Kirchenaustritt - eine Option?

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

Moderator: asderrix

Kirchenaustritt - eine Option?

Niemals!
31
52%
Unter gewissen Umständen...
10
17%
...kann ich mir schon vorstellen!
6
10%
Bin kurz davor!
5
8%
Bin schon weg...
8
13%
 
Abstimmungen insgesamt: 60

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Sempre
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Sempre » Donnerstag 17. Dezember 2015, 01:46

umusungu hat geschrieben:Am Freitag werde ich wieder ein Frau in die Gemeinschaft der Kirche aufnehmen,.
Eine mehr, die dann die Option zum Kirchenaustritt hat. Oder was willst Du hier damit sagen?

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lutherbeck
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von lutherbeck » Montag 21. Dezember 2015, 19:31

Bisher keine Änderung;

werde wohl alleine weitergehen...

:achselzuck:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Reinhard
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 22. Dezember 2015, 05:51

Lieber Lutherbeck,
Du hattest vor 1 Jahr Deine Frage doch sehr auf die Frusterfahrungen in Deiner Kirche gebaut.

Ich denke, Du solltest die Frage mehr unter dem Aspekt der Berufung sehen.
Nicht: "welchem Übel will ich entfliehen ?", sondern: "zu welchem Ziel hin will mich Gott leiten ?"

Vielleicht hast Du diese Frage ja schon mit in Dein Gebet genommen, und ich renne offene Türen ein, ... aber sonst würde ich Dir sehr empfehlen, eine Auszeit im Gebet vor IHM zu nehmen, eine Retraite im Stillschweigen vor IHM.
Sei es auf dem Schwanberg (ev.) oder in Alexanderdorf, oder im Karmel, bei der Jesusbruderschaft (ev.) oder Exerzitien in Hochaltingen ... das ist fast egal.
Viele dieser Häuser bieten geistliche Begleitung an. Die ist oft eine große Hilfe.

Wichtig ist aber, dass Du bitte die Frage mit in die Stille (!) nimmst, durchaus für mehrere Tage, im Gebet vor Christus:
"wohin möchtest DU, dass ich gehen soll, was ist für mich der (eine) nächste Schritt ?" - Hör auf IHN, und gib dort einmal die Zügel aus der Hand.

Lass Dich einfach überraschen, wie ER Dir antwortet. - Es reicht ja völlig, wenn Du erstmal nur die nächsten ein, zwei Schritte siehst !

Einen lieben Gruß, und Seinen Segen jetzt zum Weihnachtsfest,
Reinhard

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asderrix
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von asderrix » Dienstag 22. Dezember 2015, 06:34

Reinhard hat geschrieben:Lieber Lutherbeck,
Du hattest vor 1 Jahr Deine Frage doch sehr auf die Frusterfahrungen in Deiner Kirche gebaut.

Ich denke, Du solltest die Frage mehr unter dem Aspekt der Berufung sehen.
Nicht: "welchem Übel will ich entfliehen ?", sondern: "zu welchem Ziel hin will mich Gott leiten ?"

Vielleicht hast Du diese Frage ja schon mit in Dein Gebet genommen, und ich renne offene Türen ein, ... aber sonst würde ich Dir sehr empfehlen, eine Auszeit im Gebet vor IHM zu nehmen, eine Retraite im Stillschweigen vor IHM.
Sei es auf dem Schwanberg (ev.) oder in Alexanderdorf, oder im Karmel, bei der Jesusbruderschaft (ev.) oder Exerzitien in Hochaltingen ... das ist fast egal.
Viele dieser Häuser bieten geistliche Begleitung an. Die ist oft eine große Hilfe.

Wichtig ist aber, dass Du bitte die Frage mit in die Stille (!) nimmst, durchaus für mehrere Tage, im Gebet vor Christus:
"wohin möchtest DU, dass ich gehen soll, was ist für mich der (eine) nächste Schritt ?" - Hör auf IHN, und gib dort einmal die Zügel aus der Hand.

Lass Dich einfach überraschen, wie ER Dir antwortet. - Es reicht ja völlig, wenn Du erstmal nur die nächsten ein, zwei Schritte siehst !

Einen lieben Gruß, und Seinen Segen jetzt zum Weihnachtsfest,
Reinhard
:daumen-rauf:
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von martin v. tours » Dienstag 22. Dezember 2015, 07:05

:daumen-rauf: :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Niels
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Niels » Dienstag 22. Dezember 2015, 07:21

Reinhards Beitrag kann ich ebenfalls nur zustimmen. :daumen-rauf:
Denk mal in Ruhe und Stille darüber nach, lieber lutherbeck. :ja:
Gesegnete Weihnachten. :)
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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offertorium
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von offertorium » Dienstag 22. Dezember 2015, 09:06

Reinhard hat geschrieben: Wichtig ist aber, dass Du bitte die Frage mit in die Stille (!) nimmst, durchaus für mehrere Tage, im Gebet vor Christus:
"wohin möchtest DU, dass ich gehen soll, was ist für mich der (eine) nächste Schritt ?" - Hör auf IHN, und gib dort einmal die Zügel aus der Hand.
:daumen-rauf:

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von taddeo » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:58

Reinhard hat geschrieben:Lass Dich einfach überraschen, wie ER Dir antwortet. - Es reicht ja völlig, wenn Du erstmal nur die nächsten ein, zwei Schritte siehst !
Reinhard, Du tust so, als wäre das immer eine Frage von ein paar Wochen oder Monaten, oder eine Frage der eigenen Blindheit.

Ich versichere Dir, daß es auch Fälle gibt, in denen man - trotz geistlicher Bemühungen, wie Du sie auch nahelegst - über viele Jahre hinweg keinerlei Antwort auf seine Fragen erhält, ein Sinn des Ganzen absolut nicht erkennbar ist und die Durststrecke immer quälender wird. Ich weiß, wovon ich rede, glaub mir. Anscheinend ist Lutherbeck in einer ähnlichen Situation, und da braucht es tatsächlich eine innere Hartnäckigkeit, die mit Gott ringt wie Jakob: "Ich lasse dich nicht, Du segnest mich denn". Das schafft nicht jeder Mensch, aber Lutherbeck traue ich es zu, an Gott festzuhalten, ob der will oder nicht.
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Reinhard
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:46

taddeo hat geschrieben:
Reinhard hat geschrieben:Lass Dich einfach überraschen, wie ER Dir antwortet. - Es reicht ja völlig, wenn Du erstmal nur die nächsten ein, zwei Schritte siehst !
Reinhard, Du tust so, als wäre das immer eine Frage von ein paar Wochen oder Monaten, oder eine Frage der eigenen Blindheit.
...
Nein, "Instant- Antworten" erwarte ich durchaus nicht. Aber ich bin ziemlich sicher, dass Gott uns den nächsten (kleinen) Schritt immer schonmal zeigt.
"Für den heutigen Tag" sozusagen. Das ist wichtig, und es deckt sich auch mit meiner Erfahrung.

Die große Berufung braucht oft sehr viel länger, bis sie reif ist. Jesus selber hat 30 Jahre im zivilen Leben zugebracht, bis ER an die Öffentlichkeit gehen durfte.
Bei mir selber sind es jetzt ± 45 Jahre der Christusnachfolge, die für Orientierung, wachsen und Heilwerden dringend nötig waren. Erst jetzt wird deutlich, wohin die Reise geht, aber die Zeit war durchaus nötig.

In sofern kann ich durchaus darüber mitreden, dass Gottes Mühlen schon mal einen längeren Vorlauf brauchen .... :blinker:

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Sempre
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Sempre » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:53

Zur Erinnerung:
lutherbeck hat geschrieben:Nein, mit Theodizee oder Mobbing hat das nichts zu tun, mit Glaubenszweifeln sowieso nicht.

Aber mit dem üblichen Gebaren in der Gemeinde, mit lauem Glaubensleben, mit Frömmelei, Ignoranz, Freundlichkeit aus Neugier - das ganz normale Paket eben; und auch damit, daß meine Versuche von Engagement immer Wohlwollen (dem "lieben, lieben Doktor" gegenüber) hervorrufen - aber eben immer ins Leere laufen...

Ich habe einfach keine Lust mehr...

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overkott
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von overkott » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:58

Sempre hat geschrieben:Zur Erinnerung:
lutherbeck hat geschrieben:Nein, mit Theodizee oder Mobbing hat das nichts zu tun, mit Glaubenszweifeln sowieso nicht.

Aber mit dem üblichen Gebaren in der Gemeinde, mit lauem Glaubensleben, mit Frömmelei, Ignoranz, Freundlichkeit aus Neugier - das ganz normale Paket eben; und auch damit, daß meine Versuche von Engagement immer Wohlwollen (dem "lieben, lieben Doktor" gegenüber) hervorrufen - aber eben immer ins Leere laufen...

Ich habe einfach keine Lust mehr...
Auch der Übertritt in die katholische, freikirchliche oder sonstige Glaubensgemeinschaft kann mit einem Kirchenaustritt verbunden sein.

Austretende müssen nicht immer schlechte Menschen sein.

Manchmal folgen sie konsequent der inneren Stimme Gottes.

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asderrix
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von asderrix » Dienstag 22. Dezember 2015, 17:59

Reinhard hat geschrieben:...
Nein, "Instant- Antworten" erwarte ich durchaus nicht. Aber ich bin ziemlich sicher, dass Gott uns den nächsten (kleinen) Schritt immer schonmal zeigt.
"Für den heutigen Tag" sozusagen. Das ist wichtig, und es deckt sich auch mit meiner Erfahrung.
[/quote]

Höre gerade eine Predigtreihe von einem lieben Freund und Bruder im Netz:
http://www.dwg-load.net/play/1192
Er hat sehr gut dargelegt, wie Gott führt, erzieht und formt zu seiner Ehre.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

Dieter
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Dieter » Dienstag 22. Dezember 2015, 18:09

Warum sind es gerade so viele ältere Christen, die sozusagen "innerlich" aus der KIrche austreten?

Für viele von ihnen hat der sonntägliche Gottesdienst nicht mehr den Stellenwert wie früher. Sie wissen, dass ihr Seelenheil nicht von Traditionen und Kirchengesetzten abhängt.

Viele sind auch mit dem Thema übersättigt. Sie möchten nicht mehr jahraus- jahrein mit immer denselben Ritualen, Gebeten und Traditionen gefüttert werden. Sie können das alles schlichtweg nicht mehr hören.

Darum bleiben sie der Gemeinde bzw der Kirche fern und werden still vor Gott im Vertrauen darauf, dass Gott in ihre Herzen blicken kann.

Oft sind gerade diese Menschen sehr gute Christen!

Mary
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Mary » Dienstag 22. Dezember 2015, 21:49

Dieter hat geschrieben: Darum bleiben sie der Gemeinde bzw der Kirche fern und werden still vor Gott im Vertrauen darauf, dass Gott in ihre Herzen blicken kann.
Kann schon sein.
Das Ganze ist aber sehr egoistisch.

Vielleicht könnten solche Christen daran denken, wie sie selbst im Glauben begleitet worden sind, als sie jünger waren... und diesen Dienst auch selbst an jüngeren Glaubensgeschwistern tun. Nicht nur "was bringt es mir", sondern "was kann ich beitragen", dass Gemeinde gelingt!

Weiter: Ich nehme an, dass diese Christen, wenn ihnen denn mal danach ist, durchaus sich drauf verlassen, dass sonntags ein Gemeindeleben stattfindet, dem sie sich anschliessen können.
Was wäre denn, wenn sie sonntags mal Lust auf Gemeinde haben, aber alle anderen "es grad nicht mehr hören können"?
Wie, wenn der Pfarrer/Priester sich sonntagmorgens sagt: Heut kann ich diese Brut von Scheinheiligen nicht aushalten, heut bleibe ich liegen?

Nur so als Gedankenanstoss.
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

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lutherbeck
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von lutherbeck » Freitag 25. Dezember 2015, 10:10

Danke für eure Rückmeldungen;

und liebe Mary: mit Egoismus hat das bei mir nichts zu tun;

eher mit vielen schlechten Erfahrungen unter Gläubigen von Jugendzeiten an
und einem Gefühl von Desinteresse und Sprachlosigkeit in den Zeiten,
wo ich Begleitung wirklich nötig gehabt hätte...

Von Gott will ich nicht lassen,
aber mit seinem Bodenpersonal kann ich einfach nicht mehr...

Euch gesegnete Feiertage!
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Sarandanon » Freitag 25. Dezember 2015, 11:26

Dieter und Lutherbeck sprechen mE zwei völlig verschiedene Dinge an (bitte korrigieren, wenn ich mich irre):

L. geht es um Probleme innerhalb der Gemeinde, um lautes Glauben, Frömmelei, vllt. auch Scheinheiligkeit. Wobei natürlich auch hier die Kirche ansich in Frage gestellt werden könnte - allerdings nicht zwingend. Ich möchte es nicht vollkommen darauf reduzieren (es gehören halt noch andere Faktoren dazu) aber ich halte etwaige Zweifel im Zwischenmenschlichen verankert.

D. hingegen geht es um Riten, Inhalte der Glaubenslehre, vmtl. auch um die Kirchenführung. Dies führt zwangsläufig dazu, die eigene Kirche in Frage zu stellen. Es kann natürlich auch zu Konflikten mit den Mitgläubigen führen - allerdings nicht unbedingt und in Gänze.

Aus meiner Sicht zwei völlig gegensätzliche Ursachen zu den Problematiken, die auch zu unterschiedlichen Ergebnissen in der persönlichen Bewertung führen können.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

Tinius
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Tinius » Freitag 25. Dezember 2015, 11:42

Sarandanon hat geschrieben:Dieter und Lutherbeck sprechen mE zwei völlig verschiedene Dinge an (bitte korrigieren, wenn ich mich irre):

L. geht es um Probleme innerhalb der Gemeinde, um lautes Glauben, Frömmelei, vllt. auch Scheinheiligkeit. Wobei natürlich auch hier die Kirche ansich in Frage gestellt werden könnte - allerdings nicht zwingend. Ich möchte es nicht vollkommen darauf reduzieren (es gehören halt noch andere Faktoren dazu) aber ich halte etwaige Zweifel im Zwischenmenschlichen verankert.
Man sollte bedenken, dass diese Befindlichkeiten oftmals persönlicher Art sind.
So können z.B. Menschen mit Asperger-Syndrom (und da sind viele nie diagnostiziert worden) solche kirchlichen Gemeinschaften kaum ertragen, sind aber im stillen Kämmerlein und im eigenen Denken voller Dankbarkeit und tiefer Gläubigkeit.
Die Diskussion mit anderen in der Gemeinde über Blumenschmuck oder die Preise beim nächsten Gemeindefest sind dagegen unerträglich und lösen eine Fluchtbewegung aus.

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lutherbeck
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von lutherbeck » Freitag 25. Dezember 2015, 18:26

Bis in unsere Tage hinein wurde und wird in Politik, Kunst oder Religion immer wieder versucht Andersdenkende, Frager und Zweifler zu kriminalisieren oder zu pathologisieren! So konnte man "entartete Elemente" leicht zum schweigen bringen, ohne sein eigenes, angeblich richtiges Konstrukt ernsthaft hinterfragen zu müssen...

Freilich entlarven sich intellektuelle Dünnbrettbohrer auf diese Weise selbst und schneiden sich von der Wahrheit ab; diese freilich läßt sich so nicht dauerhaft unterdrücken!

Ich nehme freilich an, daß du es nicht so gemeint hast...


Schöne Weihnachten noch.

:roll:
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Niels
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Niels » Freitag 25. Dezember 2015, 19:03

Dir auch, lieber lutherbeck! :)

Schreib mich mal bitte über "Epost" in meinem Profil an, dann können wir gemeinsam nachdenken.
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von ziphen » Freitag 25. Dezember 2015, 21:54

Tinius hat geschrieben:Die Diskussion mit anderen in der Gemeinde über Blumenschmuck oder die Preise beim nächsten Gemeindefest sind dagegen unerträglich und lösen eine Fluchtbewegung aus.
:hae?: Das deutet auf eine Aspergererkrankung hin? Ich sollte mich untersuchen lassen. :ikb_doctor:
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Tinius » Freitag 25. Dezember 2015, 22:01

lutherbeck hat geschrieben:
Ich nehme freilich an, daß du es nicht so gemeint hast...


Ich bin GANZ auf deiner Linie.

:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Wir verstehen uns.

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Radulf Thoringi » Sonnabend 26. Dezember 2015, 21:46

lutherbeck hat geschrieben:werde wohl alleine weitergehen...
Du irrst :)... Habe zu Weihnachten die Hl. Jungfrau bemüht und Deine Kümmernisse vor den Herrgott gebracht. Vielleicht kannst Du auch mal... Hab's auch nötig (Familie).
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Dieter » Montag 28. Dezember 2015, 20:46

Ecclesiophobie
Die Ecclesiophobie (ecclesia lat. Kirche) findet man im allgemeinen und speziellen in katholischen Staaten. Sie drückt sich durch Schweißausbrüche während des Gottesdienstes, Brechreiz bei der Kommunion und Ohnmachtsangstzustände bei Weihrauch aus.
http://www.stupidedia.org/stupi/Ecclesiophobie

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Tinius » Montag 28. Dezember 2015, 21:03

Dieter hat geschrieben:Ecclesiophobie
Die Ecclesiophobie (ecclesia lat. Kirche) findet man im allgemeinen und speziellen in katholischen Staaten. Sie drückt sich durch Schweißausbrüche während des Gottesdienstes, Brechreiz bei der Kommunion und Ohnmachtsangstzustände bei Weihrauch aus.
http://www.stupidedia.org/stupi/Ecclesiophobie

Ist das eine seriöse Quelle?

Bei dem Artikel über die 72 Jungfrauen im Koran kann es sein, dass die Recherchen nicht ganz korrekt sind.

http://www.stupidedia.org/stupi/72_Jungfrauen

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von lutherbeck » Montag 22. Februar 2016, 16:55

Ich fühle mich bzgl. Kirche nur noch heimatlos...
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Reinhard » Montag 22. Februar 2016, 23:24

lutherbeck hat geschrieben: heimatlos...
Kann ich verstehen.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, dass Du Dir ausdrücklich eine Zeit der Stille vor Gott nimmst und Ihn fragst, in welche Richtung der nächste Schritt gehen soll ?

Ein paar Tage im Schweigen in Exerzitien verschaffen mitunter überraschende Klarheit, unmittelbar von Gott her. Probier es aus !
Entweder direkt in ignatianischen Exerzitien, oder auch bei der Jesusbruderschaft in Gnadenthal.

Wenn Du genaueres wissen möchtest, erzähle ich Dir gerne per PN Details meiner eigenen Erfahrungen.

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von taddeo » Mittwoch 24. Februar 2016, 16:51

lutherbeck hat geschrieben:Ich fühle mich bzgl. Kirche nur noch heimatlos...
Hey Doc, wär das hier nicht ne Option, um Deinen Kirchen- und sonstigen Blues zu therapieren?
http://www.spiegel.de/karriere/ausland/ ... 797.html

Ich weiß nicht, wie es dort kirchlich ausschaut, aber schlimmer als hier vermutlich auch nicht ... würde mich ehrlich interessieren, ob sowas für Dich in Betracht kommen könnte.
:huhu:
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von lutherbeck » Sonnabend 27. Februar 2016, 20:21

Nun; ich kenne Neuseeland von zwei Reisen - viel zu schön, um zum arbeiten hinzufahren!

Und wie es dort kirchlich aussieht - keine Ahnung;

meine kirchliche Heimatlosigkeit wird dort vermutlich auch nicht besser werden...

:roll:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von taddeo » Sonnabend 27. Februar 2016, 21:20

lutherbeck hat geschrieben:Nun; ich kenne Neuseeland von zwei Reisen - viel zu schön, um zum arbeiten hinzufahren!

Und wie es dort kirchlich aussieht - keine Ahnung;

meine kirchliche Heimatlosigkeit wird dort vermutlich auch nicht besser werden...

:roll:
Könnte sie denn schlimmer werden? Mit dem angebotenen Gehalt und einem Vierteljahr Urlaub bliebe sicher genug Möglichkeit, um die Schönheiten dort zu genießen.
Laut Wikipedia gibt es dort jeweils um die 10% Katholiken, Anglikaner und Presbyterianer. Ich könnte mir gut vorstellen, daß Du Dich bei den Anglikanern wohlfühlen würdest.
nemini parcetur

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Tinius » Sonntag 28. Februar 2016, 00:09

taddeo hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Nun; ich kenne Neuseeland von zwei Reisen - viel zu schön, um zum arbeiten hinzufahren!

Und wie es dort kirchlich aussieht - keine Ahnung;

meine kirchliche Heimatlosigkeit wird dort vermutlich auch nicht besser werden...

:roll:
Könnte sie denn schlimmer werden? Mit dem angebotenen Gehalt und einem Vierteljahr Urlaub bliebe sicher genug Möglichkeit, um die Schönheiten dort zu genießen.
Laut Wikipedia gibt es dort jeweils um die 10% Katholiken, Anglikaner und Presbyterianer. Ich könnte mir gut vorstellen, daß Du Dich bei den Anglikanern wohlfühlen würdest.
Wenigstens wäre er dann seine Landeskirche los....
Dort wird er automatisch gestrichen, wenn er seinen Hauptwohnsitz nach außerhalb verlegt.

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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von Petrus » Mittwoch 28. September 2016, 12:48

Kantorin hat geschrieben:Als ich aus der ev. Kirche austrat, wollte ich in Ruhe gucken, wo ich hingehöre - und innerhalb eines halben Jahres bin ich in die röm.-kath. Kirche inkl. Firmung als Erwachsene aufgenommen worden. Das ging schneller als ursprünglich geplant. ;D
(Zur Beruhigung: Ich war schon 7 Jahre lang in der Gemeinde und kannte also die röm.-kath. Kirche von innen und außen, sonst hätte der Pfarrer das nicht unterstützt...)
als ich meinen Austritt aus der evang.-luth. Kirche in Bayern erklärt hatte, hat der Priester mich dahin begleitet. Zum Standesamt, kleinerer Ort. Der hat dann gesagt: "is nix Schlimmes. der kommt einfach zu uns."


Die Ehefrau dieses Priesters war dann Zeugin meiner Aufnahme in die röm.-kath. Konfession.

meine Wahlheimat.

Petrus.

PascalBlaise
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Re: Kirchenaustritt - eine Option?

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 28. September 2016, 14:01

Mein Eindruck ist, dass sehr viele User hier Konvertiten sind. Woher kommt das?
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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