"Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Allgemein Katholisches.

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Ecce Homo
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"Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 20. Juli 2006, 18:48

Auf Anregung von Petra :huhu: :ikb_thumbup: :ikb_clapping: möchte ich hier echt mal einen Thread eröffnen, wo man über positive/glückliche Erlebnisse/Gottesdienste/Feiern/etc. in/mit Kirche berichten kann. :ja:
Ich bin überzeugt davon, dass es solche Erlebnisse in großer Zahl gibt - leider spricht man im Forum oft nur über das gegenteilige Extrem...
Zuletzt geändert von Ecce Homo am Dienstag 25. Juli 2006, 07:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 20. Juli 2006, 18:52

Dann kann ich direkt von einer "wunderschönen" und innigen Werktagsmesse berichten, aus der ich vor einer Dreiviertelstunde kam.
Wir haben selbst am Werktag immer zwei (mindestens) Ministranten, die ihren Dienst wirklich auch ernsthaft versehen, und mein Beichtvater zelebriert echt total "fromm" - im positiven Sinne!

Da kann man sich echt fallen lassen, ohne nachdenken zu müssen, was kommt jetzt wieder irgendwie neues... :ja:
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cantus planus
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Osternacht

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 20. Juli 2006, 19:17

Ich schließe mich mal an:

Mein schönstes Erlebnis in diesem Jahr war die Osternacht. Im letzten Jahr saßen bei uns in der riiiesigen Kirche noch ganze 15 alte Leute. Das waren nur die hartnäckigsten Alteingesessenen. Es war überhaupt nicht feierlich, zumal nur drei bis vier Leute wirklich mitgefeiert haben. (Großstadtpfarrei...) Und die übrigen 10 hinterher meckerten, es sei früher alles besser gewesen.

Danach haben wir Hauptamtlichen eine diskrete Umfrage gestartet, woran diese dünne Beteiligung liegen könnte. Den meisten Leuten passte schlicht die Anfangszeit um 5 Uhr in der Frühe nicht! (Um kurz nach 5 Uhr fährt überhaupt erst die erste U-Bahn)

Also im Liturgieausschuss gegen den Widerstand der "Alteingesessenen" durchgesetzt, dass die Osternacht am Abend beginnt, und: mehr als 120 Leute, darunter auch viele Kinder, sind gekommen. Es war zum ersten Mal seit Jahren eine wirklich feierliche Osternacht. (Es sind auch zum ersten Mal alle liturgischen Elemente vorgekommen. Vorher wurde immer die Hälfte ausgelassen. "Des brauch ma net...")

Und auch die Rückmeldungen aus der Pfarrei waren so positiv, dass die Skeptiker erkennen mussten, dass es so tatsächlich besser ist.

:freude:

Ich werde nie wieder über die Überflüssigkeit oder Inkompetenz von Liturgieausschüssen meckern... Jedenfalls bis auf Widerruf :mrgreen:

Gruß, Markus
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Beitrag von cantus planus » Freitag 21. Juli 2006, 09:57

Nur zwei positive Erlebnisse? Das ist jetzt wirklich ernüchternd. :ikb_sadangel:
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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Freitag 21. Juli 2006, 10:13

Nach meiner Rückkehr zu hl. röm. kath. Kirche durfte ich von 1982 - 2001 die Treue eines Priesters der Kirche, die Segnungen der hl. Sakramente und die Gnadenfülle der Schätze der hl. Kirche in einer Beicht- und Anbetungskirche errfahren. Für den treuen Beichtdienst in dieser Kirche, die in dieser Zeit bereits vor 06.00 früh geöffnet wurde bin ich tief dankbar.
Gelobt sei Jesus Christus

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 21. Juli 2006, 10:51

Ich bin so unendlich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, einen "heiligmäßigen" Priester zum Beichtvater zu haben... :ja:
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Beitrag von cantus planus » Freitag 21. Juli 2006, 13:33

Ich freue mich über einen hochbetagten Priester, der mittlerweile größtenteils auf den Rollstuhl angewiesen ist, aber dennoch jeden(!) Tag eine wirklich wunderschöne Messe feiert.

Und sogar bei nur einer Handvoll Leute in der Kirche doch mit Inbrunst und fester Stimme wenigstens das Ordinarium anstimmt. :ja:
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Beitrag von ottaviani » Freitag 21. Juli 2006, 14:32

ich freue mich über den lieben domherren ,vertrieben aus der Erzdiözese Breslau,. der trotz seinen hohen alters für uns jeden tag die tridentinische messe in seiner wohnung feiert

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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 21. Juli 2006, 14:43

ottaviani hat geschrieben:ich freue mich über den lieben domherren ,vertrieben aus der Erzdiözese Breslau,. der trotz seinen hohen alters für uns jeden tag die tridentinische messe in seiner wohnung feiert
Dann freue ich mich mit dir, dass es noch Priester gibt, die selbst in hohem Alter jemandem als "Privatkurat" dienen, weil ihnen die heilige Messe und die Seelsorge so wichtig sind!!!! Freut mich ehrlich und wirklich! :ja: :ja: :ja:
(Ich würde mich noch mehr freuen, wenn ich auch so einen Priester fände - hat jemand von den Priestern im Forum Interesse? Bitte via PN melden... :ja: ;) )
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Regina
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Wunderschöne Kommunion

Beitrag von Regina » Freitag 21. Juli 2006, 14:48

Wir haben in diesem Jahr die Heilige Kommunion mit unserer Tochter gefeiert. Unser Kind ist leicht geistig behindert und ich hatte große Bedenken, ob es überhaupt einen Sinn har, dieses Kind an diesem Sakrament teilnehmen zu lassen. Derjenige, der mich immer wieder aus meiner Unsicherheit zurückgeholt hat, war unser Pastor. Und er hat Recht gebehalten. Bei Beginn der Feier waren sämtliche Ängste und Sorgen wie weggeblasen, weil einfach alles schön war und unser Kind diese Feier mit sichtbarer Freude wahrgenommen hat. Sie hat nicht nur einfach alles über sich ergehen lassen, nein, sie hat wirklich mitgefeiert und dieser Freude auch den ihr eigenen Ausdruck verliehen. Das schönste Kompliment für uns war, dass andere Eltern, die ebenfalls ein behindertes Kind haben, uns sagten, daß sie sich nun auch trauen würden, ihr Kind mit zur Heiligen Kommunion gehen zu lassen.
Regina

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Beitrag von cantus planus » Freitag 21. Juli 2006, 14:52

:jump: Alles Gute und Gottes Segen für Deine Tochter!
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ghiaccio
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Beitrag von ghiaccio » Freitag 21. Juli 2006, 15:02

Regina

dein Bericht zu lesen ist eine Freude, der einlädt sich mit euch mitzufreuen - ich tue es!

:freude:

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Ecce Homo
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Re: Wunderschöne Kommunion

Beitrag von Ecce Homo » Freitag 21. Juli 2006, 15:08

Regina hat geschrieben:Wir haben in diesem Jahr die Heilige Kommunion mit unserer Tochter gefeiert. Unser Kind ist leicht geistig behindert und ich hatte große Bedenken, ob es überhaupt einen Sinn har, dieses Kind an diesem Sakrament teilnehmen zu lassen. Derjenige, der mich immer wieder aus meiner Unsicherheit zurückgeholt hat, war unser Pastor. Und er hat Recht gebehalten. Bei Beginn der Feier waren sämtliche Ängste und Sorgen wie weggeblasen, weil einfach alles schön war und unser Kind diese Feier mit sichtbarer Freude wahrgenommen hat. Sie hat nicht nur einfach alles über sich ergehen lassen, nein, sie hat wirklich mitgefeiert und dieser Freude auch den ihr eigenen Ausdruck verliehen. Das schönste Kompliment für uns war, dass andere Eltern, die ebenfalls ein behindertes Kind haben, uns sagten, daß sie sich nun auch trauen würden, ihr Kind mit zur Heiligen Kommunion gehen zu lassen.
Regina
Na, das ist wirklich eine Freude!!!!!!!
:ikb_clap: :ikb_gora: :ikb_band: :ikb_thumbup:
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Petra
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Beitrag von Petra » Freitag 21. Juli 2006, 15:16

Hallo Regina, freut mich für euch :freude:

[edit durch mod - sorry, aber das andere könnten wir woanders diskutieren... Lust? Dann würde ich dich bitten, einen Thread dazu aufzumachen... Gruß, und nix für ungut, Ecce]

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Freitag 21. Juli 2006, 15:32

Ich freue mich immer webnn ich soetwas lese ich selbst habe ja viel mit eltern behinderter kinder zu tun wenn man es dem kind einfach erklärt versteht ´fast jedes geistig behinderte kind die komunion man muß sich einfach nur auf das kind einlassen

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Freitag 21. Juli 2006, 17:08

Für mich war einerseits meine Rom-Reise im letzten Frühjahr ein beeindruckendes Erlebnis mit der Kirche. Auch wenn sie mit der Beerdigungsmesse für Johannes Paul eher negativ begonnen hat.

Und das Abschlusswochenende des Weltjugendtages, mit seiner gesamten Liturgie war echt ein positives Erlebnis.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Regina
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Heilige Kommunion

Beitrag von Regina » Freitag 21. Juli 2006, 17:17

Das tut echt gut, soviel positive Rückmeldung zu erhalten. Es waren nämlich auch oft (ziemlich dreist) fragende Menschen, "gute Katholiken", die meinten, so ein Kind würde doch nichts verstehen von dem ganzen Procedere der Kommunion und aufgrund ihres geistigen Zustandes sei sie ohnehin in einem Zustand der Gnade. Ich habe mich darüber schrecklich aufgeregt. Mir war und ist klar, daß ich meinem Kind niemals mit Begriffen wie Theologie oder Trinität anzukommen brauche. Das werden für sie immer "böhmische Dörfer" bleiben. Aber ist das der Sinn der Kommunionfeier? Wichtig war für sie die Freude, die sie an diesem Tag erfahren hat in der Kirche (und immer wieder erfährt) Für sie ist Jesus jetzt ein richtiger Freund, zu dem man in allen Lebenslagen kommen und beten kann. Den Grundstein, den wir versucht zu legen haben in unserer Erziehung hat hier reiche Frucht getragen, und dann war es auch ein schönes Zeichen, als sie während der Kommunionfeier zum Friedensgruß zum Pastor ging und diesen umarmte. Viele der Anwesenden empfanden bei dieser Handlung, wie sie mir nach dem Gottesdienst sagten, eine große Rührung. Mir ging es ebenfalls so. Wir hatten auch Wochen nach diesem Fest noch so etwas wie Flügel unter den Füßen. Mit anderen Worten, wir waren in einer Art 7. Himmel. Solche Glücksgefühle hatte ich selten in der Kirche.Gott und Pastor sei dank.
Regina

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ghiaccio
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Beitrag von ghiaccio » Freitag 21. Juli 2006, 17:38

Regina

Deine Tochter ist behindert, aber in welchem Maße sie wirklich weniger versteht z.B. von der Dreifaltigkeit, sei dahin.

Mir fällt ein, was der grosse Kirchenvater Augustinus, ein wahrhaft geistig aussergewöhnlich Begnadeter, berichtet, als er das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit mit seinem Geiste ergründen wollte.
Ein Knabe am Meeresgestade schickte sich an iin eine Sandkule mit seinem Eimer das Meer hineinzuschöpfen . Als ihm Aurelius Augustinus die offensichtliche Unmöglichkeit seines Versuches erklärte antwortete der Knabe, viel eher vermag die Grube das Meer zu fassen, als dein Geist das Geheimnis der Dreifaltigkeit.

Gerade durch den Empfang des Leibes Christi kann es sein, dass Gott ihr Einsichten gibt, die zwar nicht hochtheologisch und doch tiefer als die eines gelehrten Professors sein könnten.

Und die Brüder und Schwestern in der Gemeinde, verarge ihnen ihr Denken nicht, ich meine nicht, dass sie es abwertend meinten.
Die eigene oder mittelbare Betroffenheit eröffnete dir vieleicht (wie bisweilen auch sonst den Menschen) Einsichten, die er sonst kaum erlangen würde.
Zuletzt geändert von ghiaccio am Freitag 21. Juli 2006, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von cantus planus » Freitag 21. Juli 2006, 17:39

Das ist wohl nicht nur ein Problem bei geistig behinderten Kindern. Heute glauben viele Menschen, dass man Kinder mit "Glaubenswissen" nicht mehr "belasten" dürfe. Das ist völliger Unfug!

Kinder sind da von einer großartigen Offenheit, und verstehen intuitiv viele Dinge viel besser als wir Erwachsenen.

Es ist wirklich schade, dass in der EK-Vorbereitung oder den Gruppenstunden Kindern heute kaum noch der Glaube nahe gebracht wird. Man muss sich nur mal diese "kindgerechten" neuen Liedchen anschauen. Manche sind textlich so dünn und melodisch so schlecht, dass sich sogar Kinder langweilen.

Und wenn ich dann gewissen Erwachsene mit Begeisterung klatschen und hüpfen sehe...

Jetzt habe hab ich hier doch gemeckert. Petra, du darfst mich zur Ordnung rufen!
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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 21. Juli 2006, 17:56

cantus planus hat geschrieben: Jetzt habe hab ich hier doch gemeckert. Petra, du darfst mich zur Ordnung rufen!
*räusper* Ich "meckere" - wer hatte vorhin noch angemahnt, dass man hier über positive Erlebnisse berichten sollte - und nicht in andere Richtungen geht???? :mrgreen: :D ;)

Bitte, ... ;)
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Beitrag von cantus planus » Freitag 21. Juli 2006, 18:01

:ikb_whistling:




Ich verbuche diese freundliche Ermahnung als positives Kirchenerlebnis! :D
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Petra
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Beitrag von Petra » Freitag 21. Juli 2006, 18:27

Nunja, mal grundsätzlich:

Eines der positivsten Erlebnisse bei christlichen Gemeinschaften ist doch ihr unbedingtes Ja zu allen Menschen, die geboren werden.

Sie sind nicht nur irgendwie dabei, sondern ausdrücklich willkommen.

Schade, dass nicht alle Menschen diese Auffassung haben.

Das ist doch etwas sehr Positives in/mit Kirche. :)

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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 21. Juli 2006, 18:45

Und in Fortsetzung von Petras Beitrag:

Und sehr positiv ist auch, dass zu allen Menschen JA :ja: gesagt wird, die behindert und krank sind... auch das gibt es oft sonst leider nicht mehr... :ja:
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Sakristan
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Beitrag von Sakristan » Freitag 21. Juli 2006, 18:59

:freude: Wir haben das große Glück und unserer Pfarrei täglich Gottesdienst zu haben.

Jeden morgen treffen sich ca. 30 - 40 Christen aller Altersstrukturen in unserer Kirche zum Gottesdienst.

Und auch Sonntags können wir uns nicht beklagen 2 Gottesdienste mit zusammen ca. 450 Besuchern aller Altersklassen da macht einen Besucherdurchschnitt von über 50% zur Zahl der "Wohngemeinde" aus.

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Beitrag von John Grantham » Sonnabend 22. Juli 2006, 01:01

Tja, ich kann und will auf keinem Fall Reginas sehr schöne Geschichte übertreffen, aber meine positivsten Erlebnisse in der Kirche sind in unseren Vespergottesdiensten, gerade im Winter wo es draußen so schön dunkel ist und im Raum hat man nur noch ein wenig Kerzenlicht, mit dem Weihrauchduft noch dazu. Das schöne an der Vesper ist die innerliche und äusserliche Ruhe, die dort einkehrt...

...und einmal im letzten Winter hatte es gerade geschneit, also kam ich nach einer besonders gelungenen Vesper aus dem Gemeindezentrum raus, und alles war absolut still, entspannt und friedlich. Ein herrliches Gefühl, was man heutzutage nur selten erlebt.

Das andere schöne Erlebnis war als der neue Altar unserer Gemeinde geweiht wurde. Den habe ich nämlich entworfen und zusammen mit dem Pfarrer gebaut. Es war und ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie sich Menschen um diesen Altar stellen, um gemeinsam zu feiern...

Cheers,

John
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 22. Juli 2006, 03:16

Cantus planus hat geschrieben:Kinder sind da von einer großartigen Offenheit, und verstehen intuitiv viele Dinge viel besser als wir Erwachsenen.
Das kann ich nur bestätigen. Meine Frau – um ein Beispiel gerade von gestern zu bringen – berichtete mir vorhin einen Dialog mit unserer Tochter Larissa. Sie wird nächsten Monat sechs und kommt zur Schule. Im Rahmen eines Gesprächs darüber, was sich dann für sie so alles ändern wird – und auch für uns Eltern – äußerte sie: »Papa soll auch nicht immer so viel arbeiten.« – »Aber er muß doch Geld für uns verdienen«, wandte meine Frau ein. Darauf Larissa: »Aber man kann nicht Gott und dem Geld zugleich dienen!« Als meiner Frau vor Verblüffung die Worte fehlten, ergänzte sie: »Das habe ich in der Bibel gelesen.«

Und schon lief sie los und holte ihre illustrierte »Kinderbibel zum Kirchenjahr« mit den Evangelientexten zu den Sonn- und Festtagen. Sie blätterte etwas und zeigte es der Mamma dann schwarz auf weiß: »Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.« – So katechisiert sie uns öfter. (Und dafür sind durchaus keine herausragenden Begabungen erforderlich. Das Entscheidende ist also nicht, daß sie das schon selbständig nachgelesen hat, sondern daß Kinder offen sind für das Wort und das Zeichen, wo uns Erwachsenen allzu oft die Dornen unseres Alltags im Wege stehen.)
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Beitrag von Christian » Sonnabend 22. Juli 2006, 14:05

Hallo ,

meine positiven erlebnisse in der Kirche waren zu meiner Jugend-/Kinderzeit : 1. Meßdiener 2. Fand ich die Firmung wunderbar sie ist mir heute von der Feierlichkeit immer noch präsent.

Jetzt wo ich größer bin :

1. Gründonnerstag mit anschließender Nachtwache(alles ist still und man kann sich zurückziehen und in Ruhe beten )
Die Karfreitagsliturgie ergreift mich jedesmal mehr und mehr.
Ostersamstag gerade, wenn wie jetzt bei uns, eine Erwachsenen und eine Kindstaufe stattgefunden hat.

Frohnleichnam , ich halte es für wichtig das wir Katholiken auf die straße gehen und uns zeigen gerade in den Gegenden in denen wir Christen in der Minderheit sind.

Jedes zweite Wochenende im September gehe ich zu Fuß auf Wallfahrt von Duisburg bis nach Kevelaer (ca. 50 km). Einfach wunderbar.

Christian
Das Volk versteht wenig, aber es spürt das meiste richtig
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Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 23. Juli 2006, 16:23

Heute morgen die Messe war einfach *wow* Bild
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Beitrag von Sakristan » Sonntag 23. Juli 2006, 18:50

Am 1. und 2. August treffen sich ca. 45.000 Messdiener in Rom zur Internationalen Ministrantenwallfahrt.

Ich selber begleite eine Gruppe und freue mich wie ein Schneekönig auf Rom. ;D

Infos zur Ministrantenwallfahrt

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Beitrag von Maria Magdalena » Montag 24. Juli 2006, 11:02

Mein schönstes Erlebnis in der Kirche ist,dass ich endlich aus vollen Herzen sagen kann: "Ich bin Zuhause angekommen !" Und dies, wo ich mich im Leben oft verlaufen hab .Gibt es etwas schöneres ,was einen Menschen, wiederfahren kann? Denn Gott sieht nicht darauf ob wir gesund sind oder nicht. für Ihn ist nur unser Herz , unsere Liebe zu Ihn wichtig.

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Khatja
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Beitrag von Khatja » Dienstag 25. Juli 2006, 00:20

Ich habe jetzt auf dem Nachhauseweg über meine glücklichen (das Wort "positiv" finde ich irgendwie nicht sehr passend... Verzeihung, Ecce!) Momente in der Kirche in der letzten Zeit nachgedacht. Dabei stellte ich folgendes fest (ich sage von Anfang an, es ist sehr emotional und subjektiv):

1. Es gibt einige große Feste, die ich besonders gern feiere und die mich besonders tief rühren: angefangen mit der Lichten Auferstehung Christi, dann noch Geburt Christi, Himmelfahrt, Verklärung Christi, Verkündigung und Entschlafung der Heiligen Gottesmutter.

2. Ich sehe unsere Gemeinde sehr gern, besonders zu Göttlicher Liturgie. Aufgrund meiner Aufgabe im Gottesdienst (ich singe im Chor) stehe ich so, dass ich oft die Gesichter der Gläubigen sehe. Und ich muss gestehen, wenn ich gerade nicht so konzentriert bin und meine Gedanken irgendwo außerhalb der momentanen Geschehnisse im Gottesdienst umherirren, lese ich in diesen Gesichtern großen Trost und Ermunterung. Es ist einfach schön zu wissen, dass wir, alle Anwesenden in der Kirche, gemeinsam zu Gott beten und Ihn lobpreisen, soweit jeder kann.

3. Und ich liebe es sehr, wenn bei uns die Kinder das Heilige Abendmahl empfangen. Zuerst die Babys auf den Händen ihrer Mütter, dann die Kleinen, die schon selbständig laufen können, dann die älteren Kinder... Es ist einfach etwas sehr schönes... Mir fehlen immer die Worte bei der Beschreibung dieser Augenblicke.

4. Ich liebe die Sakramente.

5. Und natürlich gab es für mich in der Kirche einige glückselige Momente, manchmal sehr kurz, manchmal länger. Es waren immer Zufälle, ich habe nie darauf extra gewartet und gehofft, ich versuche ja sogar, sie nicht zu analysieren und weniger an sie zu denken. Ich kann nur hoffen und den Herr bitten, dass Er mir in Seiner Gnade und Barmherzigkeit auch weiter solche unerwarteten Geschenke macht.


Es ist viel geworden, entschuldigt bitte den langen Text; trotzdem ist es nur ein kleiner Bruchteil von dem, was mir jetzt in den Sinn kommt, während ich das schreibe. Ich kann es nur schlecht zum Ausdruck bringen, aber es lohnt sich, zu glauben!

sofaklecks
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Staunen

Beitrag von sofaklecks » Donnerstag 27. Juli 2006, 15:17

Keine Predigt, keine theologische Diskussion, kein Gottesdienst hat mich so beeindruckt wie die Heilige Bernadette in Nevers. Ich bin gar nicht dazu gekommen, über die Frage des Wie nachzudenken, ich habe einfach nur gestaunt. So wie die Figur des Rafi in der provenzalischen Krippe, der nicht auf den Knien liegt, der nicht die Hände faltet, sondern der die Hände erhoben hat in einer Geste tiefgläubigen Staunens.

sofaklecks

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