Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

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Florianklaus
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Florianklaus » Montag 20. Juni 2016, 11:44

Vir Probatus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Erzähl! Welche bestimmte Leistung bezahlst Du?
Ich bin der Meinung, daß ich damit die Vorhaltung von Seelsorge bezahle.
Ich fürchte, mit dieser Meinung bist Du nicht allein. Aber eine Anspruchshaltung begründet noch keinen Anspruch.

Vir Probatus
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Vir Probatus » Montag 20. Juni 2016, 12:04

Florianklaus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Erzähl! Welche bestimmte Leistung bezahlst Du?
Ich bin der Meinung, daß ich damit die Vorhaltung von Seelsorge bezahle.
Ich fürchte, mit dieser Meinung bist Du nicht allein. Aber eine Anspruchshaltung begründet noch keinen Anspruch.
Ansprüche stellt dann eher die Kirche, wenn sie Zahlungen einfordert, aber keine Leistungen mehr erbringt.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Vir Probatus » Montag 20. Juni 2016, 12:13

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Dann lies doch 'mal bitte die Passage in Mt 21, 12 ff. und eine gute diesbezügliche Exegese.
Jesus jagte die Händler aus dem Tempel?
Heute wären das die Eintreiber der Kirchensteuer.
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Raphael
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Raphael » Montag 20. Juni 2016, 12:19

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Dann lies doch 'mal bitte die Passage in Mt 21, 12 ff. und eine gute diesbezügliche Exegese.
Jesus jagte die Händler aus dem Tempel?
Heute wären das die Eintreiber der Kirchensteuer.
Eine gute diesbezügliche Exegese sollen Sie lesen, keine willkürliche Eigen-Exegese vornehmen! :regel:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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taddeo
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von taddeo » Montag 20. Juni 2016, 12:28

Vir Probatus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Erzähl! Welche bestimmte Leistung bezahlst Du?
Ich bin der Meinung, daß ich damit die Vorhaltung von Seelsorge bezahle.
Das stimmt natürlich dem Grundsatz nach.
Aber wenn es - zB aus personellen Gründen - nicht mehr möglich ist, "Seelsorge vorzuhalten", dann ist dieser Anspruch nur noch theoretisch gegeben. Andererseits muß man kein großer Prophet sein, um abzusehen, daß in diesem Fall die Kirchensteuer in der jetzigen Form obsolet wird und nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
nemini parcetur

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Vir Probatus » Montag 20. Juni 2016, 12:42

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Das kann man natürlich machen: Aber ich bezahle mit meiner Kirchensteuer auch eine bestimmte Leistung,
Dann lies doch 'mal bitte die Passage in Mt 21, 12 ff. und eine gute diesbezügliche Exegese.
Jesus jagte die Händler aus dem Tempel?
Heute wären das die Eintreiber der Kirchensteuer.
Eine gute diesbezügliche Exegese sollen Sie lesen, keine willkürliche Eigen-Exegese vornehmen! :regel:
Und wo kann ich diese Exegese finden?
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Sempre
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Sempre » Dienstag 21. Juni 2016, 02:04

Wir bringen Gaben, Brot und Kollekte, damit der Priester in Persona Christi das Brot in himmlisches Brot wandle und uns speise.

Ich stimme da Vir Probatus insoweit zu, wenngleich ich bloß glaube, dass das früher mal so war.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Niels
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Niels » Mittwoch 13. September 2017, 13:08

"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Yeti
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Yeti » Freitag 1. Dezember 2017, 12:50

Generalvikar: Das Ruhrbistum nicht auflösen
Kreuzknappe hat geschrieben:Zusammengelegt wird in deutschen Diözesen immer nur an der Basis. Während die evangelische Kirche die Anzahl ihrer Diözesen schon reduziert hat, ist dies für die katholische Kirche offenbar ein Tabuthema. Aber brauchen wir wirklich noch 27 Diözesen? Wäre da nicht eine Einspar-Chance und auch ein Vorbild für Zusammenlegungen auf der unteren Ebene? [...] Generalvikar Klaus Pfeffer wehrt sich gegen solche Ideen, unter anderem mit einem interessanten Grund: In der Diözese sei "ein starkes WIR-Gefühl" entstanden, und da stelle sich doch die Frage: "Warum sollten wir uns auseinanderreißen lassen?"
Ob dem Generalvikar schon mal die Idee gekommen ist, das genau dies auch auf die Pfarrgemeinden vor Ort zutrifft, bei denen das Auseinanderreißen von oben verordnet trotz starkem WIR-Gefühl stattfinden muss...?
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Niels
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Niels » Freitag 1. Dezember 2017, 13:35

Yeti hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 12:50
Generalvikar: Das Ruhrbistum nicht auflösen

Aber besser wäre das wohl - aus mehreren Gründen.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Caviteño » Freitag 1. Dezember 2017, 13:43

Niels hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 13:35
Yeti hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 12:50
Generalvikar: Das Ruhrbistum nicht auflösen

Aber besser wäre das wohl - aus mehreren Gründen.
Vor allem wäre es einfach: Die alten Grenzen dürften noch bekannt sein und jede Pfarrei geht dahin zurück, wo sie hergekommen ist.
Eine solche Auflösung des Bistums würde auch dem PEP (Pfarreientwicklungsprozeß) eine höhere Akzeptanz verleihen.

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Yeti
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Yeti » Freitag 1. Dezember 2017, 15:48

Kardinal Marx weiß auch schon, von wem zukünftige Pfarreien geführt werden könnten: Kardinal Marx möchte, dass Laien Pfarrgemeinden leiten
"Der Priester leitet natürlich in besonderer Weise durch die Feier der Eucharistie und die Verkündigung des Wortes Gottes. Aber es gibt viele Aufgaben, die täglich organisiert und geleistet werden müssen in Seelsorge und Verwaltung. Dafür muss der Priester nicht zwingend der Chef sein. Ich finde ohnehin, dass heutzutage nicht mehr in einem autoritären Stil durchregiert werden sollte. So nach dem Motto: Einer muss das Sagen haben, die anderen knallen die Hacken zusammen und gehorchen"
Genau, Herr Kardinal. Deshalb hatten Ihre Wahlaufrufe gegen die AfD auch so wenig Erfolg. Practice what you preach. :/ Ich denke, dass spätestens bei einer gewollten Übergabe der Gemeindeleitung an Laien Papst Franziskus sich nicht mehr als Projektionsfläche für modernistische Träumereien hergeben wird. Das wird dann eine Ent-Täuschung im wirklich positiven Sinne sein.
#gottmensch statt #gutmensch

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Niels
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Niels » Freitag 1. Dezember 2017, 15:56

Yeti hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 15:48
Ich denke, dass spätestens bei einer gewollten Übergabe der Gemeindeleitung an Laien Papst Franziskus sich nicht mehr als Projektionsfläche für modernistische Träumereien hergeben wird. Das wird dann eine Ent-Täuschung im wirklich positiven Sinne sein.
Zumal das diesseitige Leben aller Menschen, auch in Rom, begrenzt ist. :nuckel:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 1. Dezember 2017, 16:43

stimmt ich erinnere aber daran daß man sich damit schon im Pontifikat Paul VI "getröstet " hat tja dann kam Assisi usw. also wird auch der Nachfolger von Franziskus nichts wieder zurücknehmen substantiel hat ja auch Josef Ratzinger nichts korrigiert es kam nur der Liturgie Freizeitpark "Tradiland" dazu wenn die lieben Kleinen brav und still sind was das Konzil und die Reformen betrifft dürfen sie dort spielen

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Niels » Freitag 1. Dezember 2017, 20:44

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 16:43
stimmt ich erinnere aber daran daß man sich damit schon im Pontifikat Paul VI "getröstet " hat tja dann kam Assisi usw. also wird auch der Nachfolger von Franziskus nichts wieder zurücknehmen substantiel hat ja auch Josef Ratzinger nichts korrigiert es kam nur der Liturgie Freizeitpark "Tradiland" dazu wenn die lieben Kleinen brav und still sind was das Konzil und die Reformen betrifft dürfen sie dort spielen
Onkel Primus... falscher Strang. :blinker:
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 2. Dezember 2017, 16:04

Großpfarreien schaden Hirten und Herde und machen den Priesterberuf unattraktiv – Ein Gespräch über Strukturreformen mit Pfarrer Guido Rodheudt. Von Regina Einig:

„Horrorvision engagierter Seminaristen“

Dass es auch anders (oder zumindest moderater) geht, zeigt die folgende Pressemeldung des Bistums Passau:

Bistum Passau strukturiert um - Pfarreien sollen entlastet werden
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 2. Dezember 2017, 17:35

der hute Hw sollte aus seinem liturgischen Elfenbeinturm kommen
wo ist der Priesterberuf in deutschsprachigen Diözesen den aktraktiv
icch denke der Hw Herr hat Angst um seinen Elfenbeinturm

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Petrus
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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Petrus » Sonnabend 2. Dezember 2017, 18:44

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 2. Dezember 2017, 16:04
Großpfarreien schaden Hirten und Herde und machen den Priesterberuf unattraktiv – Ein Gespräch über Strukturreformen mit Pfarrer Guido Rodheudt. Von Regina Einig:

„Horrorvision engagierter Seminaristen“
hieraus zitiert:

"Entweder haben Sie einen Artikel gewählt, der älter als 7 Tage ist oder Sie haben in diesem Monat die maximale Anzahl von 5 freien Artikeln erreicht."

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 2. Dezember 2017, 19:11

Petrus hat geschrieben:
Sonnabend 2. Dezember 2017, 18:44
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 2. Dezember 2017, 16:04
Großpfarreien schaden Hirten und Herde und machen den Priesterberuf unattraktiv – Ein Gespräch über Strukturreformen mit Pfarrer Guido Rodheudt. Von Regina Einig:

„Horrorvision engagierter Seminaristen“
hieraus zitiert:

"Entweder haben Sie einen Artikel gewählt, der älter als 7 Tage ist oder Sie haben in diesem Monat die maximale Anzahl von 5 freien Artikeln erreicht."
Dann versuch’s mal hier! ;)
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Petrus » Sonnabend 2. Dezember 2017, 20:06

danke Dir.

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Re: Neuordnung der Diözesen und der Seelsorge

Beitrag von Yeti » Donnerstag 7. Dezember 2017, 11:41

Yeti hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 15:48
Kardinal Marx weiß auch schon, von wem zukünftige Pfarreien geführt werden könnten: Kardinal Marx möchte, dass Laien Pfarrgemeinden leiten
"Der Priester leitet natürlich in besonderer Weise durch die Feier der Eucharistie und die Verkündigung des Wortes Gottes. Aber es gibt viele Aufgaben, die täglich organisiert und geleistet werden müssen in Seelsorge und Verwaltung. Dafür muss der Priester nicht zwingend der Chef sein. Ich finde ohnehin, dass heutzutage nicht mehr in einem autoritären Stil durchregiert werden sollte. So nach dem Motto: Einer muss das Sagen haben, die anderen knallen die Hacken zusammen und gehorchen"
Genau, Herr Kardinal. Deshalb hatten Ihre Wahlaufrufe gegen die AfD auch so wenig Erfolg. Practice what you preach. :/ Ich denke, dass spätestens bei einer gewollten Übergabe der Gemeindeleitung an Laien Papst Franziskus sich nicht mehr als Projektionsfläche für modernistische Träumereien hergeben wird. Das wird dann eine Ent-Täuschung im wirklich positiven Sinne sein.
Auf Papst Franziskus ist Verlass, ich sagte es ja. Er erteilt einer Vorstellung von "Berufung", wie sie in den Süppchen der subalternen laikal-hauptamtlichen Bistumsadministrationen immer wieder kolportiert wird, eine klare Absage:
Botschaft des Heiligen Vaters zum Weltgebetstag für geistliche Berufe hat geschrieben:Und jeder von uns ist gerufen – zum Leben als Laie in der Ehe, zu dem des Priesters im Weiheamt oder zu einem in besonderer Weise geweihten Leben – um ein Zeuge des Herrn zu werden, hier und jetzt. [...] Der Herr ruft immer wieder neu dazu auf, mit ihm zu leben und ihm in einer Beziehung besonderer Nähe nachzufolgen, ihm unmittelbar zu Diensten zu sein. Und wenn er uns verstehen lässt, dass er uns dazu beruft, uns ganz seinem Reich zu weihen, brauchen wir keine Angst haben! Es ist schön – und es ist eine große Gnade – ganz und für immer Gott geweiht zu sein und für den Dienst an den Schwestern und Brüdern!
"Weihe" ist ein klarer theologischer und liturgischer terminus technicus:
Die Tagespost hat geschrieben:Diskrete Korrektur: Eine im Jahr der Jugendsynode notwendige Klarstellung enthält die in dieser Woche veröffentlichte Botschaft des Heiligen Vaters zum Weltgebetstag für geistliche Berufe. In klassischer Manier wird hier die Standeswahl des Christen beschrieben. Die Frage, wie Nachfolge konkret aussieht, beantwortet Papst Franziskus, indem er eine Lanze für die Tradition bricht: als Laie in der Ehe oder in einem in besonderer Weise Christus geweihten Leben. Das ist eine Absage an geistliche Gleichmachungstendenzen und zugleich ein Fingerzeig darauf, dass gottgeweihtes Leben aus der Breite des Gottesvolkes herausragt. In Zeiten unscharfer Begriffe und fehlender Grenzziehungen in vielen Pfarreien gibt Franziskus jungen Menschen eine Orientierungshilfe. Die jeweils eigene Sendung von Priestern und Laien anzuerkennen hat auch Konsequenzen für das Kirchenverständnis.
#gottmensch statt #gutmensch

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