Christus-Rosenkranz

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Sonntag 11. Oktober 2009, 15:59

Johaennschen grauste es wohl bei der Vorstellung, Gebilde aus Holz und Draht im Bett rum liegen zu lassen.
Die e-bay- Käufe - sofern keine echten antiquitäten sind meist als Dachbodenfunde gekennzeichnet, gehörten wohl irgendeiner Uromi oder alten Tante.
Dein Profilbild ist wirklich urig.
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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 16:03

Lioba hat geschrieben:Johaennschen grauste es wohl bei der Vorstellung, Gebilde aus Holz und Draht im Bett rum liegen zu lassen.
Die e-bay- Käufe - sofern keine echten antiquitäten sind meist als Dachbodenfunde gekennzeichnet, gehörten wohl irgendeiner Uromi oder alten Tante.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Johaennschen » Sonntag 11. Oktober 2009, 16:56

Lioba hat geschrieben:Johaennschen grauste es wohl bei der Vorstellung, Gebilde aus Holz und Draht im Bett rum liegen zu lassen.
Schlimmer. :breitgrins: Es war immerhin von mit ihnen schlafen die Rede. Der Schulhof ist noch nicht so lange her, daß mir sowas nicht sofort auffiele. :emil: :tuete:
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 17:31

anneke6 hat geschrieben:Bin kein Protestant, aber von Christus-Rosenkranz hattet ich schon gehört. Was er aber genau ist, weiß ich erst seit heute. Danke :)
Ich finde diese Idee gar nicht so schlecht; irgendwie macht sie für mich mehr Sinn als dieser Anglican Rosary
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=26672
Oha... :erschrocken: Hab' mir den Link erst jetzt angeschaut. Ich hätt's nicht tun sollen! Was für ein kranker Humor ist das denn?? Oder sind die Anglikaner jetzt völlig plem plem??? :vogel: :würg:

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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Sonntag 11. Oktober 2009, 18:56

Die spinnen die Briten- wenn jemand mit diesem immerwährenden Schnurkalender glücklich ist, was soll´s.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Sonntag 11. Oktober 2009, 20:30

Ich glaube, das sind Amerikaner (episcopalians), die sich das ausgedacht haben. Werd mal ein bißchen recherchieren.
???

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anneke6
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Sonntag 11. Oktober 2009, 21:40

Gerade herausgefunden:
Der Anglican Rosary wurde entwickelt von Dr. Lynn C. Bauman — keine Pasteuse wie der Name denken läßt, sondern ein Mann, im US-Bundesstaat Texas als Sexualstraftäter registriert. Hat gestanden, 1996 einen 8-jährigen Jungen befummelt zu haben:
http://snap-greatplains.org/minnesota%2 ... Page2.html
:panisch: :panisch: :panisch:
Ihm wurde sein Amt als Pastor entzogen, aber er leitet immernoch Exerzitien. Außerdem ist er bekannt als Übersetzer des "Thomasevangeliums"
???

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Montag 12. Oktober 2009, 17:41

Christ86 hat geschrieben:Was hat man eigentlich gegen den richtigen Rosenkranz? Bei uns in den deutschsprachigen altkatholischen Kirchen hat man ihn ja auch abgeschafft - weil er gebetet worden sei, anstatt dass die Gläubigen der Messe gefolgt seien - aber in Polen oder bei der PNCC ist er Tradition.

Von den Protestanten höre ich noch Schlimmeres, nämlich, dass er Götzendienst sei...

Das kann ich nicht verstehen, ich bete den Rosenkranz jedenfalls gerne und habe auch eine Sammlung von Rosenkränzen :ja:
Nun ja, Götzendienst... Ich tendiere eigentlich auch zu dieser Auffassung. Bist Du Römer oder Lutheraner? Ein bisschen wundert es mich schon, dass einige Lutheraner eine so unkritische Einsellung gegenüber dem marianischen Rosenkranz haben. Zum Thema Marienkult habe ich noch was interessantes gelesen:

Prälat Straubinger, Gründer des "Katholischen Bibelwerks" emigrierte im Jahre 1937 nach Amerika. Im Dezember 1955 schrieb er an Otto Karrer über die Auswüchse des Marienkultes in Südamerika: "Ganz verheerend sind diese 'Erscheinungen'. Während im Mittelalter (...) Jesus erschien, erscheint jetzt fast nur noch die Muttergottes, und zwar in einer derart aufdringlichen Weise, daß sie für sich neue Kirchenbauten und neue Ehren verlangt und dem Papst durch Kinder Botschaften schickt. Das ist verdächtig. Eine heilige Person verlangt doch keine Ehren für sich. Ich glaube daher, daß die Muttergotteserscheinungen (...) nicht von der Muttergottes und nicht von Gott sind, schon deshalb, weil sie typische Schauwunder sind. Ich kann mir nur denken, daß das Ziel dabei die Zurückdrängung des Glaubens an Christus ist. Maria soll im Volk so erhöht werden, daß Christus immer mehr in den Hintergrund tritt und aus der Christusreligion eine Marienreligion wird! Das ist weitgehend erreicht, wie ich in Südamerika gesehen habe. Dort macht Maria alles, aber auch alles. Sie ist dort allmächtig im vollsten Sinne des Wortes. Gott hat alle Macht an sie abgetreten, und Christus existiert für viele nur noch in der Hostie."

Mit dieser Sicht der Dinge stand/steht der gute Prälat Straubinger ja nicht alleine da. Ist der Rosenkranz nicht auch einer angeblichen Marienerscheinung zu verdanken? Grundsätzlich sind mir solche Gebetsmethoden eigentlich schon deshalb einigermaßen suspekt, weil sie große Ähnlichkeit mit den Gebetstechniken im Heidentum aufweisen, solche Perlenschnürchen gibt es ja in allen großen Religionen. Andererseits gefällt mir der Gedanke eines meditativen und allein auf Christus ausgerichteten Gebetes. Gerade im Protestantismus herrscht auf diesem Gebiet m. E. nach ein großer Mangel, viele Christen in der Ev. Kirche bzw. in Freikirchen sehnen sich nach einem intensiveren Gebetsleben, und geraten dann nicht selten an "Charismatiker" und (Pseudo-)Pfingstler. Ich hoffe, dass es sich beim Christus-Rosenkranz nicht, wie KatholischAB ironisch anmerkte, um eine "Einstiegsdroge" für die eigene Romanisierung handelt - Gott bewahre - sondern dass es vielleicht gerade auch für Katholiken eine gute Möglichkeit sein kann, ihr Gebetsleben wieder mehr (und letztendlich ausschließlich) auf Christus auszurichten.
Zuletzt geändert von Moe's am Montag 12. Oktober 2009, 17:48, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Montag 12. Oktober 2009, 17:42

Ach ja, die Quellenangabe zu dem Bericht von Prälat Straubinger:

http://josef-hanauer.de/fatima6.html

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Montag 12. Oktober 2009, 18:56

Über seltsame Auswüchse und Pseudo-Erscheinungen wird hier sehr offen diskutiert. Übrigens ist kein Katholik verpflichtet, an irgendwelche Privatoffenbarungen zu glauben.
Beten mithilfe von Gebetsketten ist eine Methode, die du in verschiedenen Religionen findest, einfach weil es zuallererst eine effektive Hilfe bei Konzentration und Erinnerung ist.
Das westliche Rosenkranzgebet hat eine mindestens tausendjährige Entwicklung hinter sich.
Von einer Erfindung zu einem bestimmten Zeitpunkt kann niemals die Rede sein, schon gar nicht aufgrund einer Privatoffenbarung.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Amandus2 » Montag 12. Oktober 2009, 20:41

Nun ja, das Problem beim marianischen Rosenkranz ist eben, dass die Protestanten Probleme mit drei Worte im Ave Maria haben: "...bitte für uns...". Gegen die anderen Worte gibt es keine Bedenken, da sie ja aus der Bibel entnommen sind.

Wenn man aber davon ausgeht, dass es einen Himmel gibt und dass dieser Himmel schon bevölkert ist mit Engeln, Heiligen, unseren -guten- Verstorbenen usw, dann kann man auch davon ausgehen, dass in diesem Himmel etwas geschieht: Die Geschöpfe loben Gott und warum sollen sie nicht auch bei diesem Gott FÜR UNS BITTEN?

Meine Meinung: Rein theologisch spricht auch aus protestantischer Sicht so viel nicht gegen die Bitte um Fürbitte im Ave Maria. Dass Protestanten sofort rot sehen, liegt wohl daran, dass seit der Gegenreformation alles Marianische ein Zeichen der katholischen Kirche ist - also "nicht-protestantisch". Es ist eine Frage der Identität: "Ein guter Protestant wendet sich nicht an Maria!" - Basta!

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Siard » Montag 12. Oktober 2009, 20:59

Amandus2 hat geschrieben:Nun ja, das Problem beim marianischen Rosenkranz ist eben, dass die Protestanten Probleme mit drei Worte im Ave Maria haben: "...bitte für uns...". Gegen die anderen Worte gibt es keine Bedenken, da sie ja aus der Bibel entnommen sind.

Wenn man aber davon ausgeht, dass es einen Himmel gibt und dass dieser Himmel schon bevölkert ist mit Engeln, Heiligen, unseren -guten- Verstorbenen usw, dann kann man auch davon ausgehen, dass in diesem Himmel etwas geschieht: Die Geschöpfe loben Gott und warum sollen sie nicht auch bei diesem Gott FÜR UNS BITTEN?

Meine Meinung: Rein theologisch spricht auch aus protestantischer Sicht so viel nicht gegen die Bitte um Fürbitte im Ave Maria. Dass Protestanten sofort rot sehen, liegt wohl daran, dass seit der Gegenreformation alles Marianische ein Zeichen der katholischen Kirche ist - also "nicht-protestantisch". Es ist eine Frage der Identität: "Ein guter Protestant wendet sich nicht an Maria!" - Basta!
dazu aus den lutherischen bekenntnisschriften:
Apologie Art. XXI Vom Anrufen der Heiligen hat geschrieben: ...
In unserer Konfession leugnen wir nicht, daß man die Heiligen ehren soll.
...
Ob nun gleich Maria, die Mutter Gottes, für die Kirche bittet, so ist doch das zu viel, daß sie sollte den Tod überwinden, daß sie vor den großen Gewalt des Satans uns behüten sollte. Denn was wäre Christus not, wenn Maria das vermöchte? Denn wiewohl sie alles höchsten Lobes wert ist, so will sie doch nicht Christo gleich gehalten sein, sondern will vielmehr, daß wir dem Exempel ihres Glaubens und ihrer Demut folgen sollen.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Dienstag 13. Oktober 2009, 18:35

Amandus2 hat geschrieben:Nun ja, das Problem beim marianischen Rosenkranz ist eben, dass die Protestanten Probleme mit drei Worte im Ave Maria haben: "...bitte für uns...". Gegen die anderen Worte gibt es keine Bedenken, da sie ja aus der Bibel entnommen sind.

Wenn man aber davon ausgeht, dass es einen Himmel gibt und dass dieser Himmel schon bevölkert ist mit Engeln, Heiligen, unseren -guten- Verstorbenen usw, dann kann man auch davon ausgehen, dass in diesem Himmel etwas geschieht: Die Geschöpfe loben Gott und warum sollen sie nicht auch bei diesem Gott FÜR UNS BITTEN?

Meine Meinung: Rein theologisch spricht auch aus protestantischer Sicht so viel nicht gegen die Bitte um Fürbitte im Ave Maria. Dass Protestanten sofort rot sehen, liegt wohl daran, dass seit der Gegenreformation alles Marianische ein Zeichen der katholischen Kirche ist - also "nicht-protestantisch". Es ist eine Frage der Identität: "Ein guter Protestant wendet sich nicht an Maria!" - Basta!
Luther über das 'Ave Maria': "Darum lautet auch das Ave Maria also, daß es alle Dinge Gott giebt, und spricht: 'Gegrüßet seyst du, Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes, Jesus Christus, Amen.' Da sehest du, daß hierinne kein Gebet, sondern eitel Lob und Ehre begriffen ist. (...) Darum können wir aus dem Ave Maria weder ein Gebet noch Anrufen machen; denn es uns nicht ziemet, die Worte weiter deuten, denn sie lauten, und der heilige Geist gesetzt hat; (...) Wer vermaledeiet aber [diese Mutter und] diese Frucht (Christus)? Alle, die sein Wort, das Evangelium und den Glauben verfolgen und vermaledeien, als jetzt thun die Juden und Papisten. Daraus denn folget, daß niemand diese Mutter und ihre Frucht so fest vermaledeiet, als, die mit viel Rosenkränzen sie benedeien, und das Ave Maria immer im Maul haben." (Dr. Martin Luthers sämmtliche Werke, Band 15)

Wer von uns weiß denn, welche Verstorbenen im Himmel sind? Meine Großmutter? Oder Deine? Gott hat Kontakt mit Toten deshalb untersagt, weil es nicht nur einen Himmel, sondern eben auch eine Hölle gibt, und wir bei der Anrufung von Toten leicht mit Finstermächten in Berührung kommen können. Viele Katholiken bitten sogar die "Armen Seelen im Fegefeuer" um Fürsprache, nicht wahr? Natürlich, die Kirche zwingt keinen Gläubigen dazu, aber sie warnt eben auch nicht davor.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Dienstag 13. Oktober 2009, 18:45

Na, am Aufenthaltsort Marias habe ich keine Zweifel. von daher hat das mit dem Strangthema nix zu tun.
Zum Rest frag lieber die anwesenden Katholiken.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Dienstag 13. Oktober 2009, 18:50

Lioba hat geschrieben:Na, am Aufenthaltsort Marias habe ich keine Zweifel. von daher hat das mit dem Strangthema nix zu tun.
Zum Rest frag lieber die anwesenden Katholiken.
Ja, stimmt. Aber ich dachte Du wärst katholisch?

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Dienstag 13. Oktober 2009, 18:55

Moe's hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Was hat man eigentlich gegen den richtigen Rosenkranz? Bei uns in den deutschsprachigen altkatholischen Kirchen hat man ihn ja auch abgeschafft - weil er gebetet worden sei, anstatt dass die Gläubigen der Messe gefolgt seien - aber in Polen oder bei der PNCC ist er Tradition.

Von den Protestanten höre ich noch Schlimmeres, nämlich, dass er Götzendienst sei...

Das kann ich nicht verstehen, ich bete den Rosenkranz jedenfalls gerne und habe auch eine Sammlung von Rosenkränzen :ja:
Nun ja, Götzendienst... Ich tendiere eigentlich auch zu dieser Auffassung. Bist Du Römer oder Lutheraner?
Ach so, Christ86, ja Dich Altkatholiken kenne ich ja schon :P . Dein geändertes Profilbild hat mich irritiert. Der Heilige hat mir besser gefallen. :huhu:

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Dienstag 13. Oktober 2009, 20:41

Ja, stimmt. Aber ich dachte Du wärst katholisch?
:neinfreu:
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Dienstag 13. Oktober 2009, 20:51

Lioba hat geschrieben:
Ja, stimmt. Aber ich dachte Du wärst katholisch?
:neinfreu:
Was dann??

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:11

Tip
Ich könnte mit einem Primat des Papstes leben, nicht aber mit dem Dogma der Unfehlbarkeit.
Ich glaube an die bleibende Realpräsenz als Konsubstantiation.
Ich glaube, dass die Jungfrau Maria unsere Fürbitterin ist, das letzte Mariendogma halte ich für zumindest kritisch, die Idee -selbiges ist keine katholische Glaubenslehre- der Miterlöserin für häretisch.
Ich anerkenne die allgemeine Priesterschaft der Gläubigen. sehe allerdings das Amt durch Ordination als notwendig, die ap. Suk als wünschenswert.
Ich glaube an Sola Scriptura im ursprgl lutherischen Sinne als Prima Scriptura.
Ich glaube an Heilsgewissheit, nicht aber an Heilssicherheit.
So viel erst mal zum Anfang.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von NurNochKatholisch » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:19

Ganz klar: SELK mit einigen katholisierenden Einsprengseln! Aber, die habe ich auch ;)
Ehemals "KatholischAB" ist nun "NurNochKatholisch" und glücklich in die vollen Gemeinschaft der Kirche aufgenommen zu werden

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:31

Hallo Lioba,
an wieviele Sakramente "glaubst"* du, welchen Stellenwert hat für dich das Bischofs-, das Priester- und das Diakonenamt und sollte es deiner Meinung nach (separate) Ämter für Frauen geben?

*Habe ich mal in Klammern gesetzt, ist aber nicht persönlich gemeint.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Amandus2 » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:45

Lioba hat geschrieben:Tip
Ich könnte mit einem Primat des Papstes leben, nicht aber mit dem Dogma der Unfehlbarkeit.
Ich glaube an die bleibende Realpräsenz als Konsubstantiation.
Ich glaube, dass die Jungfrau Maria unsere Fürbitterin ist, das letzte Mariendogma halte ich für zumindest kritisch, die Idee -selbiges ist keine katholische Glaubenslehre- der Miterlöserin für häretisch.
Ich anerkenne die allgemeine Priesterschaft der Gläubigen. sehe allerdings das Amt durch Ordination als notwendig, die ap. Suk als wünschenswert.
Ich glaube an Sola Scriptura im ursprgl lutherischen Sinne als Prima Scriptura.
Ich glaube an Heilsgewissheit, nicht aber an Heilssicherheit.
So viel erst mal zum Anfang.


und warum bist du dann nicht alt-katholisch geworden???

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:47

Amandus2 hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Tip
Ich könnte mit einem Primat des Papstes leben, nicht aber mit dem Dogma der Unfehlbarkeit.
Ich glaube an die bleibende Realpräsenz als Konsubstantiation.
Ich glaube, dass die Jungfrau Maria unsere Fürbitterin ist, das letzte Mariendogma halte ich für zumindest kritisch, die Idee -selbiges ist keine katholische Glaubenslehre- der Miterlöserin für häretisch.
Ich anerkenne die allgemeine Priesterschaft der Gläubigen. sehe allerdings das Amt durch Ordination als notwendig, die ap. Suk als wünschenswert.
Ich glaube an Sola Scriptura im ursprgl lutherischen Sinne als Prima Scriptura.
Ich glaube an Heilsgewissheit, nicht aber an Heilssicherheit.
So viel erst mal zum Anfang.


und warum bist du dann nicht alt-katholisch geworden???
Oh, da sehe ich aber auch einige, wenngleich subtile Unterschiede.

Außerdem muss der AKD zuvor die geistliche Umkehr gelingen, bevor sie auf jemanden Anspruchsvollen, wie Lioba, anziehend wirkt.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:52

ad-fontes
Erst einmal an Taufe und Abendmahl, akzeptieren könnte ich ev. Busse und Ehe als Sakrament, finde sie auf alle Fälle bedeutender als in der allg. ev. Praxis üblich.
Zu den Ämtern- es wäre schön, wenn die klassische Ämterordnung wiederentdeckt würde- als Reform der Reformation, vorerst wäre ich schon dankbar für eine Duldung der Hochkirchler.
Wenn Ämter für Frauen dann sicher nicht als Bischof oder Priester. Eine Diakoninnenamt oder Ähnliches müsste deutlich abgegrenzt sein- und in der Kirche nur mit Deckel auf´m Kopp!
Vorstellen könnte ich mir einen speziellen seelsorgerlichen Dienst für Frauen und Kinder oder praktische Aufgaben.
Was ich nicht könnte : nur aufgrund der Ämterfrage in eine Kirche eintreten, die in Lehre und Praxis liberalisiert ist.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:56

Lioba hat geschrieben:ad-fontes [...]
Zu den Ämtern- es wäre schön, wenn die klassische Ämterordnung wiederentdeckt würde- als Reform der Reformation, vorerst wäre ich schon dankbar für eine Duldung der Hochkirchler.
Wenn Ämter für Frauen dann sicher nicht als Bischof oder Priester. Eine Diakoninnenamt oder Ähnliches müsste deutlich abgegrenzt sein- und in der Kirche nur mit Deckel auf´m Kopp!
Vorstellen könnte ich mir einen speziellen seelsorgerlichen Dienst für Frauen und Kinder oder praktische Aufgaben.
Was ich nicht könnte : nur aufgrund der Ämterfrage in eine Kirche eintreten, die in Lehre und Praxis liberalisiert ist.
:daumen-rauf: :klatsch:
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Mittwoch 14. Oktober 2009, 10:39

Lioba,

Was meinst du eigentlich zur Orthodoxie?

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 14. Oktober 2009, 11:07

Lioba hat geschrieben:Tip
Ich könnte mit einem Primat des Papstes leben, nicht aber mit dem Dogma der Unfehlbarkeit.
Ich glaube an die bleibende Realpräsenz als Konsubstantiation.
Ich glaube, dass die Jungfrau Maria unsere Fürbitterin ist, das letzte Mariendogma halte ich für zumindest kritisch, die Idee -selbiges ist keine katholische Glaubenslehre- der Miterlöserin für häretisch.
Ich anerkenne die allgemeine Priesterschaft der Gläubigen. sehe allerdings das Amt durch Ordination als notwendig, die ap. Suk als wünschenswert.
Ich glaube an Sola Scriptura im ursprgl lutherischen Sinne als Prima Scriptura.
Ich glaube an Heilsgewissheit, nicht aber an Heilssicherheit.
So viel erst mal zum Anfang.
KatholischAB hat geschrieben:Ganz klar: SELK mit einigen katholisierenden Einsprengseln! Aber, die habe ich auch ;)


Fehlt da nicht was? :traurigtaps:


War da nicht noch was von einer sogenannten reformatorischen Erkenntnis?

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von NurNochKatholisch » Mittwoch 14. Oktober 2009, 11:23

TillSchilling hat geschrieben:Fehlt da nicht was? :traurigtaps:
War da nicht noch was von einer sogenannten reformatorischen Erkenntnis?
Als da wäre?

Lioba schreibt doch eindeutig:
Lioba hat geschrieben:Ich glaube an Heilsgewissheit, nicht aber an Heilssicherheit.
Das klingt doch ganz gut lutherisch. Du scheinst mir - verzeih, wenn ich falsch liege - manchmal Gegensätze zu konstruieren, bzw. anderen Meinungen zu unterstellen, die überhaupt nicht zutreffen. Vielleicht verstehe ich dich aber auch nur falsch.

Ich zumindest bin mit meinem Urteil anderen Konfessionen gegenüber wesentlich vorsichtiger geworden, seit mir klar wurde, dass meine eigene Kirche auch nicht perfekt ist (siehe den Thread über die schrumpfende SELK).

Was Lioba zumindest oben schrieb, kann ich (fast) alles auch für meinen eigenen Glauben unterschreiben.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Sebastian » Mittwoch 14. Oktober 2009, 11:42

Lioba hat geschrieben:ad-fontes
Erst einmal an Taufe und Abendmahl, akzeptieren könnte ich ev. Busse und Ehe als Sakrament, finde sie auf alle Fälle bedeutender als in der allg. ev. Praxis üblich.
Zu den Ämtern- es wäre schön, wenn die klassische Ämterordnung wiederentdeckt würde- als Reform der Reformation, vorerst wäre ich schon dankbar für eine Duldung der Hochkirchler.
Wenn Ämter für Frauen dann sicher nicht als Bischof oder Priester. Eine Diakoninnenamt oder Ähnliches müsste deutlich abgegrenzt sein- und in der Kirche nur mit Deckel auf´m Kopp!
Vorstellen könnte ich mir einen speziellen seelsorgerlichen Dienst für Frauen und Kinder oder praktische Aufgaben.
Was ich nicht könnte : nur aufgrund der Ämterfrage in eine Kirche eintreten, die in Lehre und Praxis liberalisiert ist.
Liobas Beitrag finde ich in einigen Punkten sehr interessant, aber weichen wir hier nicht wieder vom Thema ab? Egal, ich bin ja kein Mod :P

Lioba, was ist mit Beichte? Oder fällt das bei Dir unter den Überbegriff der Busse?
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Mittwoch 14. Oktober 2009, 11:52

KatholischAB hat geschrieben: Ich zumindest bin mit meinem Urteil anderen Konfessionen gegenüber wesentlich vorsichtiger geworden, seit mir klar wurde, dass meine eigene Kirche auch nicht perfekt ist (siehe den Thread über die schrumpfende SELK).
Das können wir, glaube ich, sofort ad acta legen. Es geht doch nicht um Institutionen und deren Zustand sondern um Lehren.

KatholischAB hat geschrieben: Du scheinst mir - verzeih, wenn ich falsch liege - manchmal Gegensätze zu konstruieren, bzw. anderen Meinungen zu unterstellen, die überhaupt nicht zutreffen.
Für die zweite Behauptung, dass ich anderen Meinungen unterstelle, die überhaupt nicht zutreffen, bitte ich um Beweise. Das empfinde ich als eine Unterstellung.

Was das Konstruieren von Gegensätzen anbelangt, denke ich dass du dich irrst. Ich weise öfters auf existierende Gegensätze hin, aber konstruieren tue ich sie nicht. Wer die Gegensätze zwischen reformatorischer und katholischer Lehre nicht sehen möchte, soll mich doch ignorieren. Aber da finde ich Clemens Ansatz viel ehrlicher und konsequenter. Er hat einfach die Reformationstehologie zu grossen Teilen verworfen und die katholische zur christlichen erklärt.

KatholischAB hat geschrieben: Was Lioba zumindest oben schrieb, kann ich (fast) alles auch für meinen eigenen Glauben unterschreiben.
Ich habe ja auch nicht kritisert was sie geschrieben hat sondern was sie NICHT geschrieben hat.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Mittwoch 14. Oktober 2009, 13:05

Nun, was dort stand war ursprünglich als "Ratehilfe" für Moe gedacht- erste Tips, nicht mein vollständiges Glaubensbekenntnis.
Daraus abzuleiten wäre im Ausschlussverfahren schon mal wozu ich nicht gehören kann.
Zu Tills und Sebastians Frage:
Buße: schwere oder Gewohnheitssünden sinnvollerweise mit Einzelbeichte,dazu alles was dir während der Beichte klar wird. ansonsten das gemeindliche Sündenbekenntnis.
Sola fide und Sola Gratia , Werke als selbstverständliche Folge des Glaubens - der Glaube ohne Werke ist tot. Zu der Frage Freiheit und Gnade hatte ich micht schon mal lang und breit ausgelassen, vor allem die Lehre der doppelten Prädestination halte ich für falsch, da sie ein menschlich verkürztes Erklärenwollen der Einwirkungen des Ewigen in das Zeitliche ist und ausserdem nach meinem Dafürhalten dem Gesamtzeugnis der Schrift ( umfassender Heilswille Gottes) nicht standhält.
MND- die Orthodoxie kenne ich noch viel zu wenig.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Mittwoch 14. Oktober 2009, 16:52

Lioba hat geschrieben:Nun, was dort stand war ursprünglich als "Ratehilfe" für Moe gedacht- erste Tips, nicht mein vollständiges Glaubensbekenntnis.
Daraus abzuleiten wäre im Ausschlussverfahren schon mal wozu ich nicht gehören kann.
Zu Tills und Sebastians Frage:
Buße: schwere oder Gewohnheitssünden sinnvollerweise mit Einzelbeichte,dazu alles was dir während der Beichte klar wird. ansonsten das gemeindliche Sündenbekenntnis.
Sola fide und Sola Gratia , Werke als selbstverständliche Folge des Glaubens - der Glaube ohne Werke ist tot. Zu der Frage Freiheit und Gnade hatte ich micht schon mal lang und breit ausgelassen, vor allem die Lehre der doppelten Prädestination halte ich für falsch, da sie ein menschlich verkürztes Erklärenwollen der Einwirkungen des Ewigen in das Zeitliche ist und ausserdem nach meinem Dafürhalten dem Gesamtzeugnis der Schrift ( umfassender Heilswille Gottes) nicht standhält.
MND- die Orthodoxie kenne ich noch viel zu wenig.
Also bist Du jetzt eine Selkie? Oder doch 'ne Landeskirchlerin mit Hang zum Katholischen? :roll: Warum macht Ihr denn eigentlich aus Eurer Kirchenzugehörigkeit ständig solche Geheimnisse? :achselzuck: Wenn Ihr in einer Gemeinde/Kirche seid, die Ihr einem Suchenden :detektiv: wie mir weiterempfehlen könnt, dann immer her mit den Infos. Auch an KatholischAB gerichtet.

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