Alles zur Firmung

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Moderator: taddeo

Andy
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Alles zur Firmung

Beitrag von Andy » Mittwoch 3. Dezember 2003, 19:54

ich werden bald gefirmt und möchte wissen was das bringt. was passiert bei der firmung.

Ralf
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Beitrag von Ralf » Mittwoch 3. Dezember 2003, 22:02

Hmm, was meinst Du mit "was das bringt"? Bringen in welcher Hinsicht? Erst wenn ich das weiß, dann kann ich Da vielleicht was Sinnvolles drauf antworten.

Und was passiert? Nun, kurz gesagt, Du empfängst den Heiligen Geist!! Ohne allerdings dass Er dadurch Dein Eigentum wird, das ist ja klar.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 3. Dezember 2003, 23:17

Du wirst besiegelt mit dem Heiligen Geist. Der neue Mensch, als der du in der Taufe gleichsam aus dem Wasser des Todes neu geboren wurdest, wird besiegelt.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 3. Dezember 2003, 23:21

Aber denk nicht, daß du das sogleich „spürst“. Solltest du nach deiner Firmung etwas wie ein „Auf-Wolken-Schweben“ spüren, dann sei mißtrauisch. Die bei solchen Gelegenheiten zu schweben beginnen – soll am häufigsten bei Erwachsenentaufen vorkommen –, die stürzen unter Garantie früher oder später ab. In ihre Realität, ihre Geschichte. Da können sie dann wirklich Gott finden. Aber der Aufprall beim Absturz kann schmerzhaft sein.
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Angelika
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Beitrag von Angelika » Donnerstag 4. Dezember 2003, 09:18

Hallo Andy,

im Firm-Gottesdienst bekennst du deinen Glauben vor der Gemeinde. Du gibst dein "Ja" zu Gott, der sein "Ja" dir schon längst gegeben hat. Beim Handauflegen durch den Bischof wirst du besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.

Deine Fragen irritieren mich allerdings etwas, denn ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man so etwas im Firm-Vorbereitungskurs bespricht.

Gruß
Angelika

Andy
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danke

Beitrag von Andy » Donnerstag 4. Dezember 2003, 14:16

danke für die antworten

Cicero
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Beitrag von Cicero » Donnerstag 4. Dezember 2003, 14:44

Angelika hat geschrieben: Deine Fragen irritieren mich allerdings etwas,
Ich finde die Fragen gut.
Angelika hat geschrieben: denn ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man so etwas im Firm-Vorbereitungskurs bespricht.
Sei Dir da mal nicht zu sicher.


Hallo Andy!

Willkommen im Forum.
Inhaltlich sind Deine Fragen wohl beantwortet.

Was den Höhenflug anbetrifft,
von dem Robert Ketelhohn gesprochen hat:
Das trifft genau den Kern.

Man merkt eigentlich nichts und
auch Dein Spiegelbild sieht so aus wie vorher.
Dennoch kannst Du Dich darauf verlassen,
daß der Heilige Geist in Deinem Leben, will sagen in
Deinem Alltag, wirkt.

Was mich jetzt interessieren würde:
Wie sieht Eure Firmvorbereitung aus?

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Donnerstag 4. Dezember 2003, 14:57

Hallo Cicero,

gut und wichtig finde ich die Fragen von Andy auch. Aber es verwundert mich, dass so elementare Dinge in der Firmvorbereitung nicht besprochen werden.
Man merkt eigentlich nichts ...
Na, "nichts" stimmt ja nun auch nicht immer. :)

Gruß
Angelika

Cicero
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Beitrag von Cicero » Donnerstag 4. Dezember 2003, 15:25

Angelika hat geschrieben:Na, "nichts" stimmt ja nun auch nicht immer. :)

Gruß
Angelika
OkOk
Wenn der Bischof mal ordentlich zulangt,
aber den Backenstreich gibt es ja eigentlich nicht mehr.
;)

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Donnerstag 4. Dezember 2003, 16:01

Hallo,

also ich habe auch ohne Backenstreich was gespürt. ;D
Zwischen "nichts" und einem "Höhenflug" gibt's ja 'ne ganze Menge an Möglichkeiten.

Gruß
Angelika

Andy
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firmung

Beitrag von Andy » Donnerstag 4. Dezember 2003, 16:55

wir hatten auch erst 2 mal unterricht, wir werden das sicher noch besprechen. aber mich hat das halt einfach jetzt schon m interessiert.

Marlene
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Beitrag von Marlene » Donnerstag 4. Dezember 2003, 17:48

Angelika hat geschrieben: Beim Handauflegen durch den Bischof wirst du besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.
Angelika
Was bedeutet das eigentlich, "besiegelt mit dem Heiligen Geist"?

Das konnte mir unser Pfarrer in der Firmvorbereitung schon nicht verklickern, und ich habe da bis heute eine Lücke. Ich erinnere mich noch an den Augenblick, als der Bischof mir mit dem Chrisamöl das Kreuz auf die Stirn malte. Irgendwie schien es mir, dass dies ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben war. Heute ist mir "du salbst mein Haupt mit Öl" aus Ps 23 die Brücke. Das ist aber nicht so ganz die offizielle katholische Lesart ... ;)

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 5. Dezember 2003, 00:33

Cicero hat geschrieben:»aber den Backenstreich gibt es ja eigentlich nicht mehr«
Wat denn! Unser Orje hat mir eenen verpaßt, damals vor zehn Jahren, oder wann dit war.
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josef
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Re: Firmung

Beitrag von josef » Freitag 5. Dezember 2003, 15:20

Hallo Andy,

Andy hat geschrieben:ich werden bald gefirmt und möchte wissen was das bringt. was passiert bei der firmung.
Es ist die Willenserklärung des Menschen der gefirmt wird.

- Die Taufe ist die Erklärung, dem Bösen widersagen zu wollen.
- Die Firmung ist die Erklärung, den Beistand des HEILIGEN GEISTES herbeirufen zu wollen um widersagen zu können.


Nun ist es mit den Willenserklärungen des Menschen der ja guten und bösen Willens ist, so eine Sache.

Der eigene gute Wille erklärt sich gegen den eigenen bösen Willen!
Was sich der böse Wille nicht so ohne weiteres gefallen läßt.

Der Grund,
warum ohne den Beistand des HEILIGEN GEISTES,
und ohne den Gehorsam zu SEINEN Belehrungen
kein Weg zu GOTT und SEINEM Heil führt.

Diesen Beistand gibt Dir der HEILIGE GEIST alle Tage Deines Lebens mittels Eingebungen und Erleuchtungen.


Gruß
josef

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Juergen
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Re: Firmung

Beitrag von Juergen » Freitag 5. Dezember 2003, 16:05

josef hat geschrieben:Es ist die Willenserklärung des Menschen der gefirmt wird.

- Die Taufe ist die Erklärung, dem Bösen widersagen zu wollen.
- Die Firmung ist die Erklärung, den Beistand des HEILIGEN GEISTES herbeirufen zu wollen um widersagen zu können.
Ganz so einfach scheint es mir nicht zu sein.

Taufe und Firmung gehören eigendlich zusammen, wie es im Osten noch der Fall ist.

Immerhin wird aber in der in Bari (1987) verabschiedete Erklärung der Kommission für den theologischen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche festgestellt, daß die abendländischen Besonderheiten (zeitliche Trennung von Taufe und Firmung, Veränderung der Reihenfolge der Initiationssakramente) kein kirchentrennendes Faktum darstellen.

Daß in der westlichen Kirche Taufe und Firmung auseinanderfallen während im Osten beide Sakramente noch eine Einheit bilden, wird dennoch von nicht wenigen kritisch gesehen.

Verwiesen sei her auf vier (nur) Aufsätze:
Klemens Richter: Fragen um die Firmung. Die gegenwärtige Praxis und ihre Kritik. In: BiLi 48 (1975), 159-172.
Aidan Kavanagh: Bürgerliches Ritual und kirchliches Ritual bei der Feier von Höhepunkten im Lebenszyklus. In: Concilium 14 (1978), 80-86.
Andreas Heinz: Die Feier der Firmung nach römischer Tradition. Etappen in der Geschiche eines abendländischen Sonderwegs. In: LJ 39 (1989), 67-88.
Michael Kunzler: Ist die Praxis der Spätfirmung ein Irrweg? Anmerkungen zum Firmsakrament aus ostkirchlicher Sicht. In: LJ 40 (1990), 90-108.

Kavanagh vertritt etwa die Auffassung, die Firmung habe "absolut nichts zu tun mit dem leiblichen und gesellschaftlichen oder emotionalen oder intellektuellen oder selbst geistlichen 'Vollalter' der Gefirmten". Er vertrat die Auffassung, daß die Firmspendung noch vor der Erstkommunion stattfinden sollte - also im Grundschulalter.

Klemens Richter legt sich nicht so ganz fest, sondern stellt die verschiedenen Modelle (Säuglingsfirmung; Frühfirmung etwa zu Schulbeginn; vorpubertäre Firmung zwischen dem 11.-14. Lebensjahr; Spätfirmung zwischen dem 16-21. Lebensjahr) nebeneinander.

Für jedes von Richter vorgelegte Alter gibt es wohl Argumente dafür wie dagegen, wenngleich Richter die dezeitige Praxis (Säuglingstaufe, Erstkommunion im Grundschulalter; Firmung etwa mit 14 Jahren) für gerechtfertigt und wohl auch richtig hält.

Hätte aber die Firmung etwas mit einer "bewußten Entscheidung" für die Firmung oder für die Kirche oder für was auch immer zu tun, so müßten die ersten beiden (drei) Möglichkeiten ausscheiden.

Daß im Osten aber die Initiationssakramente zusammen den Säuglingen gespendet werden (wie es seit Urzeiten der Kirche Tradition ist/war), spricht m.E. stark gegen diesen Deutungsversuch.
Gruß
Jürgen

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Freitag 5. Dezember 2003, 21:24

Marlene hat geschrieben:
Angelika hat geschrieben: Beim Handauflegen durch den Bischof wirst du besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.
Angelika
Was bedeutet das eigentlich, "besiegelt mit dem Heiligen Geist"?

Das konnte mir unser Pfarrer in der Firmvorbereitung schon nicht verklickern, und ich habe da bis heute eine Lücke. Ich erinnere mich noch an den Augenblick, als der Bischof mir mit dem Chrisamöl das Kreuz auf die Stirn malte. Irgendwie schien es mir, dass dies ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben war. Heute ist mir "du salbst mein Haupt mit Öl" aus Ps 23 die Brücke. Das ist aber nicht so ganz die offizielle katholische Lesart ... ;)

"Mein" Bischof hat meinen Vornamen gar nicht verstanden, daneben standen sogar "Helfer", doch auch die schienen Probleme mit meinem Nichtdeutschen Vornamen zu haben, so hat der Bischof 2 x versucht meinen Vornamen zu sagen, was nicht hingehauen hat, mir wurde das alles ziemlich peinlich, hab kein drittes Mal meinen Vornamen wiederholt und hab mir das Kreuz auf die Stirn machen lassen. Somit fand die Peinlichkeit endlich ein Ende.

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Juergen
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Beitrag von Juergen » Freitag 5. Dezember 2003, 21:35

Das war bestimmt der Weihbischof (em.) von Paderborn der rechts und links ein Hörgerät hinter den Ohren hat (daher die Segelohren).

Bild
Weihbischof Paul Consbruch
Gruß
Jürgen

Stefan
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Beitrag von Stefan » Freitag 5. Dezember 2003, 21:38

Juergen hat geschrieben:Das war bestimmt der Weihbischof (em.) von Paderborn der rechts und links ein Hörgerät hinter den Ohren hat (daher die Segelohren).
Stereo?

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 6. Dezember 2003, 01:23

Jürgen hat geschrieben:»Kavanagh vertritt etwa die Auffassung, die Firmung habe "absolut nichts zu tun mit dem leiblichen und gesellschaftlichen oder emotionalen oder intellektuellen oder selbst geistlichen 'Vollalter' der Gefirmten". Er vertrat die Auffassung, daß die Firmspendung noch vor der Erstkommunion stattfinden sollte - also im Grundschulalter.«
Dem schließe ich mich leidenschaftlich an.
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 6. Dezember 2003, 01:29

Korbinian hat geschrieben:»"Mein" Bischof hat meinen Vornamen gar nicht verstanden, daneben standen sogar "Helfer", doch auch die schienen Probleme mit meinem Nichtdeutschen Vornamen zu haben, so hat der Bischof 2 x versucht meinen Vornamen zu sagen, was nicht hingehauen hat«
Mein Bischof hat meinen Firmnamen auf Anhieb verstanden: »Augustinus, sei besiegelt …« – Wenn sich ein Bischof übrigens schon im Vorfeld mit den Firmlingen beschäftigte, könnte er solche Probleme vermeiden. Und nicht nur die. Allerdings kann das dann auch mal mit der Absage einer Firmung enden, wie neulich in Salzburg.
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 6. Dezember 2003, 01:31

Josef hat geschrieben:»Es ist die Willenserklärung des Menschen der gefirmt wird«
Beim Sakrament der Firmung hat eine Willenserklärung des Sakramentenempfängers nichts verloren. Das Sakrament wirkt aus sich heraus.
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Sonnabend 6. Dezember 2003, 09:07

Juergen hat geschrieben:Das war bestimmt der Weihbischof (em.) von Paderborn der rechts und links ein Hörgerät hinter den Ohren hat (daher die Segelohren).

Bild
Weihbischof Paul Consbruch
Und mit welchem Recht läßt die Kirche so einen Bischof auf mich los und macht meine Firmung zu einer reinen Peinlichkeit?

Petra
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Beitrag von Petra » Sonnabend 6. Dezember 2003, 11:49

Mit dem Recht und dem Wissen, dass Gott deinen Namen kennt, ihn sogar für dich ausgesucht hat, und so alles, was Menschen an Fehlerhanfälligkeit haben können, durch seine Zusage überstrahlt wird. - Willkommen im Kreis derer, die ihr Ja zum Herrn und der Kirche gesprochen haben, Kordian. :)

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Sonnabend 6. Dezember 2003, 15:59

Hallo,

ist das Glaubensbekenntnis des Firmlings eigentlich wesentlicher Bestandteil der Firmung? Oder wäre auch eine Firmung ohne Glaubensbekenntnis denkbar?

Gruß
Angelika

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 6. Dezember 2003, 17:54

Das ist die Voraussetzung, daß das Sakrament gespendet wird. Aber nicht Teil des Sakraments selber. (Wie bei der Taufe.)
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Claudina
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Sehr schwach gefühlt vor der Firmung

Beitrag von Claudina » Mittwoch 10. Dezember 2003, 20:47

Ich bin vor einer Woche im holden Alter von 39 gefirmt worden, nachdem ich vor einiger Zeit aus der ev. Kirche ausgetreten bin.
Die letzten 2 Wochen vor der Firmung waren für mich sehr anstrengend. Ich fühlte mich sehr schlapp und mit allem überfordert. Ich habe andere gefragt, ob sie für mich beten können, weil ich es selbst kaum noch geschafft habe. Die Firmung selbst fand ich sehr aufwühlend. Am Tag später hatte ich das Gefühl, eine sehr, sher anstrengende Leistung vollbracht zu haben.

Ist das eigentlich normal, dass man sich auf etwas lange freut und es dann auf einmal total anstrengend findet? Ich habe zwar keine Sekunde an meiner Entscheidung gezweifelt, aber ich habe mich ab und zu gefragt, ob ich es durchstehe.

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otto
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Re: Sehr schwach gefühlt vor der Firmung

Beitrag von otto » Mittwoch 10. Dezember 2003, 21:00

Claudina hat geschrieben:Ich bin vor einer Woche im holden Alter von 39 gefirmt worden, nachdem ich vor einiger Zeit aus der ev. Kirche ausgetreten bin.
Die letzten 2 Wochen vor der Firmung waren für mich sehr anstrengend. Ich fühlte mich sehr schlapp und mit allem überfordert. Ich habe andere gefragt, ob sie für mich beten können, weil ich es selbst kaum noch geschafft habe. Die Firmung selbst fand ich sehr aufwühlend. Am Tag später hatte ich das Gefühl, eine sehr, sher anstrengende Leistung vollbracht zu haben.

Ist das eigentlich normal, dass man sich auf etwas lange freut und es dann auf einmal total anstrengend findet? Ich habe zwar keine Sekunde an meiner Entscheidung gezweifelt, aber ich habe mich ab und zu gefragt, ob ich es durchstehe.
Hallo Claudina Herzlich Wilkommen im Kreuzgang Forum :)

Ich denke, das ist ganz mormal deine Entscheidung war eine gute Entscheidung.

Aus dem Buch Jesaja 40,x

Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

gruß Otto
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Matthäus 16,24

Stefan
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Re: Sehr schwach gefühlt vor der Firmung

Beitrag von Stefan » Mittwoch 10. Dezember 2003, 22:59

Claudina hat geschrieben:Ich bin vor einer Woche im holden Alter von 39 gefirmt worden, nachdem ich vor einiger Zeit aus der ev. Kirche ausgetreten bin.
Die letzten 2 Wochen vor der Firmung waren für mich sehr anstrengend. Ich fühlte mich sehr schlapp und mit allem überfordert. Ich habe andere gefragt, ob sie für mich beten können, weil ich es selbst kaum noch geschafft habe. Die Firmung selbst fand ich sehr aufwühlend. Am Tag später hatte ich das Gefühl, eine sehr, sher anstrengende Leistung vollbracht zu haben.

Ist das eigentlich normal, dass man sich auf etwas lange freut und es dann auf einmal total anstrengend findet? Ich habe zwar keine Sekunde an meiner Entscheidung gezweifelt, aber ich habe mich ab und zu gefragt, ob ich es durchstehe.

Hallo Claudina,

herzlich willkommen im Kreuzgang :)
Was fandst Du denn so anstrengend? Bei mir ist das schon sehr lange her, habe eigentlich fast keine Erinnerung mehr an den Tag..

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Angelika
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Beitrag von Angelika » Donnerstag 11. Dezember 2003, 09:22

Hallo Claudina,

anstrengend fand ich die Zeit vor meiner Firmung nicht. Ich habe die Vorbereitungszeit als aufwühlend empfunden. Mir ging es sehr nahe, viel näher als ich je gedacht habe. Ich habe genau wie du andere Menschen um Fürbitte gebeten, weil ich mich emotional sehr mitgenommen fühlte. Vielleicht ist es ja bei dir ähnlich gewesen, und du benutzt nur ein anderes Wort für deine Empfindung.

Am Tag der Firmung dann war alles wie weggeblasen und ich war völlig ruhig und gelassen. Die Firmung selbst war eine tiefe, beeindruckende Erfahrung, aber das Gefühl, eine anstrengende Leistung erbracht zu haben, das hatte ich nicht.

Gruß
Angelika

josef
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Beitrag von josef » Donnerstag 11. Dezember 2003, 15:53

Hallo Robert,
Ketelhohn hat geschrieben:
Josef hat geschrieben:»Es ist die Willenserklärung des Menschen der gefirmt wird«
Beim Sakrament der Firmung hat eine Willenserklärung des Sakramentenempfängers nichts verloren. Das Sakrament wirkt aus sich heraus.
Dann erklär' mir bitte, warum es bei den Einen wirkt und bei dem Anderen wirkungslos bleibt.

Der Eine wird Christ und der Andere wird Atheist.
Obwohl beide gefirmt sind.

Ohne Mitwirkung und Einverständnis des Sakramentenempfängers ist kein Sakrament wirksam.
Auch wenn das Einverständnis später im Leben gebracht wird.


Gruß
josef

Edith
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Beitrag von Edith » Donnerstag 11. Dezember 2003, 16:01

Mein Gott... dann versteht er den Vornamen eben nicht.
Ja und? :sleep:
Eine Mitschülerin (Amerikanerin) damals hieß "Cheryl". Damit konnte der Firmbischof auch nix anfangen..... Cheryl blieb aber gelassen, das Problem war ihr ja auch nicht fremd.

Marlene
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Firmung - Wirksamkeit der Sakramente

Beitrag von Marlene » Freitag 12. Dezember 2003, 12:27

josef hat geschrieben: Ohne Mitwirkung und Einverständnis des Sakramentenempfängers ist kein Sakrament wirksam.
Auch wenn das Einverständnis später im Leben gebracht wird.

Hier die Profi-Antwort ;)

Ziel und Wirksamkeit der Sakramente
Die Sakramente sind hingeordnet auf die Heiligung des Menschen, den Aufbau des Leibes Christi und schließlich auf die Verehrung Gottes. (vergl. 2. Vat. Konzil, SC 59)
Die im Glauben würdig gefeierten Sakramente verleihen die Gnade, die sie bezeichnen. Sie sind wirksam, denn in ihnen ist Christus selbst am Werk: er selbst tauft, er selbst konsekriert, er selbst vergibt die Sünden.
Er selbst handelt in seinen Sakramenten, um die Gnade mitzuteilen, die das Sakrament bezeichnet, und den Glauben zu nähren und zu stärken. (vergl. KKK 1127)

ABER:
Allerdings setzt die Heilswirksamkeit der Sakramente auf Seiten des Menschen den Glauben voraus: vom Mass der Offenheit und Bereitschaft des Menschen hängt das Mass der Gnade ab, das wir im Sakrament empfangen. Die Sakramente haben keine mechanische oder magische
Wirksamkeit, sondern der eigentliche Grund und die Kraft, in der die Sakramente wirken, ist das Heilswerk Jesu Christi. (vergl. KEK S. 323)

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