"Religionsunterricht"?

Allgemein Katholisches.

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Robert Ketelhohn
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"Religionsunterricht"?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 10. März 2006, 23:18

Zenit hat geschrieben:Im Rahmen ihrer Vollversammlung, die vom 6. bis zum 9. März in Berlin stattfand, beschäftigten sich die Bischöfe auch mit den kirchlichen Richtlinien für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule. Ziel dieser Vorgaben sei es, "genauer als in den herkömmlichen Lehrplänen festzulegen, was Schülerinnen und Schüler am Ende der vierjährigen Grundschulzeit im Fach Katholische Religionslehre wissen und können sollen". Dazu gehörten Fähigkeiten wie […] "wichtige Elemente des jüdischen und muslimischen Glaubens benennen".
Ah ja. Vielleicht doch ganz gut, daß meine Tochter bei der katholischen Grundschule bloß auf der Warteliste steht. Und daß die zuständige staaliche gar keinen katholischen Religionsunterricht anbietet.
Weeßnich hat geschrieben:Die Richtlinien sollen im Frühsommer 2006 in der Reihe "Die deutschen Plüschtiere" veröffentlicht werden.
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Angelika
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Re: Neue Richtlinien für den Religionsunterricht

Beitrag von Angelika » Sonnabend 11. März 2006, 06:34

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Zenit hat geschrieben:Im Rahmen ihrer Vollversammlung, die vom 6. bis zum 9. März in Berlin stattfand, beschäftigten sich die Bischöfe auch mit den kirchlichen Richtlinien für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule. Ziel dieser Vorgaben sei es, "genauer als in den herkömmlichen Lehrplänen festzulegen, was Schülerinnen und Schüler am Ende der vierjährigen Grundschulzeit im Fach Katholische Religionslehre wissen und können sollen". Dazu gehörten Fähigkeiten wie […] "wichtige Elemente des jüdischen und muslimischen Glaubens benennen".
Kannste mal den Link angeben, damit ich nachlesen kann, was du bei [...] weggelassen hast.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 11. März 2006, 09:47

Das war aus dem E-Post-Rundbrief von Zenit. Wirste aber auf deren
Internetseite oder bei der Bischofskonferenz auch finden, schätze ich. ;)
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Beitrag von Angelika » Sonnabend 11. März 2006, 11:45

Aha ... danke.
Zenit hat geschrieben:Im Rahmen ihrer Vollversammlung, die vom 6. bis zum 9. März in Berlin stattfand, beschäftigten sich die Bischöfe auch mit den kirchlichen Richtlinien für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule. Ziel dieser Vorgaben sei es, "genauer als in den herkömmlichen Lehrplänen festzulegen, was Schülerinnen und Schüler am Ende der vierjährigen Grundschulzeit im Fach Katholische Religionslehre wissen und können sollen". Dazu gehörten Fähigkeiten wie "die Weihnachtsevangelien und ihre zentrale Botschaft wiedergeben", "an Beispielen darstellen, was Nachfolge Jesu bedeutet", "das Kirchenjahr und seine zentralen Feste beschreiben und deuten" oder "wichtige Elemente des jüdischen und muslimischen Glaubens benennen". Die Richtlinien sollen im Frühsommer 2006 in der Reihe "Die deutschen Bischöfe" veröffentlicht werden.
So klingt das schon etwas anders ... ;-)

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 11. März 2006, 13:02

Ja, etwas. Aber gib du doch mal bitte »die Weihnachtsevangelien« wieder.
Kannste dit?

Machen wir überhaupt mal ’nen Test. Wäre schön, wenn der eine oder
andere folgende Fragen kurz (Telegrammstil) beantworten bzw. Aufgaben
lösen wollte:

1) Gib die Weihnachtsevangelien wieder.
2) Was ist die zentrale Botschaft der Weihnachtsevangelien?
3) Gib ein oder zwei Beispiele, was Nachfolge Jesu bedeutet?
4) Beschreibe das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
5) Deute das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
6) Benenne wichtige Elemente des jüdischen Glaubens.
7) Benenne wichtige Elemente des muslimischen Glaubens.
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Kermit
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Beitrag von Kermit » Sonnabend 11. März 2006, 13:21

1) Weihnachten ist am 24. Dezember.
2) Das Christkind bringt Geschenke.
3) Mülltrennen und alten Frauen über die Straße helfen.
4) Weihnachten, Karneval, Ostern und Halloween.
5) Alles Gerade lügt. Krumm sind die Pfade der Ewigkeit.
6) Klezmermusik machen.
7) Krawumm!

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Raphael
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Beitrag von Raphael » Sonnabend 11. März 2006, 13:32

@ Gaius
Gaius Musencus hat geschrieben:1) Weihnachten ist am 24. Dezember.
2) Das Christkind bringt Geschenke.
3) Mülltrennen und alten Frauen über die Straße helfen.
4) Weihnachten, Karneval, Ostern und Halloween.
5) Alles Gerade lügt. Krumm sind die Pfade der Ewigkeit.
6) Klezmermusik machen.
7) Krawumm!
O.K., Du kriegst die Missio ......... ;)
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Angelika
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Beitrag von Angelika » Sonnabend 11. März 2006, 13:36

Was konkret gefällt dir denn eigentlich daran nun wieder nicht, Robert ?

Es handelt es doch um Vorgaben zur Ausarbeitung von Lehrplänen. Wie das nun konkret in den Lehrplänen stehen wird und wie der einzelne Religionslehrer es umsetzen wird, ist doch wieder eine andere Sache.

Egal, wie es aussehen wird ... du wirst doch sowieso meckern. :roll:

Schick also deine Kinder besser auf eine staatliche Schule, auf der sie statt katholischen Religionsunterricht eine Freistunde oder Lebenskunde o.ä. haben werden. Dann bleibt den Religionslehrern einiges erspart ... ;-)

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Kermit
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Beitrag von Kermit » Sonnabend 11. März 2006, 13:57

Du, Angelika, ich kann Robert da verstehen, auch wenn ich im einzelnen vielleicht zu anderen Schlüssen komme. Für mich klingt die Zusammenstellung so, als hätten sich ein paaar Religionspädagogen durch das Kirchenjahr gehangelt und eine nette, politisch korrekte Mischung notiert (und an die Bischofskonferenz weitergereicht, die die Ergebnisse von Expertenkommissionen in Abstimmungsvorlagen verwandelt).

In der Praxis sieht das so aus, daß die Kids dann mit dem ganzen nestorianischen, arianischen, pelagianischen Mumpitz über das »Christentum« und zugleich mit einigen untauglichen Pseudoinformationen über andere Religionen versorgt werden und hinterher dümmer sind als zuvor.

Solange hier nicht knallharte Aussagen über die Frage »Wer ist Jesus Christus«, »Was ist die Kirche?« und »Was sind die Sakramente?« stehen, stelle ich mich neben Robert und spucke in die Spree – oder was er an anderen Dingen tun mag, um sein Mißfallen zu äußern.

Ich hatte einen sehr lieben Englischlehrer, der mir in der Zeit nach dem Abi zu einem teuren Freund und Ratgeber geworden ist. Ein Intellektueller und leidenschaftlicher Agnostiker. Hier ging es nicht um »Religionsunterricht«; aber als er mitbekam, was für einen Quatsch seinem Sohn bei der Firmkatechese, zu der er sich selber angemeldet hatte, vermittelt wurde, hat ihm die Katechese selber erteilt. Er kannte ja die christlichen Glaubensaussagen recht gut. Für derartigen Blödsinn, meinte er, sei ihm sein Sohn zu lieb.


Viele Grüße
Peter (um mich in dieser wichtigen Frage nicht hinter einem Halb-Pseudopnym zu verstecken)

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Pit
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Beitrag von Pit » Sonnabend 11. März 2006, 14:17

Hallo Robert,

hier meine "Telegramm-Antworten":

1. Die Evangelien kan man nicht so kurz wiedergeben, nur deren Botschaft. (siehe 2.)

2. Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus.

3. Menschsein im tiefsten Sinn des Wortes.
In den "Fussstapfen Jesu gehen, seiner Lehre treu bleiben.

4. Kirchenjahr = Orientierung an Gott und Lehre der Kirche im Jahreslauf.

5. Kirchenjahr deuten ? Du meinst nicht erklären?
zentrale Feste des Kirchenjahres:
- Weihnachten
- Ostern
- Pfingsten

6. - Glaube an den einen Gott, Gottes- und Nächstenliebe

7. - Glaube an - Gott (arab. Allah), die Heiligen Schriften, die Propheten, die Auferstehung

Gruß, Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Ja, etwas. Aber gib du doch mal bitte »die Weihnachtsevangelien« wieder.
Kannste dit?

Machen wir überhaupt mal ’nen Test. Wäre schön, wenn der eine oder
andere folgende Fragen kurz (Telegrammstil) beantworten bzw. Aufgaben
lösen wollte:

1) Gib die Weihnachtsevangelien wieder.
2) Was ist die zentrale Botschaft der Weihnachtsevangelien?
3) Gib ein oder zwei Beispiele, was Nachfolge Jesu bedeutet?
4) Beschreibe das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
5) Deute das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
6) Benenne wichtige Elemente des jüdischen Glaubens.
7) Benenne wichtige Elemente des muslimischen Glaubens.
carpe diem - Nutze den Tag !

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Beitrag von Kermit » Sonnabend 11. März 2006, 14:33

Raphael hat geschrieben: O.K., Du kriegst die Missio ......... ;)
Danke, Raphael! Ich habe nichts anderes von dir erwartet!

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Sonnabend 11. März 2006, 14:50

Hallo Peter (meinst du etwa, ich weiß nicht, wer du bist ;-) ),

natürlich weißt du als Kinderloser ja soviel besser Bescheid über die Praxis des Religionsunterrichtes als ich als Mutter zweier Kinder. :roll:

Ich finde die neuen Vorgaben nicht schlecht. Sie stellen den Kern des Wissens und der Fähigkeiten dar, über die die Kinder - an staatlichen Schulen meist aus glaubens- und kirchenfernen Familien - nach vier Grundschuljahren verfügen sollen. Sie bieten außerdem Raum für Ausgestaltung durch die Religiionslehrer.

Der Religionsunterricht in den Grundschulen (!!!) soll vor allem Grundwissen vermitteln. Viele Kinder wissen nämlich nicht, was Weihnachten eigentlich bedeutet geschweige kennen sie wichtige Feste des Kirchenjahres und deren Bedeutung.

Weitergehendes Wissen kann und soll in der Sakramentenvorbereitung vermittelt werden. In diesen Bereichen ist auch die Verkündigung ein sehr wichtiger Aspekt.

Wenn ein Agnostiker seinen Sohn auf die Firmung vorbereitet, dann ist das sehr sonderbar. Denn wie kann er den Glauben verkündigen, den er selbst nicht hat ? Aber für einige ist die korrekte und umfassende Vermittlung von Glaubensaussagen wohl wichtiger als das persönliche Glaubenszeugnis der Katecheten. :roll:

Gruß
Angelika

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 11. März 2006, 14:59

So. Ich habe mal versucht, meiner Tochter Larissa die Fragen vorzulegen. Direkt am Rechner. Ich habe ihre Antworten versucht, wörtlich aufzuschreiben. Meine Fragen oder Erläuterungen habe ich nicht gesprochen, sondern direkt geschrieben, und sie las mit und antworetete dann. Einiges längere Hin und Her, besonders am Anfang, konnte ich nicht mitschreiben, das habe ich nachträglich paraphrasiert und in eckige Klammern gesetzt. Hier die Mitschrift:

1) Kannst du das Weihnachtsevangelium wiedergeben?
L.: Was ist das?
R.: Der Bericht aus der Bibel von Weihnachten.
[Nach kurzem Hin und Her von Frage und Gegenfrage verstand sie, daß die Frage auf die Geschichte von der Geburt Jesu abzielte, und berichtete ausführlich, von der Verkündigung Gabriels an Maria und Josephs Traumgesicht bis zum Bethlehemiter Kindermord des Herodes.]

2) Was ist die zentrale Botschaft des Weihnachtsevangeliums?
[Diese Frage war ihr zunächst völlig unverständlich. Nach längeren Versuchen meinerseits, ihr den Sinn zu erklären, hatte sie schließlich einen Geistesblitz:]
L.: Daß Jesus gekommen ist! Und daß er Gott ist.
[Dann machte sie eine Denkpause und erzählte mir dann unvermittelt von Maria Magdalena:]
L.: Maria Magdalena war eine Sünderin. Sie ist zu Jesus gekommen und warf sich vor ihm nieder. Weil sie wußte, daß er ihr vergibt.

3) Gib ein oder zwei Beispiele, was Nachfolge Jesu bedeutet.
R.: Also, was heißt es, Jesus nachzufolgen?
L.: Daß man heilig wird.

4) Beschreibe das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
L.: Soll ich was von einem Fest sagen, oder was?
R.: Ja, sag mal.
L.: Hmmmm …Ostern.
R.: Fällt dir zu Ostern noch was ein?
L.: Hmmm … Du hast ja alles aufgeschrieben! Advent!
R.: O.k.
L.: Sind das alle Fragen?
R.: Nee. Fällt dir noch mehr ein?
L.: Weihnachten. Fastenzeit. Dreifaltigkeit. Pfingsten. Kreuzigung. Christi Himmelfahrt.
R.: Hm, Kreuzigung … Weißt du, wie der Tag heißt, an dem Christus gekreuzigt wurde?
L.: Nee. Doch! Gründonnerstag!
R.: Was war am Gründonnerstag?
L.: Wurde Jesus gekreuzigt?
R.: Nee … denk mal nach … mit den zwölf Aposteln in einem Saal … was war da?
L.: Ich weiß! Das letzte Abendmahl!
R.: Genau! Und dann die Kreuzigung?
L.: Hm, an welchem Tag war das, Papa?
R.: Na, welcher Tag kommt nach Donnerstag?
L.: Karfreitag!
R.: Richtig! So, das genügt jetzt.
L.: Nein, ich will noch mehr!
R.: Na, was denn?
L.: Noch mehr Fragen!
R.: Ach so! Also weiter …

5) Deute das Kirchenjahr und seine zentralen Feste.
R.: Also, du hast jetzt eine Menge Feste genannt. Kannst du mir sagen, was sie bedeuten?
L.: Kann ich nicht sagen, was sie bedeuten.
R.: Na, gehen wir mal der Reihe nach durch. Was bedeutet Ostern? Was feiern wir Ostern?
L.: Ostern feiern wir, daß Jesus Ostern auferstanden ist.
R.: So, Gründonnerstag und Karfreitag hatten wir schon gesagt. Was ist denn Weihnachten?
L.: Weihnachten? Ääh … die Geburt Jesu.
R.: Und was ist der Advent?
L.: Der Advent ist die Vorbereitung für Weihnachten.
R.: Und die Fastenzeit?
L.: Die Fastenzeit ist … äh, da hat der Jesus in der Wüste gefastet.
R.: Und wir?
L.: Wir fasten jetzt auch.
R.: In der Wüste?
L.: In der Wüste? Hihi! … Äääh? … Warum schreibst du jetzt noch »ach!«?
R.: Ich habe »äh« geschrieben, nicht »ach!«. Weil du »äh« gesagt hast.
L.: Nein, ich hab »ach!« nicht gesagt!
R.: Das „h“ ist kein „ch“.
L.: Wenn ein Kind geboren wird, dann wird es getauft und ist dann Gottes Kind. Und ist wie neugeboren.
R.: Richtig, aber das hatte ich jetzt gar nicht gefragt!
L.: Hihihi!… Hääää? Ich schreibe gleich ein längeres „hihihi“!
R.: Na gut, machen wir Schluß mit der Frage.
L.: Nein! Nun noch was vom Glauben beantworten!
R.: Danach fragen sie aber nicht. Sondern:

6) Benenne wichtige Elemente des jüdischen Glaubens.
L.: Jüüüdischen??
R.: Ja, so fragen sie.
L.: Die Juden haben nicht geglaubt an Gott.
R.: Woran genau haben sie nicht geglaubt?
L.: An Gott.
R.: Weißt du noch was über Juden?
L.: Sie haben Jesus gekreuzigt und haben nicht zugegeben, als Pilatus den Jesus nicht kreuzigen lassen wollte.
R.: Habe ich das richtig aufgeschrieben?
L.: Sie haben ihm gesagt, er soll Barabbas freilassen, ihn freigeben.
R.: O.k.?
L.: Das ist alles. Jetzt will ich nur noch ein Fest sagen.
R.: Die Feste hatten wir doch schon!
L.: Ja, aber ich will nur noch ein Fest!
R.: Na, sag!
L.: Aber jetzt irgendwas von Maria: Maria Himmelfahrt. Das ist alles.

7) Benenne wichtige Elemente des muslimischen Glaubens.
L.: Was ist muslimisch? Ah, Muslime, ich weiß! Die du nicht liebst. Aber ich weiß nicht, ob sie glauben.
R.: Wen meinst du denn?
L.: Die Muslimen!
R.: Ja, aber wer ist das? Wo sind sie? Kennst du welche?
L.: Neiin!
[An dieser Stelle begann Larissa mich zu fragen, bat mich aber, nichts mitzuschreiben. Ich erklärte ihr, daß die Muslime Gott auf arabisch Allah nennten, daß ihn als Allmächtigen und Schöpfer und Allerbarmer verehrten, daß sie aber Jesus nicht als Gott anerkennten, sondern nur für einen Propheten hielten, und daß ein Araber namens Mohammed diese Lehre ungefähr 600 Jahre nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu in einem Buch namen Koran aufgeschrieben habe; im übrigens seien vor allem die meisten Araber und Türken Muslime. Larissa erzählte mir noch das Beispiel des Pharisäers Simon, der Jesus nicht einmal für einen Propheten hielt; er habe zu Jesus gesagt: »Wenn du ein Prophet wärst, wüßtest du, daß sie eine Sünderin ist.« Dann mußte ich weiterschreiben:]
L.: Ich will noch was sagen über Muslime, das sollst du aufschreiben. Schreib auf! Muslime glauben nicht, und Türken.
R.: An wen glauben sie nicht?
L.: An Gott. [Ab.]
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Pit
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Beitrag von Pit » Sonnabend 11. März 2006, 15:01

Hallo Angelika,

dem stimme ich zu. :-)

Gerade in der Grundschule sollte es heutzutage im katholischen Religionsunterricht wirtklich zuerst um die Vermittlung christlichen Grundwissens gehen. Denn leider ist das bei vielen Kindern mehr oder weniger verschüttet. Und gerade in der heutigen Zeit finde ich es gut und wichtig, den Kindern Grundwissen über die beiden anderen abrahamitischen Religionen zu vermittelt, schon alleine, damit die Schüler später nicht rechtsextremistischen Rattenfängern in die Falle laufen.

Ach noch etwas, Angelika:
Wen meintest Du denn?
Ich bin zwar - leider :-( - "Single und kinderlos, empfinde aber eine sehr große Achtung vor den Müttern, da keine Frau, die die Verantwortung für Kinder übernimmt "nur" Mutter und Hausfrau ist.

Gruß und Gottes Segen,
Pit
Angelika hat geschrieben:Hallo Peter (meinst du etwa, ich weiß nicht, wer du bist ;-) ),

natürlich weißt du als Kinderloser ja soviel besser Bescheid über die Praxis des Religionsunterrichtes als ich als Mutter zweier Kinder. :roll:

Ich finde die neuen Vorgaben nicht schlecht. Sie stellen den Kern des Wissens und der Fähigkeiten dar, über die die Kinder - an staatlichen Schulen meist aus glaubens- und kirchenfernen Familien - nach vier Grundschuljahren verfügen sollen. Sie bieten außerdem Raum für Ausgestaltung durch die Religiionslehrer.

Der Religionsunterricht in den Grundschulen (!!!) soll vor allem Grundwissen vermitteln. Viele Kinder wissen nämlich nicht, was Weihnachten eigentlich bedeutet geschweige kennen sie wichtige Feste des Kirchenjahres und deren Bedeutung.

Weitergehendes Wissen kann und soll in der Sakramentenvorbereitung vermittelt werden. In diesen Bereichen ist auch die Verkündigung ein sehr wichtiger Aspekt.

Wenn ein Agnostiker seinen Sohn auf die Firmung vorbereitet, dann ist das sehr sonderbar. Denn wie kann er den Glauben verkündigen, den er selbst nicht hat ? Aber für einige ist die korrekte und umfassende Vermittlung von Glaubensaussagen wohl wichtiger als das persönliche Glaubenszeugnis der Katecheten. :roll:

Gruß
Angelika
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 11. März 2006, 15:31

Hach, fast wie in alten Zeiten … <schwelg>
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Leguan
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Beitrag von Leguan » Sonnabend 11. März 2006, 15:33

Hm, bei mir waren zwei Jahre in der Grundschule die einzige Zeit von 13 Jahren, in denen ich wirklich was über den katholischen Glauben beigebracht bekommen habe.
Lustigerweise mußte ich im Reli-Abi auf dieses Wissen zurückgreifen.
Allerdings habe ich an der Grundschule nix über den jüdischen und nix über den islamischen Glauben erfahren. Also war dieser Unterricht sicher sehr mangelhaft.
In der dritten oder vierten Klasse hat man doch Erstkommunion, da sollte man doch wissen worum es geht.

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Beitrag von Eldar » Sonnabend 11. März 2006, 15:39

Gerade in der Grundschule sollte es heutzutage im katholischen Religionsunterricht wirtklich zuerst um die Vermittlung christlichen Grundwissens gehen.
Das Grundwissen gehört den Kindern schon Zuhause vermittelt.

@Robert: Auf die Frage was die Nachfolge Jesu Christi bedeutet, gefällt mir die Antwort deiner Tochter von den all bisher gelesenen Antworten am besten. Die Heiligen sind die wahren Nachfolger Jesu Christi. Jesus nachfolgen heißt, dannach streben heilig zu werden.

Um beim Religionsunterricht zu bleiben. Da ist größtenteils sowieso Hopfen und Malz verloren.

mfg Eldar

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 11. März 2006, 15:46

Eldar hat geschrieben:Auf die Frage was die Nachfolge Jesu Christi bedeutet, gefällt mir die Antwort deiner Tochter von den all bisher gelesenen Antworten am besten.
Ich gestehe, daß ich selber baff war. Ich hatte selber in die Richtung ge-
dacht, wie man es nur anstellen solle, Jesus nachzufolgen. Ich hatte ver-
mutet, daß Larissa die Frage gar nicht verstehen würde und ich mühsam
erklären müßte.

Statt dessen hielt sie sich gar nicht bei dem Problem auf, wie man’s denn
nun anfängt, sondern entgegnete wie aus der Pistole geschossen mit dem,
was aus der Nachfolge resultiert: »Daß man heilig wird«. Da fiel mir auch
nichts mehr weiter drauf ein.
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Raphael
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Beitrag von Raphael » Sonnabend 11. März 2006, 15:49

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Stattdessen hielt sie sich gar nicht bei dem Problem auf, wie man’s denn nun anfängt, sondern entgegnete wie aus der Pistole geschossen mit dem, was aus der Nachfolge resultiert: »Daß man heilig wird«. Da fiel mir auch nichts mehr weiter drauf ein.
Da sei dem Berliner gesagt: "Das ist auch gut so!" :freude: ;)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Beitrag von Angelika » Sonnabend 11. März 2006, 15:50

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Hach, fast wie in alten Zeiten … <schwelg>
Fehlt nur noch Jürgen als Moderator im Dreamteam mit Petra. 8)

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Kermit
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Beitrag von Kermit » Sonntag 12. März 2006, 11:47

L.: Nein! Nun noch was vom Glauben beantworten!
R.: Danach fragen sie aber nicht. (…)
Dieser Teil eures Gesprächs geht mir nach, Robert. Die Kinder wollen mehr. Aber die Erwachsenen sind längst schon »weiter«.

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FreiburgerMünster
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Beitrag von FreiburgerMünster » Sonntag 12. März 2006, 14:13

Gaius Musencus hat geschrieben:Für mich klingt die Zusammenstellung so, als hätten sich ein paaar Religionspädagogen durch das Kirchenjahr gehangelt und eine nette, politisch korrekte Mischung notiert (und an die Bischofskonferenz weitergereicht, die die Ergebnisse von Expertenkommissionen in Abstimmungsvorlagen verwandelt).
Ach komm schon, Gaius! Trau den Bischöfen und den Expertenkommissionen doch mal was zu. Bei der Zusammenstellung geht es um einige Stichworte, die der Vorsitzende der Bischofskonferenz in einer Pressekonferenz genannt hat, damit die anwesenden Journalisten (auch die von Spiegel, BILD und taz) kapieren, worum es geht.

Keep cool man!

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Yeti
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Beitrag von Yeti » Sonntag 21. Mai 2006, 16:20

Gaius Musencus hat geschrieben:Für mich klingt die Zusammenstellung so, als hätten sich ein paaar Religionspädagogen durch das Kirchenjahr gehangelt und eine nette, politisch korrekte Mischung notiert (und an die Bischofskonferenz weitergereicht, die die Ergebnisse von Expertenkommissionen in Abstimmungsvorlagen verwandelt).
Klingt für mich cool. Apropos "Bischöfe und Expertenkommission" - wenn man das Mütterle vom Land gefragt hätte, wäre man zu ganz anderen Ergebnissen gekommen - überwunden geglaubter Klerikalismus? Es geht doch nichts über ein Festhalten an der "Als-ob-Pastoral".
Gruß, Yeti

Timotheus
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Beitrag von Timotheus » Dienstag 23. Mai 2006, 01:42

@ Robert

Du lässt Deine Tochter glauben, Juden und Muslime glaubten nicht und DIE Juden hätten Jesus gekreuzigt?? DIE Juden? Sieht sie demnächst in jedem Juden einen Täter oder wie?

Ansonsten großen Respekt vor Deiner Tochter!

Gruß

Timotheus

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Gabriela
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Beitrag von Gabriela » Dienstag 23. Mai 2006, 17:18

Timotheus hat geschrieben:@ Robert

Du lässt Deine Tochter glauben, Juden und Muslime glaubten nicht und DIE Juden hätten Jesus gekreuzigt?? DIE Juden? Sieht sie demnächst in jedem Juden einen Täter oder wie?

Ansonsten großen Respekt vor Deiner Tochter!

Gruß

Timotheus
jesus war selber jude aposteln auh
nicht alle juden haben jesus getötet

Timotheus
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Beitrag von Timotheus » Dienstag 23. Mai 2006, 17:45

Recht so Larissa! ;-)

Ich habe großen Respekt vor Deinem Wissen, Du bist wirklich toll!

Viele Grüße

Tomotheus

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 7. Oktober 2006, 12:40

Ich reaktiviere hiermit mal diesen älteren Thread...
Woanders fand ich das hier:
Leguan hat geschrieben:]
Robert Ketelhohn hat geschrieben: Ich frage mich wirklich: Wie kann ein Mann denn so was mit sich an-
stellen lassen? Ich würde denen was husten. – Solche Methoden sind
ein negatives Ausleseverfahren, mit dem man geeignete Kandidaten
von vornherein aussondert.
Das ist doch der Sinn der Sache, oder nicht? Das Ergebnis konnte man ja am einzigen Neupriester in Linz beobachten.
Aber über dem großen Teich ist es auch nicht anders.

Aber das ist ja nicht nur im Propädeutikum so. Solche Sachen macht man auch mit Mittel- und Oberstufenschülern. Ich habe in den letzten fünf Jahren Religionsunterricht nicht einmal ein Gebet gehört. Die Bibel haben wir vielleicht zweimal aufgeschlagen ("ich kann's euch leider nicht ersparen").
Dafür mußten wir zu greuslicher Sphärenmusik Mandalas ausmalen. Man muß allerdings dazusagen, daß die Lehrerin frischgebacken war, und sie mit der Zeit dahintergekommen ist, daß diese Späße, die man ihr wo auch immer beigebracht hat, nicht so gut ankommen.
Finde ich diskutierenswert.

Grundschule ist was ganz anderes - bisher ging es um Grundschule. Jetzt geht es mir hier um weiterführende Schulen.
Ich glaube nicht, dass es praktikabel und sinnvoll ist, im Religionsunterricht an staatlichen weiterführenden Schulen (kirchliche ist wieder was anderes!) wirklich mit großartiger Lektüre von Bibel anzufangen. Das geht schon deswegen nicht, weil es in dem Augenblick in den Widerspruch von Staat und Kirche reingeht.

Ich persönlich bringe zu jedem Themenbereich SELBSTVERSTÄNDLICH
im Unterricht
1. die kirchliche Stellungnahme zur Sache - hinter der ich IMMER voll stehe! - sonst könnte ich das nicht unterrichten!
UND
2. auch das biblische Fundament.

Aber das ist immer ein Teil dessen, was ich dazu mache. Ich muss ja von was anderem ausgehen!
Ich versuche grundsätzlich, ALLE Seiten zu zeigen (sonst ist es weltfremd, wenn ich die Realitäten der Schüler ausblenden würde) und die Schüler (so steht es bei unserer Schulart in der Einleitung in den Lehrplan) sollen danach in der Lage sein, ihre Entscheidung selbst zu treffen. Dafür bekommen sie von mir jede Grundlage - die Entscheidung soll verantwortbar sein, d.h. nicht auf Vorurteilen aufbauen, die sie irgendwann mal aufgeschnappt haben. Ich habe genauso hohen Respekt vor jemandem, der nach all den Jahren Religionsunterricht sagt: "Ich habe mir das alles - ernsthaft verantwortbar - angesehen und wende mich ganz ab" (den Fall hatte ich meines Wissens ehrlich noch nicht) wie vor jemandem, der danach sagt: "Ich möchte dran bleiben"/"möchte Theologie (Religionspädagogik) studieren" (den Fall hatte ich im letzten Schuljahr 3 Mal).
Das ändert nichts an meinem Verhältnis zur konkreten Person.

Jegliches Zwingen zum Gebet halte ich an weiterführenden Schulen (und es ist ein Zwang, weil sie MÜSSEN im Religionsunterricht sein - sie können sich ja nicht einfach abmelden, weil sie die Note brauchen und Ethik oft nicht zustande kommt) für total verfehlt. Das ruft solche Antireaktionen hervor, dass ich es ablehne.
WENN ich aber merke, dass die Klasse dafür offen ist, werde ich JEDERZEIT alles dafür tun, dass sie in dieser Richtung auch ihre Erfahrungen machen können. Aber nicht generell -
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Beitrag von Leguan » Sonnabend 7. Oktober 2006, 12:56

Ecce Homo hat geschrieben:Jegliches Zwingen zum Gebet halte ich an weiterführenden Schulen (und es ist ein Zwang, weil sie MÜSSEN im Religionsunterricht sein - sie können sich ja nicht einfach abmelden, weil sie die Note brauchen und Ethik oft nicht zustande kommt) für total verfehlt. Das ruft solche Antireaktionen hervor, dass ich es ablehne.
Da gebe ich Dir ja Recht. Worum es mir ging, ist der Kontrast. Es wird nicht gebetet (selbst wenn man niemanden dazu zwingen würde, mitzumachen), aber es wird jeder gezwungen an fernöstlichen Meditationsübungen mit Meeresrauschen von der Kassette, am Ausmalen von Mandalas und ähnlichen Späßen teilzunehmen.
Und die Religionslehrerinnen die ich hatte, waren zumindest gläubige Christinnen, auch wenn sie nicht immer hinter der Lehre der Kirche standen. Also ich frage mich schon, wie es kommt, daß eine (relativ frisch ausgebildete) Religionslehrerin, die jeden Sonntag in die Kirche geht, ihren Schülern mit fernöstlicher Meditation kommt. Irgendwoher muß sie das ja haben.

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Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 7. Oktober 2006, 13:10

Leguan hat geschrieben:Da gebe ich Dir ja Recht. Worum es mir ging, ist der Kontrast. Es wird nicht gebetet (selbst wenn man niemanden dazu zwingen würde, mitzumachen), aber es wird jeder gezwungen an fernöstlichen Meditationsübungen mit Meeresrauschen von der Kassette, am Ausmalen von Mandalas und ähnlichen Späßen teilzunehmen.
HHHHHHHAAAAAAAALLLLLLLT!!!!! ;)
Das lehne ich genauso ab!!!!!! Hab ich schon öfters und an anderen Stellen gesagt! Würde ich nie machen!!!!!! Und noch weniger andere Leute damit P L A G E N
!!!!!
Leguan hat geschrieben:Und die Religionslehrerinnen die ich hatte, waren zumindest gläubige Christinnen, auch wenn sie nicht immer hinter der Lehre der Kirche standen. Also ich frage mich schon, wie es kommt, daß eine (relativ frisch ausgebildete) Religionslehrerin, die jeden Sonntag in die Kirche geht, ihren Schülern mit fernöstlicher Meditation kommt. Irgendwoher muß sie das ja haben.
Aus der Ausbildung... Es beginnt immer gleich - war HORROR!!!! -
"Sie finden vor sich 40 Bilder - suchen Sie sich ein Bild, das Ihrem momentanen Seelenzustand entspricht und stellen Sie sich den anderen daran vor!"
:ikb_taz: *kotz* (wir brauchen hier unbedingt einen grooooßen Kotz-Smilie!)

:/
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Beitrag von Leguan » Sonnabend 7. Oktober 2006, 13:31

Ecce Homo hat geschrieben:Das lehne ich genauso ab!!!!!! Hab ich schon öfters und an anderen Stellen gesagt! Würde ich nie machen!!!!!! Und noch weniger andere Leute damit P L A G E N
Habe ich ja auch nicht gesagt. Du warst ja nicht meine Relilehrerin, oder? :P
Aus der Ausbildung... Es beginnt immer gleich - war HORROR!!!! -
"Sie finden vor sich 40 Bilder - suchen Sie sich ein Bild, das Ihrem momentanen Seelenzustand entspricht und stellen Sie sich den anderen daran vor!"
:ikb_taz: *kotz* (wir brauchen hier unbedingt einen grooooßen Kotz-Smilie!) :/
Ich sehe schon, wir sind uns einig. ;D

Aber genau das ist der Unfug den deutsche Schüler (neben der Betonung der Sexualmoral in den Medien) als Katholische Kirche vorgestellt bekommen. Und das ist fatal.
Zuletzt geändert von Leguan am Sonnabend 7. Oktober 2006, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 7. Oktober 2006, 13:33

Leguan hat geschrieben: ...Du warst ja nicht meine Relilehrerin, oder? :P
Wer weiß...? *meditativ-kryptisches Reli-Lehrer-*alleliebhab*-Face aufsetz* Wie alt bist du, mein Sohn? :P
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Beitrag von sca » Sonnabend 7. Oktober 2006, 14:01

Zum Thema "Religionsunterricht" eine kleine Anekdote aus meinem Verwandtenkreis:

Meine Großcousine (Tochter meines Cousins) ist jetzt im September in ihr neues Gymnasium gekommen. Sie hat erzählt, der "Religions"-Lehrer habe mit der Klasse Meditationsübungen gemacht - dazu mußten die Schüler/-innen sich auf die Bank legen und die Augen zumachen. Das Letzte, was sie mitbekommen hatte, war, wie der Lehrer sagte: "wir denken jetzt an gar nichts" - und daraufhin ist sie, meine Großcousine, eingeschlafen und mußte von der Sitznachbarin aufgeweckt werden...

Soviel zum Thema "Feuer überspringen" - der Religionsunterricht ist heutzutage oft einschläfernd im wahrsten Sinne des Wortes...

Daß solche Aktionen eher weg- als hinführen, ist klar.

Erwähnt habe ich diese Story schon hier - konnte den Beitrag aus diesem Diskussionsfaden leider nicht löschen. Ich wollte solche Redundanz an sich vermeiden.

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