EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Sarandanon
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 3. Januar 2016, 18:38

RomanesEuntDomus hat geschrieben:Denk deinen eigenen Satz mal ganz zu Ende, dann müsste doch schon alles klar sein.
Meinst Du, ich sollte meinen Satz so zu Ende denken, wie Du ihn zu Ende denken würdest?
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Sonntag 3. Januar 2016, 19:05

Sarandanon hat geschrieben:
RomanesEuntDomus hat geschrieben:Denk deinen eigenen Satz mal ganz zu Ende, dann müsste doch schon alles klar sein.
Meinst Du, ich sollte meinen Satz so zu Ende denken, wie Du ihn zu Ende denken würdest?
Nein. Es würde mir schon reichen, wenn du mir sagst, was rauskommt, wenn du selbst ihn zu Ende denkst.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von RomanesEuntDomus » Sonntag 3. Januar 2016, 19:09

Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:Auch wenn der Gag ein stückweit zu Lasten von sempre geht, ...
Tschuldigung, bitte, ein Stückweit. :ikb_shy:

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Sarandanon
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 3. Januar 2016, 20:03

RomanesEuntDomus hat geschrieben:Nein. Es würde mir schon reichen, wenn du mir sagst, was rauskommt, wenn du selbst ihn zu Ende denkst.
Mein Absatz ist in sich geschlossen zu betrachten und bezog sich auf den Missbrauch von Religionen durch Fanatiker und damit unnötig zu einem weiteren Ende zu denken.

Wenn Du meine Gedanken jetzt allerdings eigenmächtig darauf erweitern möchtest, dass der Mensch auch alle anderen edlen (vllt. teilweise auch weniger edlen) Werte und Errungenschaften der Menschheit für seine egoistischen Zwecke missbraucht: Wo ist daran jetzt die bahnbrechende Neuigkeit?

Das hat's in der Menschheit in jeder Epoche ihres Daseins gegeben. Für mich hat das zur Konsequenz, dass weder die Botschaft unseres Herren noch die primären Ziele der Aufklärung an Bedeutung und Daseinsbrechtigung verlieren, auch wenn der Mensch immer wieder seinen Schindluder damit treibt.
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Sempre
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Sonntag 3. Januar 2016, 20:25

Sarandanon hat geschrieben:Am liebsten wäre mir, wenn derlei Gläubige ihre eigenen Religionsgemeinschaften gründen, das wäre ehrlicher, als sich als Christen zu bezeichnen.
Universität Bonn hat geschrieben:Das Alt-Katholische Seminar bietet einen Masterstudiengang in Alt-Katholischer und Ökumenischer Theologie an. Interessenten absolvieren an der Universität Bonn zunächst beispielsweise einen Bachelor of Arts-Studiengang mit Evangelischer Theologie und Hermeneutik als Kernfach und Katholischer Theologie oder Philosophie als Begleitfach. Nach Abschluss des Erststudiums schreiben die Absolventen sich für den Masterstudiengang Alt-Katholische und Ökumenische Theologie ein.
Eure und unsere Hirten werden praktisch sämtlich im Sinne aufgeklärter Philosophie und Theologie ausgebildet, dass etwa die Menschwerdung Gottes eine "Interpretationsfigur" sei, dass die Urkirche "die Niederlage Jesu am Kreuz" (Auferstehung gab es selbstverständlich nicht) "in einen Sieg umgedeutet" habe, etc. pp. Verantwortlich dafür sind bei uns die Bischöfe, ich nehme an, dass das bei Euch nicht anders ist.

Prälat Imkamp weist darauf hin, dass in Deutschland bereits früh im 19. Jahrhundert der Modernismus an den Hochschulen und im Klerus grassierte. Bei den Protestanten ja schon länger, aber auch bei den Katholiken.

Fazit: Man muss wohl annehmen, dass Du in einer Religionsgemeinschaft bist, die von derlei Gläubigen gegründet wurde. Du hast es nur noch nicht gemerkt. Das liegt daran, dass die gerne immer so reden, dass ihnen die theologisch unaufgeklärten Schafe nicht gleich weglaufen. Willkommen im Club!

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umusungu
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von umusungu » Sonntag 3. Januar 2016, 20:35

Sempre hat geschrieben:Eure und unsere Hirten werden praktisch sämtlich im Sinne aufgeklärter Philosophie und Theologie ausgebildet, dass etwa die Menschwerdung Gottes eine "Interpretationsfigur" sei, dass die Urkirche "die Niederlage Jesu am Kreuz" (Auferstehung gab es selbstverständlich nicht) "in einen Sieg umgedeutet" habe, etc. pp. Verantwortlich dafür sind bei uns die Bischöfe, ich nehme an, dass das bei Euch nicht anders ist.
Gegen welche Chimären kämpst du denn an?

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Sarandanon
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 3. Januar 2016, 21:48

Sempre hat geschrieben:Fazit: Man muss wohl annehmen, dass Du in einer Religionsgemeinschaft bist, die von derlei Gläubigen gegründet wurde. Du hast es nur noch nicht gemerkt. Das liegt daran, dass die gerne immer so reden, dass ihnen die theologisch unaufgeklärten Schafe nicht gleich weglaufen. Willkommen im Club!
Steile These. Klar kann ich nicht in die Köpfe schauen. Allerdings ist mir noch kein Geistlicher der AKKD über den Weg gelaufen, der von Glaubensmärchen oder von der Nichtgöttlichkeit Jesu sprach. Auch unser ehemaliger Professor des ak Sminars in Bonn, den ich mal persönlich kennenlernen durfte, hatte keine solche Anwandlungen.
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Montag 4. Januar 2016, 02:09

Sarandanon hat geschrieben:Steile These. Klar kann ich nicht in die Köpfe schauen. Allerdings ist mir noch kein Geistlicher der AKKD über den Weg gelaufen, der von Glaubensmärchen oder von der Nichtgöttlichkeit Jesu sprach. Auch unser ehemaliger Professor des ak Sminars in Bonn, den ich mal persönlich kennenlernen durfte, hatte keine solche Anwandlungen.
Von Glaubensmärchen oder Nichtgöttlichkeit Jesu zu reden, fiele auch keinem Kardinal Kasper oder Kardinal Lehmann ein. Das ändert aber nichts am Prinzip. Kasper gibt sich z.B. u.a. daran zu erkennen, dass er einen veränderlichen Gott und damit einen veränderlichen Glauben predigt. Das alles wird von den anderen Bischöfen nicht nur geduldet, sondern auch befördert, Kasper an der Kurie, Lehmann als DBK-Vorsitzender, beide in Rom zum Kardinal erhoben. Denkst Du, dass das bei Euren Kleriken anders läuft?

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Niels
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Niels » Montag 4. Januar 2016, 02:59

Das ist nicht unsere "Baustelle"... ;D

Sei nett zu den Leuten, sonst vergraulst Du sie vielleicht für immer.

Und das wird dann auch Dir angelastet werden.

Also: locker und dennoch voll katholisch... :)
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Sempre
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Sempre » Montag 4. Januar 2016, 03:19

Niels hat geschrieben:Das ist nicht unsere "Baustelle"... ;D

Sei nett zu den Leuten, sonst vergraulst Du sie vielleicht für immer.

Und das wird dann auch Dir angelastet werden.

Also: locker und dennoch voll katholisch... :)
Ich verstehe Deinen Kommentar nicht. Was willst Du damit sagen? Dass die EKD geistliche und moralische Selbstauflösung betreibt, die von der Bild-Zeitung sogenannte katholische Kirche aber nicht?

Tinius
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Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von Tinius » Freitag 15. Januar 2016, 13:49

Jetzt führt die nächste Landeskirche innerhalb der EKD die Homoehe ein.

http://www.welt.de/regionales/nrw/artic ... Paare.html

Der Irrsinn wird weitergehen, die geistliche und moralische Selbstauflösung geht immer weiter.

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Re: Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von Siard » Freitag 15. Januar 2016, 16:34

Tinius hat geschrieben:Jetzt führt die nächste Landeskirche innerhalb der EKD die Homoehe ein.

http://www.welt.de/regionales/nrw/artic ... Paare.html

Der Irrsinn wird weitergehen, die geistliche und moralische Selbstauflösung geht immer weiter.
Mir ist nicht klar, warum das zur Selbstauflösung gehören sollte. Natürlich ist es konsequent auch die Trauung homosexueller Paare zu ermöglichen.
Ich habe gelernt, daß es sich nur um ›gottesdienstliche Feiern anläßlich …‹ handelt. Und wenn die Ehe ein weltlich Ding ist, dann gibt es doch dabei kein Problem.

PascalBlaise
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Re: Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von PascalBlaise » Freitag 15. Januar 2016, 16:47

Siard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:Jetzt führt die nächste Landeskirche innerhalb der EKD die Homoehe ein.

http://www.welt.de/regionales/nrw/artic ... Paare.html

Der Irrsinn wird weitergehen, die geistliche und moralische Selbstauflösung geht immer weiter.
Mir ist nicht klar, warum das zur Selbstauflösung gehören sollte. Natürlich ist es konsequent auch die Trauung homosexueller Paare zu ermöglichen.
Ich habe gelernt, daß es sich nur um ›gottesdienstliche Feiern anläßlich …‹ handelt. Und wenn die Ehe ein weltlich Ding ist, dann gibt es doch dabei kein Problem.
IMHO ist das reine Polemik. Advocatus diaboli.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

Siard
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Re: Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von Siard » Freitag 15. Januar 2016, 16:54

PascalBlaise hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:Jetzt führt die nächste Landeskirche innerhalb der EKD die Homoehe ein.

http://www.welt.de/regionales/nrw/artic ... Paare.html

Der Irrsinn wird weitergehen, die geistliche und moralische Selbstauflösung geht immer weiter.
Mir ist nicht klar, warum das zur Selbstauflösung gehören sollte. Natürlich ist es konsequent auch die Trauung homosexueller Paare zu ermöglichen.
Ich habe gelernt, daß es sich nur um ›gottesdienstliche Feiern anläßlich …‹ handelt. Und wenn die Ehe ein weltlich Ding ist, dann gibt es doch dabei kein Problem.
IMHO ist das reine Polemik. Advocatus diaboli.
:hae?:

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Amanda
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Re: Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von Amanda » Freitag 15. Januar 2016, 17:16

Siard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:Jetzt führt die nächste Landeskirche innerhalb der EKD die Homoehe ein.

http://www.welt.de/regionales/nrw/artic ... Paare.html

Der Irrsinn wird weitergehen, die geistliche und moralische Selbstauflösung geht immer weiter.
Mir ist nicht klar, warum das zur Selbstauflösung gehören sollte. Natürlich ist es konsequent auch die Trauung homosexueller Paare zu ermöglichen.
Ich habe gelernt, daß es sich nur um ›gottesdienstliche Feiern anläßlich …‹ handelt. Und wenn die Ehe ein weltlich Ding ist, dann gibt es doch dabei kein Problem.
Wenn auch nach Luther die Ehe "ein weltlich Ding" (also kein Sakrament) ist, so bedeutet sie dennoch die Einsegnung der vor der staatlichen Gewalt geschlossenen Verbindung zweier Menschen. Dadurch ist das Problem dasselbe wie bei uns Katholiken: Ist die christliche Kirche dazu befugt, einer Verbindung, die nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift der Schöpfungsordnung diametral widerspricht, den Segen Gottes zu erteilen? Und wie könnte der Herr etwas segnen, was Ihm ein Greuel ist?
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

Tinius
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Re: Rheinische Kirche führt Homoehe ein

Beitrag von Tinius » Freitag 15. Januar 2016, 17:33

Amanda hat geschrieben: Ist die christliche Kirche dazu befugt, einer Verbindung, die nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift der Schöpfungsordnung diametral widerspricht, den Segen Gottes zu erteilen? Und wie könnte der Herr etwas segnen, was Ihm ein Greuel ist?

:klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

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Gallus
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Gallus » Dienstag 29. März 2016, 23:49

Wie genau meint die Frau Kässmann das eigentlich, wenn sie in ihrer Osterpredigt sagt, Jesus sei "unvergesslich" geworden? Ist "unvergesslich" jetzt die neue, zeitgemäße Version von "auferstanden und unsterblich"?

Tinius
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Tinius » Mittwoch 30. März 2016, 11:40

Die Frau vertritt ihr privates Christentum. Selbstgebastelt. Aus einem Baukasten zusammen gesetzt. Beliebig. Substanzlos.
Nicht substanzlos ist demnächst ihre herrliche Pension, die sie frühzeitig zu genießen denkt. Zusammen mit den Einnahmen ihrer fließbandartig verfassten Bücher für Doofkäufer liegt sie dann in der Hängematte des ewigen Glücks ab, während die EKD immer mehr zur degenerierten Bude verkommt. Noch schnell das Luder-Jahr durchhecheln und ab ins Glück.

Fragesteller
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Fragesteller » Donnerstag 31. März 2016, 14:43

und mit den Enkeln den Hühnern beim Picken zuschauen.

Dieter
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Donnerstag 31. März 2016, 15:18

Frau Käßmann predigt ab und zu im Berliner Dom.

In den Gottesdiensten, in denen ich anwesend war, gab es nichts zu beanstanden - im Gegenteil: Die Predigten liegen in der Mitte zwischen liberaler Landeskirche und wertkonservativen Aussagen.

Käßmann hat -mehr als andere evang. Pfarrer- gelernt, die Evangelikalen, die sie ja mit Argusaugen beobachten, nicht zu verprellen. Es gibt daher auch kaum Beschwerden aus der evangelikalen Ecke gegen ihre Predigten.

Ihre Bücher bedienen allerdings eher den Mainstream.

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Jarom1
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Jarom1 » Donnerstag 31. März 2016, 21:17

Consciousness of sin, certainty of faith, and the testimony of the Holy Spirit

Erzengel
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Homo-Ehe in der EKBO

Beitrag von Erzengel » Sonnabend 2. April 2016, 00:04

Liebe Forumsnutzer,

in diesen Tagen habe ich es mit Schrecken gelesen: Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz will vom 8.-9. April auf ihrer Frühjahrstagung den Traugottesdienst für eingetragene Lebenspartnerschaften beschließen. Die "Ehe" für Schwule und Lesben mit kirchlichem Segen.
Wer hat Ideen mit denen man das noch verhindern kann? Gibt es eine Möglichkeit für einen organisierten Protest vor dem Tagungsort?
Die EKBO ist wirklich von allen guten Geistern verlassen. Es ist die Zeit angebrochen, wo der Antichrist in der Kirche wirkt und das Werk Jesu zerstört. Die Sünde durchdringt auch die Mutter Kirche und die Glieder entfernen sich von ihr. Sollte der Beschluss durchkommen, kann es eigentlich nur den Weg in die Spaltung geben: eine laue EKBO und bekenntnis- und schriftgebundene Gemeinden.

Gott befohlen
Erzengel

Tinius
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Re: Homo-Ehe in der EKBO

Beitrag von Tinius » Sonnabend 2. April 2016, 00:17

Erstmal Quellen bringen und dann durchlesen:

https://www.ekbo.de/wir/landeskirche/la ... -216.html


Dann z.B.


https://www.ekbo.de/fileadmin/ekbo/mand ... zesses.pdf


In der Tagesordnung siehst du viele Anträge von GKRen, die den Punkt von der Tagesordnung haben wollen und nicht über die Beschlüsse von 22 hinaus wollen.

Dieter
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Sonntag 3. April 2016, 08:48

http://www.bz-berlin.de/berlin/friedric ... -pfarrhaus

Gottesdienst am 1.4.16 mit Pfarrer Stets in der Zwinglikirche in Berlin-Friedrichshain, Ecke Caprivistraße/Rudolfstraße:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwingliki ... 8Berlin%29

http://www.boxhagen-stralau.de/?page_id=86

Erzengel
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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Erzengel » Sonntag 3. April 2016, 22:37

@ Tinius:
Ich denke, dass eine Quellenangabe nicht notwendig ist. Jede und jeder kann auf der Internetpräsenz der EKBO nachschauen. Soviel traue ich den Forumsnutzern schon zu. Natürlich gibt es einen Protest von 17 Kirchengemeinden der EKBO, doch ob der wirksam ist ist fraglich. Von der Kirchenleitung wird das Antragsrecht der GKR schon in Zweifel gezogen.

@ Dieter:
Ich bedaure es zutiefst, dass dieser Mann (und andere Männer und Frauen mit dieser Neigung) in unserer Kirche ein ordiniertes Amt übernehmen kann und schäme mich dafür. Die Kirche bzw. ihre Glieder entfernen sich immer mehr von ihrem Herrn. Ich fühle mich immer mehr an meine Vorlesung über die Offenbarung des Johannes erinnert. Ich kann es gar nicht verstehen das er ruhigen Gewissens am Altar dienen kann, wie jene Priester, die sich des Missbrauchs schuldig gemacht haben. Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde, Gott liebt den Homosexuellen, aber nicht die ausgelebte Homosexualität.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Montag 4. April 2016, 07:36

In der EKBO gibt es keinen Weg zurück, weder bei der Frauenordination noch bei der Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Wer das nicht akzeptieren kann, der hat die Möglichkeit in die SELK zu wechseln. Dort sind konservative Christen willkommen.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Fragesteller » Montag 4. April 2016, 19:52

Erzengel hat geschrieben: Ich bedaure es zutiefst, dass dieser Mann (und andere Männer und Frauen mit dieser Neigung) in unserer Kirche ein ordiniertes Amt übernehmen kann [...] Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde, Gott liebt den Homosexuellen, aber nicht die ausgelebte Homosexualität.
Passt nicht so zusammen, oder?

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Kleinwald » Dienstag 5. April 2016, 06:47

Dieter hat geschrieben:Wer das nicht akzeptieren kann, der hat die Möglichkeit in die SELK zu wechseln. Dort sind konservative Christen willkommen.
Wird dort nicht auch schon die FO diskutiert? :hmm:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Siard » Dienstag 5. April 2016, 07:55

Kleinwald hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Wer das nicht akzeptieren kann, der hat die Möglichkeit in die SELK zu wechseln. Dort sind konservative Christen willkommen.
Wird dort nicht auch schon die FO diskutiert? :hmm:
Ist eh egal – in 50 Jahren wird es hier keine Christen mehr geben.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Kleinwald » Dienstag 5. April 2016, 08:46

Siard hat geschrieben:
Kleinwald hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Wer das nicht akzeptieren kann, der hat die Möglichkeit in die SELK zu wechseln. Dort sind konservative Christen willkommen.
Wird dort nicht auch schon die FO diskutiert? :hmm:
Ist eh egal – in 50 Jahren wird es hier keine Christen mehr geben.
So wenig Gottvertrauen? Mt, 16,18!
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Dienstag 5. April 2016, 08:47

Kleinwald hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Wer das nicht akzeptieren kann, der hat die Möglichkeit in die SELK zu wechseln. Dort sind konservative Christen willkommen.
Wird dort nicht auch schon die FO diskutiert? :hmm:

Ja, es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch in der SELK Frauen ordiniert werden. Der augenblickliche Stand ist der, dass etwa die Hälfte der Synodalen für die FO, die andere Hälfte dagegen ist.

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Re: EKD - Geistliche und moralische Selbstauflösung

Beitrag von Dieter » Dienstag 5. April 2016, 08:55

Und wenn auch die SELK eines Tages die FO und die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare akzeptiert hat, bleibt den Erzkonservativen noch die Evangelisch-Lutherische Wisconsinsynode, die auch einige Gemeinden in Deutschland hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelis ... sin-Synode

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