Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

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Kleinwald
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Mittwoch 19. Juni 2013, 14:46

Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Clemens » Mittwoch 19. Juni 2013, 15:02

Was willst du denn wissen?

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Mittwoch 19. Juni 2013, 15:19

Clemens hat geschrieben:Was willst du denn wissen?
Nur ganz allgemein, was die so machen - die Internetseite gibt ja nur über einmal jährlich stattfindende Konvente Auskunft -, wie groß, wo etc.
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Dieter » Mittwoch 19. Juni 2013, 15:39

http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisc ... uderschaft

etabliert, konservativ, seriös

von der Spiritualität her in etwa mit der SELK vergleichbar

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Clemens » Mittwoch 19. Juni 2013, 16:24

Danke, Dieter! Weißt du, Kleinwald, jetzt, was du wissen wolltest? Oder sind noch wesentliche Fragen offen?

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Mittwoch 19. Juni 2013, 22:35

Danke Dieter und Clemens, den Wikipediaeintrag hab ich beim googeln wohl übersehen. Liegt wohl an der Hitze :tuete:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von tanatos » Donnerstag 20. Juni 2013, 14:45

Dieter hat geschrieben:http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisc ... uderschaft

etabliert, konservativ, seriös

von der Spiritualität her in etwa mit der SELK vergleichbar
Nun ja, nicht allein mit der SELK vergleichbar.
Das ist eine lutherische Gruppe, die meinem Eindruck nach nicht dem blinden Konfessionalismus frönt, dem man teil ja auch in der SELK antrifft, sondern schon bewußt ökumenisch offen ist, ohne dabei die lutherischen Wurzeln zu vergessen bzw. zu kappen.
Das lutherische Bekenntnis wird eindeutig katholisch interpretiert.
Von der Frömmigkeit her kommt die Bruderschaft m.E. dem nahe, was in der Braunschweiger Brüdernkirche üblich ist:
Die Bruderschaft ist LUTHERISCH UND HOCHKIRCHLICH zugleich.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von asmussen » Donnerstag 20. Juni 2013, 16:53

Weiß jemand wie groß die Bruderschaft ungefähr ist? Über die Mitgliederzahl schweigen sich alle mir bekannten Quellen leider aus.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von pneumatikos » Sonnabend 29. Juni 2013, 23:27

Lutheraner hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:[quote=""Ökumenisches Rogate-Kloster""]Freitag, 17. Juni 211, 19.3 Uhr, Rogate-Vesper zur Eröffnung des schwul-lesbischen Stadtfestes 211. Predigt: Superintendentin Birgit Klostermeier, Schöneberg
Urks.
Das ist nicht verwunderlich.[/quote]

Was ist nicht verwunderlich?
Dieses Rogate Kloster wurde jetzt am 25.6. ofiziell von der EKBO anerkannt. ( http://rogatekloster.wordpress.com/ )
Auch dieses Jahr haben sie sich wieder am Lesbischwulen Stadtfest beteiligt. ( http://rogatekloster.wordpress.com/213 ... die-ohren/ )

Für dieses "Kloster" gibt es ja von höchster politischer und z.t. auch kirchlicher Seite nur Lob (wozu mir spoantan das JEsus-Wort "Wehe euch, denen jedermann wohlredet" einfällt).

Es handelt sich meiner Meinung nach gewissermaßen um ein trojanisches Pferd, welches die Kirchen mit Gender/HOmo-Ideologie durchsetzen will.

Und es zeigt mal wieder, dass nicht alles was sich "liturgisch" und "hochkirchlich" gibt, auch rechtgläubig sein muss!
Um rechtgläubig zu sein muss auch die ETHIK mit den Maßstäben von GOTTES WORT übereinstimmen!
Ich bin kein Gnostiker, auch wenn dies mein Username suggeriert.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Dieter » Sonntag 30. Juni 2013, 08:22

pneumatikos hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:[quote=""Ökumenisches Rogate-Kloster""]Freitag, 17. Juni 211, 19.3 Uhr, Rogate-Vesper zur Eröffnung des schwul-lesbischen Stadtfestes 211. Predigt: Superintendentin Birgit Klostermeier, Schöneberg
Urks.
Das ist nicht verwunderlich.
Was ist nicht verwunderlich?
Dieses Rogate Kloster wurde jetzt am 25.6. ofiziell von der EKBO anerkannt. ( http://rogatekloster.wordpress.com/ )
Auch dieses Jahr haben sie sich wieder am Lesbischwulen Stadtfest beteiligt. ( http://rogatekloster.wordpress.com/213 ... die-ohren/ )

Für dieses "Kloster" gibt es ja von höchster politischer und z.t. auch kirchlicher Seite nur Lob (wozu mir spoantan das JEsus-Wort "Wehe euch, denen jedermann wohlredet" einfällt).

Es handelt sich meiner Meinung nach gewissermaßen um ein trojanisches Pferd, welches die Kirchen mit Gender/HOmo-Ideologie durchsetzen will.

Und es zeigt mal wieder, dass nicht alles was sich "liturgisch" und "hochkirchlich" gibt, auch rechtgläubig sein muss!
Um rechtgläubig zu sein muss auch die ETHIK mit den Maßstäben von GOTTES WORT übereinstimmen![/quote]



Im Rogate-Kloster sind Schwule und Lesben -wie alle anderen Menschen auch- ganz selbstverständlich willkommen. Wie sollte es auch anders sein?

Das Kloster liegt in Schöneberg, dem Bezirk in Berlin mit dem höchsten Anteil an Schwulen und Lesben, von denen es in der gesamten Stadt mehr als 1. gibt. Keine Kirchengemeinde in Schöneberg, nicht die römisch-katholische, nicht die alt-katholische, nicht die evangelischen Gemeinden, auch nicht die, in der sich die Evangelische Michaelsbruderschaft trifft, grenzt schwule und lesbische Menschen aus. Sie gehören in Schöneberg seit mehr als 1 Jahren zum Leben dazu. Das schwul-lesbische Stadtfest hat sich zum Stadtfest des gesamten Bezirkes entwickelt, zu dem Bewohner aus allen Bevölkerungskreisen kommen.

In der vergangenen Woche besuchten sowohl der alt-katholische Bischof Dr. Ring wie auch der römisch-katholische Weihbischof von Berlin, Bischof Heinrichs, das Rogate-Kloster.


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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Salmantizenser » Sonntag 30. Juni 2013, 11:50

Dieter hat geschrieben:Im Rogate-Kloster sind Schwule und Lesben -wie alle anderen Menschen auch- ganz selbstverständlich willkommen. Wie sollte es auch anders sein?
Gibt es Kirchen, in denen Schwule und Lesben nicht willkommen sind? Das habe ich noch nicht erlebt.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von pneumatikos » Sonnabend 6. Juli 2013, 23:05

Im Rogate-Kloster sind Schwule und Lesben -wie alle anderen Menschen auch- ganz selbstverständlich willkommen. Wie sollte es auch anders sein?

Das Kloster liegt in Schöneberg, dem Bezirk in Berlin mit dem höchsten Anteil an Schwulen und Lesben, von denen es in der gesamten Stadt mehr als 1. gibt. Keine Kirchengemeinde in Schöneberg, nicht die römisch-katholische, nicht die alt-katholische, nicht die evangelischen Gemeinden, auch nicht die, in der sich die Evangelische Michaelsbruderschaft trifft, grenzt schwule und lesbische Menschen aus. Sie gehören in Schöneberg seit mehr als 1 Jahren zum Leben dazu. Das schwul-lesbische Stadtfest hat sich zum Stadtfest des gesamten Bezirkes entwickelt, zu dem Bewohner aus allen Bevölkerungskreisen kommen.
Das ist genauso ähnlich, als wenn in einem Viertel mit viel Alkoholikern ein Frühschoppen abgesegnet würde, mit dem Unterschied, dass Alkoholtrinken nicht zwangsläufig eine Sünde ist....

Aus der Selsbtbeschreibung (Hervorhebung von mir):
Die Berufung. Gott beruft Menschen in die Nachfolge, die sehr verschieden aussehen kann. Manche verspüren den Ruf, in ein Kloster einzutreten. Die Rogate-Gemeinschaft bietet eine Möglichkeit, dieser Berufung zu folgen. Die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft verbindet das eigene Leben mit einer klösterlichen Frömmigkeit, christlichem Engagement und der Bewährung in der Welt. Die Gemeinschaft ermöglicht die Zugehörigkeit zu einem Kloster und gleichzeitig das Führen des Lebens in eigener Verantwortung und Selbstständigkeit im bisherigen Umfeld. Ehelosigkeit und Armut wird von Gemeinschaftmitgliedern nicht verlangt, aber gegenseitiger Respekt, Solidarität mit Notleidenden, dem Kloster und den Geschwistern und die Gestaltung des gemeinsamen Glaubens an Gott in der Liturgie.
http://rogatekloster.wordpress.com/rogate-gemeinschaft/

Warum wird Ehelosigkeit nicht verlangt? Damit sie im Kloster unanständige Sachen treiben können? :kotz:

Ein klösterliches Leben ohne Armut und Ehelosigkeit? Ist das dann überhaupt noch ein "Kloster"? Nein, sondern - wie ich bereits am Anfang erwähnte - ein trojanisches Pferd, dass die Kirchen mit Homo- und Genderideologie unterwandern will. Man hat sich sicherlich nicht umsonst die Hauptstadt ausgesucht, damit man möglichst viele unterschiedliche Kirchen u. Christen damit unterwandern kann.
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von umusungu » Sonnabend 6. Juli 2013, 23:29

pneumatikos hat geschrieben:Ein klösterliches Leben ohne Armut und Ehelosigkeit? Ist das dann überhaupt noch ein "Kloster"?
Es hat im Laufe der Jahrtausende der Kirchengeschichte sehr viele unterschiedliche Arten des religiösen Zusammenlebens gegeben... mit sehr verschiedenen Grundregeln.
Die "evangelischen Räte" sind die weitestverbreiteten - aber nicht die einzigen.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Protasius » Sonntag 7. Juli 2013, 00:25

umusungu hat geschrieben:
pneumatikos hat geschrieben:Ein klösterliches Leben ohne Armut und Ehelosigkeit? Ist das dann überhaupt noch ein "Kloster"?
Es hat im Laufe der Jahrtausende der Kirchengeschichte sehr viele unterschiedliche Arten des religiösen Zusammenlebens gegeben... mit sehr verschiedenen Grundregeln.
Die "evangelischen Räte" sind die weitestverbreiteten - aber nicht die einzigen.
Mag sein, aber wenn sich etwas Kloster nennt, dann sollte da auch Kloster drin sein.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Raphaela » Sonntag 7. Juli 2013, 05:26

Protasius hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
pneumatikos hat geschrieben:Ein klösterliches Leben ohne Armut und Ehelosigkeit? Ist das dann überhaupt noch ein "Kloster"?
Es hat im Laufe der Jahrtausende der Kirchengeschichte sehr viele unterschiedliche Arten des religiösen Zusammenlebens gegeben... mit sehr verschiedenen Grundregeln.
Die "evangelischen Räte" sind die weitestverbreiteten - aber nicht die einzigen.
Mag sein, aber wenn sich etwas Kloster nennt, dann sollte da auch Kloster drin sein.
Es gibt doch auch genügend katholische Gemeinschaften mit verheirateten Eheleuten und Familien. Warum sollte dies kein Kloster sein.
Das finde ich dann ehrlicher, als die die Bielefelder Diakonissen, denn da stelle ich mir zölibatär lebende Schwestern vor, was in Bielefeld aber nicht der Fall ist.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Dieter » Sonntag 7. Juli 2013, 08:46

pneumatikos hat geschrieben:
Im Rogate-Kloster sind Schwule und Lesben -wie alle anderen Menschen auch- ganz selbstverständlich willkommen. Wie sollte es auch anders sein?

Das Kloster liegt in Schöneberg, dem Bezirk in Berlin mit dem höchsten Anteil an Schwulen und Lesben, von denen es in der gesamten Stadt mehr als 1. gibt. Keine Kirchengemeinde in Schöneberg, nicht die römisch-katholische, nicht die alt-katholische, nicht die evangelischen Gemeinden, auch nicht die, in der sich die Evangelische Michaelsbruderschaft trifft, grenzt schwule und lesbische Menschen aus. Sie gehören in Schöneberg seit mehr als 1 Jahren zum Leben dazu. Das schwul-lesbische Stadtfest hat sich zum Stadtfest des gesamten Bezirkes entwickelt, zu dem Bewohner aus allen Bevölkerungskreisen kommen.
Das ist genauso ähnlich, als wenn in einem Viertel mit viel Alkoholikern ein Frühschoppen abgesegnet würde, mit dem Unterschied, dass Alkoholtrinken nicht zwangsläufig eine Sünde ist....

Aus der Selsbtbeschreibung (Hervorhebung von mir):
Die Berufung. Gott beruft Menschen in die Nachfolge, die sehr verschieden aussehen kann. Manche verspüren den Ruf, in ein Kloster einzutreten. Die Rogate-Gemeinschaft bietet eine Möglichkeit, dieser Berufung zu folgen. Die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft verbindet das eigene Leben mit einer klösterlichen Frömmigkeit, christlichem Engagement und der Bewährung in der Welt. Die Gemeinschaft ermöglicht die Zugehörigkeit zu einem Kloster und gleichzeitig das Führen des Lebens in eigener Verantwortung und Selbstständigkeit im bisherigen Umfeld. Ehelosigkeit und Armut wird von Gemeinschaftmitgliedern nicht verlangt, aber gegenseitiger Respekt, Solidarität mit Notleidenden, dem Kloster und den Geschwistern und die Gestaltung des gemeinsamen Glaubens an Gott in der Liturgie.
http://rogatekloster.wordpress.com/rogate-gemeinschaft/

Warum wird Ehelosigkeit nicht verlangt? Damit sie im Kloster unanständige Sachen treiben können? :kotz:

Ein klösterliches Leben ohne Armut und Ehelosigkeit? Ist das dann überhaupt noch ein "Kloster"? Nein, sondern - wie ich bereits am Anfang erwähnte - ein trojanisches Pferd, dass die Kirchen mit Homo- und Genderideologie unterwandern will. Man hat sich sicherlich nicht umsonst die Hauptstadt ausgesucht, damit man möglichst viele unterschiedliche Kirchen u. Christen damit unterwandern kann.


"Warum wird Ehelosigkeit nicht verlangt? Damit sie im Kloster unanständige Sachen treiben können? :kotz:"


Genau so wird es sein! Pneumatikos hat es richtig erkannt: Der einzige Grund, dass Menschen in das Rogate-Kloster eintreten, ist der, dass sie dort unanständige Sachen treiben können! Nur aus diesem Grund nehmen sie die regelmäßigen Gebetszeiten, die finanzielle Opfer, die sie bringen, um dieses Kloster zu unterstützen, die Suppenküche für die Obdachlosen und andere Mühen in Kauf.

:patsch: :patsch: :patsch:

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Dieter » Sonntag 7. Juli 2013, 08:58

In einem anderen Beitrag weiter oben schrieb Pneumatikos:

"Auch ich bin nicht rein in Gedanken,... schon manchmal auf einer Site im Web gelandet, auf der ich besser nicht hätte landen sollen... aber ich kämpfe dagegen an...."

Offensichtlich hat Herr Pneumatikos seine o.a. Aussage über das Rogate-Kloster ("unanständige Sachen treiben") unmittelbar nach einem Besuch auf einer "Site im Web, auf die er besser nicht hätte landen sollen" niedergeschrieben. Wahrscheinlich ist seine Phantasie mit ihm durchgegangen. Er hätte besser eine kalte Dusche nehmen sollen als seine schwülstigen Gedanken hier niederzuschreiben!

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von pneumatikos » Sonntag 7. Juli 2013, 17:16

Dieter hat geschrieben: Mit Zitat antworten Beitrag Verfaßt: Sonntag 7. Juli 2013, 08:58
Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften
In einem anderen Beitrag weiter oben schrieb Pneumatikos:

"Auch ich bin nicht rein in Gedanken,... schon manchmal auf einer Site im Web gelandet, auf der ich besser nicht hätte landen sollen... aber ich kämpfe dagegen an...."

Offensichtlich hat Herr Pneumatikos seine o.a. Aussage über das Rogate-Kloster ("unanständige Sachen treiben") unmittelbar nach einem Besuch auf einer "Site im Web, auf die er besser nicht hätte landen sollen" niedergeschrieben. Wahrscheinlich ist seine Phantasie mit ihm durchgegangen. Er hätte besser eine kalte Dusche nehmen sollen als seine schwülstigen Gedanken hier niederzuschreiben!
Sehr geehrter User "Dieter",

ich habe wirklich überlegt, ob ich ihren Beitrag einem Moderator melde, aber dies dann doch unterlassen, damit eben jener Beitrag nicht noch mehr Aufmerksamkeit erhält.

Ein stilloses Ad-Hominem-(Pseudo-)Argument ohnegleichen.

Warum reden Sie mich eigentlich in der dritten Person an?
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von umusungu » Sonntag 7. Juli 2013, 20:22

Raphaela hat geschrieben:Es gibt doch auch genügend katholische Gemeinschaften mit verheirateten Eheleuten und Familien. Warum sollte dies kein Kloster sein.
Das finde ich dann ehrlicher, als die die Bielefelder Diakonissen, denn da stelle ich mir zölibatär lebende Schwestern vor, was in Bielefeld aber nicht der Fall ist.
Von welchen Diakonissen sprichtst Du?

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Raphaela » Sonntag 7. Juli 2013, 20:51

umusungu hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Es gibt doch auch genügend katholische Gemeinschaften mit verheirateten Eheleuten und Familien. Warum sollte dies kein Kloster sein.
Das finde ich dann ehrlicher, als die die Bielefelder Diakonissen, denn da stelle ich mir zölibatär lebende Schwestern vor, was in Bielefeld aber nicht der Fall ist.
Von welchen Diakonissen sprichtst Du?
Vor drei Jahren habe ich Frauen kennengelernt, die zu den Diakonissen wollten, obwohl sie verheiratet sind. In Bielefeld (oder in der Nähe) ist dies möglich. Im Internet finde ich dazu leider nichts. - Und ich meine natürlich evangelische Diakonissen
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von umusungu » Sonntag 7. Juli 2013, 21:26

Raphaela hat geschrieben:Vor drei Jahren habe ich Frauen kennengelernt, die zu den Diakonissen wollten, obwohl sie verheiratet sind. In Bielefeld (oder in der Nähe) ist dies möglich. Im Internet finde ich dazu leider nichts. - Und ich meine natürlich evangelische Diakonissen
Es gibt das altehrwürdige Diakonissenhaus in Bethel (heute ein Ortsteil von Bielefeld). Wenn im Internet darüber nichts zu finden ist, wage ich mal die Angaben dieser Frauen zu bezweifeln.

Allerdings: warum sollte ein Diakonissen-Mutterhaus sich nicht auch anderen Lebensentwürfen öffnen?
Es gibt bei uns Katholen so viele Möglichkeiten, sich auch als Verheiratete Klöstern oder geistlichen Gemeinschaften anzuschließen ...... vielleicht ist diese Bewegung auch bei den Diakoniisen angekommen.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von tanatos » Montag 8. Juli 2013, 08:46

umusungu hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Vor drei Jahren habe ich Frauen kennengelernt, die zu den Diakonissen wollten, obwohl sie verheiratet sind. In Bielefeld (oder in der Nähe) ist dies möglich. Im Internet finde ich dazu leider nichts. - Und ich meine natürlich evangelische Diakonissen
Es gibt das altehrwürdige Diakonissenhaus in Bethel (heute ein Ortsteil von Bielefeld). Wenn im Internet darüber nichts zu finden ist, wage ich mal die Angaben dieser Frauen zu bezweifeln.

Allerdings: warum sollte ein Diakonissen-Mutterhaus sich nicht auch anderen Lebensentwürfen öffnen?
Es gibt bei uns Katholen so viele Möglichkeiten, sich auch als Verheiratete Klöstern oder geistlichen Gemeinschaften anzuschließen ...... vielleicht ist diese Bewegung auch bei den Diakoniisen angekommen.
Klassisch gab es in Bethel zwei Schwesternschaften:

-die Sarepta-Diakonissen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Diese Diakonissen waren ehelos.
-die Ravensberger Schwesterschaft (gegründet in den 195er Jahren) bestand aus Schwestern, denen die Eheschließung erlaubt war.

Beide Schwesternschaften haben sich (wohl auf dem hintergrund des Nachwuchsmanges) 24 zur Sarepta Schwesternschaft zusammengeschlossen, in der anscheinend offiziell beide Wege möglich sind. (http://www.sarepta.de/.cms/133) Meiner Ansicht nach ist das aber wohl faktisch ein Kaschieren der Auflösung des ehelosen Weges.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Mittwoch 13. November 2013, 08:17

Ich habe mich inzwischen - aus einer eigenen "Suche" heraus" mit der Thematik etwas eingehender beschäftigt, aber irgendwie ist das ganze hochkirchlich-lutherische Spektrum irgendwie undurchsichtig und nebulös. Sicher hat dies seinen Grund auch darin, dass die landeskirchlich-verbeamteten Pfarrer hier in einer dienstrechtlichen Grauzone aggieren.

Der Grad vom homoerotischen Klerikalfasching hin zu einem ernsthaften Bemühen um einen lutherischen Katholizismus scheint auch hier ziemlich schmal zu sein. :hmm:

Vielleicht kann mal etwas - vielleicht ist hier ja sogar jemand Mitglied in so einer Bruderschaft/Gemeinschaft/etc. - Licht ins Dunkel bringen. :geistesblitz:

Hat hier jemand Kontakt zu hochkirchlichen Gemeinschaften oder gehört selbst einer solchen an? Welche sind "ernst" zu nehmen, von welchen würdet ihr eher abraten? Antworten auch gerne per PN :maske:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Raphaela » Mittwoch 13. November 2013, 17:08

Von der Kommunität Beuggen würde ich persönlich abraten. Wenn ein Fest auf dem Gelände der Gemeinschaft ist, wird dort zwar mitgeholfen, dafür aber nicht unbedingt in den Gottesdienst gegangen.
Weiterhin gibt es keine Leitung, einige der Mitglieder sind geschieden oder lassen ihr Kind nur segnen und nicht taufen usw. - Ich weiß nicht, was ich davon halten soll....
Jedenfalls äußert liberal
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von St. Joseph » Donnerstag 14. November 2013, 08:14

Mir scheint die Christ-Katholische Kirche in Deutschland die interessanteste Möglichkeit zu sein.

http://www.christ-katholisch.de

Sie sind katholisch, ökumenisch offen, bekennen sich klar zu Ehe und Familie und kennen doch auch Ordensleben in unterschiedlicher Form.

Hast Du schon einmal Kontakt zu Ihnen aufgenommen?

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Donnerstag 14. November 2013, 08:45

St. Joseph hat geschrieben:Mir scheint die Christ-Katholische Kirche in Deutschland die interessanteste Möglichkeit zu sein.

http://www.christ-katholisch.de

Sie sind katholisch, ökumenisch offen, bekennen sich klar zu Ehe und Familie und kennen doch auch Ordensleben in unterschiedlicher Form.

Hast Du schon einmal Kontakt zu Ihnen aufgenommen?
Ich möchte noch mal betonen, dass es mir um lutherische hochkirchliche Vereinigungen geht, und nicht um ein katholisch sein ohne den Papst.
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 14. November 2013, 08:52

Kleinwald hat geschrieben:Ich habe mich inzwischen - aus einer eigenen "Suche" heraus" mit der Thematik etwas eingehender beschäftigt, aber irgendwie ist das ganze hochkirchlich-lutherische Spektrum irgendwie undurchsichtig und nebulös. Sicher hat dies seinen Grund auch darin, dass die landeskirchlich-verbeamteten Pfarrer hier in einer dienstrechtlichen Grauzone aggieren.

Der Grad vom homoerotischen Klerikalfasching hin zu einem ernsthaften Bemühen um einen lutherischen Katholizismus scheint auch hier ziemlich schmal zu sein. :hmm:

Vielleicht kann mal etwas - vielleicht ist hier ja sogar jemand Mitglied in so einer Bruderschaft/Gemeinschaft/etc. - Licht ins Dunkel bringen. :geistesblitz:

Hat hier jemand Kontakt zu hochkirchlichen Gemeinschaften oder gehört selbst einer solchen an? Welche sind "ernst" zu nehmen, von welchen würdet ihr eher abraten? Antworten auch gerne per PN :maske:
Hier das Original: http://www.hochkirchliche-vereinigung.de/index.htm

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Dieter » Donnerstag 14. November 2013, 08:54

Raphaela hat geschrieben:Von der Kommunität Beuggen würde ich persönlich abraten. Wenn ein Fest auf dem Gelände der Gemeinschaft ist, wird dort zwar mitgeholfen, dafür aber nicht unbedingt in den Gottesdienst gegangen.
Weiterhin gibt es keine Leitung, einige der Mitglieder sind geschieden oder lassen ihr Kind nur segnen und nicht taufen usw. - Ich weiß nicht, was ich davon halten soll....
Jedenfalls äußert liberal


Ich kenne die Kommunität Beuggen nicht, aber grundsätzlich muss es in einer evangelischen Gemeinschaft möglich sein, neue Formen des Zusammenlebens zu finden. Genau so ist es auch mit dem Rogate-Kloster in Berlin. Was jahrhundertelang in alten katholischen Orden wie den Benediktinern und Zisterziensern richtig war, muss nicht 1 : 1 von modernen Kommunitäten übernommen werden. Was in einem abgelegenen Kloster in den Bergen richtig ist, muss nicht für ein modernes Stadtkloster in Berlin-Schöneberg gelten.

Lutheraner sind gerechtfertigt allein durch den Glauben. Äußere Formen sind zweitrangig. Das hat schon Luther immer wieder betont. Warum also soll es nicht möglich sein, dass Männer und Frauen in einem Kloster zusammen leben, Zölibatäre und Nicht-Zölibatere, Verheiratete und Singels? Warum können nicht einige ihr Leben lang in einem solchen Kloster bleiben, andere aber nur für einige Jahre?

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Kleinwald » Donnerstag 14. November 2013, 09:03

Florianklaus hat geschrieben:Hier das Original: http://www.hochkirchliche-vereinigung.de/index.htm
Hast du selbst Erfahrungen mit denen? Gerne auch per PN! :detektiv:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Clemens » Donnerstag 14. November 2013, 09:13

Ich war viele Jahre in der Peters- und Pauls-Bruderschaft um Peter Beyerhaus.
Sie ist auch in Franken aktiv. Per PN (oder besser noch per Telefon) kann ich dich beraten, wenn es dich wirklich interessiert.

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Florianklaus
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Re: Hochkirchliche und sonstige evang. Ordensgemeinschaften

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 14. November 2013, 09:19

Einen guten Eindruch macht auch: http://www.stmichael-online.de/ Scheint es aber nur regional in Cottbus zu geben.

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