"Die Kirche und das liebe Geld"

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Donnerstag 20. April 2017, 14:11

kath.net hat geschrieben: Trotz neuem Bischof: Lehmann bewohnt weiter das Mainzer Bischofshaus

Für den zukünftigen Mainzer Bischof Kohlgraf steht nach der elfmonatigen bischofsfreien Zeit aktuell noch kein bleibendes Domizil zur Verfügung. [...]
Bei konservativen Bischöfen wäre das Geschrei der Presse jetzt groß...
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Donnerstag 20. April 2017, 14:26

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 14:11
kath.net hat geschrieben: Trotz neuem Bischof: Lehmann bewohnt weiter das Mainzer Bischofshaus

Für den zukünftigen Mainzer Bischof Kohlgraf steht nach der elfmonatigen bischofsfreien Zeit aktuell noch kein bleibendes Domizil zur Verfügung. [...]
Bei konservativen Bischöfen wäre das Geschrei der Presse jetzt groß...
Das ist eine allgemein verbreitete Unsitte von Emeriti. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Bischof Franz Eder in Passau blieb der auch einfach in der Bischofswohnung, sein Nachfolger Schraml zog in ein anderes Haus am Domplatz und hauste dort seine ganze Amtszeit lang unter baulichen Zuständen wie in den 1960er Jahren, die heute kein Asylbewerber mehr klaglos akzeptieren würde. Man sollte Altbischöfe zum Rückzug in ein "Sterbekloster" verpflichten und ihnen Kontaktverbot zur Öffentlichkeit auferlegen, damit sie ihren Nachfolgern nicht zur Last für das Amt werden.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Donnerstag 20. April 2017, 15:00

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 14:26
Das ist eine allgemein verbreitete Unsitte von Emeriti. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Bischof Franz Eder in Passau blieb der auch einfach in der Bischofswohnung, sein Nachfolger Schraml zog in ein anderes Haus am Domplatz und hauste dort seine ganze Amtszeit lang unter baulichen Zuständen wie in den 1960er Jahren, die heute kein Asylbewerber mehr klaglos akzeptieren würde. Man sollte Altbischöfe zum Rückzug in ein "Sterbekloster" verpflichten und ihnen Kontaktverbot zur Öffentlichkeit auferlegen, damit sie ihren Nachfolgern nicht zur Last für das Amt werden.
Über Sinn und Unsinn kann man natürlich diskutieren. Sicher ist es auch eine menschliche Geste, einem Menschen, der in der Regel ja mindestens 75, hier sogar schon über 80 ist, nicht noch einen weiteren Umzug zuzumuten, sondern ihn die letzten Lebensjahre in seiner angestammten Wohnung verbringen zu lassen. Ich frage mich nur, wieso man sich so ein Domizil dann nicht teilt, sondern noch ein weiteres Gebäude bezieht. Im Allgemeinen sind die Bischofsdienstsitze ja nicht gerade klein, das wäre doch mal ein Zeichen für echte Bescheidenheit.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Donnerstag 20. April 2017, 16:13

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 15:00
Ich frage mich nur, wieso man sich so ein Domizil dann nicht teilt, sondern noch ein weiteres Gebäude bezieht. Im Allgemeinen sind die Bischofsdienstsitze ja nicht gerade klein, das wäre doch mal ein Zeichen für echte Bescheidenheit.
Stell dir mal ganz theoretisch vor, Franziskus und Benedikt müßten sich Santa Marta oder den Apostolischen Palast als Domizil teilen. ;D
Das funktioniert bei denen genauso wenig wie bei zwei Bischöfen. Das Bedürfnis "ich will meine Ruhe" dürfte gerade im Alter den Wunsch nach dem gewohnten Umfeld noch überwiegen.
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