Warum werden wir nicht katholisch?

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Montag 21. Juli 2014, 18:53

Sarandanon hat geschrieben:... abwägen was für mich weniger untragbar wäre: Den Papst als meinen obersten Hirten und diese unselige Kurie als Leitungsgremium wieder anzunehmen ... Dafür bräuchte ich vermutlich seelsorgerische Unterstützung.
Komm und versuch es - am besten gleich. An der Unterstützung soll es Dir nicht fehlen, und wenn ich es selber tue.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Sarandanon » Montag 21. Juli 2014, 19:48

Mein lieber Taddeo, nichts gegen Dich persönlich. :blinker: Sehr gern würde ich mich natürlich persönlich mit Dir unterhalten.

Allerdings hoffe ich, dass es zu diesem "Versuch" niemals kommen wird. 8)
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Montag 21. Juli 2014, 20:33

Sarandanon hat geschrieben:Mein lieber Taddeo, nichts gegen Dich persönlich. :blinker: Sehr gern würde ich mich natürlich persönlich mit Dir unterhalten.

Allerdings hoffe ich, dass es zu diesem "Versuch" niemals kommen wird. 8)
Du wirst es mir nicht verübeln, wenn ich sage "ich hoffe doch sehr". Und ich steh für "Überzeugungsarbeit" zur Verfügung, verlaß Dich drauf. :huhu:
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Tinius » Montag 21. Juli 2014, 21:13

taddeo hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:Mein lieber Taddeo, nichts gegen Dich persönlich. :blinker: Sehr gern würde ich mich natürlich persönlich mit Dir unterhalten.

Allerdings hoffe ich, dass es zu diesem "Versuch" niemals kommen wird. 8)
Du wirst es mir nicht verübeln, wenn ich sage "ich hoffe doch sehr". Und ich steh für "Überzeugungsarbeit" zur Verfügung, verlaß Dich drauf. :huhu:
Der Thread heisst doch "Warum werden wir nicht katholisch?" Und Sarandanon ist doch katholisch. Also alles eher off-topic... :hmm:

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Montag 21. Juli 2014, 21:43

Tinius hat geschrieben:Der Thread heisst doch "Warum werden wir nicht katholisch?" Und Sarandanon ist doch katholisch. Also alles eher off-topic... :hmm:
Du solltest Dich vielleicht nicht mal in der Klausnerei in Dinge einmischen, von denen Du offensichtlich nichts verstehst.
Sarandanon hat meine Offerte genau so verstanden, wie ich sie meinte, das zeigt seine Reaktion.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Sarandanon » Montag 21. Juli 2014, 22:11

taddeo hat geschrieben:Du solltest Dich vielleicht nicht mal in der Klausnerei in Dinge einmischen, von denen Du offensichtlich nichts verstehst. Sarandanon hat meine Offerte genau so verstanden, wie ich sie meinte, das zeigt seine Reaktion.
:daumen-rauf:
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Tinius » Dienstag 22. Juli 2014, 08:40

taddeo hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:Der Thread heisst doch "Warum werden wir nicht katholisch?" Und Sarandanon ist doch katholisch. Also alles eher off-topic... :hmm:
Du solltest Dich vielleicht nicht mal in der Klausnerei in Dinge einmischen, von denen Du offensichtlich nichts verstehst.
Sarandanon hat meine Offerte genau so verstanden, wie ich sie meinte, das zeigt seine Reaktion.
Ich verstehe zumindest genug, um zu erkennen, dass ihr zwei der Klausnerei einen Thread eröffnen sollten. Z.B. "Römisch-Katholische gegen Alt-Katholische mit lustigen Anspielungen" :)

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Sarandanon » Dienstag 22. Juli 2014, 10:02

Wie Taddeo schon andeutete, sieht man an diesem Deinen Beitrag, dass Du von der Materie offensichtlich längst nicht genug verstehst (oder verstehen willst).
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Mary » Dienstag 22. Juli 2014, 10:04

Sarandanon hat geschrieben:... abwägen was für mich weniger untragbar wäre: Den Papst als meinen obersten Hirten und diese unselige Kurie als Leitungsgremium wieder anzunehmen ... Dafür bräuchte ich vermutlich seelsorgerische Unterstützung.
Mich könnten keine zehn Seelsorger dazu bringen..... :neinfreu:
Und es wäre ja auch für Dich nicht die ultima ratio.... :huhu:
taddeo hat geschrieben:Komm und versuch es - am besten gleich. An der Unterstützung soll es Dir nicht fehlen, und wenn ich es selber tue.
Taddeo, nicht gegen Dich persönlich... ich mag Dich wirklich gut.
Aber Aussagen wie diese sind es, die mich persönlich immer nur bestärken, das Richtige getan zu haben.
Man fühlt sich von den "Ex-Geschwistern" nicht ernst genommen in der eigenen Entscheidung, wenn man spürt, dass diese sie (oft) eher für eine momentane Verirrung halten....
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Ralf » Dienstag 22. Juli 2014, 11:00

Mary hat geschrieben:Aber Aussagen wie diese sind es, die mich persönlich immer nur bestärken, das Richtige getan zu haben.
Man fühlt sich von den "Ex-Geschwistern" nicht ernst genommen in der eigenen Entscheidung, wenn man spürt, dass diese sie (oft) eher für eine momentane Verirrung halten....
:kussmund: Mary
Wo hat das taddeo gegenüber Sarandanon behauptet? Er hält es für einen Irrtum, aber nicht für eine "momentane Verirrung". Ich denke mal, Du nimmst auch an, in der wahren Kirche Jesu Christi zu sein und wünscht anderen dasselbe. Mehr ist es nicht.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von overkott » Dienstag 22. Juli 2014, 11:50

Tinius hat geschrieben:
overkott hat geschrieben: Das bestätigt einmal mehr den Hinweis auf das Emmausgeschehen als Erste Heilige Kommunion. Am Brotteilen erkannten die Jünger im Fremden den Auferstandenen. Das war keine Jubiläumsfeier, sondern die Erfahrung von Re(al)präsenz.
Seltsame Sichtweise, hingebogen, weil man sklavisch am Gedanken der "Heiligen Kommunion" hängt. Jesus brach den Emmausjüngern das Brot, DA erkannten sie ihn. Er teilte ihnen BROT aus. Das er das Brot irgendwie als seine Leib bezeichnete, findet sich nicht. Wahrscheinlich aber wieder bei ......na ratet mal... ;)
Was soll dieses gemeinsame österliche Mahl anders bedeuten als Erste Heilige Kommunion? Es ist wirklich das erste Mal der Jünger nach den traurigen Kartagen. Mit welcher Andacht sind die Jünger nach Emmaus unterwegs. Der Fremde legt ihnen die Lesungen aus. Bei seiner Predigt brennt den Jüngern das Herz. Die Propheten des Alten Testaments bei österlichem Licht gelesen lassen den Tod Jesu als Opfer verstehen. Im gemeinsamen Mahl feiern die Jünger Auferstehung. Sie sehen BROT und erkennen in Leib und Blut: Der Herr ist mit ihnen. Dann kehren die Jünger um und gehen im Glauben gestärkt wieder hinaus.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Sarandanon » Dienstag 22. Juli 2014, 14:10

Mary hat geschrieben:Mich könnten keine zehn Seelsorger dazu bringen..... :neinfreu:
Und es wäre ja auch für Dich nicht die ultima ratio.... :huhu:
Werte Mary, ich kenne jetzt nicht Deine Geschichte, warum und wie Du Dich von unserer Mutterkirche getrennt hast. Allerdings halte ich taddeos Angebot, welches er natürlich auch mit einem Augenzwinkern unterbreitet hat, für äußerst geschwisterlich. Fakt ist, dass ich mir bei Eintritt "gewisser Sachverhalte" Klarheit meines Gewissen verschaffen muss. Und dabei weiß ich ganz genau, wohin mich mein Weg nicht führen wird und das ist der, welcher mich in eine protestantische Glaubensgemeinschaft leiten würde. Das ist ein unauflöslicher Fakt, der aber bitteschön nicht als Wertung oder gar Abwertung dieser Kirchen zu verstehen ist. Mehr kann ich zu diesem hypotethischen Fall nicht sagen.
Mary hat geschrieben:Taddeo, nicht gegen Dich persönlich... ich mag Dich wirklich gut.
Aber Aussagen wie diese sind es, die mich persönlich immer nur bestärken, das Richtige getan zu haben.
Man fühlt sich von den "Ex-Geschwistern" nicht ernst genommen in der eigenen Entscheidung, wenn man spürt, dass diese sie (oft) eher für eine momentane Verirrung halten....
Ich fühle mich ganz im Gegenteil sogar sehr ernst genommen. Taddeo hat sein Angebot natürlich mit dem Hintergrund seiner Glaubensüberzeugungen und seiner Kirche ausgesprochen. Das kann ich sehr wohl einordnen und dabei das Positive seiner guten Worte erkennen, egal wie er zu meiner Auffassung von Katholizität steht. Das wirkt durchaus wohltuend verbindend - als Geschwister im Glauben.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Dienstag 22. Juli 2014, 15:03

Ralf hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:Aber Aussagen wie diese sind es, die mich persönlich immer nur bestärken, das Richtige getan zu haben.
Man fühlt sich von den "Ex-Geschwistern" nicht ernst genommen in der eigenen Entscheidung, wenn man spürt, dass diese sie (oft) eher für eine momentane Verirrung halten....
:kussmund: Mary
Wo hat das taddeo gegenüber Sarandanon behauptet? Er hält es für einen Irrtum, aber nicht für eine "momentane Verirrung". Ich denke mal, Du nimmst auch an, in der wahren Kirche Jesu Christi zu sein und wünscht anderen dasselbe. Mehr ist es nicht.
Ich halte den Glauben, in dem ich lebe, mit absoluter Sicherheit für den einzig wirklich richtigen und verantwortbaren. Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube. Und ich gebe jedem, der das möchte, gerne Rechenschaft und Zeugnis darüber, warum das so ist. Auch jedem, der sich ebenfalls für orthodox oder katholisch hält.
Ich nehme "Ex-Geschwister" durchaus ernst in ihrem persönlichen Glaubensweg, aber ich sage jedem, daß ich seinen Glauben objektiv für defizitär halte, solange er nicht in voller Einheit mit der Kirche steht, die auf den Apostel Petrus gegründet ist.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von TillSchilling » Dienstag 22. Juli 2014, 15:06

Tinius hat geschrieben: Zur ERinnerung: wir sind hier in der Klausnerei.
Tinius, die Klausnerei ist Teil des katholischen Forums "Der Kreuzgang". Der Kreuzgang ist kein neutrales Forum und sein Betreiber ist auch alles andere als neutral. Ich möchte nicht soweit gehen und sagen wir sind hier auf Feindesland, aber ich denke es ist fair zu sagen, dass man uns hier nicht wohlgesonnen ist bzw. auch nicht an einem Austausch interessiert ist. Die katholischen User werden sich immer die Freiheit nehmen in der Klausnerei - schon der Name sagt viel darüber wie sie denken! - zu schreiben was sie wollen. Wenn es ganz arg wird greifen asderrix oder Marcus ein, aber die Toleranzschwelle ist hier recht hoch. Das muss dir bewusst sein und damit musst du auch umgehen können.

Das Interessante und Spannende am Kreuzgang ist, dass du hier ganz ungefiltert mitbekommst wie "echte" Katholiken - also nicht die Ökumene-freundlichen, "Ist doch eh alles das Gleiche"-Katholiken - wirklich denken. Du lernst Aspekte des katholischen Glaubenslebens kennen, die den meisten Taufscheinkatholiken selber unbekannt sind. Gerade für dich, dem offensichtlich die römisch-katholische Sakramentologie ein Ärgernis ist und der schon den Begriff Heilige Kommunion nicht ertragen kann, kann es hilfreich sein, wirklich zu wissen was du ablehnst.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von TillSchilling » Dienstag 22. Juli 2014, 15:08

taddeo hat geschrieben: Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube.
Wieso denn das?

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Dienstag 22. Juli 2014, 15:14

TillSchilling hat geschrieben:Ich möchte nicht soweit gehen und sagen wir sind hier auf Feindesland, aber ich denke es ist fair zu sagen, dass man uns hier nicht wohlgesonnen ist bzw. auch nicht an einem Austausch interessiert ist. Die katholischen User werden sich immer die Freiheit nehmen in der Klausnerei - schon der Name sagt viel darüber wie sie denken! - zu schreiben was sie wollen.
Ich möchte darauf hinweisen, daß es niemals die einzelnen User als Person sind, denen manch anderer hier "nicht wohlgesonnen" ist, sondern ausschließlich deren hier in Beiträgen erscheinende Ansichten, die natürlich auch von uns Katholiken in der Klausnerei kontrovers diskutiert werden.
Ich möchte da wieder einmal an das Kreuzgang-Treffen in Vierzehnheiligen erinnern, wo sich viele von uns erstmals persönlich begegnet sind, und unter vielen eine herzliche gegenseitige Wertschätzung entstand, über alle Konfessionsgrenzen hinweg. Für mich persönlich möchte ich da nur asderrix, Nassos oder Ewald nennen, mit denen ich inhaltlich absolut nicht auf einer Wellenlänge liege, die aber in ihrer festen Glaubensüberzeugung und als überaus nette Menschen meine höchste Achtung genießen.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Dienstag 22. Juli 2014, 15:17

TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube.
Wieso denn das?
In verschiedener Hinsicht, was den persönlichen Lebensentwurf und die ganze menschliche Existenz betrifft. Details kann ich nicht öffentlich ausbreiten, dafür bitte ich um Verständnis. Jedenfalls wäre ich heut sicher rein menschlich gesehen besser dran, wenn mir der Glaube oder manche Konsequenz daraus öfter mal wurscht gewesen wäre.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von TillSchilling » Dienstag 22. Juli 2014, 16:00

taddeo hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube.
Wieso denn das?
In verschiedener Hinsicht, was den persönlichen Lebensentwurf und die ganze menschliche Existenz betrifft. Details kann ich nicht öffentlich ausbreiten, dafür bitte ich um Verständnis. Jedenfalls wäre ich heut sicher rein menschlich gesehen besser dran, wenn mir der Glaube oder manche Konsequenz daraus öfter mal wurscht gewesen wäre.
Und das waren Konsequenzen der spezifisch römisch-katholischen Glaubensinhalte deines Glaubens? Konsequenzen, die ein evangelischer oder orthodoxer Christ, der seinem Glauben folgt, nicht fürchten müsste?

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Ralf » Dienstag 22. Juli 2014, 16:03

TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube.
Wieso denn das?
In verschiedener Hinsicht, was den persönlichen Lebensentwurf und die ganze menschliche Existenz betrifft. Details kann ich nicht öffentlich ausbreiten, dafür bitte ich um Verständnis. Jedenfalls wäre ich heut sicher rein menschlich gesehen besser dran, wenn mir der Glaube oder manche Konsequenz daraus öfter mal wurscht gewesen wäre.
Und das waren Konsequenzen der spezifisch römisch-katholischen Glaubensinhalte deines Glaubens? Konsequenzen, die ein evangelischer oder orthodoxer Christ, der seinem Glauben folgt, nicht fürchten müsste?
(Eine durchaus interessante Frage, deren Antwort kurz und knapp keine Nähkästchenplauderei erfordert)
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Dienstag 22. Juli 2014, 18:52

Ralf hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Er kostet mich seit Jahrzehnten immer wieder neu einen hohen Preis, es ist mittlerweile ein tatsächlich nicht nur geschenkter, sondern auch übel "er-littener" Glaube.
Wieso denn das?
In verschiedener Hinsicht, was den persönlichen Lebensentwurf und die ganze menschliche Existenz betrifft. Details kann ich nicht öffentlich ausbreiten, dafür bitte ich um Verständnis. Jedenfalls wäre ich heut sicher rein menschlich gesehen besser dran, wenn mir der Glaube oder manche Konsequenz daraus öfter mal wurscht gewesen wäre.
Und das waren Konsequenzen der spezifisch römisch-katholischen Glaubensinhalte deines Glaubens? Konsequenzen, die ein evangelischer oder orthodoxer Christ, der seinem Glauben folgt, nicht fürchten müsste?
(Eine durchaus interessante Frage, deren Antwort kurz und knapp keine Nähkästchenplauderei erfordert)
Wenn ich das jetzt konkret beantworte, ist es doch Nähkästchenplauderei ... :tuete: sowohl für einen orthodoxen wie auch für einen evangelischen Christen hätten sich manche Probleme wahrscheinlich erst gar nicht gestellt; und wenn, dann hätten beide zumindest rechtlich weit weniger Scherereien damit, die Probleme zu lösen. Aus rein menschlicher Sicht wär es vermutlich für sie genauso (gewesen) wie für mich.
Insofern sind es tatsächlich Konsequenzen, die sich spezifisch aus der römisch-katholischen Glaubens- und Sittenlehre ergeben haben, in ganz unterschiedlichen Bereichen und Lebensabschnitten.
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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Tinius » Dienstag 22. Juli 2014, 18:58

TillSchilling hat geschrieben:
Du lernst Aspekte des katholischen Glaubenslebens kennen, die den meisten Taufscheinkatholiken selber unbekannt sind. Gerade für dich, dem offensichtlich die römisch-katholische Sakramentologie ein Ärgernis ist und der schon den Begriff Heilige Kommunion nicht ertragen kann, kann es hilfreich sein, wirklich zu wissen was du ablehnst.
Ich habe einige Bücher von Karl-Heinz Menke durchgearbeitet:

- Sakramentalität: Wesen und Wunde des Katholizismus

- Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie

- Das Kriterium des Christseins. Grundriss der Gnadenlehre

Mit der Sakramentslehre kenne ich mich ordentlich aus...Ersteres Buch ist aber wirklich sehr empfehlenswert, weil Menke hier den Finger auf die Wunde der katholischen Realität legt.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 22. Juli 2014, 19:55

Tinius hat geschrieben:... von Karl-Heinz Menke:

- Sakramentalität: Wesen und Wunde des Katholizismus
[...]
Mit der Sakramentslehre kenne ich mich ordentlich aus...Ersteres Buch ist aber wirklich sehr empfehlenswert, weil Menke hier den Finger auf die Wunde der katholischen Realität legt.
Kannst Du kurz seine Positionen umreißen, und was daran für Dich wichtig ist ?
Das interessiert mich vor allem in der Hinsicht, dass ich meine eigene sakramentale Praxis und mein Verständnis der Sakramente auf "vergessene Aspekte" abklopfen möchte.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von overkott » Dienstag 22. Juli 2014, 21:03

Reinhard hat geschrieben:
Tinius hat geschrieben:... von Karl-Heinz Menke:

- Sakramentalität: Wesen und Wunde des Katholizismus
[...]
Mit der Sakramentslehre kenne ich mich ordentlich aus...Ersteres Buch ist aber wirklich sehr empfehlenswert, weil Menke hier den Finger auf die Wunde der katholischen Realität legt.
Kannst Du kurz seine Positionen umreißen, und was daran für Dich wichtig ist ?
Das interessiert mich vor allem in der Hinsicht, dass ich meine eigene sakramentale Praxis und mein Verständnis der Sakramente auf "vergessene Aspekte" abklopfen möchte.
Menke muss sich die besänftigende Frage stellen lassen, ob sein Reideologisierungsversuch im Aufschäumen des 19. Jahrhunderts dem katholischen Anliegen allgemeiner Einheit in Vielfalt statt eines Rückzugs in den Elfenbeintum reiner Lehre gerecht wird. Er tut sich schwer mit einer Theologie des Wortes, das Gottes Geheimnis in menschlicher Sprache offenbart und verwechselt aufgrund mangelnder Sprachreflexion ( linguistic turn ) selbst die Begriffe Wahrheit ( Transzendenz ) und Wirklichkeit ( Immanenz ). Steile Thesen wie: "Sakramentale Einheit ist stets sichtbare Einheit." sind im Licht der Vulgata und analoger Bibelübersetzungen nicht haltbar. Das soll jedoch nicht heißen, dass Menke nichts beitragen würde zur Debatte über die Fehler der Kirchenspaltung.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Ralf » Mittwoch 23. Juli 2014, 08:58

ovi, Du hast von Menke einfach nichts gelesen oder nichts verstanden (und auch nichts gehört, seine Vorträge sind erste Sahne). Ich vermute ersteres.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von overkott » Mittwoch 23. Juli 2014, 09:41

Lies nicht meine Texte, wenn du sie nicht verstehen willst. Prüf nicht meine Zitate, wenn du nicht wissen willst, welche Bücher du nicht gelesen hast. Glaub was du willst. Sei weiter albern, raf :narr:

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Clemens » Mittwoch 23. Juli 2014, 13:48

taddeo hat geschrieben:Ich möchte da wieder einmal an das Kreuzgang-Treffen in Vierzehnheiligen erinnern, wo sich viele von uns erstmals persönlich begegnet sind, und unter vielen eine herzliche gegenseitige Wertschätzung entstand, über alle Konfessionsgrenzen hinweg. Für mich persönlich möchte ich da nur asderrix, Nassos oder Ewald nennen, mit denen ich inhaltlich absolut nicht auf einer Wellenlänge liege, die aber in ihrer festen Glaubensüberzeugung und als überaus nette Menschen meine höchste Achtung genießen.
Und danach ist uns ein bisschen die Lust am Klingenkreuzen vergangen, weil es sich doch anders streitet, wenn man den bisher unsichtbaren Gegner als solch netten Menschen kennen gelernt hat.
(Ich z. B. habe es seither nicht mehr fertig gebracht, Ewald für seine Ansichten so heftig runterzuputzen, wie er es m.E. verdient hätte ;-) )

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 23. Juli 2014, 14:17

Clemens hat geschrieben:Ich z. B. habe es seither nicht mehr fertig gebracht, Ewald für seine Ansichten so heftig runterzuputzen, wie er es m.E. verdient hätte ;-)
Du musst dich halt anstrengen.

Wer sich so offensichtlich dem Hass hingibt kann kein guter Mensch sein.

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Clemens » Mittwoch 23. Juli 2014, 14:29

Wer ist schon gut... :roll:

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Marcus » Mittwoch 23. Juli 2014, 14:32

Jesus von Nazareth. Denn alle anderen haben gesündigt.
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Clemens » Mittwoch 23. Juli 2014, 14:38

Marcus hat geschrieben:Jesus von Nazareth. Denn alle anderen haben gesündigt.
(fast alle ! ;D )

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von Sarandanon » Mittwoch 23. Juli 2014, 15:32

Clemens hat geschrieben:Und danach ist uns ein bisschen die Lust am Klingenkreuzen vergangen, weil es sich doch anders streitet, wenn man den bisher unsichtbaren Gegner als solch netten Menschen kennen gelernt hat.
(Ich z. B. habe es seither nicht mehr fertig gebracht, Ewald für seine Ansichten so heftig runterzuputzen, wie er es m.E. verdient hätte ;-) )
:D

Tja, das ist der "Anonym-im -Netz-Effekt", der sich in den meisten Fällen in der persönlichen Begegnung wieder aufhebt - übrigens in beide Richtungen. Da kann man bestimmt erstaunliche Dinge erleben, die man nicht für möglich hielt. Die Aura eines Menschen lässt sich nicht durch geschriebene Worte ersetzen.

Trotzdem muss man sich wohl immer fragen: Wodurch wird jetzt der wahre Kern des Charakters sichtbar - hier in der Anonymität oder in der offenen persönlichen Begenung?
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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Re: Warum werden wir nicht katholisch?

Beitrag von taddeo » Mittwoch 23. Juli 2014, 15:46

TillSchilling hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Ich z. B. habe es seither nicht mehr fertig gebracht, Ewald für seine Ansichten so heftig runterzuputzen, wie er es m.E. verdient hätte ;-)
Du musst dich halt anstrengen.

Wer sich so offensichtlich dem Hass hingibt kann kein guter Mensch sein.
"Haß" ist das keiner, was bei Ewald rüberkommt. Beißender Sarkasmus, ja. Langjährig ernüchterter Realismus, vermutlich. Aber kein Haß, denke ich. Und ob Ewald ein guter Mensch ist, wird der Herrgott beurteilen - ein netter war er in Vierzehnheiligen in jedem Fall.
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