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 Papst Franziskus aus protestantischer Sicht 
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Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
lutherbeck hat geschrieben:
Aber die Zeit schreitet voran - auch ohne meine Worte...

Die Zeit heilt keine Wunden, aber es gibt EINEN, der sie heilen kann! :)

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Sonnabend 20. April 2013, 06:20
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Radulf Thoringi hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:
Da sollte man aber erstmal auf protestantischer Seite "christlich" wieder durch "katholisch" ersetzen...

Damit hast Du recht. Das ist mehr als überfällig. Allerdings würde die Rückkehr zur offenkundig richtigen Form "katholisch" ohnehin nicht bedeuten, daß hier katholisch = römisch-katholisch verstanden würde. Insofern wäre es keine signifikante Änderung.
Trotzdem sollte dafür eingetreten werden.


Das Wort "christlich" ist sinnvoll, um die Kirche an ihre Bindung an Jesus Christus zu erinnern, die sie von Gemeinschaften unterscheidet, die noch unter der Erbsünde leben.

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10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)


Sonnabend 20. April 2013, 14:51
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Aha. Also eine Änderung der "Konzilstexte" aus "pastoralen Gründen"? :glubsch:

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„Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche.“ (Joseph Kardinal Ratzinger)


Sonnabend 20. April 2013, 17:32
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Niels hat geschrieben:
Aha. Also eine Änderung der "Konzilstexte" aus "pastoralen Gründen"? :glubsch:


Ich würde es als ein Synonym ansehen, das das aussagt, was das Wort "katholisch" in dem Zusammenhang ("katholische Kirche") von seinem Ursprung her bedeutet. Dazu beinhaltet es das Christus-Bekenntnis, was den Stein des Anstoßes klar benennt, an dem sich Heiden und Juden seit 2000 Jahren im Christentum stoßen.

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Sonnabend 20. April 2013, 23:15
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Pilgerer hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Aha. Also eine Änderung der "Konzilstexte" aus "pastoralen Gründen"? :glubsch:


Ich würde es als ein Synonym ansehen, das das aussagt, was das Wort "katholisch" in dem Zusammenhang ("katholische Kirche") von seinem Ursprung her bedeutet. Dazu beinhaltet es das Christus-Bekenntnis, was den Stein des Anstoßes klar benennt, an dem sich Heiden und Juden seit 2000 Jahren im Christentum stoßen.


Das Wort »katholisch« im Credo bedeutet, dass es trotz der vielen Ortskirchen nur eine einzige ‒ alles umfassende ‒ Kirche gibt. Inwiefern ist »christlich« ein Synonym für diese Aussage?


Sonnabend 20. April 2013, 23:42
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Um zurück zum Thema zu kommen:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=p ... 8KvLemHkjw

daraus die Worte des Papstes:

Zitat:
„Das sind die großen Ideologen. Das Wort Jesu geht zum Herzen, weil es ein Wort der Liebe ist, das wiederum Lieben lernt. Jene aber schneiden diese Liebe ab, jene Ideologen. Und auch die Schönheit. Die diskutieren unaufhörlich die Frage, ‚wie er uns seinen Leib zu essen geben kann’. Das ist ein rein intellektuelles Problem! Und wenn die Ideologie in der Kirche dazukommt, wenn die Ideologie die Vernunft des Evangeliums beeinträchtigt, dann versteht man nichts mehr.“

...

„Diejenigen, die nur über das Müssen sprechen, laden alles auf die Schultern der Gläubigen. Diese Ideologen verfälschen das Evangelium. Jede ideologische Interpretation, woher sie auch komme, ist so eine Verfälschung des Evangeliums. Und diese Ideologen werden, wie wir in der Geschichte der Kirche gesehen haben, Intellektuelle ohne Talent, Ethiker ohne Güte. Und von Schönheit sprechen wir gar nicht, denn davon verstehen sie nichts."


Was haltet ihr davon?

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"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".


Sonntag 21. April 2013, 17:21
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Maurus hat geschrieben:
Das Wort »katholisch« im Credo bedeutet, dass es trotz der vielen Ortskirchen nur eine einzige ‒ alles umfassende ‒ Kirche gibt. Inwiefern ist »christlich« ein Synonym für diese Aussage?


Die eine Kirche ist individuell wie kollektiv auf Christus gegründet, und umfasst einzig jene, die diese Basis teilen. Daher ist die "christliche Kirche" immer auch "katholisch". Kirchen, die nicht christlich sind, sind nicht katholisch. Alle christlichen Gemeinschaften sind Teil der einen christlichen und katholischen Kirche.
Häretiker sind keine echten Christen. Ihnen fehlt das erlösende Momentum des Christentums. Auch fehlt ihnen die "Salbung mit dem Heiligen Geist", die das Christsein als Gesalbte ausmacht. Die Häretiker sind "Christus-Gläubige", die in irgendeiner Form Jesus für den Messias halten, aber denen der Heilige Geist und der volle christliche Glaube fehlt.

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Sonntag 21. April 2013, 21:24
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Pilgerer hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Das Wort »katholisch« im Credo bedeutet, dass es trotz der vielen Ortskirchen nur eine einzige ‒ alles umfassende ‒ Kirche gibt. Inwiefern ist »christlich« ein Synonym für diese Aussage?


Die eine Kirche ist individuell wie kollektiv auf Christus gegründet, und umfasst einzig jene, die diese Basis teilen.


In dem Credo-Artikel geht es nicht darum, wer zur Kirche gehört. Dass man an Christus glauben muss, um zur Kirche zu gehören, ist logisch. Dadurch werden »christlich« und »katholisch« nicht deckungsgleich. Mit »katholisch« soll nicht ausgesagt werden, dass die Kirche die Versammlung derer ist, die an Christus glauben (obwohl sie das auch ist, aber das kommt vorher schon), sondern, dass sie »katholisch« ist, also alle diese kleinen und großen Gemeinden und Ortskirchen umfassend. Diesen Sinngehalt bildet »christlich« an dieser Stelle nicht ab.

Wahlkatholik hat geschrieben:
Alle christlichen Gemeinschaften sind Teil der einen christlichen und katholischen Kirche.
Häretiker sind keine echten Christen.


In etlichen Kirchen und Gemeinschaften widersprechen sich Satz eins und Satz zwei. Etliche christliche Gemeinschaften halten sich gegenseitig für Häretiker.


Sonntag 21. April 2013, 22:02
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Maurus hat geschrieben:
In dem Credo-Artikel geht es nicht darum, wer zur Kirche gehört. Dass man an Christus glauben muss, um zur Kirche zu gehören, ist logisch. Dadurch werden »christlich« und »katholisch« nicht deckungsgleich. Mit »katholisch« soll nicht ausgesagt werden, dass die Kirche die Versammlung derer ist, die an Christus glauben (obwohl sie das auch ist, aber das kommt vorher schon), sondern, dass sie »katholisch« ist, also alle diese kleinen und großen Gemeinden und Ortskirchen umfassend. Diesen Sinngehalt bildet »christlich« an dieser Stelle nicht ab.


Das "christliche" benötigt nicht nur den Glauben, sondern auch die Taufe mit Feuer (Hl. Geist). Denn ein Christ ist auch ein kleiner Christus oder Messias, und das bedeutet "der Gesalbte". Als Christen glauben wir nicht allein aus eigener Kraft, sondern gemeinsam mit dem Heiligen Geist und mit Seinen göttlichen Augen, die den Vater als Vater und Jesus Christus als Herrn, Hirte, König und Bräutigam erkennen. Ansonsten wäre der Begriff "Christ" unangemessen.

Die "Christus"-Gläubigen wie Muslime oder messianische Juden halten Jesus zwar für den Messias, aber sie haben nur den unvollständigen Glauben. Andere Häretiker sehen in Jesus vielleicht sogar den wahren Gott und wahren Menschen, aber sind nicht vom Heiligen Geist erfasst. Dazu gehören insbesondere abstruse Führer-Sekten, wie es sie mitunter gibt.

Christen im genannten Sinn werden, weil sie mit dem Heiligen Geist gesalbt sind, durch Ihn vereint und zu der einen Kirche gemacht, der apostolischen und katholischen Kirche, die auch als christliche bezeichnet werden kann. Sie ist ein Wunder, das auf Gottes Werken beruht.

Maurus hat geschrieben:
In etlichen Kirchen und Gemeinschaften widersprechen sich Satz eins und Satz zwei. Etliche christliche Gemeinschaften halten sich gegenseitig für Häretiker.


Das tun sie leichtfertig und in fleischlicher Ungeduld. Ich weiß nicht, welche Gemeinschaften alle christlich genug sind, um zur Einen Kirche zu gehören, aber ich weiß, dass Gott es weiß und alles sieht. Darauf kommt es an. Grundsätzlich kann der Heilige Geist in den Christen auch Sich Selbst wieder wahrnehmen. Doch leider hören wir oft nicht auf ihn, sondern lassen das fleischliche Misstrauen gedeihen, das von Satan gesät wird.

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Sonntag 21. April 2013, 22:30
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Pilgerer hat geschrieben:
Doch leider hören wir oft nicht auf ihn, sondern lassen das fleischliche Misstrauen gedeihen, das von Satan gesät wird.

Das Mißtrauen ist dann berechtigt, wenn eigenwillige ekklesiologische Definitionen vorgetragen und zum Maßstab erklärt werden. :daumen-runter:

Der Hl. Robert Bellarmin, seines Zeichens Kirchenlehrer, sagt:
Zitat:
Die Kirche ist eine Gemeinschaft von Menschen, die durch das Bekenntnis desselben christlichen Glaubens und den Empfang derselben Sakramente verbunden sind, unter der Leitung ihrer rechtmäßigen Oberhirten und des alleinigen Stellvertreters Christi auf Erden, des römischen Papstes.

Dies ist eine allgemeinverbindliche und präzise Definition.

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Montag 22. April 2013, 08:04
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Raphael hat geschrieben:
Das Mißtrauen ist dann berechtigt, wenn eigenwillige ekklesiologische Definitionen vorgetragen und zum Maßstab erklärt werden.


Die lutherische Definition ist:

Zitat:
Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben


Dazu die Bibel:
"wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt." (1. Kor. 12,13)
"seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: 4 "ein" Leib und "ein" Geist, wie ihr auch berufen seid zu "einer" Hoffnung eurer Berufung; 5 "ein" Herr, "ein" Glaube, "eine" Taufe; 6 "ein" Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen." (Epheser 4)

Paulus sagt nichts vom Papst, daher kann dieser nicht so wichtig sein, dass davon die "Katholizität" abhängt. Gott ist der Heilige Geist, und seine Autorität ist groß genug, um die Kirche zu stiften. Dazu kann Jesus Christus als "Apostel des Vaters" jederzeit und überall die Kirche neu ins Leben rufen, so wie Gott auch aus Steinen Kinder Abrahams erwecken könnte (Matthäus 3,9).

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Montag 22. April 2013, 20:05
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Pilgerer hat geschrieben:
Die lutherische Definition ist:

Zu Luther hat ein Entmythologisierer in der Bultmann'schen Tradition letztens ein zusammenfassendes Buch geschrieben, welches insbesondere auf Originalzitate desjenigen eingeht, von dem die von Dir vorgebrachte Definition stammt: hier!
Was von den definitorischen Leistungen dieses besagten Herrn nach der Lektüre noch übrig bleibt, liegt auf der Hand.

Im Übrigen gehört das Papsttum schon in der frühesten Kirche zur innerkirchlichen Ordnung. Ja, schon bevor die Schrift kanonisiert worden ist, ist in Rom der Papst kirchenleitend tätig. Und da die una sancta zwei Säulen hat, auf der ihre Lehre ruht, nämlich Schrift und Tradition, ist dieses Papsttum unverzichtbarer Bestandteil der Katholizität. Letzteres selbst dann, wenn man auf Dogmen wie das Jurisdiktionsprimat oder das der Infallibilität verzichten würde, was Gott zu verhüten wissen wird.

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Dienstag 23. April 2013, 06:49
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Aus:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=p ... tO5sCDJ3Ug

Zitat:
...werde sich langfristig sehr positiv auf die Ökumene auswirken, nicht nur die mit den Anglikanern...

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Sonnabend 25. Mai 2013, 21:09
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... _K0Wc2zvgg

Interessant - guter Ansatz!

:daumen-rauf:

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Dienstag 26. November 2013, 18:01
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Registriert: Sonntag 14. April 2013, 16:28
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Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, was ich davon halten soll. :achselzuck:

Werd' mir das Teil am Wochenende mal zu Gemüte führen. :hmm:


Dienstag 26. November 2013, 21:52
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Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Beiträge: 15767
Beitrag Re: Papst Franziskus aus protestantischer Sicht
Dann nimm aber bitte den Originaltext und nicht nur Zeitungsartikel

Zitat:
http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html#Der_%C3%B6kumenische_Dialog

Der ökumenische Dialog
244. Das ökumenische Engagement entspricht dem Gebet Jesu, des Herrn, der darum bittet, dass » Alle eins sein « sollen (Joh 17,21). Die Glaubwürdigkeit der christlichen Verkündigung wäre sehr viel größer, wenn die Christen ihre Spaltungen überwinden würden und die Kirche erreichen könnte, » dass sie die ihr eigene Fülle der Katholizität in jenen Söhnen wirksam werden lässt, die ihr zwar durch die Taufe zugehören, aber von ihrer völligen Gemeinschaft getrennt sind «. Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir Pilger sind und dass wir gemeinsam pilgern. Dafür soll man das Herz ohne Ängstlichkeit dem Weggefährten anvertrauen, ohne Misstrauen, und vor allem auf das schauen, was wir suchen: den Frieden im Angesicht des einen Gottes. Sich dem anderen anvertrauen ist etwas „Selbstgemachtes“. Der Friede ist selbstgemacht. Jesus hat uns gesagt: » Selig, die Frieden herstellen « (vgl. Mt 5,9). In diesem Einsatz erfüllt sich auch unter uns die alte Weissagung: » Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern «(Jes 2,4).

245. In diesem Licht ist die Ökumene ein Beitrag zur Einheit der Menschheitsfamilie. Die Anwesenheit Seiner Heiligkeit Bartholomäus I., des Patriarchen von Konstantinopel, und Seiner Gnaden Rowan Douglas Williams, des Erzbischofs von Canterbury in der Synode war ein echtes Geschenk Gottes und ein wertvolles christliches Zeugnis.

246. Angesichts der Gewichtigkeit, die das Negativ-Zeugnis der Spaltung unter den Christen besonders in Asien und Afrika hat, wird die Suche nach Wegen zur Einheit dringend. Die Missionare in jenen Kontinenten sprechen immer wieder von den Kritiken, Klagen und dem Spott, der ihnen aufgrund des Skandals der Spaltungen unter den Christen begegnet. Wenn wir uns auf die Überzeugungen konzentrieren, die uns verbinden, und uns an das Prinzip der Hierarchie der Wahrheiten erinnern, werden wir rasch auf gemeinsame Formen der Verkündigung, des Dienstes und des Zeugnisses zugehen können. Die riesige Menge derer, die die Verkündigung Jesu Christi nicht angenommen haben, kann uns nicht gleichgültig lassen. Daher ist der Einsatz für eine Einheit, die die Annahme Jesu Christi erleichtert, nicht länger bloße Diplomatie oder eine erzwungene Pflichterfüllung und verwandelt sich in einen unumgänglichen Weg der Evangelisierung. Die Zeichen der Spaltung unter Christen in Ländern, die bereits von der Gewalt zerrissen sind, fügen weiteren Konfliktstoff von Seiten derer hinzu, die ein aktives Ferment des Friedens sein müssten. So zahlreich und so kostbar sind die Dinge, die uns verbinden! Und wenn wir wirklich an das freie und großherzige Handeln des Geistes glauben, wie viele Dinge können wir voneinander lernen! Es handelt sich nicht nur darum, Informationen über die anderen zu erhalten, um sie besser kennen zu lernen, sondern darum, das, was der Geist bei ihnen gesät hat, als ein Geschenk aufzunehmen, das auch für uns bestimmt ist. Um nur ein Beispiel zu geben: Im Dialog mit den orthodoxen Brüdern haben wir Katholiken die Möglichkeit, etwas mehr über die Bedeutung der bischöflichen Kollegialität und über ihre Erfahrung der Synodalität zu lernen. Durch einen Austausch der Gaben kann der Geist uns immer mehr zur Wahrheit und zum Guten führen.

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Gruß
Jürgen


Mittwoch 27. November 2013, 15:01
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