Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

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Protasius
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Protasius » Donnerstag 23. Januar 2014, 11:12

Gustel hat geschrieben:Um also die Frage oben mit Bugnini zu beantworten: Beschneidung des Herrn fällt weg, weil es gallikanischen Ursprungs ist. (Ob das nun eine Argumentation ist, ist natürlich eine andere Frage.)
Wenn das ein Kriterium ist, müßten auch sämtliche Prozessionen entfallen, z.B. die Palmprozession.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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overkott
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von overkott » Mittwoch 29. Januar 2014, 23:22

Nächsten Sonntag ist Maria Lichtgottesdienst. Maria hat aber in der KIrche nix mehr zu kamelle.

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marcus-cgn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von marcus-cgn » Donnerstag 30. Januar 2014, 17:18

iustus hat geschrieben:
Es wurde ja schon etwas vorher auch der Palmsonntag, der Karfreitag und der Karsamstag umbenannt.
Echt? Wie denn genau?
Um die offene Frage noch zu schließen:

Vor der Karwochenreform der 1950er Jahre hieß

der Palmsonntag "Dominica in Palmis", danach dann "Zweiter Passionssonntag",

der Karfreitag "Feria VI in Parascéve", d.h. Rüsttag (in Anlehnung an das Johannesevangelium im Hinblick auf das Paschafest) - die Bezeichnung wurde dann ersetzt durch "Feria Sexta in Passione et Morte Domini",

der Karsamstag "Sábbatum sanctum", die Bezeichnung wurde geändert in "In Vigilia Paschali".

Auffallend war, dass in der älteren Tradition die Bezeichnung des Karfreitags und Karsamstags sich an der jüdischen Festfolge der Karwoche im Jahr der Kreuzigung Jesu orientierten, wie sie von Johannes überliefet wurde. Die neueren Bezeichnungen sind dagegen konsequent auf die christliche Heilsgeschichte zugeschnitten.

Ich denke mal, so verhält es sich auch beim 1. Januar, die Beschneidung hat im Verhältnis zum Wochengedächtnis der Geburt des Heilands geringere Bedeutung; so verhält es sich am 2. Februar, wo die Erinnerung an den "Einzug" des Gottessohns in den Tempel höher wiegt, als die Einhaltung einer kultischen Reinigungsvorschrift von der Gottesmutter - was natürlich niemanden davon abzuhalten braucht, den Tag der frommen katholischen Gesinnung nach, als "Mariä Lichtmeß" zu begehen :) .

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten V

Beitrag von Protasius » Donnerstag 30. Januar 2014, 22:50

marcus-cgn hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:
Es wurde ja schon etwas vorher auch der Palmsonntag, der Karfreitag und der Karsamstag umbenannt.
Echt? Wie denn genau?
Um die offene Frage noch zu schließen:

Vor der Karwochenreform der 1950er Jahre hieß

der Palmsonntag "Dominica in Palmis", danach dann "Zweiter Passionssonntag",

der Karfreitag "Feria VI in Parascéve", d.h. Rüsttag (in Anlehnung an das Johannesevangelium im Hinblick auf das Paschafest) - die Bezeichnung wurde dann ersetzt durch "Feria Sexta in Passione et Morte Domini",

der Karsamstag "Sábbatum sanctum", die Bezeichnung wurde geändert in "In Vigilia Paschali".

Auffallend war, dass in der älteren Tradition die Bezeichnung des Karfreitags und Karsamstags sich an der jüdischen Festfolge der Karwoche im Jahr der Kreuzigung Jesu orientierten, wie sie von Johannes überliefet wurde. Die neueren Bezeichnungen sind dagegen konsequent auf die christliche Heilsgeschichte zugeschnitten.

Ich denke mal, so verhält es sich auch beim 1. Januar, die Beschneidung hat im Verhältnis zum Wochengedächtnis der Geburt des Heilands geringere Bedeutung; so verhält es sich am 2. Februar, wo die Erinnerung an den "Einzug" des Gottessohns in den Tempel höher wiegt, als die Einhaltung einer kultischen Reinigungsvorschrift von der Gottesmutter - was natürlich niemanden davon abzuhalten braucht, den Tag der frommen katholischen Gesinnung nach, als "Mariä Lichtmeß" zu begehen :) .
Genaugenommen hieß der Palmsonntag Dominica in Ramis Palmarum, bevor er zum 2. Passionssonntag wurde.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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phylax
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Re:

Beitrag von phylax » Sonntag 16. Februar 2014, 21:35

quote]
»Gn 17,10 Das ist aber mein Bund, den ihr bewahren sollt, zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11 Ihr sollt aber die Vorhaut eures Fleisches beschneiden. Das soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 12 Jedes Knäblein von euren Geschlechtern, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden, sei es im Haus geboren oder um Geld erkauft von irgend einem Ausländer, der nicht deines Samens ist. 13 Was in deinem Hause geboren oder um Geld erkauft wird, soll beschnitten werden. Also soll mein Bund an eurem Fleische sein, ein ewiger Bund. 14 Und wenn ein Knäblein an der Vorhaut seines Fleisches nicht beschnitten wird, dessen Seele soll aus seinem Volke ausgerottet werden, weil es meinen Bund gebrochen hat. … 23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle, die in seinem Hause geboren, und alle,die sein Geld erkauft waren, alles, was männlich war unter seinen Hausgenossen, und beschnitt die Vorhaut ihres Fleisches an ebendemselben Tage, wie Gott ihm gesagt hatte. 24 Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten ward. 25 Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten ward. 26 An ebendemselben Tag ließen sich Abraham und sein Sohn Ismael beschneiden; 27 und alles, was männlich war in seinem Hause, daheim geboren und von Fremdlingen um Geld erkauft, ward mit ihm beschnitten.«
[/quote]
»Jos 5,2 Zu der Zeit sprach der Herr zu Josua: Mache dir scharfe Messer und beschneide die Kinder Israel wiederum, zum zweitenmal. 3 Da machte sich Josua scharfe Messer und beschnitt die Kinder Israel auf dem Hügel Aralot. 4 Und das ist die Ursache, warum Josua sie beschnitt: Alles Volk männlichen Geschlechts, alle Kriegsleute, waren in der Wüste auf dem Wege gestorben, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren. 5 Das ganze Volk, das auszog, war zwar beschnitten; aber alles Volk, das in der Wüste auf dem Wege geboren war, nach dem Auszug aus Ägypten, war nicht beschnitten. 6 Denn die Kinder Israel wanderten vierzig Jahre lang in der Wüste, bis das ganze Geschlecht, die Kriegsleute, die aus Ägypten gezogen, umgekommen waren, weil sie der Stimme des Herrn nicht gehorcht hatten; wie denn der Herr ihnen geschworen, daß sie das Land nicht sehen sollten, welches uns zu geben der Herr ihren Vätern geschworen hatte, ein Land, das von Milch und Honig fließt. 7 Derselben Kinder nun, die der Herr an ihrer Statt erweckt hatte, beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie auf dem Wege nicht beschnitten hatte. 8 Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden. 9 Und der Herr sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Darum wurde jener Ort Gilgal genannt bis auf diesen Tag.«

Gibt es eine Theorie,warum Gott so versessen war auf die Beschneidung? Rational gibts dafür eigentlich nur gesundheitliche Gründe
Von Gott kommt mir ein Freudenschein,/ wenn Du mich mit den Augen Dein/ gar freundlich tust anblicken

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overkott
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Die heilige Vorhaut

Beitrag von overkott » Dienstag 13. Mai 2014, 12:30

Dieter Nuhr hat sich gestern wie Paul Badde schon vorher Gedanken über die heilige Vorhaut gemacht. Nuhr wies in seiner Sendung mit satirischer Quotenfrau darauf hin, dass seine Rede von der heiligen Vorhaut keine Gotteslästerung sei. Nun darf man Satiriker geistig ebenso wenig überfordern wie fromme Verehrer einfältigen Herzens. Badde stellt zurecht fest, dass nach der Himmelfahrt nicht mehr vom Herrn übrig geblieben sein konnte als die Vorhaut und vermochte sogar in seiner ansonsten launigen Plauderei einen ursprünglichen Sinn des am 1. Januar gefeierten Festes der Beschneidung des Herrn zu erahnen.

Der Ort Calcata ist heute im Zentrum eines Naturparks ein verträumter Ort unweit der Ewigen Stadt, der sich seit dem frühen Mittelalter zum Schutz und Trutze auf einen Felsen zwängte. Darin ist er der Civita von Bagnoreggio nicht unähnlich, die anderthalb Autofahrtstunden weiter nördlich gelegen ist. Woher nun der Ort seinen Namen trägt, ist ungewiss. Calcare heißt auf Latein und Italienisch treten, drücken, unterdrücken, aber auch verspotten. Hierher jedenfalls soll es die Heilige Vorhaut im 16. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise verschlagen haben. Für eine Pilgerfahrt dorthin gewährte der theologisch gebildete und sittenstrenge Sixtus V. 1584, der in Rom auch den Mosesbrunnen schmückte, einen Ablass, bevor er den heiligen Bonaventura zum Kirchenlehrer erhob. Seitdem sind die Prozessionen in Calcata nicht abgebrochen bis 1983.

Wer frivoler Phantasie nicht erlegen ist, vermag der Reliquienverehrung des Mittelalters und barocken Neuzeit durchaus einen symbolhaften Charakter abgewinnen und wie Paul Badde erahnen, dass sie tiefem Frieden mit Gott und zwischen den Menschen dienen konnte.

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overkott
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von overkott » Dienstag 13. Mai 2014, 13:35

Fürderhin stellt sich die Frage, warum die heilige Vorhaut nicht mehr öffentlich vorgetragen wird und ab 1983 ebenso verschwunden ist wie der advocatus diaboli aus dem Heiligsprechungsprozess. Nun, seit dem Konzil hat sich die Frömmigkeit in der Kirche, aber ebenso - wenn auch mit Verzögerung - in Calcata tiefgreifend gewandelt. Während das Konzil das Gedächtnis der Beschneidung der Gottesmutter Maria opferte, überdauerte die Verehrung der heiligen Vorhaut in Calcata noch gut 20 Jahre die Zeiten.

Allerdings vollzog sich auch eine Wandlung der Prozessionsteilnehmer. Den Niedergang des mittelalterlichen Städtchens stoppten nämlich mehr und mehr junge, aber auch ältere Menschen mit Hang zum Landleben, die Rom den Rücken kehrten. Nicht immer waren ihre Visionen aus der heiligen Schrift gespeist, sondern nicht selten durch Verbrennen verbotener Kräuter vernebelt, weshalb ihre Vorstellungen von frommer Verehrung in Verwirrung gerieten.

Andererseits war auch am Stuhl Petris neues Denken eingekehrt und das Gefühl für die theologische Bedeutung, den symbolischen Gehalt und die friedenstiftende Intention zugunsten eines eher am Wortglauben orientierten Historismus zurückgedrängt.

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overkott
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von overkott » Dienstag 13. Mai 2014, 13:59

Die heilige Vorhaut als materielles Schaustück verborgen in einem Reliquiar musste dem kritischen Historismus geradezu ein Dorn im Auge sein. Baddes Hinweis auf die Himmelfahrt aber scheint dem Thema eine besondere Aktualität zu verleihen. Verstanden etwa Theologen wie Bonaventura und Sixtus V. Himmelfahrt ebenfalls als Symbol statt als historisch-kritisches Faktum?

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Linus
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von Linus » Dienstag 13. Mai 2014, 15:51

Ovi, du sollst, wenn du Genitalien mit dem Auto fährst, nicht aprupt bremsen, damits dich nicht vorhaut.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von Athanasius0570 » Dienstag 13. Mai 2014, 15:54

In "Die Schlüssel von St. Peter" wird das Hl. Praeputium auch thematisiert.
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

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overkott
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von overkott » Dienstag 13. Mai 2014, 16:21

Nun liest man, dass Roger Peyrefitte ungeordnete Neigungen hatte, die ihn weniger aus theologischen Gründen eine Affinität zur heiligen Vorhaut pflegen ließen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Peyrefitte

Inwieweit gehören seine Bücher auf den Index pädophiler Literatur.

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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von Athanasius0570 » Dienstag 13. Mai 2014, 18:44

Hast du das Buch gelesen, um zu so einem Urteil zu kommen (dass die ungeordneten Neigungen Grund für sein Interesse seien!) oder hütest du dich deines Seelenheils wegen davor?
Hier im Forum ist es erstaunlich gut weggekommen, vielleicht habe ich nach den bevorstehenden "Erstkommunionen" Zeit, die entsprechende Stelle in den Bücherbesprechungen zu suchen.
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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von overkott » Dienstag 13. Mai 2014, 19:51

Ich glaube, um sich mit dem Thema zu beschäftigen, gibt es wichtigere Literatur.

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Re: Die heilige Vorhaut

Beitrag von Athanasius0570 » Sonntag 18. Mai 2014, 17:32

Das kommt darauf an, auf welche Weise man sich damit beschäftigen möchte. Medizinisch, theologisch, literarisch ...
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

Kirchenjahr
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Kirchenjahr » Sonnabend 9. Dezember 2017, 20:34

http://www.sonntagsblatt.de/news/aktuell/2012_08_26_01.htm hat geschrieben:Die heilige Katharina von Siena (1347-1380) trug die Vorhaut Jesu als unsichtbaren Fingerring, während sie sich Augenzeugen zufolge ekstatisch am Boden wälzte und die spirituellen Umarmungen Christi genoss. Der spanische Jesuit Alfonso Salmerón (1515-1585), einer der ersten Schüler des Ignatius von Loyola (1491-1556), dichtete: »Jesus schickt seinen Bräuten den fleischlichen Ring des höchst kostbaren Präputiums. Der Hersteller ist der Heilige Geist, seine Werkstätte ist Marias reinster Schoß. Das Ringlein ist weich!«
Sind das historische Tatsachen? Ich kann dazu nichts finden.

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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 10. Dezember 2017, 10:22

so viel zum thema verkappte Sexualphantasien
übrigens im Missale von 1962 wurde das Fest umbenannt es steht jetzt als "Oktavtag von Weihnachten" im Meßbuch
Noch ein Wort zu Roger Peyrefitte
seine Bücher die sich mit katholischer Kirche befassen sind alle sehr gut recherchiert
es sind "Die Schlüssel von St Peter", "die Juden" "Malteser Ritter" "Söhne des Lichts" alles sehr humoristische und unterhaltsam und in diesen Bücher kommt seine"Neigung "nur am Rande vor
sein letztes Buch "die rote Soutane" hätte er besser nicht geschrieben da merkt man er konnte mit der Kirche nach dem Konzil nix anfangen
Er hätte besser ein anderes Buchprojekt umsetzen sollen
"Virgo potens" thema wäre gewesen der Einfluß von Schwester Pascalina Lehnert auf Pius XII
https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalina_Lehnert
der Vatikan wurde panisch und der gute Mann hat große Summen bekommen um das Buch nicht zu schreiben

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Petrus
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Petrus » Sonntag 10. Dezember 2017, 13:55

nun,
um auf das Thema dieses threads zurückzukommen,

wo befindet sich jetzt die Vorhaut Christi ("Sanctum Praeputium")?

weiß jemand was?

all helpfull hints are welcome.
fr. petrus, OCant.

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Niels
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Niels » Sonntag 10. Dezember 2017, 15:56

Ich bin kein Biologe. Jemand mag das mitgenommen haben. Das ist schon möglich.
DNA-Analyse hilft weiter.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Petrus
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Petrus » Sonntag 10. Dezember 2017, 17:37

Nun, eine DNA-Analyse ist derzeit nicht möglich, weil diese Reliquie 1983 unter ungeklärten Umständen gestohlen wurde.
fr. petrus, OCant.

Kirchenjahr
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Kirchenjahr » Sonntag 10. Dezember 2017, 19:07

Meine Frage war, ob das historische Tatsachen sind? Oder gibt es wenigstens Quellen aus damaliger Zeit?

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Sempre
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Sempre » Sonntag 10. Dezember 2017, 19:37

Kirchenjahr hat geschrieben:
Sonntag 10. Dezember 2017, 19:07
Meine Frage war, ob das historische Tatsachen sind? Oder gibt es wenigstens Quellen aus damaliger Zeit?
Das ist ja ganz offensichtlich Gräuelpropaganda. Ob ganz neue, oder auf Basis von "Quellen" wiederholte, ist einerlei.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Lupus » Sonntag 10. Dezember 2017, 20:02

Ich erlaube mir, über diese Diskussion einfach zu grinsen!
Gibt es sonst keine Probleme mehr?

Reliquien, so weit man sie laut Urkunden etc. für echt halten kann verdienen unsere "Verehrung", allerdings sind viele Reliquien zu Beginn der Zeit, als man Zugang z.B. zu den Katakomben in Rom hatte oftmals wahllos herausgeholt, (z.B. der hl. Anastasia für Benediktbeuern sogar gestohlen) worden. Die oben genannte "Reliquie" ist wohl mit besonderer Skepsis zu betrachten. Und wie war das noch mit St. Nikolaus von Myra,derzeit noch in Bari?
+L.
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Niels » Sonntag 10. Dezember 2017, 21:36

Lupi, wir haben eine. Wieso ist die nicht echt? :detektiv:
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Raphael » Montag 11. Dezember 2017, 08:26

Niels hat geschrieben:
Sonntag 10. Dezember 2017, 21:36
Lupi, wir haben eine. Wieso ist die nicht echt? :detektiv:
Die Echtheit von Deiner läßt keine zuverlässige Rückschlüsse auf die Echtheit der hier in Rede stehenden Reliquie zu. Es ist schlechterdings unglaubwürdig, daß dieser Teil der Körperlichkeit Jesu nach der messerscharfen Entfernung aufbewahrt worden sein soll. :hmm:
Warum sollte man so etwas tun, wo ER sich doch zu diesem Zeitpunkt noch in den mehr oder weniger verborgenen Kreisen seiner engsten Familie aufhielt? :detektiv:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Niels » Montag 11. Dezember 2017, 10:44

@Raphael
Ich sprach da vom Hl. Nikolaus.

Dass eine Reliquie der Vorhaut Christi noch existiert, ist möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich. Vermutlich hat der "Mohel" sie vergraben oder verbrannt.

@Protasius
Was ich gestern beim Tee meinte, ist Quatsch. Da habe ich die Beschneidung und die Darbringung im Tempel durcheinandergebracht.
Bild
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Kirchenjahr » Montag 11. Dezember 2017, 16:21

Außer Sempre hat bisher keine auf meine Frage geantwortet. Ich möchte wirklich nur wissen, ob die Berichte über Katharina von Siena bzw. Alfonso Salmerón im Wesentlichen historisch belegt sind oder nicht. Vielleicht kann ja doch jemand was zu meiner Frage beitragen.

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Raphael
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Raphael » Dienstag 12. Dezember 2017, 08:01

Kirchenjahr hat geschrieben:
Montag 11. Dezember 2017, 16:21
Außer Sempre hat bisher keine auf meine Frage geantwortet. Ich möchte wirklich nur wissen, ob die Berichte über Katharina von Siena bzw. Alfonso Salmerón im Wesentlichen historisch belegt sind oder nicht. Vielleicht kann ja doch jemand was zu meiner Frage beitragen.
Wenn Du nach historischen Belegen für die von Dir zitierte Story über die Hl. Katharina von Siena suchst, dann hat man Dich offenbar "mit dem Klammerbeutel gepudert"! :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von Schwenkelpott » Dienstag 12. Dezember 2017, 10:07

Kirchenjahr hat geschrieben:
Montag 11. Dezember 2017, 16:21
Außer Sempre hat bisher keine auf meine Frage geantwortet. Ich möchte wirklich nur wissen, ob die Berichte über Katharina von Siena bzw. Alfonso Salmerón im Wesentlichen historisch belegt sind oder nicht. Vielleicht kann ja doch jemand was zu meiner Frage beitragen.
Google-Suche "st catherine siena ring foreskin" ...
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von umusungu » Sonnabend 30. Dezember 2017, 23:48

Kirchenjahr hat geschrieben:
Sonnabend 9. Dezember 2017, 20:34
http://www.sonntagsblatt.de/news/aktuell/2012_08_26_01.htm hat geschrieben:Die heilige Katharina von Siena (1347-1380) trug die Vorhaut Jesu als unsichtbaren Fingerring, während sie sich Augenzeugen zufolge ekstatisch am Boden wälzte und die spirituellen Umarmungen Christi genoss. Der spanische Jesuit Alfonso Salmerón (1515-1585), einer der ersten Schüler des Ignatius von Loyola (1491-1556), dichtete: »Jesus schickt seinen Bräuten den fleischlichen Ring des höchst kostbaren Präputiums. Der Hersteller ist der Heilige Geist, seine Werkstätte ist Marias reinster Schoß. Das Ringlein ist weich!«
Sind das historische Tatsachen? Ich kann dazu nichts finden.
Woher rührt Deine zweifelnde Frage?
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Re: Circumcisio Domini – Beschneidung des Herrn

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 31. Dezember 2017, 09:51

Nur den Verstand zu benutzen reicht für einen Katholiken nicht, den dann könnte er nicht katholisch sein

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