen wir sein. Damit wir aber immer inniger mit Dir verbunden sein mögen, siehe darum weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. -
Viele haben Dich leider niemals erkannt, viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen. Erbarme Dich ihrer aller, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz. Sei Du, o Herr, König nicht bloß über die Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sondern auch über die verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben. Gib, daß diese bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen. Sei Du König auch über die, welche durch Irrlehre getäuscht oder durch Spaltung von Dir getrennt sind; rufe sie zur sicheren Stätte der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald nur eine Herde und ein Hirt werde. Sei Du König über alle diejenigen, welche immer noch vom alten Wahn des Heidentums oder des Islams umfangen sind; entreiße sie der Finsternis und führe sie alle zum Lichte und Reiche Gottes. Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das ehedem das auserwählte war. Möge das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, als Bad der Erlösung und des Lebens auch über sie fließen.
Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit; verleihe allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum andern der gleiche Ruf erschalle: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch welches uns das Heil gekommen ist; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.
Bei uns ist üblich, das Gebet nach dem Hochamt zu sprechen.
Nun, Lycobates, das sind alles sehr schöne Texte, die man (!!!) voller Inbrunst beten kann, wenn man (!!!) mit der Kirche herzinniglich verbunden ist.
Nur angesichts der Einlassungen von sempre, Marion und Dir stellt sich die Frage:
Seid Ihr mit der Kirche herzinniglich verbunden? :detektiv:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von umusungu » Mittwoch 5. April 2017, 21:48

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 19:47
Bei uns ist üblich, das Gebet nach dem Hochamt zu sprechen.
Werft ihr euch dabei auch in Demut vor dem Altare nieder?

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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von DarPius » Mittwoch 5. April 2017, 23:42

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 21:48
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 19:47
Bei uns ist üblich, das Gebet nach dem Hochamt zu sprechen.
Werft ihr euch dabei auch in Demut vor dem Altare nieder?
Vermutlich inbrünstiger als ihr mit den Mondanbetern auf die Teppiche. :turban:
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 06:38

DarPius hat geschrieben:
Mittwoch 5. April 2017, 23:42
Vermutlich inbrünstiger als ihr mit den Mondanbetern auf die Teppiche. :turban:
Die Gedanken sind frei, daher kannst du viel vermuten! 8)
Sogar das Falsche ....................
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von DarPius » Donnerstag 6. April 2017, 11:02

Wenn etwas objektiv falsch ist, brauche ich nichts zu vermuten.
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 11:19

DarPius hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 11:02
Wenn etwas objektiv falsch ist, brauche ich nichts zu vermuten.
Um die objektive Falschheit Deiner negativen Vermutung ging es Dir offenbar gar nicht, denn Du hast diese Vermutung angestellt, ohne überhaupt eine Veranlassung dazu zu haben.
Das nennt man landläufig üble Nachrede. :daumen-runter:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 13:31

Das hier erinnert an etwas was schon einmal war. Damals waren es die Juden, die Christus, den König nicht als König wollten und den andern zum quälen, auslachen und noch mehr übergaben. So etwas wie eine Christköniggaudiveranstaltung, mit Dornenkrone. Und heute ist es ein "Konzil", das Christus ebenfalls genauso ausliefert. "Ihr könnt mit ihm machen was ihr wollt. Egal was euch euer Gewissen einflüstert! Wenn ihr ihn anbeten wollt, dann tut es, wenn ihr ihn auslachen wollt, dann tut es auch. Beleidigt ihn wie es euch gefällt. Und wehe es will sie jemand dabei behindern. Das ist ein Recht, welches sie haben!" Es ist sehr traurig zuschauen zu müssen, wie Leute die sich Christen nennen genau dafür kämpfen, daß Christus so behandelt werden darf. In der Kirche des neuen Pfingsten wird immer so viel von Liebe geredet. Was ist das denn für eine perverse Liebe, wenn man sich für die Feinde einsetzt, daß sie den Geliebten bespucken, als König verspotten, quälen usw. dürfen, wie es ihnen halt gerade gefällt?!

Bild
Bildquelle: http://catholic-resources.org/Art/Nadal.htm
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 14:39

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 13:31
Das hier erinnert an etwas was schon einmal war.
..........
Wie kommst Du denn darauf? :detektiv:

Jesus wurde doch nicht umgebracht, weil sich irgendjemand auf die Freiheit der Religionsausübung berufen hätte.
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 15:37

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 14:39
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 13:31
Das hier erinnert an etwas was schon einmal war.
..........
Wie kommst Du denn darauf? :detektiv:

Jesus wurde doch nicht umgebracht, weil sich irgendjemand auf die Freiheit der Religionsausübung berufen hätte.
Es erinnert nicht an den Grund warum Christus ermordet wurde. Es erinnert nur daran, daß Christus als König verspottet wird. Genau wie damals wird er nun verspottet. Derjenige, der heute dafür sorgt, daß er auch ungestört verspottet werden darf sind die "Konzilsväter". Sie schwafeln und verordnen Religionsfreiheit. Die Religionsfreiheit ist nicht der Grund für die Verspottung, sondern nur das Werkzeug, daß das ungestört geschehen kann. Niemand darf ja behindert werden bei seiner Götzenanbeterei. Dem Staat ist es laut Vat2 untersagt, solche dabei zu behindern (Das ist doch die Religionsfreiheit die du hier vehement verteidigst). Götzenanbeterei ist aber eine Beleidung Gottes, eine Verspottung Gottes, eine nicht Anerkennung des Höchten, der nun einmal ja der Höchste ist. Das Bild ist dasselbe wie damals. Sie lachen den Höchsten aus, sie behandeln ihn wie den letzten Popel. - Haben ihm eine Dornenkrone aufgesetzt und als König verkleidet, angespuckt etc. Die Religionsfreiheit, also das Recht, das der Mensch, laut den Konzilsvätern haben soll, Christus ungestört zu verhöhnen, hilft den Feinden nun einmal dazu dies auch ausgiebigst zu tun.

Wie kann jemand der Christus liebt und auch weiß wer Er ist, den Feinden ein solch mächtiges Werkzeug wie die Religionsfreiheit in die Finger geben? Es ist ja schon schlimm genug, daß es Leute gibt die Gott verhöhnen. Aber sich als Schutzschild vor die Verhöhner zu stellen, zuzuschauen und ihm einen Schutz zu geben, daß er Gott auch kräftig anspucken kann ist doch pervers! Siehst du das tatsächlich nicht?
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 16:07

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 15:37
Es erinnert nicht an den Grund warum Christus ermordet wurde. Es erinnert nur daran, daß Christus als König verspottet wird. Genau wie damals wird er nun verspottet. Derjenige, der heute dafür sorgt, daß er auch ungestört verspottet werden darf sind die "Konzilsväter". Sie schwafeln und verordnen Religionsfreiheit. Die Religionsfreiheit ist nicht der Grund für die Verspottung, sondern nur das Werkzeug, daß das ungestört geschehen kann. Niemand darf ja behindert werden bei seiner Götzenanbeterei. Dem Staat ist es laut Vat2 untersagt, solche dabei zu behindern (Das ist doch die Religionsfreiheit die du hier vehement verteidigst). Götzenanbeterei ist aber eine Beleidung Gottes, eine Verspottung Gottes, eine nicht Anerkennung des Höchten, der nun einmal ja der Höchste ist. Das Bild ist dasselbe wie damals. Sie lachen den Höchsten aus, sie behandeln ihn wie den letzten Popel. - Haben ihm eine Dornenkrone aufgesetzt und als König verkleidet, angespuckt etc. Die Religionsfreiheit, also das Recht, das der Mensch, laut den Konzilsvätern haben soll, Christus ungestört zu verhöhnen, hilft den Feinden nun einmal dazu dies auch ausgiebigst zu tun.

Wie kann jemand der Christus liebt und auch weiß wer Er ist, den Feinden ein solch mächtiges Werkzeug wie die Religionsfreiheit in die Finger geben? Es ist ja schon schlimm genug, daß es Leute gibt die Gott verhöhnen. Aber sich als Schutzschild vor die Verhöhner zu stellen, zuzuschauen und ihm einen Schutz zu geben, daß er Gott auch kräftig anspucken kann ist doch pervers! Siehst du das tatsächlich nicht?
Aber das ist doch Unsinn! :patsch:

Du unterstellst, ohne das wirklich annehmen zu dürfen, daß ein Buddhist Buddhist ist, um Christus zu verspotten oder daß ein Moslem Moslem ist, um Christus zu verspotten.
Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen für genau die Religion entscheiden, die sie praktizieren wollen. Erst wenn Du diese Gründe tatsächlich kennst, kannst Du sie eventuell verurteilen.
Ohne diese Kenntnis bleibt Deine Einlassung ein ungerechtes Vorurteil ............

Die Antwort des Christentums auf fremde Religionen ist Mission, aber doch keine Vorverurteilungen! :regel:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 16:19

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:07
Aber das ist doch Unsinn! :patsch:

Du unterstellst, ohne das wirklich annehmen zu dürfen, daß ein Buddhist Buddhist ist, um Christus zu verspotten oder daß ein Moslem Moslem ist, um Christus zu verspotten.
Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen für genau die Religion entscheiden, die sie praktizieren wollen. Erst wenn Du diese Gründe tatsächlich kennst, kannst Du sie eventuell verurteilen.
Ohne diese Kenntnis bleibt Deine Einlassung ein ungerechtes Vorurteil ............

Die Antwort des Christentums auf fremde Religionen ist Mission, aber doch keine Vorverurteilungen! :regel:
Das hat überhaupt nichts mit verurteilen zu tun. Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet. Den Römern damals war auch nicht klar, wen sie vor sich hatten. Sie haben aber nun mal Christus verspottet. Hättest du dich damals daneben gestellt und aufgepasst, daß niemand sie daran hindert, hättest du ihnen das Menschenrecht eingeräumt das zu tun, was sie getan haben? Falls nein, warum tust du es jetzt und heute? Falls ja, keine weiteren Fragen.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 16:28

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 16:31

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:28
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
Du bist also der Meinung, daß diese Römer damals Gott nicht verspottet haben, weil sie ja gar nicht wussten, daß Gott vor ihnen steht.

Dafür kriegst du deinen Vogel zurück :vogel:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von taddeo » Donnerstag 6. April 2017, 16:38

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:31
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:28
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
Du bist also der Meinung, daß diese Römer damals Gott nicht verspottet haben, weil sie ja gar nicht wussten, daß Gott vor ihnen steht.

Dafür kriegst du deinen Vogel zurück :vogel:
Die Antwort darauf hat Christus selber vom Kreuz herab gegeben.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Marion
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 16:41

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:38
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:31
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:28
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
Du bist also der Meinung, daß diese Römer damals Gott nicht verspottet haben, weil sie ja gar nicht wussten, daß Gott vor ihnen steht.

Dafür kriegst du deinen Vogel zurück :vogel:
Die Antwort darauf hat Christus selber vom Kreuz herab gegeben.
Hat Er etwa behauptet, daß Er hier nicht beleidigt worden wäre? Was hast du denn für ne Übersetzung der heiligen Schrift gelesen? Schau dir das Bild nochmal an! Das soll keine Beleidung Gottes sein? Da stellst du dich daneben und schützt sie bei ihrem tun? Echt?

Bild
Zuletzt geändert von Marion am Donnerstag 6. April 2017, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 16:43

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:31
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:28
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
Du bist also der Meinung, daß diese Römer damals Gott nicht verspottet haben, weil sie ja gar nicht wussten, daß Gott vor ihnen steht.

Dafür kriegst du deinen Vogel zurück :vogel:
Ja, der Meinung bin ich! 8)

Ich glaube, Du mußt Dir die Sündenlehre der Kirche tatsächlich etwas genauer anschauen als Du das bislang offenbar getan hast .............

Was man den damaligen römischen Soldaten vorwerfen kann, ist, daß sie Schindluder mit einem unschuldigen Gefangenen getrieben haben. Das ist schlimm genug und natürlich auch Sünde; aber eben keine Blasphemie.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 16:48

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:43
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:31
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:28
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:19
Ob jemand den Höchsten verspotten will oder nicht hat nichts damit zu tun ob er Ihn verspottet.
Aber natürlich hat das etwas damit zu tun! :vogel:
Du bist also der Meinung, daß diese Römer damals Gott nicht verspottet haben, weil sie ja gar nicht wussten, daß Gott vor ihnen steht.

Dafür kriegst du deinen Vogel zurück :vogel:
Ja, der Meinung bin ich! 8)

Ich glaube, Du mußt Dir die Sündenlehre der Kirche tatsächlich etwas genauer anschauen als Du das bislang offenbar getan hast .............

Was man den damaligen römischen Soldaten vorwerfen kann, ist, daß sie Schindluder mit einem unschuldigen Gefangenen getrieben haben. Das ist schlimm genug und natürlich auch Sünde; aber eben keine Blasphemie.
Lieber Raphael, vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, daß ich das Wort Sünde überhaupt nicht benutzt habe. Du aber willst nun den unwissenden Römern freien Lauf lassen und sie beschützen dabei, daß sie heute kräftig und ungestört auf Gott spucken usw.
Welch Liebe zum Herrn?! Da gruselt es mich wirklich.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 17:07

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 16:48
Lieber Raphael, vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, daß ich das Wort Sünde überhaupt nicht benutzt habe. Du aber willst nun den unwissenden Römern freien Lauf lassen und sie beschützen dabei, daß sie heute kräftig und ungestört auf Gott spucken usw.
Welch Liebe zum Herrn?! Da gruselt es mich wirklich.
Was ist daran gruselig? :achselzuck:

Wieso fragst Du da, inwieweit der Herr geliebt wird, wenn man die unwissenden römischen Soldaten vor dem Vorwurf der Blasphemie in Schutz nimmt? :hmm:

Ob Du das Wort Sünde zuvor benutzt hast, ist dabei völlig unerheblich. Du hattest von Beleidigung und Verspottung eines Menschen, nämlich Jesus Christus, geschrieben. Beide Taten sind Sünden .....
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 17:08

Ich ärgere mich übrigens weniger über die Römer (also heute die Heiden, Ketzer und Juden), die Gott anspucken als über ihre Beschützer (Religionsfreiheitsanhänger), die ihnen eine Schutzmauer bauen, damit sich auch ja keiner einmischt und feste gespuckt werden kann. Ob nun mit viel Schuld, wenig Schuld oder auch gar keiner Schuld.
Warum soll man das spucken nicht verbieten dürfen? Laßt ihr auf eure Kinder auch die Tauben kacken oder baut ihr nicht lieber ein Schutz ans Dach vor dem Spielplatz? Oder sagt ihr auch, die Tauben können ja nichts dafür, lasst sie doch auf die Kinder kacken.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 17:16

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 17:08
Ich ärgere mich übrigens weniger über die Römer (also heute die Heiden, Ketzer und Juden), die Gott anspucken als über ihre Beschützer (Religionsfreiheitsanhänger), die ihnen eine Schutzmauer bauen, damit sich auch ja keiner einmischt und feste gespuckt werden kann. Ob nun mit viel Schuld, wenig Schuld oder auch gar keiner Schuld.
Warum soll man das spucken nicht verbieten dürfen? Laßt ihr auf eure Kinder auch die Tauben kacken oder baut ihr nicht lieber ein Schutz ans Dach vor dem Spielplatz? Oder sagt ihr auch, die Tauben können ja nichts dafür, lasst sie doch auf die Kinder kacken.
Jesus gibt da einen anderen Ratschlag als den daß man sich ärgern solle:
Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
(Mt 5,44)
Die dann folgenden Verse sind auch noch von großem Interesse ..................
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. April 2017, 17:25

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 17:07
Wieso fragst Du da, inwieweit der Herr geliebt wird, wenn man die unwissenden römischen Soldaten vor dem Vorwurf der Blasphemie in Schutz nimmt? :hmm:

Ob Du das Wort Sünde zuvor benutzt hast, ist dabei völlig unerheblich. Du hattest von Beleidigung und Verspottung eines Menschen, nämlich Jesus Christus, geschrieben. Beide Taten sind Sünden .....
Ich habe das Bild mit der Dornenkrönung vorgelegt und mit angemessenen Worten beschrieben. Ich habe weder das Wort Blasphemie noch das Wort Sünde benutzt. Ich habe einfach nur das was damals sichtbar war, vorgelegt. Wenn du nun tatsächlich diesen Römern helfen würdest, daß sie feste auf den Herrn spucken können, dann erkenne ich weder Liebe zu den Römern noch zum Höchsten. Das ist tatsächlich so.
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von Raphael » Donnerstag 6. April 2017, 18:26

Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 17:25
Wenn du nun tatsächlich diesen Römern helfen würdest, daß sie feste auf den Herrn spucken können, dann erkenne ich weder Liebe zu den Römern noch zum Höchsten.
Inwieweit wird denn den unwissenden römischen Soldaten geholfen, wenn man ihnen unterstellt, sie hätten Jesus als Gott (oder als den Sohn Gottes) erkennen können? :hmm:
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Re: Theologie der Religionsfreiheit

Beitrag von DarPius » Donnerstag 6. April 2017, 19:03

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 17:16
Marion hat geschrieben:
Donnerstag 6. April 2017, 17:08
Ich ärgere mich übrigens weniger über die Römer (also heute die Heiden, Ketzer und Juden), die Gott anspucken als über ihre Beschützer (Religionsfreiheitsanhänger), die ihnen eine Schutzmauer bauen, damit sich auch ja keiner einmischt und feste gespuckt werden kann. Ob nun mit viel Schuld, wenig Schuld oder auch gar keiner Schuld.
Warum soll man das spucken nicht verbieten dürfen? Laßt ihr auf eure Kinder auch die Tauben kacken oder baut ihr nicht lieber ein Schutz ans Dach vor dem Spielplatz? Oder sagt ihr auch, die Tauben können ja nichts dafür, lasst sie doch auf die Kinder kacken.
Jesus gibt da einen anderen Ratschlag als den daß man sich ärgern solle:
Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
(Mt 5,44)
Die dann folgenden Verse sind auch noch von großem Interesse ..................
Noch einer, der nicht nur seine Frau sondern auch seine Tochter dazu ausliefern würde. :kotz:

Warum muss ich denken, dass es dummes Zeug ist?
Liebste Brüder,

ich, Urban, oberster Pontifex und mit Gottes Duldung Prälat der gesamten Welt, bin in dieser Zeit drängendster Not zu Euch, den Dienern Gottes in diesen Gebieten, als Überbringer göttlicher Ermahnung gekommen. Ich hoffe, daß jene, die Verwalter geistlicher Ämter sind, rein und ehrlich und frei von Heuchelei angetroffen werden.
Bild
Denn wenn einer verschlagen und unredlich ist und sich weit von einem Maß an Vernunft und Gerechtigkeit entfernt hat und das Gesetz Gottes vereitelt, dann werde ich mir mit göttlicher Unterstützung Mühe geben, ihn zurechtzuweisen. Denn der Herr hat Euch zu Haushaltern Seiner Hofhaltung gemacht, auf daß Ihr Ihn, wenn die Zeit naht, mit Speise maßvoller Würze versehen könnt. Ihr werdet freilich selig, wenn der Herr des Verwalteramtes Euch das tun sieht.
Man nennt Euch Hirten; seht zu, daß Ihr nicht die Arbeit von Gedungenen verrichtet. Seid wahre Hirten, die stets ihren Krummstab in Händen halten; und schlafet nicht, wachet nach jeder Seite über die Herde, die Euch anvertraut ist.
Denn wenn aus Sorglosigkeit oder Nachlässigkeit ein Wolf ein Schaf hinwegträgt, werdet Ihr sicher nicht nur des Lohns, der von Unserm Herrn für Euch bereitlag, verlustig gehen, sondern Ihr werdet, nachdem Ihr zuerst mit den Ruten des Liktors geschlagen worden seid, fristlos in den Aufenthalt der Verdammten geschleudert.
Mit den Worten des Evangeliums: »Ihr seid das Salz der Erde.« Doch wenn Ihr fehlt, wie soll dann das Salzen geschehen? O wie viele Menschen müssen gewürzt werden! Es tut not, daß Ihr die Unwissenden, die allzusehr nach den Lüsten der Welt trachten, mit dem Linderung verschaffenden Salz Eurer Weisheit bestreut. Sonst werden sie durch ihre Vergehen verfaulen und unbestreut angetroffen werden, wenn der Herr zu ihnen spricht.
Denn wenn Er wegen Eurer trägen Pflichterfüllung Würmer in ihnen entdeckt, d.h. Sünden, wird Er sie, die Er verschmäht, in den Abgrund der Hölle werfen lassen. Und weil Ihr nicht in der Lage sein werdet, Ihm einen solchen Verlust zurückzuerstatten, wird Er Euch, von Seinem Urteil dazu verdammt, stracks aus Seiner Liebe Allgegenwart verbannen.
Denn einer, der ausstreut, sollte klug, weitblickend, maßvoll, gelehrt, friedensstiftend, wahrheitssuchend, fromm, gerecht, unparteiisch und rein sein. Denn wie sollen Ungelehrte andere zu Gelehrten machen, Maßlose andere maßvoll und Unreine andre rein? Wie kann einer, der den Frieden haßt, Frieden herbeiführen? Oder wenn einer befleckte Hände hat, wie kann der jene reinwaschen, die durch andere Verunreinigung beschmutzt sind? Denn es steht geschrieben: »Wenn aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube.«
Tadelt folglich zuerst Euch selbst, so daß Ihr dann ohne Vorwurf jene, die unter Eurer Obhut stehen, zurechtweisen könnt. Wenn Ihr wahrhaftig Freunde Gottes heißen wollt, dann tut frohen Herzens das, wovon Ihr wißt, daß es Ihn erfreut.
Seht insbesondere zu, daß die Angelegenheiten der Kirche getreu ihrem Gesetz bewahrt werden, so daß simonische Häresie durch nichts unter Euch Wurzeln schlägt. Sorgt dafür, daß Verkäufer und Käufer, von den Peitschenhieben des Herrn gegeißelt, elendiglich hinausgetrieben werden durch die engen Pforten in die äußerste Verdammnis.
Haltet die Kirche in all ihren Rängen gänzlich frei von weltlicher Macht, veranlaßt, daß der Zehnte aller Gaben der Erde gewissenhaft an Gott abgetreten wird, und laßt nicht zu, daß er verkauft oder einbehalten wird.
Wer auch immer sich an einem Bischof vergriffen hat, solle verflucht sein. Wer immer sich an Mönchen oder Priestern oder Nonnen und ihren Dienern oder Pilgern und Händlern vergriffen hat und sie beraubt hat, möge verflucht sein. Diebe und wer Häuser niederbrennt und ihre Komplizen sollen aus der Kirche verbannt und exkommuniziert werden.
»Danach müssen wir besonders erwägen,« sagte Gregor, »wie schwer derjenige bestraft werden muß, der einem anderen etwas stiehlt, ob er etwa zu Höllenstrafen verdammt ist, weil er mit dem eigenen Besitz nicht freigebig umgegangen ist.« Denn so geschah es dem Reichen in der bekannten Geschichte aus dem Evangelium. Er wurde nicht bestraft, weil er einem anderen etwas stahl, sondern weil er die Reichtümer, die er empfangen hatte, schlecht verwendete.
Durch diese Sünden, liebste Brüder, hattet Ihr die Welt lange Zeit in Unordnung geraten sehn, und ganz besonders in manchen Teilen Eurer Provinzen, wie man uns erzählt hat. Vielleicht aufgrund unserer eigenen Schwäche, Recht zu sprechen, wagt sich kaum noch einer, der auf Sicherheit baut, auf den Straßen zu reisen, aus Angst, am Tag von Räubern heimgesucht zu werden oder in der Nacht von Dieben, mit Gewalt oder Hinterlist, zu Hause oder draußen.
Und deshalb sollte der Gottesfriede, wie er genannt zu werden pflegte, der vor langer Zeit von den heiligen Vätern eingeführt wurde, erneuert werden. Ich rate jedem von Euch dringend, ihn in Eurer eigenen Diözese strikt durchzusetzen. Doch wenn einer, der von Habgier oder Hochmut befallen ist, diesen Frieden bereitwillig bricht, möge er sich kraft Gottes Amtsgewalt und mit Billigung der Entscheide dieses Konzils unter die Exkommunizierten einreihen.
Weil Ihr Ihm, o Söhne Gottes, gelobt habt, untereinander Frieden zu halten und für die Rechte der heiligen Kirche aufrichtiger als bisher treu einzustehen, verbleibt Euch eine wichtige Aufgabe, die jüngst durch göttlichen Eingriff wachgerüttelt sich sowohl für Euch als auch für Gott ziemt, bei der Ihr die Ernsthaftigkeit Eures guten Willens erweisen könnt. Denn Ihr müßt Euch sputen, um Euren im Osten lebenden Brüdern, die Eure Unterstützung brauchen, um die sie oft dringend nachsuchten, Hilfe zu bringen.
Denn die Türken, ein persisches Volk, haben sie angegriffen, wie viele von Euch bereits wissen, und sind bis zu jenem Teil des Mittelmeers, den man den Arm des heiligen Georg nennt, auf römisches Territorium vorgedrungen. Sie haben immer mehr Länder der Christen an sich gerissen, haben sie bereits siebenmal in ebenso vielen Schlachten besiegt, viele getötet oder gefangengenommen, haben Kirchen zerstört und haben Gottes Königreich verwüstet. Wenn Ihr ihnen gestattet, noch viel länger weiterzumachen, werden sie Gottes gläubiges Volk auf weiter Flur unterwerfen.
Und deshalb ermahne ich, nein, nicht ich, ermahnt Gott Euch als inständige Herolde Christi mit aufrechter Bitte, Männer jeglichen Standes, ganz gleich welchen, Ritter wie Fußkämpfer, reiche und arme, wiederholt aufzufordern, diese wertlose Rasse in unseren Ländern auszurotten und den christlichen Bewohnern rechtzeitig zu helfen.

Ich richte mich an die Anwesenden, ich verkündige es jenen, die abwesend sind; überdies befiehlt es Christus. All jenen, die dorthin gehen, ob sie auf dem Landweg marschieren oder übers Meer fahren oder im Kampf gegen die Heiden das Ende dieses Lebens in Gefangenschaft finden, werden ihre Sünden vergeben. Dies gewähre ich all denen, die gehn, kraft der Vollmacht, mit der Gott mich ausgestattet hat.
O welch eine Schande, wenn eine Rasse, die so verächtlich, so verkommen und von Dämonen geknechtet ist, auf solche Art ein Volk überwinden sollte, welches mit dem Glauben an den allmächtigen Gott ausgestattet ist und im Namen Christi glänzt. O welche Vorwürfe werden Euch vom Herrn selbst zur Last gelegt, wenn Ihr nicht jenen geholfen habt, die wie Ihr dem christlichen Glauben zugerechnet werden!
Jene, die leichtfertig einen persönlichen Krieg gegen die Gläubigen zu führen pflegen, mögen nun gegen die Ungläubigen in einen Krieg ziehen, der jetzt begonnen und siegreich zu Ende gebracht werden sollte. Jene, die lange Räuber gewesen sind, mögen nun zu Streitern Christi werden. Die, die einst gegen Brüder und Verwandte kämpften, mögen nun rechtmäßig gegen Barbaren kämpfen. Jene, die käuflich gewesen sind für einige Stücke Silbers, sollen nun ewigen Lohn empfangen. Jene, die sich selbst zum Nachteil von Körper und Seele erschöpft haben, sollen nun um doppelten Ruhm arbeiten. Zur einen Hand, fürwahr, werden die Traurigen und die Armen sein, zur anderen die Fröhlichen und die Wohlhabenden, hier die Feinde des Herrn, dort Seine Freunde.
Nichts möge jene, die sich anschicken zu gehen, aufhalten. Sie sollen ihre Angelegenheiten regeln, Geld anhäufen, und wenn der Winter vorbei und der Frühling gekommen ist, die Reise unter der Führung des Herrn voll Eifers antreten.

Und zum x-ten Mal:
Lucas 6:35 hat geschrieben: verumtamen diligite inimicos vestros [...]
und nicht
Lucas 6:35 hat geschrieben: verumtamen diligite hostis vestros [...]
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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