Christus-Rosenkranz

Rund um Anglikanertum, Protestantismus und Freikirchenwesen.

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Moe's
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Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Freitag 9. Oktober 2009, 13:47

Frage vor allem an die Protestanten hier im Forum: Habt Ihr schon einmal vom sog. "Christus-Rosenkranz" gehört?

http://de.wikipedia.org/wiki/Christus-Rosenkranz

Wie versteht Ihr in diesem Zusammenhang 1. Thess. 5, 17 bzw. Matth. 6, 7?

NurNochKatholisch
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von NurNochKatholisch » Freitag 9. Oktober 2009, 16:09

Ja ich kenne den Christusrosenkranz und habe es sogar schon mal versucht. Ich glaube, dass der für viele so eine Art "Einstiegsdroge" für die eigene Romanisierung ist. :pfeif:

Bei den beiden Bibelstellen müsste man ja erstmal vielleicht klären, was damit gemeint ist, und was eigentlich das Rosenkranzgebet sein will/soll. Ich will es mal versuchen, allerdings ohne Gewähr auf Vollständigkeit:

1.Tess 5,17 ist denke ich klar. Der hl. Paulus bezieht sich hier ja ganz deutlich auf Psalm 1. Ein Beten ohne Unterlass ist für den frommen Juden und den frommen Christen sicherlich eine gute und förderliche Lebenshaltung. Vielleicht ja auch hier der Grund, weshalb Luther den Pfarrern in den Visitationen dringend empfiehlt das tägliche Stundengebet beizubehalten und in den lutherischen Schulen im 16. Jahrhundert das lateinische Stundengebet (immerhin Laudes, Sext, Vesper und Complet) für die Schüler verpflichtend gemacht wurde.
Erst zwischen Pietismus und Aufklärung wurden diese guten Ordnungen zerstört und erst mit der liturgischen Bewegung im 20. Jahrhundert in der Breite wieder geborgen (Stichwort Michaelsbrüder und Mahrenholz).

Und Mt 6,7 macht sich nicht direkt über lange Gebete lustig, sondern weist auf die vielen Götzen der Heiden hin: Jeden Gott anzurufen und ja keinen zu vergessen, soll nicht die rechte Gebetshaltung sein, sondern wir sollen also so beten: Vater unser im Himmel...
Hier ist allerdings nicht die Redundanz gemeint, wie sie sich z.B. im Rosenkranzgebet findet.

Und nun dazu: Was passiert im Rosenkranzgebet? Gerade durch die meditative Redundanz dringt man immer tiefer in die Geheimnisse des Heils ein. Schritt für Schritt kommt man dem Geheimnis der Menschwerdung, des Todes und der Auferstehung des Herrn Christus näher. In Gebet und Anrufung einzutauchen in die Geheimnisse Gottes, das ist für mich das Rosenkranzgebet. Und natürlich unterscheidet sich ein solches Gebet entscheidend von irgendwelchen Bitt- und Dankgebeten, genauso wie vom Lobpreis- oder Klagegebet. Vielleicht kann man ja wirklich sagen, dass der Rosenkranz eine Weise christlicher Meditation ist.

Im Luthertum gab es übrigens eine recht reiche Rosenkranzfrömmigkeit. Hier mal ein Bild des lutherischen Theologen Martin Chemnitz:
Das in der linken Hand ist tatsächlich ein zeitgenössischer Rosenkranz. Auch Georg von Anhalt und andere Lutheraner der zweiten Generation wurden so "abgelichtet". Zu diesen und anderen Darstellungen gibt es einen schönen Aufsatz von Prof. Ernst Koch aus Leipzig in der Festschrift zum 400. Todestages von Martin Chemnitz aus dem Jahre 1986.

Lieben Gruß
KatholischAB
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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Freitag 9. Oktober 2009, 20:22

Mal wieder ein Beispiel dafür, wieweit sich die lutherische Kirche von ihren Wurzeln entfernt hat. Und wehe, du erinnerst die luth. Kirche daran.
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anneke6
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Freitag 9. Oktober 2009, 20:35

Bin kein Protestant, aber von Christus-Rosenkranz hattet ich schon gehört. Was er aber genau ist, weiß ich erst seit heute. Danke :)
Ich finde diese Idee gar nicht so schlecht; irgendwie macht sie für mich mehr Sinn als dieser Anglican Rosary
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=26672
???

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Freitag 9. Oktober 2009, 21:19

Ich finde den Christusrosenkranz auch stimmiger. Er ist nach kurzer Zeit gut zu beten und besser in die bestehende Tradition einzugliedern.
Übrigens ging es bei Katholisch AB´s Beitrag zum frühen Luthertum natürlich um das klassische Rosenkranzgebet .

Achja - neuerdings gibt es im Land der begrenzten Unmöglichkeiten als Pendant zur BIGS wohl den RIGS
Zartere Seelen sollten den Link vielleicht nicht öffnen.
http://www.calcatholic.com/news/newsArt ... fd158f8d
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Christ86
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Christ86 » Freitag 9. Oktober 2009, 21:26

Lioba hat geschrieben:Achja - neuerdings gibt es im Land der begrenzten Unmöglichkeiten als Pendant zur BIGS wohl den RIGS
Zartere Seelen sollten den Link vielleicht nicht öffnen.
http://www.calcatholic.com/news/newsArt ... fd158f8d
:erschrocken: Was verlinkst du denn da :aergerlich:
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Freitag 9. Oktober 2009, 21:27

Lioba hat geschrieben:Mal wieder ein Beispiel dafür, wieweit sich die lutherische Kirche von ihren Wurzeln entfernt hat. Und wehe, du erinnerst die luth. Kirche daran.
Was passiert dann?

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Freitag 9. Oktober 2009, 21:37

anneke6 hat geschrieben:Anglican Rosary
Naja, ich plädiere für das Original:
http://www.preces-latinae.org/thesaurus ... arium.html

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Christ86 » Freitag 9. Oktober 2009, 21:46

Was hat man eigentlich gegen den richtigen Rosenkranz? Bei uns in den deutschsprachigen altkatholischen Kirchen hat man ihn ja auch abgeschafft - weil er gebetet worden sei, anstatt dass die Gläubigen der Messe gefolgt seien - aber in Polen oder bei der PNCC ist er Tradition.

Von den Protestanten höre ich noch Schlimmeres, nämlich, dass er Götzendienst sei...

Das kann ich nicht verstehen, ich bete den Rosenkranz jedenfalls gerne und habe auch eine Sammlung von Rosenkränzen :ja:
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Freitag 9. Oktober 2009, 21:49

TillSchilling hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Mal wieder ein Beispiel dafür, wieweit sich die lutherische Kirche von ihren Wurzeln entfernt hat. Und wehe, du erinnerst die luth. Kirche daran.
Was passiert dann?
Siehe Christ86- letzter Beitrag. :achselzuck:
Zuletzt geändert von Lioba am Freitag 9. Oktober 2009, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Freitag 9. Oktober 2009, 21:55

:erschrocken: Was verlinkst du denn da :aergerlich:
"Interessante" religiöse Entwicklungen, habe doch gewarnt, wir sollten uns solcher Entwicklungen schon bewusst sein. Es haben sich schon so viele Seltsamkeiten eingeschlichen, ohne dass das Kirxhenvolk es recht bemerkte, warum nicht auch derlei irgendwann?
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Freitag 9. Oktober 2009, 21:58

MND- der Sarum-Rosenkranz ist schön. :daumen-rauf:
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von TillSchilling » Freitag 9. Oktober 2009, 22:26

Lioba hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Mal wieder ein Beispiel dafür, wieweit sich die lutherische Kirche von ihren Wurzeln entfernt hat. Und wehe, du erinnerst die luth. Kirche daran.
Was passiert dann?
Siehe Christ86- letzter Beitrag. :achselzuck:
http://www.kellyklages.com/discussion/?p=8

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von ad-fontes » Freitag 9. Oktober 2009, 22:27

Christ86 hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Achja - neuerdings gibt es im Land der begrenzten Unmöglichkeiten als Pendant zur BIGS wohl den RIGS
Zartere Seelen sollten den Link vielleicht nicht öffnen.
http://www.calcatholic.com/news/newsArt ... fd158f8d
:erschrocken: Was verlinkst du denn da :aergerlich:
Du kennst die MCC nicht?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Christ86 » Freitag 9. Oktober 2009, 22:29

ad-fontes hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Achja - neuerdings gibt es im Land der begrenzten Unmöglichkeiten als Pendant zur BIGS wohl den RIGS
Zartere Seelen sollten den Link vielleicht nicht öffnen.
http://www.calcatholic.com/news/newsArt ... fd158f8d
:erschrocken: Was verlinkst du denn da :aergerlich:
Du kennst die MCC nicht?
:nein: Muss man die kennen? Also alles kann ich auch nicht kennen :achselzuck:
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von NurNochKatholisch » Sonnabend 10. Oktober 2009, 10:22

Naja, ob die alten Lutheraner den Rosenkranz benutzt haben, um damit den marianischen Rosenkranz zu beten, ist unbekannt. Man weiß nur, dass diese Geräte fürs Gebet verwendet wurden. Übrigens hießen Rosenkränze bis in 17. Jh. weitgehend Paternosterschnüre (der gebräuchliche Nachname Paternoster weist z.B. heute noch darauf hin, dass die Vorfahren Paternosterschnüre geknüpft haben).

Also: Vaterunser, wurde sicher darauf gebetet, aber was noch dazu??? :hae?:

Eines ist auf jeden Fall sicher: In Wittenberg wurde im Jahre 1605 noch das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert, im Dom zu Meißen ist eine marianische Kasel vorhanden aus dem Jahre 1712 (!) und Luther beendet z.B. seine Magnifikat-Auslegung mit den Worten: "Das schenke uns Gott durch die Führsprache seiner lieben Mutter Maria".

Bei all dem, was es da gab und heute teilweise auch wieder gibt, ist wohl der Grund für den Christusrosenkranz der Michaelsbrüder, dass man im lutherischen Bereich sehr skeptisch und ablehnend der Anrufung Mariens gegenüber steht.
Und tatsächlich kann man ja in bestimmten Teilen des heutigen Katholizismus (noch stärker sicherlich im 19. Jh.) eine überbordende Marienfrömmigkeit feststellen. Dies steht gegen eine relative Christuszentriertheit in der lutherischen Lehre.

Bei Maria gibt es unter Protestanten aller Couleur so eine Art pawlowschen Reflex der Ablehnung. Dass man sich im Rosenkranz natürlich in die Geheimnisse Christi vertieft, wird dabei übersehen. Manchmal wird halt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Lieben Gruß
KatholischAB
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Niels
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Niels » Sonnabend 10. Oktober 2009, 11:00

Ergänzend zum Beitrag von KatholischAB sei an den ersten großen protestantischen Kirchenbau überhaupt erinnert: die Marienkirche in Wolfenbüttel.
http://www.propstei-wf.de/index.php?id=19
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonnabend 10. Oktober 2009, 12:13

Lioba hat geschrieben:
TillSchilling hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Mal wieder ein Beispiel dafür, wieweit sich die lutherische Kirche von ihren Wurzeln entfernt hat. Und wehe, du erinnerst die luth. Kirche daran.
Was passiert dann?
Siehe Christ86- letzter Beitrag. :achselzuck:
Tut mir leid, ich verstehe grad' gar nichts... Bist Du nun pro oder contra Rosenkranzgebet? Was meinst Du mit "von ihren Wurzeln entfernt"? Die Wurzeln der LK liegen doch in der RKK, oder nicht?

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Moe's
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonnabend 10. Oktober 2009, 12:18

Ja natürlich, und vielen Dank Euch allen für Eure Antworten!! Hat allerdings blöderweise meine Verwirrung bezüglich der Tauglichkeit eines "christozentrischen" Rosenkranzgebetes für Nicht-Römer nur noch gesteigert :achselzuck: . Kann vielleicht nochmal jemand klar Stellung beziehen (oder sich klarer ausdrücken :roll: )?? :kugel:

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Lioba
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Sonnabend 10. Oktober 2009, 14:10

Moe- ich kann dir den Christusrosenkranz nur empfehlen, ein schöner Weg in´s meditative Gebet!
Aber - auch der "normale" Rosenkranz ist in meinen Augen für den evangelischen Christen kein Tabu. Es ist leider so, dass ausgerechnet die Thematik Marienverehrung contra christozentrische Frömmigkeit künstlich zum ganz grossen Zankapfel aufgeblasen wurde- mit Extremen auf beiden Seiten. Wenn ich den katholischen Rosenkranz oder den Sarum-Rosenkranz bete, mache ich nichts anderes als was die Bibel mir sagt:
" Selig preisen werden mich alle Geschlechter."
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Sonnabend 10. Oktober 2009, 15:25

Ich denke auch, daß Evangelische den Rosenkranz beten können. Das "plappert nicht wie die Heiden" Argument zählt nicht. Plappern bedeutet viele Worte mit wenig oder gar keinem Sinn sprechen. Wenn die Gebete aber für jemanden eine Bedeutung haben, ist das kein Plappern. Und es geht auch nicht um die Anzahl der Gebete. Man kann ein Gesätz beten oder 15, kommt eben auf den Beter selbst drauf an.
Es gibt oder gab übrigens auch einen Rosenkranz in der russisch-orthodoxen Frömmigkeit. Man vergleiche diesen Text:
http://www.geocities.com/Athens/Agora/2 ... pter8.html
Seraphim von Sarow empfahl einen Gebetsweg, der aus 15 Stationen bestand, die mehr oder weniger den Geheimnissen des katholischen Rosenkranzes entsprechen und bei jeder ein Vaterunser, ein "Jungfräuliche Gottesmutter, freue Dich" (Englischer Gruß) und einmal das Gebet "Öffne uns das Tor zur Barmherzigkeit" zu beten.
Mittlerweile sind diese Gebetsformen aber so gut wie unbekannt.
???

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Senensis
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Senensis » Sonnabend 10. Oktober 2009, 15:55

Moe's: :kugel: Da hast Du's. KatholischAB ist, soweit ich ihn verstanden habe, ein waschechter Lutheraner, der der Rosenkranz eben nicht rundheraus ablehnt - und er ist kein Esoteriker oder Sonstwas-Heide. :)

@KatholischAB: Übrigens gibt es auch in einigen Dialekten noch verkümmerte Reste der alten Bezeichnung (Paternoster), so z. B. in Vorarlberg sagt man "Nüschter".
et nos credidimus caritati

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 11:22

Also danke nochmal! Ich werd's jetzt einfach mal ausprobieren, hilft mir vielleicht auch, an meiner, wie mir manche hier vorgeworfen haben, antikatholischen (ich sehe das ja nicht so, ich bin auch katholisch!!! :P ) Einstellung zu arbeiten. Vielleicht geh' ich mal in den Klosterladen hier in der Nähe und kaufe mir einen :auweia: ...Rosenkranz?! :patsch: :huhu:

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 11:33

Senensis hat geschrieben:Moe's: :kugel: Da hast Du's. KatholischAB ist, soweit ich ihn verstanden habe, ein waschechter Lutheraner, der der Rosenkranz eben nicht rundheraus ablehnt - und er ist kein Esoteriker oder Sonstwas-Heide. :)

@KatholischAB: Übrigens gibt es auch in einigen Dialekten noch verkümmerte Reste der alten Bezeichnung (Paternoster), so z. B. in Vorarlberg sagt man "Nüschter".
Ja ja, und warte nur, Du kriegst noch Deine Antwort :boese: ........ :aergerlich: ... :hmm: ...... :D :kussmund: :huhu:

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Sonntag 11. Oktober 2009, 12:26

Moe's hat geschrieben:Also danke nochmal! Ich werd's jetzt einfach mal ausprobieren, hilft mir vielleicht auch, an meiner, wie mir manche hier vorgeworfen haben, antikatholischen (ich sehe das ja nicht so, ich bin auch katholisch!!! :P ) Einstellung zu arbeiten. Vielleicht geh' ich mal in den Klosterladen hier in der Nähe und kaufe mir einen :auweia: ...Rosenkranz?! :patsch: :huhu:
Eine sehr gute Idee. Mein Tip: Achte bei der Auswahl mehr auf Haltbarkeit als auf Ästhetik.
???

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Sonntag 11. Oktober 2009, 13:45

Geknotet ist haltbarer als gekettelt, für Anfänger nützlich , wenn auch zwischen den einzelnen Perlen eines Gesätzes ein Knötchen ist. My fauvorite da ich oft abends im Bett bete ist die berüchtigte Neonscheusslichkeit, selbige ist fast unkaputtbar, wasserfest und leuchtet im Dustern, wenn vorher genug Licht, und die Perlen haben eine gute Grösse für Damen- und Kinderhände.
Wenn du später mal was Schöneres haben willst kannst du ein gutes Werk tun und einen bei E-Bay "adoptieren".
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von anneke6 » Sonntag 11. Oktober 2009, 14:21

Geknüpfte Rosenkränze sind besser, wenn man mit ihnen schlafen will. Normale gekettelte Kränze verheddern sich, wenn sie nicht in einer Schatulle untergebracht werden, und auch um den Hals tragen sollte man sie nicht. Sie reißen nämlich auch gerne. Es gibt aber auch extrem stabil gekettelte Rosenkränze. Guter Draht, der fest in die Perle reingeschoben ist und Federn statt offenen Kette und offene Öse oder die Wirewrapped-Technik, das hält alles viele Jahre, aber sie verheddern immer noch leicht (besonders die wirewrapped-Dinger) und die Kettenglieder tun weh, wenn man auf ihnen liegt.
???

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Lioba » Sonntag 11. Oktober 2009, 14:42

An dieser Stelle müsste eigentlich ein Kommentar von Cantus kommen, der ist wohl gerade nicht in Form.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Johaennschen » Sonntag 11. Oktober 2009, 15:10

:auweia: Zuviel Marquis de Sade gelesen? :kugel:
Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 15:40

Lioba hat geschrieben:Geknotet ist haltbarer als gekettelt, für Anfänger nützlich , wenn auch zwischen den einzelnen Perlen eines Gesätzes ein Knötchen ist. My fauvorite da ich oft abends im Bett bete ist die berüchtigte Neonscheusslichkeit, selbige ist fast unkaputtbar, wasserfest und leuchtet im Dustern, wenn vorher genug Licht, und die Perlen haben eine gute Grösse für Damen- und Kinderhände.
Wenn du später mal was Schöneres haben willst kannst du ein gutes Werk tun und einen bei E-Bay "adoptieren".
Ok, weiß ich bescheid, aber bei E-Bay 'nen Rosenkranz kaufen? Da weiß man ja nicht, wer den vorher getragen hat, also ich weiß nicht :/ ... Aber dass mit der Neonscheusslichkeit ist ein guter Tipp.

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 15:42

anneke6 hat geschrieben:Geknüpfte Rosenkränze sind besser, wenn man mit ihnen schlafen will. Normale gekettelte Kränze verheddern sich, wenn sie nicht in einer Schatulle untergebracht werden, und auch um den Hals tragen sollte man sie nicht. Sie reißen nämlich auch gerne. Es gibt aber auch extrem stabil gekettelte Rosenkränze. Guter Draht, der fest in die Perle reingeschoben ist und Federn statt offenen Kette und offene Öse oder die Wirewrapped-Technik, das hält alles viele Jahre, aber sie verheddern immer noch leicht (besonders die wirewrapped-Dinger) und die Kettenglieder tun weh, wenn man auf ihnen liegt.
:ja: ok :ja:

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Re: Christus-Rosenkranz

Beitrag von Moe's » Sonntag 11. Oktober 2009, 15:52

Johaennschen hat geschrieben::auweia: Zuviel Marquis de Sade gelesen? :kugel:
:bedrippelt: Wie is' denn das jetz' wieder zu verstehen, redet denn keiner normal hier? Ich glaub', als ungebildeter Hundesohn bin ich hier fehl am Platz... Moe's(hele)

"Ich heiße Moe'she Hundesohn und lebe lustig ohne Lohn, nicht koscher und doch frohgemut, mit Löckchen und mit Judenhut. Schimpft 'Christenhund' mir ins Gesicht ein Fremder, nun, dann kläff' ich nicht: Ich BIN ein Christenhund und stolz, denn Christus starb für mich am Holz." Frei nach Daniel Haw, Papa der ersten jüdischen Comic-Figur Deutschlands (http://israeli-art.com/satire/moishe.htm)
Zuletzt geändert von Moe's am Sonntag 11. Oktober 2009, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.

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