suche alten Text des Liedes "Tauet Himmel"

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.

Moderator: taddeo

Uwe Schmidt
Beiträge: 1153
Registriert: Donnerstag 18. März 2004, 04:56

Beitrag von Uwe Schmidt » Dienstag 6. Dezember 2005, 01:02

"Tauet, Himmel, den Gerechten,
Wolken, regnet ihn herab!
Also rief in bangen Nächten
einst die Welt, ein weites Grab.
In von Gott verhaßten Gründen
herrschten Satan, Tod und Sünden
,
fest verschlossen war das Tor
zu dem Himmelreich empor."



Das klingt so richtig schön fundamentalistisch...genau wie das polnische Osterlied "der Sieger über Satan, Tod und Hölle", einfach herrlich...

Uwe Schmidt
Beiträge: 1153
Registriert: Donnerstag 18. März 2004, 04:56

Beitrag von Uwe Schmidt » Dienstag 6. Dezember 2005, 01:06

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Also, egal welche Fassung: Die einleitenden Verse
dieses Liedes sind eigentlich ein Etikettenschwindel.
Überdies finde ich insbesondere die zweite Strophe
anstößig.


Nicht direkt ein Etikettenschwindel, denn bei Jesaia wird Jahweh in den Mund gelegt "die Himmel sollen Gerechtigkeit u. Heil regnen lassen". Ob es dann dieser Denis von 1780ca. war, der aus Heil den Heiland gemacht hat? Eine Verfälschung ist doch das eigentlich nicht, sondern nur eine Personalisierung.
Aber wie ist das eigentlich bei Jesaiah: verstehe ich es richtig, wenn Gott den Kyros an der betreffenden Stelle lobt, und wenn ja, warum?

Benutzeravatar
incarnata
Beiträge: 2040
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 01:11

Re: suche alten Text des Liedes "Tauet Himmel"

Beitrag von incarnata » Donnerstag 5. April 2018, 21:36

Hab´s zwar gerade nicht greifbar kenne den Text (und auch die Melodie) in der Version des
Breslauer Diäzösangesangbuchs aus den 1930ger Jahren so:
Tauet Himmel den Gerechten
Wolken regnet ihn herab
rief das Volk in bangen Nächten,
dem Gott die Verheissung gab.
Sah mit Götzendienst umzogen
den gestirnten Himmelsbogen
War in seiner Glaubenskraft
Tief zerrüttet und erschlafft.

Und auf seines Thrones Stufen
im gestirnten Himmelssaal
hörte Gott des Volkes Rufen
aus dem tiefen Erdental
Und ER wollte es erretten
aus der Sünde Todesketten
Senkte in den Menschenstamm
Jesum als das Opferlamm.

Eine Jungfrau hat empfangen
aus des Heilgen Geistes Kraft.....
weiter weissich´s leider nicht aus dem Gedächtnis
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 12769
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: suche alten Text des Liedes "Tauet Himmel"

Beitrag von Raphael » Donnerstag 5. April 2018, 21:38

incarnata hat geschrieben:
Donnerstag 5. April 2018, 21:36
Hab´s zwar gerade nicht greifbar kenne den Text (und auch die Melodie) in der Version des
Breslauer Diäzösangesangbuchs aus den 1930ger Jahren so:
Tauet Himmel den Gerechten
Wolken regnet ihn herab
rief das Volk in bangen Nächten,
dem Gott die Verheissung gab.
Sah mit Götzendienst umzogen
den gestirnten Himmelsbogen
War in seiner Glaubenskraft
Tief zerrüttet und erschlafft.

Und auf seines Thrones Stufen
im gestirnten Himmelssaal
hörte Gott des Volkes Rufen
aus dem tiefen Erdental
Und ER wollte es erretten
aus der Sünde Todesketten
Senkte in den Menschenstamm
Jesum als das Opferlamm.

Eine Jungfrau hat empfangen
aus des Heilgen Geistes Kraft.....
weiter weissich´s leider nicht aus dem Gedächtnis
Sehr erfreulich, daß man 'mal wieder etwas von Dir zu lesen bekommt! :daumen-rauf:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema