"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Allgemein Katholisches.

Moderator: taddeo

Benutzeravatar
Sascha B.
Beiträge: 1521
Registriert: Mittwoch 21. April 2010, 20:25
Wohnort: Bayern

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sascha B. » Donnerstag 29. Dezember 2016, 21:47

Ich beichte sogar extra auf Deutsch und nicht im Dialekt, denn sonst hätten selbst Priester ohne Migrationshintergrund ein Problem.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

Vir Probatus
Beiträge: 3342
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 30. Dezember 2016, 00:58

Niels hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das sehe ich auch so: Lieber bete ich alleine, als in eine Wortgottesfeier zu gehen. Diese Form des "Ersatzes" spricht mich überhaupt nicht an.
Das interessiert aber in der Liboristadt leider wohl eher niemanden, wer wann wo eine Messe "bekommt".
Hauptsache, die Kohle stimmt. Bild
Der Höhepunkt in dieser "Liturgie" ist doch die Kollekte.
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

CIC_Fan
Beiträge: 4580
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 30. Dezember 2016, 11:58

Niels hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das sehe ich auch so: Lieber bete ich alleine, als in eine Wortgottesfeier zu gehen. Diese Form des "Ersatzes" spricht mich überhaupt nicht an.
Das interessiert aber in der Liboristadt leider wohl eher niemanden, wer wann wo eine Messe "bekommt".
Hauptsache, die Kohle stimmt. Bild
auch ist der Unterschied heute nicht mehr allgemein bewußt

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21192
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Freitag 30. Dezember 2016, 13:14

Doch. Hier schon. Zu "Wortgottesfeiern" kommt fast niemand.

Warum feiert man nicht einfach Laudes oder Vesper?
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Vir Probatus
Beiträge: 3342
Registriert: Freitag 28. Januar 2011, 19:45
Wohnort: EB PB

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 30. Dezember 2016, 19:27

Niels hat geschrieben:Doch. Hier schon. Zu "Wortgottesfeiern" kommt fast niemand.

Warum feiert man nicht einfach Laudes oder Vesper?
Weil man da schlecht kollektieren kann.
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

Benutzeravatar
Schwenkelpott
Beiträge: 307
Registriert: Freitag 3. April 2015, 00:34

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Schwenkelpott » Freitag 30. Dezember 2016, 19:36

Niels hat geschrieben:Warum feiert man nicht einfach Laudes oder Vesper?
Das frage ich mich auch.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

Benutzeravatar
Florianklaus
Beiträge: 3359
Registriert: Donnerstag 20. November 2008, 12:28
Wohnort: Bistum Münster

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Florianklaus » Freitag 30. Dezember 2016, 21:00

Ich vermute, weil da die Laien nicht so kreativ sein und sich nicht so in den Vordergrund spielen können. Außerdem kann man die WoGo-Feier auch besser gegen die Messe mit ihrer Kleruszentriertheit ausspielen.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21192
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Freitag 30. Dezember 2016, 21:05

D.h. Wenn sich keiner einbringen kann, findet auch nichts statt. :panisch:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
Florianklaus
Beiträge: 3359
Registriert: Donnerstag 20. November 2008, 12:28
Wohnort: Bistum Münster

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Florianklaus » Freitag 30. Dezember 2016, 21:08

Genau, "einbringen" ist doch ein Schlüsselwort zeitgemäßer Gottesdienstgestaltung. Bei einer Messe steht doch bloß immer so ein Priester im Weg und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich.

Benutzeravatar
Ecce Homo
Moderator
Beiträge: 9447
Registriert: Montag 28. März 2005, 14:33

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 31. Dezember 2016, 08:56

Eben - da wäre viel zu viel vorgegeben.
Oder: Man müsste sich mit was auseinandersetzen, wozu man keinen Bock hat...
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21192
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Sonnabend 31. Dezember 2016, 09:24

Stimmt. Und welcher halbwegs normale Dusseldepp will schon täglich eine hl. Messe haben? :nuckel:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
HeGe
Moderator
Beiträge: 12153
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Montag 2. Januar 2017, 14:32

HeGe hat geschrieben:Nicht nur in Augsburg, auch in der Wiener Dompfarre dürfte Weihnachten ab sofort wohl ausfallen:
kath.net hat geschrieben:Pfarrblatt der Wiener Dompfarre: Menschwerdung Gottes als Häresie

Prof. Regina Polak meint im Wiener Dompfarre: "Die Vorstellung von der 'Menschwerdung' Gottes ist eine Häresie – ein anderer als der biblisch bezeugte Glaube. Weder im Alten noch im Neuen Testament ist davon die Rede, dass Gott Mensch geworden ist." [...]
Prof. Polak versucht, ihren Beitrag zu erläutern:

'Das kirchliche Dogma zu leugnen lag nicht in meiner Absicht!'

Den weitergehenden Link in dem Artikel habe ich noch nicht gelesen, aber irgendwie kann ich den Beitrag noch nicht so richtig nachvollziehen. :hmm:

Sie schreibt unter anderem:
[...] So kann das Sprachbild von der „Menschwerdung“ in der deutschen Sprache im Horizont einer Kultur, die Begriffe nicht selten „materialistisch“ interpretiert, die die Vorstellung freisetzen, dass Gott sich in ein Kind verwandelt hat wie dem Mythos entsprechend Zeus in einen Stier.

Eine solche Vorstellung aber entspricht nicht dem biblischen Zeugnis und der dieses entfaltenden christlichen Lehre. [...]
Gott hat Fleisch angenommen in einem Kind, zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch, unwandelbar, ungetrennt, ungeteilt und unvermischt. Wieso man dies nicht als "Menschwerdung" bezeichnen sollte, erschließt sich mir nicht ganz.

Ebenso wenig erschließt sich mir, wieso der Begriff "Menschwerdung" anders als die Bezeichnung "Inkarnation" antijudaistisch sein soll. :hae?:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 1663
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 2. Januar 2017, 15:10

Ich habe zu ihren Gunsten angenommen, sie wolle darauf hinweisen, dass der trinitarische Gott in der Menschwerdung des Logos nicht restlos aufgeht. Aber der Text ist heillos mißraten.

Benutzeravatar
HeGe
Moderator
Beiträge: 12153
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Montag 2. Januar 2017, 15:28

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Ich habe zu ihren Gunsten angenommen, sie wolle darauf hinweisen, dass der trinitarische Gott in der Menschwerdung des Logos nicht restlos aufgeht. Aber der Text ist heillos mißraten.
Die Interpretation klingt erst einmal plausibel. Mit etwas mehr Zeit muss ich mir mal das gesamte Dokument durchlesen, vielleicht ergibt sich ja hieraus noch mehr.

Aber wieso bei diesem Sinngehalt die "Inkarnation" ein besserer Begriff sein soll, verstehe ich dann immer noch nicht. Nur, weil ihn erst recht keiner versteht? Falls der Begriff "Menschwerdung" im Übrigen aufgrund des heutigen Sprachverständnisses zu Fehldeutungen führen würde, wäre es dann nicht gerade Aufgabe der Priester und Theologen, dies richtig zu stellen, statt den Begriff einfach aus dem Wortschatz der Kirche zu streichen?
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 1663
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 2. Januar 2017, 16:24

Jetzt habe ich den kath.net-Artikel und die dort verlinkten 6 Seiten auch noch gelesen und die Faxen restlos dick. Die Frau braucht zwar kein Lehrbeanstandungsverfahren aber dringend einen Kurs, in dem man lernt, sich auszudrücken, und einen Lektor gegen Redundanzen. Kein Mensch will mehrfach lesen, was ihr Anliegen ist und wie sie darauf gekommen ist, wenn sie das dann nicht einmal vernünftig erklärt.

Benutzeravatar
ziphen
Beiträge: 1227
Registriert: Donnerstag 26. August 2010, 18:44

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von ziphen » Montag 2. Januar 2017, 19:57

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:...aber dringend einen Kurs, in dem man lernt, sich auszudrücken, und einen Lektor gegen Redundanzen. Kein Mensch will mehrfach lesen, was ihr Anliegen ist und wie sie darauf gekommen ist, wenn sie das dann nicht einmal vernünftig erklärt.
Das könnte auch ein psychologischer Trick sein. Je öfter etwas wiederholt wird, desto glaubhafter soll es angeblich dem Zuhörer oder Leser erscheinen, habe ich mal gehört.
(Nein, ich habe Frau Polaks erklärenden Text nicht gelesen. Das habe ich auch nicht vor.)

Übrigens, bei Zeus käme es mir nicht in den Sinn, von einer Menschwerdung zu sprechen. Nach dem, was ich weiß, wäre hier der Begriff der Verwandlung angebracht. Ein Inkarnation würde es auch in gewisser Weise gewesen sein, denn Zeus müsste schließlich auch aus etwas bestanden haben. Was könnte das bei einem Menschen anderes gewesen sein als Fleisch.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

Benutzeravatar
Hubertus
Beiträge: 9308
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 20:08

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 4. Januar 2017, 14:36

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

PascalBlaise
Beiträge: 654
Registriert: Donnerstag 12. November 2015, 11:44

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 4. Januar 2017, 15:19

– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

Siard
Beiträge: 4072
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Mittwoch 4. Januar 2017, 22:23

PascalBlaise hat geschrieben:
Das sind doch Fake News.
Welches Interesse hat man denn in Ravenna "Fake News" zu verbreiten?

Benutzeravatar
Ecce Homo
Moderator
Beiträge: 9447
Registriert: Montag 28. März 2005, 14:33

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 11. Januar 2017, 06:10

Wieder mal die altbekannten, üblichen Punkte - diesmal in einem Brief aus Köln - von Priestern:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... gultig-ist

Warum muss ich immer irgendwie gähnen, wenn ich so was lese - bei allem Respekt gegenüber Priestern...
:unbeteiligttu:
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

Benutzeravatar
Gallus
Beiträge: 3350
Registriert: Montag 27. Dezember 2010, 11:13
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Mittwoch 11. Januar 2017, 12:28

Ecce Homo hat geschrieben:Wieder mal die altbekannten, üblichen Punkte - diesmal in einem Brief aus Köln - von Priestern:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... gultig-ist

Warum muss ich immer irgendwie gähnen, wenn ich so was lese - bei allem Respekt gegenüber Priestern...
:unbeteiligttu:
Daß denen die eigene Rhetorik auch das fünfzig Jahres des Immergleichen nicht langweilig wird, ist schon erstaunlich. Natürlich hat Johannes XXIII "die Fenster der Kirche aufgerissen", und wer sich katholischer Tradition verbunden fühlt, der hat natürlich vor allem "Ängste" vor Veränderung... Meine Güte, ist das billig und langweilig.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Mittwoch 11. Januar 2017, 12:31

Gallus hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Wieder mal die altbekannten, üblichen Punkte - diesmal in einem Brief aus Köln - von Priestern:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... gultig-ist

Warum muss ich immer irgendwie gähnen, wenn ich so was lese - bei allem Respekt gegenüber Priestern...
:unbeteiligttu:
Daß denen die eigene Rhetorik auch das fünfzig Jahres des Immergleichen nicht langweilig wird, ist schon erstaunlich. Natürlich hat Johannes XXIII "die Fenster der Kirche aufgerissen", und wer sich katholischer Tradition verbunden fühlt, der hat natürlich vor allem "Ängste" vor Veränderung... Meine Güte, ist das billig und langweilig.
Die "Jungs" sind alle noch beim Drewermann stehengeblieben, nach dessen Ansicht der einzig wirkliche Zweck der Religion die Überwindung existentieller Ängste ist. :gaehn:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

CIC_Fan
Beiträge: 4580
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 11. Januar 2017, 12:39

wenn sie bei Drewermann stehen geblieben sind was wäre den die nächste Station gewesen

Benutzeravatar
Gallus
Beiträge: 3350
Registriert: Montag 27. Dezember 2010, 11:13
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Mittwoch 11. Januar 2017, 13:07

CIC_Fan hat geschrieben:wenn sie bei Drewermann stehen geblieben sind was wäre den die nächste Station gewesen
Umkehr?

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 1663
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 11. Januar 2017, 13:57

Drewermann wird von den Priestern überhaupt nicht erwähnt.
"dass es zeitgleich nicht zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Bibel gekommen sei. So seien etwa neuere theologische Erkenntnisse über die Heilige Schrift nicht zum Allgemeingut im Glauben der Christen geworden" kann sich sinnvoller auf die Ergebnisse der historisch-kritischen Methode beziehen.

Benutzeravatar
Gallus
Beiträge: 3350
Registriert: Montag 27. Dezember 2010, 11:13
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Mittwoch 11. Januar 2017, 20:42

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Drewermann wird von den Priestern überhaupt nicht erwähnt.
"dass es zeitgleich nicht zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Bibel gekommen sei. So seien etwa neuere theologische Erkenntnisse über die Heilige Schrift nicht zum Allgemeingut im Glauben der Christen geworden" kann sich sinnvoller auf die Ergebnisse der historisch-kritischen Methode beziehen.
Explizit erwähnen sie ihn nicht. Die Debattenstrategie, seinen Gegnern Angststörungen anzudichten, klingt aber schon sehr nach Drewermann.

Benutzeravatar
Libertas Ecclesiae
Beiträge: 1470
Registriert: Montag 15. Juni 2009, 10:46

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 11. Januar 2017, 21:18

Wer einen Ritus ändert, verletzt einen Gott.
(Nicolás Gómez Dávila)

Benutzeravatar
Libertas Ecclesiae
Beiträge: 1470
Registriert: Montag 15. Juni 2009, 10:46

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 11. Januar 2017, 21:50

In diesem Strang vielleicht auch passend ein Blick zurück (in das Jahr 1970) nach vorn:

„Die Zukunft der Kirchen liegt wahrscheinlich allein in der Wiederherstellung des Kultus. Das klingt reaktionär, ist es auch. Andernfalls bleibt ihnen die „Öffnung zur Welt“. Aber was sie für Teilnahme am sozialen Prozeß halten — das eben ist ihre Liquidation.“

Ein bemerkenswerter Aufsatz des Publizisten, Kanzlerberaters und politischen Schriftstellers Rüdiger Altmann, der am 6. Juli 1970 im „Spiegel“ (sic!) veröffentlicht wurde:

Abschied von den Kirchen
Wer einen Ritus ändert, verletzt einen Gott.
(Nicolás Gómez Dávila)

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 07:50

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Drewermann wird von den Priestern überhaupt nicht erwähnt.
Das braucht es mittlerweile nicht mehr, weil die drewermann'schen Ansichten quasi als Allgemeinwissen in das (subjektive) Bewußtsein vieler kirchlich Aktiver eingesickert sind.
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: "dass es zeitgleich nicht zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Bibel gekommen sei. So seien etwa neuere theologische Erkenntnisse über die Heilige Schrift nicht zum Allgemeingut im Glauben der Christen geworden" kann sich sinnvoller auf die Ergebnisse der historisch-kritischen Methode beziehen.
Soso! :pfeif:
Neuere theologische Erkenntnisse? Welche sollten das sein? :detektiv:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 1663
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 12. Januar 2017, 10:20

Ich stimme durchaus nicht mit allem, was diese Priester geschrieben haben, überein. Aber was sie durchaus erwarten können, wenn man sich mit ihrem Brief überhaupt befaßt, ist, dass ihnen aus der eigenen Schablone nichts untergeschoben wird, was sie sehr wahrscheinlich gar nicht meinten.

Auch von Angststörungen ist überhaupt nicht die Rede und wenn Leser jedes Mal, wenn das Wort Angst vorkommt, denken, eine Position sollte pathologisiert werden, liegt das am Leser.

"Neuere theologische Erkenntnisse" , Du wirst von mir doch nicht in zwei oder drei Sätzen eine Erklärung der Bedeutung der historisch-kritischen Methode erwarten? So neu sind diese Erkenntnisse auch gar nicht, waren sie noch nicht mal 1970, neu und selten war lediglich ihre Nutzung für Predigt und Seelsorge. Ein gutes Beispiel ihrer theologischen Nutzung bieten zum Beispiel die letzten Bücher Papst Benedikts, besonders das Jesusbuch.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11181
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Donnerstag 12. Januar 2017, 10:33

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:"Neuere theologische Erkenntnisse" , Du wirst von mir doch nicht in zwei oder drei Sätzen eine Erklärung der Bedeutung der historisch-kritischen Methode erwarten? So neu sind diese Erkenntnisse auch gar nicht, waren sie noch nicht mal 1970, neu und selten war lediglich ihre Nutzung für Predigt und Seelsorge. Ein gutes Beispiel ihrer theologischen Nutzung bieten zum Beispiel die letzten Bücher Papst Benedikts, besonders das Jesusbuch.
Die drei Jesus-Bücher von Papst Benedikt XVI. als Muster-Beispiel für die Anwendung der historisch-kritischen Methode in der Exegese? Das meinst Du nicht ernst, oder? :hmm:

Als Exeget hat Papst Benedikt XVI. immer Distanz zu dieser Methode gewahrt. In seiner unnachahmlichen Art hat er sie nie in Bausch und Bogen verdammt, jedoch auch nicht ausdrücklich empfohlen. Ihm sind die methodenimmanenten Einschränkungen dieser "Lesart" wohl viel zu deutlich bewußt.
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 1663
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 12. Januar 2017, 10:56

Als Musterbeispiel der Verarbeitung exegetischer Erkenntnisse in der Dogmatik, lies mal die Quellenverweise. Du könntest wirklich an Deinem Leseverständnis arbeiten.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste