Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

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CIC_Fan
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 3. März 2017, 09:25

nur der Ordnung halber die Bischofssynode ist ein Beratungsorgan des Papstes d.h. er kann die Zusammensetzung wesentlich bestimmen
wenn der Papst der Synode nicht ausdrücklich die Möglichkeit zur Gesetzgebung einräumt haben ihre Beschlüsse rein beratenden Charakter
der Papst entscheidet auch allein was er für Schlüsse aus der Synode zieht
das alles wurde auf Wunsch verschiedener Kardinäle so gestaltet die um die traditionelle Lehre besorgt waren
unter der Führung von Em Siri
das berühmteste Beispiel für die rein beratende Synode ist jene von 1967 von den Väter eine reformierte Messe gezeigt wurde sie fiel mit Bomben und Granaten durch genau diese Messe wurde 2 Jhre später von Paul VI eingeführt
also es ist bei den letzten Synoden alles in bester Ordnung gewesen

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HeGe
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von HeGe » Dienstag 14. März 2017, 13:32

Radio Vatikan hat geschrieben:Bischof Voderholzer regelt Seelsorge mit Wiederverheirateten

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer ermöglicht in seiner Diözese wiederverheirateten Geschiedenen „in Grenzfällen“ den Zugang zur Kommunion. Das steht in einer Handreichung des Bischofs, die am Montag veröffentlicht wurde. [...]
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von taddeo » Dienstag 14. März 2017, 13:36

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 14. März 2017, 13:32
Radio Vatikan hat geschrieben:Bischof Voderholzer regelt Seelsorge mit Wiederverheirateten

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer ermöglicht in seiner Diözese wiederverheirateten Geschiedenen „in Grenzfällen“ den Zugang zur Kommunion. Das steht in einer Handreichung des Bischofs, die am Montag veröffentlicht wurde. [...]
Hier der Volltext als PDF: http://www.bistum-regensburg.de/typo3co ... iedene.pdf
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von HeGe » Dienstag 14. März 2017, 13:37

Man muss wohl konstatieren, dass die Dämme bei dieser Frage gebrochen sind. Faktisch haben sich viele an das Verbot ja vorher schon nicht gehalten, deswegen gehe ich auch nicht davon aus, dass das im Artikel beschriebene Prüfungsverfahren viel Beachtung finden wird. Früher oder später wird die Ausnahme zur Regel und die nächste Anpassung an die "Lebenswirklichkeit" wird gefordert werden. Des Weiteren bin ich mal gespannt, wie man zukünftig anderen Sündern vom Empfang der Kommunion abraten will.
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von Reflector1 » Dienstag 14. März 2017, 15:56

Gerade das Schreiben von Bischof Vorderholzer liegt aber ganz auf der traditionellen Linie: Die Ungültigkeit der ersten Ehe sollte in erster Linie vom Kirchengericht festgestellt werden, subsidiär besteht die Möglichkeit, sich auf die moralische Gewissheit zu stützen, dass die Ehe - obwohl nicht gerichtsförmig erweisbar - ungültig war. Wenn das nicht zutrifft, also jedenfalls eine gültige Ehe vorlag, gilt die "Bruder-und-Schwester-Bedingung" von Johannes Paul. Einzig neu ist vielleicht die Formulierung, dass in diesem Fall der Vorsatz, nicht mehr zu sündigen, auch dann als "echt" angesehen werden kann, wenn das neuerliche "Fallen" vorhersehbar ist. Mit der weitergehenden Auselgung von AL im Sinn der ostkrichlichen Praxis (Zweitehe nach Zeit der Buße) hat das nichts zu tun.
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 18. März 2017, 16:28

Reflector1 hat geschrieben:
Dienstag 14. März 2017, 15:56
Gerade das Schreiben von Bischof Vorderholzer liegt aber ganz auf der traditionellen Linie [...].
Der klägliche Versuch einer Rettung! – Stellungnahme zur „Handreichung“ des Bischofs von Regensburg zu Amoris laetitia

Außerdem:

Der Vatikanist Edward Pentin erklärt auf Twitter, dass entgegen anderslautender Berichte eine Korrektur des Papstes wegen Amoris Laetitia geplant ist.
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von taddeo » Sonnabend 18. März 2017, 23:44

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 18. März 2017, 16:28
Reflector1 hat geschrieben:
Dienstag 14. März 2017, 15:56
Gerade das Schreiben von Bischof Vorderholzer liegt aber ganz auf der traditionellen Linie [...].
Der klägliche Versuch einer Rettung! – Stellungnahme zur „Handreichung“ des Bischofs von Regensburg zu Amoris laetitia
Natürlich ist diese Handreichung ein "Versuch" meines Ortsbischofs, aber keineswegs ein "kläglicher", sondern ein durchaus intelligenter. Der Bischof nimmt hier seine ihm von Amts wegen zukommende (und durch den Papst bestätigte) Aufgabe wahr, die allgemeinen Ausführungen von AL für sein Bistum zu konkretisieren. Und er tut das in der bestmöglichen Weise, die AL hergibt, finde ich.
Kläglich ist eher der Versuch dieses Autors, unbedingt dem Papst am Zeug zu flicken und zu ignorieren, daß man AL mit etwas gutem Willen und theologischem Verstand durchaus orthodox konkretisieren kann. (Über die realen Auswirkungen dieser Konkretisierung meines Bischofs mache ich mir freilich nicht die geringsten Illusionen.)
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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 23. März 2017, 06:43

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von Raphael » Donnerstag 23. März 2017, 07:46

Diesen Berichten aus zweiter Hand kann man mittlerweile keinen Glauben mehr schenken! :/
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: Nachsynodale Ermunterungen namens „Amoris laetitia“

Beitrag von HeGe » Donnerstag 23. März 2017, 10:08

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 23. März 2017, 07:46
Diesen Berichten aus zweiter Hand kann man mittlerweile keinen Glauben mehr schenken! :/
Dass die Wahrnehmung der päpstlichen Aussagen so unterschiedlich ist, liegt m.E. zum Teil an fehlender Prägnanz in den Aussagen selber, zum Teil an Wunschdenken oder sogar Böswilligkeit auf Seiten der Interpretierenden. Auch letzteres kann man aber beeinflussen, wenn man die Aussagen immer so formuliert, dass möglichst wenig Interpretationsspielraum verbleibt. Daran fehlt es mir in letzter Zeit etwas.
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