EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

Moderator: asderrix

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Freitag 7. Juli 2017, 23:18

asderrix hat geschrieben:
Freitag 7. Juli 2017, 22:33

Der Unterschied zwischen den so genannten Heiligen und Luther ist, dass sich mit den Fehlern von Luther sehr intensiv auseinandergesetzt wird.
Sehe ich nicht so. Die Kritik an Luther bleibt medial extrem unbedeutend. Was dieser Mann aus heutiger Sicht für ein widerlicher Drecksack und Hetzer war, wird überhaupt nicht ernsthaft thematisiert.
Da muss man schon dem Humanistischen Pressedienst dankbar sein, der den Lutherkult kritisch hinterfragt.

Pilgerer
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Sonnabend 8. Juli 2017, 14:39

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Freitag 7. Juli 2017, 19:20
Als Katholik finde ich, daß der evangelische Personenkult um Luther speziell in diesem Jahr sämtliche, selbst die volkstümlichsten und durch Übertreibung grenzwertigsten Formen der katholischen Heiligenverehrung und Legendenbildung weit in den Schatten stellt und nur noch lächerlich und geradezu mitleiderregend wirkt.
Problematisch ist eher, dass der Personenkult christlich entkernt ist. Überall Luther-Figuren, Symbole, Filme, Theater etc. Also der ganze Christus-Zentrismus ("Solus Christus") Luthers gerät in völlige Vergessenheit. Dabei war das das eigentliche Wesen von Luthers Reformation. Ohne das kann man Luther und Melanchton nicht wirklich verstehen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

Marienkind
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marienkind » Sonnabend 8. Juli 2017, 19:18

Was dieser Mann aus heutiger Sicht für ein widerlicher Drecksack und Hetzer war, wird überhaupt nicht ernsthaft thematisiert.
Sicher hat der hochwürdige Herr Pater Karl Erlinghagen SJ -- aller Kritik zum Trotz -- Tatsachen wissenschaftlich einwandfrei herausgearbeitet und dargelegt.

Jeder, der im Schuldienst steht, wird das bestätigt finden; und zwar nicht bloß bei den Schülern, sondern auch gelegentlich der Elternversammlungen.

Ich halte es aber aus verschiedenen Gründen für angeraten, das nicht durch die Sprache in diesem Forum kundzutun

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Raphael
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Raphael » Sonnabend 8. Juli 2017, 19:29

Marienkind hat geschrieben:
Sonnabend 8. Juli 2017, 19:18
Was dieser Mann aus heutiger Sicht für ein widerlicher Drecksack und Hetzer war, wird überhaupt nicht ernsthaft thematisiert.
Sicher hat der hochwürdige Herr Pater Karl Erlinghagen SJ -- aller Kritik zum Trotz -- Tatsachen wissenschaftlich einwandfrei herausgearbeitet und dargelegt.

Jeder, der im Schuldienst steht, wird das bestätigt finden; und zwar nicht bloß bei den Schülern, sondern auch gelegentlich der Elternversammlungen.

Ich halte es aber aus verschiedenen Gründen für angeraten, das nicht durch die Sprache in diesem Forum kundzutun
Was hat Pater Karl Erlinghagen SJ herausgearbeitet? :achselzuck:
Können Quellen dazu beigebracht werden?
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Marienkind
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marienkind » Sonnabend 8. Juli 2017, 21:54

In den KVK schauen!
.
Dann findet man:

Katholisches Bildungsdefizit in Deutschland

Autor/Person: Erlinghagen, Karl
Systematik RVK: DU 2000
MS 7000
BL 9200
BT 2070
BT 3000
Impressum: Freiburg [u.a.] ; Herder ; 1965 ; 253 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Bildungsdefizit ; Katholizismus
Weitere Inhaltsbeschreibung: Catholic Church ; Education ; Geestelijke vorming ; Germany ; Rooms-katholieken ; gtt
.................................................................................................................................
Bestand im BVB:
Universitätsbibliothek Eichstätt - Zentralbibliothek und Teilbibliotheken in Eichstätt (Sigel: 824)
Hochschule für Philosophie München (keine Fernleihe möglich)
Staatsbibliothek Passau (Sigel: 154)
Universitätsbibliothek Passau (Sigel: 739)
Universitätsbibliothek Würzburg (Sigel: 20)
Priesterseminar Bamberg (Sigel: Bb 23)
Metropolitankapitel Bamberg (Sigel: Bb 24)
Staatsbibliothek Bamberg (Sigel: 22)
Universitätsbibliothek Bamberg (Sigel: 473)
Universitätsbibliothek Augsburg (Sigel: 384)
Deutsches Museum München (Sigel: 210)
Katholische Stiftungsfachhochschule München, Bibliothek / Religionspädagogischer Bestand (keine Fernleihe möglich)
Studienbibliothek Dillingen (Sigel: Di 1)
Bibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München (Sigel: 19)
Bibliothek der Universität der Bundeswehr München (Sigel: 706)
Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Hauptbibliothek (Sigel: 29)
Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Zweigbibliothek (Sigel: N 2)
Universitätsbibliothek Regensburg (Sigel: 355)
Staatliche Bibliothek Regensburg (Sigel: 155)
Bibliothek der Abtei Metten (Sigel: Met 1)
Bischöfliche Bibliothek Passau (Sigel: 154)
Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg (Sigel: Re 5)
Diözesanbibliothek Würzburg (Sigel: W 91)
Dombibliothek Freising (Sigel: Freis 2)

Bestand im KOBV: Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (Sigel: 11)
Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (Sigel

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ziphen
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von ziphen » Montag 10. Juli 2017, 13:23

Wir erinnern uns noch an das Kondomverteilungsverbot der ekir.
katholisch.de hat geschrieben:Erstmals beteiligt sich eine Volkskirche offiziell an der Homosexuellen-Parade "Christopher Street Day" (CSD). Die berlin-brandenburgische Kirche wird als erste Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 22. Juli mit einem eigenen großen Truck als Teil des CSD in der Hauptstadt vertreten sein.
[...]
Im Namen der Kirche sollen nach dem "taz"-Bericht auch Kondome und Gleitgel an die Feiernden verschenkt werden.
Ficki-Ficki-Kirche?
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Raphael
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Raphael » Montag 10. Juli 2017, 13:41

ziphen hat geschrieben:
Montag 10. Juli 2017, 13:23
Wir erinnern uns noch an das Kondomverteilungsverbot der ekir.
katholisch.de hat geschrieben:Erstmals beteiligt sich eine Volkskirche offiziell an der Homosexuellen-Parade "Christopher Street Day" (CSD). Die berlin-brandenburgische Kirche wird als erste Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 22. Juli mit einem eigenen großen Truck als Teil des CSD in der Hauptstadt vertreten sein.
[...]
Im Namen der Kirche sollen nach dem "taz"-Bericht auch Kondome und Gleitgel an die Feiernden verschenkt werden.
Ficki-Ficki-Kirche?
Gab's bei den Protestanten da nich' mal so'n Dietrich Bonhoeffer, der über die billige Gnade reflektierte? :roll:
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Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Montag 10. Juli 2017, 16:55

Marienkind hat geschrieben:
Sonnabend 8. Juli 2017, 19:18
Was dieser Mann aus heutiger Sicht für ein widerlicher Drecksack und Hetzer war, wird überhaupt nicht ernsthaft thematisiert.
Sicher hat der hochwürdige Herr Pater Karl Erlinghagen SJ -- aller Kritik zum Trotz -- Tatsachen wissenschaftlich einwandfrei herausgearbeitet und dargelegt.

Jeder, der im Schuldienst steht, wird das bestätigt finden; und zwar nicht bloß bei den Schülern, sondern auch gelegentlich der Elternversammlungen.

Ich halte es aber aus verschiedenen Gründen für angeraten, das nicht durch die Sprache in diesem Forum kundzutun

http://con-spiration.de/syre/files/mela ... hagen.html

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Sonnabend 15. Juli 2017, 19:39

Pilgerer hat geschrieben:
Sonnabend 8. Juli 2017, 14:39


Also der ganze Christus-Zentrismus ("Solus Christus") Luthers gerät in völlige Vergessenheit. Dabei war das das eigentliche Wesen von Luthers Reformation. Ohne das kann man Luther und Melanchton nicht wirklich verstehen.
Sehr interessant.
Hast du da vernünftige Literatur oder Infos im Internet als Hinweise?

Pilgerer
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Sonnabend 15. Juli 2017, 20:24

Nehmen wir einfach mal die alten Lieder im Gesangsbuch, z.B. "Such, wer da will, ein ander Ziel:" (Lied 346 im Gesangsbuch, von Georg Weissel 1642)

1. Such, wer da will,
ein ander Ziel,
die Seligkeit zu finden;
mein Herz allein
bedacht soll sein,
auf Christus sich zu gründen.
Sein Wort sind wahr,
sein Werk sind klar,
sein heilger Mund
hat Kraft und Grund,
all Feind zu überwinden.


2. Such, wer da will,
Nothelfer viel,
die uns doch nichts erworben;
hier ist der Mann,
der helfen kann,
bei dem nie was verdorben.
Uns wird das Heil
durch ihn zuteil,
uns macht gerecht
der treue Knecht,
der für uns ist gestorben.
Auf Wikipedia sind weitere Strophen: https://de.wikipedia.org/wiki/Such,_wer ... ander_Ziel

Es ging bei Solus Christus auch darum, dass es keine anderen Heilsmittler zwischen Gott und den Menschen gibt, also die Päpste, Priester, Heiligen, Nothelfer etc. nicht als Mittler/Fürsprecher nötig sind, sondern Christus allein der Mittler ist. Das ist für die Reformation zentral, aber wird beim Reformationsjubiläum komplett unterschlagen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Marcus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marcus » Sonntag 23. Juli 2017, 10:43

Auf dem CSD wurde durch den protestantischen Berliner Kirchenkreis Stadtmitte auch Werbung für die kirchliche Trauung homosexueller Paare gemacht, die seit Juli 2016 in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz möglich ist:

http://www.faz.net/aktuell/evangelische ... 17700.html
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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taddeo
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von taddeo » Sonntag 23. Juli 2017, 11:15

Marcus hat geschrieben:
Sonntag 23. Juli 2017, 10:43
Auf dem CSD wurde durch den protestantischen Berliner Kirchenkreis Stadtmitte auch Werbung für die kirchliche Trauung homosexueller Paare gemacht, die seit Juli 2016 in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz möglich ist:

http://www.faz.net/aktuell/evangelische ... 17700.html
Lk 22,71
nemini parcetur

Pilgerer
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Sonntag 23. Juli 2017, 17:58

Marcus hat geschrieben:
Sonntag 23. Juli 2017, 10:43
Auf dem CSD wurde durch den protestantischen Berliner Kirchenkreis Stadtmitte auch Werbung für die kirchliche Trauung homosexueller Paare gemacht, die seit Juli 2016 in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz möglich ist:

http://www.faz.net/aktuell/evangelische ... 17700.html
Eine kirchliche oder christliche Trauung ist für Homosexuelle naturrechtlich nicht möglich.
Denkbar ist, dass die Bürokratie, die sich als Amtskirche versteht, eine Dienstleistung erbringt, die "kirchliche Trauung" genannt wird. Doch das hat nichts mit der mystischen Kirche zu tun, die da ist, wo sie als Braut Christi erfahren wird. Gerade weil die Kirche im heterophilen Verhältnis zu Christus steht, vermeidet sie es ihrer Natur nach, in ihren Reihen eine homophile "Ehe" sich auch nur vorzustellen. Was nicht möglich ist, bleibt unmöglich.

Im Missionsfeld der Heiden ist es wohl möglich, etwas als "messianischen Monotheismus" mit Jesus als Messias zu praktizieren, wo der Homosexuelle etwas wohlgestimmter gegenüber Jesus werden lässt. Doch findet dies außerhalb der christlichen Kirche statt.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

Marienkind
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marienkind » Sonntag 23. Juli 2017, 21:35

Ob eine "christliche Trauung" Gleichgeschlechtlicher in der Evangelischen Kirche möglich ist oder nicht, entscheiden GOtt sei Dank die dafür Zuständigen.

Es bedarf keiner Belehrung und Bevormundung durch andere.

Im übrigen ist wirklich nicht einzusehen, was die Liebe zu JEsus einer Person mit deren sexuellen Orientierung zu tun hat.

Romanus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Romanus » Montag 24. Juli 2017, 08:19

Marienkind hat geschrieben:
Sonntag 23. Juli 2017, 21:35
Ob eine "christliche Trauung" Gleichgeschlechtlicher in der Evangelischen Kirche möglich ist oder nicht, entscheiden GOtt sei Dank die dafür Zuständigen.

Es bedarf keiner Belehrung und Bevormundung durch andere.

Im übrigen ist wirklich nicht einzusehen, was die Liebe zu JEsus einer Person mit deren sexuellen Orientierung zu tun hat.
Vorsicht! Du solltest als Mensch und Kind Gottes nicht zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu seinem Geschöpf trennen. Denn die Liebe, bei der es vor dem Traualtar gehen sollte, ist eins. Sie wurzelt in der Liebe zu Gott und umfängt auch die sexuelle Orientierung. Mit deiner hier pubertär wirkenden Uneinsichtigkeit katapultierst du den Sexualtrieb als etwas außerhalb von Gott stehendes und machst eine Zusage an die Deformation der Geschlechtsteile im Geschlechtsakt, nur um deinen (fehlgeleiteten) Trieb abzureagieren. Dafür ist aber das Gegengeschlecht von Gott geschöpft!
„Die Kirche ist ein Kind der Zeit, Gott aber nicht, und der Bischof von Rom, sein Stellvertreter, kann zeitlichen Mächten nicht dienlich sein.“ (Andreas Kilb)

Marienkind
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marienkind » Montag 24. Juli 2017, 10:31

...nur um deinen (fehlgeleiteten) Trieb abzureagieren...
Frage:

Warum unterstellen Sie mir einen fehlgeleiteten Trieb?

Geht es denn nicht ohne persönliche Be=Leidigungen?

Romanus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Romanus » Montag 24. Juli 2017, 13:42

Hier geht es nicht um eine persönliche Beleidigung. Der fehlgeleitete Trieb ist eine logisch nachvollziehbare Ableitung zu der bereits erwähnten Deformation. Um diese zu verdeutlichen: Es geht um den Missbrauch des Anusmuskels vermittels homosexueller Praktiken. Darüber hinaus habe ich erklärt, warum die Liebe zu Gott bzw. zu Jesus und die sexuelle Orientierung nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Die Begründung habe ich bereits abgegeben (siehe oben).
„Die Kirche ist ein Kind der Zeit, Gott aber nicht, und der Bischof von Rom, sein Stellvertreter, kann zeitlichen Mächten nicht dienlich sein.“ (Andreas Kilb)

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Granuaile
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Granuaile » Mittwoch 26. Juli 2017, 15:23

Romanus hat geschrieben:
Montag 24. Juli 2017, 08:19
... Mit deiner hier pubertär wirkenden Uneinsichtigkeit katapultierst du den Sexualtrieb als etwas außerhalb von Gott stehendes und machst eine Zusage an die Deformation der Geschlechtsteile im Geschlechtsakt, nur um deinen (fehlgeleiteten) Trieb abzureagieren. ....
Man mag zur Homosexualität und zu den Bemühungen der evangelischen Kirche, auch homosexuelle Menschen in das Volk Gottes einzubeziehen und auch eine homosexuelle Partnerschaft aktiv zu respektieren unterschiedlicher Ansicht sein und solches als Greuel empfinden.

Aber es zeugt von absoluter Intoleranz, Überheblichkeit und fehlendem Anstand, die Meinung von Marienkind mit Ausdrücken wie "pubertäre wirkende Uneinsichtkeit" und "(fehlgeleiteten) Trieb" zu entwürdigen.

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Mittwoch 26. Juli 2017, 15:53

Granuaile hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juli 2017, 15:23

Aber es zeugt von absoluter Intoleranz, Überheblichkeit und fehlendem Anstand, die Meinung von Marienkind mit Ausdrücken wie "pubertäre wirkende Uneinsichtkeit" und "(fehlgeleiteten) Trieb" zu entwürdigen.
Das liegt schlicht daran, dass Lutheraner, Reformierte und Altkatholiken etc. nicht einmal hier in der Klausnerei vor mehr oder minder wirren Fanatikern sicher sind, die sich niemals im realen Leben trauen würden, so einen widerwärtigen Mist dem anderen ins Gesicht zu sagen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marienkind » Mittwoch 26. Juli 2017, 20:14

Lieber Tinnius:

Sie schreiben: "...die sich niemals im realen Leben trauen würden, so einen widerwärtigen Mist dem anderen ins Gesicht zu sagen."

Die Aussage eines anderen Menschen als "widerwärtigen Mist" zu bezeichnen, empfinde ich als nicht gerade höflich --- und schon gar nicht als christlich!

>> Dies generell, und nicht deshalb, weil ich betroffen bin. <<


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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Mittwoch 26. Juli 2017, 22:48

Marienkind hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juli 2017, 20:14
Lieber Tinnius:

Sie schreiben: "...die sich niemals im realen Leben trauen würden, so einen widerwärtigen Mist dem anderen ins Gesicht zu sagen."

Die Aussage eines anderen Menschen als "widerwärtigen Mist" zu bezeichnen, empfinde ich als nicht gerade höflich --- und schon gar nicht als christlich!

>> Dies generell, und nicht deshalb, weil ich betroffen bin. <<

Gegenüber diesen Fanatikern, die jeden angreifen, ist Höflichkeit total verfehlt. Christsein bedeutet auch, nicht automatisch sich jeden Quatsch willenlos anhören zu müssen.

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Raphael
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Raphael » Donnerstag 27. Juli 2017, 07:53

Tinius hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juli 2017, 22:48
Marienkind hat geschrieben:
Mittwoch 26. Juli 2017, 20:14
Lieber Tinnius:

Sie schreiben: "...die sich niemals im realen Leben trauen würden, so einen widerwärtigen Mist dem anderen ins Gesicht zu sagen."

Die Aussage eines anderen Menschen als "widerwärtigen Mist" zu bezeichnen, empfinde ich als nicht gerade höflich --- und schon gar nicht als christlich!

>> Dies generell, und nicht deshalb, weil ich betroffen bin. <<

Gegenüber diesen Fanatikern, die jeden angreifen, ist Höflichkeit total verfehlt. Christsein bedeutet auch, nicht automatisch sich jeden Quatsch willenlos anhören zu müssen.
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Bischof » Donnerstag 27. Juli 2017, 08:03

Wer einen Bericht vom CSD-Berlin unter EKBO-Beteiligung lesen möchte, bitte:

http://www.ekbo.de/themen/aktuelles/det ... eim-c.html

Eine Bewertung bzw. theol. Einordung erübrigt sich.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von HeGe » Mittwoch 13. September 2017, 13:50

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Kleinwald
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Kleinwald » Montag 23. Oktober 2017, 13:07

NÜRNBERG
Nur noch jeder Zweite ist Christ
Alarmierende Zahlen für die großen Kirchen in Nürnberg: Die evangelischen Christen stellen in der bedeutenden Reformationsstadt nur noch 27 Prozent, die Katholiken 25 Prozent. Der Anteil der Christen ist über die Jahrzehnte drastisch gesunken.

https://www.bayernkurier.de/kultur/2943 ... st-christ/

Daraus:

"Die evangelischen Regionalbischöfe Nürnbergs, Stefan Ark Nitsche und Elisabeth Hann von Weyhern, sehen die Entwicklung nicht so alarmierend. Sie zählen die Orthodoxen, Freikirchler und Christen anderer Konfessionen zu den 52 Prozent Mitgliedern der Großkirchen dazu und kommen zu folgender Einschätzung: „Deutlich über die Hälfte der Menschen sind Mitglied einer christlichen Glaubensgemeinschaft und versuchen, die Botschaft vom menschenfreundlichen Gott konkret werden zu lassen. Sie bringen sich als ,Salz der Erde‘ in die Gesellschaft ein“, erklären sie auf Anfrage des BAYERNKURIERS."


Also: Alles halb so wild, Hauptsache wir bringen uns noch in die Gesellschaft ein! :auweia: :achselzuck:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Edi
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Edi » Montag 23. Oktober 2017, 13:22

Diese Bischöfe sind Blindgänger, da sie meinen die Mitgliedschaft in einer Kirche mache schon einen Christen aus. Dabei wissen sie sehr wohl, daß man durch die Taufe Mitglied in der Kirche wird. Das sagt aber gar nichts aus, ob jemand dann den Glauben auch annimmt und praktiziert. Diese Bischöfe denken wohl mehr an die Kirchensteuereinnahmen als an die Substanz des Glaubens.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Montag 23. Oktober 2017, 16:18

Edi hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 13:22
Diese Bischöfe sind Blindgänger, da sie meinen die Mitgliedschaft in einer Kirche mache schon einen Christen aus. Dabei wissen sie sehr wohl, daß man durch die Taufe Mitglied in der Kirche wird. Das sagt aber gar nichts aus, ob jemand dann den Glauben auch annimmt und praktiziert. Diese Bischöfe denken wohl mehr an die Kirchensteuereinnahmen als an die Substanz des Glaubens.
Sie sind leider oft mehr Bürokraten einer mittelbaren Staatskirche als geistliche Hirten.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Edi » Montag 23. Oktober 2017, 16:31

Pilgerer hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 16:18
Edi hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 13:22
Diese Bischöfe sind Blindgänger, da sie meinen die Mitgliedschaft in einer Kirche mache schon einen Christen aus. Dabei wissen sie sehr wohl, daß man durch die Taufe Mitglied in der Kirche wird. Das sagt aber gar nichts aus, ob jemand dann den Glauben auch annimmt und praktiziert. Diese Bischöfe denken wohl mehr an die Kirchensteuereinnahmen als an die Substanz des Glaubens.
Sie sind leider oft mehr Bürokraten einer mittelbaren Staatskirche als geistliche Hirten.
Woher sollen die den Glauben haben? In ihrer theologischen Ausbildung kriegen die wenig mit. Bei den katholischen ist es heute grossteils ähnlich.
Blinde Blindenleiter.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Pilgerer » Mittwoch 25. Oktober 2017, 14:39

Edi hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 16:31
Pilgerer hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 16:18
Edi hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 13:22
Diese Bischöfe sind Blindgänger, da sie meinen die Mitgliedschaft in einer Kirche mache schon einen Christen aus. Dabei wissen sie sehr wohl, daß man durch die Taufe Mitglied in der Kirche wird. Das sagt aber gar nichts aus, ob jemand dann den Glauben auch annimmt und praktiziert. Diese Bischöfe denken wohl mehr an die Kirchensteuereinnahmen als an die Substanz des Glaubens.
Sie sind leider oft mehr Bürokraten einer mittelbaren Staatskirche als geistliche Hirten.
Woher sollen die den Glauben haben? In ihrer theologischen Ausbildung kriegen die wenig mit. Bei den katholischen ist es heute grossteils ähnlich.
Blinde Blindenleiter.
Die theologische Ausbildung beinhaltet heute zumeist das Jonglieren mit unverständlichen Fremdwörtern. Durch ein Meer an Fremdwörtern verdecken sie den Nonsens ihrer Arbeit.
Ich habe mal (als Nicht-Theologe) ein Buch zum christlichen Menschenbild aus protestantischer, katholischer und orthodoxer Sicht gelesen. Den protestantischen Teil war am schwierigsten aufgrund der Fülle an Fremdwörtern und Schwurbeligkeit. Den orthodoxen Teil habe ich am besten verstanden. Wenige, aber gut erklärte Fremdwörter, die in den geistlichen Kontext der orthodoxen Kirche eingebaut waren. Dafür ein wahrnehmbarer geistlicher Gehalt, während es bei der modernen protestantischen Theologie von nihilistischem Rationalismus nur so strotzt.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von HeGe » Mittwoch 29. November 2017, 15:30

kath.net hat geschrieben: Keine Homo-Trauung in der Württembergischen Landeskirche

Die Landessynode stimmte gegen gleichgeschlechtliche Ehen mit 59 zu 36 Stimmen - UPDATE: Auch der Antrag auf öffentliche Segnung von Homopaaren scheiterte am Mittwochvormittag! [...]
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PascalBlaise
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 29. November 2017, 15:40

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 15:30
kath.net hat geschrieben: Keine Homo-Trauung in der Württembergischen Landeskirche

Die Landessynode stimmte gegen gleichgeschlechtliche Ehen mit 59 zu 36 Stimmen - UPDATE: Auch der Antrag auf öffentliche Segnung von Homopaaren scheiterte am Mittwochvormittag! [...]
Wieso läuft das unter "Selbstauflösung"? Oder meinst Du die Tatsache, dass es überhaupt einen derartigen Antrag oder so viele Stimmen dafür gab?
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von HeGe » Mittwoch 29. November 2017, 15:52

PascalBlaise hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 15:40
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 15:30
kath.net hat geschrieben: Keine Homo-Trauung in der Württembergischen Landeskirche

Die Landessynode stimmte gegen gleichgeschlechtliche Ehen mit 59 zu 36 Stimmen - UPDATE: Auch der Antrag auf öffentliche Segnung von Homopaaren scheiterte am Mittwochvormittag! [...]
Wieso läuft das unter "Selbstauflösung"? Oder meinst Du die Tatsache, dass es überhaupt einen derartigen Antrag oder so viele Stimmen dafür gab?
Weil es hier m.E. thematisch am Besten passte. Und man kann ja außerdem auch mal bekanntgeben, wenn zur Abwechslung mal vernünftige Entscheidungen getroffen werden. ;)
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