"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Allgemein Katholisches.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 19:13

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Natürlich könnten die Herren zusammenleben, mit wem sie wollen.
:kugel:
Also in dieser apodiktischen Formulierung halte ich das für eine sehr steile These. :D ;D :pfeif:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Sempre
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sempre » Freitag 13. Januar 2017, 19:21

Schön, wie der Winnemöller diese Revoluzzer vorführt. Leider vergisst er dabei die Pappenheimer, die für das Wirken derselben verantwortlich sind.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 13. Januar 2017, 19:28

Winnemöller führt niemanden vor, er kotzt sich aus.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 19:56

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Winnemöller führt niemanden vor, er kotzt sich aus.
:daumen-rauf:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Freitag 13. Januar 2017, 20:32

Sempre hat geschrieben:Schön, wie der Winnemöller diese Revoluzzer vorführt. Leider vergisst er dabei die Pappenheimer, die für das Wirken derselben verantwortlich sind.
Diese verdienten Priester als Revoluzzer zu bezeichnen, ist schon eine bodenlose Frechheit, die nur aus grenzenloser Dummheit oder Borniertheit geboren werden kann.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 13. Januar 2017, 20:37

umusungu hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Schön, wie der Winnemöller diese Revoluzzer vorführt. Leider vergisst er dabei die Pappenheimer, die für das Wirken derselben verantwortlich sind.
Diese verdienten Priester als Revoluzzer zu bezeichnen, ist schon eine bodenlose Frechheit, die nur aus grenzenloser Dummheit oder Borniertheit geboren werden kann.
Sempre ist eben nicht weniger dumm und borniert als dieser Winnemöller.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Heinrich II » Freitag 13. Januar 2017, 21:10

Herr Winnemöller vergreift sich vielleicht etwas im Ton, seine Verärgerung ist aber für mich gut nachvollziehbar.

Zurecht weist er darauf hin, dass dem Brief der Priester der selbstkritische Blick auf die eigene Schuld an der Glaubenskrise fehlt und die Lösungsvorschläge wenig mehr als ein Aufbrühen ewig gleicher Reformvorschläge sind.

Und natürlich gibt es die Priester, die dem entsprechen, was Herr Winnemöller beschreibt. Ob die Unterzeicbner des Briefes zu dieser Kategorie gehören, ist allerdings unbekannt.
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Heinrich II » Freitag 13. Januar 2017, 21:11

umusungu hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Schön, wie der Winnemöller diese Revoluzzer vorführt. Leider vergisst er dabei die Pappenheimer, die für das Wirken derselben verantwortlich sind.
Diese verdienten Priester als Revoluzzer zu bezeichnen, ist schon eine bodenlose Frechheit, die nur aus grenzenloser Dummheit oder Borniertheit geboren werden kann.
Wissen wir denn, dass sie verdient sind?

Sie wissen das vermutlich genauso wenig wie ich. ;)
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sempre » Freitag 13. Januar 2017, 21:23

umusungu hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Schön, wie der Winnemöller diese Revoluzzer vorführt. Leider vergisst er dabei die Pappenheimer, die für das Wirken derselben verantwortlich sind.
Diese verdienten Priester als Revoluzzer zu bezeichnen, ist schon eine bodenlose Frechheit, die nur aus grenzenloser Dummheit oder Borniertheit geboren werden kann.
Empörtheit ala Claudia Roth steht Revoluzzern nicht.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sursum Corda » Freitag 13. Januar 2017, 22:12

Ja, Herrn Winnemöllers Bericht ist hart, das mag stimmen. Trotzdem möchte ich ihm recht geben. Ich selbst bin Jg 1967, allerdings noch vorkonziliar aufgewachsen, da in meiner Heimatgemeinde die vorkonziliare Zeit erst 1980 zu Ende ging, wofür ich bis heute dankbar bin. Was ich danach erlebte, war zum Großteil eben jene beschriebene Priestergeneration, die uns Beichte, Mundkommunion, Volksfrömmigkeit und alles andere "vorkonziliare" mit dem sprichwörtlichen Vorschlaghammer auszutreiben suchte. Die Gläubigen beklagten all diese Zustände, nicht nur bei uns. Egal, in welches Dorf man schaute, überall herrschte Trauer, Ärger, ja ohnmächtige Wut über den Zerstörungswahn der überall herrschte. Da wurden Kirchen brutal ausgeräumt, die Liturgie fiel Experimenten zum Opfer, Andachten und Wallfahrten gab es nur noch, wenn vom Pfarrer bespöttelte "Clübchen" sie selbst organisierten, etc. etc. Wir alle kennen das, ich muß es nicht noch weiter auswalzen. Alles alte war plötzlich "vom Konzil verboten", nicht einmal alte Kirchenlieder durfte man noch singen, wenn sie nicht im neuen Gotteslob standen. Viele Gläubige gingen einfach weg und stellten den Kirchbesuch ganz ein. Heute sind wir soweit, daß sich die Masse unseres Dorfes (woanders dürfte es ähnlich sein) für Glauben und Kirche nicht mehr interessiert. Zwei Generationen haben so etwas wie Katechese schlicht nicht mehr erfahren. Alles ganz liebe Mitmenschen, denen der Herrgott schlicht egal ist. Und nun kommt diese Priestergeneration und beklagt den Scherbenhaufen, den sie selbst mit angerichtet hat. Bedenken diese geistlichen Herren vielleicht einmal, wie sie mit jenen Mitbrüdern umgegangen sind, die all diese genehmigten und nicht genehmigten Reformen nicht mitgemacht haben? Ich erinnere mich an einen wirklich lieben und eifrigen Priester, der auch bei den Gläubigen und seinen Schulkindern sehr beliebt war. Der mußte sich auf der Dekanatskonferenz von einem Mitbruder sagen lassen: "Wenn Du heute Deine reaktionäre Fresse aufmachst, dann haue ich Dir welche in die Schnauze!" Liebe wurde von diesen Herren fortwährend gepredigt, sie galt aber nur für ihre Anhänger. Das mag jetzt alles sehr verbittert klingen, aber leider haben wir das so erfahren müssen. All die langen Jahre. Und es nimmt kein Ende. Es bleibt dabei: Herr Winnemöller schreibt hart, aber wahr.
Auf, eilen liebentzündet, auch wir zum heil'gen Streit! Der Herr, der's Haus gegründet, uns ew'gen Sieg verleiht.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Freitag 13. Januar 2017, 23:26

Sursum Corda hat geschrieben:Herr Winnemöller schreibt hart, aber wahr.
Nein, Winnemöller projeziert lediglich seine eigenen Fantasien auf diese Priester. Und Empathie ist ihm anscheinend völlig fremd.
Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände. "Ein Herr aller", hat glaub ich Paulus gesagt.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonnabend 14. Januar 2017, 06:30

taddeo hat geschrieben:
Sursum Corda hat geschrieben:Herr Winnemöller schreibt hart, aber wahr.
Nein, Winnemöller projeziert lediglich seine eigenen Fantasien auf diese Priester. Und Empathie ist ihm anscheinend völlig fremd.
Völlig falsche Einschätzung, Peter Winnemöller spricht ein Fehlverhalten an, welches innerhalb der deutschen Kleriker weitverbreitet ist. :nein:
Daß ihm jetzt hier Projektionen unterstellt werden, deutet auf subjektive Verdrängungsmechanismen bei denjenigen hin, die seine Feststellungen nicht goutieren wollen!
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:43

taddeo hat geschrieben: Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände. "Ein Herr aller", hat glaub ich Paulus gesagt.
Wie sprach der hl. Thomas: "Mein Herr und mein Gott!" :nuckel:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:48

Niels hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände. "Ein Herr aller", hat glaub ich Paulus gesagt.
Wie sprach der hl. Thomas: "Mein Herr und mein Gott!" :nuckel:
DAS ist übrigens fester als fest in der Tradition der Kirche verwurzelt! :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Niels » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:52

Es sind der Beispiele mehr.
Ich erinnere auch an die hl. Elisabeth: "Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?"
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:57

Das was Sursum Corda beschreibt, kenne ich auch so aus eigenem Erleben.
Natürlich kann ich taddeo Recht geben wenn er die Empathielosigkeit oder harte Formulierung beklagt. trotzdem gebe ich Sursum Corda in der Sache Recht.
Und wenn ihr schon bei Bibelzitaten seid, wie wäre es mit:
"an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" ?
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lupus » Sonnabend 14. Januar 2017, 10:09

Sursum Corda hat geschrieben:Ja, Herrn Winnemöllers Bericht ist hart, das mag stimmen. Trotzdem möchte ich ihm recht geben. Ich selbst bin Jg 1967, allerdings noch vorkonziliar aufgewachsen, da in meiner Heimatgemeinde die vorkonziliare Zeit erst 1980 zu Ende ging, wofür ich bis heute dankbar bin. Was ich danach erlebte, war zum Großteil eben jene beschriebene Priestergeneration, die uns Beichte, Mundkommunion, Volksfrömmigkeit und alles andere "vorkonziliare" mit dem sprichwörtlichen Vorschlaghammer auszutreiben suchte. Die Gläubigen beklagten all diese Zustände, nicht nur bei uns. Egal, in welches Dorf man schaute, überall herrschte Trauer, Ärger, ja ohnmächtige Wut über den Zerstörungswahn der überall herrschte. Da wurden Kirchen brutal ausgeräumt, die Liturgie fiel Experimenten zum Opfer, Andachten und Wallfahrten gab es nur noch, wenn vom Pfarrer bespöttelte "Clübchen" sie selbst organisierten, etc. etc. Wir alle kennen das, ich muß es nicht noch weiter auswalzen. Alles alte war plötzlich "vom Konzil verboten", nicht einmal alte Kirchenlieder durfte man noch singen, wenn sie nicht im neuen Gotteslob standen. Viele Gläubige gingen einfach weg und stellten den Kirchbesuch ganz ein. Heute sind wir soweit, daß sich die Masse unseres Dorfes (woanders dürfte es ähnlich sein) für Glauben und Kirche nicht mehr interessiert. Zwei Generationen haben so etwas wie Katechese schlicht nicht mehr erfahren. Alles ganz liebe Mitmenschen, denen der Herrgott schlicht egal ist. Und nun kommt diese Priestergeneration und beklagt den Scherbenhaufen, den sie selbst mit angerichtet hat. Bedenken diese geistlichen Herren vielleicht einmal, wie sie mit jenen Mitbrüdern umgegangen sind, die all diese genehmigten und nicht genehmigten Reformen nicht mitgemacht haben? Ich erinnere mich an einen wirklich lieben und eifrigen Priester, der auch bei den Gläubigen und seinen Schulkindern sehr beliebt war. Der mußte sich auf der Dekanatskonferenz von einem Mitbruder sagen lassen: "Wenn Du heute Deine reaktionäre Fresse aufmachst, dann haue ich Dir welche in die Schnauze!" Liebe wurde von diesen Herren fortwährend gepredigt, sie galt aber nur für ihre Anhänger. Das mag jetzt alles sehr verbittert klingen, aber leider haben wir das so erfahren müssen. All die langen Jahre. Und es nimmt kein Ende. Es bleibt dabei: Herr Winnemöller schreibt hart, aber wahr.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diese Darstellung entspricht in jeder Zeile der Wirklichkeit. Ich bin inzwischen ein 81- jähriger Priesterpensionär, 1971 geweiht. Diese Schilderung entspricht genau dem, was ich als bei meiner Priesterweihe 35 - jähriger Spätberufener in meiner Ordenskongregation erleben musste, weshalb ich sie mit päpstlicher Dispenz (Erlaubnis) verlassen habe. Ich halte mich an die Lehre und Tradition der Mutter Kirche und konnte deshalb in ca. 40 Jahren die drei Gemeinden, die mir mein Bischof anvertraute, im Großen und Ganzen vor jener Verflachung bewahren. Warum kommen heute fast regelmäßig Gläubige und sprechen mich nach einer Mess-Aushilfe an mit den Aussagen: "Ach, Herr Pfarrer, das war doch wieder einmal eine hl. Messzelebration (im NOM!), bei der wir uns "zuhause" fühlen durften!"?
Abgesehen von wenigen, vielleicht unpassenden Ausdrücken,, gebe ich Herrn Winnemöller Recht. Gut, dass es einmal ein Laie aufs Tapet bringt, was uns allen so großen Schaden gebracht hat und noch immer bringen darf!
+Lupus
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonnabend 14. Januar 2017, 10:31

Keiner der biblischen und späteren Heiligen brachten mit "mein Herr" etwas anderes als ihre eigene Beziehung zum Ausdruck. Nie kann man in ihrem Gebrauch dieses "mein" eine gegen andere gerichtete Exklusivität verstehen. Das "mein" des Herrn Winnemöller ist aber ausdrücklich gegen eine ganze Priestergeneration gerichtet.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Sonnabend 14. Januar 2017, 10:51

Lupus hat geschrieben:Warum kommen heute fast regelmäßig Gläubige und sprechen mich nach einer Mess-Aushilfe an mit den Aussagen: "Ach, Herr Pfarrer, das war doch wieder einmal eine hl. Messzelebration (im NOM!), bei der wir uns "zuhause" fühlen durften!"?
Werter Mitbruder, woran machen diese Gläubigen das "zuhause fühlen" fest? Sind es Menschen Deiner Generation?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonnabend 14. Januar 2017, 10:58

Seit wann ist sich zuhause fühlen überhaupt ein Kriterium für Liturgie?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lupus » Sonnabend 14. Januar 2017, 11:07

Nicht umsonst habe ich das Wort zuhause in Anführungszeichen gesetzt; aber die Leute, und darunter sind vor allem viele Jugendliche, (lieber Umusungu!) sind in ihren Erklärungen nicht immer so exakt und theologisch versiert,(liebe Lila). Was sie meinen, tritt in kleinen Gesprächen zutage!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 14. Januar 2017, 14:36

taddeo hat geschrieben:Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände.
Der Satz kann ja nur so aufgefasst werden, daß "Der Herr" ( = mein Herr des Herrn Winnemöller) nicht der Herr dieser Priester sein kann.
Damit spricht er Ihnen nicht nur das Priestertum sondern auch noch den Glauben ab.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lupus » Sonnabend 14. Januar 2017, 14:47

Selbst auf die Gefahr hin, mich bei irgendwem in irgendwelche Nesseln zu setzen:
NUN HÖRT DOCH AUF MIT EURER WORTKLAUBEREI UND SEZIERERFEI:
Das Anliegen, das uns im wahrsten Sinne des Begriffs AM HERZEN LIEGEN sollte ist doch, dass in Vergangenheit und Gegenwart allzu viel an der Theologie, der Lehre, der Glaubenspraxis und der Liturgie gebastelt wurde und wird. Dass hat vor vielem anderen unsere Kirchen geleert und die Gläubigen in Unsicherheit gebracht und das wird allgemein zu wenig beachtet.
+L.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Sempre » Sonnabend 14. Januar 2017, 15:13

Vir Probatus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände.
Der Satz kann ja nur so aufgefasst werden, daß "Der Herr" ( = mein Herr des Herrn Winnemöller) nicht der Herr dieser Priester sein kann.
Damit spricht er Ihnen nicht nur das Priestertum sondern auch noch den Glauben ab.
Quatsch. Er spricht damit niemandem etwas ab. Er deutet lediglich indirekt an, dass man ja entsprechende Fragen aufwerfen könnte.

Und jetzt tanzen die Revoluzzer. Überall wo es jault und Mimimimi macht, da sind sie.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 14. Januar 2017, 15:44

Lupus hat geschrieben:Selbst auf die Gefahr hin, mich bei irgendwem in irgendwelche Nesseln zu setzen:
NUN HÖRT DOCH AUF MIT EURER WORTKLAUBEREI UND SEZIERERFEI:
Das Anliegen, das uns im wahrsten Sinne des Begriffs AM HERZEN LIEGEN sollte ist doch, dass in Vergangenheit und Gegenwart allzu viel an der Theologie, der Lehre, der Glaubenspraxis und der Liturgie gebastelt wurde und wird. Dass hat vor vielem anderen unsere Kirchen geleert und die Gläubigen in Unsicherheit gebracht und das wird allgemein zu wenig beachtet.
+L.
:daumen-rauf: :daumen-rauf: :ikb_thumbsup:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von taddeo » Sonnabend 14. Januar 2017, 17:30

Vir Probatus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände.
Der Satz kann ja nur so aufgefasst werden, daß "Der Herr" ( = mein Herr des Herrn Winnemöller) nicht der Herr dieser Priester sein kann.
Damit spricht er Ihnen nicht nur das Priestertum sondern auch noch den Glauben ab.
So habe ich diesen Satz gelesen und verstanden, richtig. :daumen-rauf:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Heinrich II » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:23

Aus dem Brief:
Wir brauchen dringend mutige Vorstöße in der Zulassungsfrage zu den Weiheämtern. Es hat für uns keinen Sinn, den Hl. Geist ständig um Berufungen zu bitten und gleichzeitig alle Frauen von diesen Ämtern auszuschließen.
Was meinen die Hochwürdigen Herren damit? Die Priesterweihe von Frauen?


@taddeo

Du siehst den Kommentar von Winnemöller ja sehr kritisch. Wie siehst Du den Brief der Priester?
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:27

taddeo hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Allein der Satz "Laßt die Kirche meines Herrn in Ruhe" spricht Bände.
Der Satz kann ja nur so aufgefasst werden, daß "Der Herr" ( = mein Herr des Herrn Winnemöller) nicht der Herr dieser Priester sein kann.
Damit spricht er Ihnen nicht nur das Priestertum sondern auch noch den Glauben ab.
So habe ich diesen Satz gelesen und verstanden, richtig. :daumen-rauf:
Zum Thema ein kurzer Ausschnitt aus der Hl. Schrift:
Liebe Brüder, da es mich sehr drängt, euch über unsere gemeinsame Rettung zu schreiben, halte ich es für notwendig, euch mit diesem Brief zu ermahnen: Kämpft für den überlieferten Glauben, der den Heiligen ein für allemal anvertraut ist. Denn es haben sich einige Leute eingeschlichen, die schon seit langem für das Gericht vorgemerkt sind: gottlose Menschen, die die Gnade unseres Gottes dazu missbrauchen, ein zügelloses Leben zu führen, und die Jesus Christus, unseren einzigen Herrscher und Herrn, verleugnen.
(Brief des Judas; 1, 3f.)

Inwieweit vertreten die klerikalen Autoren den überlieferten Glauben? :detektiv:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:55

Lupus hat geschrieben:Selbst auf die Gefahr hin, mich bei irgendwem in irgendwelche Nesseln zu setzen:
NUN HÖRT DOCH AUF MIT EURER WORTKLAUBEREI UND SEZIERERFEI:
Das Anliegen, das uns im wahrsten Sinne des Begriffs AM HERZEN LIEGEN sollte ist doch, dass in Vergangenheit und Gegenwart allzu viel an der Theologie, der Lehre, der Glaubenspraxis und der Liturgie gebastelt wurde und wird. Dass hat vor vielem anderen unsere Kirchen geleert und die Gläubigen in Unsicherheit gebracht und das wird allgemein zu wenig beachtet.
+L.
Dem stimme ich zu: Das gibt aber Niemandem das Recht, einen Frontalangriff auf eine ganze Priestergeneration zu starten.
Diese Herren haben sich 50 Jahre im Weinberg des Herrn abgemüht.
Für irgendwelche Fehler sind sie sicher nicht allein und persönlich verantwortlich. Sie wurden angeleitet und geführt.
Wenn Sie denn so daneben gelegen hätten, wäre ihnen vermutlich die Lehrerlaubnis entzogen worden.
Peter Winnemöller hat geschrieben: "Sie haben oft genug den Glauben in Lehre und Praxis verhunzt, die Liturgie versaut, die treuen Gläubigen verprellt und ganze Generationen hyperaktiven Superlaien hervorgebracht .... "
und: "Hochwürdige Herren, Ihr habt genügend Schaden angerichtet. Lasst die Kirche meines Herrn endlich in Ruhe! Und haltet endlich die Klappe!"
Da schreit jemand seinen Frust heraus, weil er einen Buhmann braucht, weil er seine Klientel bedienen und die Realitäten schlichtweg nicht akzeptieren will.
Gleichzeitig will er Andere auch noch mundtot machen. Das geht eben gar nicht.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Raphael » Sonnabend 14. Januar 2017, 19:23

:nuckel:

Nur zur Erinnerung:
Verglichen mit Deinen Haßausbrüchen gegenüber Bischof Franz-Peter ist der Artikel von Winnemöller ein laues Lüftchen!
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Gallus » Sonnabend 14. Januar 2017, 20:05

Raphael hat geschrieben::nuckel:

Nur zur Erinnerung:
Verglichen mit Deinen Haßausbrüchen gegenüber Bischof Franz-Peter ist der Artikel von Winnemöller ein laues Lüftchen!
Aber der TvE ist doch auch wirklich böse! :narr:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von umusungu » Sonnabend 14. Januar 2017, 21:50

Vir Probatus hat geschrieben:
Peter Winnemöller hat geschrieben: "Sie haben oft genug den Glauben in Lehre und Praxis verhunzt, die Liturgie versaut, die treuen Gläubigen verprellt und ganze Generationen hyperaktiven Superlaien hervorgebracht .... "
und: "Hochwürdige Herren, Ihr habt genügend Schaden angerichtet. Lasst die Kirche meines Herrn endlich in Ruhe! Und haltet endlich die Klappe!"
Dieser Winnemüller ist einfach nicht ernstzunehmen. Wer sich derart außerhalb jeglichen Anstandes ausdrückt und seinen Frust nur noch in die Gegend rotzt, sollte lieber selber die Klappe halten.
Ich möchte ja nicht wissen, wie bescheiden sein Einsatz für die "Kirche seines Herrn" in den letzten Jahrzehnten war - und der seiner Familie.
Sein Angriff galt doch einem halben Jahrhundert Priestern, die er alle als Schädiger der Kirche beschreibt.
Wo hat denn Winnemöller
* die tägliche Kreuzwegandacht in der Fastenzeit organisiert?
* die tägliche Maiandacht im Mai organisiert?
* die tägliche Rosenkranzandacht im Oktober organisiert?
* die Wallfahrten organisiert?
Kenne ich alles aus den 60er Jahren - von (hyperaktiven) Laien organisiert und durchgeführt.
Kenne ich teilweise aus meinen Pfarreien heute auch!
Ich kann nur allen Untergangspropheten empfehlen: aktiviert euch an mindestens einem Punkt in eurem Sinne!

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