"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

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Protasius
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Protasius » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:08

umusungu hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Peter Winnemöller hat geschrieben: "Sie haben oft genug den Glauben in Lehre und Praxis verhunzt, die Liturgie versaut, die treuen Gläubigen verprellt und ganze Generationen hyperaktiven Superlaien hervorgebracht .... "
und: "Hochwürdige Herren, Ihr habt genügend Schaden angerichtet. Lasst die Kirche meines Herrn endlich in Ruhe! Und haltet endlich die Klappe!"
Dieser Winnemüller ist einfach nicht ernstzunehmen. Wer sich derart außerhalb jeglichen Anstandes ausdrückt und seinen Frust nur noch in die Gegend rotzt, sollte lieber selber die Klappe halten.
Ich möchte ja nicht wissen, wie bescheiden sein Einsatz für die "Kirche seines Herrn" in den letzten Jahrzehnten war - und der seiner Familie.
Sein Angriff galt doch einem halben Jahrhundert Priestern, die er alle als Schädiger der Kirche beschreibt.
Wo hat denn Winnemöller
* die tägliche Kreuzwegandacht in der Fastenzeit organisiert?
* die tägliche Maiandacht im Mai organisiert?
* die tägliche Rosenkranzandacht im Oktober organisiert?
* die Wallfahrten organisiert?
Kenne ich alles aus den 60er Jahren - von (hyperaktiven) Laien organisiert und durchgeführt.
Kenne ich teilweise aus meinen Pfarreien heute auch!
Ich kann nur allen Untergangspropheten empfehlen: aktiviert euch an mindestens einem Punkt in eurem Sinne!
Grundsätzlich hast du damit Recht, aber so etwas gegen den Willen des örtlichen Klerus durchzuführen ist extrem schwierig. Außerdem ist das keine Antwort auf die Probleme in der Katechese, die in Winnemöllers Artikel angesprochen werden.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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umusungu
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:19

Protasius hat geschrieben:Grundsätzlich hast du damit Recht, aber so etwas gegen den Willen des örtlichen Klerus durchzuführen ist extrem schwierig. Außerdem ist das keine Antwort auf die Probleme in der Katechese, die in Winnemöllers Artikel angesprochen werden.
Jeder Pfarrer/Kaplan wäre heilfroh, wenn Menschen aus der Gemeinde mit diesen Ideen kämen und sie verantworten würden.
"Der Widerstand des örtlichen Klerus" ist auch eine Mär.
Winnemöller kann außer der Vokabel "Katechese" nichts zum Thema beitragen.
Was glaubst Du, würde ein Artikel über Wochen über die "Sonntagspflicht" im Pfarrbrief nützen?

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Gallus
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:34

umusungu hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:Grundsätzlich hast du damit Recht, aber so etwas gegen den Willen des örtlichen Klerus durchzuführen ist extrem schwierig. Außerdem ist das keine Antwort auf die Probleme in der Katechese, die in Winnemöllers Artikel angesprochen werden.
Jeder Pfarrer/Kaplan wäre heilfroh, wenn Menschen aus der Gemeinde mit diesen Ideen kämen und sie verantworten würden.
"Der Widerstand des örtlichen Klerus" ist auch eine Mär.
Winnemöller kann außer der Vokabel "Katechese" nichts zum Thema beitragen.
Was glaubst Du, würde ein Artikel über Wochen über die "Sonntagspflicht" im Pfarrbrief nützen?
Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!

Und jetzt erzähl uns nochmal, daß mit der Katechese in unseren Breiten alles in Ordnung ist. :nein:

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umusungu
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:51

Gallus hat geschrieben:Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!
ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
"Lamm Gottes" und "Gottes Sohn" wären davon doch überhaupt nicht betroffen [um das heutige Evangelium zu bemühen].
Erklär bitte heutigen Menschen, welche DNA Jesus von Nazareth gehabt hat.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Protasius » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:56

umusungu hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!
ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
"Lamm Gottes" und "Gottes Sohn" wären davon doch überhaupt nicht betroffen [um das heutige Evangelium zu bemühen].
Erklär bitte heutigen Menschen, welche DNA Jesus von Nazareth gehabt hat.
Wie könnte er Gottes einziger Sohn sein (Joh 3, 16), wenn er der Sohn Josephs gewesen wäre?
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von ad-fontes » Sonnabend 14. Januar 2017, 22:57

umusungu hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!
ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
"Lamm Gottes" und "Gottes Sohn" wären davon doch überhaupt nicht betroffen [um das heutige Evangelium zu bemühen].
Erklär bitte heutigen Menschen, welche DNA Jesus von Nazareth gehabt hat.
Die der Gottesmutter!
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sempre » Sonnabend 14. Januar 2017, 23:06

umusungu hat geschrieben:ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
Das ist halt Lügenpresse. Die mag nicht jeder.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von ar26 » Sonnabend 14. Januar 2017, 23:37

umusungu hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!
ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
"Lamm Gottes" und "Gottes Sohn" wären davon doch überhaupt nicht betroffen [um das heutige Evangelium zu bemühen].
Erklär bitte heutigen Menschen, welche DNA Jesus von Nazareth gehabt hat.
Wenn es so gewesen wäre, hätte ich mich nicht darüber aufgeregt. Es war aber nicht so. Daher haben die Glieder der Kirche, insbesondere jene, die von ihr bezahlt werden, dies auch so kund zu tun.

Ansonsten stimme ich Dir zu. Ist ist stets besser zu handeln als zu jammern. Wer kann, sollte sich engagieren. Mittlerweile kauen meines Erachtens so viele Pfarreien personell so auf dem Zahnfleisch, da freut man sich auch über das Engagement des konservativ-traditionellen Laien.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Sonnabend 14. Januar 2017, 23:40

umusungu hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Wir haben ja gerade im Nachbarstrang (http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=3&t=18974) wieder so einen Fall, da wird in einer Bistumszeitung (!) die Frage eines Lesers nach der Gottessohnschaft Christi ausweichend beantwortet. Man traut sich nicht so recht, klar zu sagen, daß in diesem in der Geschichte einmaligen Fall Gott an der Biologie vorbei interveniert hat. In einer Bistumszeitung!
ich frage mich immer, woher diese ungeheure Aufregung stammt, wenn Jesus biologischer Sohn von Maria und Josef gewesen wäre?
"Lamm Gottes" und "Gottes Sohn" wären davon doch überhaupt nicht betroffen [um das heutige Evangelium zu bemühen].
Erklär bitte heutigen Menschen, welche DNA Jesus von Nazareth gehabt hat.
Die Kirche muß klar und unverkürzt den ganzen Glauben verkünden. Wenn wir den Leuten voller Überzeugung und Freude sagen, daß Gott, der die Welt erschaffen hat, natürlich auch ohne Schwierigkeiten an der Lehrbuch-Biologie vorbei, durch den Heiligen Geist in Maria Mensch werden konnte, dann hat das vielleicht etwas ansteckendes.

Wenn wir unseren Glauben dagegen sogar in einer Bistumszeitung (!!!) schon klein machen und herumstottern – "Jaja, Gottes Sohn ist er irgendwie schon, aber an der Biologie vorbei ging das nicht, da wird der Josef schon in der Kiste gewesen sein mit der Maria, so groß ist unser Gott ja doch nicht, daß er da einfach mit dem Heiligen Geist... nee, also, da müssen wir dem modernen Menschen schon etwas entgegen kommen...".

Ja, meine Güte, wen wollt Ihr halbherzigen Zeitgeistpriester denn so mit dem Glauben an Christus anstecken? :achselzuck:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Sonntag 15. Januar 2017, 00:19

Gallus hat geschrieben:Ja, meine Güte, wen wollt Ihr halbherzigen Zeitgeistpriester denn so mit dem Glauben an Christus anstecken? :achselzuck:
Will der Umu das überhaupt? Ich vermute, eher nicht. Missionarischer Elan sieht anders aus. Inhaltlich ist er wohl auf dem Stand von 1965 ungefähr, wie mir scheint. Hat sich offenbar vermutlich kaum bis gar nicht fortgebildet.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 15. Januar 2017, 06:26

Niels hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Ja, meine Güte, wen wollt Ihr halbherzigen Zeitgeistpriester denn so mit dem Glauben an Christus anstecken? :achselzuck:
Will der Umu das überhaupt? Ich vermute, eher nicht. Missionarischer Elan sieht anders aus. Inhaltlich ist er wohl auf dem Stand von 1965 ungefähr, wie mir scheint. Hat sich offenbar vermutlich kaum bis gar nicht fortgebildet.
Dieses Statement ist jetzt leider auch nicht besser als die Tiraden des Herrn Winnemöller: Sorry.
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonntag 15. Januar 2017, 07:17

Vir Probatus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Ja, meine Güte, wen wollt Ihr halbherzigen Zeitgeistpriester denn so mit dem Glauben an Christus anstecken? :achselzuck:
Will der Umu das überhaupt? Ich vermute, eher nicht. Missionarischer Elan sieht anders aus. Inhaltlich ist er wohl auf dem Stand von 1965 ungefähr, wie mir scheint. Hat sich offenbar vermutlich kaum bis gar nicht fortgebildet.
Dieses Statement ist jetzt leider auch nicht besser als die Tiraden des Herrn Winnemöller: Sorry.
Und wieder einmal zeigt sich, daß Du Probleme mit wahrheitsgemäßen Feststellungen hast; offenbar unabhängig davon, ob sie von Peter Winnemöller oder dem Foranten Niels getätigt werden! :daumen-runter:
Von wegen vir probatus und so. :D :D :D
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Fragesteller » Sonntag 15. Januar 2017, 08:29

Diese Hetze ist vermutlich integraler Bestandteil des Geschäftsmodells "freier Gesinnungsjournalist": Je krasser, einseitiger und lauter man argumentiert, desto mehr hebt man sich aus der Masse der Mitbewerber heraus und gewinnt einen Marktvorteil. Das erinnert an David Berger.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 15. Januar 2017, 08:30

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Ja, meine Güte, wen wollt Ihr halbherzigen Zeitgeistpriester denn so mit dem Glauben an Christus anstecken? :achselzuck:
Will der Umu das überhaupt? Ich vermute, eher nicht. Missionarischer Elan sieht anders aus. Inhaltlich ist er wohl auf dem Stand von 1965 ungefähr, wie mir scheint. Hat sich offenbar vermutlich kaum bis gar nicht fortgebildet.
Dieses Statement ist jetzt leider auch nicht besser als die Tiraden des Herrn Winnemöller: Sorry.
Und wieder einmal zeigt sich, daß Du Probleme mit wahrheitsgemäßen Feststellungen hast; offenbar unabhängig davon, ob sie von Peter Winnemöller oder dem Foranten Niels getätigt werden! :daumen-runter:
Von wegen vir probatus und so. :D :D :D
Ich habe kein Problem mit "Wahrheitsgemässen Feststellungen".
Nur sind die entsprechenden Themen unter Konservativen obsolet und entsprechende Threads (nicht nur hier) gesperrt.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonntag 15. Januar 2017, 09:09

Fragesteller hat geschrieben:Diese Hetze ist vermutlich integraler Bestandteil des Geschäftsmodells "freier Gesinnungsjournalist": Je krasser, einseitiger und lauter man argumentiert, desto mehr hebt man sich aus der Masse der Mitbewerber heraus und gewinnt einen Marktvorteil. Das erinnert an David Berger.
In dieser Einlassung zeigt sich der Terror einer ökonomistischen Weltsicht, in der jedes Verhalten einem wirtschaftlichen Kalkül unterworfen wird.

Eine ehrliche Phillipika wird so relativiert und als mehr oder weniger irrelevant hingestellt; mit der Folge, daß das in der Phillipika angesprochene Problem nicht weiter angegegangen werden muß. :ikb_2guns:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonntag 15. Januar 2017, 09:12

Vir Probatus hat geschrieben:Ich habe kein Problem mit "Wahrheitsgemässen Feststellungen".
......
Wenn Du kein Problem mit wahrheitsgemässen Feststellungen hättest, würdest Du der Einlassung von Niels zustimmen. 8)

Niels kann nichts dafür, daß Dir der real exitierende Katholizismus in Deutschland Deinen persönlichen Glauben zerstört hat. Also mache ihn auch nicht verantwortlich dafür ...............
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 5. Februar 2017, 18:43

Heute Morgen nach der Messe:
Grosse Aufregung in unserer Sakristei. Die Messweinflasche ist leer, aber am letzten Sonntag war noch eine gute Portion da.
Nur ein in Ausbildung befindlicher Wort-Gottes-Feier-Leiter hatte in der Woche eine "Veranstaltung". Dafür kommt aber kein Küster.

Erkenntnis der Umstehenden: "Also hat er den Messwein .... dafür .... benötigt".
Ein Kontrollbesuch des Pfarrers scheint vielleicht doch ratsam.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Montag 6. Februar 2017, 09:42

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 13. Januar 2017, 19:03
Natürlich könnten die Herren zusammenleben, mit wem sie wollen. Sie werden aber vermutlich noch über das Bistum verstreut priesterliche Aufgaben übernehmen, wie fast alle ihres Alters, die das noch irgendwie können.
Deshalb finde ich besonders diesen Anwurf geradezu bodenlos "Man hat wohl im Schwung des Konzils damals die Weihe zu locker genommen und die damit verbunden Versprechen zu leichtfertig abgegeben, da man glaubte, das würde ohnehin in Kürze alles geändert."
nur um das klar zu sagen kein Priester in Ruhe ist verpflichtet aushilfen zu machen ich kenne in der Erzdiözese 5 die das auch dem Kardinal gegenüber verweigern wenn ich noch weiter machen soll hätten sie mich nicht pensionieren dürfen

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Montag 6. Februar 2017, 09:48

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 13. Januar 2017, 19:03

Deshalb finde ich besonders diesen Anwurf geradezu bodenlos "Man hat wohl im Schwung des Konzils damals die Weihe zu locker genommen und die damit verbunden Versprechen zu leichtfertig abgegeben, da man glaubte, das würde ohnehin in Kürze alles geändert."
Das hat man damals in vielen deutschen Priesterseminaren tatsächlich den Alumnen gesagt. Sinngemäß: "Der Zölibat wird eh bald abgeschafft - alles kein Problem."
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Montag 6. Februar 2017, 09:49

Vir Probatus hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 18:43
Heute Morgen nach der Messe:
Grosse Aufregung in unserer Sakristei. Die Messweinflasche ist leer, aber am letzten Sonntag war noch eine gute Portion da.
Nur ein in Ausbildung befindlicher Wort-Gottes-Feier-Leiter hatte in der Woche eine "Veranstaltung". Dafür kommt aber kein Küster.

Erkenntnis der Umstehenden: "Also hat er den Messwein .... dafür .... benötigt".
Ein Kontrollbesuch des Pfarrers scheint vielleicht doch ratsam.
Manche "Wort-Gottes-Feier" kann man sich wohl nur schöntrinken. :ikb_wine:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Montag 6. Februar 2017, 09:50

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 6. Februar 2017, 09:42
ich kenne in der Erzdiözese 5 die das auch dem Kardinal gegenüber verweigern wenn ich noch weiter machen soll hätten sie mich nicht pensionieren dürfen
Verständlich.
Aber Privatmessen werden sie wohl noch feiern, oder?
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Montag 6. Februar 2017, 09:54

der eine um 6 uhr 30 das weiß ich

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Montag 6. Februar 2017, 11:34

Niels hat geschrieben:
Montag 6. Februar 2017, 09:49
Vir Probatus hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 18:43
Heute Morgen nach der Messe:
Grosse Aufregung in unserer Sakristei. Die Messweinflasche ist leer, aber am letzten Sonntag war noch eine gute Portion da.
Nur ein in Ausbildung befindlicher Wort-Gottes-Feier-Leiter hatte in der Woche eine "Veranstaltung". Dafür kommt aber kein Küster.

Erkenntnis der Umstehenden: "Also hat er den Messwein .... dafür .... benötigt".
Ein Kontrollbesuch des Pfarrers scheint vielleicht doch ratsam.
Manche "Wort-Gottes-Feier" kann man sich wohl nur schöntrinken. :ikb_wine:
Der Gedankengang war eher, er könne die Wandlung simuliert haben.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Polykarp » Montag 20. Februar 2017, 15:20

umusungu hat geschrieben:
Sonnabend 14. Januar 2017, 22:19
Protasius hat geschrieben:Grundsätzlich hast du damit Recht, aber so etwas gegen den Willen des örtlichen Klerus durchzuführen ist extrem schwierig. Außerdem ist das keine Antwort auf die Probleme in der Katechese, die in Winnemöllers Artikel angesprochen werden.
Jeder Pfarrer/Kaplan wäre heilfroh, wenn Menschen aus der Gemeinde mit diesen Ideen kämen und sie verantworten würden.
"Der Widerstand des örtlichen Klerus" ist auch eine Mär.
Winnemöller kann außer der Vokabel "Katechese" nichts zum Thema beitragen.
Was glaubst Du, würde ein Artikel über Wochen über die "Sonntagspflicht" im Pfarrbrief nützen?
Der Widerstand des örtlichen Klerus ist leider sehr real! Nicht überall, aber an einigen Orten. Aktuelles Beispiel: Zwei ehrenamtliche Kirchenmusiker singen regelmäßig die Vesper an verschiedenen Orten, z.T. alleine. Da kommen sie auf die Idee, dies Sonntags in der Pfarrkirche zu tun und dies als regelmäßigen Gemeindegottesdienst
durchzuführen. Um sich nicht zu viel vorzunehmen, zunächst einmal alle 6 Wochen. Obwohl beide den bescheidenen Anspruch haben, dass es zu zweit auch in Ordnung ist und es kein Verlust ist, wenn niemand dazukommt, der Pfarrer außerdem keinerlei Arbeit damit hätte, lehnt dieser ab: "Kommen eh viel zu wenige. Lohnt sich nicht". In ähnlicher Form die letzten Jahre immer wieder erlebt.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Montag 20. Februar 2017, 15:30

Es ist eine alte Erfahrung, die sich sowohl in der Landwirtschaft als auch beim Klerus und ebenso bei den Laien in der Kirche bis heute immer wieder bewahrheitet: Zwei Gockel auf einem Misthaufen, das funktioniert nicht.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Schwenkelpott » Montag 20. Februar 2017, 17:19

Polykarp hat geschrieben:
Montag 20. Februar 2017, 15:20
[...] Aktuelles Beispiel: Zwei ehrenamtliche Kirchenmusiker singen regelmäßig die Vesper an verschiedenen Orten, z.T. alleine. Da kommen sie auf die Idee, dies Sonntags in der Pfarrkirche zu tun und dies als regelmäßigen Gemeindegottesdienst
durchzuführen. Um sich nicht zu viel vorzunehmen, zunächst einmal alle 6 Wochen. Obwohl beide den bescheidenen Anspruch haben, dass es zu zweit auch in Ordnung ist und es kein Verlust ist, wenn niemand dazukommt, der Pfarrer außerdem keinerlei Arbeit damit hätte, lehnt dieser ab: "Kommen eh viel zu wenige. Lohnt sich nicht". [...]
:/

In meiner Gemeinde gibt es regelmäßig Laudes und Vesper, die gut angenommen werden (der Pfarrer ist meistens auch mit dabei). Was zusätzliche Horen zu anderen Zeiten und Tagen als diesen festen Terminen angeht, meinte der Pfarrer, dass man sich einfach mit dem Gotteslob ins Chorgestühl setzen und beten könne. Dafür sei die Kirche ja da.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 21. Februar 2017, 08:35

taddeo hat geschrieben:
Montag 20. Februar 2017, 15:30
Es ist eine alte Erfahrung, die sich sowohl in der Landwirtschaft als auch beim Klerus und ebenso bei den Laien in der Kirche bis heute immer wieder bewahrheitet: Zwei Gockel auf einem Misthaufen, das funktioniert nicht.
die engagierten Laien aller Couleur sind doch ein bissl mehr als zwei :D

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Donnerstag 2. März 2017, 16:34

Lange nichts gehört vom ZDK, ob die sich wohl mal was ganz Originelles ausdenken?

https://www.domradio.de/themen/ökumene/ ... -abendmahl

Nein.

:achselzuck:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von PascalBlaise » Donnerstag 2. März 2017, 19:16

Die Kirche muss sich ganz dringend erneuern.
Und zwar von innen heraus.
Vielleicht wäre ein Stromausfall ganz hilfreich.
Wenn abends der Fernseher nicht geht... :pfeif:
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Niels
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Donnerstag 2. März 2017, 19:25

"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

PascalBlaise
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von PascalBlaise » Donnerstag 2. März 2017, 19:54

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 2. März 2017, 19:25
Denkst Du an sowas: http://www.n-tv.de/politik/dossier/Baby ... 32699.html
;D
Genau. Das ist die Art der Erneuerung, die die Kirche wirklich braucht.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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HeGe
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Montag 13. März 2017, 18:12

„Kirchenwende“ gefordert

Inhaltlich die gleichen Forderungen wie immer. :gaehn:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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