"Die Kirche und das liebe Geld"

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Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Freitag 22. April 2016, 13:59

Gallus hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Das wird nicht die letzte Altersvorsorgeeinrichtung nach dem Anlageprinzip sein, die aufgrund der Zinspolitik der EZB in Schieflage gerät. Für unser Versorgungswerk sehe ich auch dunkle Wolken. Ein Hohn, wenn man bedenkt, wie noch vor wenigen Jahren die private Altersvorsorge propagiert und gefördert wurde.
Die kapitalgedeckte private Altersvorsorge per se ist nicht das Problem. Vielmehr ergeben sich die Schwierigkeiten aus den Anlageformen, die der Gesetzgeber als vermeintlich "risikolos" für die private Altersvorsorge bevorzugt. Wer mit langem Zeithorizont in Aktien(fonds), (offene) Immobilien(fonds) usw. anlegt, hat in der Regel kein Problem.
So ist es!
Das Problem ist auch, daß der Gesetzgeber Versicherungen oder anderen Altersvorsorgeeinrichtungen vorschreibt, in welchem Umfang die Gelder in "sicheren Anleihen" - das sind nach seiner Auffassung Staatsanleihen - anzulegen hat. Einmal ganz davon abgesehen, das Staatsanleihen "sicherer" Länder heute meist Negativrenditen bringen - ist eine Anleihe von z.B. Frankreich oder Spanien "sicherer" als eine Anleihe von Microsoft oder CocaCola? :neinfreu: Dazu kommt noch die einfache Möglichkeit von Staaten, sich ihrer Zahlungsverpflichtung zu entledigen - Griechenland und Argentinien lassen grüßen. Wer näheres wissen will, darf sich gerne an das Finanzministerium NRW wenden, das die Pensionsrücklage tlw. in "sicheren" gr. Anleihen angelegt hatte. :D
Außerdem verschaffen sich die Staaten durch diese Vorschrift einen Wettbewerbsvorteil gegenüber privaten Kreditnehmern. Die Vorsorgeeinrichtungen müssen Staatsanleihen kaufen - auch wenn sie daran kein Interesse haben und lieber das Geld anderweitig "sicher" anlegen möchten.

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Hubertus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Hubertus » Montag 20. Juni 2016, 10:02

Heute soll er veröffentlicht werden:

"Erzbistum München veröffentlicht Finanzbericht"
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Hubertus » Montag 20. Juni 2016, 14:47

Hubertus hat geschrieben:Heute soll er veröffentlicht werden:

"Erzbistum München veröffentlicht Finanzbericht"
Hier das Ergebnis:
"Münchens Erzbistum ist das reichste Deutschlands"

Daraus:
Das Erzbistum München und Freising hat am Montag erstmals sein Vermögen offengelegt und dabei eine Bilanzsumme von etwa 3,3 Milliarden Euro präsentiert. Hinzu kommen allerdings noch Vermögen von drei Stiftungen, die für die verschiedenen Aufgabengebiete des Erzbistums gegründet wurden. 1,3 Milliarden Euro übertrug das Erzbistum auf diese Stiftungen, zusätzlich zu deren bereits vorhandenen Vermögen.
Insgesamt beziffert man das Vermögen auf rd. 5,5 Mrd Euro.
siehe auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 98586.html
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Niels » Montag 20. Juni 2016, 18:15

Arme Ortskirche in München-Freising. :streichel: :nuckel:

Dass überhaupt noch ein Cent für dieses "Projekt" übrig war, ist erstaunlich (oder auch nicht?): http://www.tz.de/muenchen/stadt/rom-ort ... 22815.html
:zirkusdirektor:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von PascalBlaise » Montag 20. Juni 2016, 18:30

5 Mrd. Wahnsinn :auweia: Naja wenn ich sehe, was auf meinem Gehaltszettel jeden Monat abgezogen wird. Und noch gibt es ja ein paar nicht ausgetretene Katholiken im Bistum... Aber die Zahl an sich ist wohl erstmal nicht vermittelbar, wenn man nicht aufschlüsselt, wie das zustande kommt.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von PascalBlaise » Montag 20. Juni 2016, 18:34

Niels hat geschrieben:Arme Ortskirche in München-Freising. :streichel: :nuckel:

Dass überhaupt noch ein Cent für dieses "Projekt" übrig war, ist erstaunlich (oder auch nicht?): http://www.tz.de/muenchen/stadt/rom-ort ... 22815.html
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5 Mio. für Flüchtlinge, 9.7 Mio. für die Villa. Da will ich dann aber übernachten dürfen, wenn ich mal nach Rom komme... :pfeif:
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Montag 20. Juni 2016, 18:35

Ohne Details zu kennen: Ich vermute mal, wenn zB die Immobilien, die direkt dem Bistum gehören (und nicht den Pfarreien), nicht alle in München und im Speckgürtel drumherum liegen würden, sondern zB in Oberfranken oder im Bayerischen Wald, käme man vielleicht auf einen Bruchteil dieser Bilanzsumme.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Hubertus » Montag 20. Juni 2016, 19:41

PascalBlaise hat geschrieben:5 Mrd. Wahnsinn :auweia: Naja wenn ich sehe, was auf meinem Gehaltszettel jeden Monat abgezogen wird. Und noch gibt es ja ein paar nicht ausgetretene Katholiken im Bistum... Aber die Zahl an sich ist wohl erstmal nicht vermittelbar, wenn man nicht aufschlüsselt, wie das zustande kommt.
Hier kann der Finanzbericht eingesehen werden: https://www.erzbistum-muenchen.de/Page79238.aspx
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Montag 20. Juni 2016, 20:42

taddeo hat geschrieben:Ohne Details zu kennen: Ich vermute mal, wenn zB die Immobilien, die direkt dem Bistum gehören (und nicht den Pfarreien)
Das Vermögen der Pfarreien ist in dieser Bilanz natürlicherweise nicht enthalten.
Auch nicht das Vermögen der katholischen Verbände und Orden.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Montag 20. Juni 2016, 20:46

umusungu hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ohne Details zu kennen: Ich vermute mal, wenn zB die Immobilien, die direkt dem Bistum gehören (und nicht den Pfarreien)
Das Vermögen der Pfarreien ist in dieser Bilanz natürlicherweise nicht enthalten.
Auch nicht das Vermögen der katholischen Verbände und Orden.
Das weiß ich, ich wollte nur eindeutig klarstellen, worauf ich mich beziehe. :huhu:
Das Vermögen der Pfarrkirchen- und Pfründestiftungen wird wahrscheinlich nochmal so hoch sein wie das des Bistums, wenn nicht noch höher, nachdem Oberbayern mit die höchsten Grundstückspreise in Deutschland haben dürfte ...
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Montag 20. Juni 2016, 20:54

PascalBlaise hat geschrieben:Naja wenn ich sehe, was auf meinem Gehaltszettel jeden Monat abgezogen wird.
Naja, so schlimm wird es auch nicht sein!

Solltest Du 5.000 € brutto im Monat verdienen, kinderlos und unverheiratet sein und in Bayern leben, werden Die monatlich 85,67€ Kirchensteuer einbehalten, die Du aber wieder als Sonderausgabe aktivieren kannst.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von PascalBlaise » Montag 20. Juni 2016, 21:07

umusungu hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Naja wenn ich sehe, was auf meinem Gehaltszettel jeden Monat abgezogen wird.
Naja, so schlimm wird es auch nicht sein!

Solltest Du 5.000 € brutto im Monat verdienen, kinderlos und unverheiratet sein und in Bayern leben, werden Die monatlich 85,67€ Kirchensteuer einbehalten, die Du aber wieder als Sonderausgabe aktivieren kannst.
Ich bin deutlich unter diesen 5000€ und ich finde 85€ pro Monat nicht wenig, das sind > 1000 per annum. Es ist jetzt auch nicht extrem viel, aber bei Hunderttausenden von offiziellen Katholiken läppert es sich bekanntlich gewaltig: Laut Plan für 2016 532 Mio. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ohne Kirchensteuer durch Spenden auch nur annähernd im Schnitt dieser Betrag pro Person ergeben würde.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Montag 20. Juni 2016, 21:15

PascalBlaise hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ohne Kirchensteuer durch Spenden auch nur annähernd im Schnitt dieser Betrag pro Person ergeben würde.
Würde es auch nicht, und das EB München hat das offensichtlich schon einkalkuliert, daß das nimmer lang so ist. Sonst hätte man nicht die wesentlichen Bereiche - Pfarrarbeit, Bildung, Soziales und Pensionen - auf die Finanzierung durch selbständige Stiftungen umgestellt, die auch nach Kirchensteuerzeiten aus ihren Erträgen funktionieren (sollen).
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Montag 20. Juni 2016, 21:28

PascalBlaise hat geschrieben:Ich bin deutlich unter diesen 5000€ und ich finde 85€ pro Monat nicht wenig, das sind > 1000 per annum.
Solltest Du nur 2.700 € brutto verdienen und in Steuerklasse 3 mit zwei Kindern sein, wirst Du Kirchensteuer bezahlen:

0,00 €
Frag mal im örtlichen Fußballverein nach, welchen Beitrag Du für deine zwei Kinder zahlen müsstest.

Die Belastung durch den als Kirchensteuer erhobenen Kirchenbeitrag hält sich wirklich sehr in Grenzen - und ist absolut sozialverträglich.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Montag 20. Juni 2016, 21:34

umusungu hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Ich bin deutlich unter diesen 5000€ und ich finde 85€ pro Monat nicht wenig, das sind > 1000 per annum.
Solltest Du nur 2.700 € brutto verdienen und in Steuerklasse 3 mit zwei Kindern sein, wirst Du Kirchensteuer bezahlen:

0,00 €
Frag mal im örtlichen Fußballverein nach, welchen Beitrag Du für deine zwei Kinder zahlen müsstest.

Die Belastung durch den als Kirchensteuer erhobenen Kirchenbeitrag hält sich wirklich sehr in Grenzen - und ist absolut sozialverträglich.
In Deutschland zahlt ohnehin nur ca. ein Drittel aller Katholiken überhaupt Kirchensteuer, alle anderen verdienen so wenig, daß sie gar nicht veranlagt werden.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von PascalBlaise » Montag 20. Juni 2016, 21:38

umusungu hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Ich bin deutlich unter diesen 5000€ und ich finde 85€ pro Monat nicht wenig, das sind > 1000 per annum.
Solltest Du nur 2.700 € brutto verdienen und in Steuerklasse 3 mit zwei Kindern sein, wirst Du Kirchensteuer bezahlen:

0,00 €
Frag mal im örtlichen Fußballverein nach, welchen Beitrag Du für deine zwei Kinder zahlen müsstest.

Die Belastung durch als Kirchensteuer erhobenen Kirchenbeitrag hält sich wirklich sehr in Grenzen - und ist absolut sozialverträglich.
Jaja ich sag ja schon nix mehr: Ich zahle und bin zufrieden. ;D
Im Ernst: Für den einzelnen mag die Belastung unbedeutend sein. Der Punkt ist, dass es sich aufsummiert. 532 Mio. - das ist eine große Verantwortung.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Torsten » Montag 20. Juni 2016, 21:48

taddeo hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ohne Kirchensteuer durch Spenden auch nur annähernd im Schnitt dieser Betrag pro Person ergeben würde.
Würde es auch nicht, und das EB München hat das offensichtlich schon einkalkuliert, daß das nimmer lang so ist. Sonst hätte man nicht die wesentlichen Bereiche - Pfarrarbeit, Bildung, Soziales und Pensionen - auf die Finanzierung durch selbständige Stiftungen umgestellt, die auch nach Kirchensteuerzeiten aus ihren Erträgen funktionieren (sollen).
Die wesentlichen Bereiche auf eine andere Finanzierung umstellen. Ja. Finanzierung braucht aber ein Finanzsystem, welches auch auf Glauben beruht, und der mogelt sich seit 2008 (20**) irgendwie durch.
Tu zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)
Wenn das Not wenden im Rahmen von Finanzierung erfolgt, dann kann alles mögliche getan werden, aber nicht das Unmögliche. Wobei das Unmögliche die Freiheit ist. Die Freiheit von der Finanzierung. Nicht, weil man finanziell reich ist, sondern jeder unabhängig davon das notwendige tut. Aus Ehrfurcht, aus Einsicht, aus ..

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Montag 20. Juni 2016, 21:57

PascalBlaise hat geschrieben:jaja ich sag ja schon nix mehr: Ich zahle und bin zufrieden. ;D
Im Ernst: Für den einzelnen mag die Belastung unbedeutend sein. Der Punkt ist, dass es sich aufsummiert. 532 Mio. - das ist eine große Verantwortung.
Die Verantwortung ist in der Tat sehr groß.
Ich weiß nicht, ob Du Einblick in einen kirchlichen Haushalt hast .... Gehälter für (meist nur teilzeitbeschäftigte) Sekretärinnen und Küster, für Kirchenmusiker, Hausmeister, für Verwaltung;

Ausgaben für den Erhalt der Kirchen kommen hinzu - für die laufenden Kosten einer Pfarrei (Büro, Energie in Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim).

Diskussionen über den Reichtum der Kirchen und über die Kirchensteuer sind in Mode, die öffentlich ausliegende Kirchenrechnung des Vorjahres interessiert kein Schwein .. und zu einer Diskussion über die Kirchensteuer mit einem Mitglied unseres Diözesan-Kirchensteuerrates kamen 2 (ZWEI) Leute.

Wer nicht zahlen will, soll doch austreten!
Anschließend sollten sich die Angehörigen aber nicht wundern, wenn es kein kirchliches Begräbnis gibt - oder wenn die Eigenschaft als Taufpate verweigert wird.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 22. Juni 2016, 06:39

Marcus hat geschrieben:Eine Religionsgemeinschaft mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts kann dank der Kirchensteuer auch ohne Gläubige weiterexistieren. So manch einer wünscht sich ohnehin eine "Kirche" ohne Christus und ohne Christen.
Und ohne Blogger!
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. Juni 2016, 07:05

Hubertus hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Heute soll er veröffentlicht werden:

"Erzbistum München veröffentlicht Finanzbericht"
Hier das Ergebnis:
"Münchens Erzbistum ist das reichste Deutschlands"

Daraus:
Das Erzbistum München und Freising hat am Montag erstmals sein Vermögen offengelegt und dabei eine Bilanzsumme von etwa 3,3 Milliarden Euro präsentiert. Hinzu kommen allerdings noch Vermögen von drei Stiftungen, die für die verschiedenen Aufgabengebiete des Erzbistums gegründet wurden. 1,3 Milliarden Euro übertrug das Erzbistum auf diese Stiftungen, zusätzlich zu deren bereits vorhandenen Vermögen.
Insgesamt beziffert man das Vermögen auf rd. 5,5 Mrd Euro.
siehe auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 98586.html
Wie hoch ist denn das Kirchenvermögen pro Kopf, wenn man's auf die einzelnen Mitglieder umlegt? :hmm:

Nein, man soll nicht die Mitglieder umlegen, sondern das Vermögen! :emil:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:36

Ca. 3125,– €.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:40

Siard hat geschrieben:Ca. 3125,– €.
Das ist natürlich umwerfend viel! :narr:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 10:08

Raphael hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Ca. 3125,– €.
Das ist natürlich umwerfend viel! :narr:
Für mich schon.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. Juni 2016, 10:19

Siard hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Ca. 3125,– €.
Das ist natürlich umwerfend viel! :narr:
Für mich schon.
Gegen derlei Subjektivismen ist bislang noch kein Kraut gewachsen! :roll:

Bezogen auf das durchschnittliche Gehaltsniveau der Bevölkerung im Raum München ist der Betrag ein Witz! :pfeif:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 22. Juni 2016, 13:38

taddeo hat geschrieben:Ohne Details zu kennen: Ich vermute mal, wenn zB die Immobilien, die direkt dem Bistum gehören (und nicht den Pfarreien), nicht alle in München und im Speckgürtel drumherum liegen würden, sondern zB in Oberfranken oder im Bayerischen Wald, käme man vielleicht auf einen Bruchteil dieser Bilanzsumme.
:nein:

aus dem Jahresabschlußbericht:
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Unbebaute und bebaute Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte sowie Bauten auf fremden Grund und Boden wurden infolge fehlender Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 1. Januar 215 zum Zeitwert bewertet und, soweit abnutzbar, über ihre Restnutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Kirchen und Kapellen werden, da sie häufig Denkmalschutzauflagen unterliegen und aufgrund fehlender marktüblicher Vergleichswerte mit EUR 1 bewertet.
(...)
Die bilanzierten Kunstgegenstände sind unter Heranziehung von Vergleichswerten im Jahr 214 durch die Hauptabteilung Kunst des Erzbischöflichen Ordinariats München zum Zeitwert bewertet
worden. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht.
(...)
Bei den unbebauten Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um forst- und landwirtschaftliche Flächen. Bei den bebauten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, handelt es sich um Objekte, die der Erfüllung diözesaner Aufgaben dienen. Hierzu zählen vor allem die diözesanen Schulen, die Bildungs- und Tagungshäuser sowie Verwaltungsgebäude. Ferner ausgewiesen werden wohnwirtschaftlich und gewerblich genutzte Objekte. Diese Objekte und Flächen sind vermietet bzw. verpachtet und dienender Erzielung von Erträgen zum Unterhalt der Objekte und zur Erfüllung der Aufgaben der Erzdiözese.
https://www.erzbistum-muenchen.de/media ... 82222.PDF

Positiv ist hervorzuheben, daß der Bilanzbericht die Bilanz- und die Kurswerte der verwalteten Wertpapiere des Anlagevermögens gegenüberstellt. Daran kann man sehen, daß in den Bilanzposten noch stille Reserven enthalten sind:

Buchwerte 1. 1. 215 = 2,3 Mrden € - Kurswerte zum 1. 1. 215 = 2,6 Mrden €
Buchwerte 31. 12. 215 = 1,4 Mrden € - Kurswerte zum 31. 12. 215 = 1,6 Mrden € (alle Werte gerundet)

Die Minderung um ca, eine Mrde € ist auf sog. "Zustiftungen" iHv 1,3 Mrden € zurückzuführen.
Im Berichtsjahr 215 hat die Erzdiözese Zustiftungen an die St. Antonius-Stiftung (TEUR 472.869), die Bischof-Arbeo-Stiftung (TEUR 433.579) und die St. Korbinian-Stiftung (TEUR 561.22) sowie für die Stiftung Begegnungszentrum der Erzdiözese München und Freising (TEUR 35.225) geleistet.
Davon wurde für die Zustiftungen an die St. Antonius-Stiftung und die Bischof-Arbeo-Stiftung in der Eröffnungsbilanz eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2. gebildet, die im Berichtsjahr in Anspruch genommen wurde.
Quelle: s. Jahresbericht - S. 73

Warum das Erzbistum derartig hohe Zustiftungen in 215 vorgenommen hat - darüber kann man trefflich spekulieren. Bilanztechnisch wurde dadurch das Vermögen um diesen Betrag vermindert.
Der Jahresverlauf 215 war insbesondere durch Zustiftungen an die St. Antonius-Stiftung, die Bischof-Arbeo-Stiftung und die St. Korbinian-Stiftung in Höhe von insgesamt TEUR 1.52.875 gekennzeichnet, die das Jahresergebnis signifikant beeinflussen.
(...)
Die Bilanzsumme der Erzdiözese beträgt TEUR 3.287.667. Sie hat sich zum 31. Dezember 215 gegenüber der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 215 um TEUR 1.318.443 verringert. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus den Zustiftungen der Erzdiözese an die St. Antonius-Stiftung, die Bischof-Arbeo-Stiftung und die St. Korbinian-Stiftung. Das dabei übertragene Vermögen soll mit den künftig erwirtschafteten Erträgen eine Erfüllung der drei kirchlichen Grundaufträge langfristig und nachhaltig absichern.
Die Feier der Liturgie und das gemeindliche Leben im Erzbistum sollen durch die im Jahr 215 neu gegründete St. Korbinian-Stiftung unterstützt werden. Die Erträge der bereits länger bestehen
Bischof-Arbeo-Stiftung werden für Bildung und Verkündigung verwendet, die der St. Antonius-Stiftungsind dem Dienst am Nächsten, der Caritas, gewidmet.
Quelle: s. Jahresbericht - S. 83
Die Erzdiözese hat im Jahr 216 beschlossen, weitere Zustiftungen an die Bischof-Arbeo-Stiftung und die St. Korbinian-Stiftung in einem Umfang von TEUR 115.491 vorzunehmen.
Quelle: s. Jahresbericht - S. 88

Durch die Verlagerung von Vermögensgegenstände auf Stiftungen vermindert man die Bilanzsumme - dadurch erscheint das Vermögen des Erzbistums geringer. Zwar werden auch die Bilanzen der Stiftungen veröffentlicht, allerdings erscheinen sie dann nicht mehr als "Vermögen des Erzbistums". Dieser Weg soll in der Zukunft weiter ausgebaut werden:
Die zentrale Rolle im
Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Vermögens der Erzdiözese spielen jedoch die im Folgenden genannten drei Stiftungen, deren Erträge jeweils einer der Grundaufgaben zugutekommen sollen:
• Die Erträge der 215 neu gegründeten St. Korbinian-Stiftung werden dem gemeindlichen Leben zugutekommen.
• Bereits länger bestehen die Bischof-Arbeo-Stiftung, deren Erträge für Bildung und Verkündigung verwendet werden,
• und die St. Antonius-Stiftung, deren Erträge dem Dienst am Nächsten, der Caritas, gewidmet sind.

Diesen Stiftungen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1,3 Milliarden Euro an Vermögen zugestiftet.
Dieser Schritt wurde ganz bewusst im Berichtsjahr 215 vollzogen, damit er transparent und nachvollziehbar in den erstmals veröffentlichten Jahresabschlüssen abgebildet ist.
Das Vermögen der Stiftungen ist einem Zugriff des Erzbistums entzogen, es unterliegt der Kontrolle eines Stiftungsrats, in dem anerkannte, unabhängige Fachleute sitzen. Die Geschäftsführung der Stiftungen wird in einem Stiftungszentrum im Kloster Beuerberg zusammengeführt.
Die Erträge der drei Stiftungen fließen je nach Stiftungszweck komplett dem Haushalt des Erzbistums zu. Der Diözesansteuerausschuss muss der jeweiligen Verwendung der Mittel zustimmen.
Es ist ausdrückliches Ziel, dass das Vermögen aller drei Stiftungen weiter wachsen soll.
Das Erzbistum beabsichtigt, in wirtschaftlich guten Zeiten immer wieder Zustiftungen zu machen. Kirche soll so nachhaltig und zuverlässig leistungsstark bleiben.
Quelle: s. Jahresbericht - S. 43

Die Jahresbericht der oa Stiftungen können hier aufgerufen werden. Das Eigenkapital zum 31. 12. 215 beträgt:

Bischof-Arbeo-Stiftung = 617 Mio €; Jahresüberschuß = 13 Mio €, Abführung Stiftungszweck = 3,5 Mio €
St. Antonius-Stiftung = 666 Mio €, Jahresüberschuß = 16 Mio €, Abführung Stiftungszweck = 3 Mio €
St. Korbinian Stiftung = 62 Mio €, Jahresüberschuß = - 42 TEURO.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 17:31

Raphael hat geschrieben:Gegen derlei Subjektivismen ist bislang noch kein Kraut gewachsen! :roll:
Du hast mit den Subjektivismen angefangen.
Raphael hat geschrieben:Bezogen auf das durchschnittliche Gehaltsniveau der Bevölkerung im Raum München ist der Betrag ein Witz! :pfeif:
Gibt es da nur Reiche? 3125,– € sind etwa 5500,– € brutto (in Bayern) haben das dort so viele? (Mal auf ein Monatsgehalt umgelegt.)

Ich arbeite Vollzeit in Wechselschichten und bräuchte (bei äußerster Sparsamkeit) zwei Jahre um diesen Betrag zu sparen.
Ein Kraftfahrzeug oder Urlaub sind eh nicht drin. Und es gibt nicht so wenige, die ein ähnliches Einkommen haben.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Mittwoch 22. Juni 2016, 17:53

Siard hat geschrieben:3125,– € sind etwa 5500,– € brutto (in Bayern) haben das dort so viele? (Mal auf ein Monatsgehalt umgelegt.)
Das ist in etwa ein verbeamteter Oberstudienrat (A 14) am Gymnasium, aber auch erst in der zweiten Hälfte seiner Lebensarbeitszeit. Der hat dann aber mehr netto.
Ein normales Gehalt ist das sicher nicht. Als Angestellter im Kirchendienst gibt es praktisch kaum eine Stelle für Laien, bei der man überhaupt jemals auf so ein Gehalt kommen könnte.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 18:25

Eben. Es ist übrigens näher an 5700,– €. Das ist etwa das 2,5fache des Durchschnittseinkommens.

Maternus87
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Maternus87 » Mittwoch 22. Juni 2016, 21:55

Einnahmen der Kirchen 2015 auf Rekordniveau
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 69240.html

.... und das alles bei "Rekordaustritten" und theologischer Selbstaufgabe ... . :maske:

Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 23:44

Die Austritte sind verdient. :(

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umusungu
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Mittwoch 22. Juni 2016, 23:58

Siard hat geschrieben:Ca. 3125,– €.
Da wir hier von Vermögen reden, hieße das, dass auf jeden Münchner Bistums-Katholiken 3.125 € entfallen.
Also jeder Katholik des Münchner Erzbistums hat einen Anteil von 3.125 € an dessen Vermögen.
Eine fünf-köpfige Familie also von 15.625 €.
Vielleicht werden dann manche schäumenden Diskussionen acuh etwas ruhiger.

Vir Probatus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 23. Juni 2016, 02:24

Raphael hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Ca. 3125,– €.
Das ist natürlich umwerfend viel! :narr:
Für mich schon.
Gegen derlei Subjektivismen ist bislang noch kein Kraut gewachsen! :roll:

Bezogen auf das durchschnittliche Gehaltsniveau der Bevölkerung im Raum München ist der Betrag ein Witz! :pfeif:
In der Regel wird das ein Arbeitnehmer als Nettoeinkmmen allein nicht erreichen. Wenn dann gemeinsam mit dem Partner oder Nebentätigkeiten. Solche Vergleiche sind unbillig.
Man braucht es aber in München, um halbwegs klar zu kommen.
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

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