Gelungene Bischofswappen

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Linus
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Linus » Sonntag 6. Januar 2013, 07:32

:kugel:

ich hätts halt nicht völlig 1:1 agekupfert.

PS.: Müsste Gänswein nicht ein einfaches Vortragekreuz haben (ein Querbalken)im Wappen?
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Protasius
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Protasius » Sonntag 6. Januar 2013, 11:03

Linus hat geschrieben::kugel:

ich hätts halt nicht völlig 1:1 agekupfert.

PS.: Müsste Gänswein nicht ein einfaches Vortragekreuz haben (ein Querbalken)im Wappen?
Als Titularerzbischof sind zwei Balken Wikipedia zufolge richtig.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von iustus » Sonntag 6. Januar 2013, 12:17

Auf der vorigen Seite sieht man etwas weiter oben ja auch die Wappen von Johannes Paul I. als Bischof, Patriarch und Kardinal. Beim Bischofswappen ist ein einfaches Kreuz, beim Patriarchen- und beim Kardinalswappen jeweils ein Kreuz mit zwei Querbalken.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Peregrin » Sonntag 6. Januar 2013, 19:37

civilisation hat geschrieben:Morgen ist seine Bischofsweihe, hier ist heute schon sein Wappen: Erzbischof Georg Gänswein

Was bedeuten eigentlich der Mohrenkönig und der Bär mit Packsattel?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Protasius
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Protasius » Sonntag 6. Januar 2013, 19:42

Peregrin hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:Morgen ist seine Bischofsweihe, hier ist heute schon sein Wappen: Erzbischof Georg Gänswein

Was bedeuten eigentlich der Mohrenkönig und der Bär mit Packsattel?
Der Bär stammt aus der Korbinianslegende.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

civilisation
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von civilisation » Sonntag 6. Januar 2013, 20:06

Der Mohrenkopf ist nicht ungewöhnlich in der europäischen Heraldik. Bis zum heutigen Tag erscheint er auf vielen Wappen Sardiniens und Korsikas, sowie auf verschiedenen Blasons adeliger Familien. Auch im Wappen Papst Pius’ VII., Barnaba Gregorio Chiaramonti (18–1823), erscheinen drei Mohrenköpfe. Aber in der italienischen Heraldik trägt der Mohr generell ein weißes Band um den Kopf, was auf einen befreiten Sklaven hindeutet; er ist nicht gekrönt, wie es in der germanischen Heraldik der Fall ist. In der bayerischen Tradition erscheint der Mohrenkopf in der Tat sehr oft und wird als »caput ethiopicum« oder »Freisinger Mohr« bezeichnet.
Im linken Feld des Schildes erscheint ein Bär in natürlicher Farbe (braun), der einen Packsattel auf dem Rücken trägt. Eine alte Tradition erzählt, wie sich der erste Bischof von Freising, der hl. Korbinian (geboren um 68 in Chârtres, Frankreich, gestorben am 8. September 73) zu Pferd auf die Reise nach Rom begab. Im Wald wurde er von einem Bären angegriffen, der ihm das Pferd riß. Dem Heiligen gelang es nicht nur, den Bären zu zähmen, sondern ihn auch mit seinem Gepäck zu beladen und sich von ihm bis nach Rom begleiten zu lassen. Daher wird der Bär mit einem Packsattel auf dem Rücken dargestellt. Eine einfache Interpretation dieser Symbolik sieht in dem durch die Gnade Gottes gezähmten Bären den Bischof von Freising selbst, und im Packsattel die von ihm getragene Last des Episkopats.
=> Das Wappen von Papst Benedikt XVI.
http://www.vatican.va/holy_father/bened ... vi_ge.html

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von leander12 » Sonntag 6. Januar 2013, 21:19

Der mor, der bär und die muschel sind ja aus dem wappen vom papst. Ursprünglich aber benutzt als erzbischof von munchen. Der bär geht doch dabei auf eine sage zurück. Der hl kilian hat den doch iwie gezahmt!?

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Kilianus » Sonntag 6. Januar 2013, 22:40

Korbinian, Du Simbel. Kilian hat sich nicht mit Viechzeug abgegeben, sondern lieber gleich die richtigen Herausforderungen gesucht und sich mit einer Frau angelegt. Deshalb ist er ja auch Martyrer. :regel:
Zuletzt geändert von Kilianus am Sonntag 6. Januar 2013, 22:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Hubertus » Sonntag 6. Januar 2013, 22:40

leander12 hat geschrieben:kilian
Korbinian.

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von taddeo » Montag 7. Januar 2013, 09:05

Kilianus hat geschrieben:Kilian hat sich nicht mit Viechzeug abgegeben, sondern lieber gleich die richtigen Herausforderungen gesucht und sich mit einer Frau angelegt. Deshalb ist er ja auch Martyrer. :regel:
:kugel:
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von leander12 » Montag 7. Januar 2013, 15:29

gut dann wars der korbinian :D

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Granuaile » Dienstag 8. Januar 2013, 21:44

Erzbischof Georg Gänswein stammt aus Waldshut und wurde für die Erzdiözese Freiburg zum Diakon und später zum Priester geweiht. Er hat also mit der Erzdiözese München und Freising grundsätzlich nichts zu tun. Dennoch übernimmt er nun die Münchener / Freisinger Zeichen Mohrenkopf / Bär / Muschel in sein Wappen. Ganz offensichtlich zeigt er damit seine tiefe Verbundenheit mit der Person des gegenwärtigen Papstes, und dies mit voraussehbarer Wirkung über das Ende des Pontifikats hinaus.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von taddeo » Dienstag 8. Januar 2013, 21:51

Das seh ich auch so. Die Hälfte seiner Existenz ist es, diesem Papst zu dienen. Da paßt es schon, wenn dessen Wappen die Hälfte seines eigenen ausmacht. Und der Georgsdrachen macht sich auch gut. Nur was der Stern bedeutet, ist mir nicht klar. Ich hätt eher noch ne Gans erwartet.
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von ChrisCross » Dienstag 8. Januar 2013, 22:24

Paul Badde deutet in der Welt an, warum da der Stern zu sehen ist:
"Cooperatores veritatis" heißt der bischöfliche lateinische Wahlspruch des Papstes: "Mitarbeiter der Wahrheit". Erzbischof Gänswein hat für sein nun notwendiges Bischofswappen als Wahlspruch die Worte gewählt: "Testimonium perhibere veritati" ("Für die Wahrheit Zeugnis ablegen").

Noch sprechender aber ist das ganze Wappen. Da hängt sein Wappenschild an einem Patriarchalkreuz mit zwei Querbalken und hat zwei Hälften. Links darin befindet sich das Wappen Benedikt XVI., mit der Muschel des heiligen Augustinus und aller Jakobspilger, dem Freisinger Mohr und dem Bären des heiligen Korbinian.

Rechts davon aber spuckt nun in Blau ein Drache Feuer gegen das Haus des Papstes – allerdings senkrecht durchbohrt von einer Lanze aus der Höhe unter dem Stern von Bethlehem. Es ist eine radikal kühne und undiplomatische Sprache, die "Pater Georg" nun als Erzbischof in seinen Schild aufgenommen hat. Vom heiligen Georg, dem Drachentöter, weiß er aber auch, dass dem Biest die Köpfe immer wieder nachwachsen.
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Linus » Mittwoch 9. Januar 2013, 09:25

taddeo hat geschrieben:Das seh ich auch so. Die Hälfte seiner Existenz ist es, diesem Papst zu dienen. Da paßt es schon, wenn dessen Wappen die Hälfte seines eigenen ausmacht. Und der Georgsdrachen macht sich auch gut. Nur was der Stern bedeutet, ist mir nicht klar. Ich hätt eher noch ne Gans erwartet.

Nachdem man heutzutage vermehrt sprechende Wappen macht hätte ich ne Gans und einen Weinschoppen erwartet.
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Niels
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Niels » Mittwoch 9. Januar 2013, 09:35

Linus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Das seh ich auch so. Die Hälfte seiner Existenz ist es, diesem Papst zu dienen. Da paßt es schon, wenn dessen Wappen die Hälfte seines eigenen ausmacht. Und der Georgsdrachen macht sich auch gut. Nur was der Stern bedeutet, ist mir nicht klar. Ich hätt eher noch ne Gans erwartet.

Nachdem man heutzutage vermehrt sprechende Wappen macht hätte ich ne Gans und einen Weinschoppen erwartet.
Ich auch. :D
(Oder eine Flasche Gänsewein. :tuete: :narr: )
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von leander12 » Mittwoch 9. Januar 2013, 13:59

Granuaile hat geschrieben:Erzbischof Georg Gänswein stammt aus Waldshut und wurde für die Erzdiözese Freiburg zum Diakon und später zum Priester geweiht. Er hat also mit der Erzdiözese München und Freising grundsätzlich nichts zu tun. Dennoch übernimmt er nun die Münchener / Freisinger Zeichen Mohrenkopf / Bär / Muschel in sein Wappen. Ganz offensichtlich zeigt er damit seine tiefe Verbundenheit mit der Person des gegenwärtigen Papstes, und dies mit voraussehbarer Wirkung über das Ende des Pontifikats hinaus.
das stimmt leider nicht. wikipedia weis es mal wieder besser:
Im Oktober 1986 wurde er für ein Aufbaustudium im Fach Kirchenrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München freigestellt. Ab 1988 war Gänswein Wissenschaftlicher Assistent von Winfried Aymans und nach dem Abschluss des kanonistischen Studiums mit dem Lizenziat ab 1989 zudem auch als Richter am Erzbischöflichen Konsistorium und Metropolitangericht des Erzbistums München und Freising sowie als Subsidiar an St. Peter in München seelsorgerisch tätig. 1991 reichte er seine von Winfried Aymans als Doktorvater betreute Dissertationsschrift mit dem Titel Kirchengliedschaft gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Zur Vorgeschichte, Erarbeitung und Interpretation der konziliaren Lehraussagen über die Zugehörigkeit zur Kirche ein und wurde nach dem Rigorosum 1993 summa cum laude zum Dr. iur. can. promoviert.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von civilisation » Freitag 11. Januar 2013, 14:50

Das war übrigens das Wappen von Erzbischof (jetzt Kardinal) James Michael Harvey, dem Amtsvorgänger von Erzbischof Gänswein:


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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von civilisation » Freitag 11. Januar 2013, 14:52

Und hier noch ein "lustiges" Wappen von Bischof Zeno Hastenteufel (Novo Hamburgo):



:D

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von cantus planus » Freitag 11. Januar 2013, 14:59

civilisation hat geschrieben:Und hier noch ein "lustiges" Wappen von Bischof Zeno Hastenteufel (Novo Hamburgo):
:vogel:

Wie kommt man nur auf sowas?

:ikb_stretcher:
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von ChrisCross » Freitag 11. Januar 2013, 15:02

:vogel: Ich dachte, das wäre ein Scherz. Aber offenbar hat der Bischof das wirklich gemacht. :auweia: Hat denn niemand unter Johannes Paul II. danach geschaut, wer da zum Bischof werden sollte?
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von cantus planus » Freitag 11. Januar 2013, 15:03

ChrisCross hat geschrieben:Hat denn niemand unter Johannes Paul II. danach geschaut, wer da zum Bischof werden sollte?
Nein. Das war ja eines der Hauptprobleme dieses Pontifikats (dessen Wappen - anbei bemerkt - heraldisch bekanntlich ebenfalls daneben war).
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von civilisation » Freitag 11. Januar 2013, 15:06

cantus planus hat geschrieben:
Wie kommt man nur auf sowas?

:ikb_stretcher:
Du weißt doch:
http://www.youtube.com/watch?v=ALhF5qd5B3k

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von leander12 » Freitag 11. Januar 2013, 15:14

omann :D tunkt der doch glatt das mikro ins weihwasser :hmm:

Bild

das wappen des hochmeisters des deutschritterordens. Das Generalkapitel des Deutschen Ordens wählte Bruno Platter als Nachfolger von Arnold Wieland am 25. August 2000 in Lana zu ihrem Hochmeister, dem 65. Hochmeister seit 1198. Er empfing durch den Bischof von Bozen-Brixen, Wilhelm Egger, am 29. Oktober 2000 die Abtsbenediktion.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Niels » Freitag 11. Januar 2013, 15:32

civilisation hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Wie kommt man nur auf sowas?

:ikb_stretcher:
Du weißt doch:
http://www.youtube.com/watch?v=ALhF5qd5B3k
:D
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Wappen des Heiligen Vaters Benedikt XVI

Beitrag von maxxl2 » Sonntag 13. Januar 2013, 13:22

Zur Zeit wird in der deutschen Wikipedia die Ausführung der Blasonierung diskutiert. Da hier sehr viel Sachverstand vorhanden ist, möchte ich Euch bitten, sich als dritte Meinung dort einzubringen.
Kardinalfrage ist: ist diese Ausführung
Bild
von Mons. Andrea Cordero Lanza di Montezemolo mit dem Freisinger Mohr mit Zackenkrone aus dem Jahre 2005 oder diese aktuelle Ausführung
Bild
von der Website des Presseamtes des Heiligen Stuhles mit dem Freisinger Mohr mit Lilienkrone als offiziell, amtlich und gebräuchlich anzusehen.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von taddeo » Sonntag 13. Januar 2013, 13:34

Erstmal herzlich willkommen hier im Kreuzgang - und danke für das Kompliment von wegen "Sachverstand"!
Es wird sich zeigen, ob der hier tatsächlich im angenommenen Ausmaß vorhanden ist. :pfeif: ;D

Zu Deiner Frage: Es gibt einen eigenen Wikipedia-Artikel über den Mohren in der Heraldik, wo dem Freisinger Mohr ein eigener ausführlicher Abschnitt gewidmet ist. ALLE dort gezeigten Beispielbilder (sowohl historische als auch Gemeindewappen aus dem Landkreis Freising) zeigen den Mohren ausschließlich mit der Lilienkrone:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_%28He ... n_Freising
Das müßte eigentlich als qualifizierte Referenz für die Richtigkeit dieser Darstellung auch im Papstwappen reichen. Daß ein italienischer Monsignore davon keine Ahnung hat, würde ich nicht zu hoch bewerten - die Zeiten sind lang vorbei, in denen die Kompetenz des Heiligen Stuhls in solchen zeremoniellen Detailfragen vielleicht noch unfehlbarer war als in Glaubensdingen.
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Linus » Sonntag 13. Januar 2013, 14:59

Erstens würde ich - wie Taddel schon schrieb - auf Referenzen in anderen Wappen - hinweisen, zweitens scheint mir der Freisinger Mohr eine nicht mehr näher zu blasonierende gemeine Figur zu sein (wie etwa auch das Münchner Kindl, oder als Heroldsbild der fränkische Rechen). Und drittens lese man die schriftliche Blasonierung genau. Die ist letztlich verbindlich.

Auf der Vatikanseite, die das Wappen beschreibt wird zwar Bezug zum Freisinger Mohr genommen, aber auch der Hinweis, daß der Mohrenkopf in Italien mit einem weißen Band am Kopf üblich sei, gegeben, um dann die Blasonierung wie folgt zu geben.

"rot, golden ummantelt, mit einer Muschel in denselben Farben; das rechte Feld: mit einem Mohrenkopf in natürlicher Farbe, rot gekrönt und mit rotem Kragen; das linke Feld: mit einem Bären in natürlicher Farbe, beladen mit einem roten Packsattel und schwarz gegürtet."

MaW wer es als Freisinger Mohr lesen will machts mit Lilienkrone, wer's eher aus italienischer Sicht wahrnimmt pinselt rote Zacken. (Wers republikanisch liest, verpasst dem Mohren eine rote Mauerkrone).

PS. Stelle die Frage mal bei http://www.heraldik-wappen.de/ da sitzen die Tatsächlichen Auskenner.
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von civilisation » Sonntag 13. Januar 2013, 16:49

Interessant, vor allen Dingen, wenn man sich das hier anschaut:



(links Erzbischof Harvey. rechts Erzbischof Gänswein)

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Linus » Sonntag 13. Januar 2013, 20:14

Bei Harveys Wappendevise lese ich immer (schon zum zweiten Mal) "Zeus domus tuae" (Zeus dein Haus) :tuete:
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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 13. Januar 2013, 22:46

Ick ooch.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Gelungene Bischofswappen

Beitrag von Protasius » Sonntag 13. Januar 2013, 23:04

Ich nicht, weil ich den Psalm mit den Worten Zelus domus tuae comedit me [Ps 68(69), 10] schon zu oft gebetet habe, um in die altgriechische Mythologiefalle zu tappen. Das ist wohl der positive Nebeneffekt davon, daß ich in der letzten Fastenzeit das vollständige Brevier gebetet habe (fiel sehr genau in die vorlesungsfreie Zeit, so daß dafür Zeit war).
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