Christus-Rosenkranz

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

Moderator: asderrix

TillSchilling
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 14. Oktober 2009, 16:57

Moe's hat geschrieben: :roll: Warum macht Ihr denn eigentlich aus Eurer Kirchenzugehörigkeit ständig solche Geheimnisse?
Weil viele auf der Suche sind. So wie du.
Moe's hat geschrieben: :achselzuck: Wenn Ihr in einer Gemeinde/Kirche seid, die Ihr einem Suchenden :detektiv: wie mir weiterempfehlen könnt, dann immer her mit den Infos.
Also ich könnte dir da ein paar im Grossraum London empfehlen. Interessiert?

Ich empfehle dir, ihres Bekenntnisses und der guten Theologie wegen, dich entweder einer lutherischen Freikirche wie ELFK oder SELK anzuschliessen oder einer konservativen, evangelikalen Gemeinde der Landeskirche. Rosenkranz kannst du zu Hause beten.
Moe's hat geschrieben: Auch an KatholischAB gerichtet.
Der hat doch geschrieben dass er Pfarrer der SELK ist. Die dir nächstgelegene Gemeinde wäre wohl Memmingen.

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:03

TillSchilling hat geschrieben:
Moe's hat geschrieben: :roll: Warum macht Ihr denn eigentlich aus Eurer Kirchenzugehörigkeit ständig solche Geheimnisse?
Weil viele auf der Suche sind. So wie du.
Moe's hat geschrieben: :achselzuck: Wenn Ihr in einer Gemeinde/Kirche seid, die Ihr einem Suchenden :detektiv: wie mir weiterempfehlen könnt, dann immer her mit den Infos.
Also ich könnte dir da ein paar im Grossraum London empfehlen. Interessiert?

Ich empfehle dir, ihres Bekenntnisses und der guten Theologie wegen, dich entweder einer lutherischen Freikirche wie ELFK oder SELK anzuschliessen oder einer konservativen, evangelikalen Gemeinde der Landeskirche. Rosenkranz kannst du zu Hause beten.
Moe's hat geschrieben: Auch an KatholischAB gerichtet.
Der hat doch geschrieben dass er Pfarrer der SELK ist. Die dir nächstgelegene Gemeinde wäre wohl Memmingen.
Selk-Pfarrer, ach so. Hatte ich überlesen. Ja genau, vermutlich wird es auch darauf hinauslaufen, ELFK oder evangelikal. Aber London ist mir zu weit. Memmingen auch. :blinker:

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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:11

Moe, :huhu: da biss ja noch! wie Till schon sagte- bin aus der ev. Landeskirche ausgetreten, weil vom Modernismus frustriert und als berufliche, später ehrenamtliche Mitarbeiterin ständig im inneren Konflikt. Die Freikirchen sind mir menschlich sympathisch, aber in Fragen Lehre und Liturgie meilenweit von meiner Überzeugung entfernt.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:13

Lioba hat geschrieben:Moe, :huhu: da biss ja noch! wie Till schon sagte- bin aus der ev. Landeskirche ausgetreten, weil vom Modernismus frustriert und als berufliche, später ehrenamtliche Mitarbeiterin ständig im inneren Konflikt. Die Freikirchen sind mir menschlich sympathisch, aber in Fragen Lehre und Liturgie meilenweit von meiner Überzeugung entfernt.
Und nun? Wo bist Du jetzt??

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:26

Ja, und dann möchte ich mich auch schon wieder aus dem Forum verabschieden, meine Fragen sind ja soweit beantwortet, vielen Dank! Und sorry, wenn ich vielleicht mit einigen Äußerungen zu direkt war oder auch über's Ziel hinausgeschossen habe.
:huhu: :huhu: :huhu: :huhu: :huhu:

TillSchilling
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:32

Schade eigentlich.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 14. Oktober 2009, 17:43

Oooch…wo kommen wir denn da hin, wenn sich jeder, nachdem seine Fragen erst einmal beantwortet sind, wieder verabschiedet? Vielleicht hat ja auch mal jemand eine Frage an Dich? :hmm:
???

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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Mittwoch 14. Oktober 2009, 18:26

Hey, bleib doch ruhig!
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Christ86 » Sonntag 25. Oktober 2009, 12:42

Moe's hat geschrieben:Ja, und dann möchte ich mich auch schon wieder aus dem Forum verabschieden, meine Fragen sind ja soweit beantwortet, vielen Dank! Und sorry, wenn ich vielleicht mit einigen Äußerungen zu direkt war oder auch über's Ziel hinausgeschossen habe.
:huhu: :huhu: :huhu: :huhu: :huhu:
Bist du jetzt eigentlich wirklich gegangen? Wenn ja, warum? Bleib doch :huhu:
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Kleinwald
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Donnerstag 2. Mai 2013, 21:49

Ich möchte diesen Faden einmal ausgraben, auch wenn er zum Ende hin etwas vom eigentlichen Thema abgekommen ist.

Ich bete seit geraumer Zeit den Christusrosenkranz hab es jedoch noch nicht geschafft, in gänzlich in meine. Tagesablauf zu integrieren :traurigtaps:

Gibt's hier überhaupt noch jemanden (nicht-katholischen), der den (Christus)Rosenkranz regelmäßig betet? Und wenn ja, wie integriert ihr ihn in euren Alltag? Oder betet ihr ihn auch nur, wenn gerade einmal Zeit ist?

Desweiteren würde mich interessieren, wie verbreitet die Praxis überhaupt ist. Weiß vielleicht jemand, ob der Christusrosenkranz in der Michaelsbruderschaft, aus der er ja "herausstammt", zum "Standardrepertoire" gehört?
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

ChristineW
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ChristineW » Freitag 3. Mai 2013, 08:54

Hallo, ich bin eine von den "jemand", die den Christus-Rosenkranz betet :)
Aber das "Integrieren in den Alltag", das fällt mir auch schwer - schaffe es nur selten.
Abends bete ich die Komplet und zur Zeit davor auch die Vesper (habe ich in der Fastenzeit begonnen).
Der Christus-Rosenkranz schließt sich manchmal daran an ... aber leider schlafe ich dabei oft ein. Ich bete zur Zeit meist mit den Fingern. Ich habe zwar einen Rosenkranz, aber wenn ich dann einschlafe ... nun ja. Christus-Rosenkranz-Gebete eigenen sich für mich auch in ruhigen Momenten, wenn ich z.B. auf der Terasse liege und die Sonne genieße (es gibt ja keinen Ort, an dem man nicht beten kann :blinker: )
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dieses Gebetsweise zu versuchen - und es war eine kleine Expedition, hier im "Urland der Reformation" einen Rosenkranz zu kaufen. :kugel: Ich wurde angesehen, als hätte ich nach einem fliegenden, rosa Elephanten gefragt :freude:
Leider ist zur Zeit mein Gebetsleben eher eine Wüstenerfahrung :traurigtaps: , will mich aber wieder mehr bemühen, da ich den Kontakt zu Gott einfach brauche.

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Kleinwald
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Freitag 3. Mai 2013, 09:24

ChristineW hat geschrieben:Hallo, ich bin eine von den "jemand", die den Christus-Rosenkranz betet :)
Schön, dann bin ich ja nicht ganz alleine :huhu:
Aber das "Integrieren in den Alltag", das fällt mir auch schwer - schaffe es nur selten.
Abends bete ich die Komplet und zur Zeit davor auch die Vesper (habe ich in der Fastenzeit begonnen).
Der Christus-Rosenkranz schließt sich manchmal daran an ... aber leider schlafe ich dabei oft ein. Ich bete zur Zeit meist mit den Fingern. Ich habe zwar einen Rosenkranz, aber wenn ich dann einschlafe ... nun ja. Christus-Rosenkranz-Gebete eigenen sich für mich auch in ruhigen Momenten, wenn ich z.B. auf der Terasse liege und die Sonne genieße (es gibt ja keinen Ort, an dem man nicht beten kann :blinker: )
An den Stundengebeten habe ich mich teils auch schon versucht, nur fehlte mir dazu leider oft die Disziplin :bedrippelt: Ich halte es da eher mit Luthers Morgen- und Abendsegen, verbunden mit einem freien Gebet.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dieses Gebetsweise zu versuchen - und es war eine kleine Expedition, hier im "Urland der Reformation" einen Rosenkranz zu kaufen. :kugel: Ich wurde angesehen, als hätte ich nach einem fliegenden, rosa Elephanten gefragt :freude:
Rosenkranz kaufen geht dank Internet ja noch ziemlich "diskret" - wenn man sich seiner Gebetspraxis aber bei evangelischen Mitchristen "outet", erntet man leider zu oft Unverständnis... :irritiert:
Leider ist zur Zeit mein Gebetsleben eher eine Wüstenerfahrung :traurigtaps: , will mich aber wieder mehr bemühen, da ich den Kontakt zu Gott einfach brauche.
Ging/Geht mir genauso, weshalb ich bewusst nach verbindlichen Gebetsformen gesucht habe und mich sehr schnell im Christusrosenkranz wiedergefunden habe.

Ich glaube, dass gerade solche Sachen wie der Rosenkranz Menschen zum Gebet bringen kann, die anfangs Probleme mit dem freien Gebet haben. Leider haben wir Evangelischen uns im Laufe der Zeit von vielen hilfreichen Sachen verabschiedet, die ohne weiteres bekenntniskonform waren/wären. :achselzuck:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ChristineW » Freitag 3. Mai 2013, 11:44

@Kleinwald:
Luthers Morgen- und Abendsegen finde ich auch sehr schön. Den Morgensegen bete ich (meistens) vor dem Aufstehen, ... meistens, zur Zeit ist es wie gesagt etwas schwierig ...

Im Internet wollte ich den Rosenkranz irgendwie nicht kaufen - hatte schon das Gesicht meines Mannes vor Augen ... "Was hast Du denn da bestellt" :vogel: Aber er weiß, dass ich einen gekauft habe und es ist ok so.

Das freie Gebet hänge ich oft an solche "festen Formen" wie Luthers Gebet, Rosenkranz, Stundengebet etc. an. Ich finde es eine sehr schöne Art zu beten, aber oft fehlen einem ja irgendwie Worte oder man faselt nur so vor sich hin (darum fühle ich mich in Gebetsgemeinschaften gar nicht wohl, fühle mich da immer unter Druck, etwas "intelligentes" von mir geben zu müssen).
Am Rosenkranz und Stundengebet schätze ich, dass man sich sozusagen an den Worten festhalten kann, egal, wie es in einem aussieht. Ich habe es auch schon mit den "Perlen des Glaubens" versucht, aber damit kam ich gar nicht zurecht, weil man sich da ständig eigene Gedanken machen muss. Für mich wurde das bald eine Art Selbstgespräch, mehr oder weniger vielsagend :/ aber irgendwie kein richtiges Gebet.

Beim Christusrosenkranz bete ich meist freie "Gesätze", z.B. an den Ich-bin-Worten angelehnt o.ä., je nachdem wie es mir geht. Bin ich gerade down, sind Gesätze wie "... der mich in seiner Hand hält" oder "... der mich schützt" etc. für mich sehr hilfreich.

Hast du mal das Jesus-Gebet versucht?

Viele Grüße!
ChristineW

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Kleinwald
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Freitag 3. Mai 2013, 15:57

Mit den Perlen des Glaubens hab ich mich auch mal kurz beschäftigt. Jedoch war mir das ganze irgendwie zu ich-bezogen. Wie soviel bei uns... :/

Vom Jesus-Gebet habe ch schon gelesen, mich aber noch nicht richtig damit auseinander gesetzt. Bin da im Moment sehr auf der Suche, nicht nur beim Gebet, sondern im Glauben allgemein... Mehr - wenn du magst - gerne per PN. Soll ja hier um den Rosenkranz gehen, nicht um mich :umkuck:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ChristineW » Freitag 3. Mai 2013, 19:49

Freu mich immer über Post :)

Mit den Perlen des Glaubens ging es mir genauso wie Dir.

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Reinhard
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Reinhard » Freitag 3. Mai 2013, 21:59

Mit dem Christus-Rosenkranz bin ich nicht richtig warm geworden ... irgendwie nicht richtig Fisch, nicht richtig Fleisch fand ich.

Bei dem Stundengebet war das anders: das habe ich seinerzeit zuerst bei der Communität Casteller Ring kennen und lieben gelernt.
(allerdings habe ich immer das katholische Stundengebet benutzt, die evangelisch-"Bayerischen" Tagzeiten waren mir zu barock.)

Das Stundengebet ist die ideale "Ausbaustufe" für die Stille Zeit, finde ich, weil einen die Psalmen mitschleppen, wenn einem die Worte zum beten fehlen.
Das war damals schon so. und das ist es heute noch immer. Und die "Kurzlesung" kann man sehr gut durch seine persönliche Bibellese ersetzen.
(heute lese ich da das Tagesevangelium)

In der Zeit habe ich auch das Jesusgebet kennen gelernt, allerdings mehr aus Büchern. (-> Aufrichtige Erzählung eines russischen Pilgers)
Auch das ist etwas, das einem hilft, wenn man mal keine Worte mehr hat ...

Der Rosenkranz gehört bei mir auch heute eher nicht zum täglichen Gebet, sondern zum Gebet mit anderen (klar, im katholischen Kontext ...), oder für "zwischendurch", z.B. wenn ich auf einer längeren Autofahrt oder beim Spazierengehen beten will.
Kurz zu meinem Hintergrund: ich bin ursprünglich gelernter Evangelikaler, war viele Jahre bei der SMD, bin damals zuerst im Herzen katholisch geworden.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Radulf Thoringi » Freitag 3. Mai 2013, 22:42

Kleinwald hat geschrieben:...Gibt's hier überhaupt noch jemanden (nicht-katholischen), der den (Christus)Rosenkranz regelmäßig betet? Und wenn ja, wie integriert ihr ihn in euren Alltag? Oder betet ihr ihn auch nur, wenn gerade einmal Zeit ist?...
Ja, ich bete den (normalen) Rosenkranz. Zwar nicht ganz konsequent, aber einigermaßen. Ein langer Arbeitsweg machts möglich :blinker:. Du bist also nicht allein. Mit dem Stundengebet sieht es bei mir allerdings eher sporadisch aus. Jetzt kann ich aber wieder eine Weile ins Kloster, das hilft ;D
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
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Kleinwald
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Sonnabend 4. Mai 2013, 13:03

Reinhard hat geschrieben:Mit dem Christus-Rosenkranz bin ich nicht richtig warm geworden ... irgendwie nicht richtig Fisch, nicht richtig Fleisch fand ich.


Wie meinst du "nicht richtig Fisch..." - welche Probleme hattest du damit, was hat dir gefehlt?
die evangelisch-"Bayerischen" Tagzeiten waren mir zu barock.)
Evangelisch-bayerischen Tagzeiten?
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Sonnabend 4. Mai 2013, 13:07

Radulf Thoringi hat geschrieben: Ja, ich bete den (normalen) Rosenkranz.
Also betest du als Evangelischer den Rosenkranz mit Ave Maria?

Hab das am Anfang auch probiert, jedoch nur mit den biblischen Teilen, die Marienanrufung nach dem eingefügten Geheimnis hab ich weggelassen.

Hatte aber immer irgendwie Probleme, tatsächlich auf 10 Ave Maria nur einmal das Vater unser zu beten... Finde da denChristusrosenkranz irgendwie stimmiger für mich.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Sonnabend 4. Mai 2013, 13:09

ChristineW hat geschrieben:Freu mich immer über Post :)
Du hast Post :huhu:
Mit den Perlen des Glaubens ging es mir genauso wie Dir.
Vielleicht bräuchte man hierzu eine wirklich gute Einführung. Hatte dabei das Gefühl, das man sich die Handhabung der Perlen nur schwer selbst beibringen kann.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Radulf Thoringi » Sonnabend 4. Mai 2013, 23:17

Kleinwald hat geschrieben: Also betest du als Evangelischer den Rosenkranz mit Ave Maria?

Hab das am Anfang auch probiert, jedoch nur mit den biblischen Teilen, die Marienanrufung nach dem eingefügten Geheimnis hab ich weggelassen.

Hatte aber immer irgendwie Probleme, tatsächlich auf 10 Ave Maria nur einmal das Vater unser zu beten... Finde da den Christusrosenkranz irgendwie stimmiger für mich.
Ja, ich sehe da kein Problem. Das Ave Maria besteht doch a) aus dem Lukastext, b) den Geheimnissen (biblisch) und c) dem Nachsatz aus dem 13.(?) JH. Die Teile a) und b) sollten als Bibeltext völlig unstrittig sein und was an der Bitte um Fürbitte (c) problematisch sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Ich bitte auch deutlich weniger heilsgeschichtlich relevante Menschen um Fürbitte.

Es muß nur beachtet werden, daß Maria zu preisen ist, nicht anzubeten. Aber da ist beim Ave Maria nach m.M. wirklich keine Gefahr. Zu unbiblisch fällt mir ganz anderes ein, oder wie war das mit 1.Tim 3.2 / Titus 1.6? Ihr wisst schon, meine Lieblingsilse. Über die letzten Zeitgeister halte ich jetzt aber den Schnabel. Da ist es wohl deutlich einfacher über die seeligste Jungfrau herzuziehen.

@Kleinwald, die Frage nach der Begründung des Rosenkranzes beantwortet sich sehr schnell durch Beten desselbigen. Nebenbei: Es gibt auch sehr schöne Marienikonen. Ausprobieren. Die evangelische Scheu davor ist nicht pfiffig. Sie schadet nur. Liebe zur hl. Jungfrau ist einfach wunderbar.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Kleinwald » Sonntag 5. Mai 2013, 17:06

Radulf Thoringi hat geschrieben:Ja, ich sehe da kein Problem. Das Ave Maria besteht doch a) aus dem Lukastext, b) den Geheimnissen (biblisch) und c) dem Nachsatz aus dem 13.(?) JH. Die Teile a) und b) sollten als Bibeltext völlig unstrittig sein und was an der Bitte um Fürbitte (c) problematisch sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Ich bitte auch deutlich weniger heilsgeschichtlich relevante Menschen um Fürbitte.

Es muß nur beachtet werden, daß Maria zu preisen ist, nicht anzubeten. [...] Die evangelische Scheu davor ist nicht pfiffig. Sie schadet nur. Liebe zur hl. Jungfrau ist einfach wunderbar.
Das hat ja nichts mit Scheu zu tun. Weshalb soll ich jemanden um Fürsprache bitten, wenn ich mich doch an den Herrn selbst wenden darf?

Und dass es von Verehrung zur Anbetung nicht weit ist, kann man ja oft genug beobachten. Da hilft auch die Ausrede nicht, dass man durch Maria oder einen anderen Heiligen auch den Herrn anbetet.
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Reinhard
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Reinhard » Sonntag 5. Mai 2013, 19:12

Kleinwald hat geschrieben:
Radulf Thoringi hat geschrieben:Ja, ich sehe da kein Problem. Das Ave Maria ...

Es muß nur beachtet werden, daß Maria zu preisen ist, nicht anzubeten. [...] Die evangelische Scheu davor ist nicht pfiffig. Sie schadet nur. Liebe zur hl. Jungfrau ist einfach wunderbar.
Das hat ja nichts mit Scheu zu tun. Weshalb soll ich jemanden um Fürsprache bitten, wenn ich mich doch an den Herrn selbst wenden darf?

Und dass es von Verehrung zur Anbetung nicht weit ist, kann man ja oft genug beobachten. Da hilft auch die Ausrede nicht, dass man durch Maria oder einen anderen Heiligen auch den Herrn anbetet.
Als "gelernter Evangelikaler" habe ich dieses Thema natürlich auch sehr sorgfältig durchbuchstabiert.

Zur Fürsprache: warum bitten wir überhaupt andere Gläubige, mit und für uns zu beten, wenn wir uns doch direkt an Gott wenden können ?
... eigentlich doch deshalb, weil wir wollen, dass noch jemand Anderes in unserem Anliegen Gott "in den Ohren liegt". Und das ist auch gut biblisch.(-> Mt. 18:18)
Weshalb sollte diese Verheißung nur auf das Diesseits beschränkt sein, wenn die in Gott Verstorbenen doch vor IHM leben ?

Dass nur Gott angebetet werden darf, ist absolut klar. Nur: was ist Anbetung ? - Da sehe ich im Rückblick in meiner protestantischen Zeit eine gewisse Armut. Denn nicht jedes "Ich finde Dich ganz toll" ist auch Anbetung ! - Gott sieht immerhin auf das Herz, daran entscheidet es sich.
Anbetung bedeutet doch insbesondere, Gott über alles andere zu erheben. (-> Ps. 97:7,9)
Das hat mir in dieser Frage weiter geholfen: in der Anbetung zu wachsen, und sich mehr der Anbetung Gottes hinzugeben. (Lies einfach mal Offb. 10-22, dann siehst Du, in welcher Hingabe die Anbetung einmal münden wird !)
Da merkt man schnell, dass gegenüber der "üblichen Heiligenverehrung" da noch einiges an Luft nach oben ist. Außerdem: was müssen Dich die Verirrungen Anderer kümmern ? - es reicht doch, wenn Du es für Dich selber sauber hältst.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Pilgerer » Montag 6. Mai 2013, 16:38

Reinhard hat geschrieben:Zur Fürsprache: warum bitten wir überhaupt andere Gläubige, mit und für uns zu beten, wenn wir uns doch direkt an Gott wenden können ?
... eigentlich doch deshalb, weil wir wollen, dass noch jemand Anderes in unserem Anliegen Gott "in den Ohren liegt". Und das ist auch gut biblisch.(-> Mt. 18:18)
Bei Luther habe ich irgendwo mal gelesen (kanns jetzt auf die Schnelle nicht finden), dass die Grenze da ist, wo jemand seine Zuversicht in einen Heiligen setzt. Die persönliche Zuversicht soll sich allein dem dreieinigen Gott zuwenden. Das Herz soll an Ihn geheftet werden statt an Menschen oder Engel.
Sinnvoll finde ich, wenn bestimmte Heilige oder Maria für uns "priesterlich" als Mittler tätig werden, indem sie uns oft unreine und in Sünde verstrickte Normalos für die Zeit der Gebetsgemeinschaft vor Gott ihre Reinheit "leihen", damit das Gebet in Reinheit geschieht. Gott nimmt kein Gebet an, das aus sündiger (zerstörungwilliger) Begierde geschieht, sondern nur aus einem reinen Herzen.
Dennoch bleibt Jesus Christus der Oberste aller Heiligen, und es ist unserem Seelenleben dienlich, wenn wir darauf vertrauen, uns Ihm nahen zu können und in Gemeinschaft mit Ihm treten zu können. Die Gebetsgemeinschaft mit Ihm, in der wir gemeinsam mit Ihm den himmlischen Vater anbeten, ist der gerade Weg, mit dem wir die ganze Fülle der Gottheit erfahren.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von DrMartinus » Mittwoch 22. Juni 2016, 20:09

Kleinwald hat geschrieben: Gibt's hier überhaupt noch jemanden (nicht-katholischen), der den (Christus)Rosenkranz regelmäßig betet? Und wenn ja, wie integriert ihr ihn in euren Alltag? Oder betet ihr ihn auch nur, wenn gerade einmal Zeit ist?
Desweiteren würde mich interessieren, wie verbreitet die Praxis überhaupt ist. Weiß vielleicht jemand, ob der Christusrosenkranz in der Michaelsbruderschaft, aus der er ja "herausstammt", zum "Standardrepertoire" gehört?
3 Jahre später... ich versuch's trotzdem mal.
Also, ich bete den Christusrosenkranz hin und wieder, nicht regelmäßig. Vielleicht einmal in der Woche. Ich erlebe aber jedesmal, dass es mir gut tut und dass ich dadurch in eine meditative Grundhaltung gelange. Besser kann ich es kaum beschreiben.
In der Michaelsbruderschaft ist der Christusrosenkranz zwar immer auch im "Evangelischen Tagzeitenbuch" enthalten, aber gehört nicht zum Standard-Repertoire. Ich kenne einige Michaelsbrüder, die ihn nicht praktizieren, und in den Messen kommt er nicht vor.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Niels » Mittwoch 22. Juni 2016, 20:14

DrMartinus hat geschrieben:
Kleinwald hat geschrieben: Gibt's hier überhaupt noch jemanden (nicht-katholischen), der den (Christus)Rosenkranz regelmäßig betet? Und wenn ja, wie integriert ihr ihn in euren Alltag? Oder betet ihr ihn auch nur, wenn gerade einmal Zeit ist?
Desweiteren würde mich interessieren, wie verbreitet die Praxis überhaupt ist. Weiß vielleicht jemand, ob der Christusrosenkranz in der Michaelsbruderschaft, aus der er ja "herausstammt", zum "Standardrepertoire" gehört?
3 Jahre später... ich versuch's trotzdem mal.
Also, ich bete den Christusrosenkranz hin und wieder, nicht regelmäßig. Vielleicht einmal in der Woche. Ich erlebe aber jedesmal, dass es mir gut tut und dass ich dadurch in eine meditative Grundhaltung gelange. Besser kann ich es kaum beschreiben.
In der Michaelsbruderschaft ist der Christusrosenkranz zwar immer auch im "Evangelischen Tagzeitenbuch" enthalten, aber gehört nicht zum Standard-Repertoire. Ich kenne einige Michaelsbrüder, die ihn nicht praktizieren, und in den Messen kommt er nicht vor.
Das ist doch erfreulich für Dich.
Wieso sollte der Christusrosenkranz in einer Messe der Michaelsbruderschaft vorkommen?
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Dieter » Mittwoch 22. Juni 2016, 21:07

Der Christusrosenkranz hat sich nie wirklich durchgesetzt.

Ich weiß von einigen Konvertiten aus der RKK, dass sie ihn ab und zu beten. Aber eigentlich würden sie viel lieber den normalen Rosenkranz beten, aber das "dürfen" sie ja jetzt nicht mehr, weil man in der EKD das Ave Maria nicht betet.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Siard » Mittwoch 22. Juni 2016, 23:40

Niels hat geschrieben:Wieso sollte der Christusrosenkranz in einer Messe der Michaelsbruderschaft vorkommen?
Ich nehme an, daß ›vorher‹, bzw. ›nachher‹ gemeint war.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Radulf Thoringi » Donnerstag 23. Juni 2016, 10:32

Dieter hat geschrieben:Der Christusrosenkranz hat sich nie wirklich durchgesetzt.
Naja, ich weiß nicht, ob man daß so pauschal sagen kann. Rosenkranz ist doch eigentlich eher ein Sammelbegriff. Neben den üblichen drei (vier) "Typen" gibt es doch sowohl auf lutherischer (z.B. mit dem Ave Maria, evangelisch) als auch auf römischer (z.B. Barmherzigkeitsrosenkranz) Seite noch weitere Varianten. Alle haben irgendwo eine Berechtigung. Die Verbreitung des "originalen" Rosenkranzes muß doch nicht das Ziel sein.
Nebenbei, der Barmherzigkeitsrosenkranz ist eigentlich auch eine gute Alternative wem es sonst zu "marienlastig" wird. Für mich ist halt die Verehrung der allerseligsten Jungfrau Herzensanliegen :verknallt: . Kritik habe ich da aber auch bei Evangelens noch nicht geerntet.
Eine Einbettung irgendeines Rosenkranzes in Stundengebet oder Messe kenne ich allerdings auch nicht, allenfalls vorher.
Dieter hat geschrieben:Ich weiß von einigen Konvertiten aus der RKK, dass sie ihn ab und zu beten. Aber eigentlich würden sie viel lieber den normalen Rosenkranz beten, aber das "dürfen" sie ja jetzt nicht mehr, weil man in der EKD das Ave Maria nicht betet.
Zwangskonversation erfordert halt bisweilen etwas drastische Mittel... :tuete:


PS: Warum sollte man ein Gespräch nicht im 3-Jahres-Turnus führen?
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Dieter » Donnerstag 23. Juni 2016, 10:41

gibt es doch sowohl auf lutherischer (z.B. mit dem Ave Maria, evangelisch)
Das lutherische Ave Maria ist dann doch wohl der erste Teil des Ave Marias, also der Text, der auch in der Bibel zu finden ist.

Die Fürbitte im zweiten Teil des Ave Marias ("...bitte für uns Sünder...") ist in der evangelischen Kirche in einem öffentlichen Gottendienst bzw in einer öffentlichen Andacht nicht möglich.

Was man privat betet, ist auch Privatsache, in die die ev. Kirche nicht hinein redet.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Radulf Thoringi » Donnerstag 23. Juni 2016, 11:35

Dieter hat geschrieben:Das lutherische Ave Maria ist dann doch wohl der erste Teil des Ave Marias, also der Text, der auch in der Bibel zu finden ist.
Stimmt, das gibt es auch. Gemeint habe ich aber dieses:

"Gegrüssest seist Du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit Dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, Du Seelenbraut,
mit Dir bitten wir Sünder,
um Gottes Kraft,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen."

Auch schön zu beten. Mit Sicherheit gibt es noch weitere.
Dieter hat geschrieben:Die Fürbitte im zweiten Teil des Ave Marias ("...bitte für uns Sünder...") ist in der evangelischen Kirche in einem öffentlichen Gottendienst bzw in einer öffentlichen Andacht nicht möglich.
Was man privat betet, ist auch Privatsache, in die die ev. Kirche nicht hinein redet.
Das kommt auf den Pfarrer an. Ich habe schon Maisitzungen des GKR mit Marienandacht erlebt, aber auch von Maßreglungen gehört.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Dieter » Donnerstag 23. Juni 2016, 13:08

In der EKD ist heutzutage so ziemlich alles möglich, nur eines nicht: Ein Ave Maria in einem öffentlichen Gottesdienst.

Das Ave Maria wird als "katholisch" empfunden. Das Nicht-Katholisch-sein aber ist das Einzige, das man in der EKD noch mit Händen und Füßen verteidigt.

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