Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.

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taddeo
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von taddeo » Montag 6. März 2017, 19:43

Torsten hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 18:52
@umusungu @taddeo,

was treibt euch um? Habt ihr so wenig Vertrauen in diesen "Reichtum von unschätzbarem Wert", dass er nicht aufhorchen lassen lässt? Wenn dazu noch bezeugt wird, dass das der "Schatz Gottes" ist. Ein Kern. Der auch Raum lässt.
Mich stört deine Tendenz zum "Archäologismus", die ich aus deinen Postings herauslese. Gerade dein Zitat bezüglich moderner Kirchenmusik im alten Ritus halte ich für absolut zutreffend. Ich würde zwar nicht unbedingt Strawinsky als Beispiel nehmen, aber zB die achtstimmige Messe von Frank Martin atmet zu 100% den Geist der alten Liturgie - sie wurde ja auch komponiert, als es nur diese Liturgie gab (1922-26), wenngleich sie nicht primär für die liturgische Praxis entstanden ist, sondern als persönliches Glaubensbekenntnis des Komponisten (er sagte, sie sei "eine Sache zwischen Gott und ihm") und erst 1962 uraufgeführt wurde.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Protasius
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Protasius » Montag 6. März 2017, 20:20

taddeo hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 19:43
Torsten hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 18:52
@umusungu @taddeo,

was treibt euch um? Habt ihr so wenig Vertrauen in diesen "Reichtum von unschätzbarem Wert", dass er nicht aufhorchen lassen lässt? Wenn dazu noch bezeugt wird, dass das der "Schatz Gottes" ist. Ein Kern. Der auch Raum lässt.
Mich stört deine Tendenz zum "Archäologismus", die ich aus deinen Postings herauslese. Gerade dein Zitat bezüglich moderner Kirchenmusik im alten Ritus halte ich für absolut zutreffend. Ich würde zwar nicht unbedingt Strawinsky als Beispiel nehmen, aber zB die achtstimmige Messe von Frank Martin atmet zu 100% den Geist der alten Liturgie - sie wurde ja auch komponiert, als es nur diese Liturgie gab (1922-26), wenngleich sie nicht primär für die liturgische Praxis entstanden ist, sondern als persönliches Glaubensbekenntnis des Komponisten (er sagte, sie sei "eine Sache zwischen Gott und ihm") und erst 1962 uraufgeführt wurde.
Oder man denke an die Messen von Lajos Bárdos (einige Sätze aus der Missa tertia aus den 40ern finden sich im Freiburger Chorbuch), oder Werke wie die Messe Spe salvi von Peter Kwasniewski (hier im liturgischen Kontext zu hören):
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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taddeo
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von taddeo » Montag 6. März 2017, 20:41

Ja, es gibt viele, auch ganz junge Werke, die für die Alte Messe tadellos geeignet wären.
Die jüngeren Komponisten geistlicher Musik sind stilistisch und liturgisch oft dermaßen "traditionalistisch", daß sie manchen Spätromantiker darin problemlos überholen. Und vor allem verweigern sich die meisten von ihnen dezidiert dem Mainstream der Avantguarde, wie er an den Musikhochschulen im Fach Komposition doziert wird. Es ist eigentlich erstaunlich, daß die Fans der Alten Messe diese "natürlichen Verbündeten" nicht viel besser hofieren und dadurch positive Aufmerksamkeit erregen wollen.
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Protasius
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Protasius » Montag 6. März 2017, 21:42

taddeo hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 20:41
Ja, es gibt viele, auch ganz junge Werke, die für die Alte Messe tadellos geeignet wären.
Die jüngeren Komponisten geistlicher Musik sind stilistisch und liturgisch oft dermaßen "traditionalistisch", daß sie manchen Spätromantiker darin problemlos überholen. Und vor allem verweigern sich die meisten von ihnen dezidiert dem Mainstream der Avantguarde, wie er an den Musikhochschulen im Fach Komposition doziert wird. Es ist eigentlich erstaunlich, daß die Fans der Alten Messe diese "natürlichen Verbündeten" nicht viel besser hofieren und dadurch positive Aufmerksamkeit erregen wollen.
Klar, Colin Mawby oder Christopher Tambling etwa klingen ziemlich romantisch; oder man denke an von der Renaissance inspirierte Komponisten wie C. H. Giffen und Kevin Allen. Ich hatte eigentlich bewußt moderner klingende Musiker genommen (gut, Kwasniewski klingt nur stellenweise modern). Man könnte auch noch das Ubi caritas von Ola Gjeilo oder das von Duruflé nennen, oder Werke von Morten Lauridsen (das O magnum mysterium etwa); Arvo Pärt wurde ja schon erwähnt. In den Niederlanden entstand auch vieles an schöner und gut sing- und spielbarer Musik im 20. Jahrhundert (Flor Peeters, Hendrik Andriessen, Albert de Klerk [die letzten beiden haben dieses Jahr übrigens ein Jubiläum, 125. bzw. 100. Geburtstag]).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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umusungu
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von umusungu » Montag 6. März 2017, 22:27

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 08:59
Umusungu hat geschrieben:Ich kann mir beim besten Willen Gregorianik nicht in einer afrikanischen Messe vorstellen ...
Der Klassiker. :kugel: Denn wie jedes Kind weiß, trommelt und tanzt der Neger immer.
Ich frage einfach einmal, wie viele Messen Du schon in Afrika mitgefeiert hast?

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Irmgard
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Irmgard » Montag 6. März 2017, 22:52

Protasius hat geschrieben:
Sonntag 5. März 2017, 16:49
Heute ist der 50. Jahrestag Veröffentlichung der Instruktion Musicam Sacram am 5. März 1967. Aus diesem Anlaß wurde heute eine Stellungnahme zur Kirchenmusik veröffentlicht, unterzeichnet von über 200 Kirchenmusikern, Seelsorgern und Wissenschaftlern. Unter den sechs Sprachen, in denen sie veröffentlicht wurde, ist auch deutsch: Cantate Domino canticum novum – eine Stellungnahme zur gegenwärtigen Situation der Kirchenmusik
Ich sehe das gar nicht so pessimistisch. An den Kathedralkirchen tut sich doch ganz viel, gerade auch in der Kinder- und Jugendarbeit. Da viele die "Musik in der Liturgie" auch on-line stellen, kann man sich da viele Repertoire-Anregungen holen. Und Kinder und Jugendliche haben durchaus ein Interesse an guter Kirchenmusik und singen sie, auch wegen der Herausforderungen, meist gerne.

Speyer: http://www.dom-zu-speyer.de/cathedral-m ... hip-music/
Essen: http://www.dommusik-essen.de/liturgie-und-konzert/
Münster: http://dommusik-muenster.de/ --> Musik in der Liturgie
Eichstädt: http://www.eichstaetter-dommusik.de/mus ... mliturgie/
Trier: http://www.dommusik-trier.de/kalender/kalender/
Würzburg: http://www.wuerzburger-dommusik.de/kalender/
Paderborn: http://www.paderborner-dommusik.de/wp-c ... 0179-1.pdf

Was ich kritisch sehe, ist die schlechte Bezahlung nicht hauptamtlicher Kirchenmusiker. Von nichts kommt nichts...

Gruß
Irmgard

Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Lycobates » Montag 6. März 2017, 23:08

Protasius hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 21:42
taddeo hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 20:41
Ja, es gibt viele, auch ganz junge Werke, die für die Alte Messe tadellos geeignet wären.
Die jüngeren Komponisten geistlicher Musik sind stilistisch und liturgisch oft dermaßen "traditionalistisch", daß sie manchen Spätromantiker darin problemlos überholen. Und vor allem verweigern sich die meisten von ihnen dezidiert dem Mainstream der Avantguarde, wie er an den Musikhochschulen im Fach Komposition doziert wird. Es ist eigentlich erstaunlich, daß die Fans der Alten Messe diese "natürlichen Verbündeten" nicht viel besser hofieren und dadurch positive Aufmerksamkeit erregen wollen.
Klar, Colin Mawby oder Christopher Tambling etwa klingen ziemlich romantisch; oder man denke an von der Renaissance inspirierte Komponisten wie C. H. Giffen und Kevin Allen. Ich hatte eigentlich bewußt moderner klingende Musiker genommen (gut, Kwasniewski klingt nur stellenweise modern). Man könnte auch noch das Ubi caritas von Ola Gjeilo oder das von Duruflé nennen, oder Werke von Morten Lauridsen (das O magnum mysterium etwa); Arvo Pärt wurde ja schon erwähnt. In den Niederlanden entstand auch vieles an schöner und gut sing- und spielbarer Musik im 20. Jahrhundert (Flor Peeters, Hendrik Andriessen, Albert de Klerk [die letzten beiden haben dieses Jahr übrigens ein Jubiläum, 125. bzw. 100. Geburtstag]).
Ich bin im 20. Jh. weniger gut zu Hause, aber ergänzend hierzu sei beispielsweise auf Ernst Kreneks Lamentatio Jeremiae d.J. 1941 hingewiesen:
https://www.youtube.com/watch?v=GFb8ahrrwyQ

Ein tiefgründiges Werk (op. 93), das ich vor einigen Jahren (in Auszügen) in einer Leipziger Kirche (anläßlich des Bachfestes dort) als Konzert erleben konnte, und das mich sehr beeindruckt hat.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Hubertus
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Hubertus » Dienstag 7. März 2017, 06:06

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 10:34
umusungu hat geschrieben:
Sonntag 5. März 2017, 23:03
Ich kann mir beim besten Willen Gregorianik nicht in einer afrikanischen Messe vorstellen ...
Das Institut Christus König und Hoherpriester in Gabun hat geschrieben:
Gregorianischer Choral

Auffällig ist besonders die große Liebe der Bevölkerung zu „ihren“ Missionaren, die als Väter angesehen werden. Besonders zu Herzen gehend ist die Hingabe, mit der die Gläubigen, die beim Läuten der Kirchenglocken immer in großer Zahl zu den Gottesdiensten zusammenkommen, den gregorianischen Choral singen. Die Gründe für diese Aufnahmebereitschaft gegenüber den klassischen Gesängen der Kirche liegen einerseits sicher auch in einer ausgeprägteren „natürlichen Musikalität“ der Bevölkerung in Gabun, andererseits aber auch in einer Empfindsamkeit für den geistlichen Gehalt dieser Gesänge. Die klassische Liturgie der Kirche mit ihrer Bewahrung des Geheimnischarakters und der Betonung der mystischen Gegenwart des Herrn „mitten unter uns“ findet in den Seelen der Afrikaner großen Wiederhall.
:)
:daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Niels
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Niels » Dienstag 7. März 2017, 12:42

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 06:06
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 10:34
umusungu hat geschrieben:
Sonntag 5. März 2017, 23:03
Ich kann mir beim besten Willen Gregorianik nicht in einer afrikanischen Messe vorstellen ...
Das Institut Christus König und Hoherpriester in Gabun hat geschrieben:
Gregorianischer Choral

Auffällig ist besonders die große Liebe der Bevölkerung zu „ihren“ Missionaren, die als Väter angesehen werden. Besonders zu Herzen gehend ist die Hingabe, mit der die Gläubigen, die beim Läuten der Kirchenglocken immer in großer Zahl zu den Gottesdiensten zusammenkommen, den gregorianischen Choral singen. Die Gründe für diese Aufnahmebereitschaft gegenüber den klassischen Gesängen der Kirche liegen einerseits sicher auch in einer ausgeprägteren „natürlichen Musikalität“ der Bevölkerung in Gabun, andererseits aber auch in einer Empfindsamkeit für den geistlichen Gehalt dieser Gesänge. Die klassische Liturgie der Kirche mit ihrer Bewahrung des Geheimnischarakters und der Betonung der mystischen Gegenwart des Herrn „mitten unter uns“ findet in den Seelen der Afrikaner großen Wiederhall.
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:daumen-rauf:
:daumen-rauf:
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Niels » Dienstag 7. März 2017, 12:43

Protasius hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 21:42
taddeo hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 20:41
Ja, es gibt viele, auch ganz junge Werke, die für die Alte Messe tadellos geeignet wären.
Die jüngeren Komponisten geistlicher Musik sind stilistisch und liturgisch oft dermaßen "traditionalistisch", daß sie manchen Spätromantiker darin problemlos überholen. Und vor allem verweigern sich die meisten von ihnen dezidiert dem Mainstream der Avantguarde, wie er an den Musikhochschulen im Fach Komposition doziert wird. Es ist eigentlich erstaunlich, daß die Fans der Alten Messe diese "natürlichen Verbündeten" nicht viel besser hofieren und dadurch positive Aufmerksamkeit erregen wollen.
Klar, Colin Mawby oder Christopher Tambling etwa klingen ziemlich romantisch; oder man denke an von der Renaissance inspirierte Komponisten wie C. H. Giffen und Kevin Allen. Ich hatte eigentlich bewußt moderner klingende Musiker genommen (gut, Kwasniewski klingt nur stellenweise modern). Man könnte auch noch das Ubi caritas von Ola Gjeilo oder das von Duruflé nennen, oder Werke von Morten Lauridsen (das O magnum mysterium etwa); Arvo Pärt wurde ja schon erwähnt. In den Niederlanden entstand auch vieles an schöner und gut sing- und spielbarer Musik im 20. Jahrhundert (Flor Peeters, Hendrik Andriessen, Albert de Klerk [die letzten beiden haben dieses Jahr übrigens ein Jubiläum, 125. bzw. 100. Geburtstag]).
:daumen-rauf:
"Alte Messe" bedeutet eben nicht zwangsläufig Baßgeige mit Barockmusik.
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von taddeo » Dienstag 7. März 2017, 13:54

Niels hat geschrieben:
Dienstag 7. März 2017, 12:43
"Alte Messe" bedeutet eben nicht zwangsläufig Baßgeige mit Barockmusik.
In der Praxis wahrscheinlich schon, aber die Theorie Theologie erfordert das nicht.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Lycobates
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Re: Nachrichten aus der Kirchenmusik-Szene

Beitrag von Lycobates » Dienstag 7. März 2017, 20:56

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Montag 6. März 2017, 08:59
Der Klassiker. :kugel: Denn wie jedes Kind weiß, trommelt und tanzt der Neger immer.
Stimmt.
Ur-klassisch.

Ich glaube aber feststellen zu können, daß, soweit ich sehe, zumindest seit der Erfindung des sog. Smartphone, in unseren schwarzberänderten Großstädten (ich weile z.Z. im befreundeten Ausland, wie die Diplomaten sagen, wo selbige Ränder notorisch sind), der Gebrauch des Tamtams doch stark abgenommen hat.
Und obzwar es auch öfter regnet, braucht das nicht unbedingt am Tanzen der werten Zugewanderten zu liegen.
:breitgrins:

(Ich sage "sog." Smartphone, da ich so ein Ding nicht habe, und auch nichts damit anzufangen weiß, mein Mobiltelephon ist ca. 15 Jahre alt und es funktioniert perfekt, ein Grund für mich, es zu behalten.)

Ironie aus.

Der wahre Rassismus besteht doch darin, den Schwarzen zuzumuten, sie seien unfähig und unwillig, sich den Schätzen der christlichen Kultur, die nun einmal in ihrem Ursprung und in ihrer Entwicklung keine afrikanische ist, zu erschließen und dieselben sich anzueignen. Warum sollten sie das nicht können und wollen, und somit auch sollen?
Ich kenne einige Beispiele des geraden Gegenteils, und schwärzer könnten sie wahrlich nicht sein.

Ähnlich ist es doch auch unseren Vorfahren ergangen, als sie, seit etwa Karl dem Großen, zunächst dem Glauben, dann auch der von diesem Glauben, wie die Materie von der Form, wesentlich und notwendig geprägten christlichen Kultur einverleibt und für sie gewonnen wurden.
Und das ist sehr gut so.
(Wenn auch, der glaubhaften, da ständigen Familienüberlieferung zufolge, denn schriftliche Quellen fehlen, meine eigenen väterlichen, zugegebenermaßen etwas wilden Vorfahren mit den Sachsenkriegen, etwas gewaltsam, dazu erst einmal gebracht werden mußten, worüber ich mich heute allerdings sehr freue, zumal wir auch das Jahr 1517, in diesem Jahr von Ketzern und Ketzerfreunden gleichermaßen gefeiert, bis etwa 1965 glaubensmäßig unbeschadet überstanden haben).
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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