Zentralkomitee der deutschen Katholiken

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Reinhard
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Reinhard » Montag 18. Mai 2015, 00:20

Juergen hat geschrieben:Die Leute vom »ZdK« wissen schon, warum sie die Programme gleich von den Webseiten löschen, wenn der Irrsinn ein Ende gefunden hat.
...
Darf ich Dir anbieten: Regensburg. (original beim "ZdK", jetzt.)
Mit Deinen Netizen- Kenntnissen hättest Du das auch selber gekonnt ... :pfeif:

Isidor_von_Sevilla
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Montag 18. Mai 2015, 07:07

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Nur scheinen die meisten Bischöfe die Katholikentage zu wollen und nehmen das ZdK nicht nur deswegen in Kauf.
Genau das scheinen sich hier manche gar nicht klar zu machen!

Richtig ist wohl, daß viele Bischöfe das ZdK überhaupt nicht in Kauf nehmen, sondern es genauso wollen, wie es sich derzeit präsentiert. Ob in den Verbänden das verkündet wird, was die katholische Kirche lehrt, ist dabei völlig zweitrangig, weil man weiß, daß diese Laienverbände sowieso keine Lehrentscheidungen fällen können. Wichtig ist nur, daß es eine organisatorische Verfassung der Laien gibt, die den heutigen gesellschaftlichen Ansprüchen von Mündigkeit dieser Laien genügt.
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Jenseits davon könnten die im ZdK vertretenen starken Verbände auch ihre eigenen Veranstaltungen zusammenlegen und finanzieren.
Man muß wohl ganz nüchtern feststellen: In aller Regel rangieren die Verbandsinteressen vor dem Gesamtinteresse der katholischen Kirche.
Wenn's aus anderen kirchlichen Töpfen bezahlt wird ist es besser als wenn der jeweilige Verband sein eigenes Geld nehmen muß.

Ähnliche Entwicklungen sind auch im staatlichen Bereich zu beobachten: Je weiter weg die Finanzquellen desto lieber werden sie angezapft.
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Übers Geld wird man dem ZdK nicht Herr.
Auch wenn's traurig ist, das ist wohl so!
Wer sich den Prozeß anschaut, in dem das Forum deutscher Katholiken entstanden ist, wird den Beweis hierfür finden.
Zuletzt geändert von Isidor_von_Sevilla am Montag 18. Mai 2015, 07:59, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

CIC_Fan
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von CIC_Fan » Montag 18. Mai 2015, 07:53

Edi hat geschrieben:
Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Man muß handeln und dem ZDK den Geldhahn abdrehen.
Eine solche Forderung kann nur derjenige aufstellen, der von den finanzwirtschaftlichen Regelungen innerhalb der Kirche keine Ahnung hat.
Edi hat geschrieben:Dazu reicht eine Anweisung des Bischofs an seinen Kassenwart.
Interessante These! :roll:
Könntest Du das auch noch mit entsprechenden rechtlichen Grundlagen unterfüttern? :detektiv:
Ich gehe davon aus, daß man Zuschüsse auch ausfallen lassen kann, nachdem das Bischof Müller vor Jahren auch mal für 2 Jahre gemacht hat. Das muss dann erst recht gehen, wenn das ZDK wie jetzt Forderungen stellt, die sich gegen die Lehre der Kirche wenden. Oder ist ein Bischof verpflichtet Häretikern Geld zu geben?

http://www.kath.net/news/12857
Ich kann da von den rechtlichen Voraussetzungen, nach denen ich Dich gefragt hatte, wenig lesen. :achselzuck:
Du kannst viel fragen. Ich gehe aber davon aus, daß Bischof Müller damals gewusst hat, was er kann und was nicht geht und daß das heute auch noch möglich ist. Frag halt einen Kirchenjuristen oder den Bischof selber, wenn du so neugierig bist.
Auch die DBK hat noch Druckmittel, denn die hat sie schon einmal angewandt, wenn es damals auch nicht um Geld ging.
Welche "Druckmittel" sollte den die DBK als solches haben?

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 18. Mai 2015, 09:26

Sicher konnte Bischof Müller das tun, was er getan hat. Es hat aber seinem Anliegen nicht sonderlich genützt und mittelfristig weder den Verbänden noch dem ZdK geschadet..

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Pit
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Montag 18. Mai 2015, 11:53

Juergen,hier
Reinhard hat geschrieben: Darf ich Dir anbieten: Regensburg. (original beim "ZdK", jetzt.)
hast Du die Chance einfach einfach zwei Programmangebote des Katholikentags in Regensburg zu nennen,die "antikirchlich und der Lehre der Kirche widerstrebend" sind.
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Clemens
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Clemens » Montag 18. Mai 2015, 12:40

Wobei die allgemeine Auffassung, soweit ich sie (als Standbetreuer) wahrnehmen konnte, die war, dass das der "frömmste" Katholikentag seit langem gewesen sei, was dem energischen Engagement des dortigen Bischofs zugute gehalten wurde.

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Libertas Ecclesiae
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 18. Mai 2015, 13:10

Clemens hat geschrieben:Wobei die allgemeine Auffassung, soweit ich sie (als Standbetreuer) wahrnehmen konnte, die war, dass das der "frömmste" Katholikentag seit langem gewesen sei, was dem energischen Engagement des dortigen Bischofs zugute gehalten wurde.
Auch wenn der Regensburger Katholikentag z. T. etwas "frömmere" Veranstaltungen aufwies als die Katholikentage zuvor, hat Bischof Voderholzer leider nicht verhindern können oder wollen, dass kirchenkritische Plattformen wie "Wir sind Kirche" oder der umstrittene Schwangerenberatungsverein "Donum vitae" als offizielle Veranstalter beim Katholikentag mitgewirkt haben. Kardinal Ratzinger hatte 1997 in seiner Eigenschaft als Präfekt der Glaubenskongregation erklärt, dass Forderungen von "Wir sind Kirche" „zum Teil der christlichen Lehre widersprechen und in offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung stehen“.
Pit hat geschrieben:Juergen,hier
Reinhard hat geschrieben: Darf ich Dir anbieten: Regensburg. (original beim "ZdK", jetzt.)
hast Du die Chance einfach einfach zwei Programmangebote des Katholikentags in Regensburg zu nennen,die "antikirchlich und der Lehre der Kirche widerstrebend" sind.
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bis 12.30 Lähmende Abhängigkeiten überwinden
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Clemens » Montag 18. Mai 2015, 13:12

Aber - soweit ich ahne - hat er deren Mitwirkungsmöglichkeiten beschnitten und noch ärgeres verhindert.
Das ist zwar nicht alles, aber immerhin auch nicht nichts.

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Edi
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Edi » Montag 18. Mai 2015, 13:25

CIC_Fan hat geschrieben: Welche "Druckmittel" sollte den die DBK als solches haben?
Wie gesagt, die hat sie schon mal angewandt, als ihr ein vorgesehener Präsident des ZDK nicht passte. Wenn ich es recht erinnere, muss die DBK der Wahl des Präsidenten zustimmen. Dem jetzigen Präsidenten Glück wurde meines Wissens auch untersagt, daß er solange er Präsident ist, nicht mehr im Verein "Donum vitae" aktiv sein darf. Wenn es nach Papst Joh.Paul II. gegangen wäre, hätte die DBK noch deutlicher sein müssen, was Glück und "Donum vitae" angeht. Die unteren Ebenen der Kirche hättscheln ja gelegentlich immer noch die Mitglieder von dem Verein, der wie kann es anders sein, auch hauptsächlich von Politikern oder ehemaligen Politikern betrieben wird und gegründet wurde. Der Teufel in Baden-Württemberg lässt grüßen.
Dann wie gesagt auch die Geldmittel, die man reduzieren kann.
Wie oben schon von jemand erwähnt sind die Zahlungen an das ZDK freiwilllig.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 18. Mai 2015, 15:24

In Bonn-Bad Godesberg unterhält das ZdK eine als „Generalsekretariat“ bezeichnete Geschäftsstelle in zwei modernen Bürogebäuden mit rund 30 hauptamtlichen Mitarbeitern. Eigentümer ist laut eigenen Angaben der Trägerverein „Zentralkomitee der deutschen Katholiken e. V.“ Aber wo stehen die 30 Hauptamtlichen auf der Gehaltsliste? Bei diesem Trägerverein? Oder beim VDD? Und was machen die eigentlich den ganzen Tag über (außer Papier zu produzieren)? Wahrscheinlich wissen die meisten kirchensteuerzahlenden Katholiken in Deutschland nicht einmal, dass es dieses „Generalsekretariat“ überhaupt gibt.
:roll:

P. S. Das ZdK soll nach einem Kath.net-Bericht aus dem Jahr 2006 über den VDD aus den Kirchensteuermitteln der Diözesen rund zwei Millionen Euro im Jahr erhalten. Allerdings ist der Haushalt des VDD nicht öffentlich. Ob sich da seit 2006 etwas Grundlegendes geändert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Montag 18. Mai 2015, 16:35

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
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Was war an dem Vortrag antikirchlich oder der Lehre der Kirche widerstrebend?
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Montag 18. Mai 2015, 16:44

Clemens hat geschrieben:Aber - soweit ich ahne - hat er deren Mitwirkungsmöglichkeiten beschnitten...
Bei Wir-sind-Kirche bestand die Mitwirkung im Wesentlichen in dem Stand den sie betrieben.
Nun kann man zu WsK stehen wie man möchte,aber solange sie nicht ausdrücklich kirchenfeindlich sind,haben sie meines Erachtens auf einem Katholikentag als katholische Laienorganisation ebenso ein Recht vertreten zu sein wie der Benno-Verlag oder die Legion Mariens.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Montag 18. Mai 2015, 16:45

Auf welcher Seite des Programms steht die Veranstaltung?
Nur damit ich nicht das gesamte Programm durchsuchen muss.
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Vortrag mit Diskussion
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Hubertus
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Hubertus » Montag 18. Mai 2015, 16:54

Pit hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Aber - soweit ich ahne - hat er deren Mitwirkungsmöglichkeiten beschnitten...
Bei Wir-sind-Kirche bestand die Mitwirkung im Wesentlichen in dem Stand den sie betrieben.
Nun kann man zu WsK stehen wie man möchte,aber solange sie nicht ausdrücklich kirchenfeindlich sind,haben sie meines Erachtens auf einem Katholikentag als katholische Laienorganisation ebenso ein Recht vertreten zu sein wie der Benno-Verlag oder die Legion Mariens.
Was müßten sie denn noch tun, um in Deinen Augen "ausdrücklich kirchenfeindlich" zu sein?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Edi » Montag 18. Mai 2015, 17:00

Pit hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Aber - soweit ich ahne - hat er deren Mitwirkungsmöglichkeiten beschnitten...
Bei Wir-sind-Kirche bestand die Mitwirkung im Wesentlichen in dem Stand den sie betrieben.
Nun kann man zu WsK stehen wie man möchte,aber solange sie nicht ausdrücklich kirchenfeindlich sind,haben sie meines Erachtens auf einem Katholikentag als katholische Laienorganisation ebenso ein Recht vertreten zu sein wie der Benno-Verlag oder die Legion Mariens.
Was verstehst du denn unter kirchenfeindlich? Die Kirche wollen sie ja zwar nicht auflösen, aber sie vertreten Dinge, die absult nicht zu Christentum gehören. Zudem: Wenn jemand schon meint "wir sind Kirche" : Dieser Club vertritt doch nie und nimmer die ganze Kirche, sondern nur jene meist eher älteren Semester, die die Kirche umkrempeln wollen, damit man am Ende fast nichts mehr vom Evangelium und den Geboten erkennt und das ist letztlich nichts anderes als kirchenfeindlich, weil es von Christus wegführt. Punkt. Aus. Amen.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Montag 18. Mai 2015, 17:14

Sind (!) sie denn kirchenfeindlich?
Lehnen sie die Katholische Kirche ab?
Aber beim nächsten oder übernächsten Katholikentag können entsprechend eingestellte Personen/Gruppen/Organisationen ja gerne eine Art "Katholikentag alternativ" oder so veranstalten,auf dem als Teilnehmer nur Gruppen/Organisationen usw. teilnehmen dürfen,die deren Welt-und Kirchenbild entsprechen.
Mir haben nämlich schon Katholiken,die der KPE (http://www.kpe.de) nahestanden,gesagt,dass sie am Stand der Karl-Leisner-Jugend (http://www.k-l-j.de) gewesen seien und ---Achtung!---festgestellt hätten,dass es sich um eine nichtkatholische Organisation handeln würde.
Ein lautes Lachen konnte ich mir nur seeehhhrr schwer verkneifen.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 18. Mai 2015, 17:38

Pit hat geschrieben:
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Vortrag mit Diskussion
Sa 11.00 Nimm dein Bett und geh’
bis 12.30 Lähmende Abhängigkeiten überwinden
Prof. Dr. Sabine Demel, Theologin, Regensburg
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:roll:
Was war an dem Vortrag antikirchlich oder der Lehre der Kirche widerstrebend?
Der Vortrag mit Diskussion wurde offiziell ausgerichtet von einer Plattform, deren Forderungen „zum Teil der christlichen Lehre widersprechen und in offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung stehen“ (Kardinal Ratzinger).

Frau Prof. Demel ist zudem Gründungsmitglied von „Donum vitae in Bayern e. V.“, was sie auf der Webseite ihres Lehrstuhls (unter „Kurzbiografie mit Forschungsprofil“) ausdrücklich glaubt erwähnen zu müssen.
Pit hat geschrieben:Auf welcher Seite des Programms steht die Veranstaltung?
Nur damit ich nicht das gesamte Programm durchsuchen muss.
Auf Seite 281.

P. S.
Vortrag mit Diskussion
Sa 11.00 Nimm dein Bett und geh’
bis 12.30 Lähmende Abhängigkeiten überwinden
Ich will mir gar nicht vorstellen, was das für eine „Exegese“ sein soll ...
:ikb_stretcher:
Zuletzt geändert von Libertas Ecclesiae am Montag 18. Mai 2015, 17:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Hubertus
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Hubertus » Montag 18. Mai 2015, 21:16

Pit hat geschrieben:Sind (!) sie denn kirchenfeindlich?
Lehnen sie die Katholische Kirche ab?
Ja, insofern die Kirche in ihrer konkreten Gestalt göttlich verfaßt ist.

Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
1.) Ungehorsam gegen Gott, der seiner Kirche keinen Auftrag erteilte, Frauen zu Weihen
2.) Ungehorsam gegen das kirchliche Lehramt, das beständig die Unmöglichkeit der Frauenordination lehrt
3.) dazu geeignet, die Kirche zu zerstören, da durch die ungültigen Weihen das sakramentale Leben der Kirche früher oder später zum Erliegen käme
4.) dazu geeignet, Zwietracht und Unruhe in der Kirche zu sähen, wie man das am Beispiel der Altkatholiken oder Anglikaner beobachten kann.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von umusungu » Montag 18. Mai 2015, 21:29

Hubertus hat geschrieben:Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
1.) Ungehorsam gegen Gott, der seiner Kirche keinen Auftrag erteilte, Frauen zu Weihen
2.) Ungehorsam gegen das kirchliche Lehramt, das beständig die Unmöglichkeit der Frauenordination lehrt
Die Begründungen der Ablehnung der Frauen-Priesterweihe haben mich noch nie überzeugt.

Ist die Gleichheit von Mann und Frau vor dem Gesetz gegen göttliche Satzung?

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Montag 18. Mai 2015, 21:37

umusungu hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
1.) Ungehorsam gegen Gott, der seiner Kirche keinen Auftrag erteilte, Frauen zu Weihen
2.) Ungehorsam gegen das kirchliche Lehramt, das beständig die Unmöglichkeit der Frauenordination lehrt
Die Begründungen der Ablehnung der Frauen-Priesterweihe haben mich noch nie überzeugt.

Ist die Gleichheit von Mann und Frau vor dem Gesetz gegen göttliche Satzung?

Es ist gegen das Vorbild Christi, der trotz göttlicher Machtvollkommenheit genau jenes unterließ.
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Protasius » Montag 18. Mai 2015, 21:38

umusungu hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
1.) Ungehorsam gegen Gott, der seiner Kirche keinen Auftrag erteilte, Frauen zu Weihen
2.) Ungehorsam gegen das kirchliche Lehramt, das beständig die Unmöglichkeit der Frauenordination lehrt
Die Begründungen der Ablehnung der Frauen-Priesterweihe haben mich noch nie überzeugt.

Ist die Gleichheit von Mann und Frau vor dem Gesetz gegen göttliche Satzung?
Dazu haben wir einen Strang im Scriptorium: Priesterweihe: Warum nur Männer?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Montag 18. Mai 2015, 22:02

umusungu hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
1.) Ungehorsam gegen Gott, der seiner Kirche keinen Auftrag erteilte, Frauen zu Weihen
2.) Ungehorsam gegen das kirchliche Lehramt, das beständig die Unmöglichkeit der Frauenordination lehrt
Die Begründungen der Ablehnung der Frauen-Priesterweihe haben mich noch nie überzeugt.
Was ist an ORDINATIO SACERDOTALIS mißverständlich?
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von overkott » Montag 18. Mai 2015, 23:09

Hubertus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Sind (!) sie denn kirchenfeindlich?
Lehnen sie die Katholische Kirche ab?
Ja, insofern die Kirche in ihrer konkreten Gestalt göttlich verfaßt ist.

Forderungen wie z.B. die "Frauenweihe" sind also
Hier ist wichtig, dass Theologen nicht in eine sexuelle Argumentation abgleiten, die dem geistlichen Anliegen der Bibel nicht mehr genügt.

Biblisch betrachtet, geht bereits die erste Schöpfungsgeschichte von der Gottebenbildlichkeit des Mannes und der Frau aus: gleiche Würde der unterschiedlichen Geschlechter. Daraus hat die Kirche eine Aufgabenteilung von Mann und Frau abgeleitet, bei der Männer als Priester Frauen das Brot brechen, Frauen aber ebenso ein Gott geweihtes Leben führen können. Frauen haben ein ureigenes Charisma, das Männern nicht zugänglich ist. Männern können nicht Schwester oder Nonne werden. Ein Kirchenchor bringt die Einheit in Vielfalt harmonisch zum Ausdruck.

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Juergen » Montag 18. Mai 2015, 23:42

http://www.catholicism-wow.de/pivot/entry.php?id=565

18. Mai 2015 ZDK WEGBETEN! Aktivistenmaterial Als basisdemokratisch-revolutionäres Aktionskollektiv sind wir Pinsel und Stift der Aktivisten des Widerstands. Wir haben deswegen dem Willen der werk-tätigen Massen entsprechend Shirts, Hoodies und Buttons erstellt, die den Geist des Widerstands manifestieren.

¡Hagan lío!


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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Dienstag 19. Mai 2015, 15:15

overkott hat geschrieben: Außer dem Zusammenleben in Ehe und Familie fördert der Staat jedoch auch Vereinsaktivitäten. ...
Sollten die Vereinsmitglieder in sexueller Gemeinschaft leben, ist dies ihre private Angelegenheit....
Jepp,deswegen ist z.B. die Aussage
"Die Pfadfinder sind eine christliche Organisation und deswegen haben Muselmanen dort nicht zu suchen!"
(musste ich leider schon hören)
unsinnig und dumm.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von overkott » Dienstag 19. Mai 2015, 15:37

Pit hat geschrieben:
overkott hat geschrieben: Außer dem Zusammenleben in Ehe und Familie fördert der Staat jedoch auch Vereinsaktivitäten. ...
Sollten die Vereinsmitglieder in sexueller Gemeinschaft leben, ist dies ihre private Angelegenheit....
Jepp,deswegen ist z.B. die Aussage
"Die Pfadfinder sind eine christliche Organisation und deswegen haben Muselmanen dort nicht zu suchen!"
(musste ich leider schon hören)
unsinnig und dumm.
Das ist off topic. Aus staatlicher Sicht haben Vereine das Recht, sich selbst zu organisieren und damit auch ihren Vereinszweck zu bestimmen. Konfessionelle Vereine sind prinzipiell erlaubt. Damit können sie von ihren Mitgliedern auch eine formale Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft einfordern. Im Weltbund der Pfadfinder sind nicht nur evangelische Pfadfinderverbände organisiert.

http://www.moslemische-pfadfinder.de/

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von HeGe » Freitag 22. Mai 2015, 12:53

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Freitag 22. Mai 2015, 13:13

HeGE,ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz.
Das ZdK ist ein Gremium katholischer Laienverbände (also eine Art Dachverband),dass bedeutet aber weder dass jeder der Verbände sich entsprechend in allen seinen Ansichten durch das ZdK vertreten oder gar repräsentiert fühlt noch dass das ZdK eine entsprechende Funktion hat.
Meines Erachtens wird das ZdK gerade von konservativen Katholiken eher überbewertet.
Das ZdK ist für "die" Katholiken in Deutschland ebenso wenig repräsentativ wie die Piusbruderschaft.
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Protasius » Freitag 22. Mai 2015, 13:26

Pit hat geschrieben:HeGE,ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz.
Das ZdK ist ein Gremium katholischer Laienverbände (also eine Art Dachverband),dass bedeutet aber weder dass jeder der Verbände sich entsprechend in allen seinen Ansichten durch das ZdK vertreten oder gar repräsentiert fühlt noch dass das ZdK eine entsprechende Funktion hat.
Meines Erachtens wird das ZdK gerade von konservativen Katholiken eher überbewertet.
Das ZdK ist für "die" Katholiken in Deutschland ebenso wenig repräsentativ wie die Piusbruderschaft.
Im Gegensatz zur Piusbruderschaft erhält das ZdK aber Geld von den Diözesen und wird als Sprachrohr der Laien von den Bischöfen akzeptiert.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von HeGe » Freitag 22. Mai 2015, 13:29

Das heißt, wenn Mercedes jedes Jahr einen Millionenbetrag an einen BMW-Fanclub geben würde, der ständig Werbung für BMW macht und die Marke Mercedes schlechtredet, würde es dich auch wundern, wenn die Mercedes-Aktionäre sich darüber aufregen?

Das "ZdK" ist eben leider nicht nur irgendein unwichtiger Dachverband, sondern er wird sowohl von den Bischöfen, wie auch von der Öffentlichkeit als die Vertretung der Laien angesehen. Und die Piusbruderschaft wird nicht aus meinen Kirchensteuermitteln finanziert. Wenn das "ZdK" Ansichten vertritt, die nicht meinen Ansichten entsprechen, ist es auch mein Recht, dies zu sagen.

Wenn nun, wie von mir oben verlinkt, selbst der Kölner Kirchenzeitung, die man wohl nicht gerade als Hort der Reaktion ansehen kann, die Nackenhaare zu Berge stehen, scheine ich mit meiner Meinung wohl auch nicht ganz alleine zu sein.
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Isidor_von_Sevilla
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Freitag 22. Mai 2015, 13:38

Pit hat geschrieben:HeGE,ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz.
Das ist für jemanden, der in einer Friede-Freude-Eierkuchen-Welt lebt, auch schwer zu verstehen. :roll:

Es könnte ja alles so schön sein, wenn wir uns doch alle ganz dolle lieb hätten ............
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

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Pit
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Re: Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Beitrag von Pit » Freitag 22. Mai 2015, 13:42

HeGE,ich bin absolut der Meinung dass das ZdK so wie es heute (!) existiert dringenst --- ich nenne es mal so ---reformbedürftig ist,aber ich halte es ansich nicht für überflüssig.
Ja,ich kritisiere in bestimmten Punkten das Handeln des ZdK,auch da bin ich mit Dir mehr d`accord als Du vieleicht vermutest.
Deine Meinung,dass von den meisten Leuten das ZdK für "den" Vertreter der deutschen katholischen Laien gehalten wird,kann ich so nicht bestätigen.
Gegenteil:
Die aktiven und auch im eigentlichen Sinne katholischen Katholiken,die ich hierzulande kenne,kennen das ZdK aber interessieren sich nicht allzu sehr dafür.
Die katholisch getaufen Menschen die ich hierzulande kenne,die aber nicht praktizierend-überzeugt katholisch sind ... die sogenannten "Taufscheinkatholiken"...kennen das ZdK allenfalls vom Hörensagen und interessieren sich noch weniger dafür.

@ Isidor
Ich lebe in keiner "Friede-Freude-Eierkuchen-Welt" und weiss nicht,wieso Sie,die Sie mich nicht persönlich kennen,meinen ein solches Urteil über mich fällen zu dürfen.
carpe diem - Nutze den Tag !

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