Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

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cantus planus
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Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von cantus planus » Sonntag 4. Januar 2009, 19:49

Rom (dpa) - Die Anti-Baby-Pille ist laut der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» mit Schuld an der zunehmenden Sterilität bei Männern. Die durch die Ausscheidungen von Frauen in Umlauf gebrachten Tonnen von Hormonen provozierten nicht nur Umweltzerstörung, sondern hätten auch desaströse Auswirkungen auf die männliche Fortpflanzungsfähigkeit. Man habe ausreichend Datenmaterial dafür. Mit der Enzyklika «Humanae Vitae» bekräftigte die katholische Kirche bereits 1968 das Verbot von Verhütungsmitteln für Christen.
Hat jemand diesen Artikel gelesen? Was wird dort genau gesagt?
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cantus planus
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von cantus planus » Montag 5. Januar 2009, 10:13

Heute erscheint der Bericht auch auf kath.net.
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regina 32
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von regina 32 » Dienstag 6. Januar 2009, 18:38

Wissenschaftler beschäftigt das Problem schon länger, allerdings hatte ich es vor allem bei Fischen, Fröschen und alligatoren im Kopf.....


In Großbritannien wurde festgestellt, daß in der Nähe von Kläranlagen Männchen der Regenbogenforelle die Ausgangsstoffe für die Eidotterproduktion produzieren. Normalerweise wird das Dottereiweiß jedoch nur von Weibchen synthetisiert und durch Östrogen stimuliert. Als Ursache wurde die Belastung des Kläranlagenauslaufs mit östrogenartigen Chemikalien diskutiert.

aus..... http://www.helmholtz-muenchen.de/flugs/ ... index.html


Als Biologin hatte ich das Thema schon vor ähhh.... :holy: 15 Jahren im Studium. dass sowohl DDT etc. aber auch die Pille (Östrogene) in der Umwelt sterilität bei den Männchen (durch Zwitterentwicklung) hervorrufen...

Ralf
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Ralf » Dienstag 6. Januar 2009, 20:15

Ob die Verbreitung von menschlichen Hermaphroditen (Zwittern) signiikant zugenommen hat in den letzten Jahrzehnten?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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cantus planus
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. Januar 2009, 21:10

Ich gebe zu, dass ich von dieser Diskussion zum ersten Mal durch den oben eingestellten Artikel gehört habe. Daher würde mich interessieren,
  • Kennt jemand den Artikel aus dem "Osservatore", und ist sein Inhalt hier richtig wiedergegeben?
  • Existiert die angesprochene Problematik tatsächlich?
  • Gibt es im Internet weiterführendes Material zu dieser Frage?
Ein paar Informationen habe ich gefunden, aber manches erscheint mir recht spekulativ. Wer kann dazu etwas beitragen?
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Linus
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Linus » Dienstag 6. Januar 2009, 21:47

cantus planus hat geschrieben:Ich gebe zu, dass ich von dieser Diskussion zum ersten Mal durch den oben eingestellten Artikel gehört habe. Daher würde mich interessieren,
  • Kennt jemand den Artikel aus dem "Osservatore", und ist sein Inhalt hier richtig wiedergegeben?
  • Existiert die angesprochene Problematik tatsächlich?
  • Gibt es im Internet weiterführendes Material zu dieser Frage?
Ein paar Informationen habe ich gefunden, aber manches erscheint mir recht spekulativ. Wer kann dazu etwas beitragen?

Zu 1.) In welchem OR solls erschienen sein? Ich könnte übermorgen nachsehen.
Zu 2.) Mh, ich hab davon schon irgenwo mal gehört. Bei der NER Ausbildung wurde aber lediglich der Hinweis gegeben, daß die Spermienqualität in den letzten 30 Jahren rapide abgenommen hat - inklusive vergrößerter Bilder - und die Mißbildungen der Spermien war auch für Fachfremde deutlich und unzweideutig zu erkennen.
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. Januar 2009, 22:01

Mir ist dieser Bericht bisher nur in Zitatform durch Zweit- oder Drittquellen begegnet. Deshalb würde mich interessieren, was wirklich im OR stand. Der Umgang der Presse mit diesem Themen mahnt zur Vorsicht.
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Niels
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Niels » Dienstag 6. Januar 2009, 22:15

"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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cantus planus
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. Januar 2009, 22:18

Bitte alle an der Umfage auf der Seitenmitte teilnehmen! :ja:
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JuliaVictoria
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von JuliaVictoria » Mittwoch 7. Januar 2009, 02:03

Leider muss ich sagen, dass mich das vorläufige Ergebnis dieser Umfrage überhaupt nicht wundert... :/

Und was die Pille angeht: Mein alter Biologielehrer hätte mir schon beinahe den Kopf abgerissen, aber ich sagte, dass die Pille ein gesundheitliches Risiko für die Frau darstellt. Wenn er diesen Artikel liest wird er wohl endgültig durchdrehen. :D
"Die Kirche würde die Liebe zu Gott und ihre Treue zum Evangelium verraten, wenn sie aufhörte, die Stimme derer zu sein, die keine Stimme haben."
(Erzbischof Óscar Romero)

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overkott
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von overkott » Mittwoch 7. Januar 2009, 08:16

[ironiemod=on]Endlich mal wieder ein Sexthema. :ikb_xmas: Die Debatten Kirche und Sex sind doch einfach unerschöpflich.[/ironiemod]

sofaklecks
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Aussagen

Beitrag von sofaklecks » Mittwoch 7. Januar 2009, 15:28

Zitiert wird die Äusserung des Chefarztes des Kantonsspitals Sans:

„Wir haben genügend Daten für die Behauptung“, heißt es da, „dass eine nicht zu vernachlässigende Ursache der männlichen Sterilität (mit immer weniger Spermien des Mannes) in der Welt des Westens einer Umweltverschmutzung geschuldet ist, die durch den massenhaften Gebrauch der Pille verursacht wird.“ Ausscheidungen der Frauen, die Pillen nehmen, hätten inzwischen den gesamten Wasserhaushalt und damit auch die Nahrungskette für Männer mit deutlich erhöhten Hormonwerten entsprechend belastet. Die neue männliche Zeugungsschwäche beruhe also nicht zuletzt auf diesen objektiven ökologischen Nebenwirkungen der Pille, für dringend auf einen entsprechenden Erklärungsbedarf seitens der Hersteller hingewiesen werden müsse – ähnlich wie auf die krebserregenden Möglichkeiten verschiedener einschlägiger Präparate.

Man muss das schon genauer lesen.

Schuld an der Sterilität sind Ausscheidungen der Frauen, die Pillen (gemeint ist wohl "die Pille") nehmen.

Bitte, ich war bisher der Auffassung, diese Hormone seien zum einen solche, die im Körper ansonsten natürlich gebildet werden. Irre ich mich?

Ich war auch der Auffassung, dass diese Hormone hochkomplizierte molekulare Verbindungen sind, die in der Natur in ihre Bestandteile zerfallen. Von den Fröschen möchte ich mal absehen; wir Männer in der Welt des Westens leben nicht im Abwasser von Kläranlagen.

In der Welt des Westens. Was heisst das? Gibt es Ballungszentren? Auffällige Häufungsverteilungen? Welche Regionen? Wo ist die aussagefähige Statistik, die beide Grössen unter Ausschluss anderer Einflüsse in eine Beziehung bringt.

Wo treten die Häufungen von Hormonen auf? Sind es spezifische Hormone der Pille? Wenn die Sterilität etwa in Stuttgart besonders hoch ist, ist das doch nicht auf die häufige Verschreibung der Pille bei Frauen der schwäbischen Landeshauptstadt zurückzuführen, denn diese bezieht ihr Wasser aus dem Bodensee. Ist das berücksichtigt?

Und ist berücksichtigt, ob in der Nahrungskette sehr viel mehr Hormone über tierische Produkte aufgenommen werden, weil die Tiere entsprechend behandelt werden? Sind Vegetarier mehr oder weniger betroffen?

Ich muss sagen, dass ich angesichts dieser Veröffentlichung einmal die sehr sachliche Diskussion über die Wirkung der Pille hier im Forum ausdrücklich loben muss. Bei aller Gegensätzlichkeit der Auffassungen war da mehr sachliche Information geboten als in diesem Artikel.

Und, Overkott, das ist kein Sex-, sondern ein Umweltthema.

Angeblich jedenfalls.

Ein Schelm wer anderes dabei denkt.

sofaklecks

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anneke6
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 7. Januar 2009, 15:40

Gehört habe ich diese These schon vor 10 Jahren, von einem Schönstattpater. Er fragte, ob jemand Gegenteiliges zu behaupten hätte, und es meldete sich niemand. Auch ich nicht. Ich hatte zwar schon gehört, daß die Hormone aus der Schweinemast für zunehmende Frühreife bei Mädchen verantwortlich seien, aber diese These war mir neu.
Meine Mutter glaubt das mit den "Pillenhormonen" übrigens auch. Ich selbst habe dazu keine Meinung als meine allgemeine Skepsis gegenüber den Versuchen des Menschen, eine "bessere Welt" zu schaffen…Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand.
Mag pessimistisch klingen, aber alles, was von Menschen erfunden wird, hat irgendwo einen Haken.
???

sofaklecks
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Zwischenergebnis

Beitrag von sofaklecks » Mittwoch 7. Januar 2009, 16:29

Zwischenergebnis:

Nicht alle Kläranlagen sind in der Lage, hormonelle Eintragungen im Abwasser zu beseitigen.

Das führt zu Veränderungen im Fischbestand hinter dem Auslauf von Kläranlagen.

Dass das indes über die Nahrungskette Auswirkungen auf den Mann in der westlichen Welt hat, dafür fehlt derzeit jeder wissenschaftliche Beweis.

Wer sich allerdings die Liste der Stoffe einmal ansehen will, die sich so im Wasser tummeln, bitte sehr:

http://www.scientificjournals.com/sj/uwsf/Pdf/aId/7176

Fazit aus meiner Sicht:

Es besteht durchaus Anlass, auf die Probleme hinzuweisen, die durch die fortdauernde Belastung mit Arzneimittelrückständen entstehen können, auch durch die Rückstände aus Hormonpräparaten. Die Behauptung indes, die Unfruchtbarkeit der Männer in der westlichen Welt beruhe auf den Ausscheidungen der Frauen, die die Pille nehmen, ist in dieser behaupteten Form wissenschaftlich nicht zu belegen. Das wiederum schadet der sachlichen Diskussion über die erheblichen Nebenwirkungen der regelmässigen Verhütung durch die Pille. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht .........

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ar26
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 7. Januar 2009, 17:03

Neben einer allgemeinen Skepsis gegenüber derartigen technischen Lösungen, die ich mit anneke teile, kommt mir noch ein weiterer Gedanke. Wie sieht es denn mit der Speicherung von Rückständen im Körper der Frau aus? Wäre es nicht möglich, daß eine Frau, die nach dem Absetzen der Pille schwanger wird, noch Rückstände im Organismus hat und diese auch an das Kind (männlich wie weiblich) weitergibt? Immerhin ist die Pille ja schon seit gut 50 Jahren in Gebrauch und man darf auch nicht vergessen, daß die Hormonkonzentration in einer Pille früher noch deutlich stärker war um die "Sicherheit" zu gewährleisten. Heute hat man ja stattdessen Nidationshemmer :ikb_giljotiini: beigemischt.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Das war nicht behauptet

Beitrag von sofaklecks » Mittwoch 7. Januar 2009, 17:14

Das war im Artikel nicht behauptet.

Behauptet wurde, dass die Tonnen von Hormonen, die von den Frauen ausgeschieden würden, zu einer Umweltbelastung führen würde, die wiederum eine wesentliche Ursache für die Sterilität der Männer der westlichen Welt sei.

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Kantorin
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Kantorin » Mittwoch 7. Januar 2009, 17:20

cantus planus hat geschrieben:
Rom (dpa) - Die Anti-Baby-Pille ist laut der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» mit Schuld an der zunehmenden Sterilität bei Männern. Die durch die Ausscheidungen von Frauen in Umlauf gebrachten Tonnen von Hormonen provozierten nicht nur Umweltzerstörung, sondern hätten auch desaströse Auswirkungen auf die männliche Fortpflanzungsfähigkeit. Man habe ausreichend Datenmaterial dafür. Mit der Enzyklika «Humanae Vitae» bekräftigte die katholische Kirche bereits 1968 das Verbot von Verhütungsmitteln für Christen.
Welche Hormone sind überhaupt gemeint? Östrogene? Gestagene?

Jeder Mensch scheidet über die Stoffwechselendprodukte Hormone aus, ob Männlein oder Weiblein, fruchtbar, schwanger, stillend oder unfruchtbar, jung oder alt, "natürlich" oder "künstlich" oder gar nicht verhütend - und nicht nur "Geschlechtshormone".

Was ist mit den Hormonen, mit denen Frauen während der "Wechseljahre" behandelt werden? Was ist mit anderen Hormon-Medikamenten oder hormonellen Verhütungsmitteln (Scheidenring, Hormonpflaster, Scheidenzäpfchen etc.)?

Was ist mit den Hormonen, die durch Tiermast ins Abwasser und Oberflächenwasser gelangen?

Meines Wissens nimmt die Fruchtbarkeit des Mannes (= Qualität und Quantität der Spermien im Ejakulat) durch Einflüsse der Zivilisation (ungesunde Lebensweise, Umweltgifte etc.) ab.

Fazit: Ein sehr einseitiger und unwissenschaftlicher Artikel und "Wasser auf die Mühle" der Verfechterinnen&Verfechter der natürlichen Familienplanung, darum an die große katholische Glocke gehängt.

PS: Erst erfinden Männer die Pille, um mehr und angstfreier Sex haben zu können, und nun klagen sie über Nebenwirkungen...
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Inabikari
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Inabikari » Mittwoch 7. Januar 2009, 21:41

Demnächst wird wohl der Osservatore Romano hoffentlich auch über folgenden Sachverhalt berichten:

An der zunehmenden Zeugungsunfähigkeit heutiger junger Männer sind schuld:

a) Hosen, die im Schritt zu eng sind und die Hoden schädigen;

b) Fahrradfahren mit zu engen Radfahrerhosen und bestimmten Sätteln, die ... (siehe oben).


(Kein Witz: es gibt Andrologen, die diese Zusammenhänge festgestellt haben.)

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lifestylekatholik
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 7. Januar 2009, 21:41

Kantorin hat geschrieben:Fazit: Ein sehr einseitiger und unwissenschaftlicher Artikel
Nö, eine DPA-Meldung. Dass Agenturmeldungen keine wissenschaftlichen Fachartikel sind, ist eigentlich jedem denkenden Menschen klar.
PS: Erst erfinden Männer die Pille, um mehr und angstfreier Sex haben zu können, und nun klagen sie über Nebenwirkungen...
Wassn das für denkbefreiter Sexismus? :vogel:

Carl Djerassi, der "Vater der Antibabypille", ist Jude. Heißt das für dich, dass "Juden" die Pille erfunden haben? Und bestimmt waren unter den Forschern auch Brillenträger. Sind jetzt "Brillenträger" für die Pille verantwortlich?

Und dann die dümmliche Unterstellung, Männer hätten die Pille erfunden, damit sie "mehr und angstfreier Sex haben" könnten. -- Dass Frauen aus genau diesen Gründen massenweise die Pille nehmen, das scheint in deinem Weltbild nicht vorzukommen. Deshalb will ich es hier deutlich feststellen: Frauen handeln nicht immer nur auf Befehl von Männern, sondern bisweilen auch eigenständig.

Und schließlich die schnoddrige und gehässige Bemerkung, jetzt klagten "sie". Wer klagt? Die Erfinder, z. B. Djerassi? "Die Männer"?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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anneke6
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 7. Januar 2009, 22:31

@ inabikari:
Dergleichen habe ich auch schon gehört. Angeblich müssen die Hoden kühl sein, und wenn man(n) ständig draufsitzt, werden sie warm und die Fruchtbarkeit sinkt.
@ lifestylekatholik:
Doch, ich glaube wirklich, daß "die Pille" es den Männern bequem gemacht hat. Die Herren der Schöpfung gehen heutzutage davon aus, daß jede Frau die Pille nimmt (oder sonst irgendwie "geschützt" ist) und man daher "einfach nur so" und "weil es etwas Schönes ist" mit ihr schlafen kann.
Und einem potientiellen Liebhaber klarzumachen, daß man 1.) "die Pille" wirklich nicht nimmt und 2.) was für Konsequenzen das haben kann, wenn man "ohne alles" Geschlechtsverkehr hat, ist wirklich nicht einfach.
Natürlich gibt es auch leichtlebige Frauen, aber ich kannaus eigener Erfahrung sagen: Die Männer sind da noch gedankenloser.
Allgemein scheint effektive Empfängnisverhütung mit "Pille" und Co dazu beigetragen haben, daß der Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft fast vergessen ist.
Aber Frauen fällt es schwerer, diesen Zusammenhang zu vergessen. Stellt euch anneke6 im Teenageralter vor, und neben ihr irgendein Lolek oder Bolek…"Liebling, das können wir nicht machen…ich nehm' nicht die Pille." Lolek sagt "Geht klar"…und macht weiter. anneke6 reißt sich los. Lolek ist beleidigt. Er sülzt ihr etwas vor, daß Sexualität etwas sehr Schönes ist. Als sie daraufhin nicht reagiert, erklärt er: "Ja, viele katholische Mädchen haben mit meiner ausgeprägten Libido Probleme"…anneke6 lächelt verlegen. Eigentlich hätte sie Lust, Lolek zu erklären, daß Schwangerschaft etwas sehr Reelles und zudem Wahrscheinliches ist, wenn man "einfach so auf gut Glück" Sex hat. Und nicht Lolek muß das Kind aus- und die Verachtung der Umgebung ertragen, das muß anneke6. Er darf lediglich Alimente zahlen…vielleicht wird er dann bemerken, daß Elternschaft etwas sehr Ernstes ist.
???

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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von overkott » Mittwoch 7. Januar 2009, 22:45

Ich denke, dass sich unsere Zukunftsprobleme nicht in erster Linie technisch lösen lassen, sondern ethisch beantwortet werden müssen. Deshalb ist auch die Pille für den Mann oder die Frau nicht das Thema, sondern die Einstellung zu Sexualität und Kindern. Allen Unkenrufen zum Trotz erwarten die meisten Menschen in unserer Gesellschaft Glück und Geborgenheit in erster Linie in der Familie mit Kindern. Eine Gesellschaft, die für mehr als zwei Kinder pro Paar offen ist, hat die Chance tatsächlich zwei Kinder pro Paar zu bekommen. Zukunftschancen sind tatsächlich nicht nur die Frage einer christlichen oder konservativen Werthaltung. Die Finanzkrise hat jedoch gezeigt, dass sich die Zukunft durch Kinder nicht durch Aktien ersetzen lässt.

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Re: Zwischenergebnis

Beitrag von Jacinta » Mittwoch 7. Januar 2009, 23:18

sofaklecks hat geschrieben:Zwischenergebnis:

Nicht alle Kläranlagen sind in der Lage, hormonelle Eintragungen im Abwasser zu beseitigen.
sofaklecks
Das ist teuer und wird in der Regel nicht gemacht. Bei uns hier jedenfalls nicht. Meines Wissens nach, gibt es für Medikamentenrückstände dieser Art auch keine Grenzwerte, die eingehalten werden müssen.
anneke6 hat geschrieben: Und einem potientiellen Liebhaber klarzumachen, daß man 1.) "die Pille" wirklich nicht nimmt und 2.) was für Konsequenzen das haben kann, wenn man "ohne alles" Geschlechtsverkehr hat, ist wirklich nicht einfach.
"Moderne" Männer akzeptieren das in der Regel nicht und suchen sich ein bequemeres Objekt der Lustbefriedigung.

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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von ar26 » Donnerstag 8. Januar 2009, 00:08

@ anneke
Sollte in Deinem Beispiel nicht die Furcht vor der Todsünde schlimmeres "verhüten". Mein engagiert-kritischer Biologielehrer hätte Dir nämlich in der 9. Klasse geraten, ein emanzipiertes Mädchen zu sein und für diesen Fall entsprechende Gummiprodukte mitzuführen.

Allgemein habt Ihr aber recht. Aus Sicht eines Jugendlichen, jungen Mannes ist es eigentlich schwer zu verstehen, daß Sexualität Teil der Ehe und des Fortpflanzungsplans ist. Unsere ganze Gegenwarts"kultur" vermittelt einen anderen Eindruck. Das muss wohl ähnlich sein, wie das Lebensgefühl junger Frauen, die nicht realisieren können, daß es nicht höchstes Ziel ist, sich wie ein Mann zu verhalten.

@ overkott
Auch wenn ich Deinen Sonntagsredenstil nicht mag, weil er mir zu lasch erscheint, so hast Du doch hier eindeutig recht.
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von anneke6 » Donnerstag 8. Januar 2009, 00:23

ar26 hat geschrieben:@ anneke
Sollte in Deinem Beispiel nicht die Furcht vor der Todsünde schlimmeres "verhüten". Mein engagiert-kritischer Biologielehrer hätte Dir nämlich in der 9. Klasse geraten, ein emanzipiertes Mädchen zu sein und für diesen Fall entsprechende Gummiprodukte mitzuführen.
Hmpf. Ein solcher junger Mann, der vorehelichen Sex für eine Todsünde hält, würde wohl nicht so zudringlich werden…
So einen Lehrer habe ich übrigens nicht gehabt. Das Thema wurde allgemein fast totgeschwiegen. Und das ist nicht gut. Mädchen müssen stark gemacht werden…Mein Jahrgang kennt das Problem sehr gut…man wird dazu manipuliert, etwas zu tun, was man nicht will. Oft suggeriert der andere, man müsse dies tun, sonst würde man ihn nicht richtig lieben. "Es war fast eine Vergewaltigung", sagte eine Gleichaltrige zu mir, "und das Kondom ist geplatzt." (Schöne Grüße an den Bio-Lehrer…)
???

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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von ar26 » Donnerstag 8. Januar 2009, 00:42

Nein, mir ging es darum, daß Du die Angst des Mädchens ausschließlich als Angst vor der Schwangerschaft und gar nicht als Angst vor der Todsünde geschildert hast.

Ansonsten gehören wir ja zu dem selben Jahrgang, sind aber wohl in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen aufgewachsen. In Deutschland ist die Erlaubt-ist-was-gefällt Haltung doch eigentlich überall in den Schulen anzutreffen. Außerdem geht das dahinter stehende Menschenbild eh davon aus, daß Jungs wie Mädchen gleich triebhaft sind. Meine Verlobte (fast gleicher Jahrgang) hat mir hingegen erzählt, daß sie in der Schule in Oberschlesien seitens des Lehrpersonals in dem von Dir geforderten Sinne aufgefordert worden sind, sich nicht einfach den Wünschen des Jungen hinzugeben; abgesehen davon, daß die Teilnahme am Sexualkundeunterricht in Polen ja eh freiwillig ist.

An den Biolehrer werd ich denken, wenn ich den Grundstein für die von mir initiierte katholische Schule legen werde, da gibt es so einen Schweinkram nicht, dafür jeden Tag alte Messe. Dabei fällt mir ein, daß der mir mal ne ziemlich miese Note gegeben hat, weil ich an der Tafel das männliche Glied nicht ausreichend beschreiben konnte. Dazu gab es noch eine moraline Standpauke, wie wenig ich über meinen Körper wisse usw. Hätte er gewußt, daß ich Katholik bin, wäre das ganze wohl noch unangenehmer geworden. Der Kerl war halt Agent einer falschen Weltanschauung. Viel schlimmer sind Herrschaften mit Mitra auf dem Kopf, die gegen die Kirche arbeiten. Die kotzen mich wirklich an.
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von anneke6 » Donnerstag 8. Januar 2009, 01:04

Mädchen haben in solchen Fällen vor vielem Angst, und wenn sie traditionell katholisch erzogen worden sind, gehört die Todsünde mit dazu, eindeutig. Aber Schwangerschaft ist wahrscheinlich das, was man noch am ehesten benennen mag. Alle anderen Ängste zählen für andersdenkende nicht. Die Todsünde kann man einem Un- oder Andersgläubigen nicht beweisen…aber daß Frauen schwanger werden können, das wird er nicht leugnen können. (Lediglich verdrängen, aber das ist eine andere Geschichte)
Deine katholische Schule werde ich mir auf jeden Fall mal angucken. ;)
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von Jacinta » Donnerstag 8. Januar 2009, 02:21

Da die meisten jungen Menschen nicht in dem beschriebenen Sinne katholisch erzogen werden, fehlt ihnen auch das Urechtsbewußtsein. Im Gegenteil: Es wird ihnen sogar ausdrücklich beigebracht, dass ich notwendig sei, erst mal verschiedene Partner sexuell auszuprobieren, um nicht die Katze im Sack zu kaufen. Außerdem heirate "man" doch heutzutage sowieso nicht mehr, wo doch auch die Scheidung so teuer sei... Meine Verwandten und Bekannten reden genau so!
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Re: Aussagen

Beitrag von overkott » Donnerstag 8. Januar 2009, 08:14

sofaklecks hat geschrieben:Und, Overkott, das ist kein Sex-, sondern ein Umweltthema.

Angeblich jedenfalls.

Ein Schelm wer anderes dabei denkt.

sofaklecks
Jeder Experte hat da so seine eigene Sichtweise. Wer männliche Sterilität erklären will, wird zunächst einmal medizinische Argumente zur Kenntnis nehmen. Da Ärzte keine Götter in weiß sind, dürfen selbst Laien kritisch nachfragen. Aber es kann schon sein, dass Ärzte darauf hinweisen, dass ein Überschuss an Hormen über den Harn ausgeschieden und damit tatsächlich zur Umweltbelastung wird. :ratlos: Allerdings werden wir uns auch nicht mit monokausalen Erklärungen zufrieden geben und fragen: Wie sieht es denn mit den psycho-somatischen und psycho-sozialen Ursachen aus? Haben Männer heute mehr Stress? Macht Stress impotent? Tragen sie zu enge Hosen? Sitzen sie zuviel? Ernähren sie sich falsch? Rauchen sie zuviel? Trinken sie zuviel Alkohol? Denken sie zu wenig an Kinder? :ikb_xmas:

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Beitrag von sofaklecks » Donnerstag 8. Januar 2009, 08:50

@lifestylekatholik

Kantorin hat da eine bedauerliche Entwicklung zu Recht beklagt, was sie in einen pseudoironischen Mantel gehüllt hat. Ich mach das öfter ebenso. Fällt unter kreuzfidel, Motto des Kreuzgangs. Darauf sollte man nicht so heftig reagieren, denn ernst war das nicht gemeint.

Generell tun mir die Jungs heutzutage leid, die in diesen pseudomännlichen Vorstellungen gefangen sind, es gelte, möglichst viele Frauen "flachgelegt" zu haben. Es geht ihnen wie jemandem, der sich ständig mit Fusel betrinkt.

@inabikari

Sei vorsichtig mit dem Fahrradsattel, mein Bester. Ich hatte vor zwei Jahren einen alarmierend erhöhten PSA-Wert bei der Vorsorgeuntersuchung, der meinen damaligen Urologen dazu veranlasste, eine Biopsie vorzuschlagen. Ich habe vorsichtshalber einen Kollegen von ihm befragt, der bei der Anamnese sich nach meinen sportlichen Aktivitäten erkundigt hat. Als er erfuhr, dass ich viel radfahre, wollte er wissen, was ich am Tag vor der Untersuchung gemacht hätte und als ich ihm sagte, ich sei eine grosse Tour gefahren, grinste er. Das war die Ursache für den erhöhten Wert. Seitdem achte ich darauf und hab normale Ergebnisse.

sofaklecks
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pierre10
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von pierre10 » Donnerstag 8. Januar 2009, 10:10

overkott hat geschrieben:Ich denke, dass sich unsere Zukunftsprobleme nicht in erster Linie technisch lösen lassen, sondern ethisch beantwortet werden müssen. Deshalb ist auch die Pille für den Mann oder die Frau nicht das Thema, sondern die Einstellung zu Sexualität und Kindern. Allen Unkenrufen zum Trotz erwarten die meisten Menschen in unserer Gesellschaft Glück und Geborgenheit in erster Linie in der Familie mit Kindern. Eine Gesellschaft, die für mehr als zwei Kinder pro Paar offen ist, hat die Chance tatsächlich zwei Kinder pro Paar zu bekommen. Zukunftschancen sind tatsächlich nicht nur die Frage einer christlichen oder konservativen Werthaltung. Die Finanzkrise hat jedoch gezeigt, dass sich die Zukunft durch Kinder nicht durch Aktien ersetzen lässt.
Danke, guter Kommentar.

Ich erinnere mich, dass vor etwa 15 Jahren ich einen Bericht las, dass in einem Fluss in Florida praktisch alle männlichen Krokodile verkümmerte Penisse hatten. Die Analyse des Flusswassers zeigte eine enorme Menge an Hormonen., haupts. Östrogene

Vielleicht aber liegt ein anderer Grund für die angebl, Minderung der sexuellen Aktivität des Mannes auch in der Überschätzung des Akts und den immer offener gezeigten Ansprüchen der Frauen, was Männer verunsichert und Konsequenzen hat.

Pierre.
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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incarnata
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Re: Männliche Sterilität durch "Pille"?

Beitrag von incarnata » Donnerstag 8. Januar 2009, 14:07

Zu unterscheiden ist der Rückgang der männlichen Libido von der der Potenz.Eine Teilursche der letzteren liegt in der Rückgang der Spermienqualität und Menge/ml,die von allen Instituten,die über Jahre Statistiken über ihre Spermiogramme führen berichtet wird.Dass eine wichtige Teilursache hierfür in der Belastung des Wassers mit Medikamentenrückständen,insbesondere Hormonen liegt,ist ebenfalls schon seit Jahren "Lehrstoff".Hormone in diesem Sinne sind neben den in der" Pille" verwendeten Östrogenen und Gestagenen insbesondere auch die Steroidhormone(Cortisonabkömmlinge),die als Therapeutika bei rheumatischen Erkrankungen,Ekzemen,multiplen Autoimmunkrankheiten segensreiche,als Anabolika in der Bodybuilder-und nicht nurSpitzen-sondern vor allem auch Breitensportlerszene missbräuchliche Anwendung finden.Schädlich ist eben unser "lifestyle" der den weiblichen wie den männlichen Körper nach Lust und Laune manipuliert.Der Rückgang der libido wiederum hängt mit der sexuellen Reizüberflutung im Alltag zusammen,die nur noch mit Abschalten der Aufnahmefähigkeit beantwortet werden kann.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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lifestylekatholik
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Re: Antworten

Beitrag von lifestylekatholik » Donnerstag 8. Januar 2009, 15:13

sofaklecks hat geschrieben:@lifestylekatholik

Kantorin hat da eine bedauerliche Entwicklung zu Recht beklagt, was sie in einen pseudoironischen Mantel gehüllt hat. Ich mach das öfter ebenso. Fällt unter kreuzfidel, Motto des Kreuzgangs. Darauf sollte man nicht so heftig reagieren, denn ernst war das nicht gemeint.
Was meinst du: Die polemische Behauptung, der "Artikel" sei unwissenschaftlich? Daran ist mir nichts "Pseudoironisches" aufgefallen. Oder meintest du ihre sexistische Äußerung über die Männer? Die war nicht "pseudoironisch" (was soll das überhaupt sein), sondern gehässig und selbstgerecht, und somit recht wenig fidel.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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