Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

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guatuso
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von guatuso » Mittwoch 13. Juli 2016, 15:06

Das ist natuerlich ein riesiges Problem mit den Kindern. Ich weiss zuwenig: bekommen diese Zigan-Familien in Deutschland keine Sozialhilfe? Werden sie nicht unterstutzt?
Wenn sie unterstuetzt werden, ist es natuerlich mehr als Skandal wenn die Kinder nicht in die Schule gegen duerfen, sondern beim Betteln helfen muessne.
Wenn sie nicht unterstuetzt werden - tja. Wen wundert es dann, dass Kinder mitbetteln? Das kennen wir doch aus Indien etwa, wo Kinder extra verkrueppelt werden, damit der Mitleidige Mensch mehr Geld gibt. Das sind die aehnlichen Strukturen. Wie soll man das aendern? Mit Geldstrafen? Ist ja wohl ein Witz.
Wie will man gewachsene, festgefahrene Traditionen aendern?

Wir haben hier immer wieder Indios aus dem Grenzgebiet Panama/Costa Rica, die in der Hauptstadt betteln und ihre Kinder dabei haben. Es tut mir jedesmal weh vorbeizugehen und nichts geben zu koennen.
Niemand verlangt von diesen Indioso sich gefaelligst an die andere Zeiten anzupassen und sich eine Arbeit zu suchen (die sie sowieso nie bekaemen).

Ist es naiv, wenn ich meine, es sollten staedtische oder private Beauftragte geben, die sich mit diesen Romafamilien hinsetzen und sie bewegen, die Kinder in Schulen zu schicken?
Oder geschieht das bereits?

Caviteño
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 13. Juli 2016, 15:16

guatuso hat geschrieben: Ist es naiv, wenn ich meine, es sollten staedtische oder private Beauftragte geben, die sich mit diesen Romafamilien hinsetzen und sie bewegen, die Kinder in Schulen zu schicken?
Oder geschieht das bereits?
Das wird doch alles versucht. Wenn Du mal nach Roma-Beauftragte googlest, wirst Du fündig. Die Erfolge sind überschaubar.

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guatuso
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von guatuso » Mittwoch 13. Juli 2016, 15:45

Caviteño hat geschrieben:
guatuso hat geschrieben: Ist es naiv, wenn ich meine, es sollten staedtische oder private Beauftragte geben, die sich mit diesen Romafamilien hinsetzen und sie bewegen, die Kinder in Schulen zu schicken?
Oder geschieht das bereits?
Das wird doch alles versucht. Wenn Du mal nach Roma-Beauftragte googlest, wirst Du fündig. Die Erfolge sind überschaubar.
Oh!
Unter anderem fand ich dies:

"Mobile Beratungsstelle für Zuwandernde aus Südosteuropa (MOBI.Berlin)
Die Mobile Anlaufstelle bietet:
Erstberatung zu Aufenthalt, Existenzsicherung, Wohnen, Gesundheit, Zugang zu Sprachkursen, Schule und Arbeit
Begleitung zu Behörden
Vermittlung in die Regeldienste
Konfliktprävention und Krisenintervention im öffentlichen Raum und im Wohnumfeld"

Das wusste ich nicht, ich habe das tatsaechlich mit unseren Indios gleich gesehen, ich glaubte die kaemen her ohne Arbeitserlaubnis, ohne Wohnung, ohne Geld, ohne Hilfe....
Das ist natuerlich ein Ding.
Und dann gibt es noch "Die AG Roma", sagen die nichts dazu?

Und bei weiterem goggeln finde ich eine Fuelle, wirklich ungeheuer viele Hilfestellungen, Anlaufstellen, von privaten und staatlichen Organisationen. Ich bin beeindruckt.

Und warum betteln die dann mit den Kindern?
Ja, muessige Frage.....

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DarPius
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von DarPius » Mittwoch 13. Juli 2016, 17:27

guatuso hat geschrieben: Und warum betteln die dann mit den Kindern?
Ja, muessige Frage.....
Nö. Die Antwort steht in dem von mir verlinkten Dokument auf Polnisch: weil die Frau den Unterhalt für ihren Mann verdienen muss. Je mehr Kinder sie hat, mit denen sie bettelt, desto mehr sammelt sie ein. Die Wahrheit ist gaaaanz einfach.

Politisch korrekt übersetzt findet man so etwas:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 9259.html
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 13. Juli 2016, 18:18

DarPius hat geschrieben:
Politisch korrekt übersetzt findet man so etwas:
Schweden macht vor, daß man sich noch viel korrekter äußern kann:
Vorurteile bestehen aber noch immer. Die meisten Roma leben in Skåne, weshalb dort wohl besonders viele Ressentiments bestehen. Janne Flyghed ist Kriminologie-Professor an der Universität Stockholm. Er sagt: "Es besteht das Gerücht, dass Roma krimineller sind als der Durchschnitt. Doch sie werden vor allem häufiger erwischt, weil sie unter strenger Beobachtung stehen." Jeder anderen Gruppe, die so gründlich kontrolliert würde, würde es genauso gehen.
Rolf Granér, Polizeiausbilder aus Göteborg, sagt, dass Polizisten Roma auch deshalb als krimineller wahrnähmen, weil sie selten mit nicht-kriminellen Roma in Berührung kämen.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von RomanesEuntDomus » Mittwoch 13. Juli 2016, 18:26

Ich versuche einfach mal, das Positive zu sehen: Jetzt, wo sich die europäische Öffentlichkeit mehr mit Zigeunern beschäftigt, hat sie weniger Zeit, sich hunderte von Polenwitzen auszudenken, deren Pointe immer vorhersehbar war.

Obwohl ... ich habe gerade einen gefunden, in dem beide Völker vorkommen:
Woran erkennt man, dass es zuviele Polen in Deutschland gibt? Die Zigeuner schließen Hausratsversicherungen ab!

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 13. Juli 2016, 20:42

Guatuso, doch, diese ganzen Hilfestellungen gibt es tatsächlich und wo besonders viele Roma-Einwanderer hinkommen, wie Duisburg oder Dortmund funktionieren sie auch leidlich, wenn auch mit Verschleiß von Nerven auf allen Seiten. Wer sich auf das staatliche Hilfesysten einläßt, braucht nicht betteln und schon gar nicht stehlen,tut es in der Regel auch nicht. Es gibt aber Leute, die mit bettelnden Romakindern Geld verdienen, wie es ganz allgemein auch osteuropäische Bandenkriminalität, die erheblich zur Einbruchstatistik beiträgt, gibt.
Von denen, die sich im Hilfesystem befinden, sind fast alle für die Schule dankbar und brauchen zunächst keine Extraeinladung. Bloß kann Schule nicht zaubern und bei den älteren Kindern ohne Sprachkenntnisse und wenig Schulerfahrung sind kaum Schulabschlüsse erreichbar, was natürlich demotiviert. Wer noch jung genug für die Grundschule ist, vielleicht sogar einen Kindergarten besucht hat, hat ganz andere Karten. Aber es gibt ganze Jahrgänge, denen man außer sparsamen Deutschfähigkeiten trotz einigem Aufwand wenig beibringt. Es fehlt auch an Lehrern mit osteuropäischen Sprachkenntnissen. Was aus diesen Jugendlichen werden soll, weiß ich nicht.
Was mir außerdem noch Sorge macht, dass bei Bekannten, die ehrenamtlich Leute ohne Versicherung medizinisch versorgen, das sind Leute, die aus irgendwelchen Gründen weder in der gesetzlichen Krankenversicherung noch im Hilfesystem sind, zu den ehemalig Privatversicherten, die die Beiträge nicht mehr zahlen können, Obdachlosen und anderen durchs System gerutschten, auch vereinzelt Roma und andere Osteuropäer auftauchen, bis jetzt nur Erwachsene, die sich gezielt dem System entziehen und dauerhaft illegal bleiben wollen, weil sie mit Abschiebung rechnen. Nicht ohne Grund, es kann durchaus passieren, dass sich die Zigeunerseelsorge, staatliche Stellen, zwei Schulen jahrelang um eine Familie bemüht haben, man Erfolge gefeiert hat, und sie dann abgeschoben wird, weil es mit dem Kosovo ein Rücknahmeabkommen gibt, der ganze Aufwand für die Katz.

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DarPius
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von DarPius » Donnerstag 14. Juli 2016, 11:26

RomanesEuntDomus hat geschrieben:Ich versuche einfach mal, das Positive zu sehen: Jetzt, wo sich die europäische Öffentlichkeit mehr mit Zigeunern beschäftigt, hat sie weniger Zeit, sich hunderte von Polenwitzen auszudenken, deren Pointe immer vorhersehbar war.

Obwohl ... ich habe gerade einen gefunden, in dem beide Völker vorkommen:
Woran erkennt man, dass es zuviele Polen in Deutschland gibt? Die Zigeuner schließen Hausratsversicherungen ab!
Eher anders 'rum wird ein Schuh daraus:
Woran erkennt man, dass es zu viele "Flüchtlinge" in Deutschland gibt? Die Preise für Hausratsversicherungen steigen rapide an!
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: Es gibt aber Leute, die mit bettelnden Romakindern Geld verdienen, wie es ganz allgemein auch osteuropäische Bandenkriminalität, die erheblich zur Einbruchstatistik beiträgt, gibt.
Dann zeigen Sie mir die Statistik, die die Anzahl der Diebstähle/Einbrüche den Anteil der Bevölkerungsgruppe gegenüber stellt. Ist ja nur einfache Mathematik... Jeder halbwegs vernünftige Mensch würde die relativen und nicht die absoluten Größen vergleichen. Man vergleicht Birnen und Äpfel nicht. Oder soll ich noch einen Beweis liefern, wie "diskriminierend" das Robert-Koch-Institut die Gefahr von HIV-verseuchten Blutspenden von Homosexuellen berechnet?
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: Was aus diesen Jugendlichen werden soll, weiß ich nicht.
Dann äußern Sie sich nicht zum Thema, wo sie keine Ahnung haben. Sie haben nicht mal die grundlegendste Recherche betrieben und die Realität kommt bei Ihnen nicht an.

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: Von denen, die sich im Hilfesystem befinden, sind fast alle für die Schule dankbar und brauchen zunächst keine Extraeinladung. Bloß kann Schule nicht zaubern und bei den älteren Kindern ohne Sprachkenntnisse und wenig Schulerfahrung sind kaum Schulabschlüsse erreichbar, was natürlich demotiviert. Wer noch jung genug für die Grundschule ist, vielleicht sogar einen Kindergarten besucht hat, hat ganz andere Karten. Aber es gibt ganze Jahrgänge, denen man außer sparsamen Deutschfähigkeiten trotz einigem Aufwand wenig beibringt. Es fehlt auch an Lehrern mit osteuropäischen Sprachkenntnissen. Was aus diesen Jugendlichen werden soll, weiß ich nicht.
Verinnerlichen Sie bitte einige Fakten:
http://arturpaszko.blogspot.de/21/1/ ... pracy.html

Da findet man eine Tabelle. Es wurde in Polen 1999 (also bevor die Zigeuner von der EU gepampert wurden) untersucht und statistisch erfasst, dass die Hälfte (!) der Zigeuner nicht mal die Grundschule abgeschlossen hat. Sie wurden in Polen geboren und sprechen Polnisch. Und die Grundschule wird vom Staat bezahlt. Aus meiner Stadt in Polen ist bekannt: wenn man für die Zigeuner-Kids etwas (Schulranzen, Buntstifte etc) in der Kirche gesammelt und ihnen verschenkt hat, haben die es am nächsten Tag zur Geld gemacht.

Fakt und _KEIN_ Vorurteil ist:
- diese Gruppe grenzt sich bewusst von den Regeln der Allgemeinheit ab und lebt nach Regeln, die im krassen Widerspruch zum Naturrecht stehen
- Rechte der Frauen werden missachtet
- Minderjährige (oft unter 14) werden verheiratet und/oder schwanger
Ich negiere nicht, dass es unter Ihnen Anständige gibt. Aber nicht deswegen, weil sie Zigeuner "geblieben" sondern _weil_ sie ausgestiegen sind. ,14% von ihnen hätten in Polen 1999 akademische Ausbildung (bezogen auf die Minderheit ~5 Tausend, wären das sage und schreibe 7 Personen)

Was man sich heute fragen soll ist: soll man überhaupt so eine asoziale Minderheit weiter bestehen lassen? Mit welchem Recht masst sich der Staat an, diese asoziale Gruppe mit sozialen Mitteln zu unterstützen?
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 14. Juli 2016, 12:03

Die deutschen Zigeuner, die überlebt haben, leben hier doch seit 60 Jahren mit allen Rechten und Pflichten. Man kann nicht behaupten, dass das für osteuropäische Zigeuner gegolten hat, geschweige denn, dass man, wie in der BRD, sich bemüht hätte, sie zu integrieren.
Bei einer Aufklärungsquote bei Einbrüchen unter 10%, was will man da sinniges über die Täter sagen? Osteuropäer sind überdurchschnittlich vertreten, Roma fast nie ausgewiesen, was vor dem Bochumer Gericht verhandelt wird, läßt auch bei den normalen Osteuropäern auf erhebliche kriminelle Energie schließen, was kann uns das bei dieser miesen Aufklärungsrate sagen? Mühlheim oder Köln hatten jedenfalls vor der Maueröffnung keine auffällige Roma-Kriminalität.
Die Verbürgerlichung der deutschen Zigeuner, die definitiv nicht vom Himmel gefallen ist, hat natürlich auch ihre Kultur verändert. Das Jugendschutzgesetz und die Gesetze über die Ehe gelten schließlich auch für sie, wenn junge Leute Schulabschlüsse, Ausbildungen und eigenes Einkommen haben, schwächt das die Autorität der Sippenhäupter, wo es Frauenhäuser gibt, gibt es auch Frauen, die sich nicht mehr verprügeln lassen. Die Sinti- und Roma-Verbände vertreten mitunter radikale oder unsinnige Positionen, weil es eben nicht mehr so leicht ist, zu definieren, was einen Zigeuner ausmacht, wenn es nicht die Marienfrömmigkeit seien soll.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von umusungu » Donnerstag 14. Juli 2016, 13:39

DarPius hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: Was aus diesen Jugendlichen werden soll, weiß ich nicht.
Dann äußern Sie sich nicht zum Thema, wo sie keine Ahnung haben. Sie haben nicht mal die grundlegendste Recherche betrieben und die Realität kommt bei Ihnen nicht an.
Brauchst Du einen einfachen oder doppelten Antrag auf Antwort-Genehmigung?

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 14. Juli 2016, 14:29

umusungu hat geschrieben:
DarPius hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben: Was aus diesen Jugendlichen werden soll, weiß ich nicht.
Dann äußern Sie sich nicht zum Thema, wo sie keine Ahnung haben. Sie haben nicht mal die grundlegendste Recherche betrieben und die Realität kommt bei Ihnen nicht an.
Brauchst Du einen einfachen oder doppelten Antrag auf Antwort-Genehmigung?
Ja das wird hier langsam zum Problem. Um Fragen an ein Ordinariat zu stellen, muss der Fragende den Nachweis führen, für die Thematik zuständig zu sein. (laut einem blonden Mitforanten) Tatsächlich ist natürlich das Ordinariat zuständig und nicht der Fragesteller.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 14. Juli 2016, 14:40

Was glaubst Du denn, wo man recherchieren kann, was aus Jugendlichen, die heute 12-18 sind und aus fremden Ländern kommen, so in den nächsten 10-15 Jahren wird? Polnische Erfahrungen würde ich da nicht heranziehen, denn selbst mit denen, die wir abschieben, geben wir uns deutlich mehr Mühe. An der Stelle übe ich Kritik, denn ich sehe nicht ein, dass man großen Aufwand für Leute treibt, die man loswerden will und loswird. An der Richtigkeit dieser Entscheidungen zweifle ich immer mal wieder auch. ,

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 18. Juli 2016, 19:55

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Was glaubst Du denn, wo man recherchieren kann, was aus Jugendlichen, die heute 12-18 sind und aus fremden Ländern kommen, so in den nächsten 10-15 Jahren wird?
Du meinst die hätten's bis hierher geschafft und dann gehen sie wegen unserer Hartherzigkeit ein? Echt? Grundsätzlich könnten doch eigentlich nur die kommen, die sich eine Überfahrt auch leisten können. Das sind nicht die Ärmsten der Armen, sondern entweder reich durch Besitz oder reich durch kriminelle Machenschaften - oder beides.
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:An der Stelle übe ich Kritik, denn ich sehe nicht ein, dass man großen Aufwand für Leute treibt, die man loswerden will und loswird. An der Richtigkeit dieser Entscheidungen zweifle ich immer mal wieder auch. ,
Dem stimme ich zu. Ich würde die Regel einführen, dass man generell nur absolut beglaubigt verfolgte Flüchtlinge aufnimmt, solche, welche einen Beruf ausüben (können), der hier gebraucht wird und ganz generell nur soviel, wie auf alle bestehenden Haushalte verteilt aufgenommen werden könnten. Wieviele könnten bei dir wohnen?

Mal was anderes: Kardinal Woelki dreht mal wieder am Spendenrad. Das sehen nicht alle so rührselig:
Kreuzknappe hat geschrieben:"Ja, so einfach kann katholisches Leben sein, wenn man Kardinal ist. Da sind auf der einen Seite die Guten, die ihren Geldbeutel zücken, und auf der anderen Seite sind diejenigen, die eben nicht "gut christlich" sind, mit anderen Worten: die Bösen, die hier mal an den öffentlichen Pranger gestellt gehören. Dumm nur, dass nicht alle das so simpel sehen wie der Kölner Kardinal. Es ist wie so oft im Leben: Eine differenzierte Betrachtungsweise hilft in der Regel weiter! Die Frage ist nicht nur, ob ich etwas gebe, sondern auch, ob das demjenigen überhaupt zugute kommt. Und da, pardon, Herr Kardinal, darf man doch so manchmal seine Zweifel haben. Viele wissen es, dass es da auch organisierte Bettel-Kriminalität gibt, regelrechte professionelle Bettel-Banden, die mit Kleinbussen morgens herangekarrt werden, ihr Revier zugeteilt bekommen und abends von ihrem Anführer abgeholt und abkassiert werden, gemolken wie eine Kuh. Das Geld fließt wer weiß wohin, und was damit finanziert wird, kann man auch nur erahnen."
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 22. Juli 2016, 00:10

In meinen letzten Beiträgen bezog ich mich nicht auf Flüchtlinge, sondern auf Zigeuner aus dem EU-Ausland, die im Rahmen der EU-Freizügigkeit mittlerweile nicht nur aus Polen, sondern auch aus Rumänien, Bulgarien und sonst woher kommen. Wenn die eingehen, und das tun sie Gott sei dank so schnell nicht, dann sicher nicht an deutscher Hartherzigkeit, sondern daran, dass sich in ihren Herkunftsländern niemand mit ihnen so viel Mühe gegeben hat, wie die Deutschen mit ihren Zigeunern.


Da wir letztlich einen Abgang hatten, könnte bei uns einer wohnen. Wie sieht es bei Dir aus?

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Juergen » Freitag 22. Juli 2016, 21:34

http://www.erzbistum-paderborn.de/38-Na ... n-Dom.html

„Schau nicht weg“ – Symbol-Boot im Hohen Dom
Symbol-Boot erinnert an Schicksal von Flüchtlingen

Paderborn, 22. Juli 2016. „Flüchtlinge sind Menschen!“, „Auf der Flucht sollen keine Menschen sterben!“, „Wir in Europa müssen eine Lösung finden!“ „Lasst niemanden ertrinken“ – das sind Botschaften an Politik und Gesellschaft, die von Kindern auf einzelne Planken geschrieben wurden und die nun im Hohen Dom zu Paderborn zu einem symbolischen Boot zusammengefügt wurden. „Durch unsere Beteiligung an der vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ initiierten Aktion ‚Leben retten‘ wollen wir auch hier im Paderborner Dom auf das Schicksal von Flüchtlingen aufmerksam machen und an die gefahrvollen Fluchtwege erinnern“, so Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Während des diesjährigen Liborifestes wird das von Kindern gestaltete Boot im Paderborner Dom stehen.…
Gruß
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Sonntag 24. Juli 2016, 15:52

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Da wir letztlich einen Abgang hatten, könnte bei uns einer wohnen. Wie sieht es bei Dir aus?
"Wohnen" wäre bei uns zuviel gesagt. Unseren Kindern würde ich deswegen sicher nicht ihr Kinderzimmer wegnehmen; damit bliebe nur ihr Spielzimmer und das Gästezimmer, in dem auch der Schreibtisch steht, an dem unsere Tochter ihre Hausaufgaben macht. Mit den Ferien wäre das erstmal egal. Das Hauptproblem wäre, dass wir alle tagsüber nicht zu Hause sind. Wenn man die Kriterien bei der Asylaufnahme anwenden würde, wie ich sie vorschlug, wäre allerdings auch kein Bedarf mehr für zusätzliche Unterkünfte. Ich steh' ja nicht auf dem Standpunkt, alle reinzulassen. Diejenigen die das fordern, die sollten Vorbild sein. Nicht nur wohlfeil moralisieren. Bei dir ginge es also. Hast du dich schon beim Flüchtlingsrat o.ä. gemeldet?
Juergen hat geschrieben:
http://www.erzbistum-paderborn.de/38-Na ... n-Dom.html

„Schau nicht weg“ – Symbol-Boot im Hohen Dom
Symbol-Boot erinnert an Schicksal von Flüchtlingen

Paderborn, 22. Juli 2016. „Flüchtlinge sind Menschen!“, „Auf der Flucht sollen keine Menschen sterben!“, „Wir in Europa müssen eine Lösung finden!“ „Lasst niemanden ertrinken“ – das sind Botschaften an Politik und Gesellschaft, die von Kindern auf einzelne Planken geschrieben wurden und die nun im Hohen Dom zu Paderborn zu einem symbolischen Boot zusammengefügt wurden. „Durch unsere Beteiligung an der vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ initiierten Aktion ‚Leben retten‘ wollen wir auch hier im Paderborner Dom auf das Schicksal von Flüchtlingen aufmerksam machen und an die gefahrvollen Fluchtwege erinnern“, so Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Während des diesjährigen Liborifestes wird das von Kindern gestaltete Boot im Paderborner Dom stehen.…
Wieso bauen die die Boote hier? Irgendwas haben die nicht kapiert. Ist doch erdgeschichtlich schon ein paar Jahre her, dass Paderborn am Meer lag. Kirche und Flüchtlinge - Die Drohbotschaft ist zurück
"Der richtige Umgang mit der Flüchtlingskrise ist umstritten. Die Kirchen haben sich festgelegt: Wer für eine begrenzte Aufnahme plädiert, kann kein guter Christ sein. Nur eine unbedingte Willkommenskultur sei christlich. Auf diese Weise werden Kirchenfunktionäre zu Parteigängern und treiben ihren Bedeutungsverlust voran.[...] Ein überschießender Moralismus macht es schwer, nicht zynisch zu werden."
Vor allen Dingen: Moral muss man auch begründen können. Und da habe ich bei manchen Theologen so meine Zweifel.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Dienstag 26. Juli 2016, 11:31

Herr Bischof, würden Sie sich denn im Zug neben zwei Islamisten setzen...?!
kreuzknappe hat geschrieben:"Welcher unserer Bischöfe würde sich denn derzeit trauen, in einem Eisenbahnabteil den freien Platz zwischen zwei offensichtlichen Islamisten einzunehmen? Unsere Bischöfe bevorzugen es dann doch, in dicken Limousinen durch die Gegend zu fahren."
Von dort aus kann man wahrscheinlich das Evangelium besser verkünden.
idea hat geschrieben:„Wie viel teures Willkommen ist dem Beilschwinger von Würzburg zuteil geworden! Dennoch hatte er keinen sehnlicheren Wunsch, als so viele „ungläubige“ Menschen wie möglich zu töten.“
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. Juli 2016, 15:31

Die Geister, die ich rief:
Radio Vatikan hat geschrieben:Regensburg ruft Flüchtlinge zum Verlassen von Pfarrheim auf

Das Bistum Regensburg ruft Flüchtlinge zum Verlassen des Pfarrheims St. Emmeram auf, in das sie nach einigen Übernachtungen im Dom von Regensburg gezogen waren. Nach allen Versuchen des Bistums, zu helfen und die Situation zu klären, erklärte Generalvikar Michael Fuchs, dass „nach den unerfüllbaren Forderungen und massiven Drohungen der Gruppe ein weiterer Verbleib im Pfarrheim St. Emmeram nicht mehr verantwortbar (ist).“ [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:08

Da kann das Bistum ja mal anfangen, nach der bereits praktizierten "Willkommenskultur" die von MdB Armin Schuster geforderte "Abschiedskultur" zu üben.

Hier die umfangreiche Presseerklärung des Bistums. Sie vermittelt ein deutliches Bild der Forderungen (Taschengeld) und Drohungen (Hungerstreik, Suizid) der sog. "Flüchtlinge". Besonders bemerkenswert wie die Hilfsbereitschaft des Bistums ausgenutzt wurde:
Entgegen einer Zusage Asanowskis wurden bereits im Dom fünf weitere Flüchtlinge aus Hamburg, die vorher aus Mazedonien eingereist waren, ohne unser Wissen in die Gruppe „eingefügt“, sodass offiziell zeitweise 50 Personen im Dom waren. In Wirklichkeit übernachtete jedoch die 14-köpfige Gruppe aus zwei Regensburger Gemeinschaftsunterkünften von Anfang an in diesen GU´s, deren Kinder gingen weiterhin in Regensburger Schulen und viele der 50 Personen verließen tagsüber mehrmals für längere Zeit das Domgelände.
Juristisch hatten mehrere Personen der Gruppe auf Grund ihres Verfahrensstatus´ diese Möglichkeit, andere verstießen lediglich gegen Aufenthaltsbeschränkungen. Diese Lage wurde nach dem Umzug ins Pfarrheim St. Emmeram zunächst nicht übersichtlicher. Nachdem wir die fünf weiteren Flüchtlinge entdeckt hatten und die 14 Regensburger Flüchtlinge vom Pfarrheim in ihre GU´s zurückgekehrt waren, außerdem die Gefahr weiterer Flüchtlings-„Zuzüge“ akut war und ständig Besucher kamen und gingen, entschloss sich das Bistum, Zutrittsausweise einzuführen und diese durch einen beauftragten Sicherheitsdienst rundum die Uhr kontrollieren zu lassen.
Allerdings hält sich meine Hoffnung, daß das Bistum durch diese Erfahrung klüger wird, in sehr, sehr engen Grenzen. Demnächst wird man wieder "helfen"....

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Mittwoch 27. Juli 2016, 17:11

Caviteño hat geschrieben: Allerdings hält sich meine Hoffnung, daß das Bistum durch diese Erfahrung klüger wird, in sehr, sehr engen Grenzen. Demnächst wird man wieder "helfen"....
Wir, d.h. die Kirche und die Politik leben doch fast ausschliesslich noch von der Erinnerung an das Naziregime. Da kann man es sich nicht leisten, auch mal konsequent zu sein und sich nicht ausnutzen zu lassen. Und noch ein Punkt, was die Kirche bzw. die Bischöfe angeht: Diese haben geistlich gesehen nicht den Entschuldungsstand, daß sie mal auch objektiv urteilen könnten. Würden sie das tun, dann würde sie ihr Gewissen anklagen oder auch zumindest die die political correctness, die besagt, man müsse in solche Fällen immer gut sein, egal wie sehr man verarscht, ausgenutzt oder gar erpresst wird. Wenn jemand mit Selbstmord droht, obwohl es ihm hier vergleichsweise gut geht, dann ist es seine Sache sich umzubringen. Man muss, so derjenige nicht unzurechnungsfähig ist, niemand daran hindern, wenn er das nur zur Erpressung macht. Meine Meinung. Ich glaube, da denlen Bischöfe im Nahen Osten doch anders.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 27. Juli 2016, 18:15

Edi hat geschrieben:Und noch ein Punkt, was die Kirche bzw. die Bischöfe angeht: Diese haben geistlich gesehen nicht den Entschuldungsstand, daß sie mal auch objektiv urteilen könnten. Würden sie das tun, dann würde sie ihr Gewissen anklagen oder auch zumindest die die political correctness, die besagt, man müsse in solche Fällen immer gut sein, egal wie sehr man verarscht, ausgenutzt oder gar erpresst wird.
Die Bischöfe können sich halt bequem auf ihre gesinnungsethische Position zurückziehen - sie können viel fordern, zahlen soll das Volk. Verantwortung(sethik) sieht halt anders aus - dann muß man auch unbequeme Entscheidungen treffen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von martin v. tours » Freitag 29. Juli 2016, 15:47

Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Niels » Sonnabend 30. Juli 2016, 12:40

Sehr lesenswert! :daumen-rauf:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von ad-fontes » Sonntag 31. Juli 2016, 00:52

Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Montag 1. August 2016, 14:23

Niels hat geschrieben:Sehr lesenswert! :daumen-rauf:
In der Tat.
Alles Anbiedern hat nichts geholfen. Jetzt ist dennoch – auch – in Europa die katholische Kirche direktes Opfer des islamischen Terrors geworden. Durch ähnliche Verbrechen, wie es das grausliche Abschlachten eines alten französischen Pfarrers bei der Messfeier gewesen ist, sind in den letzten Jahren freilich schon viele Tausende Christen zwischen Ägypten und Pakistan umgekommen. Sie alle sind die wahren Helden und Heiligen des modernen Christentums. Sie und nur sie, und nicht die unerträglichen „Integrationsbeauftragten“ und kirchlichen Migrationsbegeisterten. - See more at: http://www.andreas-unterberger.at/216/ ... tmM1h.dpuf
Die grausame Wahrheit der kirchlichen Migrationsbegeisterten dürfte nur sein: Es ist ihnen wurscht, wem irgendwo die Kehle durchgeschnitten wird, wenn nur die Kasse stimmt. Hier auch ein Kommentar, der die dahinterstehende Theologie hinterfragt:
"Aber auch peinliche Sprachlosigkeit bei jenen, die als medienaffine und applausgeneigte Bischöfe ansonsten gerne das sagen, was hoffentlich gut ankommt. Wenn es gar Kardinäle sind, die als Zeichen ihrer stets gebotenen Bereitschaft, für die Wahrheit Christi einzustehen, einst den blutroten Purpur verliehen bekamen, denen wenig oder gar nichts einfällt, dann wird es dramatisch – und offenbart eine Leere, die nichts mehr mit der Lehre zu tun hat. Rainer Woelki versteht es, mit markigen Worten vor der Kulisse seines Domes, der nicht seiner ist, aufzutreten. Manches gerät dann schon mal wohl klingend aber sachlich falsch. Da kann dann auch ein Kardinal sehr rasch in parteipolitische Niederungen hinabsteigen oder abrutschen, die er dann – unter Umgehung wirklicher theologischer Kenntnisse – auch mit vermeintlich geistreichen vergleichenden Gleichsetzungs-Sprüchen von Kirchturm und Minarett garniert. Differenzierung? Fehlanzeige."
"Gar nicht gut angekommen sind jetzt aber bei vielen die von ihm in seiner Spur unkritischer und weitgehend anspruchsfreier Willkommenskultur zelebrierten Gleichsetzungen von Allah und Gott. Während ein Robert Kardinal Sarah aus Guinea, der in Rom die Kongregration für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung der katholischen Kirche leitet, nach dem Mord an Abbé Jacques Hamel vielen aus dem Herzen sprach, als er sagte: „Wie viele Tote braucht es, wie viele abgeschlagene Köpfe, bis die europäischen Regierenden die Lage begreifen, in der sich der Westen befindet?“, hörte man von Woelki nichts Hilfreiches."
"Nicht nur Kardinäle sollten wissen, daß Jesus von Nazareth der Christus und Gottessohn ist, der in gebotener Toleranz sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Jo 14,6). Drunter und billiger ist nun mal nicht mehr christlich. Und es entspricht nicht dem Gottesbild der Christen. Denn die müssen wollen, daß alle zum liebenden und gerechten Vater kommen können. Denn der einzige Gott ist Liebe! Für alle. Deus Caritas Est."
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von HeGe » Freitag 5. August 2016, 13:28

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Yeti
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Freitag 5. August 2016, 22:13

Generalvikar Michael Fuchs verurteilt in diesem Zusammenhang das wiederholte Vorschieben der Kinder für die unerfüllbaren Ziele der Gruppe: “Während Eltern in Not normalerweise ihre Kinder möglichst aus Auseinandersetzungen und Veröffentlichungen heraushalten, wurden diese Kinder von Anfang an benutzt als Transparent-Halter, als Foto-Objekte an der Protestfront, ja in konkreten Drohungen sogar als mögliche Waisenkinder durch Selbstmord der Erwachsenen und als mögliche Tötungsopfer. Schon der Kinder wegen muss dieses verantwortungslose Agieren der Eltern jetzt schnell ein Ende haben“, so Fuchs.
Meinen Respekt. Das hätten nicht viele deutsche Bischöfe getan. Die meisten entlassen prophylaktisch lieber schon mal Erzieherinnen.
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Siard » Sonnabend 6. August 2016, 09:51

Yeti hat geschrieben:Von dort aus kann man wahrscheinlich das Evangelium besser verkünden.
Falls sie das wollten, könnten sie dies natürlich.

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Edi
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Edi » Sonnabend 6. August 2016, 09:59

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von HeGe » Montag 8. August 2016, 10:04

Es kommt, wie es kommen musste. Jetzt ist natürlich die Kirche wieder die Böse in der Geschichte: :roll:

Strafanzeige: Kirche will Flüchtlinge in Regensburger Pfarrheim aushungern
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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von HeGe » Dienstag 9. August 2016, 13:43

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Die Kirche und die Flüchtlingsfrage

Beitrag von Yeti » Dienstag 9. August 2016, 15:42

HeGe hat geschrieben:Es kommt, wie es kommen musste. Jetzt ist natürlich die Kirche wieder die Böse in der Geschichte: :roll:

Strafanzeige: Kirche will Flüchtlinge in Regensburger Pfarrheim aushungern
Viel Feind, viel Ehr. Die Kirche in Deutschland erlebt derzeit sowas wie einen "Trendwechsel". Kaum ist der Tanz ums goldene Flüchtlingsboot vorbei, beginnen die ersten Bischöfe die Beschäftigung mit der Realität:
Der Schock über den Terror reicht nicht
Doch gewisse Bischöfe halten weiterhin an ihren Steckenpferden fest:
Kardinal Woelki hat geschrieben:Als aktuelles Beispiel zitiert Woelki aus dem AfD-Grundsatzprogramm, wonach die Partei "dem Bruch von Recht und Gesetz, der Zerstörung des Rechtsstaats" nicht tatenlos zusehen wolle. Einer ihrer Vertreter meine sogar zu wissen, dass Jesus "nicht zufällig zur Rechten Gottes" sitze, so der Kardinal weiter: "Solche Anmaßungen eifernder, rechter Sektierer vergiften mit ihrer fanatischen Wahrheitsgewissheit das gesellschaftliche Klima und die nach dem Nazi- und dem SED-Regime bei uns gottlob entwickelte Kultur politischer Mäßigung und menschenfreundlicher Toleranz."
Das könnte auch in einem Grundsatzprogramm der SPD oder der Grünen stehen. Etwas mehr Wahrheitsgewissheit stünde der Kirche hingegen wirklich gut an. Das bedeutet, dass Kardinal Woelki sehr gut verstanden hat, was in diesem Fall die AfD meint. Die Botschaft hört er wohl, allein - ihm fehlt der Glaube.
n-tv hat geschrieben:"Bei CDU und SPD herrscht nackte Angst vor der AfD"
Die wissen doch ganz genau, wen sie da ablösen müssen, damit sich das ändert. Bei der Kirche ist das heute leider schwieriger als früher. Obwohl...
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