EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Matthäus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Matthäus » Montag 18. April 2016, 17:16

umusungu hat geschrieben: Entscheidend ist die Kirche, die sich jeden Sonntag - einmal Monat - zu besonderen Festemn wie der Erstkommunion zum Gottesdienst versammelt.
Wenn die wahre Kirche Christi mit ihren ernsthaft Gläubigen allein in den Sonntags- oder Feiertagsgottesdiensten repräsentiert ist (was ich eher bezweifle), dann gehören folglich die absolute Mehrheit der restlichen Kirchensteuerzahler schon mal nicht dazu.

Selbst diejenigen, die zu den hohen Feiertagen (wie Weihnachten und Ostern) den Gottesdienst besuchen, machen dies nicht unbedingt um ihren Glauben an Jesus Christus zu bezeugen und zu feiern. Vielmehr sind die Feste für die Meisten zu einem sinnentleerten alljährlichen Ritual verkommen. Und auch bei den genannten Kommunion- oder Konfirmationsgottesdiensten haben womöglich allein die Kinder bzw. Jugendlichen (wenn überhaupt) noch einen tieferen Glauben. Traurig aber wahr. :nein:
"Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat." [Joh 15,18]

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Montag 25. April 2016, 08:08

Jetzt löst sich Baden auch noch auf.

http://www.epd.de/zentralredaktion/epd- ... mosexuelle

Die württembergische Landeskirche hält noch stand. Bis 217.

Dieter
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Montag 25. April 2016, 10:36

Tinius hat geschrieben:Jetzt löst sich Baden auch noch auf.

http://www.epd.de/zentralredaktion/epd- ... mosexuelle

Die württembergische Landeskirche hält noch stand. Bis 217.

Bei schlichten Gemütern in Krähwinkel und in Kleinkleckersdorf kommen Ängste hoch.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Erzengel » Montag 25. April 2016, 10:45

Das wundert mich Alles gar nicht. Alle großen Kulturen dieser Welt sind an ihrer Dekadenz zugrunde gegangen. So wird es auch mit uns passieren. Schaut in die Offenbarung.
Gruß Erzengel

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Gallus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Gallus » Montag 25. April 2016, 21:59

Dieter hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:Jetzt löst sich Baden auch noch auf.

http://www.epd.de/zentralredaktion/epd- ... mosexuelle

Die württembergische Landeskirche hält noch stand. Bis 217.

Bei schlichten Gemütern in Krähwinkel und in Kleinkleckersdorf kommen Ängste hoch.
Daumenregel in Glaubensdingen: Wenn ein schlichtes Gemüt es nicht versteht, sondern akrobatische Text-Neuinterpretationen nötig sind, um es zu legitimieren, dann ist es ganz sicher falsch.

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Gallus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Gallus » Donnerstag 5. Mai 2016, 00:35

Evangelischer Landesbischof leugnet die Auferstehung Christi: http://www.evang-kirche-voehringen.de/w ... oehringen/

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ziphen
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von ziphen » Donnerstag 5. Mai 2016, 09:24

Gallus hat geschrieben:Evangelischer Landesbischof leugnet die Auferstehung Christi: http://www.evang-kirche-voehringen.de/w ... oehringen/
Idea.de hatte gleich an Ostermontag oder -dienstag mit sehr kurzem Zitat davon berichtet. Ich suchte dann in den Tagen danach nach dem EZ-Artikel im Netz, um das Ganze mal im Zusammenhang zu lesen, fand jedoch nichts. Außerdem suchte ich nach einer Äußerung Ulrichs zu seinem Artikel in der EZ und fand diese in einer Predigt.
Landesbischof Ulrich in einer Predigt am 8. April 216 hat geschrieben:In einem Artikel von mir in unseren Kirchenzeitungen, in dem es um eine Bildbetrachtung zu Karfreitag und Ostern geht, stehen Formulierungen, die, vor allem, wenn man sie aus ihrem Zusammenhang isoliert, zu Missverständnissen, Irritationen und bei manchen sogar zum Verdacht geführt haben, ich würde die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten leugnen. Ich sage hier in aller Deutlichkeit: das tue ich natürlich nicht, das liegt mir fern. Wer mich kennt, weiß, dass ich, wie alle Christenmenschen, aus der Kraft der Auferstehung lebe, aus der lebendigen Hoffnung, die ihren Grund in der Gewissheit hat, dass der Tod überwunden ist und nicht das letzte Wort behält, dass das Leben siegt. Das leere Grab am Ostermorgen ist für mich eine Glaubenstatsache, die nicht zu leugnen ist.
Da ich nun das etwas längere Zitat in Gallus Link gelesen habe, finde ich, er hat das in dem EZ-Artikel schon geschickt gemacht, indem er nicht äußert, wie er etwas selber denkt sondern wie die Jünger damals wohl über den Tod gedacht haben. Er ist fein raus, unterstellt den Jüngern aber bestimmte Gedanken, die wiederum einen bestimmten Eindruck beim Leser hinterlassen. Mit welcher Absicht? :achselzuck:
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Raphael
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Raphael » Donnerstag 5. Mai 2016, 11:46

ziphen hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Evangelischer Landesbischof leugnet die Auferstehung Christi: http://www.evang-kirche-voehringen.de/w ... oehringen/
Idea.de hatte gleich an Ostermontag oder -dienstag mit sehr kurzem Zitat davon berichtet. Ich suchte dann in den Tagen danach nach dem EZ-Artikel im Netz, um das Ganze mal im Zusammenhang zu lesen, fand jedoch nichts. Außerdem suchte ich nach einer Äußerung Ulrichs zu seinem Artikel in der EZ und fand diese in einer Predigt.
Landesbischof Ulrich in einer Predigt am 8. April 216 hat geschrieben:In einem Artikel von mir in unseren Kirchenzeitungen, in dem es um eine Bildbetrachtung zu Karfreitag und Ostern geht, stehen Formulierungen, die, vor allem, wenn man sie aus ihrem Zusammenhang isoliert, zu Missverständnissen, Irritationen und bei manchen sogar zum Verdacht geführt haben, ich würde die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten leugnen. Ich sage hier in aller Deutlichkeit: das tue ich natürlich nicht, das liegt mir fern. Wer mich kennt, weiß, dass ich, wie alle Christenmenschen, aus der Kraft der Auferstehung lebe, aus der lebendigen Hoffnung, die ihren Grund in der Gewissheit hat, dass der Tod überwunden ist und nicht das letzte Wort behält, dass das Leben siegt. Das leere Grab am Ostermorgen ist für mich eine Glaubenstatsache, die nicht zu leugnen ist.
Da ich nun das etwas längere Zitat in Gallus Link gelesen habe, finde ich, er hat das in dem EZ-Artikel schon geschickt gemacht, indem er nicht äußert, wie er etwas selber denkt sondern wie die Jünger damals wohl über den Tod gedacht haben. Er ist fein raus, unterstellt den Jüngern aber bestimmte Gedanken, die wiederum einen bestimmten Eindruck beim Leser hinterlassen. Mit welcher Absicht? :achselzuck:
Sehr fein beoachtet! :ja:
Die Antwort auf die letzte Frage kann ich dir jedoch auch nicht geben .......
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Jarom1
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Jarom1 » Freitag 3. Juni 2016, 12:39

Michael Klonovsky hat geschrieben: Apropos: In Wladimir Solowjews anno 1900 veröffentlichter "Kurze(n) Erzählung vom Antichrist" verleiht die Universität Göttingen dem Antichrist den Ehrendoktortitel für Theologie (Europa hat in Solowjews Prophetie übrigens gerade eine fünfzigjährige islamische Herrschaft überwunden). Erschiene er heute, ließe sich der Versucher wahrscheinlich in evangelisch-lutherischer systematischer Theologie mit dem Schwerpunkt Sozialethik ausbilden und spekulierte auf eine Stelle als Landesbischof. Oder er wäre Erzbischof von Köln.
http://michael-klonovsky.de/acta-diurna
Consciousness of sin, certainty of faith, and the testimony of the Holy Spirit

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Freitag 3. Juni 2016, 21:09

Jarom1 hat geschrieben:
Michael Klonovsky hat geschrieben: Apropos: In Wladimir Solowjews anno 1900 veröffentlichter "Kurze(n) Erzählung vom Antichrist" ... (Europa hat in Solowjews Prophetie übrigens gerade eine fünfzigjährige islamische Herrschaft überwunden). ...
http://michael-klonovsky.de/acta-diurna
Das steht da nirgendwo. Klonovsky hat wieder nichts verstanden oder er phantasiert zielgerichtet rum und geht davon aus, daß seine arglosen Leser Solowjew nie gelesen haben.

In der Übersetzung des Originaltextes gibt es eine Stelle, in der der Islam erwähnt wird:
Unter Ausnützung der Tatsache, daß Europa zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts damit beschäftigt war, der Welt des Islams ein Ende zu bereiten, begannen die Japaner mit der Verwirklichung ihres großen Programms. Sie nahmen zuerst Korea ein, später Peking, wo sie unter Mithilfe der fortschrittlichen Partei Chinas die alte Mandschu-Dynastie stürzten und diese durch eine japanische ersetzten. ...
An dieser Stelle steht nicht, daß Europa jemals unter islamischer Herrschaft war. Es ist genau umgekehrt: dort heißt es nämlich, daß Europa zu Beginn des 20 Jahrhunderts bestrebt war, der Welt des Islam ein Ende zu bereiten. (Stimmt ja auch irgendwie: das Sykes-Picot-Abkommen usw. schadeten der Region nachhaltig, und zwar bis heute.)

An einer weiteren Stelle wird eine 50-jährige Unterjochung Europas erwähnt. Aber nicht durch den Islam:
... ein Enkel des großen Eroberers, verließ China, um sich in aller Eile nach Rußland zu begeben. Dort aber wurden seine unzähligen Streitkräfte von der Armee des Vereinigten Europa vernichtend geschlagen. Ihre zerstreuten Überreste kehrten nach Innerasien zurück. Europa war befreit. Die fünfzigjährige Unterjochung durch die Barbaren Asiens war die Folge der Uneinigkeit eigensüchtiger National­staaten, seine große und ruhmreiche Befreiung hingegen der Erfolg einer internationalen Organisation, in der die Kräfte des ganzen Europa sich vereinigt hatten. Diese wichtige Erfahrung hatte daher auch ihre natürliche Auswirkung. Der bisherige einzelstaatliche Nationalismus verlor allgemein an Bedeutung. Zugleich stürzten fast überall die letzten Reste alter monarchischer Einrichtungen zusammen. ...
Patriotism is the last refuge of a scoundrel.
(Samuel Johnson, 1709-1784)

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Sempre
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Sonnabend 4. Juni 2016, 02:40

@Romanes

Bist Du sicher, dass "die Barbaren Asiens" (bei Solowjew) keine Moslems waren? Der Islam hat im Laufe der Geschichte immer neue Barbaren Asiens rekrutiert.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Sonnabend 4. Juni 2016, 08:22

Sempre hat geschrieben:@Romanes

Bist Du sicher, dass "die Barbaren Asiens" (bei Solowjew) keine Moslems waren? Der Islam hat im Laufe der Geschichte immer neue Barbaren Asiens rekrutiert.
Die Idee ist mir jedenfalls bisher beim Lesen nie gekommen. Erst recht nicht beim wiederholten und aufmerksamen Lesen (aus aktuellem Anlaß). Sie taucht auch in der Sekundärliteratur und in Buchbesprechungen nicht auf, mit Ausnahme eines einzigen Artikels auf Kath.net, den ich gerade gefunden habe, und aus dem Klonovsky möglicherweise einfach abgeschrieben hat.

Ein Beispiel für die traditionelle Zusammenfassung und Interpretation der fraglichen Stelle findet sich im Vatican-Magazin:

http://www.vatican-magazin.de/index.php ... puta-4214
Die Erzählung beginnt wie ein Paukenschlag mit dem Ausruf „Panmongolismus“! Die letzte Phase der Weltgeschichte wird mit einem Sturm der asiatischen Völker auf den Westen eingeleitet. Die ostasiatischen Völker unter Führung der Japaner sehen den Westen im Ausgang des zwanzigsten Jahrhunderts in tiefe Auseinandersetzungen mit dem Islam verstrickt und schicken sich an, die Welt zu erobern. Sie unterwerfen Europa und zerstören das abendländische Wertesystem. Hier herrscht nun ein totaler Synkretismus aus Westlichem und Östlichem. Nach fünfzig Jahren werfen die Europäer das asiatische Joch ab. Die vereinigten europäischen Kräfte übernehmen wieder die Kontrolle, ...
Nichts Neues. Ungefähr so wird die Stelle seit mehr als 1 Jahren interpretiert.

In einem Artikel auf Kath.net aus dem Jahr 27 liest sich die Sache mit dem Panmongolismus und den Japanern, die sich erst Asien und dann Europa unter den Nagel reißen (während die Europäer die wahre Gefahr übersehen, weil sie sich mit den Moslems auseinandersetzen!), hingegen plötzlich so:

http://www.kath.net/news/1781
Es ist das Jahr 277; Europa hat gerade eine fünfzigjährige islamische Vorherrschaft überwunden, in der sich auch die religiösen Auffassungen durchmischten. ...
Vergleiche den Wortlaut bei Kath.net und bei Klonovsky ...

Im Grunde ist das ja nur eine unwichtige Nebensache in Solowjews "Kurzer Erzählung vom Antichristen" (die ich im übrigen sehr schätze), aber die Kath.net-/Klonovsky-Version halte ich im besten Fall für ein Mißverständnis.
Patriotism is the last refuge of a scoundrel.
(Samuel Johnson, 1709-1784)

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Sempre
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Sonntag 5. Juni 2016, 01:27

@Romanes

Danke!
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von martin v. tours » Montag 27. Juni 2016, 19:39

https://jungefreiheit.de/kultur/gesells ... am-kritik/
:achselzuck:
es ist kein Trost für einen Katholiken, das es bei den Evangelen auch Bescheuerte gibt.
Wovon will man sich den noch distanzieren?
Ich glaube, der Luther rotiert im Grab wie ein Propeller.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Peccator
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Peccator » Sonnabend 5. November 2016, 16:14

Allerspätestens jetzt ist das deutsche Luthertum tot (und lebt nur noch bescheiden in der SELK fort): http://www.evangelisch.de/inhalte/13999 ... mp_r=start

Siard
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Siard » Sonntag 6. November 2016, 00:38

Peccator hat geschrieben:Allerspätestens jetzt ist das deutsche Luthertum tot (und lebt nur noch bescheiden in der SELK fort): http://www.evangelisch.de/inhalte/13999 ... mp_r=start
Der letzte Termin war Leuenberg.

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Sonntag 6. November 2016, 13:12

Peccator hat geschrieben:Allerspätestens jetzt ist das deutsche Luthertum tot (und lebt nur noch bescheiden in der SELK fort): http://www.evangelisch.de/inhalte/13999 ... mp_r=start
Müssen die richtigen Lutheraner jetzt in die USA auswandern?

In diesem Buch können die Unterschiede nachgelesen werden:

https://www.amazon.de/dp/1536995452/ref ... HAHWZ5T7RM

Das Buch ist schon älter, erklärt die Unterschiede aber sehr gut.

Amerika hat es besser.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Sonntag 6. November 2016, 13:57

Tinius hat geschrieben:
Peccator hat geschrieben:Allerspätestens jetzt ist das deutsche Luthertum tot (und lebt nur noch bescheiden in der SELK fort): http://www.evangelisch.de/inhalte/13999 ... mp_r=start
Müssen die richtigen Lutheraner jetzt in die USA auswandern?

In diesem Buch können die Unterschiede nachgelesen werden:

https://www.amazon.de/dp/1536995452/ref ... HAHWZ5T7RM

Das Buch ist schon älter, erklärt die Unterschiede aber sehr gut.

Amerika hat es besser.
https://dl.dropboxusercontent.com/u/5 ... ot_pdf.pdf

Wolkentänzer
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Wolkentänzer » Donnerstag 10. November 2016, 14:01

Spannende Diskussion, da werd ich mal mitlesen!

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Kleinwald
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Kleinwald » Donnerstag 10. November 2016, 16:11

Peccator hat geschrieben:Allerspätestens jetzt ist das deutsche Luthertum tot (und lebt nur noch bescheiden in der SELK fort): http://www.evangelisch.de/inhalte/13999 ... mp_r=start
Der Tod des Luthertums manifestiert sich sicherlich nicht in der Stuktur einer Verwaltungseinrichtung :roll:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Gallus » Mittwoch 23. November 2016, 12:02


Dieter
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Mittwoch 23. November 2016, 12:08

Gallus hat geschrieben:http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... stportraet

Meine Güte... :bedrippelt:

Vom Foto sieht er aus wie eine Mischung aus Kässmann und Conchita Wurst...

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. November 2016, 12:48

:kugel:
Diligite homines - interficite errores (Augustinus)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 23. November 2016, 13:19

Gallus hat geschrieben:http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... stportraet

Meine Güte... :bedrippelt:
Daraus:
Sie ist den Gläubigen ein heiliges Buch, unantastbar, über allem stehend.

Es ist schon etwas merkwürdig, wenn sie jetzt nach Gutdünken bemalt wird. Aber sei’s drum.
Na dann ... :unbeteiligttu:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von HeGe » Freitag 17. März 2017, 14:06

kath.net hat geschrieben:Evangelische Jugendaktion mit Lutherzitaten auf Kondomen gestoppt

Evangelische Jugendkirche Düsseldorf verteilte Kondome an Jugendliche, beispielsweise mit dem Luther-Zitat: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. [...]
Witzig ist die Idee ja schon irgendwie. :D
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Sonnabend 18. März 2017, 03:09

HeGe hat geschrieben:
Freitag 17. März 2017, 14:06
kath.net hat geschrieben:Evangelische Jugendaktion mit Lutherzitaten auf Kondomen gestoppt

Evangelische Jugendkirche Düsseldorf verteilte Kondome an Jugendliche, beispielsweise mit dem Luther-Zitat: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. [...]
Witzig ist die Idee ja schon irgendwie. :D
Primitivster Gossenhumor zur Verführung Jugendlicher. "Schon irgendwie witzig." Aber Satire gegen die Politik der totalen Verblödung wird gelöscht.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 18. März 2017, 09:51

Sempre hat geschrieben:
Sonnabend 18. März 2017, 03:09
HeGe hat geschrieben:
Freitag 17. März 2017, 14:06
kath.net hat geschrieben:Evangelische Jugendaktion mit Lutherzitaten auf Kondomen gestoppt

Evangelische Jugendkirche Düsseldorf verteilte Kondome an Jugendliche, beispielsweise mit dem Luther-Zitat: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. [...]
Witzig ist die Idee ja schon irgendwie. :D
Primitivster Gossenhumor zur Verführung Jugendlicher. "Schon irgendwie witzig." Aber Satire gegen die Politik der totalen Verblödung wird gelöscht.
Also gestern bei Kolping fanden diesen Spruch selbst die Frömmeren nicht schlecht.
Aber zwischen dem gelebten Katholizismus in den Pfarrein und Verbänden und dem was hier einige Abliefern liegena Welten.
Und die Jugend muss man nicht Verführen, die war schon immer wie sie ist. Früher heimlicher, heute offener. Ich möchte garnicht Wissen wie einige der Superfrommen hier mit Anfang 20 waren. :pfeif:
"Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte." Adolph Kolping

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Raphael » Sonnabend 18. März 2017, 10:04

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 18. März 2017, 09:51
..............
Ich möchte garnicht Wissen wie einige der Superfrommen hier mit Anfang 20 waren. :pfeif:
Genau DAS wirst Du auch niemals erfahren! :P
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von ziphen » Sonnabend 18. März 2017, 12:46

HeGe hat geschrieben:
Freitag 17. März 2017, 14:06
kath.net hat geschrieben:Evangelische Jugendaktion mit Lutherzitaten auf Kondomen gestoppt

Evangelische Jugendkirche Düsseldorf verteilte Kondome an Jugendliche, beispielsweise mit dem Luther-Zitat: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. [...]
Witzig ist die Idee ja schon irgendwie. :D
Ja! Dass gerade die ekir hier verbietend eingreift, ist mir unverständlich.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 18. März 2017, 17:27

@ Sascha
Für die Superfrommen gibt es doch eine eigene Marke:
http://www.gleitgel-kondome.de/modul.ph ... =17&tump=0
:tuete:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von taddeo » Sonnabend 18. März 2017, 23:45

:kugel:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Marcus » Sonntag 19. März 2017, 11:33

HeGe hat geschrieben:
Freitag 17. März 2017, 14:06
kath.net hat geschrieben:Evangelische Jugendaktion mit Lutherzitaten auf Kondomen gestoppt

Evangelische Jugendkirche Düsseldorf verteilte Kondome an Jugendliche, beispielsweise mit dem Luther-Zitat: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. [...]
Witzig ist die Idee ja schon irgendwie. :D
:patsch:

Jetzt fehlt nur noch angebotene Bettwäsche mit der Aufschrift: "Will die Frau nicht, so komme die Magd." :pfeif:
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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