Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

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Yeti
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Yeti » Donnerstag 8. September 2011, 09:17

Fridericus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Warum soll man sich also heute nicht mit anderen Glaubensgemeinschaften an einen Tisch setzen können?
Warum sollte man so etwas tun?
Z.B. aus intellektueller und theologischer Neugierde auf Meinungen anderer Menschen und aus Lust an der Kommunikation und der Vergewisserung und Überprüfung des eigenen Glaubens bzw. Bekenntnis. Ich zumindest schreibe deswegen hier...
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Maurus
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Maurus » Donnerstag 8. September 2011, 10:45

Sempre hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Nirgendwo ist ersichtlich, dass der Papst katholische Glaubenssätze zugunsten der Beseitigung eines Dissens aufgeben will. Das ergibt sich auch nicht aus einer gemeinsamen Wahrheitssuche, denn dabei kann es logischerweise nur um Gebiete gehen, auf denen noch keine endgültige dogmatische Definition vorgenommen wurde.
Weil nicht sein kann was nicht sein darf?
Bei so manchem ist es ja eher so, das sein muss, was nicht ist, damit für bestimmte Bestrebungen die passende Entschuldigung bereitliegt.
Wie aus dem Text hervorgeht, geht es gerade auch um Gebiete auf denen endgültige dogmatische Definition vorgenommen wurden. Es geht nämlich genau um die Gebiete, die den Dissens zwischen Kirche und Sekten ausmachen.
Auch dazu finde ich keinen Hinweis. Insbesondere keinen, dass Paul VI. vom überlieferten Glauben der Kirche abweichen wollte.

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Peti
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Peti » Donnerstag 8. September 2011, 11:01

Maurus hat geschrieben:
Bei so manchem ist es ja eher so, das sein muss, was nicht ist, damit für bestimmte Bestrebungen die passende Entschuldigung bereitliegt.
:ja:
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Sempre
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Donnerstag 8. September 2011, 15:51

Maurus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Wie aus dem Text hervorgeht, geht es gerade auch um Gebiete auf denen endgültige dogmatische Definition vorgenommen wurden. Es geht nämlich genau um die Gebiete, die den Dissens zwischen Kirche und Sekten ausmachen.
Auch dazu finde ich keinen Hinweis.
Ich suche es Dir gerne heraus:
Papst Paul VI. hat geschrieben:Wenn in der Tat das von uns verkündete Evangelium von Lehrstreitigkeiten [...] zerrissen erscheint [...]
Dass nun die Lehrstreitigkeiten zwischen Kirche und Sekten auch endgültige dogmatische Definitionen umfassen, setze ich einmal als bekannt voraus.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Maurus » Donnerstag 8. September 2011, 22:20

Sempre hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Wie aus dem Text hervorgeht, geht es gerade auch um Gebiete auf denen endgültige dogmatische Definition vorgenommen wurden. Es geht nämlich genau um die Gebiete, die den Dissens zwischen Kirche und Sekten ausmachen.
Auch dazu finde ich keinen Hinweis.
Ich suche es Dir gerne heraus:
Papst Paul VI. hat geschrieben:Wenn in der Tat das von uns verkündete Evangelium von Lehrstreitigkeiten [...] zerrissen erscheint [...]
Dass nun die Lehrstreitigkeiten zwischen Kirche und Sekten auch endgültige dogmatische Definitionen umfassen, setze ich einmal als bekannt voraus.
Es geht ja im Satz noch weiter: "...wie sollen dann die Empfänger unserer Verkündigung nicht verwirrt und auf Irrwege geführt werden oder gar an dieser Verkündigung Ärgernis nehmen?" Wollte der Papst die Lehre schleifen, dann wären das ja gar keine Irrwege mehr. Es wären plötzlich gangbare Wege. Das will er aber offenbar nicht.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Freitag 9. September 2011, 03:35

Maurus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Wie aus dem Text hervorgeht, geht es gerade auch um Gebiete auf denen endgültige dogmatische Definition vorgenommen wurden. Es geht nämlich genau um die Gebiete, die den Dissens zwischen Kirche und Sekten ausmachen.
Auch dazu finde ich keinen Hinweis.
Ich suche es Dir gerne heraus:
Papst Paul VI. hat geschrieben:Wenn in der Tat das von uns verkündete Evangelium von Lehrstreitigkeiten [...] zerrissen erscheint [...]
Dass nun die Lehrstreitigkeiten zwischen Kirche und Sekten auch endgültige dogmatische Definitionen umfassen, setze ich einmal als bekannt voraus.
Es geht ja im Satz noch weiter: "...wie sollen dann die Empfänger unserer Verkündigung nicht verwirrt und auf Irrwege geführt werden oder gar an dieser Verkündigung Ärgernis nehmen?"
Genau. Papst Paul VI. sorgt sich, dass die Verkündigung der Kirche und der Sekten bei den Empfängern zu Verwirrung und Ärgernis führt, solange Lehrstreitigkeiten zwischen Kirche und Sekten herrschen. Um dem abzuhelfen, ruft er zur gemeinsamen Wahrheitssuche der Kirche und der Sekten bzgl. derselben Lehrstreitigkeiten auf. Da diese Lehrstreitigkeiten auch endgültige dogmatische Definitionen umfassen, ruft er somit zur gemeinsamen Wahrheitssuche in bezug auf Lehren auf, die bereits endgültig dogmatisch definiert sind.

Maurus hat geschrieben:Wollte der Papst die Lehre schleifen, dann wären das ja gar keine Irrwege mehr. Es wären plötzlich gangbare Wege. Das will er aber offenbar nicht.
Du brauchst nicht zu spekulieren, was der Papst vielleicht will oder doch nicht, denn er sagt ja explizit, was er will: Er will gemeinsame Wahrheitssuche der Kirche und der Sekten.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Maurus » Freitag 9. September 2011, 21:21

Das hatten wir ja nun alles schon. Ich sehe weiterhin nur, dass deine Aussagen eine Interpretation deinerseits darstellen, von der ich mich frage, was sie nutzen soll und wieso man dem Papst solche Absicht unterstellt. Zumal Paul VI. ja nun keineswegs irgendwo ein Dogma geleugnet hat, nur um irgendeiner Sekte zu gefallen.

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Bernado
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Bernado » Freitag 9. September 2011, 22:28

Maurus hat geschrieben:Das hatten wir ja nun alles schon. Ich sehe weiterhin nur, dass deine Aussagen eine Interpretation deinerseits darstellen, von der ich mich frage, was sie nutzen soll und wieso man dem Papst solche Absicht unterstellt. Zumal Paul VI. ja nun keineswegs irgendwo ein Dogma geleugnet hat, nur um irgendeiner Sekte zu gefallen.
Es soll ja nichts nutzen - es ist Spaltungspropaganda.

Die auf dem Wege willkürlicher Interpretation gewonnenen Unterstellungen sind umso ärgerlicher, als Papst Paul VI. ja in Form des von ihm veranlaßten und vorgetragenen "Credo des Volkes Gottes" ein Glaubensbekenntnis abgelegt hat, in dem er selbst seinen Glauben und den der Kirche explizit darlegt, so daß danach für raunende Interpretationen in anderer Richtung schlichtweg kein Platz bleibt.

Wer sich einen Sinn dafür bewahrt hat, daß die gefallene Menschennatur immer wieder zur Fehlleistungen drängt, wird sich zu der Einsicht durchringen können, in der Person Papst Paul VI. einen Papst vorzufinden, der große Klarheit und Prinzipienfestigkeit in Fragen der Lehre mit ebenso großem Unvermögen in Fragen des Kirchenregiments verbindet. Er wäre nicht der erste Papst der Kirchengeschichte, der schmerzliche Inkompetenz auf einem (oder mehreren) Gebieten mit Fähigkeit zur Klarheit (oder zumindest Irrtumsfreiheit) in der Lehre verbindet. Gerade darin zeigt sich das Wirken des Hl. Geistes.

Es ist ein- und derselbe Papst, der in seinen theoretischen Ausführungen die Natur der Hl. Messe als Erlösungsopfer eindringlich unterstreicht (neben dem oben genannten Credo insbesondere Mysterium Fidei) und der andererseits mit seiner Unterstützung für die Bugnini-Reform die Tore geöffnet hat, durch die der Geist der Leugnung dieser Glaubenswahrheit eindringt. Dem Papst deshalb häretische Neigungen zu unterstelloen, ofenbart nicht nur mangelndes Differenzierungsvermögen, sonder zeigt auch einen beklagenswerten Mangel an Einsicht in das, was der Hl. Paulus als einen "Schatz in irdischen Gefäßen" beschreibt:
2. Kor. 4, 6-10 hat geschrieben:Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten,
der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben,
dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.
Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.
Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
Es ist ein alter Trick der Schlange, uns vorzugaukeln, daß auch das Gefäß aus Gold sein müßte.
Zuletzt geändert von Bernado am Freitag 9. September 2011, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Freitag 9. September 2011, 22:28

Maurus hat geschrieben:Das hatten wir ja nun alles schon. Ich sehe weiterhin nur, dass deine Aussagen eine Interpretation deinerseits darstellen, von der ich mich frage, was sie nutzen soll und wieso man dem Papst solche Absicht unterstellt.
Nein, Maurus, es handelt sich weder um eine Interpretation meinerseits, noch um eine Interpretation von Radio Vatikan. Papst Paul VI. und Papst Benedikt XVI. fordern die Kirche und die Sekten auf:
radiovaticana.org hat geschrieben:[M]an müsse gemeinsam nach Wahrheit und der Einheit der Kirche suchen.
Weder Radio Vatikan noch ich unterstellen eine Absicht. Die Absicht formuliert Papst Paul VI. selbst. Falls Du Dich nicht mehr erinnerst, suche ich Dir das aber auch gerne noch einmal heraus.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Sempre » Freitag 9. September 2011, 23:38

@Bernado

Deine Verteidigungsrede pro Paul VI. liest sich eher wie harte Kritik gegen denselben. Einen Vorwurf der Häresie oder der Neigung zur Häresie, gegen den Du zu schreiben Dich mühst, hat hier übrigens niemand erhoben.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Maurus » Montag 12. September 2011, 20:03

Sempre hat geschrieben:@Bernado

Deine Verteidigungsrede pro Paul VI. liest sich eher wie harte Kritik gegen denselben. Einen Vorwurf der Häresie oder der Neigung zur Häresie, gegen den Du zu schreiben Dich mühst, hat hier übrigens niemand erhoben.
Ach so. Na dann.

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Niels
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Niels » Sonntag 18. September 2011, 12:40

ChrisCross hat geschrieben:Gerade habe ich das hier in der Zeitung gefunden: Garten der Religionen. Im Kölner Stadt-Anzeiger gab es auch noch einen Artikel dazu.
Die "KNA" meldet: "Garten der Religionen" öffnet in Köln
In Köln ist am Freitag ein "Garten der Religionen" eröffnet worden. Damit solle ein Beitrag zur Akzeptanz religiöser Verschiedenheit geleistet werden, erklärte der Initiator, der Katholische Verband Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln (IN VIA). Besucher erwarten in einem Rundgang insgesamt elf Stationen. Fünf von ihnen repräsentieren jeweils eine Weltreligion. Sieben weitere bilden Themenbereiche wie "Wüste" oder "Brunnen", die allen Religionen gleichsam innewohnen.
Der nach Angaben der Initiatoren deutschlandweit erste "Garten der Religionen" ist nach Plänen der Architektin Maria Mandt entstanden. Die Gestaltung der 1.750 Quadratmeter großen Anlage kostete 120.000 Euro und wurde durch Eigenmittel sowie Spenden finanziert. (...)
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von HeGe » Dienstag 25. Oktober 2011, 11:04

ChrisCross hat geschrieben:Gerade habe ich das hier in der Zeitung gefunden: Garten der Religionen. Im Kölner Stadt-Anzeiger gab es auch noch einen Artikel dazu.
In der von mir in einem anderen Strang erwähnten Ausgabe der Kölner Kirchenzeitung (http://www.kiz-koeln.de/fileadmin/webfi ... 11_38.pdf) befindet sich auf Seite 24 ein Bericht über diesen Garten. Gruselig. :panisch:

Daraus ein kleines Zitat:
„Ziel des Gartens ist die Förderung aller Religionen [sic!] und im Herzen von Köln einen Ort der Toleranz, des Friedens und Begegnung zu schaffen“, erläuterte Werner Höbsch, Leiter des Referates Dialog und Verkündigung im Erzbistum, der die Gäste durch den Klostergarten führte.
Bild
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von overkott » Dienstag 25. Oktober 2011, 18:11

Das passt gut zu Assisi 3. Der Garten der Religionen erinnert uns an das Paradiees. Wir finden es - so der Heilige - in der Schrift.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von civilisation » Dienstag 25. Oktober 2011, 18:14

overkott hat geschrieben:Das passt gut zu Assisi 3. Der Garten der Religionen erinnert uns an das Paradiees. Wir finden es - so der Heilige - in der Schrift.
Aber nur, wenn man eine 3D-Brille aufgesetzt hat. 8)

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Niels » Montag 28. November 2011, 14:29

Aus einem "Grußwort" von Erzbischof Thissen: http://www.erzbistum-hamburg.de/ebhh/bi ... ectID=3939
(...) im Auftrag aller Gläubigen im Erzbistum Hamburg habe ich heute mit Ihnen, sehr geehrte Frau Bischöfin Fehrs, Ihre Einführung zur evangelischen Bischöfin für Hamburg und Lübeck gefeiert(...) Ich wünsche mir sehr, dass Sie den Wind Gottes auch im gemeinsamen ökumenischen Wirken erfahren werden. Dieser geisterfüllte Wind war für mich deutlich zu spüren, als wir vor fünf Monaten hier im Dom und in der unmittelbaren Nachbarschaft das Gedenken der vier Lübecker Märtyrer feierten.
In vielen ökumenischen Gesprächen und Begegnungen, im gemeinschaftlichen Beten und Feiern, im gemeinsamen Zeugnis von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist zwischen der Nordelbischen Kirche und dem Erzbistum Hamburg viel Gutes gewachsen. Im Glauben an den dreifaltigen Gott haben wir eine tief wurzelnde Geschwisterschaft gefunden. Diese Geschwisterschaft macht es uns möglich, die ökumenische Hoffnung bei allem Auf und Ab stets mit Leben und Kraft zu erfüllen.
Ich freue mich sehr darauf, zusammen mit Ihnen die Menschen im Norden zum Evangelium Christi einzuladen. Besonders liegt es mir am Herzen, gemeinsam dem Auftrag Jesu zu folgen und der weitverbreiteten Perspektivlosigkeit in unserem Land die Stirn zu bieten.
Sehr geehrte Frau Bischöfin Fehrs! Zu Ihrer Einführung wünsche ich Ihnen von Herzen Gottes Segen!
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ad_hoc
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ad_hoc » Dienstag 29. November 2011, 01:57

.......ein Babbler vor dem Herrn.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Gamaliel
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Gamaliel » Montag 5. Dezember 2011, 09:58

Schüler der katholischen Saint-Pierre-Schule in der Gemeinde Les Essarts (Frankreich) besuchen die etwa 20km entfernte Moschee in La Roche-sur-Yon und lernen dort den Islam kennen:




(Quelle)



Nachtrag:

Bericht auf katholisches.info:
Katholische Schüler zum „Gebet“ in Moschee gebracht

Daraus:
Lehrkräfte der Schule brachten Ende Oktober ihre Schüler der 5. Grundschulklasse in die Moschee von La Roche-sur-Yon. Ziel des „Schulausgangs“ war das „spielerische“ Erfassen des Islam im Zeichen von interkultureller und interreligiöser „Verständigung“. Den Schülern wurden von Moscheebeauftragten die islamischen Gebetspraktiken erklärt, die von den Kindern „spielerisch“ nachvollzogen wurden. Die jungen französischen Katholiken, so die Absicht der Lehrer, sollten „ermutigt“ werden, den Islam „besser kennenzulernen“.
Zuletzt geändert von Gamaliel am Montag 5. Dezember 2011, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von HeGe » Montag 5. Dezember 2011, 10:47

Man stelle sich das mal umgekehrt vor, was für einen Aufschrei das gäbe. :panisch:
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Vulpius Herbipolensis » Montag 5. Dezember 2011, 14:43

"5. Grundschulklasse" ...

Soweit ich weiß, entspricht das ja auch vom Alter her unserer fünften Klasse, sprich: der ersten Klasse des Gymnasiums.
Ich frage mich, wie man einen Katholiken - sagen wir einmal: jenseits der zweiten Klasse, oder was weiß ich -
dazu bringt, bei so einer Sache mitzumachen.
V.a. sich dann auch noch in der Moschee niederzuwerfen! :panisch:

Ich versuche einfach, mir das vorzustellen: Es werden ja sicherlich zumindest einige der Kinder regelmäßig in die Kirche gehen,
einige auch ministrieren ... Merkwürdig.

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Yeti
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Yeti » Montag 5. Dezember 2011, 18:40

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:"5. Grundschulklasse" ...

Soweit ich weiß, entspricht das ja auch vom Alter her unserer fünften Klasse, sprich: der ersten Klasse des Gymnasiums.
Ich frage mich, wie man einen Katholiken - sagen wir einmal: jenseits der zweiten Klasse, oder was weiß ich -
dazu bringt, bei so einer Sache mitzumachen.
V.a. sich dann auch noch in der Moschee niederzuwerfen! :panisch:

Ich versuche einfach, mir das vorzustellen: Es werden ja sicherlich zumindest einige der Kinder regelmäßig in die Kirche gehen,
einige auch ministrieren ... Merkwürdig.
Ganz einfach. Indem man sagt: "Das Christentum ist keine Religion der Antworten, sondern der Fragen. Die dunkelsten Kapitel der Kirche sind diejenigen, in denen Antworten gegeben wurden." (Zitat eines kirchlichen Mitarbeiters der Schulabteilung der Diözese Trier als Begründung auf die Frage, weshalb er den Einsatz des "Youcat"-Katechismus in Schulen ablehne.) Man kann dann zwar feststellen, dass man offenbar einer anderen Religion angehört als der Zitierte, konsequent ist es aber dann tatsächlich, die im "eigenen Verein" geschmähte Frömmigkeit denjenigen Religionen angedeihen zu lassen, die Antworten geben. Inkonsequent ist es allerdings dann aber wiederum auch, sich von einer solchen Ortskirche aushalten zu lassen.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Gamaliel » Montag 12. Dezember 2011, 11:56

In Niederösterreich, im tiefsten Waldviertel will seit einiger Zeit eine Wiener Stiftung das größte buddhistische Friedensdenkmal Europas errichten. In den vergangenen Monaten gab es einige gemeindepolitische Querelen rund um die Einbindung der Bevölkerung in das Projekt. Jüngst meldete sich auch der nunmehrige Europaparlamentarier Ewald Stadler zu Wort:
Quelle hat geschrieben:Der Jurist, BZÖ-NÖ-Chef und ehemalige Volksanwalt Ewald Stadler sichert einer Initiative zur Verhinderung des Baus seine rechtliche Unterstützung zu. "Wir brauchen diesen Götzentempel nicht", sagt er.


Wie stehen Katholiken und kirchliche Behörden zu dem Projekt?
Quelle hat geschrieben:Der katholische Diözesanbischof Klaus Küng, der angeblich Kontakt zur Stiftung hat, will sich jedenfalls ebenso wenig zum Projekt oder den Aktivitäten seiner Schäfchen im Zusammenhang damit äußern wie Kardinal Christoph Schönborn.

Am Gymnasium in Krems ist man im Zuge des Religionsunterrichts sehr interessiert an den Heiden:
BORG Krems hat geschrieben:Am 24. Oktober 211 wurden die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Zuge des Religionsunterrichts zu einem Vortrag über das Stupa-Projekt (http://www.stupa.at) in Gföhl begrüßt.

Mit Hilfe einer interessanten Präsentation wurden der Buddhismus und das Leben buddhistischer Mönche, aber auch der Sinn einer Stupa vorgestellt. [...] Nach einer kurzen, aber sehr entspannenden Meditationsübung durften Interessierte ihre Fragen loswerden. [...] Zur Unterstützung für den Bau der Stupa überreichten die SchülerInnen dem koreanischen Mönch Sunim eine kleine Geldspende.

Der Altenburger Abt Haidinger und weitere kirchliche Vertreter weisen "feindselige und diffamierende" Aussagen zurück:
Waldviertler Friedenstempel: Respektvolle Diskussion gefordert

Daraus:
"Wenn praktizierende Katholiken den Buddhismus als Sekte hinstellen oder bezogen auf das geplante Bauwerk von einem 'Götzentempel' sprechen, wird damit eine Grenze überschritten." Dies erinnere an Zeiten, "in denen man die Gotteshäuser anderer Religionen auf feindselige Weise diffamierte".
[...]
Zuletzt habe auch Papst Benedikt XVI. Ende Oktober zum Friedenstreffen in Assisi Buddhisten eingeladen. Dieser Geist des echten Dialogs, der Verständigung und des aufrichtigen Respekts vor dem religiös Anderen sollte auch im Umgang mit dem konkreten Vorhaben in Gföhl bestimmend sein.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von martin v. tours » Montag 12. Dezember 2011, 19:47

Als was sonst als einen "Götzentempel" soll man dieses Bauwerk als gläubiger Christ bezeichnen?
Ja man kann Buddhisten gegenüber tolerant sein und sie respektieren,aber wenn man als Christ nicht mehr in der Lage ist offen zu bekennen das das Christentum die einzig wahre Religion ist,dann hat das Salz seinen Geschmack verloren.
Seinen eigenen Glauben aufrecht und mutig zu bekennen heisst nicht zwangsläufig, Menschen anderen Glaubens geringschätzig zu behandeln.
Es geht mir auf den Zeiger wenn einem dies von "modernen Katholiken" immer unterstellt wird.

Mehr Rückgrat, bitte!
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Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Peregrin » Dienstag 13. Dezember 2011, 00:57

Gamaliel hat geschrieben:Der Altenburger Abt Haidinger und weitere kirchliche Vertreter weisen "feindselige und diffamierende" Aussagen zurück:
Das ist umso alberner, als die österreichischen Buddhisten im Allgemeinen als Apostaten auch militante Kirchenfeinde sind. Den Haß, der einem von denen entgegenschlägt, kenne ich sonst nur noch von "Freidenkern".
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von cantus planus » Dienstag 13. Dezember 2011, 12:05

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:"5. Grundschulklasse" ...

Soweit ich weiß, entspricht das ja auch vom Alter her unserer fünften Klasse, sprich: der ersten Klasse des Gymnasiums.
Ich frage mich, wie man einen Katholiken - sagen wir einmal: jenseits der zweiten Klasse, oder was weiß ich -
dazu bringt, bei so einer Sache mitzumachen.
V.a. sich dann auch noch in der Moschee niederzuwerfen! :panisch:

Ich versuche einfach, mir das vorzustellen: Es werden ja sicherlich zumindest einige der Kinder regelmäßig in die Kirche gehen,
einige auch ministrieren ... Merkwürdig.
Jenseits der zweiten Klasse? Grundschule? Also, da ist man wirklich noch sehr manipulierbar.
Und dank des... äh... hervorragenden schulischen Religionsunterrichts wäre mir das auch in der dreizehnten Klasse noch egal gewesen. Mir wäre gar nicht aufgefallen, was daran so verwerflich sein soll.
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Peregrin » Mittwoch 14. Dezember 2011, 01:25

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:"5. Grundschulklasse" ...
Der kleine Franzose kennt das nicht anders, der wird ja auch ins Panthéon geschleift und muß dort Kotau machen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Gamaliel » Donnerstag 15. Dezember 2011, 15:52

Der Bischof von St. Pölten äußert sich nun doch zum oben erwähnten Stupa-Projekt:

Küng äußert Vorbehalte gegenüber buddhistischem Bauprojekt

Daraus:
"Warum wird der größte Stupa Europas ausgerechnet mitten im Waldviertel errichtet?" Ihm sei nicht bekannt, dass es im Waldviertel eine so große Zahl von Buddhisten gebe, die diesen Bau begründen könnte.

Als weiteren "Punkt, der mich stört", nannte Bischof Küng unklare Information über die Ausrichtung des Projekts. "In der Öffentlichkeit wird von einem Welt-Friedens-Denkmal mit umgebendem Friedensgarten geredet. Nach meinen Informationen entsteht hier aber ein religiöses Zentrum von koreanischen Mönchen der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus." Das sei kein Denkmal, sondern ein Tempel mit Reliquien und Opfergaben, wandte Küng ein.
Dann weicht der Bischof aber aus:
Auf die Frage, ob der Stupa besser nicht entstehen sollte, antwortete Küng mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit in Österreich. Der Tempel entstehe auf einem privaten Baugrund, "insofern ist nichts dagegen einzuwenden". Er finde es aber richtig, so der Bischof, "dass die Bevölkerung weiß, worum es geht".

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 15. Dezember 2011, 15:56

Gamaliel hat geschrieben: Dann weicht der Bischof aber aus:
Auf die Frage, ob der Stupa besser nicht entstehen sollte, antwortete Küng mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit in Österreich. Der Tempel entstehe auf einem privaten Baugrund, "insofern ist nichts dagegen einzuwenden". Er finde es aber richtig, so der Bischof, "dass die Bevölkerung weiß, worum es geht".
Ich sehe nicht, daß der Bischof durch diese Äußerung den Indifferentismus fördert.

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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von ChrisCross » Donnerstag 15. Dezember 2011, 17:13

Florianklaus hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben: Dann weicht der Bischof aber aus:
Auf die Frage, ob der Stupa besser nicht entstehen sollte, antwortete Küng mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit in Österreich. Der Tempel entstehe auf einem privaten Baugrund, "insofern ist nichts dagegen einzuwenden". Er finde es aber richtig, so der Bischof, "dass die Bevölkerung weiß, worum es geht".
Ich sehe nicht, daß der Bischof durch diese Äußerung den Indifferentismus fördert.
Wenn er meint, es spräche nichts gegen den bau, nur wiel er auf einem privaten Grundstück entstehen soll, ist das doch recht klar, oder? Die propheten machen es doch so vor und auch die Vernunft gebietet, dass nur Gott Verehrung zukomme, der heidnische Irrtum gegenüber der Wahrheitr kein Recht hat. Wenn der Bischof meint, dass wäre auf einem Privatgrundstück nicht so, ist das schon ziemlich indifferent. Denn er wurde hier als Bischof, nicht als Anwalt des Staates Österreich befragt.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

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Florianklaus
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 15. Dezember 2011, 17:16

ChrisCross hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben: Dann weicht der Bischof aber aus:
Auf die Frage, ob der Stupa besser nicht entstehen sollte, antwortete Küng mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit in Österreich. Der Tempel entstehe auf einem privaten Baugrund, "insofern ist nichts dagegen einzuwenden". Er finde es aber richtig, so der Bischof, "dass die Bevölkerung weiß, worum es geht".
Ich sehe nicht, daß der Bischof durch diese Äußerung den Indifferentismus fördert.
Wenn er meint, es spräche nichts gegen den bau, nur wiel er auf einem privaten Grundstück entstehen soll, ist das doch recht klar, oder? Die propheten machen es doch so vor und auch die Vernunft gebietet, dass nur Gott Verehrung zukomme, der heidnische Irrtum gegenüber der Wahrheitr kein Recht hat. Wenn der Bischof meint, dass wäre auf einem Privatgrundstück nicht so, ist das schon ziemlich indifferent. Denn er wurde hier als Bischof, nicht als Anwalt des Staates Österreich befragt.
Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.

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lifestylekatholik
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von lifestylekatholik » Donnerstag 15. Dezember 2011, 17:20

Florianklaus hat geschrieben:Der Verweis auf die geltende Rechtsordnung kann m.E. nicht als Indifferentismus ausgelegt werden. Jedesmal gegen die Bauten nichtkatholischer Religionsgemeinschaften Stellung zu beziehen, bringt doch nichts.
Ein Bischof, ein Glaubenshüter, der gegen den Bau eines Heidentempels »nichts einzuwenden« hat. Du offensichtlich auch nicht?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Thomas_de_Austria
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Re: Förderung des Indifferentismus durch kirchliche Behörden

Beitrag von Thomas_de_Austria » Donnerstag 15. Dezember 2011, 17:27

Nicht, dass das jetzt von allzu großer Bedeutung ist, aber soll das dort nicht ein Chörten werden? 's ist wohl eher ein Götzenschrein (eventuell mit deren "Reliquien"), als ein Götzentempel ...

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