Kirchensterben

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Peregrin
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Re: das Bistum Hildesheim läßt 80 kirchen schließen

Beitrag von Peregrin » Dienstag 22. Januar 2008, 21:57

ieromonach hat geschrieben:Noch einiges kann ich schreiben, aber... :hmm: . Wie ist Eure Meinung?
Seit die Fenster aufgemacht wurden, zieht's.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Paul Heliosch
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Beitrag von Paul Heliosch » Mittwoch 23. Januar 2008, 11:41

Für eine Stosslüftung sind 40 Jahre ausreichend 8)

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Mittwoch 23. Januar 2008, 11:46

Frische Luft hat das Konzil ohne Frage gebracht, und die war in einigen Bereich notwendig. Allerdings sollte man beim Lüften aufpassen, dass die Wohnung nicht auskühlt.

Und genau dieser Effekt war eingetreten. Die Bemühungen, den dadurch entstandenen Schaden zu begrenzen, sind ja seit einiger Zeit nicht mehr zu übersehen.

Es ist eben vieles zu schnell, zu unüberlegt und zu intellektuell angegangen worden. Jemand sprach ja mal sehr treffend von einem "Konzil der Buchhalter".

Ich halte die völlige Entsakralisierung der Liturgie und die Schaffung von unübersichtlichen, uneffektiven und - am Schlimmsten! - unkompetenten Gremien und anderen Strukturen für die Hauptursache der derzeitigen Flaute. Aber das habe ich ja schon mehrfach geschrieben.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 24. Januar 2008, 08:21

"Ich fühle mit den Betroffenen" - Bischof Trelle sieht zu den geplanten Kirchenschließungen keine Alternative
Hildesheim - Bischof Norbert Trelle hat großes Verständnis für die Ängste und den Ärger vieler Katholiken im Bistum Hildesheim, deren Kirche möglicherweise geschlossen werden muss. "Ich fühle mit den Betroffenen", sagt der Bischof in einem Interview, das in der kommenden Ausgabe der "KirchenZeitung" vom Sonntag, 27. Januar, erscheinen wird. Dennoch seien die Kirchenschließungen nötig, um die anderen Kirchen besser profilieren zu können. Zugleich verteidigt der Bischof die Domsanierung.

Kirchen sind mehr als bloße Gebäude. "Sie bieten den Menschen Heimat und viele Katholiken verbinden damit Lebensereignisse wie Hochzeiten oder Taufen", weiß der Bischof sehr wohl. Dennoch führt nach seinen Aussagen kein Weg an der Schließung einzelner Kirchen vorbei, um damit die anderen Kirchen retten und gegebenenfalls sogar ausbauen und profilieren zu können. Daran ändere auch das "finanzielle Zwischenhoch" bei den Kirchensteuereinnahmen nichts, denn aufgrund der demographischen Situation werde das Bistum in den nächsten Jahrzehnten deutlich an Katholiken verlieren. "Wer dann handelt, wenn er dazu gezwungen wird, kommt häufig zu spät", sagt der Bischof und stellt klar: "Wir handeln daher jetzt, damit wir die notwendigen Profanierungen aktiv gestalten können."
[...] Weiter im Link oben!
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in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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taddeo
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Beitrag von taddeo » Donnerstag 24. Januar 2008, 08:54

Paul Heliosch hat geschrieben:Für eine Stosslüftung sind 40 Jahre ausreichend 8)
Und wenn man falsch lüftet, entsteht in den oberen Ecken leicht Schimmel, vor allem an den Außenseiten, wo der warme Dampf kondensiert ... ;D dann heißt's nicht mehr "Asperges", sondern "Aspergillus" ... :D die Kirche reagiert da genauso wie eine normale Wohnung, nicht wie das Haus Gottes.
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oblatum
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Beitrag von oblatum » Donnerstag 24. Januar 2008, 13:37

Ecce Homo hat geschrieben: (Zitat aus dem Schreiben des Bischofs Trelle)
Dennoch seien die Kirchenschließungen nötig, um die anderen Kirchen besser profilieren zu können. Zugleich verteidigt der Bischof die Domsanierung.

Kirchen sind mehr als bloße Gebäude. "Sie bieten den Menschen Heimat und viele Katholiken verbinden damit Lebensereignisse wie Hochzeiten oder Taufen", weiß der Bischof sehr wohl.
Ich habe mir grade die Stellungsnahme uneres Bischofs auf der Bistumsseite durchgelesen.
Ich hätte doch einige Fragen dazu an den Bischof, aber er lässt sich ja nicht einmal zur Firmung im Norden seines Bistums sehen.
Was meint er mit"kirche soll sich besser profilieren"?
Was heißt Profanierung "aktiv gestalten"?
Und die Sanierung des Doms stärkt die Verbundenheit unter den zerstreuten Christen ???
Es gibt für uns Alte wenig Möglichkeiten zu einem Dombesuch.

Es verstärkt sich in mir der Verdacht dass der Dom auf Kosten der Gemeinden saniert werden soll. :sauer:
Und man reißt das Fundament eines Hauses weg, damit man das Dach neu decken kann.
Was haben wir davon dass der Herr Bischof mit uns leidet?
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Christian
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Beitrag von Christian » Sonnabend 26. Januar 2008, 14:28

Wir haben es im Bistum Essen fast hinter uns . Seit etwas über einem Jahr wird die sog. Strukturreform durchgezogen. Es ist eine Katastrophe und Hochnäsigkeit was sich die Bistumsleitung erlaubt ! Gemeinden werden geschlossen und zu sog. Großpfarreien zusammengelegt, Kindergärten werden geschlossen. Die sog. Großpfarreien bestehen aus 20.000 (zwanzigtausend !!!) und mehr Gläubigen . Wo bleibt da Zeit für die Seelsorge ? Es gibt weitere Eckdaten der Kircheschließung im Ruhrgebiet das Bistum wartet meines Wissens das Jahr 2009 ab und später das Jahr 2015 sollte sich nichts ändern (finanziell) dann werden nochmal Gemeinden/Kirchen geschlossen. Ein mir bekannter Priester hat mir vor Weihnachten gesagt :" wenn die (Bistumsleitung) so weitermachen scmeiße ich alles hin". Anfang des Jahres wurde bekannt gegeben das das bistum hier in Duisburg Kindergärten schließt , darunter sind Kindergärten mit 80%(achtzig) Katholikenanteil. Die Stadt wird einen Teil der Kindergärten übernehmen aber wo sollen unsere Kinder noch den Bezug zur irche hernehmen , mit Sicherheit nicht von städtischen Alt 68er Schreckschrauben. Am Rande möchte ich nur erwähnen das Bischof Felix am Tag der Bekanntgabe der Kindergärtenschließung den Neubau der Moschee in Duisburg besuchte, als Seelsorger hätte er sich eigentlich den Kindergärtnerinnen zum Gespräch stellen sollen. Aber jetzt weiß man im Duisburger Norden wo das Bistum die Prioritäten setzt.

Jetzt habe ich aber genug Dampf abgelassen,

Gruß,

Christian
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Paul Heliosch
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Beitrag von Paul Heliosch » Sonnabend 26. Januar 2008, 16:33

Christian hat geschrieben:... Die sog. Großpfarreien bestehen aus 20.000 (zwanzigtausend !!!) und mehr Gläubigen .
...
Jetzt habe ich aber genug Dampf abgelassen, ...
(...und jetzt beginnen laangsamer und regelmässig zu atmen und bitte nicht aufregen, wenn ich eine klitzekleine Bemerkung poste...)

Ich finde das echt klasse, daß Ihr "20.000 Gläubige" habt - Was würde denn das Essener Georg-Melches-Stadion so für einen Sonntags-GD pro Grosspfarrei kosten - und schimpften da nicht immer die 16.000, die immer stehen müssten?

(...oder verstehe ich dich da irgendwie völlig miss?)

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Edi
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Beitrag von Edi » Sonnabend 26. Januar 2008, 17:39

oblatum hat geschrieben:Was heißt Profanierung "aktiv gestalten"?
Das ist das, was viele Bischöfe schon seit Jahren machen, sie arbeiten richtig gut mit an der Profanierung und am Glaubensverfall der Kirche. Da hat der Bischof mal - wohl unbeabsichtigt - ein wahres Wort gesprochen.

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overkott
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Beitrag von overkott » Sonnabend 26. Januar 2008, 18:31

Edi hat geschrieben:
oblatum hat geschrieben:Was heißt Profanierung "aktiv gestalten"?
Das ist das, was viele Bischöfe schon seit Jahren machen, sie arbeiten richtig gut mit an der Profanierung und am Glaubensverfall der Kirche. Da hat der Bischof mal - wohl unbeabsichtigt - ein wahres Wort gesprochen.
Bischof Trelle kommt eigentlich aus Köln. In der Predigt und im persönlichen Gespräch hat er mir gut gefallen. Man darf ihn nicht missverstehen. Profanierung aktiv gestalten, meint eine würdevolle Wandlung von Kirchen. Gleichzeitig will der Bischof dem Glauben neuen Raum schaffen, indem er die Mittel bündelt. Was soll daran falsch sein?

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Edi
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Beitrag von Edi » Sonnabend 26. Januar 2008, 18:41

overkott hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
oblatum hat geschrieben:Was heißt Profanierung "aktiv gestalten"?
Das ist das, was viele Bischöfe schon seit Jahren machen, sie arbeiten richtig gut mit an der Profanierung und am Glaubensverfall der Kirche. Da hat der Bischof mal - wohl unbeabsichtigt - ein wahres Wort gesprochen.
Bischof Trelle kommt eigentlich aus Köln. In der Predigt und im persönlichen Gespräch hat er mir gut gefallen. Man darf ihn nicht missverstehen. Profanierung aktiv gestalten, meint eine würdevolle Wandlung von Kirchen. Gleichzeitig will der Bischof dem Glauben neuen Raum schaffen, indem er die Mittel bündelt. Was soll daran falsch sein?
Ich habe nicht die aktuellen Handlungen gemeint, sondern die ganze Richtung, die die Theologie seit Jahrzehnten in Deutschland fährt, die hat mit zur jetzigen Lage beigetragen. Man sieht's doch auch an vielen Pfarrern. Die Kirche wird von innen ausgehöhlt.

John Grantham
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Beitrag von John Grantham » Sonnabend 26. Januar 2008, 19:52

overkott hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
oblatum hat geschrieben:Was heißt Profanierung "aktiv gestalten"?
Das ist das, was viele Bischöfe schon seit Jahren machen, sie arbeiten richtig gut mit an der Profanierung und am Glaubensverfall der Kirche. Da hat der Bischof mal - wohl unbeabsichtigt - ein wahres Wort gesprochen.
Bischof Trelle kommt eigentlich aus Köln. In der Predigt und im persönlichen Gespräch hat er mir gut gefallen. Man darf ihn nicht missverstehen. Profanierung aktiv gestalten, meint eine würdevolle Wandlung von Kirchen. Gleichzeitig will der Bischof dem Glauben neuen Raum schaffen, indem er die Mittel bündelt. Was soll daran falsch sein?
Ich glaube, er kann auch nicht viel dafür. Er ist nicht lange im Amt und versucht das Beste aus einer unglaublich schlechten Position zu machen, wo die Hintergründe über Jahrzehnte zurück liegen. Da kann man nicht von heute auf morgen alles ändern.

Mich wundert zwar die Entscheidung ein wenig, aber ich glaube nicht, daß man ihm etwas vorzuwerfen hat.

Cheers,

John
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mtoto
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Kirchensterben

Beitrag von mtoto » Sonnabend 4. April 2009, 00:25

Hallo zusammen,

immer mehr Kirchengebäude in meiner Umgebung werden umfunktioniert:
Vor Jahren wurde eine evangelische Kirche zu Wohnungen umgebaut,
jetzt wird eine Kirche zur Grabeskirche umgestaltet, eine weitere soll, wie in der Presse zu lesen war, zur Kletterhalle werden. Eine weitere soll in ein paar Jahren eine Konzerthalle werden.
[Ironie an] Tolle Idee... [Ironie aus]
Mich beunruhigt das sehr.

LG mtoto

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cantus planus
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Re: Kirchensterben

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 4. April 2009, 09:14

Die Tendenz ist in der Tat bedenklich. Aber man darf auch nicht vergessen, dass in einigen Bistümern - hier darf ich namentlich auf Essen hinweisen - nach dem Krieg einfach auch Überkapazitäten geschaffen wurden. Franz Kardinal Hengsbach hat das Motto geprägt, jeder Katholik müsse innerhalb von fünf Minuten zu Fuß zur Kirche kommen.

In anderen Diözesen - hier darf ich auf mein Heimatbistum Osnabrück hinweisen - sind nur wenige Kirchen geschlossen worden. "Problemkinder" modernen Betonbaus, die vom Tag ihrer Errichtung an nur fortlaufenden Sanierungsbedarf erzeugten oder Filialkirchen, die tatsächlich nicht mehr gebraucht werden. Hier ist man sehr vorsichtig mit diesem Mittel umgegangen.

HIngegen kommt man sich im Bistum Aachen - um ein drittes zu nennen - mittlerweile vor wie auf dem Bazar.

Jede Kirche, die umgewidmet und säkularisiert wird, ist ein Zeichen für den Rückgang der Volkskirche. Wir werden uns in den nächsten Jahren daran gewöhnen müssen, denn der Rückgang ist längst noch nicht richtig in Fahrt gekommen. Eine Kirchenschließung ist auch eine Anfrage: viele Gemeinden entwickeln ein sagenhaftes Engagement, um die Schließung zu verhindern. Ist das nicht zu spät? Offenbar war dieses Engagement vorher nicht so ausgeprägt. Will sagen: jeder von uns hat die Zukunft der Kirche mitzutragen. Geben wir Zeugnis, erziehen wir unsere Kinder im Glauben, pflegen wir den überlieferten Schatz des Glaubens, lieben wir die Kirche. Dann gibt es noch Hoffnung für die Kirche.

Beim momentanen Sitzungskatholizismus sehe ich nur noch tief schwarz für die deutsche katholische Kirche.
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maliems
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Re: Kirchensterben

Beitrag von maliems » Sonntag 5. April 2009, 01:22

cantus planus hat geschrieben: Franz Kardinal Hengsbach hat das Motto geprägt, jeder Katholik müsse innerhalb von fünf Minuten zu Fuß zur Kirche kommen.
Hat jemand die Quelle zu der mir zu Ohren gekommenden Tatsache, dass Kaiser Franz den Grundsatz vertrat:

1 Stunde,

Ich glaube das schon, aber ohne Quelle bin ich unglücklich.

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Linus
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Linus » Sonntag 5. April 2009, 11:47

Joseph II. wars. In Österreich wurde das schön umgesetzt. Deswegen haben wir (die nächsten Kirchen liegen 75 Minuten Fußmarsch entfernt) für unser Dorf (400 EW) eine eigene Kirche (Platz für 150)
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HagenNord
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Re: Kirchensterben

Beitrag von HagenNord » Sonntag 5. April 2009, 16:54

Ich bin Fan einer Kirche, die eher zentral gelegene Kirchenbauten und somit zentrale Kirchenpfarren unterstützt und nicht Allen, zu jeder Zeit, an jeden Ort eine "Pseudokirchlichkeit" vorgaukelt. Bereits jetzt hat hier in Norddeutschland (Bistum Osnabrück) die kath. Kirche das Problem, das die Kirchen die aufgrund der Nachkriegszuwanderung gebaut wurden, zumeist leer oder schlecht besucht sind. In der Nachbarseelsorgeeinheit wird sogar nur ein unregelmäßige Gottesdienststruktur aus diesem Grunde gefahren. Was sonst soll man von Gottesdienstordnungen halten, die nur am 1.;3. oder 5. Sonntag im Monat Gottesdienste anbietet. Dabei ist die Hauptgemeinde für alle Seelsorgeeinheiten mit dem Auto in 15 Minuten und zu Fuß in 45 Minuten erreichbar. Deshalb find ich die Regelungen mit 60 Minuten (Fußweg) durchaus sinnvoll. Hinzu kommt noch die ständige Diskussionen aller Pfarreinheiten über die "sach- und personalgerechte" Berücksichtigung der jeweils eigenen Kirchengemeinde.
Das vorangegange Gesagte soll jedoch nicht heißen, dass das nicht mehr benötigte Kirchengebäude somit sinnlos geworden ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieses einen anderen sozialen und kulturellen Zweck innerhalb der dann vorhandenen zentralen Kirchenpfarrgemeinde oder der Dorfgemeinschaft erfüllt, z.B.: als regelmäßiger Anlaufpunkt der vor Ort befindlichen Einwohner. Und der Abriß der einen oder anderen Kirche, gerade aus den 60er und den 70er Jahren, könnte sicherlich auch nicht schaden und schont den Kirchensteuersäckel. Und braucht eine Stadt mit 30.000 Einwohnern (70% kath.) zehn kath. Pfarrkirchen, davon vier zusätzlich gebaute Kirchen nach dem II.WK? Wir haben übrigens noch ein Kloster am Ort, das ebenfalls noch eine Kirche besitzt, sowie eine Krankenhauskapelle wo ebenfalls regelmäßig kath. Gottesdienste angeboten werden.
„Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen ...“ (5. Mose 13, 5)

civilisation
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Re: Kirchensterben

Beitrag von civilisation » Freitag 24. September 2010, 12:27

Das Erzbistum Berlin will drei weitere Kirchen schließen.
http://www.rbb-online.de/nachrichten/po ... rennt.html

Ich habe mal die Bilder der betroffenen Gotteshäuser rausgesucht:

St. Bernhard, Brandenburg:
Bild

St. Agnes, Berlin-Kreuzberg (= :roll: )
Bild

Heiliger Schutzengel, Berlin-Britz

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Berolinensis
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Berolinensis » Freitag 24. September 2010, 12:31

Kein Verlust. Vor hundert Jahren gab es diese ganzen Kirchen auch nicht, und mehr Gläubige haben wir heute sicher nicht. Eh noch dieses unselige "Wort-Gottes-Feierei" einzieht, halte ich das für eine sinnvolle Lösung.

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Re: Kirchensterben

Beitrag von civilisation » Freitag 24. September 2010, 12:45

Berolinensis hat geschrieben:Kein Verlust. Vor hundert Jahren gab es diese ganzen Kirchen auch nicht, und mehr Gläubige haben wir heute sicher nicht. Eh noch dieses unselige "Wort-Gottes-Feierei" einzieht, halte ich das für eine sinnvolle Lösung.
1989 war ich sogar schon mal in St. Agnes. Deshalb mein :roll:

Diese Kirche gehört in den Fundus der scheußlichsten Kirchenbauten. Sowohl von innen wie auch von außen.

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Re: Kirchensterben

Beitrag von lutherbeck » Freitag 24. September 2010, 16:06

civilisation hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben:Kein Verlust. Vor hundert Jahren gab es diese ganzen Kirchen auch nicht, und mehr Gläubige haben wir heute sicher nicht. Eh noch dieses unselige "Wort-Gottes-Feierei" einzieht, halte ich das für eine sinnvolle Lösung.
1989 war ich sogar schon mal in St. Agnes. Deshalb mein :roll:

Diese Kirche gehört in den Fundus der scheußlichsten Kirchenbauten. Sowohl von innen wie auch von außen.
Sieht aus wie ein Gefängnis - welcher Architekt hat sich denn da derart versündigt? :vogel:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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ifugao
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Re: Kirchensterben

Beitrag von ifugao » Freitag 24. September 2010, 16:30

Egal wer. Solche Schuppen ein Gotteshaus zu nennen! :kotz:
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
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Johannes XXIII
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Johannes XXIII » Freitag 24. September 2010, 17:14

Über Stile und Ästhetiken kann man Streiten, und wenn in einer Betonkirche auch nur ein Mensch zu Gott gefunden hat, dann hat die Kirche ihren SInn und Zwek mehr als erfüllt. Ich muss auch sagen, so schön der Barock ist, so steht doch seine Form für den heutigen Glauben vieler "traditioneller" Katholiken: aussen hui, innen pfui. Gott wahrlich ist es mit verlaub egal, ob er in einer BEtonkirche oder eine Barockbau verehrt wurde und ob es ein neuer oder ein alter Ritus ist. Ich glaub, bei solchen marginalien steht er drüber.... Viel wichtiger ist doch zu erkennen, dass in den Zeiten der 1950-60 die Menschen fähig waren, Kirche zu bauen. heutzutage sidn die Menschen viel zu plural als das man eine Einheit finden könnte, weil alle, sowohl traditionelle als auch liberale Christen Sturköpfe sind. Die Kirche lebt nicht vom bewahren um jeden Preis und sie lebt nicht davon jeder neuen Strömung zu folgen, das gilt für alle Bereiche. Deswegen sag ich auch gern, dass sowohl Piusler als auch liberale in meinen Augen die selben VErhaltensmuster an den Tag legen, denn eins ist sicher. Wenn die Kirche liberaler wird, dann werden die heutigen Liberalen Kämpfer trotzdem immer weiter meckern, und bei der Piussekte siehts da nicht anders aus. Dieses Verteidigen der eigenen sturen Meinung um jeden Preis ausserhalb der Einheit mit Rom ist alles andere als christlich. Denn besser als immer nur zu reden ist das zuhören. Zu schauen, wo stehen wir und zu schauen, was wir tun können. DIe katholische Kirche konnte nur so groß werden, weil sie geschaut hat, was andere Religionen haben. Und das wurde übernommen. Ostern, Weihnachten, Josef der Arbeiter etc....Warum sollen wir dann nicht heute auch schauen, was in dieser gottlosen Gesellschaft nicht alles Machbar ist und wo man nicht einfach auch ne katholische Haube aufsetzen kann....

Entschuldigt bitte, in den letztem Tagen hatte sich das bei mir angestaut, und an euch hab ichs jetzt rausgelassen, ich bitte um Verzeihung ...;)
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lifestylekatholik
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Re: Kirchensterben

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 24. September 2010, 17:44

Johannes XXiii hat geschrieben:wenn in einer Betonkirche auch nur ein Mensch zu Gott gefunden hat, dann hat die Kirche ihren SInn und Zwek mehr als erfüllt.
Nein.
Johannes XXiii hat geschrieben: Ich muss auch sagen, so schön der Barock ist, so steht doch seine Form für den heutigen Glauben vieler "traditioneller" Katholiken: aussen hui, innen pfui.
Das ist boshafte Verunglimpfung in Ermangelung nachvollziehbarer Argumente.
Johannes XXiii hat geschrieben:Gott wahrlich ist es mit verlaub egal, ob er in einer BEtonkirche oder eine Barockbau verehrt wurde und ob es ein neuer oder ein alter Ritus ist.
Komisch, mir hat der Hl. Geist ganz was anderes gesagt... :pfeif:
Johannes XXiii hat geschrieben:Viel wichtiger ist doch zu erkennen, dass in den Zeiten der 1950-60 die Menschen fähig waren, Kirche zu bauen.
Im Gegenteil. Die Fotos beweisen, dass die Menschen in dieser Zeit verlernt haben, Kirche zu bauen.
Johannes XXiii hat geschrieben:Deswegen sag ich auch gern, dass sowohl Piusler als auch liberale in meinen Augen die selben VErhaltensmuster an den Tag legen, denn eins ist sicher.
Das darfst du gern sagen. Es bleibt trotzdem Stammtischparole.
Johannes XXiii hat geschrieben:Piussekte
Und wieder: boshafte Verleumdung. :daumen-runter:
Johannes XXiii hat geschrieben:Denn besser als immer nur zu reden ist das zuhören.
Sehr gut. Dann geh man bei Pius und hör ma’n bissken wat zu.
Johannes XXiii hat geschrieben:DIe katholische Kirche konnte nur so groß werden, weil sie geschaut hat, was andere Religionen haben. Und das wurde übernommen.
Ja, is ja jut. Einbildung is ja ooch ne Bildung. :vogel:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Gamaliel
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Gamaliel » Freitag 24. September 2010, 17:59

Johannes XXiii hat geschrieben:Entschuldigt bitte, in den letztem Tagen hatte sich das bei mir angestaut, und an euch hab ichs jetzt rausgelassen, ich bitte um Verzeihung ...;)
So ein Schmarrn wird nicht entschuldigt. :/
Du kannst Deinen Beitrag aber gerne noch löschen oder durch einen weiteren Beitrag richtigstellen. :)

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Re: Kirchensterben

Beitrag von cantus planus » Freitag 24. September 2010, 18:01

Preisfrage, Johannes XXiii: Warum werden denn ausgerechnet diese Kirchen überall geschlossen, und oft sogar ohne Bedauern abgerissen...? :pfeif:
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Johannes XXIII » Freitag 24. September 2010, 18:06

Ich stehe zu allem was ich gesagt habe. Mir kommt es nicht auf das äussere an in erster Linie, für mich zählt die Wahrheit, daran mangelts in den Deutschen landen am meisten. Sowohl bei den liberalen als auch bei den traditionellen. Und wer Wahrheit nicht will, der gehört halt nicht zur Kirche.

@cp: Mhhh, ich habe noch nicht von so vielen abrissen berichte gehört, aber die paar die ich gelesen habe haben von gemeindlichem Übereifer gestrotzt, sodass selbst ich gesagt hab: Ihr habt doch ne schnuckelige alte Kirche, spart Heizkosten, wurde grad gemacht, is praktischer (ja, auch schöner....nur wie gesagt, auf das äussere kommts bei mir in erster linie nicht an)


ah, und zum löschen. nein...das wäre gegen kontroversität, und man wächst nur durch meinungsvereschiedenheiten ;) (rechts oben....:P)
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Freitag 24. September 2010, 18:45

... für mich zählt die Wahrheit, daran mangelt's in den Deutschen Landen am meisten. Sowohl bei den Liberalen als auch bei den Traditionellen.
Wo denn? :achselzuck:

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Re: Kirchensterben

Beitrag von Johannes XXIII » Sonnabend 25. September 2010, 16:04

mit Traditionellen mein ich die Piusler und konkret das nicht anerkennen des II. Vat. Konzils. Die wollen au garnicht mehr in die Kirche zurückkehren. Die wollen ihren Sonderstatus um jeden Preis behalten. Aber das sei hier nicht Thema, es ging um Kirchenbauten und es gibt meines Erachtens sehr gelungene Moderne Kirchenbauten, zum beispiel: http://2.bp.blogspot.com/_b5lABnOqz4s/S ... attler.jpg Herz Jesu in München.
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Sonnabend 25. September 2010, 16:47

Johannes XXiii hat geschrieben:mit Traditionellen mein ich die Piusler und konkret das nicht anerkennen des II. Vat. Konzils. Die wollen au garnicht mehr in die Kirche zurückkehren. Die wollen ihren Sonderstatus um jeden Preis behalten. Aber das sei hier nicht Thema ...
Stimmt, das wird hier an genügend anderen Stellen diskutiert.
Johannes XXiii hat geschrieben:Aber das sei hier nicht Thema, es ging um Kirchenbauten und es gibt meines Erachtens sehr gelungene Moderne Kirchenbauten, zum beispiel: http://2.bp.blogspot.com/_b5lABnOqz4s/S ... attler.jpg Herz Jesu in München.
:neinfreu: Hier geht's ums "Kirchensterben". Der Kirchenbau ist z. B. hier oder auch hier Thema - im Strang "Moderne Kirchenarchitektur" sogar Herz-Jesu (München).

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Bernado
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Re: Kirchensterben

Beitrag von Bernado » Sonnabend 25. September 2010, 18:15

Wie ich gerade sehe, hat auch http://www.kirchenschwinden.de die Arbeit wieder aufgenommen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Kirchensterben

Beitrag von ad_hoc » Sonntag 26. September 2010, 01:20

Johannes XXiii hat geschrieben:mit Traditionellen mein ich die Piusler und konkret das nicht anerkennen des II. Vat. Konzils. Die wollen au garnicht mehr in die Kirche zurückkehren. Die wollen ihren Sonderstatus um jeden Preis behalten. Aber das sei hier nicht Thema, es ging um Kirchenbauten und es gibt meines Erachtens sehr gelungene Moderne Kirchenbauten, zum beispiel: http://2.bp.blogspot.com/_b5lABnOqz4s/S ... attler.jpg Herz Jesu in München.
Nichts anderes als das Nachplappern des dummen Geschwätzes von Ahnungslosen, die trotzdem mitreden wollen.
Die Piusbruderschaft erkennt insgesamt das zweite vatikanische Konzil an, nicht jedoch die teils schrecklichen Auswirkungen durch den vielzitierten Geist des Konzils, der eher ein Ungeist ist und die sich zu Unrecht auf das Konzil berufen. Genau diese sind es, die das Konzil durch ihr Reden und Handeln im Ergebnis eben nicht anerkennen sondern nur vortäuschen, sie würden sich entsprechend der Ergebnisse des Konzils verhalten.

Die Piusbruderschaft will auch ihren Sonderstatus nicht unbedingt beibehalten, sondern nur dann, wenn es nicht zu einem voll einvernehmlichen Abschlußergebnis kommt. Dass sie ihren Status als Priestergemeinschaft beibehalten wollen, erachte ich nicht als Sonderstatus, sondern sogar eher als erwünscht, wie man in einem anderem Thread nachlesen kann.
Nartürlich kann als gesichert angesehen werden, dass sich, wenn es denn zu einer Einigung zwischen Rom und der Piusbruderschaft kommt, ein Teil der Piusbruderschaft sich der Gemeinschaft verweigert und als Sekte weiterexistieren wird. Es ist aber nu ein Teil und man kann nur hoffen, dass sie noch zur Vernunft kommen.

Im Übrigen, Johannes XXiii, verwehre ich mich ganz entschieden gegen den Ausdruck, mit dem Du die Piusbruderschaft belegst. Denn eines kann man mit Gewissheit sagen: Sie feiern die Hl. Messe würdiger und gültiger, als viele Pfarrer der nachkonziliaren Kirche. Und insofern sind sie auch papsttreuer. Und wenn Dir das nicht passt, dann gehe dahin, wo der Pfeffer wächst.

So, das mußte an dieser Stelle gesagt sein, auch wenn es für dieses Thema einen anderen Strang gibt. Aber das Geschwätz, auf das ich mich bezogen habe, fand hier statt und sollte auch hier kommentiert werden.

ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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