"Die Kirche und das liebe Geld"

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HeGe
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Montag 5. Februar 2018, 15:06

Yeti hat geschrieben:
Sonnabend 27. Januar 2018, 16:36
katholisch.de hat geschrieben:Aus der vatikanischen Bildungskongregation war zu hören, dass die katholische Kirche in Deutschland künftig maximal noch vier oder fünf katholisch-theologische Fakultäten brauche. Derzeit gibt es bundesweit 19 solche Fakultäten und Hochschulen sowie 30 kleinere Institute. Die Zahl der Studierenden sinkt jedoch. Außerdem werden zunehmend Lehramtsstudiengänge dem theologischen Vollstudium vorgezogen.
Inhaltlich mag das ja nicht falsch sein, was die Bildungskongregation angeblich gesagt hat, aber ich frage mich schon: sieht so die angekündigte Dezentralisierung und Stärkung der nationalen Bischofskonferenzen aus? :hmm:
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CIC_Fan
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Montag 5. Februar 2018, 15:19

Die Antwort liegt im Wörtchen "angekündigt" diese Dezentralisierung wird einzelne Punkte betreffen wie z.B . die Liturgie wo das schon verwirklicht ist,man sollte auch nicht aus dem Auge verlieren daß der Papst gerade eine umfassende Reform der Fakultäten und Universitäten begonnen hat
siehe die Apostolische Konstitution Veritatis Gaudium vom 8.12.2017

http://w2.vatican.va/content/francesco/ ... audium.htm

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Raphael
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Montag 5. Februar 2018, 15:34

Nach Freiburg hat jetzt auch Eichstätt seinen ganz eigenen Finanzskandal:
Bistum Eichstätt verliert Millionen Dollar

Daraus:
Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hat gegen einen früheren Mitarbeiter der Finanzverwaltung des Bistums und eine weitere Person Strafanzeige erstattet. Es bestehe der Verdacht rechtswidriger Praktiken bei der Vermögensanlage, teilte das Bistum am Montag mit.

........

Die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Schwerpunktstaatsanwaltschaft München II bestätigte den Vorgang. Die beiden Beschuldigten befänden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittler vermuten einen entstandenen Schaden im „mittleren zweistelligen Millionenbereich“.

Ein Bistumssprecher ergänzte auf Anfrage, es gehe um „vermögensgefährdende, ungesichert gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt rund 60 Millionen Dollar“. Das sind umgerechnet etwa 48,2 Millionen Euro. Genau könne der Schaden noch nicht beziffert werden, weil es schwierig sei, die getätigten „komplizierten Anlagengeschäfte“ zu bewerten.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Montag 5. Februar 2018, 15:41

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 5. Februar 2018, 15:19
Die Antwort liegt im Wörtchen "angekündigt" diese Dezentralisierung wird einzelne Punkte betreffen wie z.B . die Liturgie wo das schon verwirklicht ist,man sollte auch nicht aus dem Auge verlieren daß der Papst gerade eine umfassende Reform der Fakultäten und Universitäten begonnen hat
siehe die Apostolische Konstitution Veritatis Gaudium vom 8.12.2017

http://w2.vatican.va/content/francesco/ ... audium.htm
Ich habe eher das Gefühl, Dezentralisierung wird nur dort gepflegt, wo es dem Ziel dient, ansonsten bleiben die Zügel angezogen. Aber lassen wir das dahinstehen. Gerade im Bereich der theologischen Bildung kann ich es irgendwie nicht verstehen, dass das zur "Chefsache" gemacht wird. Natürlich ist das ein wichtiges Thema, aber doch eher was die Inhalte angeht, nicht die Strukturen. Die hingegen sind m.E. so differenziert zu betrachten, dass eine zentrale Lösung ausgerechnet hier überhaupt keinen Sinn macht. Die Lage der theologischen Fakultäten an deutschen Universitäten ist beim besten Willen nicht ansatzweise vergleichbar mit der Priesterausbildung im Kongo, in Guyana oder in Laos. Das kann man doch m.E. besser vor Ort regeln.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Montag 5. Februar 2018, 15:53

Aber natürlich wird man dort die Zentralisierung dort umsetzen wo es ins Konzept paßt alles andere wäre ja dumm

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Montag 5. Februar 2018, 16:27

Raphael hat geschrieben:
Montag 5. Februar 2018, 15:34
Nach Freiburg hat jetzt auch Eichstätt seinen ganz eigenen Finanzskandal:
Bistum Eichstätt verliert Millionen Dollar

Daraus:
Ein Bistumssprecher ergänzte auf Anfrage, es gehe um „vermögensgefährdende, ungesichert gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt rund 60 Millionen Dollar“. Das sind umgerechnet etwa 48,2 Millionen Euro. Genau könne der Schaden noch nicht beziffert werden, weil es schwierig sei, die getätigten „komplizierten Anlagengeschäfte“ zu bewerten.
Griffen die Verantwortlichen der kath. Kirche nicht schnell zum Wort "Gier", wenn Banken oder Wirtschaftsbetriebe aufgrund "komplizierter Anlagegeschäfte" die Rendite steigern wollten und dabei Schiffbruch erlitten? Wurde da nicht mit erhobenem Zeigefinger und aus der Position moralischer Überlegenheit Bescheidenheit gepredigt?

Leider hat das Bistum bisher noch keine Bilanz vorgelegt; sie soll erstmalig zum 31. 12. 2017 erstellt werden. Eine Einschätzung der Verlusthöhe zu den sonstigen Vermögenswerten kann daher nicht erfolgen. Bei einem KiSt-Aufkommen iHv knapp 120 Mio € wäre ein Verlust von knapp 50 Mio € wohl kaum als "peanuts" einzustufen.

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Torsten
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Torsten » Montag 5. Februar 2018, 19:18

http://www.tagesschau.de/inland/katholi ... n-101.html

Das ist seit heute 14.31 Uhr bis jetzt die Topmeldung bei der "tagesschau". Und es ist schon nach sieben.

(Korrektur: Auf tagesschau.de)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Dienstag 6. Februar 2018, 06:44

Caviteño hat geschrieben:
Montag 5. Februar 2018, 16:27
Raphael hat geschrieben:
Montag 5. Februar 2018, 15:34
Nach Freiburg hat jetzt auch Eichstätt seinen ganz eigenen Finanzskandal:
Bistum Eichstätt verliert Millionen Dollar

Daraus:
Ein Bistumssprecher ergänzte auf Anfrage, es gehe um „vermögensgefährdende, ungesichert gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt rund 60 Millionen Dollar“. Das sind umgerechnet etwa 48,2 Millionen Euro. Genau könne der Schaden noch nicht beziffert werden, weil es schwierig sei, die getätigten „komplizierten Anlagengeschäfte“ zu bewerten.
Griffen die Verantwortlichen der kath. Kirche nicht schnell zum Wort "Gier", wenn Banken oder Wirtschaftsbetriebe aufgrund "komplizierter Anlagegeschäfte" die Rendite steigern wollten und dabei Schiffbruch erlitten? Wurde da nicht mit erhobenem Zeigefinger und aus der Position moralischer Überlegenheit Bescheidenheit gepredigt?

Leider hat das Bistum bisher noch keine Bilanz vorgelegt; sie soll erstmalig zum 31. 12. 2017 erstellt werden. Eine Einschätzung der Verlusthöhe zu den sonstigen Vermögenswerten kann daher nicht erfolgen. Bei einem KiSt-Aufkommen iHv knapp 120 Mio € wäre ein Verlust von knapp 50 Mio € wohl kaum als "peanuts" einzustufen.
Nach einer vorläufigen Bewertung ist das Bistum tatsächlich einem Betrüger aufgesessen:
Der Finanzdirektor, der für die praktische Umsetzung bei der Ausreichung der Darlehen verantwortlich war, war anscheinend an den Gesellschaften beteiligt, die Darlehensnehmer sind.
Allerdings waren die internen Kontrollen bei der Ausreichung der Darlehen auch nur unzureichend ausgeprägt. Den Vorsitz des Kontrollgremiums, welches die Ausreichung genehmigen mußte, hatte kein "Mann vom Fach" inne und darüber hinaus "kontrollierte" dieser sich wiederum selber. :patsch:
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Dienstag 6. Februar 2018, 08:17

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 06:44
Nach einer vorläufigen Bewertung ist das Bistum tatsächlich einem Betrüger aufgesessen:
Der Finanzdirektor, der für die praktische Umsetzung bei der Ausreichung der Darlehen verantwortlich war, war anscheinend an den Gesellschaften beteiligt, die Darlehensnehmer sind.
Allerdings waren die internen Kontrollen bei der Ausreichung der Darlehen auch nur unzureichend ausgeprägt. Den Vorsitz des Kontrollgremiums, welches die Ausreichung genehmigen mußte, hatte kein "Mann vom Fach" inne und darüber hinaus "kontrollierte" dieser sich wiederum selber. :patsch:
Es ist immer wieder schön, wenn man einen Schuldigen oder "Sündenbock" (paßt irgendwie besser) findet und die anderen sich die Hände in "Unschuld" waschen können. Allerdings ist die Forderung/der Wunsch hohe Renditen zu erzielen und die Kontrolle dann -angeblich- Laien zu überlassen toxisch. Das sind aber keine neuen Erkenntnisse. Ich hatte das aufgrund - aufgrund entsprechender Vorfälle - schon öfter, z.B. hier und hier - thematisiert.
Die Frage ist, warum man im Bistum nicht schon früher die Regeln änderte. Schließlich handelt es sich bei den inzwischen verlorenen Geldern nicht um die Portokasse des Bistums. Zweistellige mittlere Millionenbeträge ohne externen Rat in einer Anlageform (Darlehn an eine oder mehr Gesellschaften im Ausland) zu investieren.... - da muß man entweder Milliardär oder naiv sein.

Weniger Gier und mehr Sachkenntnis sind wohl notwendig, um künftig derartige Nachrichten zu verhindern.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Dienstag 6. Februar 2018, 08:29

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 08:17
Es ist immer wieder schön, wenn man einen Schuldigen oder "Sündenbock" (paßt irgendwie besser) findet und die anderen sich die Hände in "Unschuld" waschen können. Allerdings ist die Forderung/der Wunsch hohe Renditen zu erzielen und die Kontrolle dann -angeblich- Laien zu überlassen toxisch. Das sind aber keine neuen Erkenntnisse. Ich hatte das aufgrund - aufgrund entsprechender Vorfälle - schon öfter, z.B. hier und hier - thematisiert.
Die Frage ist, warum man im Bistum nicht schon früher die Regeln änderte. Schließlich handelt es sich bei den inzwischen verlorenen Geldern nicht um die Portokasse des Bistums. Zweistellige mittlere Millionenbeträge ohne externen Rat in einer Anlageform (Darlehn an eine oder mehr Gesellschaften im Ausland) zu investieren.... - da muß man entweder Milliardär oder naiv sein.

Weniger Gier und mehr Sachkenntnis sind wohl notwendig, um künftig derartige Nachrichten zu verhindern.
Es geht mir weniger um die Suche nach einem Schuldigen oder "Sündenbock". :pfeif:
Der ist bei einem engen Regelwerk und überhoher Komplexität sowieso immer schnell gefunden ...............

Der Vorsitzende des Kontrollgremiums war lt. FAZ schon zum 31.12.2015 demissioniert worden. Anscheinend brodelte da schon länger was im Untergrund. :unbeteiligttu:

Die Lehre, die man aus dem Skandal ziehen kann, ist wohl folgende:
Auch in Gremien der katholischen Kirche in Deutschland, die sich mit Finanzen beschäftigen, hat eine gewisse Überheblichkeit und Unbedarftheit Platz gegriffen. Sachkenntnis und Verantwortungsbewußtsein stehen in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis. :roll:
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 7. Februar 2018, 07:31

Der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hat sich nach Kirchenrecht strafbar gemacht.

c. 1389 §2 CIC sagt: "Wer aber aus schuldhafter Nachlässigkeit eine Handlung kirchlicher Gewalt, eines kirchlichen Dienstes oder einer kirchlichen Aufgabe unrechtmäßig zu fremdem Schaden setzt oder unterläßt, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden."

Zur Erläuterung: Gemäß Eigendarstellung des Bistums wurde als Oberster Finanzverwalter ein Mensch eingesetzt, der von Finanzen keine Ahnung hatte.

(zur Verdeutlichung, das ist genauso wie im "weltlichen" Recht): Wenn ich als Unternehmer einen Außendienstler einstelle, und mir von dem im Einstellungsgespräch nicht seinen gültigen Führerschein zeigen lasse, bin ich genauso dran wie er, falls was passiert. Und das zu Recht.
"wenn Menschen sagen, sie meditieren,
dann schlafen sie meistens doch nur."

sagte die Maus.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 7. Februar 2018, 08:32

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 07:31
Der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hat sich nach Kirchenrecht strafbar gemacht.

c. 1389 §2 CIC sagt: "Wer aber aus schuldhafter Nachlässigkeit eine Handlung kirchlicher Gewalt, eines kirchlichen Dienstes oder einer kirchlichen Aufgabe unrechtmäßig zu fremdem Schaden setzt oder unterläßt, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden."

Zur Erläuterung: Gemäß Eigendarstellung des Bistums wurde als Oberster Finanzverwalter ein Mensch eingesetzt, der von Finanzen keine Ahnung hatte.

(zur Verdeutlichung, das ist genauso wie im "weltlichen" Recht): Wenn ich als Unternehmer einen Außendienstler einstelle, und mir von dem im Einstellungsgespräch nicht seinen gültigen Führerschein zeigen lasse, bin ich genauso dran wie er, falls was passiert. Und das zu Recht.
Deine Subsumtion ist da ein bißchen dünne! :daumen-runter:

So schnell wird insbesondere in Bayern nicht mit den Paragraphen des Kirchenrechts auf Bischöfe geschossen .............
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Mittwoch 7. Februar 2018, 10:17

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 07:31
Der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hat sich nach Kirchenrecht strafbar gemacht.

c. 1389 §2 CIC sagt: "Wer aber aus schuldhafter Nachlässigkeit eine Handlung kirchlicher Gewalt, eines kirchlichen Dienstes oder einer kirchlichen Aufgabe unrechtmäßig zu fremdem Schaden setzt oder unterläßt, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden."

Zur Erläuterung: Gemäß Eigendarstellung des Bistums wurde als Oberster Finanzverwalter ein Mensch eingesetzt, der von Finanzen keine Ahnung hatte.

(zur Verdeutlichung, das ist genauso wie im "weltlichen" Recht): Wenn ich als Unternehmer einen Außendienstler einstelle, und mir von dem im Einstellungsgespräch nicht seinen gültigen Führerschein zeigen lasse, bin ich genauso dran wie er, falls was passiert. Und das zu Recht.
Die Erfüllung dieser Vorschrift wird m.E. schon daran scheitern, dass da von "fremdem Schaden" die Rede ist, hier liegt ja ein Eigenschaden vor.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 7. Februar 2018, 11:42

nun,

mit meinem Beitrag habe ich mich auf "dünnes Eis" begeben.


jemand Gegenrede?

btw,

diesen Beitrag
schreibe ich
ibn dankbarer Erinnerung
an Klaus Mörsdorf,
der mich das Kirchenrecht gelehrt hat.
"wenn Menschen sagen, sie meditieren,
dann schlafen sie meistens doch nur."

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 7. Februar 2018, 12:19

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 11:42
jemand Gegenrede?
Wieso sollte Dir jemand widersprechen? :achselzuck:

Du hast doch sowieso immer Recht, weil Du bei Klaus Mörsdorf Kirchenrecht gelernt hast. :maske:
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 7. Februar 2018, 12:56

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:19


Du hast doch sowieso immer Recht
ja.

recht gehabt
hab' ich schon immer.
doch - fänd' ich's doch noch ganz viel schlimmer,
wenn Unrecht jemandem getan.
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dann schlafen sie meistens doch nur."

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:02

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:56
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:19
Du hast doch sowieso immer Recht
ja.
Sach ich doch .................
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:05

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:02
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:56
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:19
Du hast doch sowieso immer Recht
ja.
Sach ich doch .................

danke Dir, Raphael, für Dein feedback :)
"wenn Menschen sagen, sie meditieren,
dann schlafen sie meistens doch nur."

sagte die Maus.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Mittwoch 7. Februar 2018, 13:08

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:05
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 13:02
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:56
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 12:19
Du hast doch sowieso immer Recht
ja.
Sach ich doch .................
danke Dir, Raphael, für Dein feedback :)
Nix zu danken, ich weissja, für wen's iss ....................
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 11. Februar 2018, 07:39

http://ingolstadt-today.de/lesen--wir-s ... 1034].html


Das kleinste Deutsche Bistum lässt mal eben 60 Millionen verzocken und dann schreiben: "Wir sind Opfer und nicht Täter". Welch ein Wahnsinn.
Da müsste stehen "In unserer ungezügelten Geldgier sind wir an Leute geraten, die noch geldgieriger sind als wir".
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 11. Februar 2018, 07:58

Groko lässt Dormitio-Abtei sanieren

Oder: Warum jeder Katholik die Groko zu akzeptieren hat:

https://www.facebook.com/domradio.de/vi ... 972273311/

Pecunia non olet.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Sonntag 11. Februar 2018, 20:01

danke, Vir Probatus, für's finden.

nun - wir Deutschen fühlen uns wohl irgendwie dafür verantwortlich, vielleicht.

bittschön:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4 ... ilhelms_II.

ach so, ja: Die GroKo "will Mittel bereitstellen ..."

schau'n wir mal.
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