Hans Küng

Allgemein Katholisches.

Moderator: taddeo

Stefan
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Hans Küng

Beitrag von Stefan » Freitag 25. März 2005, 20:11

KNA hat geschrieben:Küng nennt Pontifikat des Papstes "ein Desaster"
Hamburg, 25.3.35 (KNA) Der Schweizer Theologe Hans Küng hat eine drastische Bilanz der Amtszeit von Johannes Paul II. gezogen und ihn als "widersprüchlichsten Papst" des 2. Jahrhunderts bewertet.=

Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst erklärte, mit seiner Bewertung drohe Küng sein in vielen Jahren erworbenes Ansehen zu verspielen. Offensichtlich betrachte Küng die Amtszeit des jetzigen Papstes "durch das Schlüsselloch seiner eigenen verletzten Eitelkeit".
Quelle: http://www.kna.de/

Von welchem Ansehen spricht der gute Mann?

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Juergen
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Re: Küng nennt Pontifikat des Papstes "ein Desaster&quo

Beitrag von Juergen » Freitag 25. März 2005, 20:56

Stefan hat geschrieben:Von welchem Ansehen spricht der gute Mann?
:hmm: :kratz: :hmm:
Gruß
Jürgen

Bernd
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Beitrag von Bernd » Sonnabend 26. März 2005, 06:57

Nimm und lies!

Nein. im Ernst, es geht nicht darum, Tausende von Buchseiten durchzuackern.

Aber es gibt immer noch das Projekt Weltethos. Eine recht vernünftige Sache also. Sieht der Vatikan meines Wissens auch so. Also keine Gefahr für unsere Rechtgläubigen-Fraktion.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Sonnabend 26. März 2005, 08:28

für mich ist herr küng einfach eine tragisch komische figur weltethos ist doch nur blaba ich hab mir das projekt genau angesehen herr kümg wird eben jetzt im zuende gehenden pontifikat ein wenig als pseudo advocatus diaboli herumgereicht wobei für traditionalisten ist dieses pontifikat sehr problematisch und in gewisserweise auch sehr wiedersprüchlich

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Sonnabend 26. März 2005, 10:47

Da ich den Rottenburger-Stuttgarter Bischof nur einmal in meinem Leben und zwar in Ulm gesehen und gehört habe und seit dem diesen nicht leiden kann, was schon eine Leistung, denn im Gegensatz zu ihm habe ich auch den Osnabrücker Bischof einmal gesehen und gehört und dieser ist gleich auf meine Favoritenliste gekommen, wundert es mich nicht, dass der Rottenburg-Stuttgart Bischof irgendeinen Küng zumindest in der Vergangenheit schätzt.

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Nikodemus
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Hans Küng

Beitrag von Nikodemus » Freitag 1. April 2005, 09:36

Ich denke Bischof Fürst will Hans Küng immer noch eine goldene Brücke bauen, die dieser gar nicht haben will.

>Hans Küng soll zum Papst gewählt werden. Man überbringt ihm die Nachricht seiner Wahl. Er lehnt ab. "Dann bin ich nicht mehr unfehlbar!"<

Diese Weltethossache ist vielleicht ein netter Gedanke, aber da Küng derart verrückt spielt sollte man sich auch davon fernhalten. Im übringen ist mein Eindruck, dass Küng nicht halb so gut argumentiert wie man erwarten könnte, wenn man seinen Bekanntheitsgrad berücksichtigt. Seine eigenen Gedanken im Rahmen seines Buches "Existiert Gott" sind jedenfalls haarsträubend und wenig überzeugend.

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Stefan
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Beitrag von Stefan » Dienstag 5. April 2005, 00:07

Ein schlechter Verlierer:
Spiegel hat geschrieben:Drewermann vergleicht Papst mit Ayatollah Khomeini

Die Feindschaft zu Johannes Paul II. endet für den katholischen Theologen Eugen Drewermann auch nicht mit dem Tod des Papstes. Der Kirchenkritiker attackierte Art und Umfang der Beisetzungsfeierlichkeiten und verstieg sich zu einem Vergleich des verstorbenen Kirchenoberhauptes mit Ayatollah Khomeini.



Berlin - "Was in diesen Tagen passiert, erinnert an die Trauerfeierlichkeiten eines Ayatollah Khomeini", sagte Drewermann laut einer von der Nachrichtenagentur AP verbreiteten Mitteilung am Montagabend im Fernsehsender ntv. Der verstorbene Papst sei mit dem gleichen Absolutheits- und Unfehlbarkeitsanspruch aufgetreten wie der iranische Religionsführer, so Drewermann.

Die katholische Kirche brauche dringend die Freiheit, unterschiedliche Meinungen und Ansichten gelten zu lassen, forderte der frühere katholische Priester. Mit Johannes Paul II. sei dies nicht möglich gewesen sei. Dieser habe die Weltprobleme aus einer verengten Sicht betrachtet. Die von politischer Seite gerühmte Weitsicht des Papstes, der maßgeblich zum Sturz des Kommunismus in Osteuropa beigetragen habe, sei "maßlos überdehnt" und zudem historisch falsch. So habe der Papst den Kommunismus wegen dessen atheistischen Staatsgedanken, nicht aber wegen der Ideologie an sich abgelehnt.

Drewermann war 1991 wegen kirchenkritischer Äußerungen die Lehrbefugnis für das Fach Katholische Dogmatik entzogen worden, ein Jahr später wurde ihm die Ausübung des Priesteramts verboten. Ausgangspunkt für den Bruch mit Rom war Drewermanns 1989 veröffentlichtes Buch "Kleriker - Psychogramm eines Ideals", in dem er die gesamte Priesterschaft als sexuell deformierte Menschen voller Ängste disqualifizierte. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen den Machtanspruch der katholischen Kirche.
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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Dienstag 5. April 2005, 11:51

ich habs in ntv life gesehen o.k. der mann wird ja eh von niemand mehr ernst genommen oder

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Edi
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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 13:53

Küng lässt sich ja inzwischen auch vom Druiden-Orden, einer Art Freimaurer ehren.

http://www.rhein-ruhr-loge.de/ethikpreis.pdf

Schawan und andere CDU-ler haben erst jetzt wieder gegen den Papst gemeckert. Passen gut zu Küng.
In einer Freikirche wäre Küng längst rausgeschmissen worden, das ist ganz sicher.

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prim_ass
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Beitrag von prim_ass » Dienstag 5. April 2005, 14:14

Edi hat geschrieben:Küng lässt sich ja inzwischen auch vom Druiden-Orden, einer Art Freimaurer ehren.

http://www.rhein-ruhr-loge.de/ethikpreis.pdf

Schawan und andere CDU-ler haben erst jetzt wieder gegen den Papst gemeckert. Passen gut zu Küng.
In einer Freikirche wäre Küng längst rausgeschmissen worden, das ist ganz sicher.
Schawan? Ist doch eigentlich auf Meisner-Linie...

Hast Du eine Quelle für ihre angebl. Papst-Meckerei?
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.

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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 14:29

prim_ass hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:Küng lässt sich ja inzwischen auch vom Druiden-Orden, einer Art Freimaurer ehren.

http://www.rhein-ruhr-loge.de/ethikpreis.pdf

Schawan und andere CDU-ler haben erst jetzt wieder gegen den Papst gemeckert. Passen gut zu Küng.
In einer Freikirche wäre Küng längst rausgeschmissen worden, das ist ganz sicher.
Schawan? Ist doch eigentlich auf Meisner-Linie...

Hast Du eine Quelle für ihre angebl. Papst-Meckerei?
Heute morgen hat sie sich im Deutschlandfunk geäussert. Sie steht positiv zu Donus vitae, und will den Einfluss der Frauen in der Kirche stärken. Das geht bis dahin, dass Frauen eines Tages Priester werden sollen. Das hat sie zwar für die nächste Zeit ausgeschlossen, dass das schon käme, ist aber wohl das Endziel. Sie ist bestimmt keine Anhängerin von Meisner, eher eine Liberale und ist auch, meine ich, 2. Vorsitzende beim ZdK. Bei der Ehrung Küngs durch die Druiden war sie auch dabei. Küng verzapft ja so einen Dreck immer im Radio, dass ich es nicht mehr hören kann. Der ist kein Christ, denn er hält nur noch der Form und der Tradition nach am christlichen Glauben fest und wer solche Leute unterstützt, kann nicht viel anders sein wie sie, auch wenn er öffentlich keine solchen Äusserungen wie Küng macht. In der Kirche hat es genug solche Maulwürfe, die der Form nach am kath. Glauben festhalten, aber innerlich ganz andere Ziele verfolgen. Leider trennt sich die Kirche nicht von ihnen, oder sie verstehen es, wie die Wölfe im Schafspelz zu heucheln. Warum hat denn Lehmann damals auf dem Kirchentag den Küng noch aufgewertet? Die Herren beissen einander nicht, sagt ein Sprichwort. Hätte man, wenn schon Küng auf dem Kirchentag auftreten darf, wenigstens einen besseren Theologen dem Küng da gegenüber gestellt, der hätte ihm die Zähne gezogen, aber Lehmann war dazu theologisch nicht in der Lage, eher ein Kardinal Scheffczyk.
Zuletzt geändert von Edi am Dienstag 5. April 2005, 15:49, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von prim_ass » Dienstag 5. April 2005, 15:37

Ja, habs jetzt von der Schavan auch gelesen.

Ich verstehe nicht, wie katholiken immer noch meinen können, dass ihre Kirche eines ihrer Dogmen ändert. Das Frauenpriestertum ist dogmatisch als unzulässig kategorisiert. Die Kirche kann es gar nicht zulassen, selbst wenn sie es wollte. Es ist ein Dogma, dass Jesus eben dies ausschließt.

Er hat nicht aus gesellschaftlichen, zeitbedingten Druck - das konnte Ihm nicht hindern Dinge zu sagen und zu tun, die damals nicht political correct waren - keine Frauen zu Aposteln gemacht, weil es eben der Wille des Vaters ist.

Katholiken, die nicht mal die Glaubensdogmen ihrer Kirche kennen, sind das eigentliche Desaster der Kirche, hier ist Abhilfe schleunigst geboten...
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.

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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 16:29

prim_ass hat geschrieben:Ja, habs jetzt von der Schavan auch gelesen.

Ich verstehe nicht, wie katholiken immer noch meinen können, dass ihre Kirche eines ihrer Dogmen ändert. Das Frauenpriestertum ist dogmatisch als unzulässig kategorisiert. Die Kirche kann es gar nicht zulassen, selbst wenn sie es wollte. Es ist ein Dogma, dass Jesus eben dies ausschließt.

Er hat nicht aus gesellschaftlichen, zeitbedingten Druck - das konnte Ihm nicht hindern Dinge zu sagen und zu tun, die damals nicht political correct waren - keine Frauen zu Aposteln gemacht, weil es eben der Wille des Vaters ist.

Katholiken, die nicht mal die Glaubensdogmen ihrer Kirche kennen, sind das eigentliche Desaster der Kirche, hier ist Abhilfe schleunigst geboten...
Mir reicht es schon, wenn irgendwelche Sekten zum Zölibat einen Unsinn schreiben. Hier z.B.:
http://www.nikodemus.net/410

Dass Jesus in Matthäus 19,11 zur die Verschneidung um des Himmelreichs willen etwas sagt, haben diese geistlosen angeblich sooooooooo bibeltreuen Leute nicht verstanden. Habe denen aber entsprechend geantwortet.

Matthäus 19, 11 ff: "Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

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Beitrag von prim_ass » Dienstag 5. April 2005, 16:46

Edi hat geschrieben:
prim_ass hat geschrieben:Ja, habs jetzt von der Schavan auch gelesen.

Ich verstehe nicht, wie katholiken immer noch meinen können, dass ihre Kirche eines ihrer Dogmen ändert. Das Frauenpriestertum ist dogmatisch als unzulässig kategorisiert. Die Kirche kann es gar nicht zulassen, selbst wenn sie es wollte. Es ist ein Dogma, dass Jesus eben dies ausschließt.

Er hat nicht aus gesellschaftlichen, zeitbedingten Druck - das konnte Ihm nicht hindern Dinge zu sagen und zu tun, die damals nicht political correct waren - keine Frauen zu Aposteln gemacht, weil es eben der Wille des Vaters ist.

Katholiken, die nicht mal die Glaubensdogmen ihrer Kirche kennen, sind das eigentliche Desaster der Kirche, hier ist Abhilfe schleunigst geboten...
Mir reicht es schon, wenn irgendwelche Sekten zum Zölibat einen Unsinn schreiben. Hier z.B.:
http://www.nikodemus.net/410

Dass Jesus in Matthäus 19,11 zur die Verschneidung um des Himmelreichs willen etwas sagt, haben diese geistlosen angeblich sooooooooo bibeltreuen Leute nicht verstanden. Habe denen aber entsprechend geantwortet.

Matthäus 19, 11 ff: "Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Gerade das Zitat von 1. Timotheus 4 offenbart Mangel an historischen Kenntnissen. Es gab wirklich mal eine Häresie, die jedem ihrer Nachfolger verbot zu heiraten (Katharer). Dies aber der kath. Kirche anzuhängen ist vollkommen verfehlt, da die Kirche niemandem etwas verbietet, da ja auch niemand Priester werden muss...

Übrigens kennt auch die Bibel den Stand der Jungfrauenschaft, für Männer und für Frauen.

Tatsächlich war auch Jesus nicht verheiratet. Dies war nicht kompatibel zu Seinem Dienst als Lamm Gottes.

Zum anderen wird in solchen freikirchlichen Ergüssen eine Haltung deutlich, die auch Paulus kritisierte, und zwar die Haltung des auf sein Recht pochens.

Paulus schreibt: Alles ist mir aber erlaubt, aber nicht alles ist nützlich, nicht alles baut auf...

Ich halte es für nützlich, wenn ein Priester zölibatär lebt, um so besser der Herde und dem Leib Christi Dienen zu können. Nur wer zu einer solchen Hingabe bereit ist, sollte auch Priester werden können. Dennoch ist es theoretisch auch erlaubt, klar. Orthodoxe Priester dürfen verheiratet sein, wenn sie ordiniert werden, aber eben nicht mehr heiraten, nach dem sie ordiniert wurden (so wie bei uns heute die ständigen Diakone). Auch ein gangbarer Weg. Aber die zölibatäre Lebensweise als Voraussetzung für das Priesteramt finde ich edler.
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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 16:55

http://www.mykath.de/index.php?showtopi ... ntry496185

Hier diskuteren einige auch darüber und scheinbar sind liberale, gottlose Katholiken derselben Meinung. Nach meiner Kenntnis waren auch manche Essener unverheiratet.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 5. April 2005, 17:36

Edi hat geschrieben:Bei der Ehrung Küngs durch die Druiden war sie auch dabei.
Der [url=http://www.loge-sd.de]Deutsche Druiden-Orden[/url] hat geschrieben:Küng: "Für Menschenrechte und universelle Werte"

Professor Dr. Küng in Nürtingen: "Es geht um einen elementaren Grundkonsens" - Ethik-Preis 2004 der Druiden an Stiftung "Weltethos"


NÜRTINGEN. Die Stiftung "Weltethos", wie im Namen deutlich, hat höchste Bedeutung für alle Menschen. Als Präsident dieser Einrichtung wirkt der weltbekannte katholische Theologe Professor Dr. Hans Küng, der 1928 in Sursee/Schweiz geboren wurde und seit vielen Jahren in Tübingen wohnt. Am Samstag war Küng in Nürtingen und nahm für die Stiftung den Ethik-Preis des Deutschen Druiden-Ordens in der mit Hunderten von Menschen gefüllten Stadthalle […]

Die Laudatorin in der Veranstaltung war Dr. Schavan. Sie bestätigte inhaltlich mit, was Küng zum Thema "Weltethos" auch skizziert hatte: "Es geht um das, was alle Schulklassen brauchen." Zum Beispiel Vorbilder, Wertevorstellungen, Verantwortung oder "Verantwortungsethik".
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Edi
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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 17:50

@Robert

Jetzt wäre es mal gut zu wissen, wie dieser Druidenorden zu sehen ist, was den Bezug zum Freimaurertum angeht. Möglicherweise weisst du darüber mehr. Ich hatte mal einen Text von dir gelesen, aus dem man entnehmen konnte, dass du dich genauer mit den Freimaurern befasst hast.
Zuletzt geändert von Edi am Dienstag 5. April 2005, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 5. April 2005, 18:15

Der „Druidenorden“ ist eine quasi-freimaurerische Neben- und Vorfeldorganisation mit eigenen Riten und Graden, die einer heidnisch-keltischen Pseudomythologie entnommen sind, beim Teutates. Vergleichbar den „Odd Fellows“. Auch dem Lions Club und den Rotariern, die sich allerdings beide bürgerlicher geben und hinsichtlich der Riten dünner auftragen.

Während übrigens die Lions betont antikirchlich sind, locken die sich konservativ gerierenden Rotarier gern katholische Priester an. Besonders wenn eine maurerisch durchseuchte Partei wie die CSU im Ort das Sagen hat, dann ist der Pfarrer bald mindestens Rotarier. Und mit etwas Glück wird er anschließend auch noch Bischof von Eichstätt und Ehren-Rotarier.

Auch in Rottenburg und Paderborn kann man übrigens als Rotarier Bischof werden.
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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 22:22

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Der „Druidenorden“ ist eine quasi-freimaurerische Neben- und Vorfeldorganisation mit eigenen Riten und Graden, die einer heidnisch-keltischen Pseudomythologie entnommen sind, beim Teutates. Vergleichbar den „Odd Fellows“. Auch dem Lions Club und den Rotariern, die sich allerdings beide bürgerlicher geben und hinsichtlich der Riten dünner auftragen.

Während übrigens die Lions betont antikirchlich sind, locken die sich konservativ gerierenden Rotarier gern katholische Priester an. Besonders wenn eine maurerisch durchseuchte Partei wie die CSU im Ort das Sagen hat, dann ist der Pfarrer bald mindestens Rotarier. Und mit etwas Glück wird er anschließend auch noch Bischof von Eichstätt und Ehren-Rotarier.

Auch in Rottenburg und Paderborn kann man übrigens als Rotarier Bischof werden.

Aha: http://www.rotary-es-filder.de/vortrag/ ... efault.htm

Bischof Fürst ist Ehrenmtglied bei denen.
http://www.rotary1830.org/rotary1830/Me ... Filder.php

"Das Ehrenmitglied des Clubs, Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, stellt in seinen Grußworten die Gemeinsamkeiten der christlichen Zielsetzungen zur Unterstützung des Nächsten mit den von Rotary geförderten Gemeindienstaktivitäten, sowie die beiderseitigen hohen ethischen Grundsätze im Privat- und Geschäftsleben heraus."

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Beitrag von Petra » Dienstag 5. April 2005, 22:34

Frau Schavan war in einer Gesprächsrunde, letzten Sonntag, (wahrscheinlich SWR3). Dass man sie nicht zu den traditionellen Katholikin rechnen kann, war schon klar. Ihre Aussagen haben mir sehr gut gefallen.

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 5. April 2005, 23:22

Edi hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Der „Druidenorden“ ist eine quasi-freimaurerische Neben- und Vorfeldorganisation mit eigenen Riten und Graden, die einer heidnisch-keltischen Pseudomythologie entnommen sind, beim Teutates. Vergleichbar den „Odd Fellows“. Auch dem Lions Club und den Rotariern, die sich allerdings beide bürgerlicher geben und hinsichtlich der Riten dünner auftragen.

Während übrigens die Lions betont antikirchlich sind, locken die sich konservativ gerierenden Rotarier gern katholische Priester an. Besonders wenn eine maurerisch durchseuchte Partei wie die CSU im Ort das Sagen hat, dann ist der Pfarrer bald mindestens Rotarier. Und mit etwas Glück wird er anschließend auch noch Bischof von Eichstätt und Ehren-Rotarier.

Auch in Rottenburg und Paderborn kann man übrigens als Rotarier Bischof werden.

Aha: http://www.rotary-es-filder.de/vortrag/ ... efault.htm

Bischof Fürst ist Ehrenmtglied bei denen.
http://www.rotary1830.org/rotary1830/Me ... Filder.php

"Das Ehrenmitglied des Clubs, Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, stellt in seinen Grußworten die Gemeinsamkeiten der christlichen Zielsetzungen zur Unterstützung des Nächsten mit den von Rotary geförderten Gemeindienstaktivitäten, sowie die beiderseitigen hohen ethischen Grundsätze im Privat- und Geschäftsleben heraus."
Nachtrag: Mein Hinweis auf Paderborn galt nicht dem derzeitigen Bischof.
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Beitrag von Edi » Dienstag 5. April 2005, 23:28

Paul Spiegel ist auch Rotarier wie hier steht:

http://www.rotary-fds.de/biz/rcf/show_news.php?id=36

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Nikodemus
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Beitrag von Nikodemus » Mittwoch 6. April 2005, 09:30

verzeiht meine Unwissenheit, aber warum ist es so schlimm Rotarier zu sein?

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Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 6. April 2005, 09:43

Das frage ich mich allerdings auch. Es gibt da doch so viele Gerüchte, dass es mir schwerfällt, das ernst zu nehmen.

z.B. habe ich auf einem evangelikalem Board gelesen, dass der Rotaryclub freimaurerisch sein muss, denn schließlich wurde angeblich in Deutschland unter Paul VI den Katholiken die Mitgliedschaft im Ratary-Club wieder erlaubt, weil Paul VI auch Freimaurer war und Papst Johannes Paul II war schließlich Ehrenmitglied im Rotary-Club.

Wenn ich das lese, frage ich mich ernsthaft, ob die Quellen, die dies oder jenes als freimaurerisch bezeichnen, überhaupt ernstzunehmen sind - rein grundsätzlich....

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 6. April 2005, 09:53

Kann man dann nicht heute jede Form von Humanismus konsequenterweise als Freimaurertum bezeichnen? Der Brieftaubenverein nebenan vertritt auch humanistisches Gedankengut - genau wie der Rotary-Club. Ist jetzt der Taubenzüchter, der sich in diesem Verein engagiert, automatisch Freimaurer und beteiligt an einer Verschwörung?

Was ist der Unterschied zwischen dem Gedankengut des Rotary-Clubs und dem Zeitgeist, der fast sämtliche Gruppen und Vereine mehr oder weniger beeinflusst?

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt » Donnerstag 7. April 2005, 01:13

Robert hat es ja mit seinem "quasi-freimaurerisch" ausgedrückt. ROTARY und LIONS sind sogenannte "para-masonische" Einrichtungen, d.h. als Vorsitzender einer Ortsgruppe sitzt immer ein Freimaurer mit in der Runde. Das Ganze hat denn Sinn, unter der Intelligenzia/ den Einflussreichen / Vermögenden der Stadt jemanden zu finden, den man eventuell für die Loge gebrauchen könnte. Das machen andere Vereine ja auch (Opus Dei; viele Sekten haben ihre "harmlosen" Zweigstellen usw.).
Dass ein Bischof oder Pfarrer oder sogar der Papst Mitglied bei Rotary sind, hat überhaupt nichts zu sagen. Ich kenne mehrere Leute, die bei Rotary sind: aber alle aus Eigeninteresse, nämlich um Kontakte zu knüpfen, um an Gelder zu kommen usw., aber doch nicht um Freimaurer zu werden, um Gottes Willen!
Wer sich mal mit der Geschichte der beiden "philanthropischen Clubs" Rotarier und Lions beschäftigt, vor allem mit ihren Gründern, wird allerdings an der Freimaurerei nicht vorbeikommen. Beide Gründer (ich kann mir nur leider die Namen nicht gut merken, weil es Allerweltsnamen sind) waren jedenfalls Freimaurer.
@Dirk: klar, unsere westeuropäische Kultur, der Humanismus, ist freimaurerisch. Das heißt vor allem: Toleranz. Als Gegenbewegung und "Lehre" aus der religiösen Intoleranz des Dreißigjährigen Krieges. Von daher ist es gar nicht so wichtig, ob jemand Maurer ist oder nicht, der luziferische Geist der Freimaurerei hat über Schule und Medien eigentlich die ganze westliche Gesellschaft verseucht. Gottseidank gibt es jetzt das Internet!

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Beitrag von FioreGraz » Donnerstag 7. April 2005, 09:03

@Dirk: klar, unsere westeuropäische Kultur, der Humanismus, ist freimaurerisch. Das heißt vor allem: Toleranz. Als Gegenbewegung und "Lehre" aus der religiösen Intoleranz des Dreißigjährigen Krieges. Von daher ist es gar nicht so wichtig, ob jemand Maurer ist oder nicht, der luziferische Geist der Freimaurerei hat über Schule und Medien eigentlich die ganze westliche Gesellschaft verseucht. Gottseidank gibt es jetzt das Internet!
Ich weis net ob nicht auch der 30 jährige Krieg und andere Gewaltakte gnauso "luziferisch" sind. Somit kann ein Gegenbewegung "positiv" sein, wenn man jetzt den Humanismus in seiner Grundausprägung nimmt ist er doch sehr wohl christlich. Man denke nur an Thomas Morus, Erasmus von Rotterdam

LG
Fiore

Petra
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Beitrag von Petra » Donnerstag 7. April 2005, 11:38

Uwe Schmidt hat geschrieben: @Dirk: klar, unsere westeuropäische Kultur, der Humanismus, ist freimaurerisch. Das heißt vor allem: Toleranz. Als Gegenbewegung und "Lehre" aus der religiösen Intoleranz des Dreißigjährigen Krieges.
Was meinst du denn genau mit "Toleranz"? Nur religiöse Toleranz? :kratz:

beth
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Beitrag von beth » Donnerstag 7. April 2005, 11:58

Es ist ja bekannt, dass Robert, Edi, Uwe, N-olaf, rechts-außen-Positionen in der Kirche meinen vertreten zu müssen um die Juden und Freimaurer zum Teil verklausuliert, als die Verkörperung des Bösen zu brandmarken. Sie vertreten gottseidank nur eine Minderheit.
Die wahren Probleme der Kirche sind nicht in ihrem Blick. Ich bin überzeugt, dass die Kirche wirklichen Problemen ihre Sorge, wenn auch manches noch dem Aggiornamento bedarf, um mit P.Johannes XXIII zu spechen, zuwendet. Die ewig Vorgestrigen sind da eine Marginalie.

ECCLESIA SEMPER REFORMANDA

Petra
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Beitrag von Petra » Donnerstag 7. April 2005, 12:08

beth hat geschrieben: Die wahren Probleme der Kirche sind nicht in ihrem Blick.
Was sind denn die wahren Probleme der Kirche?

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Donnerstag 7. April 2005, 12:27

Die großen Töne des Hans Küng.
Ein Beitrag aus der Welt:
http://www.welt.de/data/2005/04/07/644325.html

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Beitrag von Edi » Donnerstag 7. April 2005, 14:24

http://www.kreuz.net/article.806.html

Aus obigem Link kopiere ich mal einen Text hier:

"Nicht jeder Teilnehmer an der Messe könne zur Heiligen Kommunion eingeladen werden. Vor allem Nicht-Katholiken seien ausgeschlossen. Der Ausschluß betreffe aber auch Katholiken im Stande der Todsünde. In diesem Fall müsse der Christ Zuflucht beim Sakrament der Buße suchen, um den Leib und das Blut des Herrn nicht unwürdig zu empfangen.
Die Krise im Verständnis der Eucharistie sei, so Kardinal Kasper, der innerste Kern der gegenwärtigen Kirchenkrise."

Nachdem was Kasper sonst so vertreten hat, kann man zu ihm stehen wie man will und die hier zitierten Äusserungen auch als Wahlkampftheologie sehen, aber damit hat er recht. Wo die Glaubenssubstanz zur Formalie gerät, kommt die Kirche in die Krise und öffnet sich für alle möglichen Irrtümer (siehe Drewermann, Küng und viele andere). Mit rechts oder links hat das nichts zu tun, wohl aber mit dem Evangelium.

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