Der Pfarrer von Heilig Geist/München

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iustus
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von iustus » Sonntag 17. Juni 2012, 14:33

Grammi hat geschrieben: Wenn ich mich darüber ärgere, dass meine Form des Kommunionempfanges schräg angesehen wird, dann kann ich mich entweder immer wieder darüber ärgern, oder ich geh halt wo anders hin. Wo ist das Problem?
So einfach ist es eben leider nicht. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle bei der Frage, wohin man zur Messe geht als nur die Art und Weise des Kommunionempfangs. Und in den seltensten Gegenden ist da die Auswahl so groß wie in München.

Aber ganz unabhängig davon:

Die Kirche hat in Deutschland beide Formen des Kommunionempfanges erlaubt. Solange das noch der Fall ist, gibt es keinen Grund, irgendjemanden wegen irgendwelcher Gepflogenheiten schief anzusehen. Wie gesagt: Ich gehe häufig in Kirchen zur hl. Messe (und ministriere sogar in einer), wo die Handkommunion "Gepflogenheit" ist (auch bei den Ministranten). Aus den gleichen Gründen wie Du bevorzuge ich die Mundkommunion. Darauf werde ich nicht verzichten.

Deshalb schaue ich auch niemanden böse an, wenn er aus anderen Gründen nicht auf die Handkommunion verzichten möchte (jedenfalls in der ordentlichen Form).

Jemandem, der eine erlaubte Form des Kommunionempfangs praktiziert, wenn diese nicht den Gepflogenheiten vor Ort entspricht, zu empfehlen, er habe in meiner Kirche "nichts verloren", ist für mich Ausdruck größten Egoismusses und höchster Arroganz.

Wer mir das empfehlen würde, wenn ich MK praktiziere entgegen den Gepflogenheiten, ...
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

iustus
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von iustus » Sonntag 17. Juni 2012, 14:38

Ecce Homo hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben: Deinem Nein widerspreche ich und frage gleichzeitig, warum man denn so böse schauen muss?
Hand- und Mundkommunion schließe ich da mal aus, aber ansonsten hat mir schon mein geistlicher Begleiter gesagt, dass es wichtig ist, darauf zu achten, was in der Gemeinde Gepflogenheit ist. - Und mein geistlicher Begleiter gehört zu einer Gemeinschaft, die als konservatv gilt, in deren Messe es die Kommunion kniend und als Mundkommunion gibt.
Sorry, es sollte bitte nicht um nur an einem bestimmten Ort gezüchtete "Gepflogenheiten" einer einzelnen bestimten konkreten Gemeinde gehen - es geht um römisch-katholisch!
Das ist der Punkt! :daumen-rauf:
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Grammi
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Grammi » Sonntag 17. Juni 2012, 18:07

Mir ist schon klar was du meinst, iustus (jedenfalls gehe ich davon aus). Aber es gibt nun mal den Unterschied zwischen dem Anspruch und der Realität.

Meiner Erfahrung nach konzentrieren sich durch eine Art der Fluktuation und Selektion bestimmte Meinungen und bestimmte Verhaltensweisen an bestimmten Orten. Die Ministrantensakristei im Alten Peter ist (jedenfalls was die jüngeren Ministranten angeht) sehr konservativ. Dort herrscht eine gewisse Meinung bzw. ein gewisser Geist vor. Diesem muss niemand entsprechen, aber es darf sich auch niemand wundern, dass Anhänger anderer Ansichten, besonders wenn sie von "außen" kommen erst ein Mal etwas verwundert angesehen werden. Die Art des Kommuniomempfanges ist da nicht das hauptsächliche Problem, eher wohl das Geschlecht ...

Und es hat auch mit Egoismus und Arroganz nichts zu tun, wenn ich sage, dass Personen mit bestimmten Überzeugungen (und es geht ja nicht um die Art des Kommunionempfanges, sondern um ein paar andere, eher kirchenpolitische Dinge, die in diesem Fall da rein spielen) in einer bestimmten Kirche nichts verloren haben. Das ist einfach eine Feststellung der Realität. Natürlich können sie gerne da hin gehen, aber das Gefühl "zu Hause" zu sein, Teil einer Gemeinschaft zu sein, das wird sich nur sehr schwer einstellen. Ich habe selbst diese Erfahrung gemacht (aber halt von der anderen Seite), dass ich da, wo ich zuerst war, auf Dauer nicht bleiben konnte. Irgendwann sind die Differenzen zu groß, als dass man sie noch ignorieren kann.

Ich für meinen Teil weiß, wo ich dazu passe, wo ich hingehöre. Was soll ich woanders?
Ecce Homo hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben: Deinem Nein widerspreche ich und frage gleichzeitig, warum man denn so böse schauen muss?
Hand- und Mundkommunion schließe ich da mal aus, aber ansonsten hat mir schon mein geistlicher Begleiter gesagt, dass es wichtig ist, darauf zu achten, was in der Gemeinde Gepflogenheit ist. - Und mein geistlicher Begleiter gehört zu einer Gemeinschaft, die als konservatv gilt, in deren Messe es die Kommunion kniend und als Mundkommunion gibt.
Sorry, es sollte bitte nicht um nur an einem bestimmten Ort gezüchtete "Gepflogenheiten" einer einzelnen bestimten konkreten Gemeinde gehen - es geht um römisch-katholisch!
Und man sollte eigentlich erwarten können, dass die Messe dort und dort und dort und dort so ist, wie sie sein soll - und nicht was selbst gezüchtetes an einem speziellen Ort. Von einem speziellen Pfarrer...
Tja, und da sind wir an einem Punkt. In wie vielen Pfarreien wird in München und Umgebung die Eucharistie entsprechend den Vorschriften gefeiert? Sehr viele sind es wahrscheinlich nicht.

Gruß
Grammi

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von iustus » Montag 18. Juni 2012, 18:06

Grammi hat geschrieben:Mir ist schon klar was du meinst, iustus (jedenfalls gehe ich davon aus). Aber es gibt nun mal den Unterschied zwischen dem Anspruch und der Realität.
Ist doch schonmal gut, wenn wir uns darüber einig sind, was der Anspruch ist.
Grammi hat geschrieben:Und es hat auch mit Egoismus und Arroganz nichts zu tun, wenn ich sage, dass Personen mit bestimmten Überzeugungen (und es geht ja nicht um die Art des Kommunionempfanges, sondern um ein paar andere, eher kirchenpolitische Dinge, die in diesem Fall da rein spielen) in einer bestimmten Kirche nichts verloren haben. Das ist einfach eine Feststellung der Realität.
Realität mag es sein. Aber sie ist nicht zu rechtfertigen. Das würde bedeuten, die eigenen "Gepflogenheiten" über von der Kirche zugelassene Verhaltensweisen zu stellen.
Grammi hat geschrieben:Natürlich können sie gerne da hin gehen,
Na also. Dann habe ich Dich vielleicht wirklich missverstanden. Ich verstand Dich so: "Die sollen sich vom Acker machen und dorthin gehen, wo sie das finden, was sie wollen!". Wenn Du meintest: "Die werden auf die Dauer da nicht glücklich", dann würde ich Dir sogar zustimmen.
aber das Gefühl "zu Hause" zu sein, Teil einer Gemeinschaft zu sein, das wird sich nur sehr schwer einstellen. Ich habe selbst diese Erfahrung gemacht (aber halt von der anderen Seite), dass ich da, wo ich zuerst war, auf Dauer nicht bleiben konnte. Irgendwann sind die Differenzen zu groß, als dass man sie noch ignorieren kann. Ich für meinen Teil weiß, wo ich dazu passe, wo ich hingehöre. Was soll ich woanders?
Ja, da stimme ich zu. Das steht in der Tat auf einem anderen Blatt.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Grammi » Montag 18. Juni 2012, 18:26

Na also. Dann habe ich Dich vielleicht wirklich missverstanden. Ich verstand Dich so: "Die sollen sich vom Acker machen und dorthin gehen, wo sie das finden, was sie wollen!". Wenn Du meintest: "Die werden auf die Dauer da nicht glücklich", dann würde ich Dir sogar zustimmen.
Dann sind wir uns einig, denn genau das meine ich. Als Gottesdienstbesucher bekomm ich ja gar nicht mit, wie die anderen Besucher mich anschauen, und die Meinung des jeweiligen Priesters ist mir ja auch ziemlich ... , er ist ja nicht mein Beichtvater und so lange ich eine zulässige Form des Kommuniomempfanges praktizieren möchte, kann er nichts sagen. Aber für einen Ministranten halte ich es doch für wichtig, dass er zumindest ähnliche Ansichten vertritt, wie ein Teil der anderen Ministranten. Wie will ich sonst andächtig und aufrichtig ministrieren, wenn ich dauernd damit beschäftigt bin, mich mit den anderen zu streiten?

Dass all dass nicht sein sollte, und das Politik und persönliche Rivalitäten leider auch vor Sakristeischwellen keinen Halt machen, ist zwar traurig, aber der Mensch ist nun mal leider so.

Gruß
Grammi

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Grammi » Montag 18. Juni 2012, 21:19

Um mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:

Laut dem neuesten Flurfunk hat der S.E., der Kardinal ausdrücklich untersagt, in Heilig Geist einen Volksaltar aufzustellen, bzw. über dessen Anschaffung auch nur zu sinnieren.

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder .... Oder mein Flurfunk versagt.

Gruß
Grammi

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von iustus » Montag 18. Juni 2012, 21:22

Grammi hat geschrieben: Laut dem neuesten Flurfunk hat der S.E., der Kardinal ausdrücklich untersagt, in Heilig Geist einen Volksaltar aufzustellen, bzw. über dessen Anschaffung auch nur zu sinnieren.
:klatsch: :daumen-rauf:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Ecce Homo » Montag 18. Juni 2012, 22:17

iustus hat geschrieben:
Grammi hat geschrieben: Laut dem neuesten Flurfunk hat der S.E., der Kardinal ausdrücklich untersagt, in Heilig Geist einen Volksaltar aufzustellen, bzw. über dessen Anschaffung auch nur zu sinnieren.
:klatsch: :daumen-rauf:
:klatsch: WOW! War heute noch ebendortselbst - ein Volksaltar DORT, das sollte man nicht mal zu Denken [Punkt] :klatsch:
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Ivo Matthäus » Mittwoch 20. Juni 2012, 21:11

Grammi hat geschrieben:Um mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:

Laut dem neuesten Flurfunk hat der S.E., der Kardinal ausdrücklich untersagt, in Heilig Geist einen Volksaltar aufzustellen, bzw. über dessen Anschaffung auch nur zu sinnieren.

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder .... Oder mein Flurfunk versagt.

Gruß
Grammi
Da wäre nur zu schön, gerade bei S. E. Kardinal Marx. Besser wäre es aber, dass man Bauabteilungen bestimmter bayerischer Diözesen knochenhart an die Kandare nimmt...
Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch. Ich nehme das Herz von Stein aus Eurer Brust und gebe Euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist auf Euch und bewirke, dass .. Ihr auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. (Ez 36)

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Seraphina » Mittwoch 20. Juni 2012, 22:13

Ivo Matthäus hat geschrieben:
Grammi hat geschrieben:Um mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:

Laut dem neuesten Flurfunk hat der S.E., der Kardinal ausdrücklich untersagt, in Heilig Geist einen Volksaltar aufzustellen, bzw. über dessen Anschaffung auch nur zu sinnieren.

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder .... Oder mein Flurfunk versagt.

Gruß
Grammi
Da wäre nur zu schön, gerade bei S. E. Kardinal Marx. Besser wäre es aber, dass man Bauabteilungen bestimmter bayerischer Diözesen knochenhart an die Kandare nimmt...
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von babavaria » Montag 25. Juni 2012, 21:00

lifestylekatholik hat geschrieben:
babavaria hat geschrieben:Da hieß es, dass zu diesem einen Gottesdienst auch Frauen ministrieren dürfen. Die haben nicht etwa gesagt: "Das wollen wir nicht" oder so, sondern haben mich einfach links liegen gelassen und so getan als wenn ich überhaupt nicht existieren würde.
Wahrscheinlich das sinnvollste Vorgehen.

Nüscht für unjut.
Gehts noch? Damit, dass nicht alle Pfarreien Ministrantinnen zulassen hab ich mich mittlerweile abgefunden. Das war in meiner obigen Aussage auch gar nicht Hauptkritikpunkt. Was ich mit diesem Satz sagen wollte ist, dass ich es eine bodenlose Unverschämtheit finde, dass man komplett ignoriert wird. Oder was erwartest du, wenn du - in welchem Zusammenhang auch immer - eine Frage stellst. Ich war immer der Meinung, dass man ein Recht auf eine Antwort hat. Und selbst wenn sie - um auf obigen Fall zurückzukommen - ein klares NEIN gewesen wäre, hätte ich auch kein Problem gehabt. Aber komplette Ignoranz und das in der Katholischen Kirche die immer zu allen - ach so gut - sein soll, finde ich einfach unvorstellstellbar...

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Montag 25. Juni 2012, 21:03

Vielleicht haben sie Dich akustisch nicht verstanden? Vielleicht warst Du zu leise? :achselzuck:
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Heinrich II
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von Heinrich II » Montag 25. Juni 2012, 21:44

babavaria hat geschrieben:Gehts noch? Damit, dass nicht alle Pfarreien Ministrantinnen zulassen hab ich mich mittlerweile abgefunden. Das war in meiner obigen Aussage auch gar nicht Hauptkritikpunkt. Was ich mit diesem Satz sagen wollte ist, dass ich es eine bodenlose Unverschämtheit finde, dass man komplett ignoriert wird. Oder was erwartest du, wenn du - in welchem Zusammenhang auch immer - eine Frage stellst. Ich war immer der Meinung, dass man ein Recht auf eine Antwort hat. Und selbst wenn sie - um auf obigen Fall zurückzukommen - ein klares NEIN gewesen wäre, hätte ich auch kein Problem gehabt. Aber komplette Ignoranz und das in der Katholischen Kirche die immer zu allen - ach so gut - sein soll, finde ich einfach unvorstellstellbar...
Ich glaube Du musst konkreter werden, wenn wir das hier beurteilen sollen.

Aber natürlich gilt allgemein, dass in der katholischen Kirche Menschen arbeiten und, dass diese leider nicht immer sich "ach so gut" verhalten.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von babavaria » Montag 25. Juni 2012, 22:25

konkreter gehts kaum noch.

Wenn ich (als Frau) frage, ob ich bei der Messe ministrieren darf, erwarte ich mir eine Antwort. Und da ist es mir in erster Linie mal egal, ob die Ja oder Nein lautet. Was ich möchte, ist ÜBERHAUPT mal eine Antwort.

Zu deutsch und mal ganz konkret (und neutral):
Stell dir vor, du gehst irgendwo hin. Meinetwegen ein Kiosk. Du fragst, ob du Produkt xy kaufen kannst. Und dann ist da ein Verkäufer, der seinen Kiosk aufräumt, irgendwelche Zeitungen einsortiert oder was auch sonst immer macht, außer dir auf deine Frage zu antworten oder dich überhaupt nur anzuschauen.

Ist es zuviel verlangt, eine Antwort auf eine Frage zu erwarten??? Um wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen:
In St. Peter bin ich auf meine Frage nach dem Ministrieren dürfen, auch auf mehrmaliges Fragen (um auszuschließen, dass sie mich nicht gehört/verstanden haben) genau so behandelt worden. Und hinterher hat mir eine andere junge Frau gesagt, dass "die da alle so sind". Deshalb auch mein Kommentar mit dem "Staub vom Kirchturm kehren". Mit einem "Nein wir möchten keine Ministrantinnen" wäre das ganze Problem gelöst gewesen. Aber das was die da abziehen geht gar nicht.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Montag 25. Juni 2012, 22:55

Vielleicht hast Du den falschen gefragt, der dafür nicht zuständig ist. :hae?:

Im übrigen... wir sind 600 Mitarbeiter bei uns im Büro, und wenn ich da auf dem Flur irgendwen grüße, bekomme ich noch lange nicht von jedem eine Antwort zurück...

Es tut mir leid, so richtig kann ich mir die Situation nicht vorstellen.

Wenn ich eine Frage stelle und keine Antwort erhalte, dann wiederhole ich meine Frage lauter. Dann würde ich deutlicher werden von wegen "Entschuldigung, ich habe Sie etwas gefragt, hätten Sie wohl die Güte, mir zu antworten". Dann würde ich mich an den Vorgesetzten wenden, sprich in Deinem Fall den Pfarrer.

Mir erschließt sich die Situation einfach nicht.
Du hättest das vor Ort klären müssen.
Das bringt doch hier nichts, die können sich ja gar nicht verteidigen und das richtigstellen. Vielleicht war es ein Missverständnis. :achselzuck:

Im übrigen, wenn dort eigentlich keine weiblichen Ministranten üblich sind, dann könnte man Deine Frage ja ggfs. auch als Provokation auffassen? Ich verstehe nicht, warum man überhaupt auf die Idee kommt, irgendwo zu ministrieren, wo das sonst nicht üblich ist.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von babavaria » Montag 25. Juni 2012, 23:21

ich klinke mich an dieser Stelle aus. Hat wohl wirklich keinen Sinn, groß weiter zu diskutieren.
Die Tatsache, dass in beiden Pfarreien ob unter der "Regierung" von Pfarrer Schießler oder nicht, einiges schief läuft. Und ändern wird sich da auch nix, weil sich der Pfarrer Schießler gegen diese erzkonservativen "Schäfchen" sowieso nicht durchsetzen kann. Egal was er macht bzw. machen wird, die Pfarrei wird immer was dagegen haben.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Montag 25. Juni 2012, 23:27

babavaria hat geschrieben:Die Tatsache, dass in beiden Pfarreien ob unter der "Regierung" von Pfarrer Schießler oder nicht, einiges schief läuft. Und ändern wird sich da auch nix, weil sich der Pfarrer Schießler gegen diese erzkonservativen "Schäfchen" sowieso nicht durchsetzen kann. Egal was er macht bzw. machen wird, die Pfarrei wird immer was dagegen haben.
Etwas schief läuft?
In St. Peter München???
Nach allem, was ich gehört habe, ist das genaue Gegenteil der Fall.

Ich war dort nur einmal vor Jahren in einer Morgenmesse und war hellauf begeistert. Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland solche katholischen Oasen gibt. Die müssen auf jeden Fall bewahrt werden und müssen Sauerteig darstellen, auf dass andere Pfarreien sich daran irgendwann auch ein gutes Beispiel nehmen.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von ad_hoc » Montag 25. Juni 2012, 23:30

[Eine unangemessene Formulierung entfernt. - cantus planus, Mod.]
Gehts noch? Damit, dass nicht alle Pfarreien Ministrantinnen zulassen hab ich mich mittlerweile abgefunden. Das war in meiner obigen Aussage auch gar nicht Hauptkritikpunkt. Was ich mit diesem Satz sagen wollte ist, dass ich es eine bodenlose Unverschämtheit finde, dass man komplett ignoriert wird. Oder was erwartest du, wenn du - in welchem Zusammenhang auch immer - eine Frage stellst. Ich war immer der Meinung, dass man ein Recht auf eine Antwort hat. Und selbst wenn sie - um auf obigen Fall zurückzukommen - ein klares NEIN gewesen wäre, hätte ich auch kein Problem gehabt. Aber komplette Ignoranz und das in der Katholischen Kirche die immer zu allen - ach so gut - sein soll, finde ich einfach unvorstellstellbar...
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von incarnata » Dienstag 26. Juni 2012, 00:22

Der Alte Peter in München mit seinen Filialkirchen gehört zu den wenigen Kirchen,in denen der novus ordo schon vom alten ordo "befruchtet" zelebriert wurde- lange bevor Papst Benedikt den Wunsch nach solcher Befruchtung in seinem motu proprio summorum pontificum ausformuliert hat.Möglicherweise hat er, als er dies schrieb sogar an seine ehemalige Bischofsstadt gedacht.
Es ist das Verdienst der ehemaligen Stadtpfarrer Zistl und Kuglstatter,dass nicht nur die im Krieg total zerstörte Peterskirche als Gebäude wieder so aufgebaut wurde samt Deckengemälde in traditioneller Fresco-Technik,dass man beim Blick auf die alten Photos mit dem Bild der Zerstörung nur staunen kann,sondern dass auch die Liturgie in ihrer Form trotz der Änderungen nach dem Konzil auf theologischer wie ästhetischer Höhe gehalten wurde.Dazu gehört auch die Ministrantinnenfrage.
Im Peter weiss man noch, dass ein Ministrant eigentlich ein ungeweihter Ersatz für einen mit niedriger Weihe versehenen Diener der Messe ist.Und selbige waren letztlich eigentlich alle Menschen,die zum Priestertum strebten.Da es nun einmal theologisch nicht möglich ist,Frauen zum Priestertum zuzulassen ,sollte man mit der Zulassung von Ministrantinnen auch keine falschen Zeichen setzen.Pfarrer Kuglstatter hat diese Linie bis zuletzt durchgezogen;.
Erst unter Pfr. Jung gabś die ersten Ministrantinnen; dieser hatte nämlich in seiner vorherigen Pfarrei auch schon welche und tat sich deshalb schwer nur wegen der Peterskirchentradition jetzt plötzlich keine mehr zuzulassen.Bewusst waren die ersten Ministrantinnen aber ziemlich kleine Kinder-also sozusagen noch geschlechtslos
.Als junge Frau Ministrantinnendienste hier anzubieten ist daher einfach nicht passend in die theologische
Landschaft.Kann mir schon vorstellen,dass die Oberministranten,die schon Generationen von Buben im Weihrauchschwenken und
koordinierten Knien am rechten Ort (immer wieder eine Augenweide !) eingedrillt haben -nicht so gerne theologische Vorträge halten wollen-warum eigentlich doch keine Ministrantinnen im Altarraum trotz NO-es deshalb mit der Methode "bayrischer Grant"
versuchen. !
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Reinhard » Dienstag 26. Juni 2012, 00:31

Melody hat geschrieben:Vielleicht haben sie Dich akustisch nicht verstanden? Vielleicht warst Du zu leise? :achselzuck:
Diese Art selektiver Schwerhöringkeit erkenne ich nur allzugut wieder.
Ich selbst habe sie erlebt bei konservativen Gemütern, die sich zu gern und zu sehr dem Lavieren hingegeben haben.
Von daher ... ja, das gibt es leider, es gehört zu den recht ekligen menschlichen Schwächen. Besonders geistlich ist es auf jeden Fall nicht.
ad_hoc hat geschrieben:[ZENSIERT.]
Das ist schlichtweg eine grobe Unverschämtheit !
[Die hier kritisierte Bemerkung wurde entfernt. - cantus planus, Mod.]
Du und einige andere, die hier eine große Lippe schwingen, sollten einmal bedenken, wer sich hier über Missstände auslässt !

Babavaria, und auch einige Andere, lassen sich sicherlich die Nachfolge Christi viel mehr kosten, als die Mehrheit von uns, mich eingeschlossen.
Wer sind wir da, dass wir sie einfach abbürsten dürften, nur weil uns eine Kritik oder Ansicht von ihnen nicht in das Konzept passt ???

Wir können erstmal selber etwas an unserem geistlichen Leben tun, danach haben wir vielleicht ein Recht, uns über Andere das Maul zu zerreißen .... Aber ich denke, dann würden wir es auch nicht mehr tun, denn wahre Heilige machen so etwas auffallend wenig .... ;)

Sorry, das musste ich doch einmal los werden, denn solche Worte gehen einfach nicht ! - Und schon gar nicht gegenüber Menschen, die in besonderer Nachfolge leben. Das ist einfach Hochmut !

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Dienstag 26. Juni 2012, 00:40

Reinhard hat geschrieben:
Sorry, das muss ich doch einmal los werden, denn solche Worte gehen einfach nicht ! - Und schon gar nicht gegenüber Menschen, die in besonderer Nachfolge leben. Das ist einfach Hochmut !
:hae?: :achselzuck:

Ich verstehe nicht, was Du sagen möchtest. Wieso besondere Nachfolge?!

Auf jeden Fall hat sie mit den Vorwürfen angefangen.
Guck Dir ihr erstes Posting hier im Thread vom 12. Juni doch nochmal an.
Und die Beschuldigten können sich hier nicht äußern.

Derartige Erlebnisberichte sind immer sehr subjektiv, und dass eine ganze Gruppe von Leuten sich schwerhörig stellt, mag ich mir halt nicht vorstellen.

Und, ja, ich habe tatsächlich nur sehr wenig Verständnis dafür, wenn eine Frau den Anschein erweckt, als meine sie, sie hätte ein Recht dazu zu ministrieren. Und so kommen die Zwischentöne bei mir rüber.
Demut schaut halt anders aus, also soll doch jeder bei sich selbst anfangen.

Wenn sie damit anfängt zu sagen, da müsse "alter Staub" (sic!) rausgekehrt werden, muss sie sich halt nicht wundern, wenn ihr etwas Wind ins Gesicht pustet...
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von incarnata » Dienstag 26. Juni 2012, 01:05

Aus einem anderen Strang geht hervor,dass sie Franziskanerin des dritten Ordens ist ! Deshalb "besondere Nachfolge" !
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Dienstag 26. Juni 2012, 01:09

incarnata hat geschrieben:Aus einem anderen Strang geht hervor,dass sie Franziskanerin des dritten Ordens ist ! Deshalb "besondere Nachfolge" !
Die OFS sind doch normale Laien?!
Mit dem Begriff "besondere Nachfolge" verbinde ich eine Weihe.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Florianklaus » Dienstag 26. Juni 2012, 08:50

Hier kann man wieder einmal gut beobachten, wie jeder dazu neigt, unabhängig vom Sachverhalt, seine eigenen Gesinnungsgenossen zu rechtfertigen. Hätte Bavabaria berichtet, wie sie von WsK oder KvU Mitgliedern gemobbt worden wäre, die Solidarität und das Mitgefühl der meisten Nutzer wären ihr gewiß gewesen. Flegelhaftes Benehmen von Gleichgesinnten dagegen wird relativiert und entschuldigt.
Zuletzt geändert von Florianklaus am Dienstag 26. Juni 2012, 09:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Heinrich II » Dienstag 26. Juni 2012, 09:22

Florianklaus hat geschrieben:Hier kann man wieder einmal gut beobachten, wie jeder dazu neigt, unabhängig vom Sachverhalt, seine eigenen Gesinnungsgenossen zu rechtfertigen. Hätte Bavabaria berichtet, wie sie von WsK oder KvU Mitgliedern gemobbt worden wäre, die Solidarität und das Mitgefühl der meisten Nutzer wäre ihr gewiß gewesen. Flegelhaftes Benehmen von Gleichgesinnten dagegen wird relativiert und entschuldigt.
:daumen-rauf:

So ist es! Und das ist sehr schade und unchristlich.

Es würde Euch doch kein Zacken aus der Krone brechen, wenn man ehrlich zugesteht, dass es nicht in Ordnung ist, dass bavabaria ignoriert wurde nur weil sie eine Frau ist. Sondern stattdessen wäre es richtig gewesen ihr freundlich die Ausrichtung von St. Peter zu erklären, dass man aus Traditionsgründen nur Männer ministrieren lassen möchte und sie höflich zu bitten dies zu respektieren.

Wir wissen zwar immer noch nicht wer bavabaria nun ignoriert hat, aber ich nehme mal an, dass es die alteingesessenen Messdiener waren. Das ist zu kritisieren auch wenn man - wie ich es ausdrücklich tue - die konservative Ausrichtung schätzt.
Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott?

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von kephas » Dienstag 26. Juni 2012, 09:50

Reinhard hat geschrieben:
Sorry, das musste ich doch einmal los werden, denn solche Worte gehen einfach nicht ! - Und schon gar nicht gegenüber Menschen, die in besonderer Nachfolge leben. Das ist einfach Hochmut !
:daumen-rauf:

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Dienstag 26. Juni 2012, 10:13

Heinrich II hat geschrieben:Wir wissen zwar immer noch nicht wer bavabaria nun ignoriert hat, aber ich nehme mal an, dass es die alteingesessenen Messdiener waren. Das ist zu kritisieren auch wenn man - wie ich es ausdrücklich tue - die konservative Ausrichtung schätzt.
Und die sind aber nicht hier, um die Situation aus ihrer Sicht zu schildern.
Hier fehlen Informationen.

Eine Person mag einen ignorieren.
Aber eine ganze Gruppe?!
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Florianklaus
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Florianklaus » Dienstag 26. Juni 2012, 10:19

Melody hat geschrieben:
Heinrich II hat geschrieben:Wir wissen zwar immer noch nicht wer bavabaria nun ignoriert hat, aber ich nehme mal an, dass es die alteingesessenen Messdiener waren. Das ist zu kritisieren auch wenn man - wie ich es ausdrücklich tue - die konservative Ausrichtung schätzt.
Und die sind aber nicht hier, um die Situation aus ihrer Sicht zu schildern.
Hier fehlen Informationen.

Eine Person mag einen ignorieren.
Aber eine ganze Gruppe?!
Dein Reflex funktioniert ja prima. Hier werden ständig irgendwelche Sachverhalte bewertet, ohne daß beide Seiten Gelegenheit zur Äußerung gehabt hätten. Das ist ansonsten kein Problem, hier aber schon. Und zwar aus dem Grunde, weil es sich eben um konservative (und daher nette!) Meßdiener handelt.

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Melody
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Melody » Dienstag 26. Juni 2012, 10:49

Nein, Florianklaus, ich kann genausogut sagen, dass das Dein eigener Reflex ist.

Ich kenne die Messdiener nicht, und wenn sie wirklich konservativ wären, würden sie in die alte Messe gehen... :P :pfeif: :D

Nein, es geht mir immer um eine korrekte Darstellung eines Sachverhalts. Lies Dir doch ihr erstes Posting zu der Sache hier nochmal durch.

Im übrigen hab ich mich hier bis gestern gar nicht zu Wort gemeldet.
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MODERATION

Beitrag von cantus planus » Dienstag 26. Juni 2012, 13:14

Ich bitte darum, sachlich im Ton zu bleiben. Die Diskussion ist auf dem besten Weg, ins rein Persönliche abzugleiten. Es wäre vielleicht hilfreich zu wissen, wer nun eigentlich wen ignoriert hat (und was daran so schlimm ist, wenn Ministranten Gottesdienstbesucher ignorieren, falls das gemeint war? Ich erwarte jedenfalls nicht, von den Ministanten zu Beginn der Messe per Handschlag begrüsst zu werden. ;D ), damit sachlicher über das Thema gesprochen werden kann. Ich selbst habe diesen Strang bisher nur sehr am Rande mitverfolgt und anhand der Beiträge hier ist mir nicht nachvollziehbar, warum die Aufregung in den letzten Beiträgen entstehen konnte. - cantus planus, Mod.
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende...

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 26. Juni 2012, 13:41

babavaria hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
babavaria hat geschrieben:Da hieß es, dass zu diesem einen Gottesdienst auch Frauen ministrieren dürfen. Die haben nicht etwa gesagt: "Das wollen wir nicht" oder so, sondern haben mich einfach links liegen gelassen und so getan als wenn ich überhaupt nicht existieren würde.
Wahrscheinlich das sinnvollste Vorgehen.

Nüscht für unjut.
Gehts noch? Damit, dass nicht alle Pfarreien Ministrantinnen zulassen hab ich mich mittlerweile abgefunden. Das war in meiner obigen Aussage auch gar nicht Hauptkritikpunkt. Was ich mit diesem Satz sagen wollte ist, dass ich es eine bodenlose Unverschämtheit finde, dass man komplett ignoriert wird. Oder was erwartest du, wenn du - in welchem Zusammenhang auch immer - eine Frage stellst. Ich war immer der Meinung, dass man ein Recht auf eine Antwort hat.
In einem Folgebeitrag hast du deine Frage damit verglichen, dass jemand z. B. an einem Kiosk die Frage stellt, ob dort das Produkt XY geführt werde. Diesen Vergleich halte ich für unzulänglich. Ich würde es damit vergleichen, an einem Kiosk zu fragen, ob du mit der Besitzerin mal ne Nummer schieben kannst.

Es gibt Fragen, die man besser überhört, als darauf eine angemessene Antwort zu geben.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Clemens » Dienstag 26. Juni 2012, 13:51

???
Ich schiebe auf der Anzeigetafel meiner Kirche fast jeden Samstag Nummern. Manchmal auch gemeinsam mit der Küsterin.

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