Mozart

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.

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taddeo
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Mozart

Beitrag von taddeo » Sonnabend 17. Dezember 2016, 16:23

Abgetrennt aus dem Thema "6. Dezember: Heute ist Nikolaus" im Gemüsegarten. -HeGe

Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Siard
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von Siard » Sonnabend 17. Dezember 2016, 16:44

taddeo hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Beide waren Deutsche. Der eine wurde in Salzburg (HRR), der andere in Braunau (Ö-U) geboren. :pfeif:

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Juergen
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. Dezember 2016, 17:02

Siard hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Beide waren Deutsche. Der eine wurde in Salzburg (HRR), der andere in Braunau (Ö-U) geboren. :pfeif:
Die waren beide Römer… frag Caesar!
Gruß
Jürgen

Lycobates
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von Lycobates » Sonnabend 17. Dezember 2016, 23:16

Siard hat geschrieben: Beide waren Deutsche.
Der eine wurde in Salzburg (HRR), der andere in Braunau (Ö-U) geboren. :pfeif:
Nun ja, z.Z. Mozarts (jedenfalls z.Z. seiner Geburt) war dieses Braunau noch Bayern.
(Es gibt ja noch andere Braunaus, wie Exzellenz v. Hindenburg bezeugen kann)

Und ist "Ö-U", bei der Ausdehnung und Unterschiedlichkeit, und bei aller Sympathie, nicht etwas zu weit gegriffen?
Wir sind hier, 1889, doch definitiv in Zisleithanien, die Komponente "-U" ist für unsere Frage unerheblich.
Da wäre "O-Ö" vielleicht zumutbarer, oder noch besser "Ö ob der Enns".

Der erste Satz stimmt natürlich.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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*
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Raphaela
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 24. Dezember 2016, 20:15

taddeo hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Oha, da kennst sich aber jemand in Bezug auf Mozart gar nicht gut aus.
Was Wolfgang-Amadeus Mozart betrifft: Er hat auf alle Fälle deutsche Wurzeln. Dies zeigt sich daran, dass sein Großvater in der Fuggerei gewohnt hat. Und da werden bis heute nur echte Augsburger aufgenommen, die auch katholisch sind. Übrigens existiert die Familie Mozart bis heute in Augsburg.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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overkott
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von overkott » Dienstag 3. Januar 2017, 16:28

Raphaela hat geschrieben:Oha, da kennst sich aber jemand in Bezug auf Mozart gar nicht gut aus.
Was Wolfgang-Amadeus Mozart betrifft: Er hat auf alle Fälle deutsche Wurzeln. Dies zeigt sich daran, dass sein Großvater in der Fuggerei gewohnt hat. Und da werden bis heute nur echte Augsburger aufgenommen, die auch katholisch sind. Übrigens existiert die Familie Mozart bis heute in Augsburg.
War WA Mozart nicht Freimaurer?

Dieter
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von Dieter » Dienstag 3. Januar 2017, 16:32

Raphaela hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Oha, da kennst sich aber jemand in Bezug auf Mozart gar nicht gut aus.
Was Wolfgang-Amadeus Mozart betrifft: Er hat auf alle Fälle deutsche Wurzeln. Dies zeigt sich daran, dass sein Großvater in der Fuggerei gewohnt hat. Und da werden bis heute nur echte Augsburger aufgenommen, die auch katholisch sind. Übrigens existiert die Familie Mozart bis heute in Augsburg.
Die Frage der Bürgerschaft bzw. Landsmannschaft des Komponisten wird in der Rezeptionsgeschichte unterschiedlich beantwortet. Salzburg war seit dem späten 14. Jahrhundert Hauptstadt eines im Wesentlichen unabhängigen[42] Fürsterzbistums namens Erzstift Salzburg,[43] das geistlich dem Heiligen Stuhl in Rom unterstand, weltlich dem Römisch-deutschen Kaiser (zu Mozarts Lebzeiten waren das 1745–1765 Franz I., 1765–179 Joseph II. und 179–1792 Leopold II.), nicht aber der „österreichischen“ Habsburgermonarchie. Mozart war im Erzbistum als Untertan der Fürsterzbischöfe geboren und blieb das auch sein Leben lang. Die Landeszugehörigkeit Mozarts könnte daher als „(Fürsterzbischöflich-)Salzburg(er)isch“ bezeichnet werden,[44] jedoch ist diese Umschreibung seiner Landsmannschaft weniger verbreitet.[45][46] Das viel verwendete Grove Dictionary of Music and Musicians bezeichnet Mozart als österreichischen Komponisten.[47] Auch das Houghton Mifflin Dictionary of Biography (23), das Oxford Concise Dictionary of Music (Bourne und Kennedy 24) und das NPR Listener’s Encyclopedia of Classical Music (Libbey, 26) bezeichnen ihn als solchen. Die Encyclopædia Britannica liefert zwei unterschiedliche Ergebnisse:[48] die kurze anonyme Fassung in der „Micropedia“ bezeichnet ihn als österreichischen Komponisten, der Hauptartikel in der „Macropedia“, geschrieben von H. C. Robbins Landon, befasst sich nicht mit seiner Nationalität. In früheren Quellen wird Mozart oft als Deutscher bezeichnet, vor allem vor der Gründung des heutigen modernen österreichischen Nationalstaates. Eine Londoner Zeitung berichtete im Jahr 1791 vom Tod des Komponisten. Dort wird er als „der gefeierte deutsche Komponist“ (englisch: „the celebrated German composer“) bezeichnet.[49] In Lieber u. a. (1832, S. 78), wird Mozart als „der große deutsche Komponist“ vorgestellt. Ferris (1891) nahm Mozart – unter anderem neben Frédéric Chopin, Franz Schubert und Joseph Haydn – in sein Buch „The Great German Composers“ („Die großen deutschen Komponisten“) auf. Andere Bezeichnungen als Deutscher findet man bei Kerst (196, S. 3), Mathews und Liebling (1896), sowie MacKey und Haywood (199); viel später auch bei Hermand und Steakley (1981).
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_ ... lit.C3.A4t

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overkott
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Re: 6. Dezember: Heute ist Nikolaus

Beitrag von overkott » Dienstag 3. Januar 2017, 20:53

Dieter hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Die historische Perspektive sollte gewahrt werden.
Das ist vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch. Genausowenig wird wahrgenommen, daß Mozart Deutscher war und Hitler Österreicher.
Oha, da kennst sich aber jemand in Bezug auf Mozart gar nicht gut aus.
Was Wolfgang-Amadeus Mozart betrifft: Er hat auf alle Fälle deutsche Wurzeln. Dies zeigt sich daran, dass sein Großvater in der Fuggerei gewohnt hat. Und da werden bis heute nur echte Augsburger aufgenommen, die auch katholisch sind. Übrigens existiert die Familie Mozart bis heute in Augsburg.
Die Frage der Bürgerschaft bzw. Landsmannschaft des Komponisten wird in der Rezeptionsgeschichte unterschiedlich beantwortet. Salzburg war seit dem späten 14. Jahrhundert Hauptstadt eines im Wesentlichen unabhängigen[42] Fürsterzbistums namens Erzstift Salzburg,[43] das geistlich dem Heiligen Stuhl in Rom unterstand, weltlich dem Römisch-deutschen Kaiser (zu Mozarts Lebzeiten waren das 1745–1765 Franz I., 1765–179 Joseph II. und 179–1792 Leopold II.), nicht aber der „österreichischen“ Habsburgermonarchie. Mozart war im Erzbistum als Untertan der Fürsterzbischöfe geboren und blieb das auch sein Leben lang. Die Landeszugehörigkeit Mozarts könnte daher als „(Fürsterzbischöflich-)Salzburg(er)isch“ bezeichnet werden,[44] jedoch ist diese Umschreibung seiner Landsmannschaft weniger verbreitet.[45][46] Das viel verwendete Grove Dictionary of Music and Musicians bezeichnet Mozart als österreichischen Komponisten.[47] Auch das Houghton Mifflin Dictionary of Biography (23), das Oxford Concise Dictionary of Music (Bourne und Kennedy 24) und das NPR Listener’s Encyclopedia of Classical Music (Libbey, 26) bezeichnen ihn als solchen. Die Encyclopædia Britannica liefert zwei unterschiedliche Ergebnisse:[48] die kurze anonyme Fassung in der „Micropedia“ bezeichnet ihn als österreichischen Komponisten, der Hauptartikel in der „Macropedia“, geschrieben von H. C. Robbins Landon, befasst sich nicht mit seiner Nationalität. In früheren Quellen wird Mozart oft als Deutscher bezeichnet, vor allem vor der Gründung des heutigen modernen österreichischen Nationalstaates. Eine Londoner Zeitung berichtete im Jahr 1791 vom Tod des Komponisten. Dort wird er als „der gefeierte deutsche Komponist“ (englisch: „the celebrated German composer“) bezeichnet.[49] In Lieber u. a. (1832, S. 78), wird Mozart als „der große deutsche Komponist“ vorgestellt. Ferris (1891) nahm Mozart – unter anderem neben Frédéric Chopin, Franz Schubert und Joseph Haydn – in sein Buch „The Great German Composers“ („Die großen deutschen Komponisten“) auf. Andere Bezeichnungen als Deutscher findet man bei Kerst (196, S. 3), Mathews und Liebling (1896), sowie MacKey und Haywood (199); viel später auch bei Hermand und Steakley (1981).
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_ ... lit.C3.A4t
Hier sehen wir das kleine Musikgenie im mozarten Alter von etwa sieben Jahren. Im selben Jahr der Entstehung des Bildes übernachtete Mozart in Bonn vom 27. auf den 28. September 1763.

Ich selbst habe in Bonn inzwischen schon öfter übernachtet und übrigens auch nie ein Konzert hier gegeben.

http://www.bonn.de/imperia/md/images/to ... 4x35.jpg

Mozart spielte in Brühl und Köln, anschließend wohl in Aachen.

Sieben Jahre später wurde Beethoven in Bonn geboren, weshalb sich in drei Jahren sein Geburtstag zum 35. Mal jährt, weshalb manche Bonner jetzt schon ganz aufgeregt sind.

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