Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.

Moderator: taddeo

Benutzeravatar
incarnata
Beiträge: 2038
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 01:11

Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von incarnata » Montag 26. Mai 2008, 02:15

Falls jemand von interessanten Kursen oder Fortbildungen für Kirchenmusiker erfährt, bitte in diesem Thread posten!
Danke! cantus planus, Mod.

[hr]

Die communität Venio,eine Gemeinschaft von Benediktinerinnen in München
Nymphenburg(sie haben auch eine website) lädt vom 13.-15.6. zu einem
gregorianischen Choralwochenende ein,bei dem die proprien des Sonntags
erarbeitet und über das ins Herz-Singen einzelner Psalmzeilen via Gregorianik
nachgedacht wird.Man kann in Gästezimmern bei ihnen übernachten,sollte sich
dann aber bis zum 30.5. anmelden.Beginn mit der Vesper am Freitag,Ende Sonntag mittag.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

maliems
Beiträge: 2696
Registriert: Dienstag 24. Juli 2007, 22:36

Re: Choralwochenende

Beitrag von maliems » Sonnabend 31. Mai 2008, 23:47

incarnata hat geschrieben:ins Herz-Singen


einzelner Psalmzeilen via Gregorianik
interessanter Ausdruck. Kommt der irgendwoher oder ist er spontan entstanden?

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Choralwochenende

Beitrag von cantus planus » Sonntag 1. Juni 2008, 00:22

maliems hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:ins Herz-Singen einzelner Psalmzeilen via Gregorianik
interessanter Ausdruck. Kommt der irgendwoher oder ist er spontan entstanden?
Par cœur ist in der Gregorianik ein ziemlich geläufiger Ausdruck - Dom Eugène Cardine OSB hat ihn in seinen Schriften gebraucht. Ex corde ist m. W. auch irgendwo in der regula benedicti erwähnt. Aber ich kann mich irren. Es ist schon spät...
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6567
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Beitrag von holzi » Sonntag 1. Juni 2008, 12:06

Auch im Portugiesischen steht de cor für auswendig Gelerntes, das Verb dazu heisst decorar.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Freitag 21. November 2008, 14:01

Nicht nur für Kirchenmusiker!

Am 6. 12. 2008 findet ab 9 Uhr in der Abtei Mariawald bei Heimbach /Eifel ein Kurs zum Singen gregorianischer Choräle statt:

Infos und Anmeldung hier: http://www.kloster-mariawald.de/

oder bei Br. Famian unter der Adresse: pforte@kloster-mariawald.de

Schwerpunkt sind natürlich die Praxis und die Besonderheiten des zisterziensischen Chorals.

es grüßt,

Irenäus

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 18227
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07
Wohnort: in Superiori Palatinatu

Beitrag von taddeo » Freitag 21. November 2008, 18:34

holzi hat geschrieben:Auch im Portugiesischen steht de cor für auswendig Gelerntes, das Verb dazu heisst decorar.
Nur eine kleine Notiz dazu am Rande:

Im Italienischen gibt es zwei Wörter für "vergessen", die mich immer fasziniert haben: einmal "dimenticare", "aus dem Verstand löschen" (etymologisch von de + mens), das man für den Alltagsgebrauch verwendet (ich habe den Termin vergessen o. ä.) - und dann noch "scordare", "aus dem Herzen löschen" (von ex + cor). Im Deutschen würde man dafür wohl sagen "der (oder das) ist für mich gestorben".
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Freitag 21. November 2008, 20:08

Irenaeus hat geschrieben:Nicht nur für Kirchenmusiker!

Am 6. 12. 2008 findet ab 9 Uhr in der Abtei Mariawald bei Heimbach /Eifel ein Kurs zum Singen gregorianischer Choräle statt:

Infos und Anmeldung hier: http://www.kloster-mariawald.de/

oder bei Br. Famian unter der Adresse: pforte@kloster-mariawald.de

Schwerpunkt sind natürlich die Praxis und die Besonderheiten des zisterziensischen Chorals.

es grüßt,

Irenäus
kleine Ergänzung dazu:
Das Seminar beginnt am 6.12. um 9 Uhr und endet Sonntags nach dem Hochamt.

Die Dozentin ist Inga Behrendt (Graz).

Es tauchte die Frage auf, ob auch Frauen teilnehmen können. Da ich von einer Frau weiß, daß sie sich erfolgreich angemeldet hat, würde ich sagen, Ja.

Bitte genauere Informationen auf der Homepage suchen oder an der Pforte nachfragen (email - Kontakt: siehe oben, Telefonnummern gibt es auf der HP, auch oben angegeben) ... ich weiß leider auch keine Details.... :-)

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Freitag 21. November 2008, 23:17

Bei der lieben Kollegin Behrendt habe ich da keine Bedenken, dass auch Frauen teilnehmen dürfen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Sonnabend 22. November 2008, 11:22

cantus planus hat geschrieben:Bei der lieben Kollegin Behrendt habe ich da keine Bedenken, dass auch Frauen teilnehmen dürfen.
Ah, Du kennst die Dame! Wie sollte ich auch glauben, daß nicht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Und, was meinst Du? lohnt sich die Teilnahme? .... vielleicht kann ich doch hingehen.....

maliems
Beiträge: 2696
Registriert: Dienstag 24. Juli 2007, 22:36

Beitrag von maliems » Sonnabend 22. November 2008, 11:56

Hört sich nach gemischter Schola an.

Da ich nur Männerschola gewöhnt bin, selten eine Frauenschola höre, möchte ich mal fragen, was die Fachleute hier von gemischten Scholen halten.

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 22. November 2008, 14:44

Irenaeus hat geschrieben:Ah, Du kennst die Dame! Wie sollte ich auch glauben, daß nicht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Und, was meinst Du? lohnt sich die Teilnahme? .... vielleicht kann ich doch hingehen.....
Ja, wir kennen uns sogar sehr gut. Ich schätze sie als Kollegin sehr. Eine Teilnahme kann ich gerne empfehlen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 22. November 2008, 14:46

maliems hat geschrieben:Hört sich nach gemischter Schola an.

Da ich nur Männerschola gewöhnt bin, selten eine Frauenschola höre, möchte ich mal fragen, was die Fachleute hier von gemischten Scholen halten.
Naja, das wird bei einem solchen Seminar kaum anders möglich sein. Wenn die Schola gut ist, und sauberes intonieren gewohnt ist, ist gegen eine gemischte Schola aus musikalischen Gründen nichts einzuwenden. Früher gab es durch die Knaben in den Klosterschulen ja auch hohe Stimmen. Die Gemeinde am Sonntag Morgen singt ja auch nicht unisono, sondern die Frauen eine Oktave höher als die Männer. Dort fällt dieses Phänomen ja auch nicht störend auf.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

maliems
Beiträge: 2696
Registriert: Dienstag 24. Juli 2007, 22:36

Beitrag von maliems » Sonnabend 22. November 2008, 15:18

cantus planus hat geschrieben:Früher gab es durch die Knaben in den Klosterschulen ja auch hohe Stimmen. Die Gemeinde am Sonntag Morgen singt ja auch nicht unisono, sondern die Frauen eine Oktave höher als die Männer. Dort fällt dieses Phänomen ja auch nicht störend auf.
Rückfrage: Haben denn Knaben und Männer gleichzeitig vorgesungen?

Ich frage vor allem bzgl. des Propriums. Deine Argumentation bzgl. Sonntagsgemeinde meint wohl eher das Ordinarium.

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Sonntag 23. November 2008, 19:18

Soweit ich weiß , waren Knaben- und Männerstimmen in der Gregorianik gleichberechtigt, soweit die Ausbildung der Knaben mithalten konnte. Das Proprium wurde von Knaben mitgesungen. Männer- und Knabenstimmen erklangen unisono.

In der polyphonen Musik ab dem 11. Jh. waren die Stimmen getrennt... zunächst in 2: Cantus und Bassus. wobei sich da erst die verschiedenen Stimmlagen (Sopran als besonders hohe, knabenhafte Lage, Alt als normale Stimmlage, Tenor als hohe Männerstimme und Bass als normale Stimmlage ) bis zum späten 14. Jh. als eigenständige Stimmen ausgebildet haben (die ja in der menschlichen Stimme schon immer existierten, sie wurden nur in der Musik bisher nicht als eigenständige Stimmen mit polyphoner Führung eingesetzt)

@Cantus Planus ! Stimmt das, was ich da verzapfe? Bitte demütigst um Korrektur!
Zuletzt geändert von Irenaeus am Sonntag 23. November 2008, 19:35, insgesamt 3-mal geändert.

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Sonntag 23. November 2008, 19:25

cantus planus hat geschrieben:
Irenaeus hat geschrieben:Ah, Du kennst die Dame! Wie sollte ich auch glauben, daß nicht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Und, was meinst Du? lohnt sich die Teilnahme? .... vielleicht kann ich doch hingehen.....
Ja, wir kennen uns sogar sehr gut. Ich schätze sie als Kollegin sehr. Eine Teilnahme kann ich gerne empfehlen.
Danke, ich werde sehen, ob ich hin kann! Muß eine Vertretung suchen......

Aber unsere 2.Kantorin ist angemeldet.

Grüße, Irenaeus

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Montag 24. November 2008, 14:54

teilnehmende Damen sind auch im Gästehaus der Abtei untergebracht.

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Montag 24. November 2008, 20:15

Wir können wohl davon ausgehen, dass die Knaben, die ja teilweise bereits als Donaten dem Kloster angehörten, auch das Stundengebet voll mitvollzogen. Da die Gesangstradierung damals ausschließlich mündlich erfolgte, wuchsen die Knaben in diese Tradition automatisch hinein. Daher wurde auch unisono gesungen, nur eben in Oktavparallelen, da hat Irenaeus vollkommen recht.

Inwiefern die Knaben auch der Vorsängerschola angehörten, darüber kann im Augenblick nichts abschließendes gesagt werden.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21310
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Beitrag von Niels » Dienstag 25. November 2008, 23:51

[quote="cantus planus"=Donaten]pueri oblati?
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Mittwoch 26. November 2008, 11:31

cantus planus hat geschrieben:
Inwiefern die Knaben auch der Vorsängerschola angehörten, darüber kann im Augenblick nichts abschließendes gesagt werden.
Schwer zu sagen, aber ich spekuliere jetzt mal ein wenig herum:

Die Knaben, die als Donaten oder pueri oblati (oblatum heißt dargebracht) ins Kloster kamen, waren nicht ausgebildet. Im Mittelalter erhielten sie erst hier ihre Ausbildung in Lesen, Schreiben und wohl auch im Gesang. Da die Psalmen auswendig gesungen werden mußten, war das viel Arbeit... daneben eine Stimme auszubilden war zeitlich schon wenig möglich, die Praxis im Psalmengesang kam mit den Jahren in der Ausübung desselben im Gottesdienst.

Die Vorsänger oder wenn es denn mehrere stimmlich begabte Mönche gab, die Vorsängerschola, bestand deswegen wahrscheinlich aus erfahrenen, älteren Mönchen.

Außerdem verändert sich die Stimme des Knaben im Stimmbruch, sodaß man oft "von vorn" anfangen muß, die Stimme auszubilden.

Daß der Psalmengesang allerdings früher nicht so schön gewesen sein kann, wie man ihn heute von Aufnahmen aus Solesmes etc. kennt, ist auch anzunehmen.

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 26. November 2008, 23:18

Irenaeus hat geschrieben:Die Vorsänger oder wenn es denn mehrere stimmlich begabte Mönche gab, die Vorsängerschola, bestand deswegen wahrscheinlich aus erfahrenen, älteren Mönchen.

Außerdem verändert sich die Stimme des Knaben im Stimmbruch, sodaß man oft "von vorn" anfangen muß, die Stimme auszubilden.

Daß der Psalmengesang allerdings früher nicht so schön gewesen sein kann, wie man ihn heute von Aufnahmen aus Solesmes etc. kennt, ist auch anzunehmen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass 1.) früher unter "Stimmbildung" kaum dasselbe verstanden wurde, wie in unseren Tagen, 2.) die Einführung in die Praxis sehr viel früher erfolgte und 3.) der Stimmwechsel jetzt immer früher eintritt. Daher kann man davon ausgehen, dass auch junge Männer - die noch Knabenstimmen hatten - in der Schola mitgesungen haben. Das würde für meine These der Oktavparallelen sprechen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Donnerstag 27. November 2008, 00:20

cantus planus hat geschrieben:
Irenaeus hat geschrieben:Die Vorsänger oder wenn es denn mehrere stimmlich begabte Mönche gab, die Vorsängerschola, bestand deswegen wahrscheinlich aus erfahrenen, älteren Mönchen.

Außerdem verändert sich die Stimme des Knaben im Stimmbruch, sodaß man oft "von vorn" anfangen muß, die Stimme auszubilden.

Daß der Psalmengesang allerdings früher nicht so schön gewesen sein kann, wie man ihn heute von Aufnahmen aus Solesmes etc. kennt, ist auch anzunehmen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass 1.) früher unter "Stimmbildung" kaum dasselbe verstanden wurde, wie in unseren Tagen, 2.) die Einführung in die Praxis sehr viel früher erfolgte und 3.) der Stimmwechsel jetzt immer früher eintritt. Daher kann man davon ausgehen, dass auch junge Männer - die noch Knabenstimmen hatten - in der Schola mitgesungen haben. Das würde für meine These der Oktavparallelen sprechen.
Von unserem musikalischen Verständnis und unserer Hörgewohnheit heute dürfen wir nicht ausgehen.

In der Schola haben die Knaben sicher mitgesungen. In der Vorsängerschola bestimmt nicht, oder nur in Ausnahmesituationen: bei besonderer stimmlicher Begabung.

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Dienstag 9. Dezember 2008, 01:15

sorry, cantus, ich wollte Deine Oktavparallelen-Theorie gar nicht in Frage stellen.
Ist wahrscheinlich so rübergekommen, war aber nicht so gemeint.

Wahrscheinlich ist dies überall anders gehandhabt worden, weil das Stimmmaterial auch überall unterschiedlich war.

Denkbar sind so viele mögliche Kombinationen.

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Dezember 2008, 23:18

Keine Sorge, ich habe das nicht mißverstanden. :huhu:
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Beitrag von Irenaeus » Freitag 19. Dezember 2008, 03:17

cantus planus hat geschrieben:Keine Sorge, ich habe das nicht mißverstanden. :huhu:
Der Jungmann bringt auch so ein paar gute Infos zur Verwendung Knabenstimmen....... Du hast ganz sicher Recht mit Deiner Oktavtheorie! :-)
Der Jungmann sagt nichts Konkretes zur Vorsängerschola....

Regionale Unterschiede?

Es kommt sehr auf das vorhandene Stimmmaterial an.

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von Irenaeus » Dienstag 20. Januar 2009, 18:07

Am 27.2 - 28.2. veranstaltet die Bischöfliche Akademie Aachen im August-Pieper-Haus ein Einführungsseminar in den Gregorianischen Choral.

Mehr Infos hier:

http://www.bischoefliche-akademie-ac.de/

... die Tagung selbst steht unter dem Motto "Miserere mihi, Deus."

es grüßt, Irenaeus
Per Deum omnia fieri possunt.
Benedicamus Domino!
PAX

Benutzeravatar
Irenaeus
Beiträge: 1395
Registriert: Donnerstag 7. Dezember 2006, 09:59

Re:

Beitrag von Irenaeus » Donnerstag 12. März 2009, 22:08

maliems hat geschrieben:Hört sich nach gemischter Schola an.

Da ich nur Männerschola gewöhnt bin, selten eine Frauenschola höre, möchte ich mal fragen, was die Fachleute hier von gemischten Scholen halten.
Ich habe inzwischen an diversen Kursen zu Gregorianischen Gesängen teilenommen, und da waren immer Frauen in hohen Stimmlagen dabei.

Wenn man eine Schola in gemischter Stimmlage anvisiert, weiß man, daß man keiner bestimmten Stimmlage den Vorzug geben sollte.
Die Klangfärbung hängt von der Zusammensetzung der Schola ab.

Frauen- und Männerstimmen im Oktavabstand sind sehr schön..... wenn man ein Quint - parallele einfügen kann, bewegt man sich bereits im 12. oder 13. Jahrhundert, wo die Mehrstimmigkeit geboren wird.
Per Deum omnia fieri possunt.
Benedicamus Domino!
PAX

Benutzeravatar
Kantorin
Beiträge: 1180
Registriert: Montag 19. Mai 2008, 19:55
Wohnort: Bistum Fulda

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von Kantorin » Sonnabend 5. September 2009, 21:12

Die evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck bietet eine Fortbildung an:
C-Kurs Kantor/in für Popularmusik
http://kapomuk.macbay.de/wordpress/?page_id=30
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 5. September 2009, 22:16

Auf sowas kann auch nur die evangelische Kirche kommen...
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Kantorin
Beiträge: 1180
Registriert: Montag 19. Mai 2008, 19:55
Wohnort: Bistum Fulda

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von Kantorin » Sonnabend 5. September 2009, 23:07

cantus planus hat geschrieben:Auf sowas kann auch nur die evangelische Kirche kommen...
Das ist ja eine zahme Antwort deinerseits!
Ich hatte eher :ikb_rifle: :ikb_death: :ikb_gun_bandana: :galgen: :guillotine: :ikb_wallbash: :ikb_bangin: :ikb_furious: :ikb_2guns: :panisch: :kotz: erwartet... Warte ab, die RKK wird irgendwann mit "Kantor/in für NGL" nachrüsten, um die Familiengottesdienste und die Volksnähe zu fördern :ikb_devil2:

(Ich habe mich für den C-Kurs "Kapomuk" beworben und übe fleißig für die Aufnahmeprüfung)
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Benutzeravatar
cantus planus
Beiträge: 24273
Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 5. September 2009, 23:25

;D Da hast du mich gar nicht so verkehrt eingeschätzt.

Aber viel Erfolg beim Kurs! Abgesehen von der Frage nach der liturgischen Angemessenheit (die sich in der evangelischen Kirche nicht stellt) muss ich sagen, dass Peter Hamburger ein echter Könner ist. Es ist ja nicht so, dass ich aus Prinzip mit Pop nichts anfangen könnte.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21310
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von Niels » Sonntag 6. September 2009, 01:11

Kantorin hat geschrieben:"Kapomuk"
St. Kapomuk, ora pro nobis...(?) :( :glubsch:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
Kantorin
Beiträge: 1180
Registriert: Montag 19. Mai 2008, 19:55
Wohnort: Bistum Fulda

Re: Kurse und Fortbildungen für Kirchenmusiker

Beitrag von Kantorin » Sonntag 6. September 2009, 17:25

Niels hat geschrieben:
Kantorin hat geschrieben:"Kapomuk"
St. Kapomuk, ora pro nobis...(?) :( :glubsch:
Das ist der Bruder vom Hl. Nepomuk und der Schutzpatron der Kantorinnen und Kantoren für Popularmusik :D
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste