Kirchensterben

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oblatum
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Das Bistum Hildesheim läßt 80 Kirchen schließen

Beitrag von oblatum » Sonntag 20. Januar 2008, 14:30

Radiomeldung und Nachricht aus der Kirchenzeitung:
Aus Kostengründung und drastischem Rückgang der Gläubigen (Kirchensteuer) hat das Bistum Hildesheim beschlossen Kirchen zu profanisieren, zu verkaufen bzw. abreissen zu lassen.
Auch unsere kleine Kapelle in unserem Dorf ist betroffen.
Es gibt hier keine Bus-oder Bahnverbindung, ich habe wie viele Senioren keinen Führerschein und kein Auto, und niemanden der mich am Sonntag in die 10 km entfernte Pfarrkirche fahren könnte.
Regelmäßige Gottesdienstbesuche sind nicht mehr drin.
Ein Gutes hat die Nachricht für mich, die Schließungen beginnen erst im Januar 2009, da werde ich nicht mehr am Leben sein.

Ich frage mich nur, wie werden die Auswirkungen auf die Gemeinden sein? Viele Gläubige werden ihre kirchliche Heimat verlieren.
und was wird aus den Kirchen die unter Denkmalschutz stehen und nicht abgerissen werden dürfen? Museen, Konzertsäle oder Diskos?

Kirchen der freien evangelischen Gemeinden wachsen wie Pilze aus der Erde und sie werden an unseren ausrangierten Gebäude nicht interessiert sein.
Moslems suchen noch Gebetsräume, wäre doch eine Möglichkeit?

Es tut weh das mit anzusehen, und man könnte leicht zynisch werden.
Wir Katholiken sind hier im Norden ohnhin eine Minderheit.
Werden wir bald ganz verschwinden?
Roma lacuta, causa finita... oder so...
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Leguan
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Beitrag von Leguan » Sonntag 20. Januar 2008, 15:23

Das ist erst der Anfang.

John Grantham
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Beitrag von John Grantham » Sonntag 20. Januar 2008, 22:20

Ich bin ehrlich gesagt auch ein wenig schockiert, zumal einige der Gemeinden immer noch Besucherzahlen von etwa 100-150 jeden Sonntag haben. Davon können die EKD-Gemeinden in der Gegend, die ich kenne, nur träumen, geschweige von unserer Gemeinde.

In der gestrigen HAZ war ein Artikel zu dem Thema. War sehr deprimierend zu lesen.

Die gute Nachricht (wenn es überhaupt eine gibt) ist, da interessieren sich einige orthodoxe Gemeinden für manche der betroffenen Gotteshäuser -- da ist also die Hoffnung, daß sie nicht profanisiert werden.

Trotzdem tut es mir sehr leid für die betroffenen Leute, auch für Dich, oblatum.

Cheers,

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Sonntag 20. Januar 2008, 23:32

John Grantham hat geschrieben:Davon können die EKD-Gemeinden in der Gegend, die ich kenne, nur träumen, geschweige von unserer Gemeinde.
Würdet ihr alle aus Solidarität katholisch werden, müssten wir keine Kirchen schließen. Aber auf die Lutherböcke ist eben kein Verlass... :mrgreen:

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John Grantham
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Beitrag von John Grantham » Sonntag 20. Januar 2008, 23:58

cantus planus hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:Davon können die EKD-Gemeinden in der Gegend, die ich kenne, nur träumen, geschweige von unserer Gemeinde.
Würdet ihr alle aus Solidarität katholisch werden, müssten wir keine Kirchen schließen. Aber auf die Lutherböcke ist eben kein Verlass... :mrgreen:

SCNR.
Eh? Ich bin nicht in der EKD, Mensch. ;-P

Mich wundert allerdings, wie die EKD ihre Gemeinden weiter aufrecht hält. Hannover ist ja deren Hochburg, aber ich sehe hier kaum Gemeinden, die so gut besucht werden, wie die angeblich nicht mehr tragbaren rk-Gemeinden, die nun geschloßen werden. (Bevor ich die alt-katholische Gemeinde gefunden habe, ging ich gelegentlich in div. EKD-Gemeinden in der Gegend, aber eher aus Ratlosigkeit als aus Überzeugung.)

Ich stelle zwar die Entscheidung des Hildesheimer Bistums nicht in Frage, denn ich kenne ihre Finanzen und Personal nicht, aber die Entscheidung wundert mich trotzdem.

Auch wenn die EKD-Besucher konvertieren würden, sehe ich nicht, was das der rkK in der Gegend bringt. Die EKD-Mitglieder hier scheinen es m.E. mit Sonntagsgottesdiensten überhaupt nicht ernst zu nehmen, geschweige von Mitarbeit in der Gemeinde. Echt traurig.

Am Rande: Unsere ak-Gemeinde hat so kleine Besucherzahlen einfach weil sie eine Diaspora-Gemeinde ist (für ganz Niedersachsen zuständig). 100-150 Leute an einem Sonntag bei einem Gottesdienst zu sehen -- davon könnten wir nur träumen. Bei größeren Feiern (z.B. Osternacht) kriegen wir vielleicht 50-60 zusammen. Die benachbarte rk-Gemeinde schafft das mit links bei gewöhnlichen Sonntagsgottesdiensten.

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 21. Januar 2008, 07:08

John Grantham hat geschrieben:.

Am Rande: Unsere ak-Gemeinde hat so kleine Besucherzahlen einfach weil sie eine Diaspora-Gemeinde ist (für ganz Niedersachsen zuständig). 100-150 Leute an einem Sonntag bei einem Gottesdienst zu sehen -- davon könnten wir nur träumen. Bei größeren Feiern (z.B. Osternacht) kriegen wir vielleicht 50-60 zusammen. Die benachbarte rk-Gemeinde schafft das mit links bei gewöhnlichen Sonntagsgottesdiensten.

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overkott
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 07:53

Der Strukturwandel durch Bevölkerungsrückgang und Dörfersterben erfordert von der katholischen Kirche eine pastorale Antwort.

Eine Verstädterung Deutschlands bedeutet auch eine Verstädterung der Kirche.

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 21. Januar 2008, 09:20

overkott hat geschrieben:Der Strukturwandel durch Bevölkerungsrückgang und Dörfersterben erfordert von der katholischen Kirche eine pastorale Antwort.

Eine Verstädterung Deutschlands bedeutet auch eine Verstädterung der Kirche.
Die Kirche war geschichtlich soziologisch betrachtet immer schon ein Stadt-Phänomen.
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Beitrag von John Grantham » Montag 21. Januar 2008, 09:47

Linus hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:Am Rande: Unsere ak-Gemeinde hat so kleine Besucherzahlen einfach weil sie eine Diaspora-Gemeinde ist (für ganz Niedersachsen zuständig). 100-150 Leute an einem Sonntag bei einem Gottesdienst zu sehen -- davon könnten wir nur träumen. Bei größeren Feiern (z.B. Osternacht) kriegen wir vielleicht 50-60 zusammen. Die benachbarte rk-Gemeinde schafft das mit links bei gewöhnlichen Sonntagsgottesdiensten.
Ihr könntet ja wieder Originalkatholisch werden... :mrgreen: und die Gemeinden zusammenlegen.
Tja, und Du schaffst es, aus einem Kompliment und Mitleid eine Blamage zu machen. :roll:

Cheers,

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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Montag 21. Januar 2008, 09:49

overkott hat geschrieben:Der Strukturwandel durch Bevölkerungsrückgang und Dörfersterben erfordert von der katholischen Kirche eine pastorale Antwort.

Eine Verstädterung Deutschlands bedeutet auch eine Verstädterung der Kirche.
:/

Gerade in den Landgemeinden die noch einen eigenen Pfarrer hatten blühte aber das religiöse Leben. In den Dörfern gab es immer noch guten Besuch der Gottesdienste (oft über 50 manchmal sogar über 60% der Katholiken) und auch die Kinder wuchsen in diese noch gut funktionierenden Strukturen auf und mit hinein.

Mit der unseligen "Strukturreform" wurden jetzt z.B. 8 Pfarreien zu einem "Seelsorgebereich" mit über 11.000 Katholiken zusammengewürfelt. Die verbleibenden drei (!) Pfarrer sitzen an den Stadtpfarrkirchen der drei Kleinstädte, in den Pfarrkirchen der Dörfer dagegen bricht mit einem Schlag so gut wie alles zusammen. Kaum mehr Werktagsgottesdienste (früher täglich), regionale Hochfeste in den Filialen mit jahrhunderte alten Traditionen können nicht mehr berücksichtigt werden, Patronatsfeste einzelner Kirchen werden, wenn überhaupt, vielleicht noch mit einer Frühmesse berücksichtigt, Erstkommunion-Gottesdienste sollen zentral zusammengelegt werden, traditionelle Fronleichnamsprozessionen können nicht mehr abgehalten werden, u.s.w. Alles zu Lasten der Dörfer, in den Städten (die im Verhältniss zur Anzahl der Katholiken immer nur einen viel geringeren Gottesdienstbesuch aufweisen) bleibt jedoch im großen und ganzen alles wie gehabt. Die sog. "Strukturreformen" sind im wesentlichen eine Zerstörung der bislang noch halbwegs gut funktionierenden Strukturen auf dem Land. Was die Säkularisation nicht geschafft hat, werden wohl die "Strukurreformen" schaffen. Ein passender Ausdruck wäre vielleicht auch Strukturreformation. :sauer:
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overkott
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 10:37

Da spricht der Strukturromantiker.

Aufbruch findet jedoch nicht in alten Strukturen statt, sondern da, wo Gläubige in die Diaspora, etwa nach Dänemark, gehen und sich dort zum Priester weihen lassen.

Wo Familien und Gemeinden um Priesternachwuchs beten und die jeweiligen Berufungen achten, wird sich in den neuen Strukturen auch neues Leben entfalten.

Sicher gibt es auch Diakone, die mit dem Zölibat nicht klar kamen und deshalb junge Priester mobben. Gibt es alles.

Paul Heliosch
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Beitrag von Paul Heliosch » Montag 21. Januar 2008, 11:29

overkott hat geschrieben:...
Wo Familien und Gemeinden um Priesternachwuchs beten und die jeweiligen Berufungen achten, wird sich in den neuen Strukturen auch neues Leben entfalten. ...
Sehr richtig: Nicht nur konkret beten, sondern auch die Erhörung erwarten...!

Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Montag 21. Januar 2008, 11:34

Ganz klar, beten ist immer gut, aber die Gebetsbereitschaft um Berufungen wird nicht gerade gefördert, wenn gleichzeitig aus der Bistumsleitung die Aussage kommt: "Selbst wenn wir genügend Priester hätten, würde uns das Geld fehlen um die Pfarrstellen zu besetzen" :/

Oder neulich, als ich nachhakte, ob denn dieses Jahr im August wieder unsere Urlaubsvertretung (ein Priester aus Polen) kommt? "Nein, das wird nicht bezahlt, im August sollen generell so wenig Gottesdienste wie möglich stattfinden". :cry:
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overkott
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 11:46

Wer streut solche Informationen? Du? Geld ist genug da. Es ist nur eine Frage der Verteilung. Dabei wird man die Priester sinnvoll einsetzen. Das muss jedoch nicht unbedingt die Pfarrstelle in Ars sein.

Stephen Dedalus
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Beitrag von Stephen Dedalus » Montag 21. Januar 2008, 12:13

cantus planus hat geschrieben:
John Grantham hat geschrieben:Davon können die EKD-Gemeinden in der Gegend, die ich kenne, nur träumen, geschweige von unserer Gemeinde.
Würdet ihr alle aus Solidarität katholisch werden, müssten wir keine Kirchen schließen. Aber auf die Lutherböcke ist eben kein Verlass... :mrgreen:

SCNR.
Tolle Vorschläge. Es hilft der RKK vor allem, wenn sie die Engagierten anderer christlicher Kirchen zu gewinnen versucht. Proselytenmacherei statt echter Mission und Neu-Evangelisation? :roll:

Vielleicht sollte man sich mal über die Abtrünnigen der eigenen Gemeinschaft Gedanken machen und versuchen, sie zurückzugewinnen?

Im Übrigen wundert mich das mit der EKD gar nicht. Die EKD profitiert vor allem (noch) von der großen Zahl der passiven Kirchenmitglieder, die treu zahlen, aber nie den "Service" der Kirche in Anspruch nehmen. Die machen keine Arbeit, verursachen keine Kosten, aber das Geld fließt. Auf eine Gemeinde mit 20 Gottesdienstbesuchern kommen mindestens 500 bis 1000 Gemeindemitglieder, die zahlen.
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Beitrag von cantus planus » Montag 21. Januar 2008, 12:48

overkott hat geschrieben:Geld ist genug da.
Diesen Satz kann man gar nicht genug unterstreichen.

Bei den ganzen kirchlichen Umstrukturierungen kritisiere ich seit Jahren, dass nur an den Symptomen, nicht aber an den Ursachen... nein, nicht einmal gearbeitet, sondern nur herumgedoktert wird.

An die Heiligen Kühe traut sich noch niemand heran. Selbst "arme" Gemeinden in Deutschland sind verglichen mit gleich großen Gemeinden in Frankreich, Italien oder osteuropäischen Staaten wie Polen, Tschechien oder der Slowakei steinreich. Unsere Priesterdichte ist nach wie vor sensationell. Woher also diese "Finanzprobleme" und "Personalmangel"?

Warum kann man als gläubiger Katholik nicht selbst entscheiden, wofür man seine Kirchensteuer bezahlt? Es ist nicht die Angst vor dem (tatsächlich zu befürchtenden) verwaltungstechnischen Mehraufwand. Es ist die Angst, zu sehen, was den Leuten an der Kirche wirklich wichtig ist und was sie unterstützen würden.

Das wäre das Ende vieler Klamaukveranstaltungen, überflüssiger Gremien (wer hat mal etwas von der Arbeit des Diözesanrats gehört, oder überhaupt bemerkt, dass es ihn gibt?) und Bergen von niemals gelesenem Papier.

Wir müssen aufhören, ständig die Strukturen zu verändern (mittlerweile überholt ja in manchen Diözesen eine Reform die nächste, so dass die Gemeinden das gar nicht mehr nachvollziehen können). Es bedarf einer neuen, grundsätzlichen Rückbesinnung auf das Wort Gottes, auf das wahre Wesen der Kirche, auf ihre Lehre und auf die zukunftsweisenden, positiven Werte der Tradition.

Diese ganzen Perspektivpläne und Jahresprogramme und Gremien ähneln nicht nur der Nomenklatur nach der Sowjetunion. Auch in den Verfallserscheinungen zeigen sich bemerkenswerte Parallelen.

Ich liebe meine Kirche, aber man darf die Augen nicht vor der Realität verschließen. Die Ordinariate sollten wieder mehr Mut haben, den Heiligen Geist wirken zu lassen, anstelle von McKinsey.
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overkott
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 13:38

cantus planus hat geschrieben:Es bedarf einer neuen, grundsätzlichen Rückbesinnung auf das Wort Gottes, auf das wahre Wesen der Kirche, auf ihre Lehre und auf die zukunftsweisenden, positiven Werte der Tradition.
Im Kern brauchen wir eine Rückbesinnung auf die Eucharistie und auf die Liturgie. Wo die Gemeinschaft mit Gott in der Eucharistie wirklich gefeiert wird, beruft er auch Priester. Liturgie ist das Fest des Lebens. Das wird wieder zunehmend spürbar. Auch Frömmigkeit braucht Sinnlichkeit: Gewänder, Gesänge, Gebete. An der Liturgie merkt man, ob im Himmel etwas los ist oder nicht, ob dort Gott alleine ist, eventuell nur Jesus, oder ob dort auch die Gottesmutter und ein riesiger Chor aus Engeln und Heiligen ist und ein himmlisches Hochzeitmahl gefeiert wird.

Bauwerke sind sicher am teuersten in der Unterhaltung. Das gilt auch für Sakralbauten. Wo die auf den Dörfern nicht mehr gebraucht werden, müssen die umgewidmet oder abgebaut werden, weil die lebendige Kirche wichtiger ist als eine Kirche aus Stein.

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Beitrag von Raimund J. » Montag 21. Januar 2008, 14:12

overkott hat geschrieben:Wer streut solche Informationen? Du?
??? Ich gebe nur wieder, was mir als Kirchenverwaltungsmitglied unserer Kirchenstiftung in zig Sitzungen anlässlich der Bildung von Seelsorgebereichen immer wieder von offizieller Seite entgegengehalten wurde.
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Beitrag von Raimund J. » Montag 21. Januar 2008, 14:22

overkott hat geschrieben: Im Kern brauchen wir eine Rückbesinnung auf die Eucharistie und auf die Liturgie.
Da bin ich doch vollkommen Deiner Meinung :jump:
overkott hat geschrieben: Bauwerke sind sicher am teuersten in der Unterhaltung. Das gilt auch für Sakralbauten. Wo die auf den Dörfern nicht mehr gebraucht werden, müssen die umgewidmet oder abgebaut werden, weil die lebendige Kirche wichtiger ist als eine Kirche aus Stein.
Das widerspricht sich aber doch. Lebendige Kirche braucht würdige Gotteshäuser vor Ort. Neben der Kirche braucht es ein Pfarrhaus und darin einen Pfarrer! In den Städten mit einer hohen Kirchendichte könnte leichter umstrukturiert werden als auf den Dörfern.
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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Montag 21. Januar 2008, 14:55

Raimund Josef H. hat geschrieben:Lebendige Kirche braucht würdige Gotteshäuser vor Ort. Neben der Kirche braucht es ein Pfarrhaus und darin einen Pfarrer! In den Städten mit einer hohen Kirchendichte könnte leichter umstrukturiert werden als auf den Dörfern.
Richtig. In den Städten ist die Nachbarkirche ohnehin problemlos zu erreichen, während man auf dem Land schon aufs Auto angewiesen ist. Außerdem sind die städtischen Gottesdienstbesucher meistens ohnehin "Laufkundschaft" - im positiven Sinne. Dass so viele Kirchen im Ruhrgebiet (Bistum Essen) geschlossen werden, ist für mich nicht überraschend. In einigen Städten sind in den fünfziger und sechziger Jahren architektonische Überkapazitäten (Zweckbauten - man schaue sich viele Kirchen aus dieser Periode an!) aus dem Boden gestampft worden, die nur wenige Jahre sinnvoll genutzt wurden und heute tatsächlich überflüssig sind. Dass in drei großen benachbarten Kirchen werktags fünf bis 10 Leute in der Bank sitzen, ist ein Irrsinn!
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 15:26

Was die Seelsorge auf dem Land anbelangt, werden wir von der "gotischen", städtischen Seelsorge wohl wieder zur "romanischen", ländlichen Form der Seelsorge übergehen mit Klöstern und geistlichen Zentren, während auf den Dörfern aus Pfarrgemeinden Fahrgemeinden werden.
Zuletzt geändert von overkott am Montag 21. Januar 2008, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von cantus planus » Montag 21. Januar 2008, 15:37

Das wäre prinzipiell in der Tat nicht das Schlechteste. Leider steht dem immer noch die Auffassung entgegen, dass jede kleine Kapelle eine kirchliche Vollversorgung haben muss. Warum nicht in vielen Kirchen eine Sonntagsmesse anbieten (die aber dafür immer!!!), und in einer geeigneten Schwerpunktkirche Werktagsmessen und Laudes und Vesper(!) (= Forderung des II. Vaticanums, wo eingeführt???).

Ich halte für Priester übrigens auch die Lebensform des Kollegiatkapitels für hochinteressant. Dass es selbst in Gemeinden, die mehrere Priester haben, kaum gemeinsames geistliches Leben gibt, ist beklagenswert. Dass manche Bistümer dieses ausdrücklich fördern, ist unverantwortlich.
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Beitrag von overkott » Montag 21. Januar 2008, 15:47

cantus planus hat geschrieben:Das wäre prinzipiell in der Tat nicht das Schlechteste. Leider steht dem immer noch die Auffassung entgegen, dass jede kleine Kapelle eine kirchliche Vollversorgung haben muss. Warum nicht in vielen Kirchen eine Sonntagsmesse anbieten (die aber dafür immer!!!), und in einer geeigneten Schwerpunktkirche Werktagsmessen und Laudes und Vesper(!) (= Forderung des II. Vaticanums, wo eingeführt???).
Das ist die Preisfrage. Da wo das möglich ist, sollte man die liturgische Schwerpunktsetzung vornehmen. Bevor Kirchen und Kapellen aus Kostengründen zerfallen, sollte man sie lieber geordnet umwidmen oder rückbauen.
Ich halte für Priester übrigens auch die Lebensform des Kollegiatkapitels für hochinteressant.
Damit ließen sich einerseits Pfarrhäuser reduzieren, andererseits ließe sich damit das geistliche Leben fördern.

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Beitrag von cantus planus » Montag 21. Januar 2008, 18:17

Ein in diesem Zusammenhang interessanter kreuz.net-Artikel, der heute wie bestellt kommt:
Zapp vertritt die Auffassung, daß ein Kirchenaustritt die Kirchenmitgliedschaft ihm Rahmen des staatlichen Bereiches beendet, während der kirchliche Status dadurch nicht berührt wird.

Das würde – so Hw. Rothe – das in Deutschland bestehende System der Kirchenfinanzierung in seinen Grundfesten erschüttern:

„In diesem Fall wäre zu erwarten, daß sich künftig eine nicht unbedeutende Zahl von Katholiken aus dem bestehenden Kirchensteuersystem verabschieden würde, ohne sich von der Kirche als solcher zu verabschieden“.

Hw. Rothe glaubt, daß dies nicht nur kirchenferne Katholiken betreffen würde, „sondern auch und gerade die Treuesten der Treuen, die ganz bewußt selber entscheiden wollen, welcher kirchlichen Institution oder welchem Projekt sie ihre finanzielle Unterstützung zukommen lassen.“
...
Gerade die glaubens-, kirchen- und papsttreuen Katholiken sind es nämlich in zunehmendem Maß leid, mit ihrer Kirchensteuer desorientierte Theologen, entnervte Seelsorgsmanager, anarchistische Rätesysteme, inhaltsleere Papierberge, pseudoliturgische Spektakel, blasphemische Kirchenrenovierungen, entleerte Priesterseminare, destruktive Pastoralkonzepte, aufgeblähte Verwaltungsapparate und alberne Werbekampagnen finanzieren zu müssen.“

Die eigentliche Bedrohung der Kirche in Deutschland bestehe derzeit weniger in ihrer schwindenden Finanz- als in ihrer schwindenden Glaubenskraft.
Wunderbar klare Worte. Hätte es nicht besser formulieren können.
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Beitrag von oblatum » Montag 21. Januar 2008, 23:06

Raimund Josef H. hat geschrieben:Oder neulich, als ich nachhakte, ob denn dieses Jahr im August wieder unsere Urlaubsvertretung (ein Priester aus Polen) kommt? "Nein, das wird nicht bezahlt, im August sollen generell so wenig Gottesdienste wie möglich stattfinden". :cry:
Ich habe lange genug in kirchlichen Diensten gestanden, und ich sehe es lieber Raimund, du hast es erfasst.
Die Strukturreform dient dem Kommerz.
Wen kümmern die alten Leute auf dem Land? Die sterben sowieso bald weg. Die sollen gefälligst aufhören zu jammern, oder sich selbst organisieren.
Und die 20 Leutchen in unserer kleinen Kapelle...für die lohnt sich wirklich kein Gottesdienst.
Es braucht sehr viel Gottvertrauen um hier nicht bitter zu werden.
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Beitrag von Leguan » Dienstag 22. Januar 2008, 08:44

Stephen Dedalus hat geschrieben:Im Übrigen wundert mich das mit der EKD gar nicht. Die EKD profitiert vor allem (noch) von der großen Zahl der passiven Kirchenmitglieder, die treu zahlen, aber nie den "Service" der Kirche in Anspruch nehmen. Die machen keine Arbeit, verursachen keine Kosten, aber das Geld fließt. Auf eine Gemeinde mit 20 Gottesdienstbesuchern kommen mindestens 500 bis 1000 Gemeindemitglieder, die zahlen.
Das ist ja bei uns Katholiken nicht anders. Manchmal bekommt man geradezu den Eindruck, daß mehr aktive Kirchenmitglieder gar nicht gewollt sind, weil diese ja Kosten verursachen würden.
Als ich in diese Gemeinde gezogen bin habe ich als Begrüßung den ersten und einzigen Brief erhalten, in dem drinstand, daß ich mich doch melden soll, wenn ich das Gemeindeblatt will, weil man sich das sonst ja sparen könne, das zu drucken und mir einzuwerfen. Was (da mich das zu der Zeit nicht interessiert hat) die absurde Folge hatte, daß ich als Kirchenmitglied zwar jede Woche das Blättl vom evangelischen Brüderverein, ab und an mal den Wachturm und Scientology-Reklame, aber niemals was katholisches im Briefkasten hatte.

cantus planus hat geschrieben:Wir müssen aufhören, ständig die Strukturen zu verändern (mittlerweile überholt ja in manchen Diözesen eine Reform die nächste, so dass die Gemeinden das gar nicht mehr nachvollziehen können). Es bedarf einer neuen, grundsätzlichen Rückbesinnung auf das Wort Gottes, auf das wahre Wesen der Kirche, auf ihre Lehre und auf die zukunftsweisenden, positiven Werte der Tradition.
Aber Strukturreformen sind doch wichtiger als Glaube. Ich habe in 13 Jahren Religionsunterricht zwar nicht gelernt was eine Messe ist, von der Realpräsenz nicht ein einziges Mal gehört, nicht öfter als drei Mal eine Bibel aufgeschlagen, aber ich habe durchaus gelernt, was eine Seelsorgeeinheiten ist, warum diese notwendig sind, nach welchen Kriterien Gemeinden zusammengelegt werden, warum unser Bistum diesbezüglich eine Vorreiterrolle spielt, und welche "pastoralen Konzepte" andere Bistümer verfolgen, um mit den "strukturellen Herausforderungen" umzugehen.
Die Begeisterung der Schüler ließ sich geradezu mit Händen greifen. :mrgreen:

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Beitrag von ieromonach » Dienstag 22. Januar 2008, 11:24

Pax,

als ich ein kleiner Junge war gab es in drei oder vier Städten eine richtige orthodoxe Kirche (in West-Deutshland). Heute ist in fast jeder großen Stadt eine gebaute oder gekaufte Kirche. Da sind doch Fragen zu stellen. Eine große "reiche" Kirche wie die rö. kath. schließt bzw. verkauft Kirchengebäude, auch hier sind doch Fragen zu stellen. Meine Erfahrung mit röm. kath. Priestern ist diese: Christsein wird als intellektuelle und sozialrelevante Religion angeboten. Da der Mensch aber mit Gehirn und allen Sinnen glaubt (glauben möchte) wird von den meisten Priestern etwas vernachlässigt. Die Kirchengebäude sind z.T. kalt und strömen keine Wärme aus. Gott schuf die Welt als "gut", im griech. bedeutet das Wort kalos sowohl gut als auch schön. Deshalb muß der Gottedienst und die Kirchengebäude auch "schön" sein. Noch einiges kann ich schreiben, aber... :hmm: . Wie ist Eure Meinung?
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Beitrag von Paul Heliosch » Dienstag 22. Januar 2008, 14:45

overkott hat geschrieben:... Es ist nur eine Frage der Verteilung. Dabei wird man die Priester sinnvoll einsetzen. Das muss jedoch nicht unbedingt die Pfarrstelle in Ars sein.
Einspruch: Gottlob wurde damals die o.g. Pfarrstelle besetzt! (In unserer Schwäche ist der Höchste stark - In unserer Stärke zieht sich der Höchste zurück...)

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Beitrag von JuliaVictoria » Dienstag 22. Januar 2008, 16:38

Bei uns werden zwar keine Kirchen geschlossen, aber die Pfarrer sind für immer mehr Kirchen zuständig.
In unserer Kirche gibt es noch nicht einmal mehr eine Vorabendmesse und was das für ein Stress für den Pfarrer ist, wenn er für 3 Kirchengemeinden zuständig ist, kann man sich dann denken.
"Die Kirche würde die Liebe zu Gott und ihre Treue zum Evangelium verraten, wenn sie aufhörte, die Stimme derer zu sein, die keine Stimme haben."
(Erzbischof Óscar Romero)

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Beitrag von overkott » Dienstag 22. Januar 2008, 16:47

JuliaVictoria hat geschrieben:Bei uns werden zwar keine Kirchen geschlossen, aber die Pfarrer sind für immer mehr Kirchen zuständig.
In unserer Kirche gibt es noch nicht einmal mehr eine Vorabendmesse und was das für ein Stress für den Pfarrer ist, wenn er für 3 Kirchengemeinden zuständig ist, kann man sich dann denken.
Das muss man natürlich als Chance sehen. Denn künftig dürften Priester wieder stärker als Liturgen gefragt sein, statt als Gremien- und Verwaltungsmenschen. Gerade die Nebentätigkeiten könnten verstärkt Laien übernehmen.

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Aus Heidelberg

Beitrag von sofaklecks » Dienstag 22. Januar 2008, 21:43

Bittere Bemerkung in der Weihnachtszeit eines Pfarrers in Heidelberg, der vor die Wahl gestellt wurde, die Nachbargemeinde zusätzlich zu übernehmen oder versetzt zu werden, um einem fügsameren Nachfolger Platz zu machen: "Was haben ein Pfarrer und ein Weihnachtsbaum gemeinsam? Man kann immer noch was dranhängen!"

sofaklecks

Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Dienstag 22. Januar 2008, 21:55

JuliaVictoria hat geschrieben:Bei uns werden zwar keine Kirchen geschlossen, aber die Pfarrer sind für immer mehr Kirchen zuständig.
In unserer Kirche gibt es noch nicht einmal mehr eine Vorabendmesse und was das für ein Stress für den Pfarrer ist, wenn er für 3 Kirchengemeinden zuständig ist, kann man sich dann denken.
Da muss ich direkt unseren Pfarrer loben, der für sechs Gemeinden zuständig ist. - Es sind zwar noch zwei anderen Priester im Pfarrverbund, aber nur für eine halbe Stelle. Jeden Tag sind im Pfarrverbund 3-4 Messen! Oft zelebrieren auch Ruhestandsgeistliche aus den Nachbargemeinden, die froh sind, dass sie gerufen werden um eine Messe zu halten

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