Marienverehrung

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overkott
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Re: Marienverehrung

Beitrag von overkott » Sonnabend 19. Juli 2014, 12:52

Priester sprechen vor allem Frauen an.

Dass zwischen Rhein und Rhône jede größere Kirche Unserer Frau geweiht ist, entspricht auch dem Engagement in den Gemeinden.

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Amanda
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Re: Marienverehrung - Hochfest der Immaculata

Beitrag von Amanda » Dienstag 8. Dezember 2015, 10:48

Liebe Mitforanten,

anlässlich des heutigen Hochfestes der Unbefleckten Empfängnis habe ich mal diesen älteren Faden aus der Mottenkiste geholt.
Euch allen - besonders natürlich jenen, die was damit anfangen können - einen gesegneten Feiertag!
:scheinheilig:

Amanda
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
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Tinius
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Re: Marienverehrung - Hochfest der Immaculata

Beitrag von Tinius » Dienstag 8. Dezember 2015, 11:28

Amanda hat geschrieben:Liebe Mitforanten,

anlässlich des heutigen Hochfestes der Unbefleckten Empfängnis habe ich mal diesen älteren Faden aus der Mottenkiste geholt.
Euch allen - besonders natürlich jenen, die was damit anfangen können - einen gesegneten Feiertag!
:scheinheilig:

Amanda
In Italien ist das ein Feiertag.

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Amanda
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Dienstag 8. Dezember 2015, 11:40

Für Katholiken ist das überall ein Feiertag, lieber Tinius :breitgrins:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Tinius » Dienstag 8. Dezember 2015, 11:49

Amanda hat geschrieben:Für Katholiken ist das überall ein Feiertag, lieber Tinius :breitgrins:
Sorry. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es sich um einen gesetzlichen Feiertag in Italien handelt.

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Amanda
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Dienstag 8. Dezember 2015, 12:01

Tinius hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:Für Katholiken ist das überall ein Feiertag, lieber Tinius :breitgrins:
Sorry. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es sich um einen gesetzlichen Feiertag in Italien handelt.
Jaaaaa, das habe ich schon verstanden! ;D
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Senensis
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Senensis » Dienstag 8. Dezember 2015, 12:49

Weiß jemand, woher das mit der Heiligen Stunde am heutigen Festtag kommt?
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Siard
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Re: Marienverehrung - Hochfest der Immaculata

Beitrag von Siard » Dienstag 8. Dezember 2015, 13:09

Tinius hat geschrieben:In Italien ist das ein Feiertag.
In Österreich auch.

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Jorge_
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Re: Marienverehrung - Hochfest der Immaculata

Beitrag von Jorge_ » Dienstag 8. Dezember 2015, 14:33

Siard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:In Italien ist das ein Feiertag.
In Österreich auch.
In Chile auch.
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Re: Marienverehrung - Hochfest der Immaculata

Beitrag von Tinius » Dienstag 8. Dezember 2015, 15:27

Jorge_ hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:In Italien ist das ein Feiertag.
In Österreich auch.
In Chile auch.
Auch noch in:
-Liechtenstein
-den katholischen Kantonen der Schweiz
-Spanien
-Portugal
-Nicaragua
-Kolumbien
-Malta

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Hubertus
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Hubertus » Dienstag 8. Dezember 2015, 16:10

:heul:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Marienverehrung

Beitrag von Siard » Dienstag 8. Dezember 2015, 16:54

Hubertus hat geschrieben::heul:
Nicht weinen, bitte.
In Österreich haben die meisten Geschäfte heute geöffnet, allerdings ist die Arbeit im Handel heute (offiziell) freiwillig.

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Niels
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Niels » Dienstag 8. Dezember 2015, 18:20

Senensis hat geschrieben:Weiß jemand, woher das mit der Heiligen Stunde am heutigen Festtag kommt?
Der Ursprung dieser "Gnadenstunde" würde mich auch interessieren.

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Niels
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Niels » Dienstag 8. Dezember 2015, 18:57

Habe was gefunden: http://www.pater-pio.de/content/news.php?id=69
Hinweisen möchte ich auf die "GNADENSTUNDE für die Welt", wie es die Gottesmutter bei ihrer Erscheinung am 8. Dezember 1947 im Dom zu MONTICHIARI der Seherin Pierina GILLI mitteilte:

"Ich wünsche, daß alljährlich am 8. Dezember zur Mittagszeit von 12. h bis 13. h die Gnadenstunde für die Welt begangen werde. Durch diese Andachtsübungen werden viele geistliche und leibliche Gnaden empfangen werden. Unser Herr, Mein göttlicher Sohn, wird sein überströmendes Erbarmen schenken, wenn die Guten unaufhörlich für ihre sündigen Brüder beten. Man möge baldmöglichst dem Vater der katholischen Kirche melden, ich wünsche, dass die "Gnadenstunde für die Welt" bekannt und in der ganzen Welt verbreitet werde. Kann jemand die eigene Pfarrkirche nicht besuchen, betet er aber zuhause zur Mittagszeit, wird er durch mich ebenfalls Gnaden empfangen.

In Bälde wird man die Größe dieser Gnadenstunde erkennen.Für alle Kinder, die meinen Worten Gehör schenken und diese zu Herzen nehmen, habe ich schon eine hülle von Gnaden bereitet!"
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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overkott
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Re: Marienverehrung

Beitrag von overkott » Sonnabend 12. Dezember 2015, 17:37

Heilige Maria, Mutter aller Flüchtlinge, unter deinem Mantel finden alle Gläubigen Zuflucht. Öffne du Herzen und Hände, um die Not in unserer Zeit zu lindern. Darum bitten wir Gott den Vater durch Jesus deinen Sohn und unsern Bruder.

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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Sonnabend 12. Dezember 2015, 17:44

overkott hat geschrieben:Heilige Maria, Mutter aller Flüchtlinge, unter deinem Mantel finden alle Gläubigen Zuflucht. Öffne du Herzen und Hände, um die Not in unserer Zeit zu lindern. Darum bitten wir Gott den Vater durch Jesus deinen Sohn und unsern Bruder.
In fast allen ihren Erscheinungen hat die Gottesmutter darauf verwiesen, dass die "Not unserer Zeit" in erster Linie eine spirituelle Not ist.

Wir sollten die Immaculata viel eher bitten, sie möge uns ihr Unbeflecktes Herz öffnen und uns zu ihrem Sohn hinführen.
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Christ86
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Christ86 » Montag 14. Dezember 2015, 12:30

Amanda hat geschrieben:
Wir sollten die Immaculata viel eher bitten, sie möge uns ihr Unbeflecktes Herz öffnen und uns zu ihrem Sohn hinführen.
Ich bin ja selber ein eifriger Verehrer der allerseligsten Mutter Gottes. Rosenkränze, Prozessionen, Verehrung von Gnadenbildern (Einsiedeln etc.) kenne und schätze ich.

Was mir aber praktisch nie begegnete bisher ist die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä.

Wird das in Deutschland öfter praktiziert oder nur in speziellen Organisationen? Ist das ein länderspezifischer Unterschied oder hängt es von der Diözese ab?
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Amanda
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Montag 14. Dezember 2015, 12:33

Zur Verehrung des Unbefleckten Herzens siehe hier:

http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... -Verehrung
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Christ86 » Montag 14. Dezember 2015, 12:42

Amanda hat geschrieben:Zur Verehrung des Unbefleckten Herzens siehe hier:

http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... -Verehrung
Danke für den Link. Interessanter Artikel.

Die Theorie kenne ich zwar dem Grunde nach. Bei meiner Konversion waren die Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der leiblichen Aufnahme in die himmlische Herrlichkeit ein Diskussionsthema.

Was ich vielmehr meinte ist, dass diese Form der Marienverehrung (Unbeflecktes Herz Mariä) mir in der Praxis so fast nie begegnet ist.
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Montag 14. Dezember 2015, 12:49

Christ86 hat geschrieben:Was ich vielmehr meinte ist, dass diese Form der Marienverehrung (Unbeflecktes Herz Mariä) mir in der Praxis so fast nie begegnet ist.
Lieber Christ86,

die katholischen Formen der Frömmigkeit - insbesondere der Marienfrömmigkeit - sind so vielfältig, dass sich jeder das heraussuchen darf, wovon er sich am meisten angesprochen fühlt. Manches spricht einem sofort zu Herzen, anderes braucht vielleicht eine Weile, wieder anderes sagt einem gar nichts.

Ich selbst habe mich lange Jahre sehr schwer mit der Verehrung der Gottesmutter getan und habe erst vor relativ kurzer Zeit überhaupt einen Bezug zu ihr entwickeln können. Der Begriff "Immaculata" war mir viel zu sperrig und irgendwie zu hoch gegriffen - inzwischen habe ich erkannt, dass dieser Begriff ihr ganzes Wesen ausmacht. Und ich habe sie als meine Mutter angenommen.

Aber: Jeder so, wie es ihm recht erscheint. Man soll sich zu nichts zwingen. Marienverehrung ist ja auch nicht verpflichtend oder gar heilsnotwendig.

Darf ich fragen, ob und wie Du die Gottesmutter ehrst?
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Christ86 » Montag 14. Dezember 2015, 13:01

Amanda hat geschrieben:
Darf ich fragen, ob und wie Du die Gottesmutter ehrst?
Natürlich. Ich bete den Rosenkranz, rufe die Mutter Gottes um ihre Fürbitte an, ehre die Bilder und reise manchmal zu Gnadenbildern wie Einsiedeln, um dort zu beten.

Daneben habe ich Medaillen von ihr, die ich im Geldbeutel mitführe oder als Anhänger manchmal um den Hals trage.

Ich hatte auch nie ein Problem mit der Marienverehrung, war sogar von ihr angezogen.

Einige Dinge sind mir bisher aber fremd geblieben - so zB Medjugorje. Andere habe ich aktiv nur ganz selten je erlebt, wie ZB die Verehrung des Unbefleckten Herzens.

Nicht, dass ich etwas gegen letzteres einzuwenden hätte. Nur kenne ich es nicht und es hat mich interessiert, ob das etwas mit Unterschieden zwischen den Ländern zu tun hat, d.h. ob diese Art der Verehrung in Deutschland häufiger geübt wird als ich es hier erlebe.
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Amanda » Montag 14. Dezember 2015, 14:04

Medjugorje ist auch mir etwas suspekt, ich würde aber dennoch gern einmal hinfahren, einfach um mir selbst ein Bild machen zu können.

Dafür fühlte ich mich seit jeher von Lourdes angezogen; aus diesem Grund habe ich mich letztes Jahr auch der Immaculata geweiht. Und ich habe das große Glück, nächsten Sommer nach Lourdes pilgern zu können, womit sich ein lang gehegter Traum erfüllt.
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Christ86 » Montag 14. Dezember 2015, 15:16

Amanda hat geschrieben:Medjugorje ist auch mir etwas suspekt, ich würde aber dennoch gern einmal hinfahren, einfach um mir selbst ein Bild machen zu können.

Dafür fühlte ich mich seit jeher von Lourdes angezogen; aus diesem Grund habe ich mich letztes Jahr auch der Immaculata geweiht. Und ich habe das große Glück, nächsten Sommer nach Lourdes pilgern zu können, womit sich ein lang gehegter Traum erfüllt.
Lourdes fände ich auch interessant und eine Reise wert. In einem Kloster hier in der Schweiz lebte ein Mönch, der auf einer Lourdes-Wallfahrt dort geheilt wurde. Kürzlich ist er verstorben.
Zuletzt geändert von Christ86 am Montag 14. Dezember 2015, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Senensis
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Senensis » Montag 14. Dezember 2015, 15:20

Die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariae ist mir besonders bei einigen Ordensfrauen/gemeinschaften begegnet. Bei einzelnen Schwestern: Gern heißen sie dann auch Sr. Immaculata oder so.
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incarnata
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Re: Marienverehrung

Beitrag von incarnata » Dienstag 15. Dezember 2015, 21:33

Die Herz-Jesu und die Herz-Mariens-Verehrung gehen Hand in Hand: Es bedeutet ja eigentlich nichts anderes,als dass man die Liebe
betrachtet in der sich Maria ganz an ihren Sohn hingibt und uns damit als Mutter der Kirche zum Vorbild wird und die Liebe des Sohnes,die so weit geht ,dass ER sich für uns sündige Menschen geopfert hat.Auf der Rückseite der wunderbaren Medallie sind beide Herzen in enger Vereinigung dargestellt. Da die heutigen Menschen in Europa die Symbolsprache dieser Darstellungen nicht mehr verstehen und es leider im 19. Jahrhundert sehr viele sehr kitschige Herz-Jesu und Herz-Mariae Bilder gab ist vielen dieser Blick auf die göttliche Barmherzigkeit verstellt.
Südamerikaner und Afrikaner haben da weniger Probleme;auch unseren bäurischen Vorfahren war diese Frömmigkeitsform ganz selbstverständlich.( Ich habe einen schönen bemalten Bauernschrank von 1822 mit Jesus und Maria: beide mit geöffnetem Herzen: Unter dem Jesus-Bild steht: Mein Herz steht allen jenen offen,die wahrhaft glauben,lieben,hoffen.Unter Maria steht: Mein Herz soll denen sein zum Lohn,die wahrhaft lieben meinen Sohn.: diese schlichte Volkskunst sagt alles: ganz naiv und zugleich wie theologisch tief ! )
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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guatuso
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Re: Marienverehrung

Beitrag von guatuso » Sonntag 31. Juli 2016, 19:39

Heute ist es soweit. Die ersten Romeros, Pilger, sind unterwegs zur Marienverehrung. Sie kommen zu Fuss teils hunderte Kilometer entfernt.
Die heilige Jungfrau von den Engeln, La Negrita,wie sie hier genannt wird, ist das Ziel.
Sie ist dort zu finden:
http://www.hotelrincondesanjose.com/wp- ... ngeles.jpg

Jung und Alt sind unterwegs. Eine grosse Froemmigkeit liegt ueber Costa Rica. Der 2. August ist Nationalfeiertag, die Jungfrau Maria La negrita ist Nationalheilige.
Ob Taetowierte,ob gepiercte, ob Oma oder Kind, es pilgern mehr als eine halbe Million Menschen.
http://www.columbia.co.cr/images/Romeri ... x666.jpg

Ich werde morgen mehr berichten.

Und am 2. August Bilder von La negrita zeigen und das Wunder erklaeren.

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Edi
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Edi » Sonntag 31. Juli 2016, 20:46

Christ86 hat geschrieben: .... die Verehrung des Unbefleckten Herzens.


http://www.herz-mariä-sühnesamstag.de

Der Link geht nicht, wenn man ihn aber in die Browserzeile kopiert, geht er.
Zuletzt geändert von Edi am Sonntag 31. Juli 2016, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Marienverehrung

Beitrag von Juergen » Sonntag 31. Juli 2016, 20:49

Edi hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben: .... die Verehrung des Unbefleckten Herzens.
http://www.herz-mariä-sühnesamstag.de/
http://www.xn--herz-mari-shnesamstag-e2b86c.de
Gruß
Jürgen

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Edi
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Re: Marienverehrung

Beitrag von Edi » Sonntag 31. Juli 2016, 20:52

Juergen hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben: .... die Verehrung des Unbefleckten Herzens.
http://www.herz-mariä-sühnesamstag.de/
http://www.xn--herz-mari-shnesamstag-e2b86c.de
Ah, Jürgen war schlauer als ich, danke Jürgen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Marienverehrung

Beitrag von guatuso » Sonntag 31. Juli 2016, 23:52

Neue Fotos vom 31.Juli 2016 von den Romeros, den Pilgern.
Die folgende Gruppe war bisher 300 km gelaufen, sie kamen vom Grenzgebiet Panama, und haben dabei den Hoehenzug "Cierra de la muerte" , den sogenannten Todespass, ueberquert, wie man sieht:

Bild

Dabei kommen sie durch Staedte:
Bild

Das Gebet ist Alles
Bild

Und dies ist das Ziel:

Bild

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Re: Marienverehrung

Beitrag von HeGe » Montag 1. August 2016, 10:11

Edi hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben: .... die Verehrung des Unbefleckten Herzens.
http://www.herz-mariä-sühnesamstag.de/
http://www.xn--herz-mari-shnesamstag-e2b86c.de
Ah, Jürgen war schlauer als ich, danke Jürgen.
Alternativ weise ich auf diesen hilfreichen Strang im Kapitelsaal hin:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=26&t=18252
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Marienverehrung

Beitrag von guatuso » Montag 1. August 2016, 17:02

Kein Diskussionsbeitrag, mehr eine Erklaerung, wer "La negrita" ist und woher sie stammt. Ich hoffe es wirkt nicht stoerend. Es soll auch kein Fotoroman sein, aber da ich nun mal vor Ort bin, moechte ich gerne den Einen oder die Andere teilhaben lassen.
Danke.

Um 1650 war Costa Rica kaum von „Weissen“ besiedelt. Auch die meisten Indios waren ausgerottet. Grosse Teile des Landes bestanden noch aus Dschungel.
Erst ab 1560 wurde Costa Rica systematisch kolonisiert; spanische Konquistadoren gründeten 1563 die spaetere Hauptsadt Cartago,
Das Land war eine „erbaermliche Provinz“ wie ein Gouverneur sagte. Cartago war die Hauptsadt. Das sollte man wissen, um die Bedeutung des folgenden zu wuerdigen.

Im Jahr 1635 ging das Indiomaedchen Juana Pereira. aus einem winzigen Dorf (Puebla de los Pardos) bei Cartago (ca. Mitte Costa Rica) in den Wald, Brennholz sammeln. Sie entdeckte dabei auf einem Felsen eine Statue.
Bild (Originalfelsen)
Verwundert griff sie danach.
(Aus einem Film)
Bild

Da im laufe der letzten 80 Jahre Teile der Indios „christianisiert“ worden waren, brachte sie die Statue zu Pater Baltazar de Grado. Der legte sie erst mal in eine Schublade. Doch am anderen Morgen war die Statue verschwunden. Er ging zu dem Indiomaedchen und fragte, wo sie sie fand. Gemeinsam gingen sie zum Felsen. Und dort stand wieder die Statue.
Sie kam zurueck in das Haus des Patres (Franziskaner). Und am folgenden Tag war sie abermals verschwunden . Und wieder ging er mit dem Indiomaedchen zum Fundort.
Und die Jungfrau Maria stand wiederum auf dem Felsen.

Er brachet sie in sein Haus und schloss sie ein. Und zum dritten mal war sie am anderen Morgen verschwunden.
Diesmal ging nicht nur der Pater. Er wurde begleitet von einer kleinen Menschenmenge und der Pater trug die Monstranz. Und tatsaechlich, da stand auf dem Felsen die Heilige Jungfrau Maria.
Da daemmerte dem Pater, dass die Jungfrau Maria moechte, dass hier , ihr zu Ehren, eine Kirche erbaut wird.
Und so geschah es. Im laufe der Jahre gab es Erdbeben und die Kirche wurde dreimal zerstoert
Bild
und wieder aufgebaut.
Heute steht sie direkt ueber dem Felsen.
Jahr fuer Jahr pilgern die Menschen bis zum Tag des Fundes, am 2. August, zur Kirche. „La negrita“ wird so genant, weil sie aus einem sehr dunklem Materialgemisch von Jade, vulkanischem Gestein und Grafit besteht.
Die Menschen glauben an die Wunderkraft von „negrita“, von der Jungfrau Maria, die hoch verehrt wird.
Bild
Es gibt einige Geschichten ueber Wunder der "negrita".
Ganz in der Naehe des Felsens ist eine Quelle. Keine Heilquelle wie in Lourdes etwa. Aber man spricht ihr heilende Kraefte zu, und die Menschen sammeln das Wasser und bringen es nach Hause. Die Quelle ist eingefasst und spendet aus vielen Rohren das Wasser.
Die Menschen fuellen sich das Wasser in solchen Gefaessen ab, die "negrita" nachgebildet sidn:
Bild
Viele Menschen glauben an die Kraft des Wassers und haben an die Jungfrau um Heilung gebetet, damit das Herz wieder gesundet, damit das Bein geheilt wird, damit die Operation am Kopf gelingt. und so weiter. Zum Dank haben sie die Nachbildung des Koerperteiles in Messing fassen lassen und der Basilika geschenkt:
Bild
Es haengen dicht bei dem Stein tausende von solchen "Koerperteilen" dankbarer Menschen.

Wunder?
Wer soll die Figur an diesen Ort gebracht haben – und warum?
Kuenstler gab es damals keine in Costa Rica, die sie haetten schnitzen koennen, zumal das damalige Arbeitsmaterial ungeeignet war. Die Indios haben Monate gebracht, bis sie aus einem Jadestueck eine Figur formen konnten.
Sollte sie ein Pater aus Nicaragua, Guatemala oder Mexico gestohlen und nach Costa Rica gebracht haben? Das waere bekannt geworden.
Sollte sie ein Kolonist heimlich aus Europa mitgebracht haben? Warum? Und warum stellte er sie auf einem Stein inmitten eines Indioterritoriums. Er waere als Weisser sofort aufgefallen. Und wie haette er wissen sollen, dass genau an dieser Stelle eine junge Indiofrau die Statue sehen wird?
Ich habe keine Antworten gefunden,obwohl ich skeptisch Wundern gegenueber bin.
In diesem Fall aber....
Sie ist nicht nur die Schutzheilige Costa Ricas. Die Menschen verehren sie aus tiefem Glauben heraus. Das Fernsehen berichtet heute den ganzen Tag von der Basilika und „La negrita“. Romeros, Pilger, werden interviewt und gezeigt. Man sieht alte Muetterchen, die auf den Knien ganz muehsam zum Altar rutschen, alte Opas, geplagt von mueden Knochen tun es ebenso, junge Menschen, taetowiert wie Wilde, ebenso, sie sidn vereint im Glauben an die Jungfrau Maria..
Zum Teil kommen die Pilger bis aus den USA (Ticos die dort leben). Und immer zu Fuss, oder, wenn geritten wird, die letzten 100 Kilometer zu Fuss.
Nach dem 2,. August wird „La negrita“ durhc das gane Land gebracht und in allen grossen Staedten gezeigt.
Fuer uns hier ist es mehr als nur ein Pilgerziel. Fuer uns ist die Heilige Jungfrau von den Engeln eine Wirklichkeit, die ueber dem ganzen Land liegt.
Und so sieht sie im Original aus:

Bild

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