Kirchengesang

Von Orgelpfeifen, Zimbelspielern und Kantoren.

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Hubertus
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Hubertus » Dienstag 1. November 2016, 19:10

Juergen hat geschrieben:Heute wurde auf „Ihr Freunde Gottes allzugleich“ verzichtet. Es wäre ja noch schöner, wenn die Leute auch noch mitsingen würden. Da wählt man doch lieber 548 (Für alle Heilgen in der Herrlichkeit) aus. Das kann wenigstens keiner. – Erst ein paar Strophen zu Beginn und dann noch ein paar nach der Kommunion.
:kotz:

Naja, ich habe mich nach einer Strophe Eingangslied entschieden, die Messe nur noch still zu hören… Das Kirchengebot sag ja nichts von einer Mitmachpflicht.
Bei uns ist heute Ihr Freunde Gottes allzugleich - wie jedes Mal seit Einführung des neuen "Gotteslob" wieder gründlich in die Hose gegangen. Der Organist spielt die neue Fassung, die Gläubigen versuchen stur die alte Melodie bzw. nach altem Metrum weiterzusingen. Ich bleibe bei diesem Wettstreit neutral und verzichte auf das Mitsingen.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Juergen
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Dienstag 1. November 2016, 19:17

Hubertus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Heute wurde auf „Ihr Freunde Gottes allzugleich“ verzichtet. Es wäre ja noch schöner, wenn die Leute auch noch mitsingen würden. Da wählt man doch lieber 548 (Für alle Heilgen in der Herrlichkeit) aus. Das kann wenigstens keiner. – Erst ein paar Strophen zu Beginn und dann noch ein paar nach der Kommunion.
:kotz:

Naja, ich habe mich nach einer Strophe Eingangslied entschieden, die Messe nur noch still zu hören… Das Kirchengebot sag ja nichts von einer Mitmachpflicht.
Bei uns ist heute Ihr Freunde Gottes allzugleich - wie jedes Mal seit Einführung des neuen "Gotteslob" wieder gründlich in die Hose gegangen. Der Organist spielt die neue Fassung, die Gläubigen versuchen stur die alte Melodie bzw. nach altem Metrum weiterzusingen. Ich bleibe bei diesem Wettstreit neutral und verzichte auf das Mitsingen.
DAS war das einzig positive an dem Lied. Keiner sang falsch, weil keiner sang.
Gruß
Jürgen

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Schwenkelpott
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Schwenkelpott » Dienstag 1. November 2016, 19:21

In meiner Wohnsitzgemeinde wurde GL 542 kräftig mitgesungen ...

Hubertus hat geschrieben:[...] neue "Gotteslob" [...]


Information am Rande: Die Melodie im 2013er Gotteslob entspricht der Melodie im Kölner Diözesananhang von 1975.
Zuletzt geändert von Schwenkelpott am Dienstag 1. November 2016, 19:26, insgesamt 1-mal geändert.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Kirchengesang

Beitrag von taddeo » Dienstag 1. November 2016, 19:25

Hubertus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Heute wurde auf „Ihr Freunde Gottes allzugleich“ verzichtet. Es wäre ja noch schöner, wenn die Leute auch noch mitsingen würden. Da wählt man doch lieber 548 (Für alle Heilgen in der Herrlichkeit) aus. Das kann wenigstens keiner. – Erst ein paar Strophen zu Beginn und dann noch ein paar nach der Kommunion.
:kotz:

Naja, ich habe mich nach einer Strophe Eingangslied entschieden, die Messe nur noch still zu hören… Das Kirchengebot sag ja nichts von einer Mitmachpflicht.
Bei uns ist heute Ihr Freunde Gottes allzugleich - wie jedes Mal seit Einführung des neuen "Gotteslob" wieder gründlich in die Hose gegangen. Der Organist spielt die neue Fassung, die Gläubigen versuchen stur die alte Melodie bzw. nach altem Metrum weiterzusingen. Ich bleibe bei diesem Wettstreit neutral und verzichte auf das Mitsingen.
Beim erstenmal in meiner Dienstpfarrei wußte ich logischerweise noch nicht, wie die Leute das singen (wollen). Das haben sie mir aber schon im Lauf der ersten Strophe unmißverständlich demonstriert. :pfeif:
Seither - und auch heute - spiele ich grundsätzlich den alten Rhythmus (und auch die alte Tonart, also in F statt in Es), und das klappt hervorragend. :tuete:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Polykarp » Dienstag 1. November 2016, 19:50

Ich spiele ebenso die frühere Fassung. Es ist unverständlich, warum man es geändert hat. :daumen-rauf:

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Re: Kirchengesang

Beitrag von HeGe » Mittwoch 2. November 2016, 11:04

Schwenkelpott hat geschrieben:Information am Rande: Die Melodie im 2013er Gotteslob entspricht der Melodie im Kölner Diözesananhang von 1975.
Eben, für uns hat sich nichts geändert. ;)
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Mittwoch 2. November 2016, 16:42

HeGe hat geschrieben:
Schwenkelpott hat geschrieben:Information am Rande: Die Melodie im 213er Gotteslob entspricht der Melodie im Kölner Diözesananhang von 1975.
Eben, für uns hat sich nichts geändert. ;)
Die Melodie im neuen Gotteslob entspricht der Melodie im Sursum Corda.
Die Melodie im 1975er Gotteslob konnte sich in meiner Heimatgemeinde nie so recht durchsetzen. Die habe ich erst in den 9ern in Paderborn kennengelernt.
Doch das schrieb ich ja schon vor einem Jahr: https://kikreukreu.blogspot.de/215/11/ ... ottes.html
Gruß
Jürgen

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Re: Kirchengesang

Beitrag von HeGe » Mittwoch 2. November 2016, 17:17

Juergen hat geschrieben:Die Melodie im neuen Gotteslob entspricht der Melodie im Sursum Corda.
Die Melodie im 1975er Gotteslob konnte sich in meiner Heimatgemeinde nie so recht durchsetzen. Die habe ich erst in den 90ern in Paderborn kennengelernt.
Ich gehe mal davon aus, dass im alten Kölner Diözesangesangbuch die Fassung enthalten war, die dann 1975 in unseren Diözesananhang gewandert ist. Die wurde auch strikt beibehalten, ich könnte jedenfalls mich nicht erinnern, dass bei uns jemals die Fassung aus dem Stammteil gesungen worden wäre.
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Schwenkelpott » Mittwoch 2. November 2016, 18:18

Juergen hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
Schwenkelpott hat geschrieben:Information am Rande: Die Melodie im 2013er Gotteslob entspricht der Melodie im Kölner Diözesananhang von 1975.
Eben, für uns hat sich nichts geändert. ;)
Die Melodie im neuen Gotteslob entspricht der Melodie im Sursum Corda.
Danke für die Information. Ein Sursum Corda habe ich gerade vor Ort nicht vorliegen (andernorts dagegen derer mindenstens fünf - u.a. eins aus den 1930ern oder 1920ern), das alte Kölner GL zufälligerweise schon.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Mittwoch 2. November 2016, 18:45

Schwenkelpott hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:
Schwenkelpott hat geschrieben:Information am Rande: Die Melodie im 2013er Gotteslob entspricht der Melodie im Kölner Diözesananhang von 1975.
Eben, für uns hat sich nichts geändert. ;)
Die Melodie im neuen Gotteslob entspricht der Melodie im Sursum Corda.
Danke für die Information. Ein Sursum Corda habe ich gerade vor Ort nicht vorliegen (andernorts dagegen derer mindenstens fünf - u.a. eins aus den 1930ern oder 1920ern), das alte Kölner GL zufälligerweise schon.
In den alten ist es u.U. wieder anders drin:
kikreukreu hat geschrieben:In der äl­te­ren Ver­sion des »Sur­sum Cor­da« vor 1948 (Lied Nr. 275) und dem da­zu pas­sen­den No­ten- und auch Or­gel­buch von 1903 fin­den sich gänz­lich an­de­re Tex­te und ab­wei­chen­de Me­lo­di­en. Im 1916 er­schien­en­en An­hang mit »Ein­heits­lie­dern« ent­spricht Text und Me­lo­die weit­ge­hend der Form im neu­en Got­tes­lob.
Gruß
Jürgen

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Re: Kirchengesang

Beitrag von umusungu » Mittwoch 2. November 2016, 21:45

Ich verstehe den Kampf um Melodien und Textvarianten diverser Lieder hier nicht. Da ist nichts dogmatisiert. Alle diese Lieder gehören zum Kulturgut, das oftmals regional sehr unterschiedlich überliefert ist.
Im ostdeutschen Anhang steht bei "Tauet Himmel" nur der Text mit der Bemerkung: zu singen nach örtlichem Brauch (oder so ähnlich).

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Schwenkelpott
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Schwenkelpott » Sonnabend 5. November 2016, 00:38

Juergen hat geschrieben:In den alten ist es u.U. wieder anders drin:
kikreukreu hat geschrieben:In der äl­te­ren Ver­sion des »Sur­sum Cor­da« vor 1948 (Lied Nr. 275) und dem da­zu pas­sen­den No­ten- und auch Or­gel­buch von 1903 fin­den sich gänz­lich an­de­re Tex­te und ab­wei­chen­de Me­lo­di­en. Im 1916 er­schien­en­en An­hang mit »Ein­heits­lie­dern« ent­spricht Text und Me­lo­die weit­ge­hend der Form im neu­en Got­tes­lob.
Im Sursum Corda, welches meine Großmutter 1939 zur Erstkommunion bekam und in dem der "Kirchen-Kalender" 1932 beginnt, gibt es im "Stammteil" gar keine Noten. Im "Anhang [...] Enthaltend 23 Einheitslieder" (von 1916) steht eine Melodie, die, wie im Blog geschrieben wurde, weitgehend der Form im Stammteil des 2013er entspricht und die textlich ein paar Unterschiede aufweist.


umusungu hat geschrieben:Ich verstehe den Kampf um Melodien und Textvarianten diverser Lieder hier nicht. Da ist nichts dogmatisiert. Alle diese Lieder gehören zum Kulturgut, das oftmals regional sehr unterschiedlich überliefert ist.
Viele Leute kannten jahrzehntelang nur eine bestimmte Melodie und/oder einen bestimmten Text - und plötzlich ist (all)es anders. Eine solche Umgewöhnung kann dann, gerade emotional, schon sehr schwierig sein.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Sonnabend 5. November 2016, 10:50

Schwenkelpott hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Ich verstehe den Kampf um Melodien und Textvarianten diverser Lieder hier nicht. Da ist nichts dogmatisiert. Alle diese Lieder gehören zum Kulturgut, das oftmals regional sehr unterschiedlich überliefert ist.
Viele Leute kannten jahrzehntelang nur eine bestimmte Melodie und/oder einen bestimmten Text - und plötzlich ist (all)es anders. Eine solche Umgewöhnung kann dann, gerade emotional, schon sehr schwierig sein.
Und Auswendigsingen ist seit dem neuen GL gar nicht mehr möglich, da man nie weiß, in welchen Lied an welcher Stelle am Text rumgepfuscht wurde.
Entweder muß man also immer ins Buch gucken, oder man schert sich einen feuchten Kehricht um die Änderungen. :pfeif:
Gruß
Jürgen

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Siard » Sonntag 6. November 2016, 00:27

Juergen hat geschrieben:Entweder muß man also immer ins Buch gucken, oder man schert sich einen feuchten Kehricht um die Änderungen. :pfeif:
In der Tat pfeife ich auf die Änderungen*), genau so, wie ich es auch schon bei einigen Änderungen im alten Gotteslob (vor allem natürlich Einkleber) getan habe.
*) gilt nicht für alle Änderungen, leider bin ich nicht Konsequent genug. Ein Haus voll Glorie z. B. singe ich auch nicht in der Originalfassung.

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Petrus
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Petrus » Sonntag 6. November 2016, 13:38

Schwenkelpott hat geschrieben:
Viele Leute kannten jahrzehntelang nur eine bestimmte Melodie und/oder einen bestimmten Text - und plötzlich ist (all)es anders. Eine solche Umgewöhnung kann dann, gerade emotional, schon sehr schwierig sein.
was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Auch nach Jahrzehnten "katholisch-sein" schaue ich lieber beim Singen im Gotteslob nach, damit ich nicht die "evangelische Variante" oder den "evangelischen Text" singe ...

Es geht bei den Texten schon in der Sakristei los.

Nein, Peter, aufpassen! es heißt nicht: "Unsere Hilfe steht im Namen des Herren, der Himmel und Erde gemacht hat" ...

Als ich das meinem damaligen (katholischen) Pfarrer erzählte, hat er mir gesagt: "Danke. Endlich verstehe ich, warum bei ökumenischen Trauungen die evangelischen Pfarrer am Anfang immer was anderes sagen ... :D

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Juergen
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. November 2016, 13:46

Siard hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Entweder muß man also immer ins Buch gucken, oder man schert sich einen feuchten Kehricht um die Änderungen. :pfeif:
In der Tat pfeife ich auf die Änderungen*), genau so, wie ich es auch schon bei einigen Änderungen im alten Gotteslob (vor allem natürlich Einkleber) getan habe.
*) gilt nicht für alle Änderungen, leider bin ich nicht Konsequent genug. Ein Haus voll Glorie z. B. singe ich auch nicht in der Originalfassung.
In der letzten Zeit bin ich, wie ich zugeben muß, dazu übergegangen in der Messe nichts mehr zu singen sondern komplett den Mund zu halten. Das Kirchengebot spricht ja nur von „Messe hören“. Da ist nicht von Mitmachen die Rede.

Beim Asperges singe ich allerdings noch mit. Das gehört ja auch nicht zur Messe…
Gruß
Jürgen

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umusungu
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Re: Kirchengesang

Beitrag von umusungu » Sonntag 6. November 2016, 14:09

Juergen hat geschrieben:Beim Asperges singe ich allerdings noch mit. Das gehört ja auch nicht zur Messe…
geistige Gesundheit sieht aber auch anders aus, oder?

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Lupus
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Lupus » Sonntag 6. November 2016, 14:17

@ jetzt aber mal ernsthaft zur Sache!

Wie zeigt sich "geistige Gesundheit" oder was verstehst Du darunter!

Also bitte:
1....
2....
3....
usw.
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

PascalBlaise
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Re: Kirchengesang

Beitrag von PascalBlaise » Sonntag 6. November 2016, 15:49

Man darf auch nicht unterschätzen, dass es bei vielen für die gesamte Gemeinde ein Gewinn ist, wenn der/die Betreffende nicht mitsingt.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. November 2016, 16:11

PascalBlaise hat geschrieben:Man darf auch nicht unterschätzen, dass es bei vielen für die gesamte Gemeinde ein Gewinn ist, wenn der/die Betreffende nicht mitsingt.
Ja. Da fällt er/sie zwischen den vielen ebenfalls nicht Mitsingenden nicht so auf.
Gruß
Jürgen

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Irmgard » Sonntag 6. November 2016, 16:51

Juergen hat geschrieben:Entweder muß man also immer ins Buch gucken, oder man schert sich einen feuchten Kehricht um die Änderungen. :pfeif:
Na, wenn alle so flexibel wären wie du, dann säßen wir immer noch auf den Bäumen :breitgrins:

Einerseits kann ich verstehen, dass man an Altebewährtem hängt, andererseits ist es schön, auch in anderen Bistümern mitsinen zu können (zumindest aus dem Stammteil). Und klar, wer lesen kann, ist natürlich im Vorteil...

Ich habe ja mehrfach das Bistum gewechselt, da ist man eh vorsichtig mit dem Auswendigsingen 8)

LG
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Sonntag 6. November 2016, 16:59

Irmgard hat geschrieben:Ich habe ja mehrfach das Bistum gewechselt, da ist man eh vorsichtig mit dem Auswendigsingen 8)
Es wäre für alle Beteiligten viel besser gewesen, Du hättest nicht das Bistum, sondern den Planeten gewechselt. :maske:
Gruß
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Irmgard » Sonntag 6. November 2016, 17:54

Juergen hat geschrieben:
Irmgard hat geschrieben:Ich habe ja mehrfach das Bistum gewechselt, da ist man eh vorsichtig mit dem Auswendigsingen 8)
Es wäre für alle Beteiligten viel besser gewesen, Du hättest nicht das Bistum, sondern den Planeten gewechselt. :maske:
echt jetzt :auweia:

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Re: Kirchengesang

Beitrag von PascalBlaise » Sonntag 6. November 2016, 18:23

Juergen hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Man darf auch nicht unterschätzen, dass es bei vielen für die gesamte Gemeinde ein Gewinn ist, wenn der/die Betreffende nicht mitsingt.
Ja. Da fällt er/sie zwischen den vielen ebenfalls nicht Mitsingenden nicht so auf.
Genau. Participatio actuosa aber vor allem participatio non conspicua!
Das ist das wichtigste: Bloß nicht auffallen!
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Fragesteller » Sonntag 6. November 2016, 18:30

Ich liebe Messen, wo die Orgel lauter ist als der Gemeindegesang. :| Ich weiß nicht, was für ein Zacken den ganzen Leuten aus der Krone fallen würde, wenn sie einfach ihre Münder und Kehlen benutzten.

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Irmgard » Sonntag 6. November 2016, 18:41

Fragesteller hat geschrieben:Ich weiß nicht, was für ein Zacken den ganzen Leuten aus der Krone fallen würde, wenn sie einfach ihre Münder und Kehlen benutzten.
Ich glaube, viele wissen gar nicht mehr, wie das geht. Und wenn sie vielleicht noch jemanden neben sich haben, der gut singt, trauen manche sich erst recht nicht.

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Schwenkelpott » Montag 7. November 2016, 15:24

Ich halte mich an das am jeweiligen Zelebrationsort ausliegende Gebet- und Gesangbuch - ob nun 2013er oder 1975er GL, prä-GL-Diözesangesangbuch, ... Mein eigenes 2013er GL nutze ich nur in meinem Bistum bzw. im Nachbarbistum (gleicher Anhang). In andere Bistümer nehme ich es gar nicht erst mit - ohne entsprechenden Anhang bin ich da nämlich aufgeschmissen.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Kirchengesang

Beitrag von Irmgard » Montag 7. November 2016, 22:24

Schwenkelpott hat geschrieben:Ich halte mich an das am jeweiligen Zelebrationsort ausliegende Gebet- und Gesangbuch - ob nun 213er oder 1975er GL, prä-GL-Diözesangesangbuch, ... Mein eigenes 213er GL nutze ich nur in meinem Bistum bzw. im Nachbarbistum (gleicher Anhang). In andere Bistümer nehme ich es gar nicht erst mit - ohne entsprechenden Anhang bin ich da nämlich aufgeschmissen.
Da lobe ich mir anglikanische Kirchen, die für ihre Hauptmessen ein Liedblatt mitsamt liturgischen Texten mitliefern.

Z.B. so etwas: http://christchurchcathedral.ie/wp-cont ... harist.pdf

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Protasius » Montag 7. November 2016, 22:33

Kann es sein, daß es im Ausland häufiger vorkommt, daß man (wenigstens für die Sonntage und Hochfeste) kein Gesangbuch verwendet, sondern Liederzettel? Meine Stichprobe mag zu klein sein, aber in Italien und den Niederlanden hatte ich den Eindruck, daß es so ist, für die USA vermute ich das aus Forenbeiträgen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Montag 7. November 2016, 22:33

Was würde die Kirche nur ohne Erfindung des Kopierers machen.

Dem Hl. Xerox sei Dank! Bild
Gruß
Jürgen

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Protasius » Montag 7. November 2016, 22:52

Juergen hat geschrieben:Was würde die Kirche nur ohne Erfindung des Kopierers machen.

Dem Hl. Xerox sei Dank! Bild
Nicht zwingend; ich habe aus dem Urlaub in Friesland ein gedrucktes Heftchen mitgebracht (gibt anscheinend Verlage für missaaltjes). Das ist nicht photokopiert, sondern ein professionelles Druckerzeugnis, enthaltend die Lesungen des Sonntags, Kehrvers und Hallelujaruf, acht Lieder und auf der letzten Seite unter Latijnse gezangen die Texte der gregorianischen Propriumsgesänge mit volkssprachlicher Übersetzung.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kirchengesang

Beitrag von Juergen » Montag 7. November 2016, 22:56

Gut,
dann machen wie die Verbeugung vor dem Hl. Riso Bild
Gruß
Jürgen

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