Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von taddeo » Montag 19. September 2016, 18:02

Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:…Wenn man aber erst umständlich einen Termin ausmachen muß, schreckt das viele potentielle Gelegenheits-Pönitenten zunächst ab…
Zudem wollen viele anonym beichten.
Das kommt erschwerend hinzu, da hast du völlig recht.
Die Beichte ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, da dürfte man sich einig sein. Gerade an Wallfahrtsorten o. ä. kommt es aber regelmäßig dazu, so meine Beobachtung, daß Leute, die - ohne eigentliche Absicht, zu beichten - dort hinkommen, plötzlich den besetzten Beichtstuhl bemerken und dann ganz spontan auf die Idee kommen "Mensch, gebeichtet hab ich schon ewig nimmer" und es dann einfach mal wieder "probieren", genau in dem aus Kindertagen noch übriggebliebenen Wissen, daß die Beichte anonym und durch das Beichtgeheimnis absolut geschützt ist.
Sowas ist aber nur möglich, wenn ein entsprechendes Angebot vorhanden ist.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Niels » Montag 19. September 2016, 19:16

Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:…Wenn man aber erst umständlich einen Termin ausmachen muß, schreckt das viele potentielle Gelegenheits-Pönitenten zunächst ab…
Zudem wollen viele anonym beichten.
:ja:
(Wenn ich nicht bei meinem geistlichen Begleiter beichte, möchte ich lieber anonym bleiben.)
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Amanda » Montag 19. September 2016, 19:29

Niels hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:…Wenn man aber erst umständlich einen Termin ausmachen muß, schreckt das viele potentielle Gelegenheits-Pönitenten zunächst ab…
Zudem wollen viele anonym beichten.
:ja:
(Wenn ich nicht bei meinem geistlichen Begleiter beichte, möchte ich lieber anonym bleiben.)
Geht mir genauso. Meinem geistlichen Vater sitze ich immer gegenüber, bei dem habe ich noch nie den Beichtstuhl genutzt. Aber wenn ich - was sehr selten vorkommt - "fremdbeichte", ziehe ich die Anonymität vor.
Genauer gesagt, es kam bisher genau einmal im Verlauf eines Jahres vor...
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obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Raphaela » Mittwoch 21. September 2016, 09:35

PascalBlaise hat geschrieben: Wem bringt es irgend etwas, wenn der Priester auf Pönitenten wartet, die nicht kommen?
Das ist nicht in erster Linie eine Frage von Angebot und Nachfrage.
Ich weiß von einem Priester, der sich diese Zeit ganz bewusst zum Beten für die Gläubigen genommen hat. Somit war dies eine gesegnete Zeit.
Traurig genug, die Frage zu stellen, es würde nichts bringen!
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Raphaela » Mittwoch 21. September 2016, 09:41

Ich habe es vor noch gar nicht all zu langer Zeit erlebt, dass ein Priester mir erzählt hat, er gehe viermal im Jahr beichten. Mehr braucht es nicht, weil es geht ja nur darum, an welchem Punkt man arbeiten muss.
Und da wundern sich Priester dann, wenn immer weniger Menschen beichten gehen?

Weiterhin sind mir gut gläubige Katholiken bekannt, die sagen: " Ich habe keine Sünde, warum soll ich beichten gehen" - Habe ich auch schon mal von einer Ordensschwester gehört.

Und dann ein Priester, der einer Frau gesagt hat, sie kann ja keine Sünde habe, da sie alleine lebt und im Rollstuhl sitzt.

Das sind so ein paar Antworten, warum heute nur so wenig Menschen beichten gehen. - Wir sollten für die Priester beten, dass sie erst mal selbst wieder das Sakrament der Versöhnung schätzen lernen. Das greift dann auch auf die Gläubigen über.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 24. September 2016, 05:42

Raphaela hat geschrieben:Ich habe es vor noch gar nicht all zu langer Zeit erlebt, dass ein Priester mir erzählt hat, er gehe viermal im Jahr beichten. Mehr braucht es nicht, weil es geht ja nur darum, an welchem Punkt man arbeiten muss.
Und da wundern sich Priester dann, wenn immer weniger Menschen beichten gehen?

Weiterhin sind mir gut gläubige Katholiken bekannt, die sagen: " Ich habe keine Sünde, warum soll ich beichten gehen" - Habe ich auch schon mal von einer Ordensschwester gehört.

Und dann ein Priester, der einer Frau gesagt hat, sie kann ja keine Sünde habe, da sie alleine lebt und im Rollstuhl sitzt.

Das sind so ein paar Antworten, warum heute nur so wenig Menschen beichten gehen. - Wir sollten für die Priester beten, dass sie erst mal selbst wieder das Sakrament der Versöhnung schätzen lernen. Das greift dann auch auf die Gläubigen über.
Was ist an viermal im Jahr falsch ?
Was stellst Du Dir denn vor, bzw. wie kommst Du dazu, hierzu "Forderungen" zu stellen ?
Diese Hexenjagd auf mutmaßliche Pönitenten, die da in konservativen Kreisen veranstaltet wird, ist einfach furchtbar.
Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Da solle wohl vielfach der Pönitent Vorlagen für das eigene "am Hölzchen spielen" des Beichtvaters liefern.
Zuletzt geändert von Vir Probatus am Sonnabend 24. September 2016, 05:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von taddeo » Sonnabend 24. September 2016, 08:48

Vir Probatus hat geschrieben:Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Da solle wohl vielfach der Pönitent Vorlagen für das eigene "am Hölzchen spielen" des Beichtvaters liefern.
Meine persönliche Erfahrung mit der Beichte ist eine andere. Vielleicht hatte ich bisher auch einfach "Glück" mit meinen Beichtvätern, aber speziell meinem derzeitigen verdanke ich sehr viel.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Amanda » Sonnabend 24. September 2016, 09:12

taddeo hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Da solle wohl vielfach der Pönitent Vorlagen für das eigene "am Hölzchen spielen" des Beichtvaters liefern.
Meine persönliche Erfahrung mit der Beichte ist eine andere. Vielleicht hatte ich bisher auch einfach "Glück" mit meinen Beichtvätern, aber speziell meinem derzeitigen verdanke ich sehr viel.
Für mich gilt dasselbe. Ich habe in den mittlerweile fast 25 Jahren, die ich nun regelmäßig zur Beichte gehe, noch nie eine schlechte Erfahrung dahingehend machen müssen, dass ich in indiskreter Weise vom Beichtvater ausgeforscht worden wäre, schon gar nicht im Bereich des sechsten Gebotes. Hingegen musste ich einige Male erleben, dass - wie von Raphaela geschildert - Beichtväter mich nicht ganz ernst zu nehmen schienen und mir das Gefühl gaben, ich würde mit meinen "Kinkerlitzchen" ihre kostbare Zeit verschwenden.

Mein derzeitiger Beichtvater leitet mich seit über einem Jahr mit großer Güte und ausgeprägtem Feingefühl, und ich habe ihm viel zu danken. Ich beichte monatlich (nächsten Freitag bin ich wieder dran) und habe mich ganz seiner geistlichen Leitung im Gehorsam anvertraut. Dadurch gewinne ich unheimlich viel für mein Leben.

@Vir Probatus, ich will nicht abstreiten, dass es leider auch "schwarze Schafe" unter den Priestern gibt, durch deren indiskretes und unsensibles Verhalten die Menschen verletzt werden. Aber verallgemeinern kann man das auf keinen Fall. Man täte sonst den vielen Beichtvätern, die ihr Amt als Dienst des Guten Hirten in Barmherzigkeit versehen, bitteres Unrecht.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 24. September 2016, 11:07

Vir Probatus hat geschrieben:Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Welche Art des Empfangs des Bußsakraments nach Deinem Gusto schlägst Du also konkret vor? :hmm:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 24. September 2016, 19:01

Hubertus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Welche Art des Empfangs des Bußsakraments nach Deinem Gusto schlägst Du also konkret vor? :hmm:
Eine Bußfeier ist das Maximum, was ich noch verkrafte. Ich habe zu negative Erfahrungen.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 24. September 2016, 19:31

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Ich habe es vor noch gar nicht all zu langer Zeit erlebt, dass ein Priester mir erzählt hat, er gehe viermal im Jahr beichten. Mehr braucht es nicht, weil es geht ja nur darum, an welchem Punkt man arbeiten muss.
Und da wundern sich Priester dann, wenn immer weniger Menschen beichten gehen?

Weiterhin sind mir gut gläubige Katholiken bekannt, die sagen: " Ich habe keine Sünde, warum soll ich beichten gehen" - Habe ich auch schon mal von einer Ordensschwester gehört.

Und dann ein Priester, der einer Frau gesagt hat, sie kann ja keine Sünde habe, da sie alleine lebt und im Rollstuhl sitzt.

Das sind so ein paar Antworten, warum heute nur so wenig Menschen beichten gehen. - Wir sollten für die Priester beten, dass sie erst mal selbst wieder das Sakrament der Versöhnung schätzen lernen. Das greift dann auch auf die Gläubigen über.
Was ist an viermal im Jahr falsch ?
Was stellst Du Dir denn vor, bzw. wie kommst Du dazu, hierzu "Forderungen" zu stellen ?
Diese Hexenjagd auf mutmaßliche Pönitenten, die da in konservativen Kreisen veranstaltet wird, ist einfach furchtbar.
Für mich ist die Ohrenbeichte nichts anderes als der Mißbrauch pur.
Da solle wohl vielfach der Pönitent Vorlagen für das eigene "am Hölzchen spielen" des Beichtvaters liefern.
Hast du es richtig gelesen? Es handelt sich um einen Priester, der nur so wenig beichtet. - Und es sind die Priester, die sich beschweren, dass die Gläubigen nicht mehr beichten gehen würden. Bei dieser Einstellung ist dies kein Wunder!

Und zum Thema Sünde: Wenn in der Bibel (in einem der Johannesbriefe) steht, dass es keinen Menschen ohne Sünde gibt und wer sagt, er hätte keine Sünde lügen würde, wundert es mich doch sehr, wenn Leute genau dies von sich behaupten.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Juergen » Sonnabend 24. September 2016, 19:47

Can. 988 — § 1. Der Gläubige ist verpflichtet, alle nach der Taufe begangenen schweren Sünden, deren er sich nach einer sorgfältigen Gewissenserforschung bewußt ist, nach Art und Zahl zu bekennen, sofern sie noch nicht durch die Schlüsselgewalt der Kirche direkt nachgelassen sind und er sich ihrer noch nicht in einem persönlichen Bekenntnis angeklagt hat.

§ 2. Den Gläubigen wird empfohlen, auch ihre läßlichen Sünden zu bekennen.
Pflicht: schwere Sünden beichten
Kür: alle anderen Sünden beichten

Da kann ich verstehen, wenn sich Leute die Frage stellen, warum sie überhaupt zur Beichte gehen sollen. Da sagen sich die Leute: Ich habe doch nicht schwer gesündigt. Ich habe keinen umgebracht, die Ehe nicht gebrochen, niemanden bestohlen, nicht falsch ausgesagt und meine Eltern sind schon tot. – Warum soll ich zum Beichten gehen?
Gruß
Jürgen

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 24. September 2016, 20:08

Unser Pfarrer regte sich bereits kurz nach seiner Ankunft auf, daß zu wenig gebeichtet wird. Nur Seelsorge hatte er da noch gar keine gemacht. Also brauchte er wohl Informationen.

Ich hatte mit ihm ein seelsorgerisches Gespräch. Den Inhalt hat er am nächsten Tag in allen Einzelheiten mit meiner Frau besprochen. Das war dann doch zuviel. Ich habe mich im Ordinariat beschwert. Gejuckt hat es niemanden wirklich.
Ich habe bis heute ein sehr ungutes Gefühl.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Protasius » Sonnabend 24. September 2016, 20:13

Juergen hat geschrieben:
Can. 988 — § 1. Der Gläubige ist verpflichtet, alle nach der Taufe begangenen schweren Sünden, deren er sich nach einer sorgfältigen Gewissenserforschung bewußt ist, nach Art und Zahl zu bekennen, sofern sie noch nicht durch die Schlüsselgewalt der Kirche direkt nachgelassen sind und er sich ihrer noch nicht in einem persönlichen Bekenntnis angeklagt hat.

§ 2. Den Gläubigen wird empfohlen, auch ihre läßlichen Sünden zu bekennen.
Pflicht: schwere Sünden beichten
Kür: alle anderen Sünden beichten

Da kann ich verstehen, wenn sich Leute die Frage stellen, warum sie überhaupt zur Beichte gehen sollen. Da sagen sich die Leute: Ich habe doch nicht schwer gesündigt. Ich habe keinen umgebracht, die Ehe nicht gebrochen, niemanden bestohlen, nicht falsch ausgesagt und meine Eltern sind schon tot. – Warum soll ich zum Beichten gehen?
Sind das denn alle schweren Sünden, die man begehen kann? Was ist mit den Kirchengeboten (Meßbesuch an Sonn- und gebotenen Feiertagen, Empfang der Sakramente zu Ostern)? Was ist mit der Soziallehre der Kirche (Zahlung eines gerechten Lohnes)? Und die Leute, die im Gegensatz zu mir Theologie studiert haben, wissen gewiß noch mehr Felder, die schwerwiegende Materie sind und auch normale Leute betreffen, die keine Messen simulieren, unerlaubt Bischöfe weihen oder Attentate auf den Papst verüben.

Wenn man allerdings selbst dann, wenn es sich aufgrund der Lesungen anbietet, nie eine Predigt über das Sakrament der Versöhnung hält, ist es nachvollziehbar, wenn die Leute nach Erstkommunion und Firmung nie mehr zur Beichte gehen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Amanda » Sonnabend 24. September 2016, 20:19

Vir Probatus hat geschrieben:Unser Pfarrer regte sich bereits kurz nach seiner Ankunft auf, daß zu wenig gebeichtet wird. Nur Seelsorge hatte er da noch gar keine gemacht. Also brauchte er wohl Informationen.

Ich hatte mit ihm ein seelsorgerisches Gespräch. Den Inhalt hat er am nächsten Tag in allen Einzelheiten mit meiner Frau besprochen. Das war dann doch zuviel. Ich habe mich im Ordinariat beschwert. Gejuckt hat es niemanden wirklich.
Ich habe bis heute ein sehr ungutes Gefühl.
Das ist nach einer solchen Erfahrung auch nur zu verständlich!
Dieser Priester hat seine amtliche Schweigepflicht verletzt und Dein Vertrauen leichtfertig missbraucht.
Das Ordinariat hätte entsprechend reagieren müssen!
:(
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Protasius » Sonnabend 24. September 2016, 20:21

Vir Probatus hat geschrieben:Unser Pfarrer regte sich bereits kurz nach seiner Ankunft auf, daß zu wenig gebeichtet wird. Nur Seelsorge hatte er da noch gar keine gemacht. Also brauchte er wohl Informationen.

Ich hatte mit ihm ein seelsorgerisches Gespräch. Den Inhalt hat er am nächsten Tag in allen Einzelheiten mit meiner Frau besprochen. Das war dann doch zuviel. Ich habe mich im Ordinariat beschwert. Gejuckt hat es niemanden wirklich.
Ich habe bis heute ein sehr ungutes Gefühl.
:auweia: Das ist natürlich ein ziemlicher Vertrauensbruch. Beichten würde ich bei dem Pfarrer garantiert nicht mehr, solange ich nicht im Sterben liege. Vom Ordinariat hätte ich eigentlich erwartet, daß der Pfarrer einen gehörigen Anpfiff bekommt; das Seelsorgsgeheimnis ist immerhin konkordatär geschützt, damit sollte man nun wahrlich nicht leichtfertig umgehen, selbst wenn es "nur" um ein Seelsorgegespräch geht und nicht um eine Beichte.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Amanda » Sonnabend 24. September 2016, 20:27

Protasius hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Unser Pfarrer regte sich bereits kurz nach seiner Ankunft auf, daß zu wenig gebeichtet wird. Nur Seelsorge hatte er da noch gar keine gemacht. Also brauchte er wohl Informationen.

Ich hatte mit ihm ein seelsorgerisches Gespräch. Den Inhalt hat er am nächsten Tag in allen Einzelheiten mit meiner Frau besprochen. Das war dann doch zuviel. Ich habe mich im Ordinariat beschwert. Gejuckt hat es niemanden wirklich.
Ich habe bis heute ein sehr ungutes Gefühl.
:auweia: Das ist natürlich ein ziemlicher Vertrauensbruch. Beichten würde ich bei dem Pfarrer garantiert nicht mehr, solange ich nicht im Sterben liege. Vom Ordinariat hätte ich eigentlich erwartet, daß der Pfarrer einen gehörigen Anpfiff bekommt; das Seelsorgsgeheimnis ist immerhin konkordatär geschützt, damit sollte man nun wahrlich nicht leichtfertig umgehen, selbst wenn es "nur" um ein Seelsorgegespräch geht und nicht um eine Beichte.
Es regt mich wirklich auf, dass so etwas passieren kann! :motz:
Natürlich mag man einwenden, dass Priester eben auch nur Menschen sind - genauso wie Ärzte und Therapeuten, die auch einer Schweigepflicht unterliegen... dennoch: hier wurde Vertrauen nachhaltig zerstört und dadurch auch der unbefangene Zugang zur Beichte verunmöglicht.
Und ich befürchte, dass Vir Probatus mit einer solchen Erfahrung nicht allein da steht. Das heißt nicht, dass dies en masse geschieht, aber schon dieses eine Mal ist einmal zu viel.
Das ist einfach todtraurig und bitter. :nein: :(
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Juergen » Sonnabend 24. September 2016, 20:31

Protasius hat geschrieben:Sind das denn alle schweren Sünden, die man begehen kann?
http://www.vatican.va/archive/DEU35/_P6I.HTM
Mehr sagt der KKK unter der Überschrift der schweren Sünde nicht. Die Zeit der Listen, was eine schwere Materie ist und was nicht, sind vorbei. Nix genaues weiß man nicht. Und wenn es schon der KKK nicht weiß, woher sollen es dann die Gläubigen wissen.
Gruß
Jürgen

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 24. September 2016, 20:33

Protasius hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Unser Pfarrer regte sich bereits kurz nach seiner Ankunft auf, daß zu wenig gebeichtet wird. Nur Seelsorge hatte er da noch gar keine gemacht. Also brauchte er wohl Informationen.

Ich hatte mit ihm ein seelsorgerisches Gespräch. Den Inhalt hat er am nächsten Tag in allen Einzelheiten mit meiner Frau besprochen. Das war dann doch zuviel. Ich habe mich im Ordinariat beschwert. Gejuckt hat es niemanden wirklich.
Ich habe bis heute ein sehr ungutes Gefühl.
:auweia: Das ist natürlich ein ziemlicher Vertrauensbruch. Beichten würde ich bei dem Pfarrer garantiert nicht mehr, solange ich nicht im Sterben liege. Vom Ordinariat hätte ich eigentlich erwartet, daß der Pfarrer einen gehörigen Anpfiff bekommt; das Seelsorgsgeheimnis ist immerhin konkordatär geschützt, damit sollte man nun wahrlich nicht leichtfertig umgehen, selbst wenn es "nur" um ein Seelsorgegespräch geht und nicht um eine Beichte.
Das interessante war daran, daß meine Frau mich fragte, was es in dem Gespräch gegeben habe.
Ich sagte ihr, das Gespräch fällt unter das Beichtgeheimnis. Am nächsten Tag sprach er meine Frau auf ein Detail an. Sie sagte ihm: Das weiss ich nicht, mein Mann sagte, es sei Beichtgeheimnis.
Daraufhin erklärte er ihr, das sei eben kein Beichtgeheimnis, erklärte worum es ging und insistierte weiter. Sie wusste aber nicht, was er wissen wollte und sagte ihm, er solle mich doch bitte selbst fragen und nicht solche Auskünfte von ihr verlangen.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Juergen » Sonnabend 24. September 2016, 20:47

Protasius hat geschrieben:Was ist mit den Kirchengeboten (Meßbesuch an Sonn- und gebotenen Feiertagen, Empfang der Sakramente zu Ostern)?
Welche denn?

Die nach dem Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche
  1. Du sollst am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen an der Messe teilnehmen und keine Arbeiten und Tätigkeiten verrichten, welche die Heiligung dieser Tage gefährden
  2. Du sollst wenigstens einmal im Jahr die eigenen Sünden beichten und das Sakrament der Versöhnung empfangen.
  3. Du sollst wenigstens zu Ostern das Sakrament der Eucharistie empfangen.
  4. Du sollst die von der Kirche gebotenen Fast- und Abstinenztage halten.
  5. Du sollst im Rahmen der eigenen Möglichkeiten der Kirche in ihren materiellen Erfordernissen beistehen.
Oder die nach dem Katechismus der katholischen Kirche
  1. Du sollst an Sonn- und Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen.
  2. Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal beichten.
  3. Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit sowie in Todesgefahr die heilige Kommunion empfangen.
  4. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.
  5. Du sollst die gebotenen Fasttage halten.
Oder die, wie sie im Katechismus des hl. Papstes Pius X standen
  1. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.
  2. Du sollst an Sonn- und Feiertagen die heilige Messe mitfeiern.
  3. Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten.
  4. Du sollst jährlich wenigstens einmal deine Sünden beichten und die Eucharistie empfangen, und zwar in der Osterzeit.
  5. Du sollst zu verbotenen Zeiten keine feierliche Hochzeit halten.

Offensichtlich ändert sich ja häufiger mal was. Wenn man lange genug wartet, ist dann ein schwere Sünde vielleicht gar keine mehr. :pfeif:
Gruß
Jürgen

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 24. September 2016, 20:48

@Vir Probatus
Was Du hier schilderst ist schon ein Hammer. Beichten würde ich bei so einem Primitivling sicher auch nicht mehr.
Aber ich hätte ihm schon in einem Vieraugengespräch sehr klar gesagt was ich von so einem Vertrauensbruch halte und warum ich bei Ihm in Zukunft weder beichten noch eine Messe besuchen werde.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 24. September 2016, 20:56

martin v. tours hat geschrieben:@Vir Probatus
Was Du hier schilderst ist schon ein Hammer. Beichten würde ich bei so einem Primitivling sicher auch nicht mehr.
Aber ich hätte ihm schon in einem Vieraugengespräch sehr klar gesagt was ich von so einem Vertrauensbruch halte und warum ich bei Ihm in Zukunft weder beichten noch eine Messe besuchen werde.
Das ist auch erfolgt. Da hat sich die Abteilung Qualitätssicherung mit beschäftigt und ich habe, wegen noch ganz anderer Dinge die hier aber OT sind, den Kirchenvorstand verlassen.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Edi » Sonnabend 24. September 2016, 20:59

http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 25. September 2016, 05:07

Edi hat geschrieben:http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Theorie und Praxis sind ja bekanntlich oft sehr verschieden.
Die Wahrung des Beichtgeheimnisses setzt ganz sicher ein extremes Maß an Charakterfestigkeit, Anstand etc. voraus.
Ich will hier keinen Generalverdacht schüren. Nur wenn ich schon erlebe, daß sich ein Pfarrer generell und nicht nur im Umgang mit mir "wie ein Waschweib" aufführt, wie sollte ich dann annehmen, daß er das Beichtgeheimnis wahrt? Das eine baut wohl auf dem anderen auf. Die Voraussetzungen sind dann eben nicht gegeben.

Besonders schlimm geht es in Sachen Mißbrauch auf diesem Gebiet wohl in geistlichen Gemeinschaften zu, wo den Mitgliedern gleich bestimmte Beichtväter (aus der Gemeinschaft) und Beichtfrequenzen vorgeschrieben sind.

Frau Wagner hat in Ihrem Buch "Nicht mehr ich" dazu einiges geschrieben, was ich ihr auch glaube.
Oder siehe Opusfrei.org >> Die Vorwürfe >> Über das Forum Internum des Gewissens

Es kann vermutlich keine besseren Informationen zur Steuerung und Formung von Ordensnovizen geben, als eben die aus der Beichte bekannten Dinge.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Hubertus
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Hubertus » Sonntag 25. September 2016, 12:03

Vir Probatus hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Theorie und Praxis sind ja bekanntlich oft sehr verschieden.
Die Wahrung des Beichtgeheimnisses setzt ganz sicher ein extremes Maß an Charakterfestigkeit, Anstand etc. voraus.
Ich will hier keinen Generalverdacht schüren. Nur wenn ich schon erlebe, daß sich ein Pfarrer generell und nicht nur im Umgang mit mir "wie ein Waschweib" aufführt, wie sollte ich dann annehmen, daß er das Beichtgeheimnis wahrt? Das eine baut wohl auf dem anderen auf. Die Voraussetzungen sind dann eben nicht gegeben.

Besonders schlimm geht es in Sachen Mißbrauch auf diesem Gebiet wohl in geistlichen Gemeinschaften zu, wo den Mitgliedern gleich bestimmte Beichtväter (aus der Gemeinschaft) und Beichtfrequenzen vorgeschrieben sind.

Frau Wagner hat in Ihrem Buch "Nicht mehr ich" dazu einiges geschrieben, was ich ihr auch glaube.
Oder siehe Opusfrei.org >> Die Vorwürfe >> Über das Forum Internum des Gewissens

Es kann vermutlich keine besseren Informationen zur Steuerung und Formung von Ordensnovizen geben, als eben die aus der Beichte bekannten Dinge.
Du ziehst als aus einer - zugegebenermaßen unerfreulichen, vllt. sogar unakzeptablen - Einzelerfahrung mit einem Priester, die noch nicht einmal Beichtsiegelbruch i.e.S. beinhaltete (oder hatte das "Seelsorgsgespräch" einen sakramentalen Charakter?) den Schluß, die Ohrenbeichte sei generell abzulehnen? Und unterfütterst dies mit weiteren Mutmaßungen, die Du vom Hörensagen (bzw. Lesen) kennst ("wohl", "vermutlich")? Sorry, aber wenn das alles ist, machst Du es Dir aus meiner Sicht zu leicht.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lupus
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Lupus » Sonntag 25. September 2016, 13:16

Vir Probatus hat geschrieben: Theorie und Praxis sind ja bekanntlich oft sehr verschieden.

Ich will hier keinen Generalverdacht schüren.

Besonders schlimm geht es in Sachen Mißbrauch auf diesem Gebiet wohl in geistlichen Gemeinschaften zu, wo den Mitgliedern gleich bestimmte Beichtväter (aus der Gemeinschaft) und Beichtfrequenzen vorgeschrieben sind.

Frau Wagner hat in Ihrem Buch "Nicht mehr ich" dazu einiges geschrieben, was ich ihr auch glaube.
Oder siehe Opusfrei.org >> Die Vorwürfe >> Über das Forum Internum des Gewissens

Es kann vermutlich keine besseren Informationen zur Steuerung und Formung von Ordensnovizen geben, als eben die aus der Beichte bekannten Dinge.
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"...keinen Generalverdacht schüren" ?

Dann aber, bitte, auch keine neuen "Kohlen ins Feuer legen".

Solch unnötige "Kohle" ist z.B. die hier eindeutig behauptete Sache "Mißbrauch in geistlichen Gemeinschaften" mit der als Tatsache behaupteten Vorschrift bestimmter Beichtväter und vorgeschriebener Beichtzeiten!

Ich war im Noviziat der SDB in Ensdorf in der Oberpfalz und kann also aus eigenem Erleben berichten, dass solche Verdächtigungen aus der Luft gegriffen sind.

Aus wohl möglichen Einzelfällen auf das ganze Institut "Noviziat" zu schließen, ist meiner Meinung nach unredlich und schürt lediglich eigene Abneigungen und leeres Geschwätz bei anderen.

Und wenn eine Dame aus einer religiösen Gemeinschaft ausgetreten ist und dann darüber noch ein Buch schreibt, dann ist das,- für mich jedenfalls-, verdächtig, weil sie offensichtlich sich selbst für den Nabel der Welt hielt und meint, da sie selbst ihren Nabel nicht mehr sieht, andere auf sich aufmerksam machen zu sollen.
Sie bringt sicher nicht ihre eigenen Unzulänglichkeiten zur Sprache und sucht deshalb die Schuld bei anderen oder der ganzen Gemeinschaft.

Im Gebet verbunden!

+Lupus
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 25. September 2016, 17:53

Hubertus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Theorie und Praxis sind ja bekanntlich oft sehr verschieden.
Die Wahrung des Beichtgeheimnisses setzt ganz sicher ein extremes Maß an Charakterfestigkeit, Anstand etc. voraus.
Ich will hier keinen Generalverdacht schüren. Nur wenn ich schon erlebe, daß sich ein Pfarrer generell und nicht nur im Umgang mit mir "wie ein Waschweib" aufführt, wie sollte ich dann annehmen, daß er das Beichtgeheimnis wahrt? Das eine baut wohl auf dem anderen auf. Die Voraussetzungen sind dann eben nicht gegeben.

Besonders schlimm geht es in Sachen Mißbrauch auf diesem Gebiet wohl in geistlichen Gemeinschaften zu, wo den Mitgliedern gleich bestimmte Beichtväter (aus der Gemeinschaft) und Beichtfrequenzen vorgeschrieben sind.

Frau Wagner hat in Ihrem Buch "Nicht mehr ich" dazu einiges geschrieben, was ich ihr auch glaube.
Oder siehe Opusfrei.org >> Die Vorwürfe >> Über das Forum Internum des Gewissens

Es kann vermutlich keine besseren Informationen zur Steuerung und Formung von Ordensnovizen geben, als eben die aus der Beichte bekannten Dinge.
Du ziehst als aus einer - zugegebenermaßen unerfreulichen, vllt. sogar unakzeptablen - Einzelerfahrung mit einem Priester, die noch nicht einmal Beichtsiegelbruch i.e.S. beinhaltete (oder hatte das "Seelsorgsgespräch" einen sakramentalen Charakter?) den Schluß, die Ohrenbeichte sei generell abzulehnen? Und unterfütterst dies mit weiteren Mutmaßungen, die Du vom Hörensagen (bzw. Lesen) kennst ("wohl", "vermutlich")? Sorry, aber wenn das alles ist, machst Du es Dir aus meiner Sicht zu leicht.
Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 25. September 2016, 18:17

Edi hat geschrieben:http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Der Text ist problematisch.
Wenn jemand mit einem Priester außerhalb der sakramentalen Beichte über Dinge sprechen will, die er sakramental gebeichtet hat, darf der Priester erst dann mit ihm darüber sprechen, wenn er die Dinge außerhalb der Beichte nochmals wiederholt. Auch der Pönitent kann nicht vom Beichtgeheimnis dispensieren.
Vir Probatus hat geschrieben:Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Nicht der Inhalt bestimmt, ob das Beichtgeheimnis gilt, sondern die Form. Absolut gilt das Beichtgeheimnis nur für Dinge, die in der sakramentalen Beichte gesprochen werden.
Früher war das den Leuten klar, weil sie zum Beichten in den Schrank Beichtstuhl gingen. Was dort gesprochen wurde unterlag dem Beichtgeheimnis. Alles was außerhalb des Beichtstuhls mit dem Priester besprochen wurde, unter lag nicht dem Beichtgeheimnis. Seit man versucht die Beichte aus dem Beichtstuhl heraus zu nehmen und auf die Straße zu verlagern, verwischen die Grenzen. Das Problem ist hausgemacht.
Gruß
Jürgen

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Fragesteller » Sonntag 25. September 2016, 18:33

Juergen hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Nicht der Inhalt bestimmt, ob das Beichtgeheimnis gilt, sondern die Form.
Ja. Aber wer zu charakterlos ist, auf schutzwürdige Inhalte achtzugeben, dem darf man zutrauen, dass das Hinzutreten einer schutzwürdigen Form für ihn auch keinen Unterschied mehr macht.

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Hubertus » Sonntag 25. September 2016, 18:49

Vir Probatus hat geschrieben:Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Beichte = Sakrament; Seelsorgsgespräch ≠ Sakrament. Das Beichtgeheimnis im eigentlichen Sinne umfaßt nur Inhalte, die der Priester in der Beichte erfährt.
Vir Probatus hat geschrieben:Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Das nehme ich Dir auch ab. Ich will auch das Verhalten des Priesters gar nicht verteidigen, ich weiß über die Sache ja nichts und will auch nichts wissen.
Ich kann Dich jedenfalls in diesem Punkte völlig verstehen. Ich sage nur, daß Du aus meiner Sicht völlig unzulässig verallgemeinerst, indem Du die Ohrenbeichte generell angreifst.
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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Protasius » Sonntag 25. September 2016, 18:51

Fragesteller hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Nicht der Inhalt bestimmt, ob das Beichtgeheimnis gilt, sondern die Form.
Ja. Aber wer zu charakterlos ist, auf schutzwürdige Inhalte achtzugeben, dem darf man zutrauen, dass das Hinzutreten einer schutzwürdigen Form für ihn auch keinen Unterschied mehr macht.
Ein Unterschied könnte sein, daß bei direkter Verletzung des Beichtgeheimnisses eine dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation folgt. Selbst wenn jemand ein charakterloses Schwein sein sollte, ist er nicht unbedingt blöd.

Aber wie gesagt, bei dem hier in Rede stehenden Priester würde ich auch nicht beichten wollen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Alles zu Bußsakrament/Beichte 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 25. September 2016, 18:51

Juergen hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:http://www.bistum-eichstaett.de/sakrame ... re-fragen/

Daraus: "Das Beichtgeheimnis
Der Priester ist zur völligen Geheimhaltung dessen verpflichtet, was ihm in der Beichte bekannt wird. Davon gibt es keine Ausnahme. Der Priester darf auch mit dem Beichtenden selbst außerhalb der Beichte nur über Inhalte des Beichtgespräches sprechen, wenn der Empfänger des Bußsakramentes das ausdrücklich wünscht. Auch staatlich ist das Beichtgeheimnis geschützt, so dass der Priester vor Gericht das Recht hat, eine Aussage zu verweigern, wenn diese das Beichtgeheimnis wie auch immer tangieren würde. Würde ein Priester gegen diese Geheimhaltungspflicht verstoßen, würde er die Beichtvollmacht und alle anderen Ämter und Würden verlieren. Von der schweren Sünde, das Beichtgeheimnis zu brechen, kann nur durch den Papst selbst losgesprochen werden.
Auch wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist zum Schweigen verpflichtet."
Der Text ist problematisch.
Wenn jemand mit einem Priester außerhalb der sakramentalen Beichte über Dinge sprechen will, die er sakramental gebeichtet hat, darf der Priester erst dann mit ihm darüber sprechen, wenn er die Dinge außerhalb der Beichte nochmals wiederholt. Auch der Pönitent kann nicht vom Beichtgeheimnis dispensieren.
Vir Probatus hat geschrieben:Was soll die Frage nach "Sakramentalem Charakter"? Was ist das überhaupt?
Du darfst mir abnehmen oder es auch lassen: Das Gespräch hatte einen schutzwürdigen Inhalt.
Nicht der Inhalt bestimmt, ob das Beichtgeheimnis gilt, sondern die Form. Absolut gilt das Beichtgeheimnis nur für Dinge, die in der sakramentalen Beichte gesprochen werden.
Früher war das den Leuten klar, weil sie zum Beichten in den Schrank Beichtstuhl gingen. Was dort gesprochen wurde unterlag dem Beichtgeheimnis. Alles was außerhalb des Beichtstuhls mit dem Priester besprochen wurde, unter lag nicht dem Beichtgeheimnis. Seit man versucht die Beichte aus dem Beichtstuhl heraus zu nehmen und auf die Straße zu verlagern, verwischen die Grenzen. Das Problem ist hausgemacht.
Ich habe nicht gefordert, daß das Beichtgeheimnis hier gilt.
Gut, ich habe das meiner Frau gesagt, damit sie nicht weiter bohrt. Ansonsten habe ich die (notwendige) Diskretion in einer persönlichen Angelegenheit erwartet. Im übrigen sind KV Interna immer nicht öffentlich. KV Mitglieder sind immer gg. Dritten zum Schweigen verpflichtet. Darüber wird auch jeder aufgeklärt, der da anfängt. Man muß es sogar geloben.
Und es ging um solche Interna. Sakramental: Nein, aber eben nicht öffentlich und dazu sehr persönlich.

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