"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Allgemein Katholisches.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Donnerstag 12. Januar 2017, 11:15

Raphael hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:"Neuere theologische Erkenntnisse" , Du wirst von mir doch nicht in zwei oder drei Sätzen eine Erklärung der Bedeutung der historisch-kritischen Methode erwarten? So neu sind diese Erkenntnisse auch gar nicht, waren sie noch nicht mal 1970, neu und selten war lediglich ihre Nutzung für Predigt und Seelsorge. Ein gutes Beispiel ihrer theologischen Nutzung bieten zum Beispiel die letzten Bücher Papst Benedikts, besonders das Jesusbuch.
Die drei Jesus-Bücher von Papst Benedikt XVI. als Muster-Beispiel für die Anwendung der historisch-kritischen Methode in der Exegese? Das meinst Du nicht ernst, oder? :hmm:
Doch, das ist ein sehr treffender Hinweis! Papst Benedikt zeigt mustergültig, wie man die historisch-kritische Exegese theologisch sinnvoll nutzbar machen kann, ohne sie isoliert als allein seligmachende Methode zu betrachten.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 11:51

taddeo hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:"Neuere theologische Erkenntnisse" , Du wirst von mir doch nicht in zwei oder drei Sätzen eine Erklärung der Bedeutung der historisch-kritischen Methode erwarten? So neu sind diese Erkenntnisse auch gar nicht, waren sie noch nicht mal 1970, neu und selten war lediglich ihre Nutzung für Predigt und Seelsorge. Ein gutes Beispiel ihrer theologischen Nutzung bieten zum Beispiel die letzten Bücher Papst Benedikts, besonders das Jesusbuch.
Die drei Jesus-Bücher von Papst Benedikt XVI. als Muster-Beispiel für die Anwendung der historisch-kritischen Methode in der Exegese? Das meinst Du nicht ernst, oder? :hmm:
Doch, das ist ein sehr treffender Hinweis! Papst Benedikt zeigt mustergültig, wie man die historisch-kritische Exegese theologisch sinnvoll nutzbar machen kann, ohne sie isoliert als allein seligmachende Methode zu betrachten.
Er greift auf die Erkenntnisse der historisch-kritischen Exegese nur rudimentär zurück!
Und wenn, dann nur in der Zusammenschau mit bereits bewährten Auslegungsmethoden.

Implizit wird damit der HKE ein bestimmter Platz zugewiesen: Eine letztlich verzichtbare Variante! 8)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 11:55

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Als Musterbeispiel der Verarbeitung exegetischer Erkenntnisse in der Dogmatik, lies mal die Quellenverweise. Du könntest wirklich an Deinem Leseverständnis arbeiten.
Mein Leseverständnis sah, daß in Deiner Einlassung die HKE erwähnt wurde, die vorher nicht thematisiert worden war. :roll:

Im Übrigen sind die drei Jesus-Bücher in keinster Weise dogmatische Bücher, sondern das persönliche Lebenszeugnis einer Liebe, die stärker ist als der Tod.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Donnerstag 12. Januar 2017, 12:42

Raphael hat geschrieben:Implizit wird damit der HKE ein bestimmter Platz zugewiesen: Eine letztlich verzichtbare Variante! 8)
Das ist eine völlige Fehldeutung deinerseits. Auf Joseph Ratzinger kannst du dich damit jedenfalls nicht berufen. :roll:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 12:55

taddeo hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Implizit wird damit der HKE ein bestimmter Platz zugewiesen: Eine letztlich verzichtbare Variante! 8)
Das ist eine völlige Fehldeutung deinerseits.
Deine Meinung bleibt Dir unbenommen! :roll:

Im Übrigen wird zur HKE hier noch etwas überaus wichtiges gesagt: :kussmund:
Inspiration und Wahrheit der Heiligen Schrift
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Donnerstag 12. Januar 2017, 13:32

Raphael hat geschrieben:Im Übrigen wird zur HKE hier noch etwas überaus wichtiges gesagt: :kussmund:
Inspiration und Wahrheit der Heiligen Schrift
So? Was denn? Daß schon die Kirchenväter eine (im Rahmen ihrer Möglichkeiten freilich) "historisch-kritische" Exegese betrieben haben? :achselzuck:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Donnerstag 12. Januar 2017, 13:54

Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 12. Januar 2017, 13:57

das Leben als Priester im deutschen Sprachraum hat ist absolut weder bequem noch einfach

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Donnerstag 12. Januar 2017, 14:00

CIC_Fan hat geschrieben:das Leben als Priester im deutschen Sprachraum hat ist absolut weder bequem noch einfach
Aha. Und der Blumenkohl ist auch schon wieder teurer geworden. Aber was hat das mit dem Artikel zu tun?
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 14:06

taddeo hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Im Übrigen wird zur HKE hier noch etwas überaus wichtiges gesagt: :kussmund:
Inspiration und Wahrheit der Heiligen Schrift
So? Was denn?
Geh doch einfach 'mal das Dokument durch und verschaff Dir einen Eindruck, welchen Stellenwert der HKE dort eingeräumt wird! :pfeif:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Protasius » Donnerstag 12. Januar 2017, 16:10

HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Seine Behauptungen stimmen auch nicht:
Es sei sicher kein Zufall, dass Franziskus als erster Papst die evangelische Gemeinde in Rom besucht und als Geschenk einen Kelch, das Symbol des Abendmals, mitgebracht habe.
Benedikt war auch schon in der Christuskirche in Rom:
Bild
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 12. Januar 2017, 16:30

ja mit einer Stola Leos X 7und er hat keinen Kelch mit gebracht

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 12. Januar 2017, 16:43

Protasius hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Seine Behauptungen stimmen auch nicht:
Es sei sicher kein Zufall, dass Franziskus als erster Papst die evangelische Gemeinde in Rom besucht und als Geschenk einen Kelch, das Symbol des Abendmals, mitgebracht habe.
Benedikt war auch schon in der Christuskirche in Rom:
Bild
Der Altar ist zum neidisch werden.......

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ecce Homo » Freitag 13. Januar 2017, 07:06

HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Tja - aber heute antworten auch Schäfchen...
http://kath.net/news/58149
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 07:10

Ecce Homo hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

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Danke für diese klaren Worte, Peter! :daumen-rauf:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Januar 2017, 07:49

Raphael hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Tja - aber heute antworten auch Schäfchen...
http://kath.net/news/58149
Danke für diese klaren Worte, Peter! :daumen-rauf:
So etwas wie Dankbarkeit scheint Herr Winnemöller jedenfalls nicht zu kennen. Stattdessen Hasstiraden auf eine ganze Priestergeneration, die nach seiner (alleinigen ?) Meinung die Kirche zerstört haben.
Ich kenne auch viele Laien, die nichts besseres zu tun haben, als Priester zu kritisieren.
Ich frage mich dann regelmässig, warum sie nicht Priester geworden sind, da sie doch alles besser wissen.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 08:06

Vir Probatus hat geschrieben:So etwas wie Dankbarkeit scheint Herr Winnemöller jedenfalls nicht zu kennen.
Inwiefern sollte man dankbar für solche Schreiben sein, die - wie in dem vorliegenden Falle - aus der Saturiertheit der mittlerweile ergrauten 68-er-Generation stammen? :detektiv:
Vir Probatus hat geschrieben:Stattdessen Hasstiraden auf eine ganze Priestergeneration, die nach seiner (alleinigen ?) Meinung die Kirche zerstört haben.
Verglichen mit Deinen Haßausbrüchen gegenüber Bischof Franz-Peter ist der Artikel von Winnemöller ein laues Lüftchen!
Vir Probatus hat geschrieben:Ich kenne auch viele Laien, die nichts besseres zu tun haben, als Priester zu kritisieren.
Den ersten, den Du da kennst, wirst Du morgens im Spiegel erblicken! 8)
Vir Probatus hat geschrieben:Ich frage mich dann regelmässig, warum sie nicht Priester geworden sind, da sie doch alles besser wissen.
:nuckel:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Januar 2017, 08:21

Ich hatte an "Dankbarkeit für 50 Jahre Priestertum" für die Autoren gedacht.
Es verwundert mich überhaupt nicht, daß auch Dir der Gedanke nicht kommt.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 08:31

Vir Probatus hat geschrieben:Ich hatte an "Dankbarkeit für 50 Jahre Priestertum" für die Autoren gedacht.
Wieso sollte man aus einem Dokument der Undankbarkeit, und darum handelt es sich bei dem Schreiben jener Priester, Dankbarkeit herauslesen? :vogel:
Vir Probatus hat geschrieben:Es verwundert mich überhaupt nicht, daß auch Dir der Gedanke nicht kommt.
Die Priester selber sind doch in keinster Weise dankbar für "50 Jahre Priestertum", sondern jammern sich jetzt nicht mehr nur intern an, sondern auch die mehr oder weniger interessierte Öffentlichkeit.
Warum sollte mir dann dieser Gedanke kommen? :detektiv:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 09:07

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 4613.html
Tja - aber heute antworten auch Schäfchen...
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Danke für diese klaren Worte, Peter! :daumen-rauf:
So etwas wie Dankbarkeit scheint Herr Winnemöller jedenfalls nicht zu kennen. Stattdessen Hasstiraden auf eine ganze Priestergeneration, die nach seiner (alleinigen ?) Meinung die Kirche zerstört haben.
Ich kenne auch viele Laien, die nichts besseres zu tun haben, als Priester zu kritisieren.
Ich frage mich dann regelmässig, warum sie nicht Priester geworden sind, da sie doch alles besser wissen.
Ich möchte hier zu Protokoll geben, daß ich die Aussagen von Winnemöller sprachlich und inhaltlich für eine absolute Unverschämtheit halte. :aergerlich: :angewidert:

Nur ein Beispiel: wenn die Priester ihren Zustand beschreiben als "Erfahrung von Einsamkeit: Als alternde Ehelose bekommen wir sie – von Amts wegen damals auferlegt – jetzt nach 5 Dienstjahren manchmal deutlich zu spüren“, dann konstruiert er daraus einen "drängenden sexuellen Notstand". Das ist an Bösartigkeit kaum zu überbieten, denn Einsamkeit im Alter kennen nicht nur Priester, sondern unzählige verlassene oder verwitwete Eheleute, und fast alle leiden darunter.
Und die Forderung "Lasst die Kirche meines Herrn endlich in Ruhe! Und haltet endlich die Klappe!" ist genauso unverschämt. In der Kirche jemandem den Mund verbieten kann nicht einmal der Papst, geschweige denn ein unnützer Herr Winnemöller.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 09:16

taddeo hat geschrieben:Ich möchte hier zu Protokoll geben, daß ich die Aussagen von Winnemöller sprachlich und inhaltlich für eine absolute Unverschämtheit halte. :aergerlich: :angewidert:
Herr Winnemöller legt den Finger in die Wunde der aktuellen Kirchenkrise! :ja:

Das mögen manche nicht so gerne hören, weil sie sich in ihrer Saturiertheit ungern stören lassen ................
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 09:21

Raphael hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich möchte hier zu Protokoll geben, daß ich die Aussagen von Winnemöller sprachlich und inhaltlich für eine absolute Unverschämtheit halte. :aergerlich: :angewidert:
Herr Winnemöller legt den Finger in die Wunde der aktuellen Kirchenkrise! :ja:

Das mögen manche nicht so gerne hören, weil sie sich in ihrer Saturiertheit ungern stören lassen ................
Das war ja mal wieder von vornherein klar, daß ausgerechnet du narzißtischer Schnösel keine Sekunde zögern wirst, Platitüden zum Besten zu geben, anstatt etwas Inhaltliches beizutragen. :kotz:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 09:28

taddeo hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich möchte hier zu Protokoll geben, daß ich die Aussagen von Winnemöller sprachlich und inhaltlich für eine absolute Unverschämtheit halte. :aergerlich: :angewidert:
Herr Winnemöller legt den Finger in die Wunde der aktuellen Kirchenkrise! :ja:

Das mögen manche nicht so gerne hören, weil sie sich in ihrer Saturiertheit ungern stören lassen ................
Das war ja mal wieder von vornherein klar, daß ausgerechnet du narzißtischer Schnösel keine Sekunde zögern wirst, Platitüden zum Besten zu geben, anstatt etwas Inhaltliches beizutragen. :kotz:
Deine Aggression gegen meine Person kann Du Dir dahin schieben, wo die Sonne nicht scheint! 8)

Die Herren Priester gefallen sich in Ihrem Schreiben in einer Opferrolle, die ihnen in keinster Weise zukommt. Herr Winnemöller rührt vermutlich an dem in Dir schwebenden Bild von einem Priester und daher reagierst Du so vergrätzt. :huhu:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Januar 2017, 13:41

Raphael hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich möchte hier zu Protokoll geben, daß ich die Aussagen von Winnemöller sprachlich und inhaltlich für eine absolute Unverschämtheit halte. :aergerlich: :angewidert:
Herr Winnemöller legt den Finger in die Wunde der aktuellen Kirchenkrise! :ja:

Das mögen manche nicht so gerne hören, weil sie sich in ihrer Saturiertheit ungern stören lassen ................
Herr Winnemöller legt keinen Finger in irgendeine Wunde.
Genau wie beispielsweise der hier zeitweise anwesende Forant "Juergen" betreibt er dumpfes Priesterbashing ohne jeden Anlass einer konkreten Verfehlung dieser Menschen.
Wenn dagegen Priester nur reaktionär oder konservativ genug sind, gelten sie in diesen Kreisen bekanntlich als Heilige: Trotz sehr konkreter Vorwürfe.
Die mittlerweile auf Kath.net erschienenen Lobeshymnen auf Winnemöller sind noch widerlicher als seine Glosse. Aber das ist eben "sein Publikum".
(die Leser- und Autorenschaft von German-Z.: Für mich der Versuch eines katholischen Dschungelcamps mit allen üblichen und bekannten Widerwärtigkeiten)
Das Jahr der Barmherzigkeit ist vorbei.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 13:57

Vir Probatus hat geschrieben:Herr Winnemöller legt keinen Finger in irgendeine Wunde.
...
Peter Winnemöller reagiert fundiert und konsequent auf ein unsägliches Schreiben ergrauter saturierter Herren, die einst ihren Lebensunterhalt im Kirchendienst erwarben. Daß diese seinen Reaktion die Form einer Phillipika angenommen hat, ist wohl seinen journalistischen Neigungen geschuldet. 8)

Ansonsten ist noch einmal auf folgenden Umstand hinzuweisen:
Verglichen mit Deinen Haßausbrüchen gegenüber Bischof Franz-Peter ist der Artikel von Winnemöller ein laues Lüftchen!
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Freitag 13. Januar 2017, 14:16

Raphael hat geschrieben:Peter Winnemöller reagiert fundiert und konsequent auf ein unsägliches Schreiben ergrauter saturierter Herren, die einst ihren Lebensunterhalt im Kirchendienst erwarben.
Es ist schon höchstinteressant, wie in gewissen Kreisen über Menschen geschrieben wird, die sich als Priester 50 Jahre im Weinberg des Herrn abgemüht haben.
Ob der Schreiber des zitierten Satzes schon jemals selbst etwas auf die Kette bekommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Januar 2017, 14:24

umusungu hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Peter Winnemöller reagiert fundiert und konsequent auf ein unsägliches Schreiben ergrauter saturierter Herren, die einst ihren Lebensunterhalt im Kirchendienst erwarben.
Es ist schon höchstinteressant, wie in gewissen Kreisen über Menschen geschrieben wird, die sich als Priester 50 Jahre im Weinberg des Herrn abgemüht haben.
Ob der Schreiber des zitierten Satzes schon jemals selbst etwas auf die Kette bekommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ausser Postings auf reaktionären Internetseiten (zum Teil seine eigenen) und in eben solchen Facebook-Gruppen habe ich von ihm noch nichts gesehen.

http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... %C3%B6ller
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von ziphen » Freitag 13. Januar 2017, 14:55

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Wenn die Priesterweihe 5 Jahre vergangen, die Pfründe gesichert, der böse Vorgesetzte im Ruhestand und die vermeintlich Mächtigen dieser Welt auf deiner Seite sind, traut man sich plötzlich, böse Briefchen zu verfassen: :roll:

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Danke für diese klaren Worte, Peter! :daumen-rauf:
So etwas wie Dankbarkeit scheint Herr Winnemöller jedenfalls nicht zu kennen. Stattdessen Hasstiraden auf eine ganze Priestergeneration, die nach seiner (alleinigen ?) Meinung die Kirche zerstört haben.
Ich kenne auch viele Laien, die nichts besseres zu tun haben, als Priester zu kritisieren.
Ich frage mich dann regelmässig, warum sie nicht Priester geworden sind, da sie doch alles besser wissen.
Es ist nun einmal das, wonach seine Leserschaft verlangt. Das, weswegen seine Texte angeklickt und von kath.net veröffentlicht werden.
Don't take it personally, it's just business.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Freitag 13. Januar 2017, 17:28

ziphen hat geschrieben:Es ist nun einmal das, wonach seine Leserschaft verlangt. Das, weswegen seine Texte angeklickt und von kath.net veröffentlicht werden.
Don't take it personally, it's just business.
:nuckel:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Freitag 13. Januar 2017, 17:33

taddeo hat geschrieben:Das ist an Bösartigkeit kaum zu überbieten, denn Einsamkeit im Alter kennen nicht nur Priester, sondern unzählige verlassene oder verwitwete Eheleute, und fast alle leiden darunter.
Sicher. Aber mal ganz doof gefragt: Die Priester verschiedener Gemeinden in einer Region kennen sich doch meistens, schon weil sie über Jahre immer wieder miteinander zu tun hatten. Gibt es denn kirchliche Vorschriften, die sie daran hindern, sich im Ruhestand z.B. in Wohngemeinschaften zusammen zu tun? Ist das nicht ein Problem, um dessen Lösung man sich mit naheliegenderen Ideen als Forderungen nach der Abschaffung des Zölibats bemühen könnte?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 17:47

Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Das ist an Bösartigkeit kaum zu überbieten, denn Einsamkeit im Alter kennen nicht nur Priester, sondern unzählige verlassene oder verwitwete Eheleute, und fast alle leiden darunter.
Sicher. Aber mal ganz doof gefragt: Die Priester verschiedener Gemeinden in einer Region kennen sich doch meistens, schon weil sie über Jahre immer wieder miteinander zu tun hatten. Gibt es denn kirchliche Vorschriften, die sie daran hindern, sich im Ruhestand z.B. in Wohngemeinschaften zusammen zu tun? Ist das nicht ein Problem, um dessen Lösung man sich mit naheliegenderen Ideen als Forderungen nach der Abschaffung des Zölibats bemühen könnte?
Diese Frage wird ja von den Briefschreibern auch angesprochen, sie ist sehr berechtigt. Und die Antwort lautet leider: Wohngemeinschaften von Weltpriestern sind de facto problematischer zu verwirklichen, als es scheint.
Solange ein Priester als Pfarrer oder Kaplan oder Pfarrvikar in einer Pfarrei ist, hat er dort Residenzpflicht. Das behindert die Bildung einer "vita communis" mehrerer Priester enorm, wenn nicht der Bischof ausdrücklich mitspielt. D. h. also, im Normalfall muß ein Priester bis zur Pensionierung warten, bevor er überhaupt rechtlich problemlos eine "vita communis" mit anderen Weltpriestern eingehen darf. Wenn man aber schon mal 30, 40 Jahre ganz allein leben mußte (Haushälterinnen haben ja heute schon die wenigsten Priester), dann fällt das Eingewöhnen in eine Gemeinschaft erfahrungsgemäß unendlich schwer. Ob man sich mit 70 noch zu so einem Schritt entschließen mag oder nicht gleich in ein Altersheim geht (gehen muß?), um dort dann vielleicht noch als Hausgeistlicher zu wirken, das liegt wohl sehr am Temperament jedes Einzelnen.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Lilaimmerdieselbe
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 13. Januar 2017, 19:03

Natürlich könnten die Herren zusammenleben, mit wem sie wollen. Sie werden aber vermutlich noch über das Bistum verstreut priesterliche Aufgaben übernehmen, wie fast alle ihres Alters, die das noch irgendwie können.
Deshalb finde ich besonders diesen Anwurf geradezu bodenlos "Man hat wohl im Schwung des Konzils damals die Weihe zu locker genommen und die damit verbunden Versprechen zu leichtfertig abgegeben, da man glaubte, das würde ohnehin in Kürze alles geändert."

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