Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Amandus2
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Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Amandus2 » Mittwoch 2. Dezember 2009, 13:35

http://www.youtube.com/watch?v=2pvzXJpj ... re=related

Joyce Meyer ist die bekannteste Fernsehpredigerin der Welt. Ihre Sendungen laufen auf 63 Fernsehstationen in 38 Ländern. Ihre Bücher wurden in 8 Sprachen übersetzt und wurden 12 Millionen Mal verkauft. Sie gehört laut "Time" zu den einflußreichsten Evangelikalen der USA. Im November trat sie in Basel auf, wo 9 Besucher kamen.

Joyce Meyer predigt ein Wohlstandsevangelium: Vereinfacht gesagt: Wer Jesus annimmt, wird mit Geld gesegnet. Sie selbst ist das beste Beispiel: Die Zentrale ihres Missionswerkes, die wie ein Luxushotel wirkt, hat 2 Millionen Dollar gekostet. Der Steuerschätzer hatte eine Liste aufgestellt, auf der u.a. ein Paar Dresdener Vasen für 19. Dollar, sechs Kristallvasen für 18.5 Dollar, ein Konferenztisch für 49. Dollar, Holzarbeiten im Büro für 44. usw aufgelistet sind. Für alle Kunstwerke ermittelten die Steuerschätzer einen Wert von 5,7 Millionen Dollar. Ihr Flugzeug kostet 1 Millionen Dollar. Die Vergütung für sich selbst setzte sie in 23 auf 9. Dollar im Jahr fest, für ihren Mann auf 45. Dollar. Laut Geschäftsbericht für 28 hat das Unternehmen einen Umsatz von 112 Millionen Dollar gemacht.

Bei ihrem Auftrag in Basel kamen in der Kollekte 24. Euro zusammen; der Umsatz an den Büchertischen belief sich auf ca. 1. Euro.

Zahlen aus IdeaSpektrum (heutige gedruckte Ausgabe)

Dass so etwas in den USA möglich ist, wundert einen nicht. Dass aber im nüchternen, reformiert geprägten Basel solche Zahlen zusammen kommen, hätte ich nicht geglaubt!

Insgesamt ein weiteres Beispiel für die Amerikanisierung der gewachsenen europäischen Kirchentradition.

Coca-Cola, McDonald's und MTV haben wir ja schon, jetzt kommen die vom Raubtierkapitalismus geprägten amerikanischen "Kirchen".

http://www.joyce-meyer.de/index.php?id=58





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cantus planus
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. Dezember 2009, 15:22

Wer reich werden will, gründet 'ne Sekte. Sowas funktioniert auch unter "kirchlichem" Deckmantel sehr gut. Zahlende Trottel gibt es zuhauf.

cantus, solche Auswüchse verständnislos beäugend.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Clemens » Mittwoch 2. Dezember 2009, 17:52

Soso, Amandus, du liest auch idea; das hätte ich dir kaum zugetraut! :D
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Amandus2 » Mittwoch 2. Dezember 2009, 18:42

Clemens hat geschrieben:Soso, Amandus, du liest auch idea; das hätte ich dir kaum zugetraut! :D


Ich habe die Zeitschrift seit Jahren abonniert und lese sie immer von Anfang bis zum Ende. Früher habe ich mit über 80 % des Inhalts geärgert, heute nur noch über 20-30 %....

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Christ86
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Christ86 » Mittwoch 2. Dezember 2009, 18:46

Amandus2 hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:Soso, Amandus, du liest auch idea; das hätte ich dir kaum zugetraut! :D


Ich habe die Zeitschrift seit Jahren abonniert und lese sie immer von Anfang bis zum Ende. Früher habe ich mit über 80 % des Inhalts geärgert, heute nur noch über 20-30 %....
:kugel:

Warum hast du sie denn weiter abonniert, wenn du dich über 80% des Inhalts geärgert hast? :detektiv:
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Edi » Mittwoch 2. Dezember 2009, 19:09

cantus planus hat geschrieben:Wer reich werden will, gründet 'ne Sekte. Sowas funktioniert auch unter "kirchlichem" Deckmantel sehr gut. Zahlende Trottel gibt es zuhauf.

cantus, solche Auswüchse verständnislos beäugend.
Den Leuten wird ein einzelner passender Bibelsatz vielleicht vom gesegneten und sehr reichen Abraham vorgesetzt oder auch einer aus dem NT oder einer vom Zehnten und schwuppdiupp glauben sie den Schreihälsen und zahlen.
In Tübingen war auch einmal so ein ausländischer Pastor, der alle Leute die Wohnungstürschlüssel hochhalten liess und diese segnete, damit alle, die noch keine eigene Wohung oder ein eigenes Haus hatten, diese bekommen sollten. Eines war klar, der dortige Pstor hat ein schönes Vermögen inzwischen, weil die meisten den Zehnten bezahlen.

Nur kenne ich Leute, die immer brav den Zehnten bezahlt haben und trotzdem bankrott gingen, nur derart Prediger werden immer reicher, so reich, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie mit dem ganzen Geld anstellen sollen.
Der Copland, ein US-Prediger und andere soll ja den Hundertfachen predigen (siehe NT, wo Jesus demjenigen, der ihm nachfolgt einen hundertfachen Segen verspricht), dabei wird der Mann auch reich, nur bei den Zahlenden geht die Rechnung nicht auf.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von tmansor » Mittwoch 2. Dezember 2009, 23:01

Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von tmansor » Mittwoch 2. Dezember 2009, 23:03

Ich hatte idea spektrum auch für einige Zeit abonniert - es war rausgeworfenes Geld. Aber wer's mag ...

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Edi » Mittwoch 2. Dezember 2009, 23:17

tmansor hat geschrieben:Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

Tarec
Schau doch mal das Video auf ihrer deutschen Webseite an, das ist alles etwas für unterbelichtete, dumme Leute. Typisch wie eben wie nicht wenige Pfingstler sind, die die Leute verarschen und ihnen etwas reinschlagen wollen. Sie merken gar nicht wie sehr sie Dummschwätzer sind, weil die dumme Masse sie noch hochhebt und für grosse Glaubenshelden ansieht. Ich kenne genug Leute, die auf derart sich selber in den Mittelpunkt stellende Prediger reinfällt.
Ich kann so etwas nicht mehr hören. Habe diese Schauspieler lange genug gesehen.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. Dezember 2009, 23:28

Die Videos erinnern mich an den üblichen demagogischen Mist, der auf GodTV läuft. Wer noch nicht blöd ist, wenn er das Programm anschaltet, ist es, wenn er nach ein paar Stunden wieder abschaltet.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von tmansor » Donnerstag 3. Dezember 2009, 02:01

Tja :breitgrins: , als Nachtschichtler muss man sich nicht mit "GodTV" herumschlagen, da kommen einem die ganzen Predigersendungen im ganz normalen Kabelprogramm unter - kurz nach den "Low-Budget-Erotik-Filmchen" bei den Privaten bzw. wenn man ungefähr 2000 mal angerufen hat, um genau die eine Stadt zu nennen die kein W, E, R, T, Z, I, O, P, Ü, A, S, D, F, G, H, J, K, Ö, Ä, Y, X, C, V, B, N hat, und dabei die Telefonrechnung um einige Euros hochging, um die versprochenen 200 Euro nicht zu ergattern.

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Linus » Donnerstag 3. Dezember 2009, 11:28

tmansor hat geschrieben:Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

Tarec
Ja. Bibel TV und Godchannel
dort gibts auch Creflo Dollar (sic) und den Täufer mit der "Trinitarischen" Formel: In the Name of the Father, the Son and the Holy BAM."

Zur beruhigung wechsle ich dann auf EWTN oder DMAX.... :D (K-TV würd mich zu sehr aufregen, das ist mir zu süßlich)
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Donnerstag 3. Dezember 2009, 14:46

Die gute Joyce ist zweifellos nervig- aber warum werden ausgerechnet Frauen wie sie hier thematisiert? Kässmann, Donauwellen, "Seherinnen" etc.
Warum werden- um im evangelikalen Bereich zu bleiben- nie Frauen wie Amy Carmichael, Corrie ten Boom, Elisabeth Elliott usw. genannt?
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Amandus2 » Donnerstag 3. Dezember 2009, 15:11

Lioba hat geschrieben:Die gute Joyce ist zweifellos nervig- aber warum werden ausgerechnet Frauen wie sie hier thematisiert? Kässmann, Donauwellen, "Seherinnen" etc.
Warum werden- um im evangelikalen Bereich zu bleiben- nie Frauen wie Amy Carmichael, Corrie ten Boom, Elisabeth Elliott usw. genannt?


Mein Vorschlag: Du -als Frau- machst den Anfang, Lioba!

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Linus » Donnerstag 3. Dezember 2009, 15:19

Lioba hat geschrieben:Die gute Joyce ist zweifellos nervig- aber warum werden ausgerechnet Frauen wie sie hier thematisiert? Kässmann, Donauwellen, "Seherinnen" etc.
Warum werden- um im evangelikalen Bereich zu bleiben- nie Frauen wie Amy Carmichael, Corrie ten Boom, Elisabeth Elliott usw. genannt?
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Christ86 » Donnerstag 3. Dezember 2009, 15:43

Lioba hat geschrieben:Die gute Joyce ist zweifellos nervig- aber warum werden ausgerechnet Frauen wie sie hier thematisiert? Kässmann, Donauwellen, "Seherinnen" etc.
Warum werden- um im evangelikalen Bereich zu bleiben- nie Frauen wie Amy Carmichael, Corrie ten Boom, Elisabeth Elliott usw. genannt?
Hallo Lioba :huhu:

Schön, dass du wieder mal da bist :ja:
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 3. Dezember 2009, 16:27

Weil die lautesten, buntesten und schrillsten Marktschreier zuerst wahrgenommen werden. Das ist ja auch Teil des Geschäftsprinzips.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Donnerstag 3. Dezember 2009, 16:31

Bin wieder da, :ja: :huhu: allerdings mit recht wenig Zeit.
So, habe mal einen entsprechenden Faden aufgemacht. Hoffe allerdings auch auf eure Beiträge.
Es müssen auch nicht nur Evangelikale oder Born-again-Christians sein. Ich habe bewusst diese 3 gewählt, weil sie garnicht in das hier so gerne propagierte Schema der sektiererischen Schreier, Spinner und (Geld-)Sammler passen.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Donnerstag 3. Dezember 2009, 16:34

cantus planus hat geschrieben:Weil die lautesten, buntesten und schrillsten Marktschreier zuerst wahrgenommen werden. Das ist ja auch Teil des Geschäftsprinzips.
Stimmt genau- aber stell dir mal vor, ich würde die katholische Mariologie an Medju oder gar Amsterdam festmachen- das könntest du mir mit Recht vorwerfen, dass ich bewusst negativ selektiere.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 3. Dezember 2009, 19:35

Lioba hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Weil die lautesten, buntesten und schrillsten Marktschreier zuerst wahrgenommen werden. Das ist ja auch Teil des Geschäftsprinzips.
Stimmt genau- aber stell dir mal vor, ich würde die katholische Mariologie an Medju oder gar Amsterdam festmachen- das könntest du mir mit Recht vorwerfen, dass ich bewusst negativ selektiere.
Hab ich doch gar nicht behauptet. :achselzuck:
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von asderrix » Donnerstag 3. Dezember 2009, 21:20

Edi hat geschrieben:
tmansor hat geschrieben:Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

Tarec
Schau doch mal das Video auf ihrer deutschen Webseite an, das ist alles etwas für unterbelichtete, dumme Leute. Typisch wie eben wie nicht wenige Pfingstler sind, die die Leute verarschen und ihnen etwas reinschlagen wollen. Sie merken gar nicht wie sehr sie Dummschwätzer sind, weil die dumme Masse sie noch hochhebt und für grosse Glaubenshelden ansieht. Ich kenne genug Leute, die auf derart sich selber in den Mittelpunkt stellende Prediger reinfällt.
Ich kann so etwas nicht mehr hören. Habe diese Schauspieler lange genug gesehen.
Nein Edi, hab die Gute noch nie gehört gehabt und nun mal rein gehört.
Die Botschaft die sie bringt, wenigstens in der einen Predigt die ich gerade höre, ist nicht schlecht, bereit sein, sich auf Gott zu verlassen, bereit sein los zu gehn, wenn man auch noch nicht weiß
wohin, so wie Abraham.

Das was sie an Geld in ihren Palast gesteckt hat, statt das Notleitenten zu geben, die Verschwendung von Spendengelder für 7 bis 12 rangiges das ist zu verurteilen, da sind wir uns einig.

Ich habe aber jetzt den Eindruck, dass sie mit ihrer Botschaft, die Leute dort abholt wo sie sind, das fehlt sehr oft in unseren Botschaften, egal ob RKK oder Freikirche und deshalb verpassen wir es Menschen Jesus zu zeigen.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Edi » Donnerstag 3. Dezember 2009, 21:57

asderrix hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
tmansor hat geschrieben:Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

Tarec
Schau doch mal das Video auf ihrer deutschen Webseite an, das ist alles etwas für unterbelichtete, dumme Leute. Typisch wie eben wie nicht wenige Pfingstler sind, die die Leute verarschen und ihnen etwas reinschlagen wollen. Sie merken gar nicht wie sehr sie Dummschwätzer sind, weil die dumme Masse sie noch hochhebt und für grosse Glaubenshelden ansieht. Ich kenne genug Leute, die auf derart sich selber in den Mittelpunkt stellende Prediger reinfällt.
Ich kann so etwas nicht mehr hören. Habe diese Schauspieler lange genug gesehen.
Nein Edi, hab die Gute noch nie gehört gehabt und nun mal rein gehört.
Die Botschaft die sie bringt, wenigstens in der einen Predigt die ich gerade höre, ist nicht schlecht, bereit sein, sich auf Gott zu verlassen, bereit sein los zu gehn, wenn man auch noch nicht weiß
wohin, so wie Abraham.

Das was sie an Geld in ihren Palast gesteckt hat, statt das Notleitenten zu geben, die Verschwendung von Spendengelder für 7 bis 12 rangiges das ist zu verurteilen, da sind wir uns einig.

Ich habe aber jetzt den Eindruck, dass sie mit ihrer Botschaft, die Leute dort abholt wo sie sind, das fehlt sehr oft in unseren Botschaften, egal ob RKK oder Freikirche und deshalb verpassen wir es Menschen Jesus zu zeigen.
Wenn du mal in manche Pfingstgemeinden gingst, dann könntest dort dasselbe oder ähnliches erleben. Die erzählen freilich nicht nur Quatsch. Trotzdem wird man dort oft genug verdummt und verarscht und ich glaube nicht, dass Jesus, das auch nur im Geringsten getan hat. Er war das genaue Gegenteil von solchen Predigern. Einige deren Prediger meinen inzwischen, dass ihre Zuhörer so dumm seien, dass sie ihnen einfache Dinge, die jeder versteht, noch mit Bildern und detalllierten Beschreibungen samt Handbewegungen vormachen müssen.
Ich war ja auch schon bei Brüdergemeinden, da hat man so etwas noch nie gesehen. Hinzu kommt noch die Irrlehre des Wohlstandsevangeliums, die den Lehrern selber Millionen einbringt, der armen Witwe, die sparen muss, aber gar nichts. Die kommt auch nie zu Wohlstand entgegen deren Versprechungen. Wie können Gläubige andere so betrügen? Und warum durchschauen das die Betrogenen nicht und bleiben weg von solchen Irrlehrern?
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Peregrin » Donnerstag 3. Dezember 2009, 22:48

Edi hat geschrieben:Und warum durchschauen das die Betrogenen nicht und bleiben weg von solchen Irrlehrern?
mundus vult decipi ergo decipiatur
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Donnerstag 3. Dezember 2009, 23:20

Hab ich doch gar nicht behauptet. :achselzuck:
@ Cantus- du jetzt grad nicht, das stimmt, aber es ist halt so, dass die Negativbeispiele das Richtige und Gute verdunkeln.
@Asderrix - wie können wir das Evangelium wieder mitten ins Leben stellen?
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Donnerstag 3. Dezember 2009, 23:22

@Peregrin. eigentlich wollen die Menschen, die solchen Leuten nachrennen nicht betrogen werden, sondern sie möchten einen Glauben, der in ihrem Alltag Dinge verändert.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Amandus2 » Freitag 4. Dezember 2009, 10:46

Edi hat geschrieben:
asderrix hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
tmansor hat geschrieben:Ohne jede Bewertung: Hat jemand Joyce Meyer schon mal gesehen oder gehört oder gelesen? :pfeif:

Tarec
Schau doch mal das Video auf ihrer deutschen Webseite an, das ist alles etwas für unterbelichtete, dumme Leute. Typisch wie eben wie nicht wenige Pfingstler sind, die die Leute verarschen und ihnen etwas reinschlagen wollen. Sie merken gar nicht wie sehr sie Dummschwätzer sind, weil die dumme Masse sie noch hochhebt und für grosse Glaubenshelden ansieht. Ich kenne genug Leute, die auf derart sich selber in den Mittelpunkt stellende Prediger reinfällt.
Ich kann so etwas nicht mehr hören. Habe diese Schauspieler lange genug gesehen.
Nein Edi, hab die Gute noch nie gehört gehabt und nun mal rein gehört.
Die Botschaft die sie bringt, wenigstens in der einen Predigt die ich gerade höre, ist nicht schlecht, bereit sein, sich auf Gott zu verlassen, bereit sein los zu gehn, wenn man auch noch nicht weiß
wohin, so wie Abraham.

Das was sie an Geld in ihren Palast gesteckt hat, statt das Notleitenten zu geben, die Verschwendung von Spendengelder für 7 bis 12 rangiges das ist zu verurteilen, da sind wir uns einig.

Ich habe aber jetzt den Eindruck, dass sie mit ihrer Botschaft, die Leute dort abholt wo sie sind, das fehlt sehr oft in unseren Botschaften, egal ob RKK oder Freikirche und deshalb verpassen wir es Menschen Jesus zu zeigen.
Wenn du mal in manche Pfingstgemeinden gingst, dann könntest dort dasselbe oder ähnliches erleben. Die erzählen freilich nicht nur Quatsch. Trotzdem wird man dort oft genug verdummt und verarscht und ich glaube nicht, dass Jesus, das auch nur im Geringsten getan hat. Er war das genaue Gegenteil von solchen Predigern. Einige deren Prediger meinen inzwischen, dass ihre Zuhörer so dumm seien, dass sie ihnen einfache Dinge, die jeder versteht, noch mit Bildern und detalllierten Beschreibungen samt Handbewegungen vormachen müssen.
Ich war ja auch schon bei Brüdergemeinden, da hat man so etwas noch nie gesehen. Hinzu kommt noch die Irrlehre des Wohlstandsevangeliums, die den Lehrern selber Millionen einbringt, der armen Witwe, die sparen muss, aber gar nichts. Die kommt auch nie zu Wohlstand entgegen deren Versprechungen. Wie können Gläubige andere so betrügen? Und warum durchschauen das die Betrogenen nicht und bleiben weg von solchen Irrlehrern?


Joyce Meyer gehört wohl nicht zu einer Pfingstgemeinde, sie ist "traditionell evangelikal".

Zum Wohlstandsevangelium:

Aus unserer Sicht sicher mit das Schlimmste, was das Christentum hervor gebracht hat. Wir hier in Mitteleuropa HABEN ja auch den Wohlstand UND Jesus. Es gibt aber Ländern in Afrika und Asien, da haben sie beides nicht!

Wenn man einem verlodderten Familienvater in Lagos, Nigeria, der den ganzen Tag betrunken zu Hause liegt und seine Familie schlägt, zu Jesus bekehrt, wird dieser -wenn alles gut geht- nicht mehr trinken, wird sich waschen, wird dadurch (und mit Hilfe der amerikanischen Missionare) vielleicht eine Arbeitsstelle bekommen und dadurch wirklich zu einem gewissen Wohlstand kommen. Danach wird er vor seiner Gemeinde ein Zeugnis ablegen können: Hallelujah, seitdem Jesus in mein Leben kam, geht es mir besser!

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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Lioba » Freitag 4. Dezember 2009, 11:24

Und tatsächlich geht es ihm besser- weil er einen Sinn für sein Leben gefunden hat und einen soliden Lebensstil entwickelt. Grundsätzlich ist ein tugendhafter Lebensstil auch nützlich. Bloss, was geschieht, wenn in Lagos eine Christenverfolgung ausbräche?
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Edi » Freitag 4. Dezember 2009, 15:14

Lioba hat geschrieben:Und tatsächlich geht es ihm besser- weil er einen Sinn für sein Leben gefunden hat und einen soliden Lebensstil entwickelt. Grundsätzlich ist ein tugendhafter Lebensstil auch nützlich. Bloss, was geschieht, wenn in Lagos eine Christenverfolgung ausbräche?
Da hätten Paulus und Petrus in der heutigen Zeit leben müssen und bei diesen Leuten Unterricht nehmen sollen. Einer dieser Prediger aus Berlin hat ja lange gepredigt russische Christen seien selber schuld gewesen, als sie unter dem Kommunismus verfolgt wurden, denn sie hätten eine falsche Leidenstheologie (so oder ähnlich hat er sich ausgedrückt) gehabt.
Diese Leute merken gar nicht in welchem Hochmut und Übermut sie leben und erfahren auch keinerlei Korrektur.
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von ad_hoc » Sonntag 6. Dezember 2009, 02:31

Man sollte Joyce Meyer in ihrem Anliegen nicht unterschätzen.
Wie ich hörte, soll sie in jungen Jahren ein schweres Leben gehabt haben, und hat sich scheinbar aus eigener Kraft, die sie auf die Gottesvorstellung projizierte, die sie halt zu dieser Zeit bereits hatte, wieder emporgerichtet. Und dies ist ja grundsätzlich schon mal nicht verkehrt, wenn man glaubt, sich auf Menschen nicht verlassen zu können, weil man nur schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht hat, sich dann an etwas aufzurichten, was außerhalb des menschlich Fassbaren liegt.

Natürlich entspricht ihre Gottesvorstellung nicht dem eines gläubigen Katholiken. Ihre Gottesvorstellung entspricht aber weitestgehend dem freier evangelikaler Gruppen, die eben nur die Vorstellung haben, wenn sie Gott anrufen, dann hilft er ihnen, bereits Erfolg im diesseitigen Leben zu haben.
Vorwerfbar ist ihnen, also auch Joyce Meyer, diese Ansicht nicht; sie wissen es eben nicht besser. Vorwerfbar ist Ihnen auch nicht die Vorstellung eines diffusen, unbestimmten und weit entfernten Gottes, der keinem Menschen Schaden zufügen will, der stattdessen den Menschen helfen will, ihre materielle Paradiesvorstellung auf dieser Welt zu erreichen.

Wenn man in den Vorträgen von J. M. jeden Gottesbezug außer Acht lässt, dann ergibt sich, dass sie nichts anderes tut, als den Menschen eine praktische Lebensschulung zu geben, und zwar eine Lebensschulung, die davon ausgeht, dass man sich gut verhält, niemanden hintergeht, nicht lügt etc. etc., und das man alles in dieser Welt erreichen kann mit Gottes Hilfe, wenn man es nur will.
Wir wissen alle, wie viele Menschen es gibt, die ziellos in ihrem Leben hin und her irren, ohne eine feste Vorstellung, ohne eine feste Planung und ohne ein zielgerichtetes Handeln zu kennen.
Joyce Meyer gibt ihnen hierfür ein Rezept, und zwar ein brauchbares; ihre Zuhörer müssen sich halt nur daran halten und dafür auch etwas tun, um ihre Ziele irgendwann verwirklichen zu können.
Wir wissen aber auch, wie vielen Menschen dies tatsächlich gelingt. Aber die Unentschlossenheit und die partielle Handlungsunfähigkeit gerade dieser Menschen kann man Joyce Meyer wirklich nicht zur Last legen, auch wenn sie um diese Schwächen der Menschen weiß. Aber sie weiß, wie es geht - und sie spricht darüber.
Dass sie damit viel Geld verdient; wer will es ihr zum Vorwurf machen?

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Nassos
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von Nassos » Sonntag 6. Dezember 2009, 02:51

OT:

hallo Lioba,

habe Dich "gesehen" und wollte auch Hallo sagen. Hallo :huhu: !!!!!

Zur Frau sage ich nichts :pfeif: Aber wenn sie das geschafft hat, was hier eingangs erzählt wird: "Respekt".

(bei mir hats die Zehennägel fast nach oben weggebogen, als ich "GodTV" las. Das ist schon heftig, wenn man darüber nachdenkt.)

Einen gesegneten Sonntag,
Nassos
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asderrix
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von asderrix » Sonntag 6. Dezember 2009, 12:21

Hallo ad_hoc, ich hoffe es geht dir wieder besser, ich möchte aber dennoch auf deine verwirrten Aussagen eingehn:
ad_hoc hat geschrieben:Natürlich entspricht ihre Gottesvorstellung nicht dem eines gläubigen Katholiken.
Das ist ja nicht notwendig, der Maßstab ist ja die Bibel. Der Segen des neutestamentlichen Gottesvolkes muss auf dem NT gegründet sein, da liegt der Fehler, wenn man denkt aus dem AT (wo ja die rkK auch in vielen ihrer Praktiken hängen geblieben ist) ein Wohlstandsevangelium ableiten zu können.
Gottesvorstellung entspricht aber weitestgehend dem freier evangelikaler Gruppen, die eben nur die Vorstellung haben, wenn sie Gott anrufen, dann hilft er ihnen, bereits Erfolg im diesseitigen Leben zu haben.
Das ist die Vorstellung von charismatischen Kreisen, nicht nur aus dem Lager der evangelisch freikirchlichen Richtung.
Vorwerfbar ist Ihnen auch nicht die Vorstellung eines diffusen, unbestimmten und weit entfernten Gottes,
Diese Vorstellung wirst du in diesen Kreisen (wie in den evangelisch/evangelikalen Kreisen allgemein) auch nicht finden, wie willst du sie ihnen vorwerfen?
der keinem Menschen Schaden zufügen will, der stattdessen den Menschen helfen will, ihre materielle Paradiesvorstellung auf dieser Welt zu erreichen.
AHA, also das Gottesverständnis der rkK sagt aus:
- Gott will den Menschen Schaden zufügen.
- Gott will den Menschen nicht helfen
- materiellen Segen darf man von diesem Gott nicht erwarten.
:panisch: :erschrocken: :aengstlich: :umkuck: :panisch: :heul: :bedrippelt: :panisch:
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!

ad_hoc
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Re: Joyce Meyer - Predigerin des Wohlstandsevangeliums

Beitrag von ad_hoc » Montag 7. Dezember 2009, 01:48

Hallo asderrix

Natürlich hast Du Recht in Deiner Kritik. Beachte aber auch bitte, dass ich nicht von meinen Vorstellungen, sondern von deren Vorstellungen ausgegangen bin. Diese Vorstellungen sind in diesen Kreisen ziemlich identisch, sowie ich diese aus meinen bisherigen Erfahrungen (aus reiner Neugierde) beurteilen kann.
Aufgrund Deines sicher berechtigten Einwurfs lasse ich also die evangelisch/evangelikanen Kreise draußen vor. Allerdings glaube ich auch nicht, dass Joyce Meyer sich charismatischen Kreisen zugeordnet fühlen möchte.
Und was Deine Auffassung von der Bibel (NT) als Maßstab anbelangt, so hat man dort eben seine eigene Art und Weise der Auslegung, die nicht mit unserer Auslegung übereinstimmen muß, wie man ja vielerorts erkennen kann.
Übrigens wird von besagten Kreisen zur Begründung des Wohlstandsevangeliums eher das NT als das AT herangezogen.

Gruß, ad_hoc
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