"Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

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Moderator: taddeo

RomanesEuntDomus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von RomanesEuntDomus » Dienstag 14. Februar 2017, 12:40

taddeo hat geschrieben:... mindestens fünf "pastorale Hinführungen" oder Predigten an allen möglichen Stellen der Messe ... ein andauerndes Ärgernis für jeden, dem die Liturgie nicht völlig am Arsch vorbeigeht.
Ja, stimmt, solche kenne ich auch zur Genüge. :ja: Sind aber alle keine Inder. ;D
Patriotism is the last refuge of a scoundrel.
(Samuel Johnson, 1709-1784)

Marcus, der mit dem C
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Dienstag 14. Februar 2017, 12:46

Nachdem ich mW mehr als einmal Beiträge gegen "Leiharbeiter"-Priester gelesen habe, die ja angeblich mit völlig falschen Vorstellungen über ihr Amt hierher kämen, und daß man sie sorgfältig inkulturiert, bevor man sie auf die Leute losläßt, frage ich mich, ob man nicht genau das bekommt, was man ihnen suggeriert hat zu liefern.
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

PascalBlaise
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von PascalBlaise » Dienstag 14. Februar 2017, 13:45

Ich denke, man sollte froh sein, dass die Messe überhaupt gefeiert wird und in Sachen Sprache oder Abwechslung vieles nachsehen. Wo es sich aufhört, ist wenn Texte falsch abgelesen werden, bis zur Sinnentstellung oder gar Verkehrung ins Gegenteil - auch schon erlebt.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

SIMONBLN
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von SIMONBLN » Sonntag 19. Februar 2017, 21:33

Ich persönlich finde das Hochamt gleich viel feierlicher für mich, wenn auf Latein und mit Weihrauch (und am besten noch mit Chorchola) zelebriert wird :-). Die Gebete, Lesungen und die Predigt dann auf Deutsch, damit man alles versteht. Herrlich :klatsch:

fyndig
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von fyndig » Dienstag 21. Februar 2017, 23:24

SIMONBLN hat geschrieben:
Sonntag 19. Februar 2017, 21:33
Ich persönlich finde das Hochamt gleich viel feierlicher für mich, wenn auf Latein und mit Weihrauch (und am besten noch mit Chorchola) zelebriert wird :-). Die Gebete, Lesungen und die Predigt dann auf Deutsch, damit man alles versteht. Herrlich :klatsch:
St. Matthias/Berlin?

SIMONBLN
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von SIMONBLN » Sonnabend 25. Februar 2017, 13:54

Dort auch? Das wusste ich nicht :-). In Maria unter dem Kreuz...

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Schwenkelpott
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Schwenkelpott » Sonntag 5. März 2017, 12:58

Hl. Messe in meiner Erstkommunionkirche mit Missa Adventus et Quadragesimae und Credo III. Nach dem Gottesdienst sagte ein älterer Herr zum Organisten/Kantor: "Und danke für das Latein!"
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Elisabeth90
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Elisabeth90 » Sonntag 19. März 2017, 17:07

Heute am Josefstag eine schöne Wallfahrt nach Heiligkreuztal (ehemailges Zisterzienserkloster) unternommen :daumen-rauf: . Um 10:00 Wallfahrtsgottesdienst mit Festpredigt von Pfarrer i.R. Peter Schmid und anschließender Führung durch die Josefs-Ausstellung im ehemaligen Kornhaus des Klosters.
Für interessierte die in diese schöne Ecke Oberschwabens kommen untenstehend die Infos:

Wallfahrtssonntage
2017: 2018:

07. Mai 18. März
23. Juli 06. Mai
05. November 22. Juli & 04. November

Das Wallfahrtsjahr wird an 4 Sonntagen begangen:

Sonntag vor oder nach dem 19. März
Sonntag nach dem 1. Mai
Sonntag vor oder nach dem Annatag (26. Juli)
Sonntag nach Allerheiligen (01. November)

http://www.josefs-wallfahrt.de

Der Heilige Berg Oberschwabens, der Bussen mit der Wallfahrtskirche Johannes Baptist ist ebenfalls ein lohnenswertes Ausflugsziel und nicht weit von Heiligkreuztal entfernt. Ebenfalls empfehlenswert für einen Zwischenstopp zwecks Stärkung die Stadt Riedlingen mit der Stadtpfarrkirche St. Georg sowie den Storchen auf den Gebäuden der Altstadt.

Viel Spaß! :huhu:
"Seht, ich habe es immer gesagt: Man muss die Menschen froh machen."
Hl. Elisabeth v. Thüringen (1207-1231)

"Gott lieben heißt: Sich zu Gott auf die Reise machen. Diese Reise ist schön."
Papst Johannes Paul I. (1912-1978)

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Schwenkelpott
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Schwenkelpott » Montag 20. März 2017, 23:02

Nachfeier des Hochfests des Hl. Josef in der heutigen Werktagsabendmesse.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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umusungu
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu » Montag 20. März 2017, 23:14

Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:02
Nachfeier des Hochfests des Hl. Josef in der heutigen Werktagsabendmesse.
Was war daran so glückbringend?

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Schwenkelpott
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Schwenkelpott » Dienstag 21. März 2017, 08:20

umusungu hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:14
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:02
Nachfeier des Hochfests des Hl. Josef in der heutigen Werktagsabendmesse.
Was war daran so glückbringend?
Viele Gläubige, würdige Zelebration, gute Predigt, passende Liedauswahl.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Raphael
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Raphael » Dienstag 21. März 2017, 08:23

Schwenkelpott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 08:20
umusungu hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:14
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:02
Nachfeier des Hochfests des Hl. Josef in der heutigen Werktagsabendmesse.
Was war daran so glückbringend?
Viele Gläubige, würdige Zelebration, gute Predigt, passende Liedauswahl.
Manchmal ist's ganz einfach! :ja: :ja: :ja:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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holzi
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von holzi » Dienstag 21. März 2017, 12:09

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 08:23
Schwenkelpott hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 08:20
umusungu hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:14
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 23:02
Nachfeier des Hochfests des Hl. Josef in der heutigen Werktagsabendmesse.
Was war daran so glückbringend?
Viele Gläubige, würdige Zelebration, gute Predigt, passende Liedauswahl.
Manchmal ist's ganz einfach! :ja: :ja: :ja:
So kann man auch mit kleinen Sachen, anderen 'ne Freude machen! :breitgrins:
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Niels » Dienstag 21. März 2017, 12:27

Eine würdig gefeierte Hl. Messe ist keine "kleine Sache". :ikb_bangin: ;)
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von holzi » Dienstag 21. März 2017, 15:02

Niels hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 12:27
Eine würdig gefeierte Hl. Messe ist keine "kleine Sache". :ikb_bangin: ;)
Der Aufwand, das würdig zu tun, dagegen schon!
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Lupus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Lupus » Dienstag 21. März 2017, 15:22

Da bin ich aber anderer Meinung, lieber Holzi!
Was ich mitbringen muss, ist die Bereitschaft, mich selbst zurückzunehmen, bzw. mich in den Dienst am Heiligtum stellen zu lassen; denn ich bin dann dem Herzen der Kirche ganz nahe und feiere die Gegenwärtigsetzung Seines Erlösungsopfers in Leiden, Tod und Auferstehung.
Äußeres Hilfsmittel ist unter anderem die treue Befolgung der Ordnung der Kirche und das Einhalten des offiziellen Messbuchs!
Also so ganz einfach mag das zwar nicht sein, es ist aber jedes Mal eine Gnade, wenn ich so handeln darf!
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Dienstag 21. März 2017, 15:37

Lupus hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:22
Äußeres Hilfsmittel ist unter anderem die treue Befolgung der Ordnung der Kirche und das Einhalten des offiziellen Messbuchs!
Also so ganz einfach mag das zwar nicht sein, ...
Wenn ich den Aufwand anschaue, den Priester und Laien für "gestaltete" Gottesdienste betreiben, dann wäre zumindest der äußere Aufwand für eine Zelebration nach der Ordnung der Kirche (vulgo nach dem Meßbuch) verschwindend gering. Schwupp, Meßbuch aufschlagen, fertig - anstatt tagelangem Internetsurfen auf der Suche nach neuen kreativen Ideen und Gottesdienstvorschlägen ...
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Protasius
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Protasius » Dienstag 21. März 2017, 16:00

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:37
Lupus hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:22
Äußeres Hilfsmittel ist unter anderem die treue Befolgung der Ordnung der Kirche und das Einhalten des offiziellen Messbuchs!
Also so ganz einfach mag das zwar nicht sein, ...
Wenn ich den Aufwand anschaue, den Priester und Laien für "gestaltete" Gottesdienste betreiben, dann wäre zumindest der äußere Aufwand für eine Zelebration nach der Ordnung der Kirche (vulgo nach dem Meßbuch) verschwindend gering. Schwupp, Meßbuch aufschlagen, fertig - anstatt tagelangem Internetsurfen auf der Suche nach neuen kreativen Ideen und Gottesdienstvorschlägen ...
Es verkürzt auch die Besprechung des Liedplanes ganz entscheidend, wenn man, statt 5 Minuten zu diskutieren, welches Lied denn an den verschiedenen Stellen paßt, einfach sagen kann: „Proprium vom 3. Fastensonntag, 17. Messe?“ „Ja.“ :breitgrins:
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Dienstag 21. März 2017, 16:12

Protasius hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:00
Es verkürzt auch die Besprechung des Liedplanes ganz entscheidend, wenn man, statt 5 Minuten zu diskutieren, welches Lied denn an den verschiedenen Stellen paßt, einfach sagen kann: „Proprium vom 3. Fastensonntag, 17. Messe?“ „Ja.“ :breitgrins:
:auweia:
Naja, die Besprechung kürzt es vielleicht schon, aber dafür probst du umso länger, bis die Schola das kann ... das Proprium "Oculi" ist alles andere als einfach, und die Missa in Quadragesima singt sich auch nicht von selber. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe das jahrzehntelang gemacht. :pfeif:
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Lycobates » Dienstag 21. März 2017, 16:33

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:12
das Proprium "Oculi" ist alles andere als einfach, und die Missa in Quadragesima singt sich auch nicht von selber. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe das jahrzehntelang gemacht. :pfeif:
Zumindest den Tractus kann man aber doch recto tono bringen. Vielleicht auch das Graduale.
Das ist eine kleine Hilfe für gebeutelte Choristen. :blinker:

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Dienstag 21. März 2017, 17:28

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:33
taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:12
das Proprium "Oculi" ist alles andere als einfach, und die Missa in Quadragesima singt sich auch nicht von selber. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe das jahrzehntelang gemacht. :pfeif:
Zumindest den Tractus kann man aber doch recto tono bringen. Vielleicht auch das Graduale.
Das ist eine kleine Hilfe für gebeutelte Choristen. :blinker:
:daumen-rauf: Sicher, man ist zwar Kirchenmusiker, aber nicht blöd. ;D
Im Ernst: Für diese Gesänge braucht man schon eine geübte Choralschola, selbst wenn man "nur" Oculi und Passer invenit singen will. Für Anfänger ist das definitiv ein paar Schuhnummern zu groß - egal in welcher "Aufführungspraxis" man es macht.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Lycobates » Dienstag 21. März 2017, 22:47

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 17:28
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:33
taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 16:12
das Proprium "Oculi" ist alles andere als einfach, und die Missa in Quadragesima singt sich auch nicht von selber. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe das jahrzehntelang gemacht. :pfeif:
Zumindest den Tractus kann man aber doch recto tono bringen. Vielleicht auch das Graduale.
Das ist eine kleine Hilfe für gebeutelte Choristen. :blinker:
:daumen-rauf: Sicher, man ist zwar Kirchenmusiker, aber nicht blöd. ;D
Im Ernst: Für diese Gesänge braucht man schon eine geübte Choralschola, selbst wenn man "nur" Oculi und Passer invenit singen will. Für Anfänger ist das definitiv ein paar Schuhnummern zu groß - egal in welcher "Aufführungspraxis" man es macht.
Das ist schon richtig.
Die Gradualia und Tractus haben es oft in sich, gerade in der Fastenzeit.

In der Kapelle, die ich zumeist sonntags besuche, ist für das Proprium nur ein Sänger, bisweilen zwei, und es klappt ziemlich gut, mit diskreter Orgelunterstützung (die ist ja auch in der Quadragesima erlaubt).
A capella wäre schon viel schwieriger.

( :tuete: Der diskrete Hinweis sei gestattet, daß nach erprobter Regel, in einem gesungenen Amt das ganze Proprium gesungen werden muß, nur Introitus und Communio zu singen, wäre eigentlich gegen die Regel.
Dazu gäbe es ein oder zwei Decreta der SRC, denen zufolge namentlich der Tractus integre canendus est, aber gut, das gehört wohl in die Sakramentskapelle ... :breitgrins:)

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Dienstag 21. März 2017, 23:03

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 22:47
( :tuete: Der diskrete Hinweis sei gestattet, daß nach erprobter Regel, in einem gesungenen Amt das ganze Proprium gesungen werden muß, nur Introitus und Communio zu singen, wäre eigentlich gegen die Regel.
Dazu gäbe es ein oder zwei Decreta der SRC, denen zufolge namentlich der Tractus integre canendus est, aber gut, das gehört wohl in die Sakramentskapelle ... :breitgrins:)
Meine Ausführungen waren nur als Beispiele genannt - ich habe leider derzeit nirgends mehr die Möglichkeit, Gregorianik zu praktizieren.
Graduale und Tractus sind übrigens - was dir bekannt ist, nehme ich an - eigentlich keine Schola-Gesänge, sondern im aufwendigen Psalmvers für Solisten gedacht (eines der schönsten Beispiele: das "Christus factus est" der Karwochenliturgie). Sauschwer, riesiger Tonumfang, das konnte zu keiner Zeit eine (Mönchs-)Schola einfach so singen, das war was für Gesangsprofis. Und so wäre es auch leichter, diese wunderschönen Stücke integre zu singen und nicht nur zu psalmodieren.
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Raphaela » Mittwoch 22. März 2017, 10:07

Letzten Sonntag bei einem Silbernen Professjubiläum von zwei Schwestern gewesen, es war sehr schön. -

Am Samstag werde ich bei der gleichen Gemeinschaft bei einer Erstprofess sein.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von Lupus » Mittwoch 22. März 2017, 15:15

Nochmal, etwas ausführlicher:

Das Vaticanum II über die tägliche Zelebration der Priester

Aus dem Dekret „Dienst und Leben der Priester“ 13:
„Im Dienst am Heiligen, vor allem beim Messopfer, handeln die Priester in besonderer Weise an Christi Statt, der sich für das Heil der Menschen zum Opfer hingab. Darum sind sie aufgefordert, das nachzuahmen, was sie vollziehen; weil sie das geheimnisvolle Geschehen des Todes unseres Herrn vergegenwärtigen, sollen sie auch ihren Leib mit seinen Fehlern und Begierden zu ertöten trachten. Im Mysterium des eucharistischen Opfers, dessen Darbringung die vornehmliche Aufgabe des Priesters ist, wird beständig das Werk unserer Erlösung vollzogen; darum wird seine tägliche Feier dringlich empfohlen, sie ist auch dann, wenn keine Gläubigen dabei sein können, ein Akt Christi und der Kirche. Während sich so die Priester mit dem Tun des Priesters Christus verbinden, bringen sie sich täglich Gott ganz dar, und genährt mit dem Leib Christi, erhalten sie wahrhaft Anteil an der Liebe dessen, der sich seinen Gläubigen zur Speise gibt.“
Der Selige Paul VI. in einer Fußnote des gleichen Kapitels: „Denn jede Messe, auch wenn sie privat vom Priester zelebriert wird, ist dennoch nicht privat, sondern ein Akt Christi und seiner Kirche; diese Kirche pflegt nämlich im Opfer, das sie darbringt, sich selbst als ein umfassendes Opfer darzubringen, und sie wendet die einzige und unendliche Erlösungskraft der ganzen Welt zum Heil zu. Denn jede Messe, die zelebriert wird, wird nicht nur für Einiger Heil, sondern für das Heil der ganzen Welt dargebracht (…) Darum empfehlen Wir den Priestern, die Unsere besondere Freude und Unsere Krone im Herrn sind, väterlich und angelegentlich, dass sie (…) täglich würdig und andächtig die Messe feiern“. (Enzyklika „Mysterium Fidei“)

Ich weiß nicht, wie andere Priester über diesen Ausschnitt aus dem Dekret „Dienst und Leben der Priester“ 13, denken. Mitbrüder haben mir gesagt, man könne doch nicht ohne Gemeinde zelebrieren, da ja die Eucharistie ein „Gemeinschaftsmahl“ sei.
Ich jedenfalls habe es anders gelernt und gedenke, mich an das Vaticanum II zu halten, das viele von uns stets im Munde führen, aber allem Anschein nach, ohne die Konstitutionen, Dekrete etc. des Konzils so recht studiert zu haben.

JFTR
+Lupus
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Mittwoch 22. März 2017, 15:55

Lupus hat geschrieben:
Mittwoch 22. März 2017, 15:15
Ich ... gedenke, mich an das Vaticanum II zu halten, das viele von uns stets im Munde führen, aber allem Anschein nach, ohne die Konstitutionen, Dekrete etc. des Konzils so recht studiert zu haben.

JFTR
+Lupus
Es gäbe für die allermeisten heutigen Katholiken - angefangen vom Papst über die Bischöfe und Priester bis zu den "engagierten Laien" - garantiert nichts Schlimmeres, als eine Kirche samt Liturgie, die sich genau an die Vorschriften des II. Vaticanums halten würde. Der Papst würde schreien "unbarmherzig", die Bischöfe "unbezahlbar", die Priester "unpastoral" und die Laien "unverantwortlich".

Das ist die Realität, der man ins Auge sehen muß.
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 22. März 2017, 19:57

Ja, das Konzil wollte die Fenster zur Welt weit aufreissen.
Wohlmeinende oder Naive in der Hoffnung der Glanz der Kirche würde dann in die Welt hinausstahlen und der Weihrauchduft hinausströmen.
Aber ein Fenster ist nicht nur nach draussen offen.
Und jetzt wundert man sich das der Gestank der Welt in die Kirche eingedrungen ist.
( das Papstzitat vom Rauch Satans erspare ich mir jetzt)
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu » Mittwoch 22. März 2017, 20:59

martin v. tours hat geschrieben:
Mittwoch 22. März 2017, 19:57
Aber ein Fenster ist nicht nur nach draussen offen. Und jetzt wundert man sich das der Gestank der Welt in die Kirche eingedrungen ist.
Eine Kirche, in der der "Gestank der Welt" nicht wahrnehmbar ist, ist nicht der "sichtbare Leib Jesu Christi".
Bis in den Abendmahlssaal hinein hat Jesus den "Gestank der Welt" in der Nase gehabt - die Füße der Apostel waren vorher nicht gebadet worden.
Weihrauchduft hat das Leben Jesu jedenfalls nicht begleitet ....

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von taddeo » Mittwoch 22. März 2017, 21:12

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 22. März 2017, 20:59
Weihrauchduft hat das Leben Jesu jedenfalls nicht begleitet ....
Naja, so oft wie der mit seinem Fanclub im Tempel war, werden ihn die dortigen Zeremonien schon öfter mal kräftig mit Weihrauch eingenebelt haben. ;D
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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von umusungu » Mittwoch 22. März 2017, 21:38

taddeo hat geschrieben:
Mittwoch 22. März 2017, 21:12
umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 22. März 2017, 20:59
Weihrauchduft hat das Leben Jesu jedenfalls nicht begleitet ....
Naja, so oft wie der mit seinem Fanclub im Tempel war, werden ihn die dortigen Zeremonien schon öfter mal kräftig mit Weihrauch eingenebelt haben. ;D
Er war mit seinen Jüngern kein großartiger Wallfahrstyp ......

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Re: "Glückliche Momente" in/mit der Kirche!

Beitrag von holzi » Mittwoch 22. März 2017, 23:36

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:37
Lupus hat geschrieben:
Dienstag 21. März 2017, 15:22
Äußeres Hilfsmittel ist unter anderem die treue Befolgung der Ordnung der Kirche und das Einhalten des offiziellen Messbuchs!
Also so ganz einfach mag das zwar nicht sein, ...
Wenn ich den Aufwand anschaue, den Priester und Laien für "gestaltete" Gottesdienste betreiben, dann wäre zumindest der äußere Aufwand für eine Zelebration nach der Ordnung der Kirche (vulgo nach dem Meßbuch) verschwindend gering. Schwupp, Meßbuch aufschlagen, fertig - anstatt tagelangem Internetsurfen auf der Suche nach neuen kreativen Ideen und Gottesdienstvorschlägen ...
Exakt das meinte ich!
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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