Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

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Quasinix
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Quasinix » Donnerstag 17. Februar 2011, 23:48

taddeo hat geschrieben:Aber ich erinnere mich an Zitate orthodoxer Lehräußerungen zu diesem Thema, die im wesentlichen gar nicht weit von "Humanae vitae" entfernt lagen (ich bin zu faul, die jetzt nochmal rauszusuchen). Und wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, dann liegt Jeremias mit seiner Meinung keinesfalls auf einer Linie mit dem, was zumindest die russischen Bischöfe dazu sagen.
Da die Beiträge von Jeremias seit Tagen nicht auch nur den geringsten Widerspruch auch nur eines einzigen orthodoxen Mitforisten erfahren, wie es umgekehrt der Fall wäre, wenn ein "Kirche von unten"-Polemiker seine Privatmeinung als Lehre der Katholischen Kirche verkaufen würde, bin ich mir da nicht mehr so sicher...
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Jeremias
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Jeremias » Donnerstag 17. Februar 2011, 23:54

Nota bene:
Das entfernte Zitat hätte ich niemals selber einem Katholiken oder der katholischen Kirche unterstellt. Das würde ich mir nicht wagen...
taddeo hat geschrieben: Deine Einstellung würde in unserem Laden bestens auf einen "Taufscheinkatholiken" passen. Sollte man Dich gar als "Taufscheinorthodoxen" bewerten müssen?
Unwahrscheinlich. :pfeif:
Quasinix hat geschrieben:Ich warte auch schon die ganze Zeit auf den erlösenden Beitrag irgendeines orthodoxen Mitforisten, der die Einstellung von Jeremias als genauso wenig "orthodox" bzw. überhaupt christlich entlarvt wie wir es umgekehrt mit den Äußerungen eines auf dem Papier katholischen "Kirche von unten"-Demagogen tun würden - daß dies bisher nicht geschehen ist, gibt mir ein ganz schlechtes Gefühl...
Eventuell, weil, wie immer noch nicht verstanden, es eine "orthodoxe Lehrmeinung" gar nicht gibt? Wie ich schon schrieb, als der Thread in der "Sakristei" war, ich finde es ja bewundernswert, wiewenige Kinder die griechischen Priester haben...
Ich finde mit Sicherheit einen kanonischen (gut, bei den Russen, wie von Taddeo schon so scharfsinnig festgestellt, eher nicht) Bischof, der voll akzeptiert ist, der meine Einstellung teilt. Eventuell aber keinen, der mir erlaubt, seine Massgaben in einem Internetforum zu diskutieren, weil das hier nicht hingehört...
Wie der Apostel sagt: Auch wenn man vom Götzenfleisch essen könnte, sollte das man nicht vor seinem Bruder tun, der daran Anstoss nimmt.
Ist allerdings akademisch, ich habe noch keinen Bischof dazu befragt.
Mary hat geschrieben:Jeremias redet von der oft traurigen Realität... andere hier vom Ideal (das natürlich wir Orthodoxen auch anstreben).
Ich fürchte, hierin liegt das Hauptproblem und die Verständigungsschwierigkeiten hier.
Darin sicher auch. Christlich gesehen habe ich eh schonmal (in einem anderen Forum vielleicht?) als Ideal den enthaltsamen Mönch hingestellt. Ob das aber ein machbares Ideal ist, weiss ich nicht. Ich tendiere eher zur Politik der kleinen Schritte, also überhaupt erstmal der Bewusstbarmachung, was Beziehung überhaupt ist und dann erst weitergehende Schritte.
Mary hat geschrieben:Im Refektorium ist natürlich die päpstliche Lehrmeinung geltend... in der Sakristei, wo das Thema gestartet wurde, aber nicht. Deshalb bitte zur Kenntnis nehmen, dass Humanae vitae - zumindest für Orthdoxe - nicht gleichbedeutend mit GOTTES Gebot ist...
Wobei ich ja für die Katholiken ja bereits die päpstliche Regel akzeptiert habe. Aber eben ohne die Diskussionen über den medizinischen Aspekt dadurch aufzugeben. Mir wurde schlicht wiederholt Dummheit, Verblendung, mangelndes Christentum, etc. pp. vorgeworfen, weil ich mich nicht sofort totstelle und um Verzeihung bitte, wenn grossartige Reden geführt werden. Und das lasse ich schlicht nicht auf mir sitzen.


Aber, um noch zum Abschluss einen versöhnlichen Satz (aus einer PN) zu zitieren: "Abgesehen von dem medizinischen Blödsinn halte ich die Meinungen, die sonst von den jetzigen Diskussionsgegnern gelesen werden können, für sehr annehmbar." (von mir).
Als Beispiel einfach nur die Ablehnung eines Robert Ketelhohn gegenüber Zwangskindergärten.

Also, auch wenn wir alle in dem vorliegenden Thema nicht überein kommen können, so glaube ich, dass wir in vielen anderen Themen eine Linie fahren können. Als da wäre angemessener Umgang der christlichen Konfessionen untereinander, Ablehnung von Modernismen in der Kirche, Wichtigkeit von christlicher Erziehung auch im Gegensatz zum Staat. Und mit diesem Versöhnungsversuch werde ich mich hier rausbegeben. EOD.
Orthodoxer. Physikdidaktiker. Rollenspieler. Liberaler. Konservativer. Modernist. Ökumenist.
Alles Titel, mit denen man mich bedenken kann, die deswegen mich trotzdem nicht gänzlich beschreiben.

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von taddeo » Donnerstag 17. Februar 2011, 23:54

Quasinix hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Aber ich erinnere mich an Zitate orthodoxer Lehräußerungen zu diesem Thema, die im wesentlichen gar nicht weit von "Humanae vitae" entfernt lagen (ich bin zu faul, die jetzt nochmal rauszusuchen). Und wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, dann liegt Jeremias mit seiner Meinung keinesfalls auf einer Linie mit dem, was zumindest die russischen Bischöfe dazu sagen.
Da die Beiträge von Jeremias seit Tagen nicht auch nur den geringsten Widerspruch auch nur eines einzigen orthodoxen Mitforisten erfahren, wie es umgekehrt der Fall wäre, wenn ein "Kirche von unten"-Polemiker seine Privatmeinung als Lehre der Katholischen Kirche verkaufen würde, bin ich mir da nicht mehr so sicher...
Nein, da bin ich mir schon sicher.
Der Unterschied zwischen den Orthodoxen und einer bestimmten Sorte "Römern" besteht vor allem darin, daß bei ersteren das Diskussionsbedürfnis über solche Themen bei weitem nicht so ausgeprägt ist. ;D Und was schon mal gesagt wurde, wiederholen sie auch nicht so gerne hundertmal (ganz anders als in ihrer Liturgie :tuete: ).
Außerdem haben wir nicht soviele Orthodoxe hier im Forum, die aus dem Stand zu solch spezifischen Themen lehramtliche Äußerungen einfach aus dem Ärmel schütteln könnten. Im Gegensatz zu uns müssen die meist länger suchen, bis sie betreffende Dokumente finden - und ob die dann auch noch in einer uns verständlichen Sprache vorliegen, ist nochmal ein anderes Thema.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Nietenolaf » Donnerstag 17. Februar 2011, 23:55

Quasinix hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Aber ich erinnere mich an Zitate orthodoxer Lehräußerungen zu diesem Thema, die im wesentlichen gar nicht weit von "Humanae vitae" entfernt lagen (ich bin zu faul, die jetzt nochmal rauszusuchen). Und wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, dann liegt Jeremias mit seiner Meinung keinesfalls auf einer Linie mit dem, was zumindest die russischen Bischöfe dazu sagen.
Da die Beiträge von Jeremias seit Tagen nicht auch nur den geringsten Widerspruch auch nur eines einzigen orthodoxen Mitforisten erfahren, ...
Was mich betrifft, kann ich einwerfen, warum das so ist:
1. Mich interessiert das Thema nicht. Man muß ja nicht zu allem etwas sagen.
2. Ich bin viel zu seltem im "Refektorium" unterwegs, um hier irgendwo "am Ball" zu bleiben...

taddeo hat geschrieben:Und was schon mal gesagt wurde, wiederholen sie auch nicht so gerne hundertmal (ganz anders als in ihrer Liturgie :tuete: ).

;D Dinge werden öfter 12 oder 40 Mal wiederholt. 120 Mal gibt es auch, ist aber ganz, gaaanz selten!
ἐὰν γὰρ ἀποϑάνῃ ἄνϑρωπος, ζήσεται συντελέσας ἡμέρας τοῦ βίου αὐτοῦ· ὑπομενῶ, ἕως ἂν πάλιν γένωμαι.

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Quasinix » Freitag 18. Februar 2011, 00:41

taddeo hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben:Da die Beiträge von Jeremias seit Tagen nicht auch nur den geringsten Widerspruch auch nur eines einzigen orthodoxen Mitforisten erfahren, wie es umgekehrt der Fall wäre, wenn ein "Kirche von unten"-Polemiker seine Privatmeinung als Lehre der Katholischen Kirche verkaufen würde, bin ich mir da nicht mehr so sicher...
Nein, da bin ich mir schon sicher.
Der Unterschied zwischen den Orthodoxen und einer bestimmten Sorte "Römern" besteht vor allem darin, daß bei ersteren das Diskussionsbedürfnis über solche Themen bei weitem nicht so ausgeprägt ist. ;D Und was schon mal gesagt wurde, wiederholen sie auch nicht so gerne hundertmal (ganz anders als in ihrer Liturgie :tuete: ).
Außerdem haben wir nicht soviele Orthodoxe hier im Forum, die aus dem Stand zu solch spezifischen Themen lehramtliche Äußerungen einfach aus dem Ärmel schütteln könnten. Im Gegensatz zu uns müssen die meist länger suchen, bis sie betreffende Dokumente finden - und ob die dann auch noch in einer uns verständlichen Sprache vorliegen, ist nochmal ein anderes Thema.
Ein einfaches "das sehe ich aber anders" ohne jeden Fußnotenapparat hätte ja schon genügt, um den Eindruck zu widerlegen, alle Orthodoxen sähen das so wie Jeremias.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Freitag 18. Februar 2011, 08:04

Quasinix hat geschrieben: Ein einfaches "das sehe ich aber anders" ohne jeden Fußnotenapparat hätte ja schon genügt, um den Eindruck zu widerlegen, alle Orthodoxen sähen das so wie Jeremias.
Also gut.

Ich sehe es insofern anders als Jeremias, als ich meiner Tochter die Pille nicht anraten würde - wegen der erwähnten gesundheitlichen Aspekte.
Sehr warm empfehlen tue ich ihr aber, für alle Fälle Kondome dabeizuhaben, falls sie ihren Vorsatz, nicht mit Jungs zu schlafen, irgendwann nicht mehr durchhalten zu können meint.
Selbstverständlich habe ich ihr alle Methoden, inklusive NER erklärt und die Selbstbeobachtung hat sie auch eine Zeitlang von mir abgeschaut und geübt.

soweit meine humble orthodox opinion... und nun bin ich weg
Mary
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von taddeo » Freitag 18. Februar 2011, 08:19

Nietenolaf hat geschrieben: ;D Dinge werden öfter 12 oder 40 Mal wiederholt. 120 Mal gibt es auch, ist aber ganz, gaaanz selten!
Kyrieleison ... ich weiß. :breitgrins:
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Raphael » Freitag 18. Februar 2011, 09:09

Quasinix hat geschrieben:Ein einfaches "das sehe ich aber anders" ohne jeden Fußnotenapparat hätte ja schon genügt, um den Eindruck zu widerlegen, alle Orthodoxen sähen das so wie Jeremias.
Sozialdoktrin der Russisch-orthodoxen Kirche hat geschrieben:XII.3. Eine religiös-sittliche Beurteilung muß auch die Frage der Empfängnisverhütung erfahren. Einige kontrazeptive Mittel besitzen eine praktisch abortive Wirkung, die bereits in den frühesten Stadien das Leben des Embryos künstlich beendet, weshalb diese Mittel dem für die Abtreibung geltenden Urteil unterliegen. Andere Mittel, die nicht mit dem Abbruch bereits beginnenden Lebens verknüpft sind, dürfen keineswegs einer Abtreibung gleichgestellt werden.
Bei Begründung ihrer Haltung zu den nichtabortiven Empfängnisverhütungsmitteln lassen sich die christlichen Ehegatten von der Überzeugung leiten, daß die Weitergabe des menschlichen Lebens eines der Hauptziele des durch Gott gestifteten Ehebundes ist (vgl. X.4). Der bewusste Verzicht auf Kinder aus egoistischen Erwägungen entwertet die Ehe und ist eine unbestreitbare Sünde.
(Quelle)

Jeremias filibustert hier nur 'rum .............
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von taddeo » Freitag 18. Februar 2011, 09:22

Ah, danke! Genau diesen Text hatte ich gemeint.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von ar26 » Freitag 18. Februar 2011, 09:35

In der Sakristei ist noch ein Video verlinkt, wo ein Bischof der OCA (ich weiß, von den Griechen nicht anerkannt) sagt, daß zwischen der Lehre seiner Kirche und der römischen kein Unterschied bestünde.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Freitag 18. Februar 2011, 15:54

Raphael hat geschrieben:
Quasinix hat geschrieben:Ein einfaches "das sehe ich aber anders" ohne jeden Fußnotenapparat hätte ja schon genügt, um den Eindruck zu widerlegen, alle Orthodoxen sähen das so wie Jeremias.
Sozialdoktrin der Russisch-orthodoxen Kirche hat geschrieben:XII.3. Eine religiös-sittliche Beurteilung muß auch die Frage der Empfängnisverhütung erfahren. Einige kontrazeptive Mittel besitzen eine praktisch abortive Wirkung, die bereits in den frühesten Stadien das Leben des Embryos künstlich beendet, weshalb diese Mittel dem für die Abtreibung geltenden Urteil unterliegen. Andere Mittel, die nicht mit dem Abbruch bereits beginnenden Lebens verknüpft sind, dürfen keineswegs einer Abtreibung gleichgestellt werden.
Bei Begründung ihrer Haltung zu den nichtabortiven Empfängnisverhütungsmitteln lassen sich die christlichen Ehegatten von der Überzeugung leiten, daß die Weitergabe des menschlichen Lebens eines der Hauptziele des durch Gott gestifteten Ehebundes ist (vgl. X.4). Der bewusste Verzicht auf Kinder aus egoistischen Erwägungen entwertet die Ehe und ist eine unbestreitbare Sünde.
(Quelle)

Jeremias filibustert hier nur 'rum .............
Hier nochmal das ganze Zitat (aus der genannten Quelle) Hervorhebungen von mir:
Der direkte Zusammenhang der Stelle sind übrigens Aussagen über Abtreibung (davor) und weitergehende Eingriffe in die menschliche Fruchtbarkeit (danach), und der Umfang des Gesagten zeigt doch, wie das Thema (nicht) gewichtet wird.
XII.3. Eine religiös-sittliche Beurteilung muß auch die Frage der
Empfängnisverhütung erfahren. Einige kontrazeptive Mittel besitzen eine praktisch
abortive Wirkung, die bereits in den frühesten Stadien das Leben des Embryos
künstlich beendet, weshalb diese Mittel dem für die Abtreibung geltenden Urteil
unterliegen. Andere Mittel, die nicht mit dem Abbruch bereits beginnenden
Lebens verknüpft sind, dürfen keineswegs einer Abtreibung gleichgestellt werden.
Bei Begründung ihrer Haltung zu den nichtabortiven
Empfängnisverhütungsmitteln lassen sich die christlichen Ehegatten von der
Überzeugung leiten
, daß die Weitergabe des menschlichen Lebens eines der
Hauptziele des durch Gott gestifteten Ehebundes ist (vgl. X.4). Der bewußte
Verzicht auf Kinder aus egoistischen Erwägungen entwertet die Ehe und ist eine
unbestreitbare Sünde.
74
Gleichzeitig sind die Eltern auch vor Gott für die vollwertige Erziehung der Kinder
verantwortlich
. Ein verantwortungsbewußtes Verhältnis zur Geburt von Kindern
wird u.a. auch durch eine zeitweilige Enthaltung bezeugt. Allerdings sind ebenso
die Worte des Apostels Paulus an die christlichen Ehegatten im Gedächtnis zu
bewahren: „Entzieht euch einander nicht, außer im gegenseitigen Einverständnis
und nur eine Zeitlang, um für das Gebet frei zu sein
. Dann kommt wieder
zusammen, damit euch der Satan nicht in Versuchung führt, wenn ihr euch nicht
enthalten könnt“ (1 Kor 7.5). Es ist selbstverständlich, daß die diesbezüglichen
Entscheidungen von den Ehegatten in gegenseitigem Einvernehmen und unter
Hinzuziehung des Rates eines Geistlichen getroffen werden müssen
. Letzterer hat
in jedem Einzelfall mit pastoraler Wachsamkeit die Lebensbedingungen des
Ehepaars, ihr Alter, ihre Gesundheit, die Stufe ihrer geistigen Reife sowie eine
Anzahl weiterer zusätzlicher Umstände in Erwägung zu ziehen, wobei auch eine
Unterscheidung zwischen jenen, die die hohen Anforderungen der Enthaltsamkeit
zu „erfassen“ imstande sind und jenen, denen es nicht „gegeben ist“ (Mt 19.11), zu
treffen und gleichzeitig für die Erhaltung und Festigung der Familie Sorge zu
tragen ist.
Der Heilige Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche verwies in seinem Beschlußpapier
vom 28.10.1998 die Priester, die einen geistlichen Dienst versehen, auf die
Unzulässigkeit des Zwangs oder der Nötigung der Kinder der Kirche, gegen ihren
Willen (...) auf eine eheliche Beziehung innerhalb der Ehe zu verzichten
“, und erinnerte
die Seelsorger nachdrücklich daran, „bei der Besprechung von Fragen, die Aspekte des
Ehe- und Familienlebens der Kinder der Kirche berühren, besondere Keuschheit wie
auch seelsorgliche Wachsamkeit zu zeigen“.
Wenn nun also die Pille als nicht primär abortiv gesehen wird.... ist die Haltung von Jeremias durchaus korrekt.
Alles in allem ist die Haltung der Orthodoxie in der Frage praxisbezogen und zurückhaltend in ihrer Einmischung in innereheliche Bereiche.
Zu bedenken ausserdem, dass diese Sozialdoktrin von der RUSSISCHEN Kirche gegeben wurde, für ihre Gläubigen.

@ar 26
Hätte sich dieser Bischof der OCA (wer war es?) da tatsächlich auf die Empfängnisverhütung bezogen und nicht eher auf zentralere Lehrinhalte wie die Dreiheit Gottes oder die Realpräsenz in der Eucharistie?

lg Maria
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von anneke6 » Freitag 18. Februar 2011, 21:09

ar26 hat geschrieben:In der Sakristei ist noch ein Video verlinkt, wo ein Bischof der OCA (ich weiß, von den Griechen nicht anerkannt) sagt, daß zwischen der Lehre seiner Kirche und der römischen kein Unterschied bestünde.
Wahrscheinlich meinst Du dies hier.
http://www.youtube.com/watch?v=thIzxgBw2xM

Es handelt sich hierbei um Metropolit Jonah (Paffhausen) — und es ist ein Zusammenschnitt von zwei Ansprachen.

In der ersten Ansprache sagt er: "The teaching of the Orthodox church, at least of the Russian Orthodox tradition, is no different than that of the Catholic church." Ferner sagt er unter anderem: Verhütung ist kein normaler Bestandteil der Ehe. Grundsätzlich sollte die Ehe offen sein für soviele Kinder, wie Gott schenken möchte. Die grunsätzliche geistliche Aufgabe ist es, Selbstsüchtigkeit zu überwinden. Kinder, kleine Kinder zu haben, ist eine ausgezeichnete Art, Selbstsüchtigkeit zu überwinden. Das gilt aber auch für die Pflege von Großeltern, Unterstüzung alter Eltern.

In der zweiten Ansprache sagt er, daß die heiligen Väter sich grundsätzlich einig sind, daß Verhütung falsch ist. "However, the Orthodox church does not have the same kind of discipline as the Roman Catholic church regarding…it's up to the discernment of the spiritual father of the couple." Normalerweise sollte ein Ehepaar komplett offen sein für das Geschenk von Kindern. Ab einer gewissen Zahl von Kindern (Jonah nennt hier vier, fünf…) und wenn man nicht mit mehr fertig wird oder es medizinische Probleme gibt, soll man den geistlichen Vater fragen. Wichtig sei, daß Sexualität nicht zu einer Art Hedonismus würde. Sehr wichtig hält Jonah die Unterscheidung bestimmter Formen von Verhütung. Er spricht hier von der "Pille danach und all den anderen Sachen, gewisse[n] Geräte[n]", die ein befruchtetes Ei abtöten, derartiges könne die Kirche nicht akzeptieren. Verhütung im eigentlichen Sinne — anstatt Abtreibung — sei nur gegeben wenn Spermien und Eizelle davor bewahrt werden, miteinander zu interagieren.
???

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Nassos
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Nassos » Freitag 18. Februar 2011, 21:41

ar26 hat geschrieben:In der Sakristei ist noch ein Video verlinkt, wo ein Bischof der OCA (ich weiß, von den Griechen nicht anerkannt) sagt, daß zwischen der Lehre seiner Kirche und der römischen kein Unterschied bestünde.
Von der Kirche von Griechenland oder vom Ökumenischen Patriarchat? (Ich weiß es wirklich nicht. Aufmerksam wurde ich erst, als Joseph das angeführt hatte).

Gruß,
Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Hermann2007 » Sonnabend 19. Februar 2011, 13:07

Wikipedia schreibt dazu
Die Autokephalie der OCA ist zwischen den anderen orthodoxen Kirchen umstritten. Sie wird von Moskau anerkannt, jedoch nicht von Konstantinopel.

Da nach orthodoxer Lehre in jedem Gebiet nur eine einzige autokephale Kirche existieren kann, der sich dann alle dort lebenden orthodoxen Christen anschließen müssen, wurde die Autokephalie vom ökumenischen Patriarchat nicht anerkannt, denn sonst hätten sich die griechischen Gemeinden in den USA auflösen und ihre Mitglieder sich den russischen Gemeinden anschließen müssen. Der Status der amerikanischen Kirche ist bis heute ein ungelöstes Problem in der Orthodoxie.

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Sonnabend 19. Februar 2011, 13:55

Hermann2007 hat geschrieben:Wikipedia schreibt dazu
Die Autokephalie der OCA ist zwischen den anderen orthodoxen Kirchen umstritten. Sie wird von Moskau anerkannt, jedoch nicht von Konstantinopel.

Da nach orthodoxer Lehre in jedem Gebiet nur eine einzige autokephale Kirche existieren kann, der sich dann alle dort lebenden orthodoxen Christen anschließen müssen, wurde die Autokephalie vom ökumenischen Patriarchat nicht anerkannt, denn sonst hätten sich die griechischen Gemeinden in den USA auflösen und ihre Mitglieder sich den russischen Gemeinden anschließen müssen. Der Status der amerikanischen Kirche ist bis heute ein ungelöstes Problem in der Orthodoxie.
Nach meinem Wissensstand ist die OCA (aus der russischen Mission am Ende des 19.Jh. über Alaska hervorgegangen) schon deutlich länger im Land als die griechischen Immigranten.
Ziel der Gründung der OCA war gerade, alle orthodoxen Kirchen unter einem Bischof in Amerika zu vereinen. Das kommende ökumenische Konzil wird auch solche Fragen behandeln, auch in Westeuropa herrscht ja die unkanonische Situation dass vielerorts Bischöfe verschiedener orthodoxen Kirchen nebeneinander regieren.

Dass Konstantinopel die OCA nicht anerkennt liegt wohl eher daran, dass die russische Mutterkirche der OCA die Autokephalie gewährte, ohne alle zu fragen. Wie und wann Autokephalie gewährt werden kann, auch darüber wird das Konzil befinden. Es sind halt neue Fragen...

Lg Maria
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 19. Februar 2011, 13:56

Mary hat geschrieben:Das kommende ökumenische Konzil [...]
Meinst du "kommend" allgemein, oder habe ich irgendwas verpasst? :hae?:
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Kai » Sonnabend 19. Februar 2011, 15:22

Ist hier das katholische Unterforum oder was?
"Und wenn da ein Tabernakel rumsteht – heute neigen Tabernakel ein wenig zum Rumstehen – dann wird der überhaupt nicht beachtet."
(Dr. W. Haßelberg-Dingenskirchen)

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Sonnabend 19. Februar 2011, 17:56

cantus planus hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:Das kommende ökumenische Konzil [...]
Meinst du "kommend" allgemein, oder habe ich irgendwas verpasst? :hae?:
Wir hoffen, dass es 2013 kommt... die Vorbereitungen sind im Gang.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 19. Februar 2011, 18:40

Mit "ökumenisch" ist dann also ein Konzil der orthodoxen Kirchen gemeint, oder? Ich höre zum ersten Mal, dass es ein Konzil geben soll.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Sonnabend 19. Februar 2011, 18:44

cantus planus hat geschrieben:Mit "ökumenisch" ist dann also ein Konzil der orthodoxen Kirchen gemeint, oder? Ich höre zum ersten Mal, dass es ein Konzil geben soll.
Ja, natürlich.

:ja:

Ich vergass wieder mal, dass hier nicht mehr die Sakristei ist.
:tuete:
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von taddeo » Sonnabend 19. Februar 2011, 19:39

cantus planus hat geschrieben:Mit "ökumenisch" ist dann also ein Konzil der orthodoxen Kirchen gemeint, oder? Ich höre zum ersten Mal, dass es ein Konzil geben soll.
Unter dem Stichwort "panorthodoxes Konzil" findest Du leichter Informationen dazu als unter "ökumenisch".
nemini parcetur

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von songul » Sonnabend 19. Februar 2011, 19:58

Kai hat geschrieben:Ist hier das katholische Unterforum oder was?
Mitunter ist man sich halt doch näher .... :breitgrins:

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Sonnabend 19. Februar 2011, 20:42

Was heißt "ökumenisch" in diesem Zusammenhang? Soll das ein Konzil von Rang der ersten sieben ökumenischen sein - ohne den Westen? :erschrocken:
Oder eher ein "Panorthodoxes Konzil"?

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von taddeo » Sonnabend 19. Februar 2011, 20:44

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Was heißt "ökumenisch" in diesem Zusammenhang? Soll das ein Konzil von Rang der ersten sieben ökumenischen sein - ohne den Westen? :erschrocken:
Oder eher ein "Panorthodoxes Konzil"?
Ein panorthodoxes. Aber wenn sich die Orthodoxen untereinander schon mal wenigstens auf die Einberufung einer gemeinsamen Synode einigen, dann ist das mindestens so "ökumenisch", als wenn Rom noch mit dabei wäre. ;D
nemini parcetur

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Sonnabend 19. Februar 2011, 20:59

;D

Beruhigend. "Ökumenisches Konzil" ist dann aber recht mißverständlich.

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 19. Februar 2011, 21:41

Naja, das sagen die Orthodoxen über einige unserer ökumenischen Konzilien ja auch... :pfeif:
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Berolinensis » Sonntag 20. Februar 2011, 11:39

cantus planus hat geschrieben:Naja, das sagen die Orthodoxen über einige unserer ökumenischen Konzilien ja auch... :pfeif:
Und was tut das zur Sache? Wieso muß die katholische Position hier immer von "Orthophilen" relativiert werden?

Mary
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Mary » Sonntag 20. Februar 2011, 12:13

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Was heißt "ökumenisch" in diesem Zusammenhang? Soll das ein Konzil von Rang der ersten sieben ökumenischen sein - ohne den Westen? :erschrocken:
Oder eher ein "Panorthodoxes Konzil"?
Nunja.. erstmal panorthodox...

und, wenn die Geschichte es will, respektive, wenn die Beschlüsse rezipiert werden, ein ökumenisches. Vorauseilende Hoffnung meinerseits, gewissermassen. :D

Mary
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Quasinix
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Quasinix » Sonntag 20. Februar 2011, 16:40

Berolinensis hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Naja, das sagen die Orthodoxen über einige unserer ökumenischen Konzilien ja auch... :pfeif:
Und was tut das zur Sache? Wieso muß die katholische Position hier immer von "Orthophilen" relativiert werden?
Genau das geht mir auch schon seit einer ganzen Weile gewaltig auf den Keks! Ist das falschverstandener Irenismus, will man damit nur die "Tradis" ärgern oder steht man letztlich nicht dazu, daß in jedem einzelnen Punkt, in dem es lehrmäßige Unterschiede gibt, jeweils die katholische Sicht die Wahrheit ist?
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cantus planus
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von cantus planus » Sonntag 20. Februar 2011, 16:47

Berolinensis hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Naja, das sagen die Orthodoxen über einige unserer ökumenischen Konzilien ja auch... :pfeif:
Und was tut das zur Sache? Wieso muß die katholische Position hier immer von "Orthophilen" relativiert werden?
Hier ist keine katholische Position relativiert worden, sondern eine objektiv bestehende Begriffsverwirrung angesprochen. Ich hätte ja wohl nicht so dämlich gefragt, wieso ein ökumenisches Konzil vor der Tür stünde, wenn ich nicht davon ausgegangen wäre, dass es sich um ein ökumenisches Konzil im römisch-katholischen Sinne handelte.
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von incarnata » Dienstag 8. März 2011, 19:01

Ein auch für med.Laien leicht lesbarer klarer Artikel zum Thema Pille unter dem Titel "Tödliches Risiko" verfasst von der niedergelassenen Gynäkologin Dr. Gabriele Marx,einer Konvertitin zum katholischen Glauben findet sich unter: http://www.der-durchblick.de
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Hubertus
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Re: Empfängnisverhütung, medizinisch-pharmazeutisch betrachtet

Beitrag von Hubertus » Montag 30. Mai 2011, 18:42

"50 Jahre Antibaby-Pille in Deutschland":
http://www.sueddeutsche.de/leben/jahre- ... -1.1102606
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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