Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

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Raphael
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Raphael » Donnerstag 15. September 2016, 15:26

Dieter hat geschrieben:
Schönborn: Europa hat sein christliches Erbe "verschleudert"
Auszüge aus der Predigt von Kardinal Schönborn bei der Mariä-Namen-Feier am 11. September 216 im Wiener Stephansdom

Wien, 13.9.216 (KAP) Für ein großes mediales Echo hat Kardinal Christoph Schönborn mit seiner Predigt bei der Mariä-Namen-Feiern am vergangenen Sonntag im Wiener Stephansdom gesorgt. Dabei war der Wiener Erzbischof in seiner Predigt u.a. auf den historischen Ursprung des kirchlichen Festes "Mariä Namen" eingegangen, das als Dank für die Befreiung Wiens vor den Osmanen vor 333 Jahren eingeführt wurde. Europa habe sein christliches Erbe "verschleudert", klagte der Kardinal und stellte die Frage in den Raum, ob es einen erneuten Versuch einer "islamischen Eroberung Europas" geben werde.
http://www.kathpress.at/goto/meldung/14 ... schleudert
Es gibt wahrlich noch Überraschungen auf dieser Welt! :pfeif:

Wobei Seine Eminenz schon 'mal für eine Solche sorgte. :emil:
Wimre hat er 'mal in Jerusalem eine außergewöhnliche Predigt gehalten: Die Sünde der Bischöfe! :ja:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Sonnabend 1. Oktober 2016, 00:49

'Mich enttäuscht die undifferenzierte Kritik katholischer Bischöfe'

Die plötzliche Merkel-Begeisterung der Katholiken irritiert
Als Angela Merkel jüngst voll bekleidet zum St.-Michaels-Empfang in die katholische Akademie im Regierungsviertel pilgerte, bekam sie guten Wein gereicht. Berauschender aber für sie war das Interview, das der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, am Vortag in der „taz“ hatte. Schon auf der Titelseite verdammt er die Einwände der CSU gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und ließ sich dafür tatsächlich in der Kanzlerinnen-Pose ablichten: Ein selig lächelnder Kardinal, der die Merkel-Raute zeigt.
:kotz: So viel Engagement der Kirche würde ich mir auch in Fragen des Lebensschutzes von ihr wünschen.
Ob die Schließung der türkischen Grenze wirklich christlicher ist als die Schließung der deutschen Grenze? Sind Nato-Schiffe in der Ägäis Gottes Plan? Ist der Erdogan-Deal moralischer als die Schließung der Balkanroute?
:daumen-rauf:
Erzbischof Stefan Heße hat geschrieben:Beim zweiten Katholischen Flüchtlingsgipfel hat Erzbischof Stefan Heße davor gewarnt, Stimmungen nachzugeben. Das widerspreche einem grundlegenden Prinzip des Christentums.
Hoffentlich erinnert er sich zu späterer Zeit auch noch daran.
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Caviteño
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Dienstag 4. Oktober 2016, 18:04

Unterdrückte Christen im Asylheim – Innenansichten eines Pfarrers
Über die Situation und Bedürfnisse von christlichen Flüchtlingen in deutschen Asylheimen wird nur am Rande berichtet – mehr als der Open doors-Bericht der Tagesschau kommt in den Massenmedien kaum vor. Auch die großen Kirchen, katholisch und evangelisch, kümmern sich beschämend wenig um Christen im Asylheim.
Anders sieht es bei den kleinen Freikirchen aus, die klar sagen, was die christlichen Heimbewohner durch muslimische Immigranten, die doch selber vor Gewalt und Unterdrückung geflohen sein sollen, erdulden müssen.


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martin v. tours
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von martin v. tours » Dienstag 18. Oktober 2016, 20:14

https://www.opendoors.de/verfolgung/chr ... utschland/

Minister "die Misere" sagt: Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt".
Wie bescheuert muss man eigentlich sein um sich zum Minister zu qualifizieren?
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Dienstag 18. Oktober 2016, 21:19

martin v. tours hat geschrieben:https://www.opendoors.de/verfolgung/chr ... utschland/

Minister "die Misere" sagt: Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt".
Wie bescheuert muss man eigentlich sein um sich zum Minister zu qualifizieren?
Ist der nicht Jurist? Frei nach Ludwig Thoma: "Er war Einser-Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand". Aber im Ernst: Es wird dereinst gewiss ein Büchlein mit den jeweiligen Morgenlosungen der "Mutter" der Nation geben, dann werden wir die Herumeierei von heute besser verstehen können.
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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 12. Dezember 2016, 15:31

Fürs Archiv: Kardinal Woelki sprayt für Gutmenschen und die Reaktionen darauf: Diakon Willibert Pauels, Peter Winnemöller und - wegen einer Überbetonung der (Gesinnungs-) Ethik gegenüber der Vernachlässigung der Glaubensinhalte - vielleicht auch Bischof Stefan Oster.

Und nun zu den Neuigkeiten aus der psychotherapeutischen Praxis zur Behandlung des militanten Gutmenschentums:
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Vor einem „moralischen Narzissmus“ in Politik und Medien hat der Wiener Neurologe und Psychotherapeut Raphael M. Bonelli gewarnt. Der Bestsellerautor definiert einen „moralischen Narziss“ als jemand, der seine Weltanschauung dermaßen idealisiert, „dass sie für ihn immer mehr zur einzig möglichen Meinung, ja zur Wahrheit schlechthin wird“. Dadurch werde eine solche Person „dialog- und kompromissunfähig“. Sie sehe sich als moralisch gut, über jeden Zweifel erhaben und verdränge jegliches persönliches Fehlverhalten"
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Ein weiteres Kriterium für einen moralischen Narziss sei die Abwertung: „Er ist empört über andere Meinungen, kann es gar nicht fassen, dass jemand so und so denken kann – und vergisst dabei die Grundlage der Demokratie.“
#gottmensch statt #gutmensch

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Sascha B.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Sascha B. » Montag 12. Dezember 2016, 15:34

Ich sags ja, linke Gesinnung ist eine Krankheit und somit aber auch Heilbar.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Raphael
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Raphael » Montag 12. Dezember 2016, 16:07

Yeti hat geschrieben:Fürs Archiv: Kardinal Woelki sprayt für Gutmenschen und die Reaktionen darauf: Diakon Willibert Pauels, Peter Winnemöller und - wegen einer Überbetonung der (Gesinnungs-) Ethik gegenüber der Vernachlässigung der Glaubensinhalte - vielleicht auch Bischof Stefan Oster.

Und nun zu den Neuigkeiten aus der psychotherapeutischen Praxis zur Behandlung des militanten Gutmenschentums:
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Vor einem „moralischen Narzissmus“ in Politik und Medien hat der Wiener Neurologe und Psychotherapeut Raphael M. Bonelli gewarnt. Der Bestsellerautor definiert einen „moralischen Narziss“ als jemand, der seine Weltanschauung dermaßen idealisiert, „dass sie für ihn immer mehr zur einzig möglichen Meinung, ja zur Wahrheit schlechthin wird“. Dadurch werde eine solche Person „dialog- und kompromissunfähig“. Sie sehe sich als moralisch gut, über jeden Zweifel erhaben und verdränge jegliches persönliches Fehlverhalten"
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Ein weiteres Kriterium für einen moralischen Narziss sei die Abwertung: „Er ist empört über andere Meinungen, kann es gar nicht fassen, dass jemand so und so denken kann – und vergisst dabei die Grundlage der Demokratie.“
Ähnlich äußert sich der Psychologe Hans-Joachim Maaz in verschiedenen Beiträgen auf Youtube. Ein paar Beispiele:
https://www.youtube.com/watch?v=gpYhUX04s_w
https://www.youtube.com/watch?v=dBAP2GhH5Qo
https://www.youtube.com/watch?v=Kf49MoBbyRQ
Er hat diese Position auch bereits in Buchform verbreitet ..........
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 12. Dezember 2016, 18:47

Raphael hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:Fürs Archiv: Kardinal Woelki sprayt für Gutmenschen und die Reaktionen darauf: Diakon Willibert Pauels, Peter Winnemöller und - wegen einer Überbetonung der (Gesinnungs-) Ethik gegenüber der Vernachlässigung der Glaubensinhalte - vielleicht auch Bischof Stefan Oster.

Und nun zu den Neuigkeiten aus der psychotherapeutischen Praxis zur Behandlung des militanten Gutmenschentums:
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Vor einem „moralischen Narzissmus“ in Politik und Medien hat der Wiener Neurologe und Psychotherapeut Raphael M. Bonelli gewarnt. Der Bestsellerautor definiert einen „moralischen Narziss“ als jemand, der seine Weltanschauung dermaßen idealisiert, „dass sie für ihn immer mehr zur einzig möglichen Meinung, ja zur Wahrheit schlechthin wird“. Dadurch werde eine solche Person „dialog- und kompromissunfähig“. Sie sehe sich als moralisch gut, über jeden Zweifel erhaben und verdränge jegliches persönliches Fehlverhalten"
Raphael M. Bonelli hat geschrieben:"Ein weiteres Kriterium für einen moralischen Narziss sei die Abwertung: „Er ist empört über andere Meinungen, kann es gar nicht fassen, dass jemand so und so denken kann – und vergisst dabei die Grundlage der Demokratie.“
Ähnlich äußert sich der Psychologe Hans-Joachim Maaz in verschiedenen Beiträgen auf Youtube. Ein paar Beispiele:
https://www.youtube.com/watch?v=gpYhUX04s_w
https://www.youtube.com/watch?v=dBAP2GhH5Qo
https://www.youtube.com/watch?v=Kf49MoBbyRQ
Er hat diese Position auch bereits in Buchform verbreitet ..........
"Die Krise der narzisstischen Normopathie"
Hans-Joachim Maaz hat geschrieben:"Die Krise der narzisstischen Normopathie sehe ich in der Kompensation in der Form von Größenwahn, unser deutscher Größenwahn, ich brauche nur einen Satz zu sagen: 'Wir schaffen das.' Projektion in der Gesellschaft und zwar: Die Bösen sind jetzt die Kritiker, die Bösen sind PEGIDA, LEGIDA und AfD und die Guten, das sind die Flüchtlinge oder die Helfer. Das führt zur zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Es gibt eine auffällige Hetzkampagne gegen PEGIDA mit einer Abwertung und Diffamierung jeder Kritik, dabei ist bemerkenswert, dass die Politiker die Spaltung hetzerisch begonnen haben. Ich erinnere: Angela Merkel: 'Die haben Hass und Kälte im Herzen'. Hannelore Kraft: 'Das sind Rattenfänger'. Yasmin Fahimi: 'Geistige Brandstifter'. Heiko Maas: 'Schande für Deutschland'. Cem Özdemir: 'Mischpoke'. Sigmar Gabriel: 'Pack'. Joachim Gauck: 'Es gibt ein helles und ein dunkles Deutschland'. Wieso können demokratische Politiker in eine solche projektive Abwerhaltung kommen? Wie können sie sich dem Dialog mit AfD, PEGIDA usw. verweigern? Selbst wenn das stimmen würde, dass AfD etc. einfach nur Rechtsradikale wären, hätten wir doch trotzdem ein Riesenproblem, das wir als Gesellschaft zu verantworten haben, das wir geschaffen haben, es wird doch keiner extremistisch geboren, sondern die sozialen Verhältnisse, die familiären Verhältnisse, die gesellschaftlichen Verhältnisse sind die Ursachen solcher extremistischen Positionen. Es nutzt also überhaupt nichts zu sagen: 'Das sind die Bösen pfui, weg mit ihnen'. Es gibt eine auffällige Fehleinschätzung der Kanzlerin, da hätte der Psychoanalytiker jetzt auch viel über 'Mutti' zu sagen...aber eins kann man sagen: Dass sie als 'die mächtigste Frau der Welt' gesehen wird, ist mit Sicherheit das Ergebnis einer Projektion. Sie selbst würde sich wahrscheinlich niemals so gesehen haben. Das heißt wir Deutschen, vielleicht auch andere in Europa, brauchen eine solch mächtige Person. Bei jeder narzisstischen Problematik besteht die Gefahr, dass man so was allmählich glaubt. Sie kennen das Märchen von 'des Kaisers neuen Kleidern'. Das sehe ich hier wieder. Es will keiner sehen, wie nackt sie eigentlich ist, wie bedürftig, wie problematisch. Das ist aber unsere Projektion: 'Mutti'. 'Hilfe'."
Hans-Joachim Maaz hat geschrieben:"Jemandem zu helfen, der in Not ist, ist normal, das ist menschlich, ich bin Arzt, aber 'Willkommenskultur', das ist eine Neurose; ist doch keine Kunst, jemandem ein bisschen Wasser, Schokolade und einen Teddybär zu geben, aber dann, was passiert denn dann? Die Leute, die das machen und sich dann nicht um weitere Integration kümmern, denen sollte das Handwerk gelegt werden, weil etwas Falsches vermittelt wird, was nicht eingehalten werden kann."
Hans-Joachim Maaz hat geschrieben:"AfD, PEGIDA etc. sind nicht das Problem, sind nicht die 'neuen Bösen', sondern die Symptomträger einer von der Mehrheit nicht erwünschten Kritik. Ich fasse meine Forderungen so zusammen: Erstens: Deutsche und europäische Gesetze müssen eingehalten werden, sonst muss die Regierung verklagt werden. Zweitens: Die Grenzen müssen geschlossen werden und durch eine kontrollierte Einreise reguliert werden auf der Grundlage eines Einwanderungsgesetzes, damit jeder weiß, wer kommen kann und wer nicht kommen kann. Die Willkommenskultur trägt auch dazu bei, dass sich Menschen übers Mittelmeer wagen, weil sie glauben, sie werden hier gerettet. Drittens: Wir brauchen ein den globalen und veränderten Bedingungen angepasstes Asylrecht. Es darf kein Politiker mehr sagen: 'Das sind unsere Asylgesetze, wir können ja nicht anders'. Meine Güte! Die Politiker sind dazu da, dass sie Politik machen, also Gesetze machen und wenn sie merken, dass sie nicht 60 Millionen Menschen aufnehmen können, muss das Asylrecht geändert werden."
Eine gute Definition von Populismus liefert er auch:
Hans-Joachim Maaz hat geschrieben:"Phrasen, suggestive Überzeugungen ohne Inhalte"
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Juergen
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Dienstag 13. Dezember 2016, 15:37

Erzbistum Paderborn hat geschrieben:„Armutszeugnis für Europa"
Kritik an der Empfehlung der EU-Kommission

Paderborn, 12. Dezember 2016. Als "Armutszeugnis für Europa" bewertet Domkapitular Dr. Thomas Witt, Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen im Erzbistum Paderborn und zugleich Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, die Empfehlung der EU-Kommission, nach der ab März 2017 für Griechenland wieder das so genannte Dublin-Verfahren beim Flüchtlingszuzug gelten soll.
Erzbistum Paderborn hat geschrieben:… "Letztlich tritt hinter dem Anliegen, die Zahl der Flüchtlinge zu verringern, das Anliegen unseres Grundgesetzes, Verfolgten Schutz zu gewähren, immer mehr in den Hintergrund", so Dr. Witt…
Hm… :hmm:
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland hat geschrieben:Art 16a

(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.
(3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.
(4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.
(5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.
Fußnote
Gruß
Jürgen

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Juergen
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Dienstag 13. Dezember 2016, 15:46

Erzbistum Paderborn hat geschrieben:http://www.erzbistum-paderborn.de/38-Na ... tockt.html

Paderborn, 9. Dezember 216. In den Kirchengemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Paderborn wird immer noch auf vielfältige Weise für jene Menschen Hilfe geleistet, die aufgrund von Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind. Nach wie vor erreichen das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn zahlreiche Anträge auf finanzielle Förderung dieser Hilfsmaßnahmen aus dem Flüchtlingsfonds des Erzbistums. Der Kirchensteuerrat reagierte auf die große Nachfrage und stockte den Fonds um weitere 2 Millionen Euro auf nunmehr 5 Millionen Euro auf.
Vgl. auch: http://www.erzbistum-paderborn.de/38-Na ... stums.html
Gruß
Jürgen

Caviteño
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Dienstag 13. Dezember 2016, 21:37

Wow - 5 Millionen vom reichsten Bistum des Landes. Nicht aus dem umfangreichen Vermögen, nein aus den Kirchensteuerbeträgen.

Das ist auch vertretbar, sind die Finanzanlagen vom 31. 12. 2014 zum 31. 12. 2015 doch nur von 3,600 Mrden € auf 3,717 € - oder um 117 Mill. € - gestiegen. Da kann man natürlich nichts entbehren. Man muß für die "Zukunft" sorgen....

Immerhin werden jetzt über 1% der Kirchensteuerzahlungen (2015 = 395,9 Mill. €) für "Flüchtlinge" ausgegeben. Respekt!

Warum muß ich bei solchen Meldungen nur immer an Math 7, 20 denken.... :/

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umusungu
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu » Dienstag 13. Dezember 2016, 22:11

lebt es sich mit einem solch "negativen spirit" eigentlich gut?

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Niels
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Niels » Dienstag 13. Dezember 2016, 22:28

umusungu hat geschrieben:lebt es sich mit einem solch "negativen spirit" eigentlich gut?
:schnarch:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Dienstag 13. Dezember 2016, 22:41

umusungu hat geschrieben:lebt es sich mit einem solch "negativen spirit" eigentlich gut?
Inzwischen schon zum Esoteriker geworden?
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 14. Dezember 2016, 02:57

umusungu hat geschrieben:lebt es sich mit einem solch "negativen spirit" eigentlich gut?
Was soll daran negativ sein, wenn man prüft, wie die öffentlichen Aufforderungen einer Institutuion mit deren eigenen Handlungen übereinstimmen? :achselzuck:

Sachlich hast Du aber nichts hinzuzufügen oder kommt da noch was?

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Juergen
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Mittwoch 14. Dezember 2016, 09:52

Caviteño hat geschrieben:Wow - 5 Millionen vom reichsten Bistum des Landes. Nicht aus dem umfangreichen Vermögen, nein aus den Kirchensteuerbeträgen.

Das ist auch vertretbar, sind die Finanzanlagen vom 31. 12. 2014 zum 31. 12. 2015 doch nur von 3,600 Mrden € auf 3,717 € - oder um 117 Mill. € - gestiegen. Da kann man natürlich nichts entbehren. Man muß für die "Zukunft" sorgen....

Immerhin werden jetzt über 1% der Kirchensteuerzahlungen (2015 = 395,9 Mill. €) für "Flüchtlinge" ausgegeben. Respekt!

Warum muß ich bei solchen Meldungen nur immer an Math 7, 20 denken.... :/
Genau wegen solcher Postings hielt und halte ich es für grundfalsch die Zahlen offenzulegen.
Das Gefasel von Transparenz, das es insbesondere seit dem „Hausbau von Limburg“ gibt, ist zutiefst antikirchlich und von den Kirchenfeinden forciert. Die kirchlichen Vertreter scheinen das nicht zu merken oder merken zu wollen, sondern machen aus populistischen Gründen, denn was anderes ist es ja nicht, munter mit.
Gruß
Jürgen

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Siard » Mittwoch 14. Dezember 2016, 14:53

Juergen hat geschrieben:Das Gefasel von Transparenz, das es insbesondere seit dem „Hausbau von Limburg“ gibt, ist zutiefst antikirchlich und von den Kirchenfeinden forciert. Die kirchlichen Vertreter scheinen das nicht zu merken oder merken zu wollen, sondern machen aus populistischen Gründen, denn was anderes ist es ja nicht, munter mit.
Ich glaube eher, daß Letztere das Mitmachen, weil sie zu großen Teilen zu Ersteren gehören.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Niels » Mittwoch 14. Dezember 2016, 15:59

Deine Vermutung ist (leider) nicht ganz von der Hand zu weisen.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Mittwoch 14. Dezember 2016, 16:16

...was bedeuten würde, dass man in weiten Teilen der Kirche den Kontakt zum "übernatürlichen Existential" :panisch: verloren hätte. War hier im Forum nicht Linus der Beauftragte für den mobilen Scheiterhaufen? Linus, Arbeit für dich! :ikb_furious:
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 14. Dezember 2016, 16:43

Juergen hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Wow - 5 Millionen vom reichsten Bistum des Landes. Nicht aus dem umfangreichen Vermögen, nein aus den Kirchensteuerbeträgen.

Das ist auch vertretbar, sind die Finanzanlagen vom 31. 12. 2014 zum 31. 12. 2015 doch nur von 3,600 Mrden € auf 3,717 € - oder um 117 Mill. € - gestiegen. Da kann man natürlich nichts entbehren. Man muß für die "Zukunft" sorgen....

Immerhin werden jetzt über 1% der Kirchensteuerzahlungen (2015 = 395,9 Mill. €) für "Flüchtlinge" ausgegeben. Respekt!

Warum muß ich bei solchen Meldungen nur immer an Math 7, 20 denken.... :/
Genau wegen solcher Postings hielt und halte ich es für grundfalsch die Zahlen offenzulegen.
Das Gefasel von Transparenz, das es insbesondere seit dem „Hausbau von Limburg“ gibt, ist zutiefst antikirchlich und von den Kirchenfeinden forciert. Die kirchlichen Vertreter scheinen das nicht zu merken oder merken zu wollen, sondern machen aus populistischen Gründen, denn was anderes ist es ja nicht, munter mit.
Das Thema wurde von einem leibhaftigen Weihbischof untersucht. Insofern beruht das schon alles auf Tatsachen. Ich war zu seiner Verabschiedung dabei. Da wurde das nochmals festgestellt. Kirchenfeindlichkeit war das sicher nicht im Spiel.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Mittwoch 14. Dezember 2016, 17:46

Gruß
Jürgen

Caviteño
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 15. Dezember 2016, 02:05

Juergen hat geschrieben:Genau wegen solcher Postings hielt und halte ich es für grundfalsch die Zahlen offenzulegen.
Das Gefasel von Transparenz, das es insbesondere seit dem „Hausbau von Limburg“ gibt, ist zutiefst antikirchlich und von den Kirchenfeinden forciert. Die kirchlichen Vertreter scheinen das nicht zu merken oder merken zu wollen, sondern machen aus populistischen Gründen, denn was anderes ist es ja nicht, munter mit.
Hälst Du es für angemessen, daß man von jedem Kaufmann verlangt, der mit seinem Umsatz eine gewisse (geringe) Größe überschreitet, seine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung beim Handelsregister zu hinterlegen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen, wo sie jeder einsehen kann und die Kirchen weiterhin von einer Veröffentlichungspflicht ausgenommen sind? Wo ist der Unterschied?

Wäre es Dir lieber, wenn die Gedanken, die ich oben dargestellt habe, nicht auf vom Bistum veröffentlichen Zahlen beruhen würden, sondern von "Experten" "griffweise geschätzt" wurden? Dann wäre es zwar leichter, die Berechnungen abzulehnen - aber was hätte man gewonnen?

Wer dauernd zur Hilfe für "Flüchtlinge" aufruft, der muß sich auch daran messen lassen, was er selber tut - und zwar unter Berücksichtigung seiner eigenen Leistungsfähigkeit.

PS: Vielleicht handelte es sich bei der freiwilligen Veröffentlichung der Bistümer auch um einen guten Schachzug. Es ist ja nicht undenkbar, daß der Staat - ähnlich wie bei den oben erwähnten Kaufleuten - eine Veröffentlichungspflicht vorgeschrieben hätte. Schließlich sind mehr Menschen Mitglied in einer Kirche als Kunden beim Händler XY. Mich interessiert kaum der Umsatz des Autohauses Meier in Kleinkleckersdorf. Ich möchte aber schon wissen, ob z. B. die Aachner Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft z.B. ihre Gewinne an die Bistümer ausschüttet (und wenn ja: in welcher Höhe) oder ob man thesauriert, um weniger Einnahmen, dafür aber mehr Vermögen zu haben.

PS: Ganz interessant. Ich bin z. Zt. in Kalifornien und wollte die homepage der Gesellschaft (aachener-swg.de) aufrufen. Es kam folgender Hinweis:
403: Access Forbidden
Your location (US) has been blacklisted.


Also im Ausland scheint man sich bedeckt zu halten - aus welchen Gründen auch immer.....

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von RomanesEuntDomus » Donnerstag 15. Dezember 2016, 09:31

Caviteño hat geschrieben:PS: Ganz interessant. Ich bin z. Zt. in Kalifornien und wollte die homepage der Gesellschaft (aachener-swg.de) aufrufen. Es kam folgender Hinweis:
43: Access Forbidden
Your location (US) has been blacklisted.


Also im Ausland scheint man sich bedeckt zu halten - aus welchen Gründen auch immer.....
:neinfreu: Wenn ich eine Webseite betreiben würde, dann würde ich auch keine Zugriffe aus den USA erlauben, wenn es nicht unbedingt erforderlich wäre. Von dort aus kommen mit Abstand die meisten bösartigen Hackerangriffe.

Kleine aktuelle Stichprobe mit http://map.norsecorp.com/#/, Laufzeit einige Minuten, durchgeführt heute gegen 9:2 und durchaus "typisch" für die Statistik:
Attack Origins:

United States: 587
China: 256
Ukraine: 38
...
...
Germany: 15
...

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Donnerstag 15. Dezember 2016, 13:26

Caviteño hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Genau wegen solcher Postings hielt und halte ich es für grundfalsch die Zahlen offenzulegen.
Das Gefasel von Transparenz, das es insbesondere seit dem „Hausbau von Limburg“ gibt, ist zutiefst antikirchlich und von den Kirchenfeinden forciert. Die kirchlichen Vertreter scheinen das nicht zu merken oder merken zu wollen, sondern machen aus populistischen Gründen, denn was anderes ist es ja nicht, munter mit.
Hälst Du es für angemessen, daß man von jedem Kaufmann verlangt, der mit seinem Umsatz eine gewisse (geringe) Größe überschreitet, seine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung beim Handelsregister zu hinterlegen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen, wo sie jeder einsehen kann und die Kirchen weiterhin von einer Veröffentlichungspflicht ausgenommen sind?
Ja. :ja:
Gruß
Jürgen

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Juergen
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Freitag 16. Dezember 2016, 14:48

Newsletter des Erzbistums Köln hat geschrieben: Büchereien erweitern Medienpaket für Integration
Erzbistum Köln – Büchereien – über 51.000 Euro Landesmittel

Erzbistum Köln. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Katholischen öffentlichen Büchereien zum Jahresende Gelder in Höhe von 51.000 Euro für die Integrationsarbeit zur Verfügung. Damit können die Büchereien ihr Medienpaket für Flüchtlinge ausbauen.

Schon vor Beginn der großen Flüchtlingswelle haben viele Katholische Büchereien auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen reagiert und sich für deren Integration in die Gemeinden eingesetzt. Die Angebote reichen von Medien zum Erlernen der deutschen Sprache über mehrsprachige Bilderbücher bis hin zu längeren Öffnungszeiten und dem Angebot der Vorlesepaten. Das Land NRW hat jetzt erstmalig auf den Einsatz der ehrenamtlich geführten Büchereien reagiert und Gelder für insgesamt 108 Büchereien bereitgestellt. (pek161216-mth)
Gruß
Jürgen

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. Dezember 2016, 19:12

Gruß
Jürgen

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von martin v. tours » Montag 19. Dezember 2016, 19:20

Da sollte die Kirche noch einmal vernünftige Lösungsvorschläge anbieten:
http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... t-muslimen
Leider ist man dazu zu feige.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Freitag 23. Dezember 2016, 19:03

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Niels » Sonnabend 24. Dezember 2016, 13:00

Kardinal Christoph Schönborn hat ein Umdenken in der Flüchtlingsfrage einbekannt": http://www.kath.net/news/5797
Er sei wie viele andere auch von der großen Zahl der Asylsuchenden überrascht und in den Wortmeldungen mittlerweile "vorsichtiger geworden", sagte er am Freitagabend in einem gemeinsamen Interview mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker in der ZIB2.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 25. Dezember 2016, 08:44

Niels hat geschrieben:Kardinal Christoph Schönborn hat ein Umdenken in der Flüchtlingsfrage einbekannt": http://www.kath.net/news/5797
Er sei wie viele andere auch von der großen Zahl der Asylsuchenden überrascht und in den Wortmeldungen mittlerweile "vorsichtiger geworden", sagte er am Freitagabend in einem gemeinsamen Interview mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker in der ZIB2.
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg der Besserung. Da bleibt ja noch Hoffnung, daß man das auch hier erkennt.

Das Problem ist ja anscheinend nicht, eine grosse Zahl von Menschen hier aufzunehmen. Das Problem ist eher, die herauszusuchen, die herkommen, um hier den Krieg zu eröffnen, und zwar bevor etwas passiert.

Die dazu notwendigen Maßnahmen verwandeln unsere Gesellschaft in einen Polizei- und Spitzelstaat.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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