Grausige Entdeckung

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Sempre
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Montag 6. März 2017, 22:37

Reinhard hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 21:47
Fürchterlich, und entlarvend für die eine Seite des Kreuzgangs finde ich allerdings, wie verächtlich hier Einige mit den dahinter liegenden menschlichen Schicksalen umgehen.
Wie immer. Die Ehre der Kirche und der katholischen Nonnen geht den Leuten völlig am Allerwertesten vorbei.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Reinhard
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Reinhard » Montag 6. März 2017, 23:10

Was nützt mir - und der Kirche - "die Ehre der Kirche und die der katholischen Nonnen", wenn ich nicht
"Gott liebe und meinen Nächsten wie mich selbst" ? - denn das ist das Evangelium.

Im Übrigen wirkt eine auf Lügen gebaute "Ehre" auf jeden anständigen Menschen wie Verrat.
Gerade wenn es um die Kirche geht.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Montag 6. März 2017, 23:23

Reinhard hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 23:10
Was nützt mir - und der Kirche - "die Ehre der Kirche und die der katholischen Nonnen", wenn ich nicht
"Gott liebe und meinen Nächsten wie mich selbst" ? - denn das ist das Evangelium.

Im Übrigen wirkt eine auf Lügen gebaute "Ehre" auf jeden anständigen Menschen wie Verrat.
Gerade wenn es um die Kirche geht.
Du basierst hier Deine Vorwürfe gegen jene Schwestern auf unhaltbaren Medienlügen. Was die Untersuchungskommission und was die Ministerin gesagt haben, ignorierst Du. Und Du willst mir von "anständigen Menschen" und von "Nächstenliebe" erzählen?

Der Fall wird von den zuständigen Behörden in Irland untersucht, die keineswegs verdächtig sind, im Sinne der Schwestern parteiisch zu sein. Die Medien berichten nicht sachlich, was die bisherigen Untersuchungsergebnisse sind, sondern überschütten die Schwestern mit Gülle.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Montag 6. März 2017, 23:36

Hubertus hat geschrieben:related to: verbunden mit; vmtl. also ein Gang, der diese beiden Kellerteile miteinander verbindet.
Könnte sein, muß aber durchaus nicht.

Ein einziger neutraler Satz aus einem Artikel über Immobilien als Gegenbeispiel, mit Google zufällig und vollkommen willkürlich aus dem Internet gefischt. Und hier geht es keineswegs um die Verbindung eines Bauwerks zu einem anderen, sondern exakt um die Funktion des Bauwerks:

http://www.investopedia.com/articles/06 ... change.asp
The property must be related to business or investment.
Dieser Satz bedeutet, daß der Grundbesitz bzw. Immobilie gewerblich oder als Geldanlage genutzt werden muss. D.h. es geht um die Funktion des Gebäudes/der Immobilie (und nicht um eine Verbindung zwischen dem Gebäude und irgendeinem Geschäft).

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von ar26 » Montag 6. März 2017, 23:51

Ich möchte an der Stelle zunächst erstmal ein Lob an die beteiligten Diskutanten aussprechen und zwar wegen dem Eifer des Zusammentragen und Bewertens von Fakten zu diesem Vorgang. Es spricht hierbei aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen, wenn die Diskutanten dabei in die Rolle des Anklägers oder Verteidigers "schlüpfen". Nur sollte man sachlich bleiben. Wenn es Euch also jetzt noch gelänge, die jeweiligen Fakten oder Interpretationen zu präsentieren ohne den jeweils "anderen Nutzern" unlautere Absichten zu unterstellen, wäre der Faden durchaus ein Gewinn. Nicht zuletzt, weil er der Information des durchschnittlichen Katholiken zu dienen geeignet wäre. Vielleicht wäre dieses Bemühen um Sachlichkeit ein kleines Fastenopfer :breitgrins:
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von ar26 » Montag 6. März 2017, 23:59

Marion hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 15:47
RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 12:59
Marion hat geschrieben:Was soll die Kirche denn nun lehren ...?
Die Frage zeugt von einer gewissen Verwirrung. :kugel: Was raucht ihr da? :ikb_punk:

Du erwartest doch nicht im Ernst, daß hier jemand auf die Frage antwortet, was die Kirche lehren soll. :D
Doch. Hier wird ja so getan, als ob die Lehre der Kirche schuld ist. Ich weiß zwar immer noch nicht an was, aber egal. Mich würde schon interessieren was die Pfarrer denn ab sofort predigen sollten, damit alles gut wird und man in ein paar Jahren nicht mehr so "Grausige Entdeckungen" machen muss.
umusungu hat geschrieben:
Sonntag 5. März 2017, 23:13
Diese Greuel waren Ergebnis katholischer strikter Sexualmoral.
Wir wollen uns heute doch nichts vormachen: eine uneheliche Schwangerschaft war so was von entsetzlich und furchtbar und und und .............
Noch 1973 mußte die Tochter eines angesehenen Bauern in der Nachbarpfarrei heiraten, weil sie schwanger war.
Die Sexualmoral wurde immer von Zölibatären formuliert ..... entsprechend war sie auch.
Warum hat es die Kirche nie geschafft, die Sexualmoral von Eheleuten zu formulieren?

Die Welt sähe besser aus, hätte sich die Kirche mehr auf die wirtschaftliche Ethik gestürzt.
ar26 hat geschrieben:
Sonntag 5. März 2017, 00:58
Anlass zur Selbsthinterfragung aus katholischer Sicht gibt aber der Anlass dieses Heimes. Junge Frauen mit unehelichen Kindern, die von ihren Familien verstoßen worden sind. Den Sünder zu verstoßen, ist wahrlich kein katholisches Handeln, vielmehr ist er mit Liebe und Güte auf den rechten Weg zurückzuführen. Dies ist auch Aufgabe der Familie, so sie sich als katholisch versteht. Möglicherweise existierte hier aus irregeleitetem Rigorismus oder einfach nur bloßer Hartherzigkeit eine falsche Praxis.
Zeige mir bitte auf, wo ich die Lehre der Kirche zum Schuldigen für die Situation dieser unglücklichen Menschen gemacht habe! Was ich geschrieben habe, hast Du ja selbst zitiert. Weder irregeleiteter Rigorismus noch Hartherzigkeit gehören zur Lehre der Kirche. Mein Großvater ist vor etwas mehr als 100 Jahren selbst unter diesen Umständen auf die Welt gekommen. Es waren für ihn und seine Mutter naturgemäß schwere Jahre. Die Kirche, zumal in der Diaspora, war für beide Halt und Lebensmittelpunkt.

Gleichwohl halte ich es für legitim, sozialgeschichtlich zu hinterfragen, ob der Umgang mit den Müttern und Kindern stets der Richtige war. Anlass für diese These ist nicht unbedingt der aktuelle Fall, sondern witzigerweise eine Schrift, die mir besagter Großvater hinterlassen hat. Autor ist dieser Herr: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Jostock Auf der wiki-Seite ist das Büchlein Grundzüge der Soziallehre und der Sozialreform genannt. Dort vertritt der Autor anno 1946 die These, daß eheliche Kinder gegenüber unehelichen Kindern privilegiert sein müssten, was ja in verschiedenen Bereichen des Zivil- und öffentlichen Rechts lange Zeit der Fall war. Diese These kam mir schon vor 20 Jahren seltsam vor und ist es auch heute noch.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von ar26 » Dienstag 7. März 2017, 00:18

Noch eine Anmerkung zur Sache, wieviele Leichen sich in den unterirdischen Kammern befinden, dürfte erst eine längere Untersuchung des Gerichtsmediziners zeigen, Aussagen von 10jährigen Jungen sollte man weder in die eine noch in die andere Richtung als Beleg für irgendetwas nehmen.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Dienstag 7. März 2017, 00:45

ar26 hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 00:18
Noch eine Anmerkung zur Sache, wieviele Leichen sich in den unterirdischen Kammern befinden, dürfte erst eine längere Untersuchung des Gerichtsmediziners zeigen, Aussagen von 10jährigen Jungen sollte man weder in die eine noch in die andere Richtung als Beleg für irgendetwas nehmen.
Bereits 2014 gab es einen weltweiten Lügenmedienshitstorm, der von Massengräbern, Hitler u.v.a.m. faselte. Ohne jede Grundlage. Jetzt hat die Untersuchungskommission bestätigt, was der A.D. 1975 10 (oder 11?) Jährige bereits 2014 gesagt hat: mehr als 20 waren das nicht.

Aber ein erneuter weltweiter Lügenmedienshitstorm spricht erneut von Massengräbern, obwohl der Zwischenstandsbericht der Untersuchungskommission nichts dergleichen hergibt.

Ich habe nichts gegen begründete Mutmaßungen, sehe hier aber keine vernünftigen Gründe gegeben.

[ANFANG]Ich glaube auch nicht, dass Kardinal Ratzinger in Kanada kleine Indianerjungen gejagt, getötet, ver... u.s.f hat. Obwohl solches berichtet wird, ein vager Anfangsverdacht durchaus gegeben ist, und Ratzinger ja der Auffassung war, dass die (Sexual-) Moral keiner Evolution unterliegen könne, womit er eines irregeleiteten Rigorismus durchaus verdächtig ist.[SATIRE UND DOCH NICHT SATIRE ENDE]
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 7. März 2017, 04:36

Zum Thema: Die Lehre der Kirche: Die sexualfeindlichen Theorien bedeutender Kirchenväter

http://www.kleio.org/de/geschichte/mitt ... g/kap_v41/
Vielleicht versteht man nun, warum auch heute noch in katholischen Krankenhäusern im Falle einer Geburtskomplikation das Leben der Mutter weniger wertvoll als das Leben des Kindes erscheint. Denn nach der Theorie des Augustinus' kann das Kind, da es noch nicht getauft ist, nicht die ewige Seligkeit erlangen, die getaufte Mutter aber jederzeit.

Nicht alle Geistlichen waren damals bereit, Augustinus' Erbsündentheorie unwidersprochen hinzunehmen. Der Priester Caelestius und sein Lehrer Pelagius ließen verkünden: "... die Sünde Adams habe diesem allein geschadet, nicht aber dem ganzen Menschengeschlecht, und die Kinder kämen in demselben Zustand zur Welt, in dem Adam sich vor dem Sündenfall befunden habe." (in: Georg Denzler, ebenda, S. 45)
Im 12. und 13. Jh. wurde schließlich jeder Geschlechtsverkehr wegen der damit verbundenen Lust, auch wenn er der Zeugung von Nachkommen diente, zu einer leichten Sünde.

Wer dagegen nur aus reiner Lust den Verkehr beging, sündigte fortan schwer!
Es genügt, wenn ich das sage!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 7. März 2017, 05:29

"Septic Tank" ist das, was jedes Wohngebäude haben muss, das nicht an die Kanalisation mit einer Kläranlage angeschlossen ist: Die sogenannte Hausklärgrube.
Ein Behältnis, in dem alles aus den Abflüssen der Wasch-, Spül- und Toilettenbecken einfliesst und in denen sich die festen Bestandteile am Boden absetzen.
Da dieses Behältnis naturgemäss ständig voll Flüssigkeit ist, fliessen die flüssigen Bestandteile über einen weit oben befindlichen Auslass wieder ab: In den nächsten Bach.
Die festen Bestandteile sammeln sich solange am Boden, bis ein bestimmter Stand erreicht ist. Dann wird die Grube entleert. Heutzutage macht das ein Saugwagen, früher wurde es mit Schöpfeimern entnommen und aufs Feld gefahren.
Die Bezeichnung ist Klärgrube oder auch Jauchegrube.
Es genügt, wenn ich das sage!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Hubertus » Dienstag 7. März 2017, 05:59

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 23:36
Hubertus hat geschrieben:related to: verbunden mit; vmtl. also ein Gang, der diese beiden Kellerteile miteinander verbindet.
Könnte sein, muß aber durchaus nicht.

Ein einziger neutraler Satz aus einem Artikel über Immobilien als Gegenbeispiel, mit Google zufällig und vollkommen willkürlich aus dem Internet gefischt. Und hier geht es keineswegs um die Verbindung eines Bauwerks zu einem anderen, sondern exakt um die Funktion des Bauwerks:

http://www.investopedia.com/articles/06 ... change.asp
The property must be related to business or investment.
Dieser Satz bedeutet, daß der Grundbesitz bzw. Immobilie gewerblich oder als Geldanlage genutzt werden muss. D.h. es geht um die Funktion des Gebäudes/der Immobilie (und nicht um eine Verbindung zwischen dem Gebäude und irgendeinem Geschäft).
Es ist zuzugeben, daß sich 'related to' sowohl auf 'structure' als auch auf 'purpose' beziehen kann. In diesem Falle müßte es mit 'in Zusammenhang stehen' übersetzt werden, also folgendermaßen:
The Commission has not yet determined what the purpose of this structure was but it appears to be related to the treatment/containment of sewage and/or waste water.
'Die Kommission ist sich noch nicht schlüssig darüber, was der Zweck dieses Gebäudeteils war, aber es hat den Anschein, daß dieser im Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung stand.'

In deinem Beispielsatz oben könnte man 'genutzt werden' als Übersetzung gerade noch durchgehen lassen (Kontext), das Englische ist hier aber weiter und betont, daß die Nutzung mit Geschäfts- oder Investitionszwecken verbunden sein muß. In unserem Kontext verbietet sich die Übersetzung ins Dt. mit 'genutzt' sogar, da zweimal im Text downtoners verwendet werden ('appears to be' und 'related to').
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 7. März 2017, 07:08

Das Thema ist schon älter:

http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-06 ... urs-gewalt

Die toten Babys von Tuam

In katholischen Heimen quälten und demütigten Ordensschwestern ihre Schützlinge. Die nun gefundenen 796 Skelette zeigen: Der Schrecken hatte System.

Von Ralf Sotschek 16. Juni 2014,
die Zeit hat geschrieben:Es wurde von Nonnen des katholischen Ordens Sisters of Bon Secours betrieben; die führten ein erbarmungsloses Regime. Es ging ihnen um Bestrafung, das ließen sie die "gefallenen Mädchen" spüren. Schmerzmittel wurden nicht verabreicht, erzählt Maire, die ihren Nachnamen nicht nennen will, weil sie sich noch immer schämt.
"Wir mussten unsere Kinder in einer Aluminiumwanne zur Welt bringen, damit wir die Betten nicht schmutzig machten", sagt sie. Nach der Geburt durfte das Baby ein paar Stunden bei ihr bleiben, danach sah sie es nur noch sporadisch, und nach sieben Monaten gar nicht mehr. Auf Nachfragen bekam sie keine Auskunft. Lange hatte sie gehofft, dass ein wohlhabendes Ehepaar ihren Sohn adoptiert habe und es ihm gut gehe. Inzwischen weiß sie, dass er in einem Massengrab hinter dem ehemaligen Heim liegt.
Aber schön, wie sich hier die selbsternannten Vorzeigekatholiken gegenseitig die Generalabsolution erteilen und in dem Zusammenhang über den Begriff "Kanalisation" schwadronieren. Es lenkt wunderbar vom Thema ab.
Es genügt, wenn ich das sage!

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Raphael
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Raphael » Dienstag 7. März 2017, 07:09

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 04:36
Zum Thema: Die Lehre der Kirche: Die sexualfeindlichen Theorien bedeutender Kirchenväter

http://www.kleio.org/de/geschichte/mitt ... g/kap_v41/
Vielleicht versteht man nun, warum auch heute noch in katholischen Krankenhäusern im Falle einer Geburtskomplikation das Leben der Mutter weniger wertvoll als das Leben des Kindes erscheint. Denn nach der Theorie des Augustinus' kann das Kind, da es noch nicht getauft ist, nicht die ewige Seligkeit erlangen, die getaufte Mutter aber jederzeit.

Nicht alle Geistlichen waren damals bereit, Augustinus' Erbsündentheorie unwidersprochen hinzunehmen. Der Priester Caelestius und sein Lehrer Pelagius ließen verkünden: "... die Sünde Adams habe diesem allein geschadet, nicht aber dem ganzen Menschengeschlecht, und die Kinder kämen in demselben Zustand zur Welt, in dem Adam sich vor dem Sündenfall befunden habe." (in: Georg Denzler, ebenda, S. 45)
Im 12. und 13. Jh. wurde schließlich jeder Geschlechtsverkehr wegen der damit verbundenen Lust, auch wenn er der Zeugung von Nachkommen diente, zu einer leichten Sünde.

Wer dagegen nur aus reiner Lust den Verkehr beging, sündigte fortan schwer!
In der Tat: Es gibt auch antikirchliche Texte im Internetz! :nuckel:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Raphael » Dienstag 7. März 2017, 07:10

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 07:08
Das Thema ist schon älter:
..
So what? :achselzuck:

Werden Lügen dadurch wahrer? :detektiv:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Raphael » Dienstag 7. März 2017, 07:18

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 05:29
"Septic Tank" ist das, was jedes Wohngebäude haben muss, das nicht an die Kanalisation mit einer Kläranlage angeschlossen ist: Die sogenannte Hausklärgrube.
Ein Behältnis, in dem alles aus den Abflüssen der Wasch-, Spül- und Toilettenbecken einfliesst und in denen sich die festen Bestandteile am Boden absetzen.
Da dieses Behältnis naturgemäss ständig voll Flüssigkeit ist, fliessen die flüssigen Bestandteile über einen weit oben befindlichen Auslass wieder ab: In den nächsten Bach.
Die festen Bestandteile sammeln sich solange am Boden, bis ein bestimmter Stand erreicht ist. Dann wird die Grube entleert. Heutzutage macht das ein Saugwagen, früher wurde es mit Schöpfeimern entnommen und aufs Feld gefahren.
Die Bezeichnung ist Klärgrube oder auch Jauchegrube.
Was haben diese Ausführungen mit dem Thema zu tun? :patsch:
Selbst in dem von R_E_D zitierten anklagenden Text in englisch wird nicht behauptet, daß die Leichenteile in dem "Septic Tank" gefunden worden seien, sondern in einem zweiten System mit 20 Kammern, dessen tatsächliche Nutzung ungeklärt bzw. unbekannt sei. :achselzuck:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 7. März 2017, 08:32

was etwas merkwürdig ist den damals dort lebende schwestern bzw der Orden werden das ja wohl wissen

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Protasius » Dienstag 7. März 2017, 08:45

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 08:32
was etwas merkwürdig ist den damals dort lebende schwestern bzw der Orden werden das ja wohl wissen
Nicht zwangsläufig; aus den hier vorliegenden Informationen geht nicht hervor, wann das System außer Betrieb genommen wurde. Selbst, wenn das erst mit Ende des Heimbetriebs in den 60ern war, sind die jüngsten Schwestern, die sich daran erinnern können, mittlerweile in den 80ern; falls es vor dem Krieg außer Betrieb kam, noch älter, falls überhaupt noch jemand lebt. Und ob aus der Zeit noch Unterlagen existieren (schließlich war zwischendurch ein Krieg), ist nicht klar.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von umusungu » Dienstag 7. März 2017, 09:04

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 08:45
Und ob aus der Zeit noch Unterlagen existieren (schließlich war zwischendurch ein Krieg), ist nicht klar.
In welchen Krieg soll Irland verwickelt gewesen sein?

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Dienstag 7. März 2017, 09:33

CIC_Fan hat geschrieben:was etwas merkwürdig ist den damals dort lebende schwestern bzw der Orden werden das ja wohl wissen
Auf den irischen Webseiten der Bon Secours zur Geschichte des Ordens (weltweit und speziell in der Region um Galway) kann ich nicht nur keinerlei Stellungnahme zu den aktuellen Ereignissen finden, sondern auch keine Hinweise darauf, daß das fragliche Heim überhaupt jemals existiert hat, obwohl sonst zahlreiche aktuelle und ehemalige Einrichtungen namentlich aufgeführt sind.

http://www.bonsecours.ie/history1
http://www.bonsecours.ie/history-galway

Wurden alle geblitzdingst.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Protasius » Dienstag 7. März 2017, 10:08

umusungu hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 09:04
Protasius hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 08:45
Und ob aus der Zeit noch Unterlagen existieren (schließlich war zwischendurch ein Krieg), ist nicht klar.
In welchen Krieg soll Irland verwickelt gewesen sein?
:tuete: Ich dachten an den Zweiten Weltkrieg, hatte aber übersehen, daß Irland damals neutral war.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Marion » Dienstag 7. März 2017, 11:55

ar26 hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 23:59
Gleichwohl halte ich es für legitim, sozialgeschichtlich zu hinterfragen, ob der Umgang mit den Müttern und Kindern stets der Richtige war. Anlass für diese These ist nicht unbedingt der aktuelle Fall, sondern witzigerweise eine Schrift, die mir besagter Großvater hinterlassen hat. Autor ist dieser Herr: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Jostock Auf der wiki-Seite ist das Büchlein Grundzüge der Soziallehre und der Sozialreform genannt. Dort vertritt der Autor anno 1946 die These, daß eheliche Kinder gegenüber unehelichen Kindern privilegiert sein müssten, was ja in verschiedenen Bereichen des Zivil- und öffentlichen Rechts lange Zeit der Fall war. Diese These kam mir schon vor 20 Jahren seltsam vor und ist es auch heute noch.
Danke für die Antwort :)
Ich kenne das Büchlein nicht.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Dienstag 7. März 2017, 12:36

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 04:36
Zum Thema: Die Lehre der Kirche: Die sexualfeindlichen Theorien bedeutender Kirchenväter

http://www.kleio.org/de/geschichte/mitt ... g/kap_v41/
Daraus:
Petrus Cantor († 1197) behauptete, "der Verkehr mit einer schönen Frau sei größere Sünde als der mit einer häßlichen Frau, weil er mehr ergötze. Denn die Größe der Lust bestimme die Größe der Sünde." (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)

Alanus von Lille († 1202) dagegen erwiderte: "... wer mit einem schönen Weib verkehre, sündige weniger, ‚weil er durch den Anblick ihrer Schönheit mehr gezwungen wird‘ und ‚wo größerer Zwang, da ist geringere Sünde.‘" (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)
Jetzt wissen wir zwar, wovon Frau Ranke-Heinemann träumt, nicht aber, ob es Albträume sind.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 7. März 2017, 13:24

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 07:18
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 05:29
"Septic Tank" ist das, was jedes Wohngebäude haben muss, das nicht an die Kanalisation mit einer Kläranlage angeschlossen ist: Die sogenannte Hausklärgrube.
Ein Behältnis, in dem alles aus den Abflüssen der Wasch-, Spül- und Toilettenbecken einfliesst und in denen sich die festen Bestandteile am Boden absetzen.
Da dieses Behältnis naturgemäss ständig voll Flüssigkeit ist, fliessen die flüssigen Bestandteile über einen weit oben befindlichen Auslass wieder ab: In den nächsten Bach.
Die festen Bestandteile sammeln sich solange am Boden, bis ein bestimmter Stand erreicht ist. Dann wird die Grube entleert. Heutzutage macht das ein Saugwagen, früher wurde es mit Schöpfeimern entnommen und aufs Feld gefahren.
Die Bezeichnung ist Klärgrube oder auch Jauchegrube.
Was haben diese Ausführungen mit dem Thema zu tun? :patsch:
Selbst in dem von R_E_D zitierten anklagenden Text in englisch wird nicht behauptet, daß die Leichenteile in dem "Septic Tank" gefunden worden seien, sondern in einem zweiten System mit 20 Kammern, dessen tatsächliche Nutzung ungeklärt bzw. unbekannt sei. :achselzuck:
Weiter unten wird folgende Frage gestellt:
Wie würdest du denn "sewage containment" oder "septic tank" übersetzen? Mit "so ähnlich wie ein mittelalterlicher Gewölbekeller" oder mit "Möglicherweise noch ein bisschen feucht"
Die wollte ich nur beantworten.

Ganz bestimmt also kein Gewölbekeller, obwohl natürlich bei einem entsprechend grossen Gebäude auch diese Behälter die Grösse von Gewölbekellern haben müssen.

Behauptet, wo da was gefunden wurde habe ich auch nichts.
Es genügt, wenn ich das sage!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 7. März 2017, 20:07

Klerikaler tödlicher Terror erschüttert Irland

https://www.welt.de/vermischtes/article ... rland.html
Rund 30.000 Kinder wurden zwischen 1940 und 1970 in staatlich subventionierten katholischen Kinderheimen und sogenannten Arbeitsschulen systematisch verprügelt, vergewaltigt und gedemütigt. Nüchtern listet der Bericht auf, was Jungen zu erleiden hatten: „Schläge mit der Hand und dem Stock, Tritte, Verbrennungen, Verbrühungen; an Wandhaken aufgehängt und verprügelt, mit Hunden gehetzt.“

In den Institutionen für Mädchen sei „täglicher Terror“ durch grundlose Prügeleien an der Tagesordnung gewesen. In dem systemischen Missbrauch kam Verachtung für die Zöglinge, die kaum als Menschen wahrgenommen wurden, zum Ausdruck.
Es genügt, wenn ich das sage!

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Raphael » Dienstag 7. März 2017, 20:55

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 20:07
Klerikaler tödlicher Terror erschüttert Irland

https://www.welt.de/vermischtes/article ... rland.html
Rund 30.000 Kinder wurden zwischen 1940 und 1970 in staatlich subventionierten katholischen Kinderheimen und sogenannten Arbeitsschulen systematisch verprügelt, vergewaltigt und gedemütigt. Nüchtern listet der Bericht auf, was Jungen zu erleiden hatten: „Schläge mit der Hand und dem Stock, Tritte, Verbrennungen, Verbrühungen; an Wandhaken aufgehängt und verprügelt, mit Hunden gehetzt.“

In den Institutionen für Mädchen sei „täglicher Terror“ durch grundlose Prügeleien an der Tagesordnung gewesen. In dem systemischen Missbrauch kam Verachtung für die Zöglinge, die kaum als Menschen wahrgenommen wurden, zum Ausdruck.
Und weiter geht's in stalinistischer Manier: Schuldig bei Anklage! :/
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Sempre
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Dienstag 7. März 2017, 21:04

Leserbrief auf irishtimes.com, Juni 2014 hat geschrieben:Sir, – The media should be very wary of using the term “septic tank” to describe the structure containing the child burials at St Mary’s mother-and-child home at Tuam. It is offensive and hurtful to all those involved. The structure as described is much more likely to be a shaft burial vault, a common method of burial used in the recent past and still used today in many part of Europe.

In the 19th century, deep brick-lined shafts were constructed and covered with a large slab which often doubled as a flatly laid headstone. These were common in 19th-century urban cemeteries. The stone could be temporarily removed to allow the addition of additional coffined burials to the vault. Such tombs are still used extensively in Mediterranean countries. I recently saw such structures being constructed in a churchyard in Croatia. The shaft was made of concrete blocks, plastered internally and roofed with large concrete slabs.

Many maternity hospitals in Ireland had a communal burial place for stillborn children or those who died soon after birth. These were sometimes in a nearby graveyard but more often in a special area within the grounds of the hospital. It was not a tradition until very recently to return such deceased infants to parents for taking back to family burial places.

Until proved otherwise, the burial structure at Tuam should be described as a communal burial vault. – Yours, etc,

Dr FINBAR McCORMICK
School of Geography, Archaeology and Palaeoecology,
University Road, Queen’s University, Belfast.
Dr. McCormick weist im Juni 2014 darauf hin, dass es sich bei der angeblichen Klärgrube viel wahrscheinlicher um eine Bestattungsgruft handelt. Ein gemauerter Schacht mit Deckel. Es war ganz normal, dass Entbindungsheime eigene Gemeinschaftsgräber meist auf dem eigenen Grundstück hatten.


Vor 2012 hatte auch Catherine Corless von einer Art Krypta (=Gruft) gesprochen:
Catherine Corless hat geschrieben:A few local boys came upon a sort of crypt in the ground, and on peering in they saw several small skulls.
(Journal of the Old Tuam Society, 2012, zitiert nach catholicleague.org)

Die Untersuchungskommission konnte dazu noch nichts sagen.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Dienstag 7. März 2017, 21:13

yarddog/freerepublic.com hat geschrieben:The whole story doesn’t make sense. I mean everyone knows that when Catholic religious sisters kill babies they devour the whole baby, bones and all.
“Die ganze Geschichte ergibt keinen Sinn. Ich meine, jeder weiß, dass wenn katholische Ordensschwestern Kleinkinder töten, dann fressen sie das ganze Kleinkind auf, mit Knochen und allem.”
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Dienstag 7. März 2017, 21:34

Tatsächlich wurden die Kleinkinder teils noch lebendig in die Güllegrube geworfen, wie hier offenbar ein Korrespondent von welt.de berichtet:

The Tuam Baby Ritual Sacrifice and the Truth No One Wants to Hear.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Lycobates » Dienstag 7. März 2017, 21:48

Sempre hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 12:36
Petrus Cantor († 1197) behauptete, "der Verkehr mit einer schönen Frau sei größere Sünde als der mit einer häßlichen Frau, weil er mehr ergötze. Denn die Größe der Lust bestimme die Größe der Sünde." (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)

Alanus von Lille († 1202) dagegen erwiderte: "... wer mit einem schönen Weib verkehre, sündige weniger, ‚weil er durch den Anblick ihrer Schönheit mehr gezwungen wird‘ und ‚wo größerer Zwang, da ist geringere Sünde.‘" (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)
Jetzt wissen wir zwar, wovon Frau Ranke-Heinemann träumt, nicht aber, ob es Albträume sind.
Nach alledem stellt sich uns aber die existentielle Frage, ob, bei diesen traumhaft-uterischen Vorgaben, ein etwaiger Verkehr (quod absit) mit der Uta (solutus cum vidua vorausgesetzt) als größere oder kleinere Sünde zu qualifizieren wäre?
:tuete:
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von taddeo » Dienstag 7. März 2017, 21:53

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 21:48
Nach alledem stellt sich uns aber die existentielle Frage, ob, bei diesen traumhaft-uterischen Vorgaben, ein etwaiger Verkehr (quod absit) mit der Uta (solutus cum vidua vorausgesetzt) als größere oder kleinere Sünde zu qualifizieren wäre?
:tuete:
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Sempre » Mittwoch 8. März 2017, 02:58

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 21:48
Sempre hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 12:36
Petrus Cantor († 1197) behauptete, "der Verkehr mit einer schönen Frau sei größere Sünde als der mit einer häßlichen Frau, weil er mehr ergötze. Denn die Größe der Lust bestimme die Größe der Sünde." (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)

Alanus von Lille († 1202) dagegen erwiderte: "... wer mit einem schönen Weib verkehre, sündige weniger, ‚weil er durch den Anblick ihrer Schönheit mehr gezwungen wird‘ und ‚wo größerer Zwang, da ist geringere Sünde.‘" (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)
Jetzt wissen wir zwar, wovon Frau Ranke-Heinemann träumt, nicht aber, ob es Albträume sind.
Nach alledem stellt sich uns aber die existentielle Frage, ob, bei diesen traumhaft-uterischen Vorgaben, ein etwaiger Verkehr (quod absit) mit der Uta (solutus cum vidua vorausgesetzt) als größere oder kleinere Sünde zu qualifizieren wäre?
:tuete:
Nach meinem Verständnis ist in der Sache ganz klar Alanus von Lille zuzustimmen. Ob die Sünde kleiner oder größer ist, kann aber nicht beurteilt werden, ohne dass Vergleiche gezogen werden. Hier etwa Kandidatinnen zum Amt des Bundespräsidenten:

Bild

Credits: sueddeutsche.de
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Re: Grausige Entdeckung

Beitrag von Raphael » Mittwoch 8. März 2017, 06:19

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 21:48
Sempre hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 12:36
Petrus Cantor († 1197) behauptete, "der Verkehr mit einer schönen Frau sei größere Sünde als der mit einer häßlichen Frau, weil er mehr ergötze. Denn die Größe der Lust bestimme die Größe der Sünde." (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)

Alanus von Lille († 1202) dagegen erwiderte: "... wer mit einem schönen Weib verkehre, sündige weniger, ‚weil er durch den Anblick ihrer Schönheit mehr gezwungen wird‘ und ‚wo größerer Zwang, da ist geringere Sünde.‘" (in: Uta Ranke-Heinemann, ebenda, S. 164)
Jetzt wissen wir zwar, wovon Frau Ranke-Heinemann träumt, nicht aber, ob es Albträume sind.
Nach alledem stellt sich uns aber die existentielle Frage, ob, bei diesen traumhaft-uterischen Vorgaben, ein etwaiger Verkehr (quod absit) mit der Uta (solutus cum vidua vorausgesetzt) als größere oder kleinere Sünde zu qualifizieren wäre?
:tuete:
Das hängt wohl sehr davon ab, welche Art des Verkehrs man aufzunehmen gedenkt! :tuete:

Schriftverkehr wäre meines Erachtens unbedenklich. :emil:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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