500 Jahre Reformation

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

Moderator: asderrix

500 Jahre Reformation - Grund zur Freude?

Für mich ausnahmslos Grund zur Freude!
11
12%
Für mich nur bedingt ein Grund zur Freude!
7
7%
Für mich kein Grund zur Freude.
54
57%
Es gab gute Gründe, aber ich leide unter der Trennung!
18
19%
Mir egal!
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 94

Fragesteller
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Fragesteller » Dienstag 10. Juni 2014, 11:30

Pilgerer hat geschrieben:Es wäre durchaus möglich gewesen, ordinierte Pfarrerinnen
Nein. Prinzipiell nein.
(Außerdem hast du ein einseitiges Frauenbild.)

Pilgerer
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Pilgerer » Dienstag 10. Juni 2014, 19:40

Fragesteller hat geschrieben:
Pilgerer hat geschrieben:Es wäre durchaus möglich gewesen, ordinierte Pfarrerinnen
Nein. Prinzipiell nein.
(Außerdem hast du ein einseitiges Frauenbild.)
Gott hat den Menschen als familiäres Wesen geschaffen. Dazu gehört auch die geistliche Familie der Christen. Darum sollten die Christen, ob Männer oder Frauen, ermutigt werden, sich als familiäre Glieder der christlichen Kirche zu betrachten. Welche familiäre Rolle kann eine Frau in der Kirche am besten übernehmen? Dies sollte eine gute Frauenordination berücksichtigen.
Wo sie das nicht tut, zwingt sie die Pfarrerinnen dazu, ihre Bedürfnisse nach familiären Leben (auch in der Gemeinde) unerfüllt zu lassen. Das tut niemandem gut, sondern schadet den Frauen vielmehr.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Maurus
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Maurus » Mittwoch 29. Oktober 2014, 22:25

Menschen in Sachsen und Thüringen haben am Reformationstag frei, während Bayern und Hamburger auf die Arbeit müssen. Zumindest im Jahr 217, wenn sich Martin Luthers Thesenanschlag zum 5. Mal jährt, könnte das anders werden.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 36732.html

In der FAS war auch noch ein Artikel über die Insuffizienz der EKD-Planungen zum Reformationsjahr zu lesen. Mal sehen, ob der auch noch online geht.

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Donnerstag 20. Oktober 2016, 11:42

Gottesdienst in der Berliner Marienkirche am Reformationstag zum Auftakt des Reformationsjubiläums 2017

Der Gottesdienst wird live im ARD als Fernsehgottesdienst übertragen. Die persönliche Teilnahme am Gottesdienst ist nur auf Einladung und mit einem gültigen Personalausweis möglich. Mitwirkende: Bischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Bischof Dr. Markus Dröge, Margot Käßmann (EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum), Pfarrer Gregor Hohberg, Landesposaunenchor unter der Leitung von Barbara Barsch, Marienvokalensemble und Deutsche Kammervirtuosen unter der Leitung von Marie-Louise Schneider, Orgel: Dr. LKMD Gunter Kennel, Pantomime: Stefan Wabner
Für diesen Gottesdienst werden zahlreiche nationale und internationale Gäste erwartet. Daher gibt es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Die Teilnahme am Gottesdienst ist nur auf Einladung und mit einem gültigen Personalausweis möglich.

Reformationstag, 31.10.2016, 15 Uhr

Tinius
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Tinius » Donnerstag 20. Oktober 2016, 12:52

Das gemeine Kirchenvolk wird also ausgesperrt, so es sich spontan zu einer Teilnahme entschließen will.
Dann eben in den Dom. Um 19 Uhr mit Kardinal Lehmann...

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Donnerstag 20. Oktober 2016, 12:57

Tinius hat geschrieben:Das gemeine Kirchenvolk wird also ausgesperrt, so es sich spontan zu einer Teilnahme entschließen will.

Ja, aber das ist leider in unserer heutigen Zeit notwendig.

Einmal habe ich in der Kirche zwei Reihen hinter Gauck und seiner Lebensgefährtin gesessen. Es saßen während des Gottesdienstes mehrere Sicherheitspersonen um ihn herum, was irgendwie störte.

Am Reformationstag werden zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten erwarten, so dass deren Sicherheit nur durch die oben erwähnten Maßnahmen gewährleistet ist.

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Montag 24. Oktober 2016, 13:03

"Gott neu vertrauen"

Magazin zum Reformationsjubiläum 217. Lesenswert!

Das Magazin kann heruntergeladen werden:

http://www.gott-neu-vertrauen.de/das-magazin

Petrus
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Petrus » Montag 24. Oktober 2016, 13:25

Dieter hat geschrieben:"Gott neu vertrauen"

Magazin zum Reformationsjubiläum 217. Lesenswert!

Das Magazin kann heruntergeladen werden:

http://www.gott-neu-vertrauen.de/das-magazin
gelesen. Danke Dir für den Link.

was ich mich frage:

meinen die echt, die Kirche sei erst am 31. Oktober 1517 entstanden?

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Montag 24. Oktober 2016, 13:26

Petrus hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:"Gott neu vertrauen"

Magazin zum Reformationsjubiläum 217. Lesenswert!

Das Magazin kann heruntergeladen werden:

http://www.gott-neu-vertrauen.de/das-magazin
gelesen. Danke Dir für den Link.

was ich mich frage:

meinen die echt, die Kirche sei erst am 31. Oktober 1517 entstanden?

meinen die echt, die Kirche sei erst am 31. Oktober 1517 entstanden?[/quote]

Wird das in dem Magazin behauptet?

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Sascha B.
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Sascha B. » Montag 24. Oktober 2016, 15:09

Dieter hat geschrieben:"Gott neu vertrauen"

Magazin zum Reformationsjubiläum 217. Lesenswert!

Das Magazin kann heruntergeladen werden:

http://www.gott-neu-vertrauen.de/das-magazin
Daraus:
Der historisch-kritische Umgang mit der Heiligen
Schrift, die religionsphilosophische Relativierung
der Absolutheit des Christentums,
die Auseinandersetzung
mit den naturwissenschaftlich und
evolutionsbiologisch verstandenen Lebensgrundlagen
u. a. m., all dies ist ein Spezifikum der reformatorischen
Theologie und ihrer Kirchen.
Ich zweifle nach der ersten Seite schon dass ich die ganzen 11 durchhalte.
"Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte." Adolph Kolping

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taddeo
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von taddeo » Montag 24. Oktober 2016, 16:04

Nach dem kurzen Ausschnitt, den du da zitierst, ist es auch offenkundig überflüssig bis ärgerlich, es ganz zu lesen.
Allenfalls aus apologetischen Gründen (man muß ja wissen, wie der Feind tickt, um ihn zu besiegen) könnte es nützlich sein.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von PascalBlaise » Montag 24. Oktober 2016, 16:31

"Feind" und "besiegen" - ist das nicht ein bisschen arg martialisch für unsere evangelischen Mitchristen? :breitgrins: Wie wäre es mit "abgeirrte Schafe" und "auf den rechten Weg zurückführen"?
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Jarom1
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Jarom1 » Montag 24. Oktober 2016, 16:58

Der historisch-kritische Umgang mit der Heiligen
Schrift, die religionsphilosophische Relativierung
der Absolutheit des Christentums,
die Auseinandersetzung
mit den naturwissenschaftlich und
evolutionsbiologisch verstandenen Lebensgrundlagen
u. a. m., all dies ist ein Spezifikum der reformatorischen
Theologie und ihrer Kirchen.
Eine maßlose Unterstellung ist das ... :ja:
Consciousness of sin, certainty of faith, and the testimony of the Holy Spirit

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von taddeo » Montag 24. Oktober 2016, 17:00

PascalBlaise hat geschrieben:"Feind" und "besiegen" - ist das nicht ein bisschen arg martialisch für unsere evangelischen Mitchristen? :breitgrins: Wie wäre es mit "abgeirrte Schafe" und "auf den rechten Weg zurückführen"?
Quod scripsi, scripsi. :ikb_gunsmilie: :ikb_devil2:
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Tinius » Montag 24. Oktober 2016, 17:27

Jarom1 hat geschrieben:
Der historisch-kritische Umgang mit der Heiligen
Schrift, die religionsphilosophische Relativierung
der Absolutheit des Christentums,
die Auseinandersetzung
mit den naturwissenschaftlich und
evolutionsbiologisch verstandenen Lebensgrundlagen
u. a. m., all dies ist ein Spezifikum der reformatorischen
Theologie und ihrer Kirchen.
Eine maßlose Unterstellung ist das ... :ja:
Diese Aussagen in diesem komischen Heftchen sind Schrott.
Passen aber gut z.B. zu dieser ausbildungslosen Grünenpolitikerin ...

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Juergen » Dienstag 25. Oktober 2016, 16:12

Selbst im Kloster Dalheim geht es um Luther.
Dort gibt es die größte Luther Ausstellung in Deutschland außerhalb der ehem. DDR.
http://westfalium.de/2016/10/25/kloster ... sstellung/

Kloster Dalheim zeigt Luther-Ausstellung

Lichtenau-Dalheim – Zum Auftakt des 500. Reformationsgedenkens widmet sich das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Stiftung Kloster Dalheim, ab 31. Oktober 2016 der Figur Martin Luther in der jüngeren deutschen Geschichte.

Die Ausstellung … ist bundesweit eine der ersten großen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsgedenken, die größte im Westen Deutschlands, und läuft bis 12. November 2017.
Gruß
Jürgen

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ziphen
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von ziphen » Montag 31. Oktober 2016, 18:10

Sehr ärgerlich ist, dass idea erst heute darauf hinweist.

Idea berichtet über ein interessantes Projekt evangelischer Theologiestudenten. Sie wollen
auf „Missstände“ in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufmerksam machen. Dafür haben sie die 95 Thesen des Reformators Martin Luther (1483–1546) umgeschrieben und an die aktuelle Situation angepasst. Einer der Initiatoren, Tobias Kolb (Krelingen), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die EKD befindet sich in einer problematischen und reformbedürftigen Lage. Deswegen wollen wir zu einer Umkehr zur wahren Botschaft anregen, dass Jesus Christus der einzige Weg zum Vater ist.“
Projektseite: Bekenntnis95

Ich denke: lobenswert, womöglich überfällig, aber höchstwahrscheinlich nutzlos.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Montag 31. Oktober 2016, 18:25

ja, nutzlos!

5 junge Studenten ohne Abschluss und ohne Lebenserfahrung, wahrscheinlich eher evangelikal ausgerichtet.

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Montag 31. Oktober 2016, 18:27

Der heutige Eröffnungsgottesdienst in der St. Marienkirche in Berlin zum Jubiläumsjahr 2017 war gelungen.

Ergreifend die Überreichung der Martin-Luther-Medaille an Kardinal Lehmann!

Dieter
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Dieter » Montag 31. Oktober 2016, 18:51

Papst Franziskus in Lund:
Erzbischöfin in Lund zum Papstbesuch beim Reformationsgedenken "Gemeinsame Freude über das Evangelium"

Es gehe nicht darum, Instutionen zu verschmelzen, sagt Erzbischöfin Antje Jackelén domradio.de zum Reformationsgedenken. "Es geht darum, dass wir uns alle gemeinsam zu Christus bekennen." Den Papst kennt sie schon. "Eine sehr positive Begegnung."

domradio.de: Der Papst hat gestern noch getwittert: "Ich bitte euch, für meine Reise nach Schweden zu beten, damit dies der Einheit aller Christen zuträglich sein mag." Es klingt nach dem Wunsch nach einer wiedervereinten Kirche. Oder wie sehen Sie das?

Antje Jackelén (Erzbischöfin von Schweden): Das klingt erstmal danach, dass wir da auch im Gebet vereint sind. Ich glaube, es sind viele, die dafür beten, dass dieser Tag ein gutes Signal ist, ein Signal der Hoffnung für die ganze Christenheit.
https://www.domradio.de/themen/%C3%B6ku ... nsgedenken

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von asderrix » Montag 31. Oktober 2016, 19:47

Dieter hat geschrieben:ja, nutzlos!

5 junge Studenten ohne Abschluss und ohne Lebenserfahrung, wahrscheinlich eher evangelikal ausgerichtet.
Solche xxxxxx Beiträge hätte es vor 500 Jahren auch nach dem Thesenanschlag in einem Forum geben können.
Die Frage bei allem ist: Was hat die EKD von heute noch mit Luther zu tun?"
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von asderrix » Montag 31. Oktober 2016, 19:48

Dieter hat geschrieben:Der heutige Eröffnungsgottesdienst in der St. Marienkirche in Berlin zum Jubiläumsjahr 2017 war gelungen.

Ergreifend die Überreichung der Martin-Luther-Medaille an Kardinal Lehmann!
Ja ein würdiger Beitrag zu Halloween, das Grauen hat einen Namen.
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Sempre
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Sempre » Montag 31. Oktober 2016, 21:20

Dieter hat geschrieben:Ergreifend die Überreichung der Martin-Luther-Medaille an Kardinal Lehmann!
Die hat er sich ja redlich verdient.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Edi
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Edi » Montag 31. Oktober 2016, 21:55

Sempre hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Ergreifend die Überreichung der Martin-Luther-Medaille an Kardinal Lehmann!
Die hat er sich ja redlich verdient.
Stimmt genau, er wollte ja schon seit 1999, daß baldigst Luther als gemeinsamer Lehrer des Glaubens für Katholiken und Protestanten angenommen wird.
Fragt sich nur ob dieser Herr noch nie bei Luther gelesen hat, was auch für den Papst gilt. Die heutigen Protestanten sind ja nicht mehr so extrem wie ein Luther es war, aber auch auf der anderen Seite deutlich von Luther abgekommen zumindest da, wo er auch noch richtige Anschauungen hatte. Wenn er die heutigen ev. Kirchen sehen könnte, würde er im Grab rotieren.

Was bei diesen ganzen Feiern oder Nichtfeiern kaum oder gar nicht bedacht wird, ist dies, daß die Glaubenssubstanz in beiden grossen Kirchen sehr, sehr abgenommen hat, bei den Protestanten noch mehr als bei den Katholiken.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 2. November 2016, 14:26

Erstaunlich, wieviele hier Panik vor ein bisschen Ökumene zu haben scheinen.
Glaubt Ihr, die Protestanten tun uns was?
Wovor konkret habt ihr Angst?
Viele scheinen einen mentalen Filter entwickelt zu haben.
Es wird regelrecht gesucht nach Nachrichten der Art
"Welchen Bock hat Kirchenoffizieller XYZ jetzt schon wieder geschossen?"
Nur noch entsprechende Meldungen werden überhaupt rezipiert,
Positives wird konsequent ausgeklammert. Man unterstellt der Hierarchie
(ausgenommen einige standhafte Bischöfe wie Sarah, Burke, evtl. Müller, was weiß ich)
eine systematische (!) Salamitaktik mit dem finalen Ziel der Schaffung einer protestantisierten christlichen Einheitsreligion.
Das ist absurd, aber vermutlich eine Konsequenz aus zuviel KG, katholisches.info und Konsorten.
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Siard » Mittwoch 2. November 2016, 14:40

PascalBlaise hat geschrieben:Man unterstellt der Hierarchie
(ausgenommen einige standhafte Bischöfe wie Sarah, Burke, evtl. Müller, was weiß ich)
eine systematische (!) Salamitaktik mit dem finalen Ziel der Schaffung einer protestantisierten christlichen Einheitsreligion.
Das ist absurd, aber vermutlich eine Konsequenz aus zuviel KG, katholisches.info und Konsorten.
Das ist natürlich absurd! Es geht um die Schaffung einer nichtchristlichen Einheitsreligion. :P

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von taddeo » Mittwoch 2. November 2016, 14:45

PascalBlaise hat geschrieben:Glaubt Ihr, die Protestanten tun uns was?
Das Problem, das (nicht nur) ich mit dieser Art von "Ökumene" habe, ist dies: In aller Regel wird im Zuge dieser Ökumene erwartet, daß wir Katholiken Positionen der Protestanten "anerkennen" sollen, und zwar möglichst kritiklos und auch solche, die mit der Substanz der katholischen Glaubenslehre absolut unvereinbar sind und höchstlehramtlich als Häresien verurteilt wurden. Im Gegenzug ist nie auch nur der Funke einer Bereitschaft erkennbar, daß seitens der Protestanten katholische Positionen anerkannt werden könnten, und seien sie noch so harmlos oder biblisch begründet.

Entschuldige, aber so geht's halt einfach nicht. Nicht mal, wenn es der Papst höchstpersönlich vormacht. In der Wirtschaft nennt man sowas wohl "feindliche Übernahme".
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 2. November 2016, 15:02

taddeo hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Glaubt Ihr, die Protestanten tun uns was?
Das Problem, das (nicht nur) ich mit dieser Art von "Ökumene" habe, ist dies: In aller Regel wird im Zuge dieser Ökumene erwartet, daß wir Katholiken Positionen der Protestanten "anerkennen" sollen, und zwar möglichst kritiklos und auch solche, die mit der Substanz der katholischen Glaubenslehre absolut unvereinbar sind und höchstlehramtlich als Häresien verurteilt wurden. Im Gegenzug ist nie auch nur der Funke einer Bereitschaft erkennbar, daß seitens der Protestanten katholische Positionen anerkannt werden könnten, und seien sie noch so harmlos oder biblisch begründet.

Entschuldige, aber so geht's halt einfach nicht. Nicht mal, wenn es der Papst höchstpersönlich vormacht. In der Wirtschaft nennt man sowas wohl "feindliche Übernahme".
Volle Zustimmung. Was ich ermüdend finde, ist die oft als bewiesen angenommene Zurückführung der meisten Probleme, die der heutige Ökumenismus mit sich bringt,
auf eine angebliche konzertierte Anstrengung von Freimaurern, "übergelaufenen" hohen Kirchenfunktionären, sowieso den Protestanten,
immer mit dem Ziel der schrittweisen "Zersetzung" der Una Sancta von innen. Pah!
Es wird aber nie explizit gesagt, wer dahintersteckt und vor allem, was die Motivation dazu sein soll.
Unumstösslich steht aber fest: Es gibt diesen Masterplan.
Vogelwilde Schlumpfungen eben.
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 2. November 2016, 15:09

He, was soll das, wer hat meinen Post editiert? "Schlumpfungen"? Ich hatte geschrieben:

Vogelwilde Schlumpfungen eben.
Haha... anscheinend gibts hier eine Art mapping
V e r s c h w ö r u n g s t h e o r i e => Schlumpfung
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von RomanesEuntDomus » Mittwoch 2. November 2016, 15:13

Aha, eine Vеrschwörungsthеоriе also.

Das ist nicht das einzige Wort, das hier durch den Autozensor geblockt wird. (Man kann das Spielzeug aber leicht umgehen.)
Patriotism is the last refuge of a scoundrel.
(Samuel Johnson, 1709-1784)

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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Jarom1 » Mittwoch 2. November 2016, 15:26

taddeo hat geschrieben:
PascalBlaise hat geschrieben:Glaubt Ihr, die Protestanten tun uns was?
Das Problem, das (nicht nur) ich mit dieser Art von "Ökumene" habe, ist dies: In aller Regel wird im Zuge dieser Ökumene erwartet, daß wir Katholiken Positionen der Protestanten "anerkennen" sollen, und zwar möglichst kritiklos und auch solche, die mit der Substanz der katholischen Glaubenslehre absolut unvereinbar sind und höchstlehramtlich als Häresien verurteilt wurden. Im Gegenzug ist nie auch nur der Funke einer Bereitschaft erkennbar, daß seitens der Protestanten katholische Positionen anerkannt werden könnten, und seien sie noch so harmlos oder biblisch begründet.

Entschuldige, aber so geht's halt einfach nicht. Nicht mal, wenn es der Papst höchstpersönlich vormacht. In der Wirtschaft nennt man sowas wohl "feindliche Übernahme".
Als Protestant sehe ich dies prinzipiell genauso. Ökumene bedeutet für mich, dass Christen aller Konfessionen - angesichts der zunehmenden Säkularisierung und des verstärkten Auftretens des Islams in Europa - stärker zusammenarbeiten sollen bzw. müssen. Dies bedeutet aber nicht, die Inhalte der jeweiligen Konfessionen zu "verwässern", sondern sich der Unterschiede bewusst zu sein. Ein Aufgeben der Positionen bringt uns auch nicht weiter.
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Juergen
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Re: 500 Jahre Reformation

Beitrag von Juergen » Mittwoch 2. November 2016, 16:50

Jarom1 hat geschrieben:Ein Aufgeben der Positionen bringt uns auch nicht weiter.
Da hast Du recht. Das gilt auch für die andere Seite. ;D
Jesus, Du wahres Licht, welches einen jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt: mach doch, daß die Finsternisse der Ketzereien und Irrtümer verscheucht werden und alle das Licht Deiner Wahrheit erkennen. Du guter Hirt, der Du Dein Leben für die Schafe gegeben hast, beschütze Deine Herde und verteidige sie gegen die Gewalt und Nachstellungen derer, die in Schafskleidern kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. Gib, daß alle Irrenden in den Schoß der wahren Kirche zurückkehren, daß alle einen Hinrten anerkennen und auf dem ganzen Erdkreise ein Hirt und eine Herde sei. Bleib bei und, o Herr, denn Du hast ja gesagt: „Ich bin bei euch bis ans Ende der Welt.“ Zeige, daß Deine Kirche auf einen Felsen gebaut ist, und daß die Pforten der Hölle nichts wieder sie vermögen.

Vater unser…

Gegrüßet…

Nimm, wir bitten Dich, o Herr, versöhnt das Gebet Deiner Kirche an und verleihe, daß sie nach Vernichtung aller Widerwärtigkeiten und Irrtümer Dir in sicherer Freiheit diene. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.
Gruß
Jürgen

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