Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

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Sempre
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Donnerstag 15. Dezember 2011, 22:47

Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden.
Die geltende Rechtsordnung reflektiert doch Indifferentismus pur.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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ar26
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Donnerstag 15. Dezember 2011, 23:22

Naja, der Bischof hat ja noch das Wörtchen "insofern", welches sich eben auf den privaten Charakter des Projektes bezieht, verwandt. Damit hat er sich tatsächlich nur auf die geltende Rechtsordnung berufen. Jedoch dürfte er nicht die nötige Ausbildung besitzen, die baurechtliche Zulässigkeit zu beurteilen.

Ich erinnere mich aber, daß Bischöfe auch bei baurechtlich zulässigen Objekten versuchten, Druck auf die Entscheider auszuüben. Konkret fallen mir Bischof Mussinghoff und das Kloster Reichenstein ein. Der Aachener war nicht so generös wie Küng.
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Florianklaus
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Florianklaus » Freitag 16. Dezember 2011, 14:10

lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
Der Bischof ist ein berufener Glaubenshüter. Es gibt auch unberufene Glaubenshüter. Einige tummeln sich in diesem Forum. Sie sind hauptsächlich mit zwei Dingen beschäftigt: Zum einen suchen sie nach aktuellen Aussagen der berufenen Glaubenshüter, um diese auf Ihrer selbstgebastelten Tradi - Goldwaage zu wiegen und ihnen immer den denkbar schlechtesten Sinn zu geben. Zum anderen machen Sie dies mit Aussagen des hl. Vaters, als er nocht nich Papst war, und unterziehen diese ihrer privaten Inquisition. Leider lassen die unberufenen Glaubenshüter uns zuweilen an ihren Erkenntnisse teilhaben.

Die Kritik an den Äußerungen von Bischof Küng gehört in die erste Kategorie.

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Peti
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Peti » Freitag 16. Dezember 2011, 15:02

Florianklaus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
Der Bischof ist ein berufener Glaubenshüter. Es gibt auch unberufene Glaubenshüter. Einige tummeln sich in diesem Forum. Sie sind hauptsächlich mit zwei Dingen beschäftigt: Zum einen suchen sie nach aktuellen Aussagen der berufenen Glaubenshüter, um diese auf Ihrer selbstgebastelten Tradi - Goldwaage zu wiegen und ihnen immer den denkbar schlechtesten Sinn zu geben. Zum anderen machen Sie dies mit Aussagen des hl. Vaters, als er nocht nich Papst war, und unterziehen diese ihrer privaten Inquisition. Leider lassen die unberufenen Glaubenshüter uns zuweilen an ihren Erkenntnisse teilhaben.

Die Kritik an den Äußerungen von Bischof Küng gehört in die erste Kategorie.
Florianklaus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
Der Bischof ist ein berufener Glaubenshüter. Es gibt auch unberufene Glaubenshüter. Einige tummeln sich in diesem Forum. Sie sind hauptsächlich mit zwei Dingen beschäftigt: Zum einen suchen sie nach aktuellen Aussagen der berufenen Glaubenshüter, um diese auf Ihrer selbstgebastelten Tradi - Goldwaage zu wiegen und ihnen immer den denkbar schlechtesten Sinn zu geben. Zum anderen machen Sie dies mit Aussagen des hl. Vaters, als er nocht nich Papst war, und unterziehen diese ihrer privaten Inquisition. Leider lassen die unberufenen Glaubenshüter uns zuweilen an ihren Erkenntnisse teilhaben.

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:klatsch:
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von civilisation » Freitag 16. Dezember 2011, 15:20

Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Es bringt nichts.

Oder doch?

Eben. - Zumindest kann man derartige Dinge hier dokumentieren. Dokumentiert wurde auch schon die Sonntagskollekte, die vor einigen Jahren in Köln seitens einer katholischen Pfarrei für den Moschee-Bau abgehalten worden ist.

"An ihren Früchten werden wir sie erkennen." Da ist mir ein Bischof Küng, der zumindest auf geltende Rechtsbestimmungen hinweist lieber, als ein Bischof Jäschke, der sich über alles hinwegsetzt und sich anbiedert.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Siard » Freitag 16. Dezember 2011, 20:07

Die Sache ist auch aus anderen Gründen problematisch, wurden doch die Waldviertler Stifte quasi vereinnahmt. Zumindest wurden Äußerungen der Initiatoren so ausgelegt, das die Stifte den Bau befürworten – allerdings hat sich nur Abt Christian von Altenburg entsprechend geäußert.
Andere hegen deutlich weniger sympathien für den Bau.

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Sempre
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Freitag 16. Dezember 2011, 22:34

Florianklaus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
Der Bischof ist ein berufener Glaubenshüter.
Mag sein, er klingt aber nicht so, wie ein berufener Glaubenshüter. Er klingt eher wie ein Anwalt des liberalen Staates.

Florianklaus hat geschrieben:Es gibt auch unberufene Glaubenshüter. Einige tummeln sich in diesem Forum.
Auch so ist es. Und das ist gut so, wenn die berufenen Glaubenshüter angesichts der Regeln des liberalen Staates über den Glauben schweigen.

Florianklaus hat geschrieben:Sie sind hauptsächlich mit zwei Dingen beschäftigt: Zum einen suchen sie nach aktuellen Aussagen der berufenen Glaubenshüter, um diese auf Ihrer selbstgebastelten Tradi - Goldwaage zu wiegen und ihnen immer den denkbar schlechtesten Sinn zu geben.
Quark. Der Sinn dessen, was der Glaubenshüter gesagt hat, war und ist unstrittig.

Florianklaus hat geschrieben:Zum anderen machen Sie dies mit Aussagen des hl. Vaters, als er nocht nich Papst war, und unterziehen diese ihrer privaten Inquisition. Leider lassen die unberufenen Glaubenshüter uns zuweilen an ihren Erkenntnisse teilhaben.
Und dann gibt es diejenigen, wie Du, Florianklaus, die ihren Unmut über andere Teilnehmer in allen ungelegenen Strängen ablassen, anstatt deren entsprechende Beiträge im entsprechenden Strang zu kommentieren. Sie ziehen es vor, immer wieder pauschale Vorwürfe gegen bestimmte Teilnehmer zu formulieren, anstatt konkret am rechten Ort auf die Inhalte der entsprechenden Beiträge einzugehen. Das ist unredlich und schafft ein übles Klima im Forum.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Pit » Freitag 16. Dezember 2011, 23:19

Florianklaus hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben: Dann weicht der Bischof aber aus:
Auf die Frage, ob der Stupa besser nicht entstehen sollte, antwortete Küng mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit in Österreich. Der Tempel entstehe auf einem privaten Baugrund, "insofern ist nichts dagegen einzuwenden". Er finde es aber richtig, so der Bischof, "dass die Bevölkerung weiß, worum es geht".
Ich sehe nicht, daß der Bischof durch diese Äußerung den Indifferentismus fördert.
So ist es,denn er tritt ja ausdrücklich dafür ein, die Bevölkerung darüber aufzuklären, was dort gebaut wird und sofern es sich um ein Privatgrundstück handelt, und der Bau nicht gegen geltendes Recht verstösst, ist die Sachlage eindeutig.
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Sempre
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Freitag 16. Dezember 2011, 23:55

Pit hat geschrieben:So ist es,denn er tritt ja ausdrücklich dafür ein, die Bevölkerung darüber aufzuklären, was dort gebaut wird und sofern es sich um ein Privatgrundstück handelt, und der Bau nicht gegen geltendes Recht verstösst, ist die Sachlage eindeutig.
Schlappe Argumentation. Genauso könnte man in diversen demokratischen Ländern darauf verzichten, eine Abtreibung zu verurteilen: Verstösst nicht gegen geltendes Recht.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Sonnabend 17. Dezember 2011, 16:56

Nicht ganz sempre, da die Kirche auch nach Dignitatis Humanae sich verpflichtet sieht, vom Staat die Einhaltung des Naturrechtes zu fordern (wozu auch ein Abtreibungsverbot gehört) nicht jedoch zwingend das Verbot des Baus von Heidentempeln. Interessant wird die Sache gleichwohl, wenn der Papst feststellt, daß den säkularen Staat das Naturrecht nicht zu interessieren scheint, so wie er es eben vor dem Bundestag tat. An der Stelle ließe sich dann nur noch eine dogmatische Lösung denken...
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 17. Dezember 2011, 19:44

lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
Den Bischof der geduldeten Minderheit im heidnischen Land geht es zunächst einmal prinzipiell gar nichts an, was die Heiden bauen.

Natürlich ist der Bau eines solchen Götzengreuels ein Übel. Aber ob und inwieweit man dagegen aus unserer Position heraus auf der politischen Ebene (und nur da! denn das ist keine Glaubenssache) etwas tun kann, ist eine Frage der Möglichkeiten und besonders der Klugheit.
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Robert Ketelhohn
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 17. Dezember 2011, 19:45

Sempre hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden.
Die geltende Rechtsordnung reflektiert doch Indifferentismus pur.
Jedermann sei untertan der Obrigkeit etc. pp.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 17. Dezember 2011, 19:47

ar26 hat geschrieben:Jedoch dürfte er nicht die nötige Ausbildung besitzen, die baurechtliche Zulässigkeit zu beurteilen.
Die Ausbildung nutzt dir ohne Akteneinsicht auch nichts.
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ar26
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ar26 » Sonnabend 17. Dezember 2011, 21:41

@ Robert
Das ist im Wesentlichen nicht falsch, es sei denn es wäre offenkundiger Verstoß festzustellen, etwa ein Wohnhaus im Außenbereich. Dann ist es aber umso klarer, daß der Bischof hier nichts beizutragen hat und besser zu anderen Dingen sprechen sollte.
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Edi
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Edi » Sonnabend 17. Dezember 2011, 22:22

Bischöfliche Inkompetenzkompensationskompetenz
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Florianklaus » Sonntag 18. Dezember 2011, 13:14

Sempre hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Zum anderen machen Sie dies mit Aussagen des hl. Vaters, als er nocht nich Papst war, und unterziehen diese ihrer privaten Inquisition. Leider lassen die unberufenen Glaubenshüter uns zuweilen an ihren Erkenntnisse teilhaben.
Und dann gibt es diejenigen, wie Du, Florianklaus, die ihren Unmut über andere Teilnehmer in allen ungelegenen Strängen ablassen, anstatt deren entsprechende Beiträge im entsprechenden Strang zu kommentieren. Sie ziehen es vor, immer wieder pauschale Vorwürfe gegen bestimmte Teilnehmer zu formulieren, anstatt konkret am rechten Ort auf die Inhalte der entsprechenden Beiträge einzugehen. Das ist unredlich und schafft ein übles Klima im Forum.
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Sascha B.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sascha B. » Dienstag 20. Dezember 2011, 23:31

Im Kalender für 2012 der Styler Mission gibts neben den christlichen Festtagen auch noch die der chinesischen und indischen Kultur und des Judentums und des Islams. Eine ganze Seite widmet sich dem "Mevlid", dem Fest der Geburt des kinderschändenen Irrlehrenstifters Muhammad. Man hat auch kein Problem damit ihn als "Propheten" zu bezeichnen.

Abartig was man so alles bekommt.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

ad_hoc
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 21. Dezember 2011, 01:03

Ja, die Steyler Missionare sind sehr herunter gekommen. Vermutlich habe ich einige der wenigen tieffrommen deutschen Patres und Brüder gerade noch kennenlernen dürfen. Sie sind mittlerweile alle verstorben.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Gamaliel
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Gamaliel » Montag 2. Januar 2012, 16:05

Die Pfarre St. Leonhard in Graz (Steiermark) hat sich für die nächsten Wochen ein ganz besonderes Programm ausgedacht:


MUSLIMINNEN UND MUSLIME IN GRAZ

Daraus:
Die erste [sc. Schwerpunktreihe des Spirituellen Montags] ist den MuslimInnen in Graz gewidmet. Es geht an 4 Abenden darum, sie und ihre Religion zu HÖREN, zu ERLEBEN und zu VERSTEHEN. [...] Unsere Information über den Islam beziehen viele von uns aber noch immer vorwiegend aus den Medien, die nicht selten ein verzerrtes Bild dieser Religion zeichnen.
Die einzelnen Programmpunkte umfassen etwa:
Hinführungsabend am 9. Jänner

Eine Einführung in den muslimischen Glauben von Muslima Mag. Selma Hajdarević-Kurtalić von SOMM.
Begegnungsabend am 23. Jänner

Wir sind zu Gast bei einer muslimischen Gemeinde und haben dort die Möglichkeit, das Abendgebet mitzufeiern. Es wird Koranrezitationen geben, sie werden religiöse Lieder singen, und uns Informationen über ihre Gemeinde und über den Bau ihrer Moschee geben.
Hat der Papst etwa das mit dem heurigen "Jahr des Glaubens" gemeint? Hinführung zum Mohammedanismus?

(In St. Leonhard ist übrigens auch der Altbischof der Diözese Graz-Seckau, Msgr. J. Weber, in der Seelsorge tätig.)

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Niels
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Niels » Donnerstag 26. April 2012, 10:02

"GottesGarten der Religionen – das Paradies berühren": http://www.erzbistum-bamberg.de/informa ... _id=14786
Erstmals in der Geschichte der Landesgartenschauen präsentieren sich die drei großen monotheistischen Weltreligionen gemeinsam. (...)
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 26. April ist gegen 11. Uhr die Eröffnung des Gottesgartens der Religionen mit Ministerpräsident Horst Seehofer geplant. Diese Feier wird geleitet von Erzbischof Ludwig Schick, der evangelischen Regionalbischöfin Dorothea Greiner, Rabbinerin Antje Yael Deusel sowie dem muslimischen Religionsattaché Cafer Acar. Musikalisch umrahmt wird dieser Gottesdienst von Bläsern des evangelischen Dekanats Bamberg.
Wenige Stunden später, um 16.3 Uhr, laden die drei monotheistischen Weltreligionen zur multireligiösen Feier auf der Hauptbühne ein. Geistliche von Christentum, Judentum und Islam stehen gemeinsam diesem Gottesdienst vor. Im Rahmen dieser Feier werden auch die jeweils wichtigsten Gebete gesprochen, das Sch’ma Israel“ der Juden, für die Christen das „Vater unser“ und für die Muslime die „Sure 1 des Korans“. Die Domband wird diesen Gottesdienst musikalisch gestalten. (...)
:vogel:

Eine Homepage gibt's auch: http://www.gottesgarten-bamberg.de
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

civilisation
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von civilisation » Donnerstag 26. April 2012, 10:48

Daß EB Schick da mitmacht ... :roll:

Das "Heute so - Morgen ganz anders" muß wohl eine Eigenschaft sein, die als Auswahlkriterium für Bischofsernennungen an oberster Stelle steht.

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Niels
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Niels » Donnerstag 26. April 2012, 10:58

civilisation hat geschrieben:Daß EB Schick da mitmacht ... :roll:

Das "Heute so - Morgen ganz anders" muß wohl eine Eigenschaft sein, die als Auswahlkriterium für Bischofsernennungen an oberster Stelle steht.
Stichwort: "Echternacher Springprozession"... :roll:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von HeGe » Donnerstag 26. April 2012, 11:16

So was gibt es in Köln doch auch oder ist jedenfalls geplant: http://www.garten-der-religionen-koeln.de/ Organisiert von "IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln e.V.".

Wer sich das Grauen auf einem Plan einmal ansehen möchte: http://www.garten-der-religionen-koeln.de/plan.gif
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Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 1. August 2012, 11:24

http://www.christ-katholisch.de/Gemeinde.html
Einladung zum 1. Bildwiesenfest auf dem Kräuterschauacker in Ebenweiler

am 18/19. August 212

Samstag, den 18. August

15. Uhr Binden der Kräuterbuschen

18. Uhr Vespergottesdienst

19. Uhr Grillabend

Sonntag, den 19. August

1.3 Uhr Eucharistiefeier nach der ökumenischen Limaliturgie

mit der röm.-kath. Pfarrgemeinde St. Urban

Hauptzelebrant: P. Klaus Schlapps OPR, Abt St. Severin

ab 11.3 Uhr Mittagstisch

anschließend Führungen durch den Kräutergarten


Lupus,

das ist doch ganz in Ihrer Nähe, nicht?

http://www.gemeinde-eichstegen.de/kirchen/
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Gamaliel » Donnerstag 11. Oktober 2012, 17:28

Tirol/Stift Wilten: Wiltener GARTENdankFEST der Religionen

Daraus:
Menschen verschiedener Religionen sind heute im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Wilten/Innsbruck zusammengekommen, um den Reichtum der Natur gemeinsam zu feiern und um Gott für die Schönheit der Schöpfung und für die Früchte der Erde zu danken.
[...]
Dankgebete von fünf Religionsgemeinschaften und eine gemeinsame Botschaft der Religionen waren die Zutaten des Festes.
Juden, Buddhisten, Christen, Muslime und Bahá´í aus Tirol verurteilten in ihrer Botschaft die Vernichtung von Lebensmitteln und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Pilgerer » Donnerstag 11. Oktober 2012, 21:38

Gamaliel hat geschrieben:Tirol/Stift Wilten: Wiltener GARTENdankFEST der Religionen

Daraus:
Menschen verschiedener Religionen sind heute im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Wilten/Innsbruck zusammengekommen, um den Reichtum der Natur gemeinsam zu feiern und um Gott für die Schönheit der Schöpfung und für die Früchte der Erde zu danken.
[...]
Dankgebete von fünf Religionsgemeinschaften und eine gemeinsame Botschaft der Religionen waren die Zutaten des Festes.
Juden, Buddhisten, Christen, Muslime und Bahá´í aus Tirol verurteilten in ihrer Botschaft die Vernichtung von Lebensmitteln und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen.
Haben die Buddhisten einen Gott?
Bei diesen Veranstaltungen besteht für die Christen oft die Gefahr, dass sie das Besondere der christlichen Botschaft verdrängen. Wissen sie noch, weshalb sie Christen sind bzw. weshalb man das sein sollte?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von civilisation » Mittwoch 24. Oktober 2012, 13:13

In der neuesten "Kirchlichen Umschau" findet sich eine Abbildung der "Interreligiösen Kapelle" in der Domus Carmelitana in Rom.

:roll:

Für die Nichtleser dieser Zeitschrift gibt es auch im Internet eine Abbildung dieser "Kapelle":

Bild

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Linus » Mittwoch 24. Oktober 2012, 18:13

Man wollte wohl Urkirchliche Hauskirche machen und versehentlich auf das Modell Wohnzimmer gegriffen.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von HeGe » Mittwoch 24. Oktober 2012, 19:46

Wenigstens kann man sich relativ sicher sein, dass dort keine hl. Messen stattfinden. Mit dem Rücken zum Volk feiern Priester, die dort verkehren, sicherlich keine Messe.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Juergen » Mittwoch 24. Oktober 2012, 19:51

Da is ja auch die Grünpflanze im weg
Gruß
Jürgen

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Maurus » Mittwoch 24. Oktober 2012, 20:28

HeGe hat geschrieben:Wenigstens kann man sich relativ sicher sein, dass dort keine hl. Messen stattfinden. Mit dem Rücken zum Volk feiern Priester, die dort verkehren, sicherlich keine Messe.
Wer sagt, dass die auf dem Glastisch da stattfinden muss? Es gibt doch einen hübschen Teppich :hmm: :aengstlich:

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von HeGe » Donnerstag 25. Oktober 2012, 00:34

Maurus hat geschrieben:Wer sagt, dass die auf dem Glastisch da stattfinden muss? Es gibt doch einen hübschen Teppich :hmm: :aengstlich:
Genau, der Stuhlkreis ist schon Establishment, der moderne Priester von heute feiert die Messe im Schneidersitz auf dem muselmanischen Gebetsteppich. :D

Ob denen übrigens aufgefallen ist, dass die Kreuze über dem Glastisch fast so angeordnet sind, wie im Wappen des Königreiches Jerusalem? Bild
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