Verschiedene Devotionalien

Allgemein Katholisches.

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Seraph
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Beitrag von Seraph » Montag 28. Juli 2008, 11:41

cantus planus hat geschrieben: cp, bei manchen Reliquien ein arger Spötter. Gott sei mir gnädig!
Dito. In Marienstern gibts, WiMRE, die 78 Häupter der hl. Ursula. Eine Hydra ist ja nichts dagegen...
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
(Mother Mary Francis)

ieromonach
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Das Refektorium

Beitrag von ieromonach » Montag 28. Juli 2008, 12:04

In meinem Zimmer hängen vier Ikonen. Eine Ikone mit der Allheiligen Gottesgebärerin, eine Christusikone die den Petrus aus dem Wasser zieht, hl. Theodoro Studites, hl Patapios von Theben und ein kleines Holzkreuz. Auf meinem Schreibtisch steht noch einmal eine Ikone des HErrn und der Allheiligen.
---
Divotionalien können sehr hilfreich sein für das geistliche Leben. Wir glauben ja auch mit den Sinnen. Auch "kitschige" Dovotionalien können Menschen ansprechen und Hilfsmittel sein um das Christusmysterium zu verstehen.

P.Theodoros

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anneke6
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Re: Das Refektorium

Beitrag von anneke6 » Montag 28. Juli 2008, 13:24

ieromonach hat geschrieben:eine Christusikone die den Petrus aus dem Wasser zieht,
Schön!
ieromonach hat geschrieben: Auch "kitschige" Dovotionalien können Menschen ansprechen und Hilfsmittel sein um das Christusmysterium zu verstehen.

P.Theodoros
Das stimmt, in der Tat!
???

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MiMe
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Beitrag von MiMe » Sonntag 3. August 2008, 00:16

Hallo, jetzt will auch ich mich zu Wort melden ;-)

- verschiedene Kreuze (von groß bis klein, mit und ohne Korpus, bunt oder auch nicht) - am liebsten ist mir aber "mein" San-Damiano-Kreuz,
- 3 Tau's (eines ist immer am Hals, eines hängt im Auto und ein großes an der Wand)
- verschiedene Rosenkränze (u.a. auch einen großen Wand-rosenkranz, ein kleiner ist an meinem Schlüsselbund-sozusagen als "Weg-bereiter", und einer der leuchtet ganz schön im Dunkeln)
- eine geschnitzte Heilige-Familie
- verschiedene Schutzengeldarstellungen
- eine Ikone vom Letzten Abendmahl
- verschiedene Heiligenbildchen die in meiner Bibel und Gebetbuch immer griffbereit sind
"Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche"
"Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zeit, erfüllt seine Zwecke und geht vorüber."
PACE E BENE - FRIEDE UND HEIL - PAX ET BONUM

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonntag 3. August 2008, 00:33

Schutzengeldarstellungen… Ich habe zuerst Schutzgelddarstellungen gelesen und mich gefragt: Was ist das?
So einen leuchtenden Plastikrosenkranz habe ich auch. Viele Leute finden diese Dinger scheußlich, aber ich laß mir da nicht reinreden. Wenn ich so was habe, kann es mir niemand verbieten. :) Sein großer Vorteil beim nächtlichen Beten ist nicht nur das Leuchten, sondern auch die kleinen Plastikperlen. Mein anderer Rosenkranz, der an meinem Bettpfosten hängt, hat ein riesiges Benediktuskreuz und ca 7 mm lange Holzperlen. Damit kann man nicht schlafen, das kann weh tun. Den verwende ich nur tagsüber. Ich habe auch noch einen Rosenkranz aus Hiobstränen, den ich in der Handtasche aufbewahre, einen "Siebenschmerzer", einen Komboskini und ein paar Zehnerrosenkränze.
???

regina 32
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Beitrag von regina 32 » Sonntag 3. August 2008, 17:24

MiMe hat geschrieben:H
- eine geschnitzte Heilige-Familie
stimmt, das haben wir auch noch, eine Krippe (für Weihnachten)

Allerdings fehlen dem Jesuskind die Hände (es hatte letztes Weihnachten einen schweren Zugunfall) und einer der Drei Könige ist (laut aufrichtigem Bericht meiner Kinder) beim Schornsteinfegen des Stalles ausgerutscht und ebenfalls verunglückt, dabei noch auf dem Esel gelandet dem nun die Ohren fehlen, während der König nun ohne Geschenke dasteht.....

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incarnata
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Beitrag von incarnata » Dienstag 12. August 2008, 23:55

Ich habe mal meiner Mutter,die bis ins hohe Alter immer noch begeistert auf Langlaufskirn stand einen auf solchen Skirn zur Orchesterprobe der anderen
eilenden erzgebirgischen Engel geschenkt.Der fiel dann prompt vom Tisch und brach sich dabei den Arm !Wenige Tage später passierte meiner Mutter dasselbe auf der Loipe.Es war der gleiche Arm!Mittlerweile sind beide Arme wieder heil-
und der Skiengel darf auch im Sommer auf Mamas Sekretär trainieren-während das Orchester nur in der Weihnachtszeit zum Vorschein kommt.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Dienstag 12. August 2008, 23:58

Ich habe unserem Hausmeister einmal eine (leicht kitschige) Lourdes-Grotte aus Plastik geschenkt, für sein Büro. Er stellte sie neben eine vertrocknete Pflanze. Am nächsten Tage rief er mich und zeigte mir, daß die vertrocknete Pflanze eine Blüte hervorgebracht hatte.
Na so etwas… :)
???

par_ad
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Devotionalien & Co.

Beitrag von par_ad » Mittwoch 13. August 2008, 14:05

Also ...

man sollte mal trennen: Devotionalien sind eigentlich dem Sinne nach Mitbringsel von Wallfahrtsorten. Dinge, die ausgestellt werden, um an etwas zu erinnern, wo man einmal war.

Reliquien sollten davon unterschieden werden, denn sie sind keine Devotionalien.

Also ich persönlich käme mir blöd vor, eine Kreuzreliquie (= Kreuzpartikel) an meine verdorrende Yucca-Palme zu stellen und dann zu sagen: Herr Jesus Christus, bitte mache die Palme wieder heil.

Ich habe sehr viele Reliquien, fast 400. Aber mir ist noch nie der Gedanke gekommen - wenn ich jeden Tag die entsprechende Reliquie zur Verehrung heraushole - zu sagen: Hl./Sel./Serv. D. ... mache dies und sorge für das.

Devotionalien - Medaillen, Statuen, Rosenkränze usw. können ganz schön zu einem Fehlglauben oder auch zu Aberglauben führen.

Anbetung gebührt Jesus Christus.
Verehrung gebührt Maria, seiner Mutter und den Heiligen.

Aber Verehrung von Devotionalien ... NEIN. Es sind Andenken.

In Christo

p.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Mittwoch 13. August 2008, 14:14

Abgesehen davon, daß Devotionalien durch einen Segen (wenn er denn geschieht) zu einer Sakramentalie werden, durch die wir in unserem Glaubensleben Gnaden erhalten können…
können sie auch Ausdruck unseres Glaubens sein, und auch dies kann einen Gnadenerweis mit sich bringen. Wobei ich jetzt nicht meine, eine neu aufblühende vertrocknete Pflanze sei ein Gnadenerweis. Ganz davon abgesehen war das mit der Pflanze auch nicht so geplant. Aber es könnte ja ein Hinweis darauf sein, auf die Fürsprache der Gottesmutter zu vertrauen, die an uns viel mehr bewirken kann als (möglicherweise) an einer Pflanze.
???

par_ad
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Beitrag von par_ad » Mittwoch 13. August 2008, 14:28

Tja, wenn nicht das Wörtchen "könnte" wäre.

Oder so Worte wie "würde", "hätte", "müsste" und so weiter.

Du mußt Dir mal vorstellen: Da gibt es Millionen [gar Milliarden] von Devotionalien. Und irgendwo und irgendwann strömen von irgendwelchen Menschen die Bitte auf Gott ein.

Du hast Recht: Mit dem Segen über Medaillen, Rosenkränze usw. werden die betreffenden Gegenstände ausgesondert aus dem profanen Bereich; sie werden zu Gegenständen, die an Jesus Christus und das Ursakrament, das Jesus Christus ist, erinnern.

Wenn jedoch der Urgedanke an Jesus Christus und seine Gründung - die Kirche - verloren geht, dann haben alle Devotionalien keinen Sinn mehr.

Was haben den blinkende Muttergottes-Figuren mit LED-Leuchten als Strahlenkranz auf Nachttischchen verloren? - Rosenkränze als "Schmuck" auf nackten Brüsten von gutaussehenden "Damen"? usw...

Chrysostomus
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Beitrag von Chrysostomus » Mittwoch 13. August 2008, 16:47

Dadurch, dass man zwischen dem Missbrauch einer Sache und der Sache selbst nicht unterschieden hat, sind schon einige Fehler im Laufe der Geschichte passiert.

Wenn Rosenkränze als profanes Schmuckutensil (oder "schlimmeres") getragen werden, heißt das nicht, dass Rosenkränze zu verurteilen wären, oder das Tragen von Rosenkränzen, wenn es der Verehrung der Muttergottes entspringt... Zu verurteilen ist doch lediglich der Missbrauch. Rosenkränze sind eben kein Schmuck, obwohl sie in der Tat sehr schöne Gegenstände sind.
Aber Verehrung von Devotionalien ... NEIN. Es sind Andenken.
Ich persönlich habe auch noch keinen getroffen, der seinen Rosenkranz anbetet. Sondern mit ihm, d.h. mit Hilfe von.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Mittwoch 13. August 2008, 17:08

So jemand ist mir auch noch nie begegnet.
Ich kenne tatsächlich Leute, die einen Rosenkranz um den Hals tragen, allerdings meistens unter dem Hemd. Das ist dann nur für einen selbst. Aus diesem Grund sind einige (meistens billige) Rosenkränze ja auch so konzipiert, daß man sie auf- und zumachen kann.
???

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Donnerstag 14. August 2008, 11:04

Darf ich die ganz blöde Frage stellen, woher man 400(!) Reliquien hat, was man damit macht, und wo man die alle würdig aufbewahrt?

(Die Frage ist wirklich nicht provokativ gemeint!)
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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 14. August 2008, 13:53

Die Antwort interessiert mich ebenfalls brennend!
Vor allem deshalb, weil man "richtige Reliquien" als Privatmensch eigentlich gar nicht bekommen kann.
Ich habe zwei kleine Stoffstücke (sog. Reliquien dritter Klasse), die die tatsächlichen Überreste berührt haben. Eins von Pater Kentenich und eins von der kleinen Therese. Aufbewahrt werden sie gegenwärtig in kleinen Mäppchen in einer schönen Rosenkranzdose.
???

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Donnerstag 14. August 2008, 16:07

anneke6 hat geschrieben:Vor allem deshalb, weil man "richtige Reliquien" als Privatmensch eigentlich gar nicht bekommen kann.
Mit einer guten Begründung, angemessenem Aufbewahrungsort (Hauskapelle, Reliquiar) und "Bürgschaft" eines Pfarrers ist da m. W. durchaus etwas zu machen. Natürlich gibt man Reliquien nicht an Hinz und Kunz weiter, aber ein kategorisches "Gibt's nicht!" gibt es eigentlich nicht.

Das ist aber natürlich wieder von Bistum zu Bistum unterschiedlich.
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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Donnerstag 14. August 2008, 17:12

Es kann eben nicht jeder mit einer guten Begründung aufkommen. Ich verehre diesen oder jenen Heiligen sehr reicht wohl nicht aus.
???

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Linus
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Beitrag von Linus » Freitag 15. August 2008, 09:31

cantus planus hat geschrieben:Darf ich die ganz blöde Frage stellen, woher man 400(!) Reliquien hat, was man damit macht, und wo man die alle würdig aufbewahrt?

(Die Frage ist wirklich nicht provokativ gemeint!)
Warst du nie in Kleinmariazell? Der dortige Reliquienschrein besteht aus einer privaten Sammlung eines Diakons, der sie den Flummies in Kl. Ma.Zell testamentarisch vermachte. (IIRC warens auch mehr als 400...)

Und ja es gibt Leute die priovat bei sich zu hause Kategorie I Reliquien haben (ich nicht, meine Mutter hatte mal eine Leihweise bekommen)
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par_ad
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Beitrag von par_ad » Montag 18. August 2008, 18:38

@ anneke
@ cantus planus

Keine Sorge - die Reliquien befinden sich - wenn ich die jeweiligen Kapseln nicht zum jeweiligen Gedenktag aussetze - würdig aufbewahrt.

Der weitaus größte Teil der Reliquien stammt aus der Erbschaft, die ich über meinen Vater erhalten habe; in den Wirren des 2. Weltkriegs wurde halt vor den herannahenden Russen und Polen einiges in Sicherheit gebracht - durch einen verwandten Prälaten, der diese den Flüchtlingen mitgegeben hat.

Jede Reliquie wird übrigens zum jeweiligen Gedenktag ausgesetzt und an meinem Hausaltar verehrt.

Das sollte zu Eurer Information genügen.



P.S.: Ich bin übrigens dabei, jede Reliquie zu dokumentieren. Das ist aber eine Aufgabe, die dauert... und dauert ... und dauert.

Das kann nur nach und nach geschehen.

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Montag 18. August 2008, 20:42

par_ad hat geschrieben:Jede Reliquie wird übrigens zum jeweiligen Gedenktag ausgesetzt und an meinem Hausaltar verehrt.
Wirklich beeindruckend! :ja: :ja: :ja:
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incarnata
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Beitrag von incarnata » Montag 18. August 2008, 20:51

Leider werden im Laufe der Geschichte echte Reliquien auch an unwürdigen
Orten wie Flohmärkten verramscht,da sich kein Erbe gefunden hat,der sie würdig aufzubewahren weiss.Ich kenne einen braven Katholiken,von Beruf Maurer und Stukkateur , angelernter Kirchenrestaurator,der etliche auf solchen Märkten "gerettet" hat,sich auch von erfahrenen Patres die Echtheit bestätigen liess und mittlerweile in seinem Garten ein barockes Kapellchen gebaut hat,um sie würdig aufzubewahren.Leider ist er durch Krankheit inzwischen arbeitslos geworden und hat daher kein Geld, das Kapellchen zu Ende zu bauen,die Treppe und die Hügelaufschüttung fehlt noch,so daß es nur über Leitern kletternd erreichbar ist.Deshalb ist`s auch noch nicht geweiht.Ausserdem sucht er einen Priester, der diese Weihe im vorkonziliaren Ritus vollzieht.
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Trinitus
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Beitrag von Trinitus » Mittwoch 20. August 2008, 02:43

incarnata hat geschrieben:Leider werden im Laufe der Geschichte echte Reliquien auch an unwürdigen
Orten wie Flohmärkten verramscht,da sich kein Erbe gefunden hat,der sie würdig aufzubewahren weiss.
Manchmal findet man auch was tolles bei Ebay. Ich habe heute ein altes byzantinisches Bronzekreuz ersteigert. Es stammt etwa aus der Zeit zwischen 1000-1200, also noch vor dem großen morgenländischen Schisma. Auch ich bin froh, dass dieses Kleinod nicht in der Vitrine eines Kunstsammlers enden wird, sondern demnächst an meinem Halse baumeln darf. Dort soll es mich daran erinnern, dass unser Glaube in einen viel größeren Zusammenhang eingebettet ist, als wir dies für gewöhnlich wahrnehmen können. Außerdem steht es für die Einheit unseres Glaubens.

Ja mit der Einheit des Glaubens ist es ein wenig wie mit den Reliquien auf den Flohmärkten. Auch sie wurde verramscht, weil sich kein Erbe gefunden hatte, der sie würdig aufzubewahren wusste. So sind wir Menschen halt - unwürdig. Aber Gott macht sich auf den Weg, die verlorenen Schafe wieder aufzufinden. Wer weiß, was ER mittels der Reliquien in den "unwürdigen" Händen auszurichten vermag.

Bin ich etwa würdig, (wenngleich nur symbolhaft) sein Kreuz (um den Hals) zu tragen? Bin ich würdig, Ihn in der heiligen Kommunion zu empfangen?

Gott selbst hat sich doch in Jesus Christus auch freiwillig in unwürdige Hände begeben und gerade dadurch unser Heil herbeigeführt.
"Unruhig ist mein Herz, bis es ruht in dir." Augustinus

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overkott
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Beitrag von overkott » Mittwoch 20. August 2008, 10:34

Die Reliquien des Bonaventuras haben nach Stadler die Hugenotten verbrannt. Kein Grund, ihnen heute dafür böse zu sein. Vielleicht war es wahllos. Vielleicht haben sie ihn nie gelesen. Vielleicht nie richtig verstanden. Sein Wort ist uns jedenfalls geblieben. Möge ihnen der Herr vergeben.

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anneke6
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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von anneke6 » Montag 16. Februar 2009, 21:45

Seit Jahren verwende ich selbstgemachte Rosenkränze — meinen Standardrosenkranz habe ich dieses Jahr noch einmal neu aufgezogen. Er besteht aus so einer Art Maiskörnern, und es gefällt mir, daß die Körner vom vielen Beten schon ganz glattgewischt sind. Es war allerdings nicht einfach, eine Schnur zu finden die a) nicht zu dick ist, um durch die Löcher in den Körnern zu gehen, b) nicht so dünn ist, so daß die Perlen über die zu flachen Knoten rutschen und c) haltbar ist.
Ich gucke mir immer mal wieder im Internet fertige Rosenkränze an…obwohl ich bis jetzt noch keinen gekauft habe, ich bin nämlich sehr sparsam. Habt ihr bei fertigen Rosenkränzen Erfahrungen mit der Haltbarkeit?
Viele von meinen Bekannten haben diese Kränze aus 100% Plastik und schwören auf ihre Haltbarkeit. Aber ich habe da auch schon gebrochene Kreuze gesehen (die aber auf Grund der durchgezogenen Schnur trotzdem noch zusammenhängen)…
???

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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von Linus » Montag 16. Februar 2009, 22:19

Die Rosenkränze des Papstes sind leider von minderer Qualität. Man tut gut daran, eine Zange mitzuführen.
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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von anneke6 » Montag 16. Februar 2009, 22:29

Wann warst Du denn beim Papst — oder wie hast Du einen Rosenkranz von ihm bekommen?
???

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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von Linus » Montag 16. Februar 2009, 22:36

anneke6 hat geschrieben:Wann warst Du denn beim Papst — oder wie hast Du einen Rosenkranz von ihm bekommen?
Ein Stusienkollege des Vorgängers des rezenten römischen Bischofs hat ihn mir geschenkt. (Dem gehts leider garnicht gut, set nem halben Jahr feiert P. Kluz keine Messen in der Wiener khg mehr.)
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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von Chrysostomus » Montag 16. Februar 2009, 22:37

Haltbarkeit kommt auf den Gebrauch drauf an. Wer Rosenkränze wie ich immer in der Hosentasche mit sich führt, kann nicht drauf spekulieren, dass sie ewig halten.
Hab allerdings bislang immer positive Erfahrungen gemacht; lediglich bei einem Kreuz hat sich das Corpus abgelöst. Das Problem ist also unspezifisch ob selbst geknüpft oder gekauft gekettet.

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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von Paul Heliosch » Montag 16. Februar 2009, 22:44

Bei mir am längsten halten die Wollgarngeknüpften mit Holzperlen,...
(da kann ich immer so schön gedankenversunken dran rumzerren :) )

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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von anneke6 » Montag 16. Februar 2009, 22:48

Linus hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Wann warst Du denn beim Papst — oder wie hast Du einen Rosenkranz von ihm bekommen?
Ein Stusienkollege des Vorgängers des rezenten römischen Bischofs hat ihn mir geschenkt. (Dem gehts leider garnicht gut, set nem halben Jahr feiert P. Kluz keine Messen in der Wiener khg mehr.)
Noch einer von JPII?
Der Vorteil bei den gekettelten Dingern ist wohl, daß man sie, wenn sie an einer Stelle reißen, sie mit Draht zusammenflficken kann, sofern man eine Zange und ein bißchen handwerkliches Geschick besitzt. Als die Schnur von meinem Maisrosenkranz riß, mußte ich wieder ganz von vorne anfangen.
Bin ich hier denn der einzige, bei dem die Kränze aus dem Leim gehen, oder hat sonst noch jemand seinen Rosenkranz überlebt?
???

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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von anneke6 » Montag 16. Februar 2009, 23:02

Paul Heliosch hat geschrieben:Bei mir am längsten halten die Wollgarngeknüpften mit Holzperlen,...
(da kann ich immer so schön gedankenversunken dran rumzerren :) )
So eine Art Tschotki?
???

Paul Heliosch
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Re: Verschiedene Devotionalien

Beitrag von Paul Heliosch » Montag 16. Februar 2009, 23:08

hmpf... ich kenn' den in natura nicht. Der russische Pilger hatte den - glaub' ich - auch nicht.

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