"Die Kirche und das liebe Geld"

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HeGe
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. Dezember 2017, 13:55

Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 22. Dezember 2017, 06:23
http://www.kath.net/news/62151
Ausgerechnet der oberste Papstberater, Kardinal Maradiaga, soll jahrelang von seiner katholischer Universität ein monatliches (!) Gehalt von etwa 35.000 Euro erhalten haben. Bei Finanzspekulation soll er 1 Million Euro verloren haben.
Bei solchen Summen spielt es dann schon eine untergeordnete Rolle, welches Auto ein Pfarrer fährt oder was der Umbau eines Bischofshauses kostet.
Es ist wirklich wohltuend, daß solche Dinge heutzutage bekannt werden.
Kardinal Maradiaga bezeichnet die Vorwürfe als "Halbwahrheiten": http://www.kath.net/news/62188

Nicht gerade ein eindeutiges Bestreiten. :hmm: Aber in Wahrheit geht es ja angeblich auch um etwas anderes:
[...] Maradiaga meinte auch, dass es jetzt nur darum gehe, die Reformen von Papst Franziskus zu gefährden. [...]
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CIC_Fan
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 27. Dezember 2017, 14:36

das traue ich Burke und Co schon zu, wobei es für Burke in den nächsten 2 Jahren durchaus unterhaltsam werden könnte........

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 27. Dezember 2017, 15:16

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 13:55
Kardinal Maradiaga bezeichnet die Vorwürfe als "Halbwahrheiten": http://www.kath.net/news/62188

Nicht gerade ein eindeutiges Bestreiten. :hmm:
Wenn nur die Hälfte stimmen sollte, böte sich eine gesichtswahrende Lösung an:
Cardinal Maradiaga turns 75 Dec. 29, and many will be looking to see if the Pope will accept the Honduran cardinal’s mandatory resignation which he is obliged to submit on turning 75.
Cardinal Maradiaga Denies Financial Allegations, But Questions Remain Unanswered

Infovaticana weist auf den "anderen Skandal von Maradiaga" hin: Dem "Verschwinden" des Katholizismus in dem Land.
Honduras gehöre mit Nicaragua, Guatemala und Uruguay zu den vier Ländern in Lateinamerika, in denen die kath. Kirche ihre Mehrheit in der Bevölkerung verloren habe. Der Anteil der Katholiken sei von 76% in 1996 auf 47% in 2013 gefallen. Dies könne man nur als "Kataklysmus" bezeichnen.

https://infovaticana.com/2017/12/26/esc ... -honduras/

Marienkind
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Marienkind » Mittwoch 27. Dezember 2017, 17:04

Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wieso offenbar die Hierarchie in Guatemala nicht nur mit Mittelmäßigen, sondern offenbar auch mit Schurken durchsetzt ist.
>> Was lief da falsch? <<

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 27. Dezember 2017, 20:45

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 13:55
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 22. Dezember 2017, 06:23
http://www.kath.net/news/62151
Ausgerechnet der oberste Papstberater, Kardinal Maradiaga, soll jahrelang von seiner katholischer Universität ein monatliches (!) Gehalt von etwa 35.000 Euro erhalten haben. Bei Finanzspekulation soll er 1 Million Euro verloren haben.
Bei solchen Summen spielt es dann schon eine untergeordnete Rolle, welches Auto ein Pfarrer fährt oder was der Umbau eines Bischofshauses kostet.
Es ist wirklich wohltuend, daß solche Dinge heutzutage bekannt werden.
Kardinal Maradiaga bezeichnet die Vorwürfe als "Halbwahrheiten": http://www.kath.net/news/62188

Nicht gerade ein eindeutiges Bestreiten. :hmm: Aber in Wahrheit geht es ja angeblich auch um etwas anderes:
[...] Maradiaga meinte auch, dass es jetzt nur darum gehe, die Reformen von Papst Franziskus zu gefährden. [...]
Ach, und dazu braucht er diese Unsummen ?
Ablenkung vom Thema.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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umusungu
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 15:16
Infovaticana weist auf den "anderen Skandal von Maradiaga" hin: Dem "Verschwinden" des Katholizismus in dem Land.
Honduras gehöre mit Nicaragua, Guatemala und Uruguay zu den vier Ländern in Lateinamerika, in denen die kath. Kirche ihre Mehrheit in der Bevölkerung verloren habe. Der Anteil der Katholiken sei von 76% in 1996 auf 47% in 2013 gefallen. Dies könne man nur als "Kataklysmus" bezeichnen.
Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 28. Dezember 2017, 00:08

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09
Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?
Maradiaga ist seit 1996 Präsident der Bischofskonferenz seines Landes. Seit dem Zeitpunkt hat die Kirche in Honduras jeden dritten Gläubigen verloren.
Wenn ein Unternehmen ein Drittel seiner Kunden (bzw. eine Partei ein Drittel ihrer Wähler) verliert, sollte der Mann/die Frau an der Spitze eigentlich ein ganz gewaltiges Problem haben.

Gilt das nicht erst recht für einen Schäfer, der in seiner Hütezeit ein Drittel der ihm anvertrauten Lämmer und Schafe verliert? Das ist ja kein Naturgesetz, wie die Zahlen aus anderen Ländern beweisen. Warum ist ausgerechnet seine Herde betroffen? Was läuft da falsch?
Das ist kann ja nicht am bösen Wolf liegen - der dann bei anderen Herden nicht so erfolgreich ist.

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Edi
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Edi » Donnerstag 28. Dezember 2017, 00:34

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09

Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?
In Deutschland ist der Kirchenbesuch auch massiv zurückgegangen. Die Zahlen von 1950 bis heute sind ja bekannt. Man kann auch nur die Zahlen von 1990 bis heute nehmen.
Da wo die Kirche nur noch Sozialchristentum lehrt und lebt und die wesentlichen Dinge ausgeklammert bzw. nicht mehr deutlich genug gelehrt werden, geht die Zahlen der Gläubige zwangsläufig zurück. Warum nehmen die Freikirchen hierzulande zu, ganz unabhängig davon, daß sie manchmal auch Stuß lehren?
Man kann tausendmal in eine Messe gehen und doch nie vom heiligen Geist berührt werden. Ich gehe ab und zu in einen Gottesdienst von indischen Priestern, die auch u.a. Exerzitien halten, da wird der Glaube noch lebendig und spürbar. Die Messe herunterleiern aber kann jeder. Die Worte einer solchen Messe sind zwar die gleichen wie die einer Messe, bei der man berührt ist, aber die zweite ist wirksamer. Man denke nur an Pater Pio, der dieselbe Messe gelesen hat wie alle anderen Priester auch. Da war doch Gottes Geist spürbarer. Gut man kann Pater Pio freilich nicht mit anderen Priestern vergleichen, denn er war etwas Besonderes und durch ihn haben sich ja viel bekehrt. Trotzdem muss man sehen, daß es Unterschiede bei den Priestern gibt, die einen leiern im Extremfall etwas herunter und wollen möglichst schnell fertig sein, die anderen sind mehr dabei und man merkt auch, daß sie selber von dem, was sie verkündigen überzeugt sind.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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HeGe
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Dienstag 2. Januar 2018, 14:08

HeGe hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 14:14
Mehrere deutsche Diözesen in finanziellen Schwierigkeiten
Erste Konsequenzen:

Erzbistum Hamburg erwägt Schließungen katholischer Schulen

Statt eine der wenigen, "niedrigschwelligen" Gelegenheiten zu schließen, bei denen Kinder überhaupt noch mit unserem Glauben in Kontakt kommen können, würde ich ja eher mal die meist völlig aufgeblähten Ordinariate zum Sparen zwingen oder irgendwelche überfinanzierte Bildungshäuser dichtmachen. :achselzuck:
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 2. Januar 2018, 14:16

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 14:08
HeGe hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 14:14
Mehrere deutsche Diözesen in finanziellen Schwierigkeiten
Erste Konsequenzen:

Erzbistum Hamburg erwägt Schließungen katholischer Schulen

Statt eine der wenigen, "niedrigschwelligen" Gelegenheiten zu schließen, bei denen Kinder überhaupt noch mit unserem Glauben in Kontakt kommen können, würde ich ja eher mal die meist völlig aufgeblähten Ordinariate zum Sparen zwingen oder irgendwelche überfinanzierte Bildungshäuser dichtmachen. :achselzuck:
denkst Du daß das wirklich die gleichen Einsparungen bringt eine privatschule ist in Deutschland sehr Kostenintensiv
oder sagst Du das nur als eine der üblichen konservativen Phrasen ,die bösen Ordinariate und die Bildungshäuser wo man vielleicht auch mal Leute zu gast hat,die im übrigen ganz ordentliche Preise zahlen,
die eben über Themen referieren die nicht streng katholisch sind ?

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Dienstag 2. Januar 2018, 14:26

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 14:16
denkst Du daß das wirklich die gleichen Einsparungen bringt eine privatschule ist in Deutschland sehr Kostenintensiv
oder sagst Du das nur als eine der üblichen konservativen Phrasen ,die bösen Ordinariate und die Bildungshäuser wo man vielleicht auch mal Leute zu gast hat,die im übrigen ganz ordentliche Preise zahlen,
die eben über Themen referieren die nicht streng katholisch sind ?
Nachdem kirchliche Schulen meist zu etwa 95 % vom Staat refinanziert werden, dürften die eigentlich im Verhältnis zum Nutzen nicht so "kostenintensiv" sein.

Das hat aber auch nichts mit "üblichen konservativen Phrasen" zu tun, sondern mit einem für mich Sparen am falschen Ende. Wir hatten das Thema ja anderenorts schon mal. Das Münchner Ordinariat, das derzeit für einen dreistelligen (!) Millionenbetrag neu errichtet wird, hatte 1960 nur 45 Hauptangestellte und drei Nonnen als Belegschaft im Ordinariat. Heute sind es um die 1.000! Das mag vielleicht in Hamburg nicht so extrem sein, das weiß ich nicht, aber weniger Mitarbeiter werden es da auch nicht geworden sein. Jetzt kann man natürlich sagen, Hamburg ist Hamburg und München ist München, aber bevor ich das Geld in reichen Diözesen zum Fenster rauswerfe, sollte man es lieber den armen Diözesen geben, wenn die es für sinnvolle Dinge einsetzen können. Katholische Schulen, die einmal geschlossen wurden, werden kaum wiederkommen.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Dienstag 9. Januar 2018, 13:28

Nur zur Info: :emil:
Auch bei griechisch-orthodoxen Christen gibt es anscheinend Finanzskandale .........

Die Deals des Patriarchen Theophilos III.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Dienstag 9. Januar 2018, 14:24

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 2. Januar 2018, 14:26
Das Münchner Ordinariat, das derzeit für einen dreistelligen (!) Millionenbetrag neu errichtet wird
nun, aus Sicht des Errichtenden macht das wohl Sinn.

Momentan sind viele Dienststellen des Ordinariats in der Münchner Innenstadt verteilt.

1) Wenn Reinhard Marx das alles in einem Bau vereint, hat er seine Mitarbeitenden viel besser "im Blick", um das mal dezent auszudrücken.

2) Finanziell dürfte sich der Umzug rechnen. Wenn ich bloß an das große fünfstöckige Gebäude direkt am Marienhof denke, oder an das Gebäude in der Dachauer Strasse, gleich neben dem Münchner Hauptbahnhof ... die Mieteinnahmen solcher "Filetstücke" - und das in München - sind nicht ohne. :) Einen Überblick habe ich nicht, interessiert mich auch nicht. Ich erinnere mich aber an ein Telefonat mit der Immoblienreferentin im Ordinariat, als ich mich mal für eine Wohnung im Kirchenbesitz interessierte, die damals schon vergeben war. "Oh, Herr X, melden Sie sich doch gerne wieder mal - wir haben noch viieelle Objekte!"
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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Dienstag 9. Januar 2018, 14:27

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 28. Dezember 2017, 00:08
umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09
Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?
Maradiaga ist seit 1996 Präsident der Bischofskonferenz seines Landes. Seit dem Zeitpunkt hat die Kirche in Honduras jeden dritten Gläubigen verloren.
soweit ich sehe, ist dieses Phänomen in ganz Lateinamerika anzutreffen. Insofern scheint mir Honduras kein Sonderfall zu sein.
fr. petrus, OCant.

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Lycobates
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Lycobates » Dienstag 9. Januar 2018, 15:03

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 14:27
Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 28. Dezember 2017, 00:08
umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09
Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?
Maradiaga ist seit 1996 Präsident der Bischofskonferenz seines Landes. Seit dem Zeitpunkt hat die Kirche in Honduras jeden dritten Gläubigen verloren.
soweit ich sehe, ist dieses Phänomen in ganz Lateinamerika anzutreffen. Insofern scheint mir Honduras kein Sonderfall zu sein.
Frater Maradiaga auch nicht.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Dienstag 9. Januar 2018, 23:25

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 14:27
Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 28. Dezember 2017, 00:08
umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:09
Welchen Skandals hat sich der Kardinal schuldig gemacht? Hat er die Menschen aus der Kirche gezwungen?
Maradiaga ist seit 1996 Präsident der Bischofskonferenz seines Landes. Seit dem Zeitpunkt hat die Kirche in Honduras jeden dritten Gläubigen verloren.
soweit ich sehe, ist dieses Phänomen in ganz Lateinamerika anzutreffen. Insofern scheint mir Honduras kein Sonderfall zu sein.
Weiter oben hatte ich geschrieben:
Infovaticana weist auf den "anderen Skandal von Maradiaga" hin: Dem "Verschwinden" des Katholizismus in dem Land.
Honduras gehöre mit Nicaragua, Guatemala und Uruguay zu den vier Ländern in Lateinamerika, in denen die kath. Kirche ihre Mehrheit in der Bevölkerung verloren habe. Der Anteil der Katholiken sei von 76% in 1996 auf 47% in 2013 gefallen. Dies könne man nur als "Kataklysmus" bezeichnen.

https://infovaticana.com/2017/12/26/esc ... -honduras/
Zwar ist der Katholizismus in ganz Lateinamerika auf dem Rückzug - aber so extrem wie in Honduras ist es kaum in einem anderen Land. Da muß man schon fragen, warum es woanders besser läuft - zumal man ja dort einen charismatischen Oberhirten hat.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Montag 15. Januar 2018, 21:22

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 23:25


Zwar ist der Katholizismus in ganz Lateinamerika auf dem Rückzug
oh - in Argentinien auch schon?
fr. petrus, OCant.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Freitag 19. Januar 2018, 04:10

Petrus hat geschrieben:
Montag 15. Januar 2018, 21:22
Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 23:25


Zwar ist der Katholizismus in ganz Lateinamerika auf dem Rückzug
oh - in Argentinien auch schon?
Hattest Du nicht selbst vorher geschrieben "soweit ich sehe, ist dieses Phänomen in ganz Lateinamerika anzutreffen. Insofern scheint mir Honduras kein Sonderfall zu sein."

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Freitag 19. Januar 2018, 11:00

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 19. Januar 2018, 04:10
Petrus hat geschrieben:
Montag 15. Januar 2018, 21:22
Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 9. Januar 2018, 23:25


Zwar ist der Katholizismus in ganz Lateinamerika auf dem Rückzug
oh - in Argentinien auch schon?
Hattest Du nicht selbst vorher geschrieben "soweit ich sehe, ist dieses Phänomen in ganz Lateinamerika anzutreffen. Insofern scheint mir Honduras kein Sonderfall zu sein."
ich hatte darauf angespielt, dass sich der derzeitige Papst in Argentinien (ist das sein Heimatland?) bis heute nicht mehr sehen hat lassen.
fr. petrus, OCant.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen » Freitag 19. Januar 2018, 19:48

Wenn es ums Geld geht, ist die Kirche erfinderisch. Ach, würde sie doch nur die Hälfte an Erfindungsreichtum haben, wenn es um die Verkündigung des Glaubens ginge.
Erzbistum Paris testet kontaktloses Zahlen für Kollekte
Bald könnte es in französischen Klingelbeuteln nicht mehr klingeln: Das Erzbistum Paris startet einen Pilotversuch mit einem elektronischen Kollektenkorb – Gläubige können kontaktlos spenden.
Gruß
Jürgen

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 20. Januar 2018, 04:05

Petrus hat geschrieben:
Freitag 19. Januar 2018, 11:00
ich hatte darauf angespielt, dass sich der derzeitige Papst in Argentinien (ist das sein Heimatland?) bis heute nicht mehr sehen hat lassen.
Das ist in der Tat erstaunlich. In Kuerze ein Besuch in Chile und dabei kein stop-over in Buenos Aires... :hmm: :hmm:

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